Autor Thema: Die Jahre des Roten Sterns - eine Hunter-Kampagne in Richtung Sci-Fi  (Gelesen 755 mal)

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Offline Waldviech

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"Es begann alles am Neujahrstag des Jahres 20XX. Noch wussten wir nicht, welche apokalyptischen Ereignisse unseren kleines Sonnensystem in den nächsten 24 Monaten heimsuchen sollten."

Tja, es ist mal wieder Zeit für ein kleines Gedankenspielchen - ich war ja immer schon der Meinung, dass man aus Motiven der diversen WoD-Welten und diverser Exalted-Shards eine erstklassige Sci-Fi-Kampagne basteln könnte. Das Folgende bedient sich ganz gnadenlos bei Vorlagen wie "Die Königin der 1000 Jahre", "Hellstar Remina", "Project Earth SOS", Motiven aus der nWoD-Version von "Hunter" und (Ja - schließlich ist die Idee vom Waldviech) den Alchemicals aus Exalted.

Folgendes ist die Grundsituation: Wir schreiben das Jahr 20XX (sprich: Heute mit abgefeilter Seriennummer)
und die Menschen der Erde gehen ihrem Tage Werk nach. Was sie noch nicht wissen: Verschwörungsspinner, die irgend etwas von Nibiru faseln, haben in Grundzügen recht. Aus den Tiefen des Weltraums nähert sich ein fremder Planet unserem Sonnensystem - eine künstliche Welt, bewohnt von "transhumanen" Roboterintelligenzen und Millionen von Menschen, deren Vorfahren vor Jahrtausenden von der Erde "entführt" wurden, als der fremde Planet der Erde schon einmal nahe gekommen war. Ja, das Ganze ist im Prinzip ein Autochthonia-Expy - und die "außerirdische" Zivilisation funktioniert auch zu weiten Teilen wie Autochthonia. Und wie im Vorbild steht es mit dieser Welt nicht zum Besten. Der künstliche Planet "stirbt" langsam. Der Vorbeiflug an der Erde könnte die letzte Rettung der Planeten Bewohner sein. Daher haben verschiedene "autochthonische" Interessengruppen unlängst geheime Vorauskommandos zur Erde geschickt. Diese Vorauskommandos sind sich untereinander nicht völlig grün. Einige bereiten die gewaltsame Eroberung der Erde vor - wieder andere halten eine friedliche Kooperation mit den Erdlingen für den besseren Weg.
Unter den Erdlingen schließlich gibt es eine ganze Reihe von Geheimgesellschaften, die ihr eigenes Süppchen kochen - nämlich diverse Verschwörungen aus Hunter: The Vigil

Die Idee wäre nun, die Kampagne erst einmal so beginnen zu lassen, wie eine relativ normale Hunterkampagne in der WoD beginnen würde. Die SC sind ein bunt gemischter Haufen von Individuen, die per Zufall auf "Das Übernatürliche" stoßen - wobei dieses Übernatürliche hier eher einen außerirdischen Ursprung hat als in muffigen, ollen Vampiren. Das muss den SC aber nicht sofort klar sein.
Dann entdecken Astronomen den sich langsam aber unaufhaltsam nähernden "Rogue-Planeten", den man zunächst noch für ein lediglich vorbeifliegendes Naturereignis hält...aber dann werden die Dinge zunehmend apokalyptischer, je näher der Planet der Erde kommt. Notstandsgesetze, Weltuntergangskulte, Hightechterrorismus, etc.pp. Vielleicht gar bis zur offenen "Alieninvasion"?
Der Reiz läge IMHO darin, dass die Kampagne von einer zunächst scheinbar "normalen" Hunterkampagne so richtig schön hocheskaliert. Zentrale Antagonisten wäre natürlich die feindliche Invasionsfraktion der "Autochthonier", die mit allerlei perfieden Maßnahmen versuchen, die irdische Gesellschaft zu destabilisieren und so für eine ganze Reihe übler, zunächst subtiler und im Verlauf der Kampagne stetig schlimmer und offensichtlicher werdender "Terrorphänomene" verantwortlich sind. Zeugs wie Vampire, Werwölfe und Geister würde keine (oder keine besondere) Rolle spielen und wenn dann eher durch eine strikte SF-Brille betrachtet.

Passende Hunterorganisationen wären demzufolge natürlich auch solche, die in einem SF-Kontext gut funktionieren - Network Zero z.b., Taskforce Valkyrie oder die Cheiron Group (Und je nachdem, ob man den Paläosetiaspekt bedienen will, wär bestimmt auch Aegis Kai Doru toll!)

Meinungen und Ideen zu diesem Konzept?
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Offline pharyon

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Im Ernst, die Idee finde ich super (auch ohne die Autochs und Hunter en Detail zu kennen).

p^^
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Gehen die Spieler/innendavon aus in der WoD zu spielen? Ich finde die Idee gut allerdings würde ich den Metaplot nur sehr andeutungsweise und gaaaanz langsam enthüllen (je nacchem die wie lang die Kampagne geht).
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Offline Waldviech

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Ob die das wissen oder nicht, ist noch nicht raus. Den Metaplot langsam anzufangen, wäre tatsächlich auch einer der Grundgedanken des Ganzen. Zumindest den Charakteren ist zu Anfang noch nicht klar, dass da große Dinge auf sie zukommen. Und bezüglich der WoD könnte man auch ganz gut mit den Erwartungen spielen - ein frühes Einstiegsabenteuer könnte beispielsweise so aussehen:

Irgendwo in den Slums der Stadt, in der die Kampagne beginnt, verschwinden seit einiger Zeit Arme und Obdachlose. Die Charaktere finden irgendwo zufällig die offensichtlich blutleere Leiche eines Penners. Seltsame, bleiche Gestalten treiben sich in der Nähe herum. Je mehr die Charaktere der Sache nachgehen, desto merkwürdiger wird die unheimliche Geschichte. Die bleichen Fremden, die irgendwie mit den verschwundenen Obdachlosen in Zusammenhang zu stehen scheinen, haben Gerüchten zufolge unglaubliche Fähigkeiten. Schneller und stärker als normale Menschen sollen sie sein. Dabei meiden sie Sonnenlicht, als könne es sie verletzen!
Na, an was für Wesen werden viele da wohl erstmal denken? ;)
Tatsächlich sind die "Vampire" Agenten der skrupellosen Invasionsfraktion. Sie sind schneller und stärker als Normalsterbliche, weil sie mit hoch entwickelter Cyberware ausgestattet sind. Irdisches Sonnenlicht vertragen sie nicht gut, weil sie in ihrer Welt nur in künstlichem Licht leben. Die höhere UV-Strahlung auf der Erde würde ihnen tatsächlich schnell übelsten Sonnenbrand bescheren (natürlich zerfallen sie nicht zu Staub, wenn die Sonne aufgeht). Die Sache mit dem Blut hat folgende Erklärung: Aus Blut von Erdlingen gewinnen die fiesen Autochthonier ein Serum, dass ihnen Immunkräfte gegen irdische Krankheiten verschafft. Und da sie völlig skrupellose Bastarde sind...
Natürlich werden die Charaktere das alles nicht sofort rauskriegen - aber das die Opfer nicht gebissen, sondern in einem sterilen Untergrundlabor leergepumpt werden, könnten sie schon rauskriegen, eh die genervten Autochthonier das Labor mit versteckten Sprengladungen vernichten, :D

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Offline Waldviech

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Im Großen und Ganzen könnte ich mir gut vorstellen, dass es funktionieren würde, wenn man die Kampagne in verschiedene Phasen aufteilt:

Beginnen würde es, wie oben schon ausgeführt, in einer Art "WoD-Phase", in der Autochthonia noch nicht einmal entdeckt wurde.  Hier sind die ersten Vorboten der "Invasion" noch sehr subtil. Verschwörungen, ein Händchen voll schräger Phänomene und Heroen ohne viel Ahnung.

Danach, sobald der ankommende Planet entdeckt wurde, nehmen die Dinge an Fahrt auf und die "Schleichender-Terror-Phase" beginnt. Die Phänomene und die Untaten der Invasoren kriegen einen zunehmend größeren und schwerer zu vertuschenden Maßstab. Wissenschaftler werden assassiniert, Kreuzfahrtschiffe verschwinden, grausige Experimente löschen Kleinstädte in der Provinz aus. Etc.pp.

Die folgende "Offener-Terror-Phase" schließlich wird vom Maßstab her schließlich eher an Godzillafilme erinnern. Die Invasoren treten mehr oder weniger offen als Terrororganisation auf und Untaten haben einen Maßstab, der in keiner Weise mehr ignorier- oder vertuschbar ist. Vielleicht machen sie sogar wirklich Küstenmetropolen mit Kaijus platt.

Die vierte Phase würde IMHO sehr von den Taten der Charaktere abhängen. Denkbar wäre neben einer "Postapokalyptischen Phase" zum Beispiel eine "V-die-außerirdischen-Besucher-Phase", in der die Autochthonier offen die Macht übernommen haben - oder gar eine "Independence-Day-Phase", in der die Erdlinge mit adaptierter Supertechnik zurückschlagen und der Krieg im Weltall stattfindet.
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