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Autor Thema: Ein exklusiver Hârnmaster-Ableger für Deutschland.....das wär´s doch!  (Gelesen 808 mal)

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Offline Kalter Stahl

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Ich finde das Spiel hat vom Grundgerüst her das Potential ein echter Hit zu sein.

Was fehlt ist eine deutsche Übersetzung und eine Optimierung/Streamlining des Regelwerks und ein Aufpeppen des Artworks.

Man muss auf den Stärken der Spielwelt und des Systems mehr aufbauen. So hat z.B. die ganze Geschichte um Ilvir und die bösen Götter problemlos das Potential den Gruselfaktor eines Cthulhu in den Schatten zu stellen.

Auch hatte die 1. Edition ihre Stärken, die in der 3. Edition etwas untergegangen sind (Skills z.B.)

Man muss die Emotionen der Spieler mehr ansprechen. Der Dramatik-Level muss gesteigert werden. Trockene Fakten dürfen vorhanden sein, aber müssen eher im Hintergrund bereitgehalten werden, falls man sie mal wirklich braucht.

Der Name könnte für Deutschland evtl. auch geändert werden   >;D
« Letzte Änderung: 21.08.2018 | 00:09 von Kalter Stahl »

Offline Tharbad

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Was fehlt ist eine deutsche Übersetzung und eine Optimierung/Streamlining des Regelwerks und ein Aufpeppen des Artworks.
Es wird entweder eine Übersetzung geben, oder man kann sein eigenes HM-Derivat machen. Aber daran wird kaum einer der beiden Lizenzgeber interese haben. Und ich halte das auch nicht sinnvoll, da ich die Kompitabilität mit dem englischen Material für wichtiger finde.

Man muss auf den Stärken der Spielwelt und des Systems mehr aufbauen. So hat z.B. die ganze Geschichte um Ilvir und die bösen Götter problemlos das Potential den Gruselfaktor eines Cthulhu in den Schatten zu stellen.
In meinen Augen geht das etwas an der bisherigen Zielgruppe vorbei. Hârn ist bekannt als eines der detalliersten Setting, die es gibt, und auch eins der Systeme, das am "mittelalterlichsten" ist. Wenn man ein übernatürlich Dark fantasy spielen will, warum dann nicht gleich Warhammer FRP oder Symbarium usw. ;)

Trockene Fakten dürfen vorhanden sein, aber müssen eher im Hintergrund bereitgehalten werden, falls man sie mal wirklich braucht.
Bislang ist HârnMaster halt die Referenz, wenn jemand Informationen sucht, wie ein Dorf im Detail aussieht, wie ein Wirtschaftsssystem funktioniert, oder wenn man eine Detailierte Kampagne auf einem Schiff spielt. Simulation und Details sind hier eher die Stärke und der Mehrwert von HM.

Der Name könnte für Deutschland evtl. auch geändert werden
Ja, das ist ein Problem, aber keins für das es in den letzten 25 Jahre eine Lösung gegeben hat …

Zusammengefasst man sollte sich entscheiden, entweder man macht eine Übersetzung in Zusammenarbeit mit einem der Verlage, oder man macht einfach ein eigenes Setting mit den HM-Regeln oder einer Variante. Bei Fan-Projekten ist das so oder so kein Problem, und rechtlich ist die Situation auch so chaotisch, das es dir keiner verbieten kann ;)
Aber ich persönlich finde das auch nicht spannend.

Es gab Ende der achziger auch schon mal ein deutsches Alternativ-High-Fantasy-Setting, aber ich kann mich nicht mehr an den Namen erinnern.

Online Tom

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Eine deutsche Ausgabe von Harnmaster gab es ja, samt einiger weiterer Übersetzungen. Kam nur nie besonders an in Deutschland.
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Offline Kalter Stahl

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Hat ja auch kaum jemand was von gewusst. "Marketing" war quasi nicht vorhanden....

Ich habe zum ersten Mal überhaupt etwas davon gehört, als der Besitzer eines Fantasy-Ladens mir darüber erzählt hat.

Heute gibt es da aufgrund von streaming-channels etc. ganz andere Möglichkeiten, das einer Vielzahl von Menschen bekannt zu machen.

Und seien wir ehrlich: Bis auf den Einband war die Präsentation ziemlich abschreckend, wenn man es mal mit Konkurrenzprodukten vergleicht, da hatte einfach kaum jemand noch Lust sich durch die Regeln zu kämpfen, auch wenn das durchaus lohnenswert gewesen wäre.....



Grundsätzlich ist es natürlich verständlich, dass man den Detailreichtum des Spiels nicht verlieren will, aber andererseits wollen Leute auch mal Gruppen zum SPielen finden und mit Detailreichtum allein wird man eben nur wenige "Spezis" ansprechen. Der Durchschnitts-Spieler/Spielleiter hat einfach auch noch sowas wie ein Privatleben und sich durch Berge von Informationen zu wälzen, bis man mal etwas gefunden hat, was man für sein Abenteuer verwenden kann, ist mitunter einfach kraftraubend.

Eine weitere denkbare Option wäre sowas wie zwei Versionen des Spiels herauszubringen. Eine Art HM "light" , dass sich auf die zentralen RegelAspekte und die eingängige Darstellung des spannenden Lore konzentriert und alles übersichtlich und nachvollziehbar zusammenfasst. Eine Art Aushängeschild für das System als Ganzes. Darin enthalten ein sehr gutes Einsteiger-Abenteuer, damit die Leute gleich ein Wow-Erlebnis mit dem SPiel haben können.

Dann zusätzlich Erweiterungen mit all dem Detailreichtum, den die "SPezis" so lieben, auf den der durchschnittliche Spieler aber durchaus verzichten kann.
« Letzte Änderung: 21.08.2018 | 11:42 von Kalter Stahl »

Offline Tharbad

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Eine deutsche Ausgabe von Harnmaster gab es ja, samt einiger weiterer Übersetzungen. Kam nur nie besonders an in Deutschland.
Das sehe ich etwas anders, es gab nicht viele Spielrunden, aber das System war am Anfang der Neunziger schon bekannt. Man muss sich nur anschauen, wie sehr HM die Entwicklung von DSA nach der ersten Edition beeinflusst hat.

Aber Rollenspiele mit realistischeren Ansatz haben es in Deutschland auch insgesamt kein guten Stand gehabt. RuneQuest war ja auch nie in Deutschland erfolgreich, aber z.B. in Frankreich und Schweden aber sehr.

Und seien wir ehrlich: Bis auf den Einband war die Präsentation ziemlich abschreckend, wenn man es mal mit Konkurrenzprodukten vergleicht...
Von der Grafik war es in den Neunzigern state of the art. Hotz ist einer der Grafiker, die man wirklich kannte (bzw. immer noch kennt). Es waren einige schlechte Abbildung dabei, aber das war damals der Standard. Aber ich bin mit den neuen Sachen von Richard Luschek auch sehr zufrieden.

Eine Art HM "light" , dass sich auf die zentralen RegelAspekte und die eingängige Darstellung des spannenden Lore konzentriert und alles übersichtlich und nachvollziehbar zusammenfasst. Eine Art Aushängeschild für das System als Ganzes. Darin enthalten ein sehr gutes Einsteiger-Abenteuer, damit die Leute gleich ein Wow-Erlebnis mit dem SPiel haben können.
Du meinst eine Starterbox? Also z.B. etwas wie Dead Weight oder Field of Daisies ;)

Geleitet habe ich bislang nur Field of Daisies, aber da gibt es eine Verion mit Quickstarter-Regeln. Was ein wenig fehlt, ist eine Verknüpfung der Arche-Chars untereinander und die Motivation in das Dorf zu reisen. Ansonsten ist es ein gutes Einführungs-, bzw. Con-Abenteuer.
« Letzte Änderung: 21.08.2018 | 17:09 von Tharbad »

Offline Kalter Stahl

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Die Bilder von Luschek finde ich auch recht gut, keine Frage. Es sind nur zu wenige. Ich will MEHR Bilder  sehen! ;)

Die neueren Veröffentlichungen sind auch allesamt ein deutlicher Schritt nach vorn.

Nur an der Übersichtlichkeit und Anwendbarkeit müsste man noch feilen. Es ist manchmal etwas irritierend, wenn z.B. Untertabellen von Tabellen bei Encountern oder Schätzen zig Seiten voneinander entfernt sind und man die ganze Zeit nur hin und herblättern muss.

Auch find ich es nicht gut, dass zig Dörfer nicht in den Regionalmodulen sind und nur per Atlas Harnica verfügbar, das man natürlich noch extra kaufen muss....

Offline Tharbad

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Nur an der Übersichtlichkeit und Anwendbarkeit müsste man noch feilen. Es ist manchmal etwas irritierend, wenn z.B. Untertabellen von Tabellen bei Encountern oder Schätzen zig Seiten voneinander entfernt sind und man die ganze Zeit nur hin und herblättern muss.
Das Problem ist, das sie eigentlich kaum benutzt werden und so auch schon 30 Jahre alt sind.

Brent Bailey will sie am liebsten ersatzlos raus werfen.

Obwohl das sinnvollste wäre wohl, wenn man den Magieteil in die Grundregeln packen würde ;)
« Letzte Änderung: 31.08.2018 | 20:45 von Tharbad »