Autor Thema: Bluebeard's Bride  (Gelesen 6108 mal)

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Online Jiba

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Bluebeard's Bride
« am: 2.09.2017 | 21:51 »
Bald ist es soweit: Bluebeard's Bride von Magpie Games.

Da es noch keinen Thread dafür gibt, mache ich mal einen auf.

Pitch:

In "Bluebeard's Bride" spielt man das Blaubart-Märchen aus Sicht der neuen Braut Blaubarts. Diese ist gefangen in seinem schrecklichen, grotesken Anwesen, wo sie von Zimmer zu Zimmer geht und Hinweis um Hinweis erhält, dass Blaubart seine Bräute irgendwann grausam umzubringen pflegt. Die Spieler spielen nach PbtA-Regeln einzelne Aspekte ihrer Persönlichkeit. Am Ende steht die Konfrontation mit dem letzten Zimmer, das Blaubart der Braut zu betreten verboten hat.

Das Ganze ist deklariert als Female Horror und füllt dieses Genre nach allen Regeln der Kunst aus. Es geht sehr stark darum welche Erwartungen eine anachronistische, partriarchalische Gesellschaft an junge Frauen hat und wie diese darunter zerbrechen.




Meine Meinung: Ich habe die Baker-PDF gelesen und bin gelinde gesagt begeistert. Das Spiel reiht sich ein in Perlen wie "Monsterhearts" oder "Sagas of the Icelanders", die richtig zeigen, was man mit der Powered-By-Engine alles machen kann und wie gezielt man mit ihr Spiele in bestimmte Richtungen lenkt. Ich hatte schon lange das Gefühl, dass PbtA das System ist, das am ehesten eine "literarische" Erfahrung generieren kann und "Bluebeard's Bride" beweist das.

Außerdem freut es mich, mal wieder ein Rollenspiel mit anspruchsvollem Thema zu lesen. Ich war immer wieder hin und her gerissen, ob ich das tatsächlich spielen könnte, eben weil es einer Runde sicherlich viel abverlangt und auch eine Gradwanderung ist.

Dann noch toll geschrieben und illustriert.
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Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #1 am: 2.09.2017 | 22:16 »
Eine faszinierende Perspektive auf Horror, finde ich. Ich bin sehr gespannt, wie die Regeln aussehen und wie es sich spielt. Jason Morningstar hat gerade die mechanische Umsetzung über den grünen Klee hinaus gelobt. Ich bin sehr gespannt, ob BB das hält bzw. ob das mit PbtA geht.

Offline felixs

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #2 am: 2.09.2017 | 22:56 »
Das Ganze ist deklariert als Female Horror und füllt dieses Genre nach allen Regeln der Kunst aus.

Ist das ein Genre, oder haben die sich das als Genre neu ausgedacht? (Mir scheint zweiteres der Fall zu sein).
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Online Chiarina

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #3 am: 3.09.2017 | 00:06 »
Ich bin auch an dem Spiel interessiert... und weiß noch fast nichts.

Dinge, die mich besonders interessieren:
- Meine vielleicht wichtigste Frage zuerst: Es ist ja nicht so, dass im traditionellen Horror Frauen verschont würden. Man denke an die Screamqueens, deren Schrecken oft genug auch auf überzeichneten Auswüchsen patriarchaler und anachronistischer Gesellschaftsstrukturen gründet. Auch Blaubarts Angetraute aus dem Märchen unterscheidet sich in meinen Augen nicht allzu sehr von den traumatisierten Frauengestalten des Horrorgenres. Kurz gefragt: Ist mein weiblicher Charakter in "Bluebeard´s Bride" mehr als eine Screamqueen? Wie bekommt das Spiel diesen Paradigmenwechsel hin?
- Wenn ich das Spiel mit allen Zusatzbänden kaufe, wird´s teuer. Also muss die Frage erlaubt sein, wie hoch der Wiederspielwert ist. Insbesondere: Mache ich mit diesem Spiel immer wieder dieselbe Erfahrung (in Varianten, natürlich) oder ist es immer wieder für Überaschungen gut?
- Die einzige relevante Akteurin im entsprechenden Märchen ist die frischvermählte Ehefrau. Wie funktioniert das Spiel für mehrere Spielerinnen bzw. Spieler?

« Letzte Änderung: 3.09.2017 | 00:08 von Chiarina »
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #4 am: 3.09.2017 | 01:12 »
Ist das ein Genre, oder haben die sich das als Genre neu ausgedacht? (Mir scheint zweiteres der Fall zu sein).

Wo, meinst du, kommen Genres her?

Überdies:

Zitat
Bluebeard’s Bride produces adult feminine horror fiction like Crimson Peak, American Horror Story, or The Company of Wolves, making it fun for horror fans and dark fairy tale fans alike.

Ansonsten:

Zitat
Bluebeard's Bride is a recent entry in the relatively underexplored game genre of gothic feminine horror. Though it's well-represented in literature and film, games have only just barely begun to explore the genre's potential.

"We use the phrase 'feminine horror' to mean horror that specifically engages with women's experiences or women's concerns," said Richardson, "whether it's a loved one harming you, or impregnation, or sexual violence, or things of that nature."
[...]
Feminine horror already exists at a rarefied intersection, and adding the gothic twist makes such games even more unique. "Gothic is rooted in a very specific literary time period," said Beltrán. Evoking the late 1700s to 1800s, gothic fiction often employs a house as a metaphor for women's bodies, since the style reached its height at a time when a woman's domain was the home.

In film, the haunting Crimson Peak is a recent example, while Alien adds a science-fiction layer to anxieties about impregnation and Carrie centers fears of body modification. Rebecca, The Tomb of Ligella, The Phantom of the Opera—the creators of Bluebeard's Bride had numerous recent references from which to draw.

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #5 am: 3.09.2017 | 01:18 »
Wie bekommt das Spiel diesen Paradigmenwechsel hin?

Gute Frage! Der Unterschied mag sein, dass die Spielerinnen für die Braut in BB wieder und wieder entscheiden müssen, ob sie Blaubart gegenüber loyal bleibt und in ihren eigenen Missbrauch einwilligt oder zerbricht. Whitney Beltran sagte in einem Interview der ganze Horror von BB sei ein Horror aus dem Inneren.

- Wenn ich das Spiel mit allen Zusatzbänden kaufe, wird´s teuer. Also muss die Frage erlaubt sein, wie hoch der Wiederspielwert ist. Insbesondere: Mache ich mit diesem Spiel immer wieder dieselbe Erfahrung (in Varianten, natürlich) oder ist es immer wieder für Überaschungen gut?

Finde ich auch schwierig. Vielleicht liegt der Wiederspielwert in der Dynamik zwischen den Persönlichkeitsaspekten der Braut (siehe unten)?

- Die einzige relevante Akteurin im entsprechenden Märchen ist die frischvermählte Ehefrau. Wie funktioniert das Spiel für mehrere Spielerinnen bzw. Spieler?

Zitat
At this point, you may be wondering how all of you are supposed to play as the Bride at one time. The psyche of any person is complex, and the Bride no less so. In your story, each player takes the role of a distinct part of the Bride's mind—a Sister—who guides the Bride through Bluebeard’s house, armed with little more than a set of keys.

And those Sisters don’t always agree. Each of you speaks as these aspects of her psyche would speak, deciding what actions the Bride takes, pushing the Bride deeper into the mysteries of each room, and provoking new horrors along the way.
« Letzte Änderung: 3.09.2017 | 01:37 von Ucalegon »

Offline Timberwere

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #6 am: 4.09.2017 | 09:36 »
Das klingt sehr spannend, und das würde ich extreme gerne mal ausprobieren.
Zitat von: Dark_Tigger
Simultan Dolmetschen ist echt kein Job auf den ich Bock hätte. Ich glaube ich würde in der Kabine nen Herzkasper vom Stress bekommen.
Zitat von: ErikErikson
Meine Rede.
Zitat von: Shield Warden
Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!

Daheon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #7 am: 4.09.2017 | 16:10 »
Beim +1 Forward Podcast gibt es eine Folge zu Bluebeard's Beide inklusive kurzem Let's Play.

Das Ganze verspricht eine intensive Spielerfahrung für diejenigen, die sich darauf einlassen.


Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #8 am: 27.10.2017 | 10:25 »
Bluebeard's Bride gibt es jetzt als pdf auf DriveThru. Zu einem fairen Preis.

Offline LushWoods

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #9 am: 30.10.2017 | 11:04 »
Nach dem Podcast den ich mir mal angehört habe würde ich folgendes über BB sagen:

Mit den richtigen Leuten wohl ein sehr intensives Spielerlebnis.
Selbiges aber maximal 2 bis 3 mal im selben Szenario. Daher der Wiederspielwert ohne die Erweiterungen mit den anderen Settings sehr begrenzt.
Als physisches Exemplar, wenn man nicht absolut auf die wunderschöne Präsentation ausflippt, zu teuer. Grund, siehe oben.

Ich werde mal über das PDF nachdenken.
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Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #10 am: 30.10.2017 | 11:50 »
Selbiges aber maximal 2 bis 3 mal im selben Szenario. Daher der Wiederspielwert ohne die Erweiterungen mit den anderen Settings sehr begrenzt.

Darauf bin ich jedenfalls gespannt. Ich habe mit anderen Rollenspielen - Kagematsu z.B. - die Erfahrung gemacht, dass sich eine enge Prämisse und hoher Wiederspielwert für mich absolut nicht ausschließen. Wie das bei BB ist, sehe ich hoffentlich auf der Geekmansion nächsten Monat.

Daheon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #11 am: 30.10.2017 | 12:53 »
Darauf bin ich jedenfalls gespannt. Ich habe mit anderen Rollenspielen - Kagematsu z.B. - die Erfahrung gemacht, dass sich eine enge Prämisse und hoher Wiederspielwert für mich absolut nicht ausschließen. Wie das bei BB ist, sehe ich hoffentlich auf der Geekmansion nächsten Monat.

Da würde mich, wenn Du magst, ein Erfahrungsbericht zu BB sehr freuen.

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #12 am: 30.10.2017 | 19:53 »
Da würde mich, wenn Du magst, ein Erfahrungsbericht zu BB sehr freuen.

Klar, gerne.

Offline LushWoods

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #13 am: 31.10.2017 | 09:11 »
Zwischen den beiden Spielen sehe ich aber noch mal einen bedeutenden Unterschied:
Ein Horror-RPG zu spielen und v.a. zu leiten ist für mich schon irgendwie die Königsdisziplin im Rollenspiel.
Und diesen Horror den BB vermittelt und der schon auch irgendwie intensiver ist als so ziemlich alles was ich im Rollenspielbereich kenne, ist glaube ich nur sehr schwer öfters mit der gleichen Ausgangslage hinzubekommen.
Aber vielleicht täusche ich mich da ja auch.
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Offline La Cipolla

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #14 am: 31.10.2017 | 09:39 »
Erster Satz zum Move Dirty Yourself with Violence:
Zitat
A real lady would never stoop to physical violence ... and yet here were are.

Ist nach längerer Zeit mal wieder ein RPG, dass mir beim Lesen Gänsehaut macht. *-* Ich berichte, wenn ich durch bin, aber das ist für mich schon mal ein Pro-Argument, dass sich eigentlich nicht mehr entschärfen lässt.

Bluebeards Bride ist nach Monsterhearts auch erst das zweite Mal, dass ich auf den allerersten Blick sehe, inwiefern PbtA ganz natürlich passt und nicht gleich wieder den Gedanken "Würde ich persönlich wohl lieber mit XY spielen ..." bei mir auslöst. Nice.
« Letzte Änderung: 31.10.2017 | 10:15 von La Cipolla »

Online Jiba

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #15 am: 31.10.2017 | 12:35 »
Ja, das meine ich: Zum Bespielen eng umrissener Genres, die bestimmte thematische Setzungen am Spieltisch geradezu voraussetzen, ist PbtA das System der Wahl. Es erzeugt eine literarische oder mit den richtigen Moves auch filmische Erfahrung. Zumindest empfinde ich das so.

Ich werde bei Gelegenheit wohl auch mal zwei Szenarios für BB schreiben. ("The Roadtrip" und "The Trial")
« Letzte Änderung: 31.10.2017 | 12:43 von Jiba »
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Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #16 am: 1.11.2017 | 10:29 »
Also ich finde (bisher), der Kern von BB hat gar nicht so spezifisch mit PbtA zu tun (vlt. vage als Bakerscher "Moment of Judgment"), sondern liegt letztlich in der "Propose a truth"-Mechanik und den damit verbundenen Tokens of Faithfullness/Disloyalty.

Zitat
But it is up to you and your friends to decide whether or not you are a faithful or disloyal bride.

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #17 am: 13.11.2017 | 21:36 »
Beim vorbereitenden Lesen sind mir noch folgende Punkte aufgefallen:
- Ich vermisse irgendwie einen Absatz zur Frage, wie man zumindest ein vages Setting festlegt. An einer Stelle wird plötzlich ein Handy erwähnt. Vielleicht heben sie sich das für den Playset-Band auf. Auch die Beispiele reichen irgendwie von ernsthaft düster bis sehr seltsam ("a cat/fern hybrid that talks"). Aber es sind viele, das ist schonmal gut.
- Der Erschaffungsprozess für Objekte/Räume ist verwirrend. Man soll sich wahlweise von der Schlüsselbeschreibung, den Hochzeitsgeschenken und abstrakten Bedrohungen inkl. Moves inspirieren lassen. Auch die 4 Schritte für Objekte wirken irgendwie willkürlich. Sind die offenbar nötigen Pausen zwischen Öffnen der Tür und Beginn der Beschreibung Absicht? Wäre schon interessant.
- Auch die Horrors, also vor allem die toten Ehefrauen bleiben sehr vage und abstrakt. Die Beispiele helfen da ein bisschen.
- Was passiert zwischen zwei Räumen? Es scheint wirklich so gedacht zu sein, hart von Tür zu Tür zu schneiden.

Edit: Ich bin gespannt, ob das Metaphorische ein bisschen durchkommt. Davon war in Interviews hin und wieder mal die Rede. Das Haus als Seele, Körper der Frau, Unterwelt...
« Letzte Änderung: 13.11.2017 | 21:48 von Ucalegon »

Offline Viral

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #18 am: 13.11.2017 | 21:43 »
- Was passiert zwischen zwei Räumen? Es scheint wirklich so gedacht zu sein, hart von Tür zu Tür zu schneiden.
klingt ja fast nach einem Dungeon
Blog Anonymous Henchmen: https://yugoloth.wordpress.com/

Von JaneDoe und Viral über "Old school RPG, FHTAGN and other things"

Disputorium (da bin ich noch online)
https://fantastisches-rollenspiel.de/forum/

Meine Rollenspielprodukte:
https://www.drivethrurpg.com/browse/pub/15995/HazZzardeur-Press

Offline Teylen

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #19 am: 14.11.2017 | 01:41 »
Ich warte derzeit auf meine Box  8)
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Auch im RL gebe ich mich nicht mit Axxxxxxxxxx ab #RealLifeFilterBlase

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #20 am: 19.11.2017 | 16:18 »
Ich habe gestern die angekündigte Runde Bluebeard's Bride auf der Geekmansion geleitet. 4 Stunden, 5 Leute + SL.

Vorbereitung waren das Anhören der Actual Plays und Notizen zu fünf Zimmern, von denen ich eins benutzt habe.

Beim Wedding Prep (ca. 1h) habe ich mitgeschrieben und aus den Hochzeitgeschenken an Blaubart gleich ein paar Ideen für Räume gemacht. Ich hätte dafür gern noch mehr Zeit gehabt. Meine Notizen waren nach ein paar Minuten Pause:

Fatale: Zartes Seidentaschentuch als Geschenk. Vermisst ihren Jugendfreund, den Schuster Philipp. Möglicher Move dazu: "Condemn a partner or a child with violence or words."

Virgin/Animus: Schenken Blaubart ihren eigenen Garten als Stickbild und Kräuter daraus. Für mich sehr aussagekräftig. Blaubart schätzt laut den Regeln Geschenke, die Unterwürfigkeit, Treue und Gehorsam symbolisieren. Die Geschenke von Animus und Virgin wiederum zeigen ihm im Gegenteil, dass die Braut noch eine andere Identität hat als die, seine Gattin zu sein. Als Room Threat habe ich dazugeschrieben: "Educate her on how she should please her husband."

Witch: Schenkt Blaubart einen Schäferhund-Welpen und vermisst die Tiere ihrer Heimat. Damit hätte ich gerne was gemacht, aber mir ist spontan nichts eingefallen, was nicht bloß plumpe Tierquälerei gewesen wäre.

Mother: Voller Picknickkorb als Geschenk. Das war für mich Blaubarts Lieblingsgeschenk (wichtig, weil der Ring zu Beginn an die Schwester mit dem Geschenk geht, das ihm am besten gefällt). Hier habe ich mir "Tempt her with gems, clothes or delectable delights" notiert als Gegenteil zum Landleben.

Das Spiel:

Aus den Schlüsselbeschreibungen Zimmer zu machen, fiel mir leicht. Der Spielraum ist da natürlich auch sehr groß. 

Zimmer 1: Langer Schlüssel mit Verzierungen, die ich vorher für die Eingangshalle beschrieben hatte. Ein Raum im Erdgeschoss, in dem Blaubart die Geschenke seiner Ehefrauen aufbewahrt. Das folgte direkt aus den Geschenken von Virgin und Animus. Die Braut betrachtete zunächst ein sehr einfaches Schutzzeichen aus Stroh, woraufhin der erste Schrecken auftauchte, eine frühere Frau Blaubarts, die in zerrissenem Kleid ihre Heimat beweinte. Zuerst wollte sie der Braut zeigen, dass deren Geschenk auch hier gelandet war. Nach sehr erfolgreichem Caress a horror entschied sie, das der neu Angekommenen zu ersparen und gab ihr stattdessen ein Amulett, auf dem sie selbst, mit zerissenem Kleid und halb entblößt dargestellt war. Sie suggerierte, dass es das sei, was Blaubart wirklich schätze. ("Show what Bluebeard enjoys in art, books and toys.") Nachdem die Braut ihr eigenes Garten-Stickbild gefunden hatte, wurde entschieden, ein weiteres Kästchen zu öffnen. Darin fand sich ein geschnitztes Schaf, das die Animus zerstörte, um eine weitere Frage darüber stellen zu dürfen. Auch hier handelte es sich offensichtlich um das Geschenk einer anderen Braut. Daraufhin tauchte der dazugehörige, erzürnte Schrecken einer jungen Frau auf und es gab das erste Mal Trauma. Nach einem Shiver from Fear-Move hatte ich die Anweisung, den Raum oder die Braut sich auflösen zu lassen, was ich zu Händen gemacht habe, die an ihrem Hochzeitskleid zerrten und es zerrissen. Danach war die Braut bereit, zu einem Urteil über das Geschehen zu kommen. Es wurde argumentiert, Blaubart habe die Geschenke hier immerhin in kostbarer Seide aufbewahrt und die alte Frau sei an ihrem Schicksal wohl selbst Schuld. (Token of Faithfulness).

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Eingangshalle begab sich die Braut in den ersten Stock, um das beschädigte Kleid auszutauschen und fand ein Schlafzimmer.

Zimmer 2: Das war das Zimmer für die Fatale. Hier begegnete die Braut zunächst einer Dienerin, die wie eine alte Freundin von ihr aussah, sie aber nicht zu erkennen schien und das Zimmer aus Angst, Blaubart könne jeden Moment hier auftauchen, schnell verließ. Aufgrund des abgerissenen Äußeren der Braut entschied ich mich hier für die Bedrohung "Shame her by introducing the perfect woman." Eine frühere Braut, die ihre Hochzeitsnacht zur Zufriedenheit Blaubarts durchstanden hatte. Sie machte sich über das Aussehen der aktuellen Braut lustig und empfahl ihr die große Auswahl an bunter Nachtwäsche in den Wandschränken. Die zögerliche Braut suchte sich schließlich ein Stück aus, das ihre Vorgängerin ihr mit totenkalten Händen anziehen half. Der Fatale war das genug und sie übernahm mit ihrem Face Move den Ring, um die Frau mit Gewalt wegzustoßen. Das ging grandios schief, so dass sie selbst auf dem großen Seidenbett landete, das sie nicht wieder aufstehen lassen wollte. ("Bind her body in satin and silk"). Und während vom Flur her schon schwere Schritte zu hören waren, verschwand die andere Frau mit einem hämischen Grinsen. Die Braut entschied sich für die Flucht aus dem Zimmer (Escape Move) und entging gerade noch, nackt und verletzt, dem Schatten vor der Tür.

Zimmer 3: Die Braut fand als Nächstes ein Krankenzimmer. Dort legte sie sich ein Tuch um, mit dem eines der Krankenlager abgehängt war. Dahinter fanden sich Medikamente, die offensichtlich bei Abtreibungen verwendet wurden. Hier wollte ich als Kontrast zum bisherigen Spielverlauf einen Jumpscare-Effekt und habe den Arzt bei seiner schmerzhaften Behandlung einer Frau auftauchen lassen ("Reveal physical evidence  of an abortion or stillbirth."). Die Braut versuchte die Schmerzen der Frau zu lindern, die allerdings trotzdem starb. (Token of Disloyalty). Insgesamt ein schwacher Raum ohne einen guten Schrecken und Potential für Fragen über die Frau dahinter.

Aus Zeitgründen einigten wir uns an diesem Punkt darauf, den Token Track um eins zu verkürzen und den nächsten Raum zum letzten vor dem Epilog zu machen.

Zimmer 4: Das war das Zimmer, das ich schon zuhause vorbereitet hatte. Spontan dazu kam aus der Schlüsselbeschreibung (ein sehr einfacher Schlüssel), dass es sich um ein privates Versteck handelte und später aus einem Shiver from fear-Move nach dem Fund von bitter gemachtem Tee und dem Wandbild einer alten Frau (Befürchtung: Blaubart könnte seine Mutter vergiftet haben), dass hier Blaubarts getötete Schwester zuhause war. Vor dem vergifteten Tee hatte diese nämlich auch ihr Rückzugsort nicht schützen können. Den durch das Gift verursachten Haarausfall versuchte ihr Geist zu beheben, indem sie sich einzelne Haare mit der Nadel wieder in die kahlen Stellen ihrer Kopfhaut nähte. Ihre verbliebenen Haare waren vom Blut rot gefärbt. Die Braut half ihr dabei, erhielt dafür Andeutungen über Blaubart und die tote Schwester überließ ihr Versteck schließlich der neuen Frau ihres Bruders. Ort und Schrecken waren der Gruppe merkbar sympathisch. (Token of Disloyalty).

Das verbotene Zimmer: Die illoyale Braut entschied sich, die verbotene Tür zu öffnen und stand barfuß im Blut der toten Frauen in der Kammer, von denen sie die Schrecken aus den vier Zimmern wiedererkannte. Die eigentliche Entscheidung, dem Preister im Dorf von Blaubarts Taten zu erzählen, war bereits gefallen und die fünf Epilogszenen endeten mit der toten Braut, die eine Schusterwerkstatt in Blaubarts Anwesen als ihr eigenes Zimmer im Anwesen heimsucht.

---

Feedback:

Der zentrale Kritikpunkt der Runde war, dass es große Unklarheit darüber gab, wann wer als die Braut sprechen und handeln darf. Das war im Spiel sichtbar, weil gefühlt viel geschwiegen und wenig interagiert wurde. Die Maiden-Moves sollen alle Schwestern machen können, aber schon im ersten Raum gab es Verwirrung, weil die Braut noch mit der alten Frau beschäftigt war und zugleich eines der Kästchen untersucht werden sollte. Ist hier Streit beabsichtigt? Und selbst wenn, hat das laut der Runde für viel zu viel Holpern (gerade für Horror!) gesorgt. Die Idee war, Handeln immer zu erlauben und der Schwester mit dem Ring ein Veto-Recht zu geben. Aus dem Regeltext geht das für mich auch nicht wirklich hervor. Von der an BB so gelobten Dynamik habe ich jedenfalls nichts gesehen, aber ich war vielleicht als SL zu beschäftigt.

Ein Mitspieler hätte BB gerne SL-los gehabt, weil ihm das Erstellen der Räume als der spannendste Teil erschien (er kam am Ende selbst ein bisschen dazu, weil seine Fatale am Trauma zerbrochen war). Kann ich nachvollziehen, müsste es aber auch selbst mal spielen.

Ein Mitspieler fand die Ermittlung im Detail ermüdend und hätte sich mehr und konkretere Infos aus den untersuchten Objekten gewünscht. Ich habe mich da an den APs orientiert und versucht nur Dinge zu erzählen, die die Braut tatsächlich aus den Gegenständen ablesen kann. Das waren tatsächlich oft Dinge, die ohnehin offensichtlich waren. Ich schätze, Pacing ist hier grundsätzlich schwierig, weil manche Leute lieber alles besehen, andere schnell voranmachen wollen. Vielleicht gab es auch falsche Erwartungen darüber, was in den Zimmern zu finden sei.

Zu den Moves:

Gar nicht oder kaum genutzt wurden Cry Out for Help und Take Stock. Letzterer vielleicht, weil ich tense situation als akute Bedrohung fehlinterpretiert habe bzw. aus meiner Beschreibung nicht klar genug hervorging, dass der Move möglich ist. Da würde ich beim nächsten Mal mehr drauf achten.

Shiver from Fear wurde ausschließlich aus der Perspektive der jeweiligen Schwester und nicht wie beabsichtigt der Person dahinter benutzt. Ich finde die Linie zwischen Angst, Spannung und der Bewunderung für gut konstruierte Horror-Momente ohnehin sehr schwer zu ziehen. Auf mich wirkt der Move ein bisschen wie die Aufforderung, sich selbst was einzureden.

Ich denke aber - und hier habe ich das Gefühl, dass BB tatsächlich erreicht, was es sich zum Ziel setzt - dass letztlich unbeschadet des Horrors die tragischen Schicksale der anderen Ehefrauen im Mittelpunkt stehen sollen. 'Feminine horror.' Fast alle Moves zielen mechanisch darauf ab.

Zitat
"You know that Bluebeard is a murderous bastard. That’s not what this game is about.

It is about the Bride and what she chooses to do with the information she gathers."

Und über die Frauen vor ihr, möchte ich ergänzen.

Eine Mitspielerin kritisierte, dass BB dadurch verliert, dass man die Geschichte schon kennt. Ich würde dem entgegenhalten, dass - siehe oben - es BB eben um neue Geschichten geht, die daraus entstehen, dass die Braut die Räume und Objekte, die sie findet, mit Bedeutung auflädt. Das steht allerdings ein bisschen im Wiederspruch zu einer SL, die sich ja irgendwo schon eine kohärente Geschichte des Schreckens im Raum zurechtlegen muss.

Eine improvisatorische Herausforderung war für mich auch, dass die Gruppe oft Objekte untersucht, an die man nicht denkt und die man dann spontan in die Geschichte der toten Frau im Raum einbauen muss.

Grundsätzlich finde ich es schade, dass wenigstens für mich viele von den Hilfen im Buch spontan und improvisiert schlicht nicht nutzbar schienen. Wenn mich die ganze Runde anschaut und eine Raumbeschreibung erwartet, kann ich doch nicht erst einen dreischrittigen Room Threat, vierschrittige Objekte und einen zweischrittigen Horror bauen. Das ist schade, weil gerade da all die Themen stecken, die BB intellektuell und atmosphärisch am Herzen liegen. Andererseits hat es nun ganz ordentlich funktioniert. 

Das man am Ende im Idealfall einen interessanten neuen Raum mit der Braut als Schrecken geschaffen hat, den man wiederverwenden kann, finde ich cool.

Ich würde BB gerne mal bei einer Spielleiterin spielen.

Beim Wiederspielwert habe ich keine Bedenken mehr. Es gibt 6 mögliche Enden mit jeweils nochmal 5 loaded questions für den Epilog, die immer anders beantwortet werden. Vor allem aber sollten sich aus der Kombination aus Wedding Prep-Antworten und Raumerstellung immer wieder neue, düstere Geschichten anderer Frauen in Blaubarts Anwesen ergeben und das ist wenigstens das, was mir an dieser Runde am meisten gefallen hat. Ich denke, das wird es in weiteren Runden auch.
« Letzte Änderung: 19.11.2017 | 17:05 von Ucalegon »

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #21 am: 19.11.2017 | 16:41 »
Oh, und - Fazit - ich kenne definitiv kein Horror-Rollenspiel, das mit BB vergleichbar wäre. Innovativ und absolut einzigartig. Alles in allem also ein herausragender Erfolg für die drei Autorinnen, meine ich.

Offline La Cipolla

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #22 am: 19.11.2017 | 18:01 »
Danke, das ist doch mal ein interessanter Eindruck.
Vielleicht klappen die Schritte zum Erstellen besser, wenn man gewisse Sachen intus hat.

Zitat
5 Leute + SL.

Wie waren die Geschlechter verteilt und wie habt ihr euch vor diesem Licht mit dem Thema gefühlt, sofern das relevant war und darüber gesprochen wurde?

Ucalegon

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #23 am: 19.11.2017 | 18:40 »
Wie waren die Geschlechter verteilt und wie habt ihr euch vor diesem Licht mit dem Thema gefühlt, sofern das relevant war und darüber gesprochen wurde?

Zwei Frauen, vier Männer. Ich habe versucht, so deutlich und transparent wie möglich zu kommunizieren, worum es in BB geht und danach gefragt, ob noch alle dabei sein wollen, was der Fall war. Die X-Card stand zur Verfügung, wurde aber nicht genutzt. Im Feedback wurde über die oben aufgeführten Punkte gesprochen.

Online Jiba

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Re: Bluebeard's Bride
« Antwort #24 am: 19.11.2017 | 18:59 »
Gar nicht oder kaum genutzt wurden Cry Out for Help und Take Stock. Letzterer vielleicht, weil ich tense situation als akute Bedrohung fehlinterpretiert habe bzw. aus meiner Beschreibung nicht klar genug hervorging, dass der Move möglich ist. Da würde ich beim nächsten Mal mehr drauf achten.

Shiver from Fear wurde ausschließlich aus der Perspektive der jeweiligen Schwester und nicht wie beabsichtigt der Person dahinter benutzt. Ich finde die Linie zwischen Angst, Spannung und der Bewunderung für gut konstruierte Horror-Momente ohnehin sehr schwer zu ziehen. Auf mich wirkt der Move ein bisschen wie die Aufforderung, sich selbst was einzureden.

Ich habe gestern auch zum ersten Mal das Spiel geleitet und teile deinen Eindruck. Entsprechend problematisch hat sich bei mir "Shiver with fear" herausgestellt, weil meine Spieler... naja, sagen wir es so... ich habe die Horroratmo grandios verkackt, weil das alles nicht subtil genug war (eher grafisch als psychologisch, habe viel gelernt gestern Abend über Female Horror, gerade als ich die Spieler aufforderte, die stärkste Horrorszene am Ende beim Feedback zu nennen). Ich muss sagen: Ich bin kein schlechter SL, wirklich nicht - ich weiß, dass ich sehr stark bin, in vielen Situationen... aber BB ist wahnsinnig anspruchsvoll und extrem schwierig zu leiten, wenn man das Horror-Leiten nicht gewohnt ist. Ich bin mal gespannt, wie es am Dienstag läuft, da leite ich Blaubart nochmals, allerdings online.

Mit der Ringvergabe kamen wir insgesamt gut zurecht, wir haben auch in den Räumen selbst häufig gewechselt.

Zitat
Grundsätzlich finde ich es schade, dass wenigstens für mich viele von den Hilfen im Buch spontan und improvisiert schlicht nicht nutzbar schienen. Wenn mich die ganze Runde anschaut und eine Raumbeschreibung erwartet, kann ich doch nicht erst einen dreischrittigen Room Threat, vierschrittige Objekte und einen zweischrittigen Horror bauen. Das ist schade, weil gerade da all die Themen stecken, die BB intellektuell und atmosphärisch am Herzen liegen. Andererseits hat es nun ganz ordentlich funktioniert.

Bei mir eben nicht. Allerdings: Die Spieler hatten am Ende das Gefühl, dass Blaubart ihre Ängste und Charakterzüge genau kannte und deshalb die Räume das auch wiedergespiegelt haben. Ich hatte aber auch große Schwierigkeiten, Schrecken und Diener zu erschaffen, zusätzlich noch zu den Räumen und den Geschichten darin. Ich habe im Vorfeld nichts vorbereitet. Und das hat sich gerächt, weil ich für ein Genre, das ich nicht gut kenne, eben zu plakativ war, einfach weil ich die Situationen im Vorfeld nicht durchdenken konnte. Also für BB war meine SL-Leistung in puncto Improvisation definitiv zu schwach.

Auch habe ich die Agendas und Prinzipien nicht gut genug beachtet... und die Room Moves. Ich hatte sie nicht im Kopf und... ein weiterer Kritikpunkt... sie sind auf dem offiziellen Spielmaterial so winzig kleingedruckt, dass sie bei gedimmtem Licht nur schwer zu lesen sind (ich habe die Materialien für mich alle auf deutsch übersetzt und das Layout übernommen, vielleicht liegt's auch daran).

Meine Erfahrung in a nutshell: Wer selten Horror leitet und das Buch nicht in- und auswendig kennt, der wird mit BB Schwierigkeiten haben. Wer diese Sachen aber mitbringt, der kriegt bei BB ein Rollenspielerlebnis, das absolut einzigartig ist.

Ach so, Geschlechterverteilung bei mir: 4 Männer, 1 Frau.
Robin's Laws Game Style: Storyteller 100%, Specialist 83%, Method Actor 67%, Tactician 33%, Casual Gamer 25%, Power Gamer 25%, Butt-Kicker 25%