Autor Thema: The Persephone Extraction  (Gelesen 2598 mal)

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Online Chiarina

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The Persephone Extraction
« am: 2.11.2018 | 06:52 »


Es hat geraume Zeit gedauert, aber seit heute liegt die neue "Night´s Black Agents" Kampagne "The Persephone Extraction" zumindest für die Vorbesteller als PDF vor.

Aufgrund der langen Wartezeit hat Pelgrane Press als Dankeschön für die Geduld der Vorbesteller noch ein kleines 12-seitiges Miniabenteuer dazu gepackt ("The Mechanism"... scheint so eine Art Einführungsabenteuer oder mögliches Intermezzo für "The Persephone Extraction" zu sein).

Die Printausgabe ist für Januar 2019 angekündigt.

Inhaltlich kann ich noch nicht viel sagen. Immerhin scheinen die Vampire in dieser Kampagne sehr anders zu sein (sie heißen "Orphic Vampires", sind irgendwie geisterhaft und können wohl beeinflussen, inwieweit sie körperliche Gestalt annehmen, außerdem spielt das Totenreich wohl eine gewisse Rolle). Die Kampagne beinhaltet fünf Abenteuer, die die Charaktere durch ganz Europa treiben:

The Persephone Extraction (Paris)
The Pale Agenda (Barcelona)
Sleeping Giants (Moskau, später Sibirien?)
Clean-heeled Achilles (Istanbul)
The People of Ash (Athen)

Die mittleren drei Abenteuer sind von der Reihenfolge her austaschbar.

Ob das Ganze die Qualität vom "Zalozhniy Quartet" oder dem "Dracula Dossier" hat, kann ich noch nicht beurteilen. Umfang und Machart deuten aber jedenfalls auf eine Alternative zum "Zalozhniy Quartet" hin. Ich werde mich demnächst mal ein wenig einlesen.
« Letzte Änderung: 2.11.2018 | 13:14 von Chiarina »
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Offline Scimi

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #1 am: 2.11.2018 | 17:16 »
Hah, hatte den Bonus-Download glatt vergessen. Danke fürs Erinnern.

Ich bin mal gespannt, vor allem, weil das thematisch ein bisschen von dem ganzen Wildwest-Russenmafia-Kram weggeht und dafür mehr zur klassischen Mythologie hin, was ich spannend finde. Aber nach dem Überfliegen der Kampagnenübersicht werde ich erstmal auf die Druckausgabe warten, habe gerade noch zu viele Bücher auf dem Pelgrane-Stapel…  :think:

Offline Bombshell

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #2 am: 2.11.2018 | 19:52 »
Wenn man kein Vorbesteller ist, hat man dann auch Zugang du dem Bonusabenteuer?
Kurze klare Worte | Komm zu http://nearbygamers.com/tags/:T:anelorn

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #3 am: 2.11.2018 | 19:58 »
Nein. Wenn ich das richtig verstanden habe, kannst du aber immer noch Vorbesteller werden.
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Online tannjew

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #4 am: 2.11.2018 | 20:38 »
Ich hab’s nun spontan vorbestellt aber nur das Persephone PDF im Bookshelf.
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Offline Scimi

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #5 am: 2.11.2018 | 21:53 »
Ich nehme an, dass es das Bonusabenteuer nicht als Teil des automatisierten Bestellvorgangs gibt, sondern dass das jemand manuell im Shop freischalten muss. Dass es überhaupt existiert, stand nur in der Infomail zum Stand des Produktes, die einen darauf hinwies, dass das Preview-PDF jetzt durch die gelayoutete Fassung ersetzt wurde. Die Mail ging raus an die "alten" Vorbesteller, die vorher zum höheren Preis bestellt haben.

Sollte das in nächster Zeit nicht auftauchen, kann man ja mal freundlich bei support@pelgranepress.com nachfragen, die dort arbeitende Colleen kenne ich als nett, hilfsbereit und nützlich und Pelgrane ist erfahrungsgemäß sehr kulant.

Allerdings ist das Bonusabenteuer ein freiwilliges Geschenk des Verlags, das m.W. nirgends als Teil der Vorbestellung verbindlich angeboten wurde — Anspruch darauf hat man also nicht unbedingt, sollte das tatsächlich nur als Entschuldigung für die Leute gedacht sein, die seit Monaten auf das Buch warten. Im Zweifelsfall freundlich bleiben und lieb bitten.

Online tannjew

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #6 am: 4.11.2018 | 16:53 »
Mache ich vielleicht in Kürze. Die Kulanzbereitschaft von PP ist in der Tat mehr als vorbildlich!
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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #7 am: 30.03.2019 | 15:26 »
Ich habe gerade das erste Abenteuer ("The Persephone Extraction") vorbereitet und stelle ´mal ein paar vermischte Gedanken, Fragen und Meinungen hier ein. Achtung: Spoiler!

Allgemeines zum Abenteuer:

Der Aufhänger ist in meinen Augen großartig! Wie die Agenten nach Paris gelockt werden finde ich super.

Allerdings gibt´s auch ein paar Probleme:
1. Die berühmte Frage „Warum-gerade-wir?“ wird nicht geklärt. Logische Konsequenz: Erstmal ein paar Charaktere machen und dann passende Intros erspielen bzw. Flashbacks einbauen.
2. Das Abenteuer geht davon aus, dass ein Charakter zumindest in Agentenkreisen eine gewisse Bekanntheit für seine Schießkünste, ein anderer Charakter für seinen Sprengstoffeinsatz erworben hat. Und wenn das nicht so ist? Ich habe eine sechsköpfige Runde zusammen und der höchste Sprengstoffwert eines in Frage kommenden Agenten ist 2. Etwas dumm gelaufen. Schwierig ist auch, wenn die Charaktere aus den verschiedensten Ländern Europas kommen. Ich habe 2 amerikanische Brüder, eine Italienerin, eine Engländerin und 2 Israelinnen. Diese Agenten auf nachvollziehbare Art und Weise zu Beginn des Abenteuers in Paris starten zu lassen ist schon eine kleine Aufgabe.

Die vorgefertigten Agenten im Kampagnenband besitzen zumindest teilweise Vampirology. Im Text heißt es dazu: "Die Spielerfiguren sind sich der Existenz der Verschwörung bewusst und hatten alle schon auf irgendeine Art und Weise Kontakt mit Vampiren, wissen aber nicht genau, wie ihre Gegner beschaffen sind und kennen nur Fragmente der Wahrheit." Das finde ich doch sehr schade. Ich liebe diesen Moment zu Beginn einer Night´s Black Agents Kampagne, wenn sich die Agenten gegenseitig mit großen Augen ansehen und fragen: "Hast du das auch gesehen? Ich glaube, es ist wahr!" Nach der genauen Lektüre des ersten Abenteuers kann ich aber guten Gewissens verkünden, dass überhaupt nichts gegen völlig ahnungslose Agenten spricht. Ich kann also erneut mein Türenspiel betreiben ("There are things you know about, and things you don’t, the known and the unknown, and in between are the doors—that’s us." (Ray Manzarek von "The Doors"))

Die eigentliche Abenteuerhandlung ist großartig! Alle Kernszenen sind absolute Highlights, ich bin voll des Lobes, so müssen Night´s Black Agents Szenen aussehen: Knallharte Action an ungewöhnlichen Orten, spannende, vielschichtige Aufklärungsarbeiten, eine Menge Fäden, die man verfolgen kann und mit jeder neuen Erkenntnis steigt der Sense of Doom. Was mich außerdem noch sehr freut ist die Tatsache, dass es in diesem ersten Abenteuer der Kampagne kaum Vampirbegegnungen gibt. Ein einziger Untoter zieht hin und wieder im Hintergrund seine Fäden, sorgt für ein paar gruselige Momente und schlägt vielleicht beim Showdown ein paar Runden zu, bevor er schnell wieder flieht. Das war´s... und das reicht auch völlig, wenn man sich anschaut, wie inflationär diese Biester im weiteren Verlauf der Kampagne noch zum Einsatz kommen. Insgesamt bietet das Abenteuer im Einsatz der übernatürlichen Gegner also genau die vornehme Zurückhaltung, die ein Startabenteuer einer Kampagne auch an den Tag legen sollte.

Eine Frage sei allerdings hier noch in den Raum gestellt: Da sind im Gefrierfach eines Sicherheitslabors größere Mengen eines absolut tödlichen Virus´ gelagert. Auf das Labor wird ein Bombenanschlag verübt... und dann sind alle Viren einfach so tot? Ich habe keine Ahnung von so etwas... aber muss man da nicht eher mit dem Schlimmsten rechnen? Das Abenteuer geht für meinen Geschmack sehr verharmlosend mit den Folgen des Bombenanschlags um.

Insgesamt aber auf jeden Fall ein tolles Ding! 4,75 von 5 Oakleys-Sonnenbrillen für dieses Startabenteuer (Autorin ist übrigens Emma Marlowe, ich werde mir den Namen merken).

„The Mechanism“ als sechstes Abenteuer der Kampagne:

Pelgranes Bonusgabe für Vorbesteller ist „The Mechanism“, ein Abenteuer, das angeblich an beliebiger Stelle der Kampagne eingefügt werden kann... auch als Eingangsabenteuer. Ich sage dazu: Nein! Das geht in meinen Augen nicht! Mit „The Mechanism“ anfangen ist etwa so, als würde man die Geschichte von Frodo und Sam am Fuß des Schicksalsberges beginnen lassen. Für die Dramaturgie der Kampagne wäre das der größte anzunehmende Unfall. Mittendrin irgendwo eingeschoben halte ich das Abenteuer schon eher für möglich. Meine gegenwärtige Lösung sieht folgendermaßen aus: Max Preuve fliegt nach Istanbul, nicht nach London. Die Agenten empfangen seinen Notruf kurz nach Abschluss des Abenteuers „Clean-heeled Achilles“, Sewastopol wird auf eine griechische Insel in der Ägäis verlegt (Salamis?), auch dort sind seltsame, orthodoxe Klöster denkbar, Russen sind jetzt Griechen, die „forbidden island“ kann da bleiben, wo sie das Abenteuer vorsieht. Auf diese Art und Weise kann „The Mechanism“ zu einem Intermezzo kurz vor dem Schlussabenteuer werden... und da gehört das Abenteuer in meinen Augen auch hin. Außerdem müssen die Agenten nicht wegen diesem Zusatzabenteuer noch zweimal mehr durch ganz Europa fliegen, sondern sind direkt an Ort und Stelle (Istanbul), wo es mit der Handlung weitergeht. Sie können auch mit Bötchen durch die Ägäis schippern, wie es einst Odysseus tat... das fänd ich sehr stylish.

Mängel im Abenteuertext

Die letzten Worte Michaelakos Xenovs stammen nicht, wie im Abenteuer angegeben, aus der Odyssee, sondern aus den Metamorphosen Ovids. Das spielt für das Abenteuer keine Rolle, wer aber Wert legt auf korrekte Bezüge zu den antiken Vorbildern, sollte es wissen. Ich habe mich bei all der Recherche über die falsch angegebene Quelle etwas gewundert.

Zwei oder dreimal in der ganzen Kampagne tauchen Textpassagen doppelt auf (was nicht weiter schlimm ist), einmal aber, im Abenteuer „Clean-heeled Achilles“, fehlt dafür Text (zwischen Seite 97 und 98). Das ist schon blöder. Ich habe Pelgrane gefragt, ob sie nicht einfach durchgeben könnten, was da verloren gegangen ist. Die Antwort besagte, dass sie sich des Problems bewusst seien und demnächst irgendetwas dazu herausbringen würden. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging´s um eine Art korrigierte PDF.

Eine Karte für den Showdown

Am Donnerstag starten wir. Ich bin schon sehr gespannt und suche jetzt nur noch nach einer schönen Karte, die einen Teil der Pariser Katakomben abbilden könnte. Bedingungen: ein Gebiet mit nur einem Zugang, darin ein größerer Raum, in dem eine Zeremonie stattfinden kann, gleichzeitig aber auch angrenzend ein paar enge, niedrige Gänge mit vielen Vorsprüngen in der Nähe. Muss ich´s selber malen oder hat jemand eine Idee?
« Letzte Änderung: 30.03.2019 | 15:31 von Chiarina »
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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #8 am: 30.03.2019 | 16:12 »
Ich warte auf jeden Fall schon sehr gespannt darauf, was du da draus machst — zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher nur zum Überfliegen des Buchs gekommen bin…  :-[

"The Mechanism" habe ich allerdings durch und sehe da durchaus Potential für einen Kampagnenstart. So machen das z.B. viele Bondfilme: Alles beginnt mit Bonds letztem Einsatz, der als Kurzversion eines Agenten-Actionfilms arrangiert ist und in einem furiosen Finale endet, bei dem aber noch Fäden offen bleiben. Dann läuft der Vorspann und danach beginnt die eigentliche Filmhandlung, die nur noch rudimentär mit dem Vorspann zu tun hat.

Das stellt halt dar, dass die Geschichte nur eins aus der Serie der spannenden Abenteuer ist, aus denen das Leben der Agenten besteht und dass die offscreen am laufenden Meter solche Dinge erleben. Man muss es halt als unabhängiges Abenteuer sehen, dass Themen und Setting schonmal vorstellt, aber nach dem es dann noch einmal einen eigenen Einstieg in die Kampagne gibt.

Das passt natürlich nicht, wenn die Agenten bisher relativ (für das Genre) normale Jobs hatten und plötzlich und zum ersten Mal in einem unerhörten Abenteuer landen.


Was mir als Charakterzusammenführung immer vorgeschwebt hat, ist mein Lieblingsagentenfilm, "Ronin" — die Charaktere sind erfahrene Veteranen und Spezialisten (vielleicht teilweise durchaus auch mit Vampirerfahrung), kennen sich aber nicht persönlich und werden für einen großen Job zusammengebracht, weil sie als freie Agenten auf dem Markt sind. Ich sehe da den Vorteil, dass die Leute keine "Anfangscharaktere" sein müssen, die das Setting erst noch erkunden müssen, sie brauchen auch keinen persönlichen Grund, warum sie plötzlich zusammenarbeiten und müssen sich nichtmal leiden können, aber sie müssen sich als Team neu gründen und überlegen, wem sie trauen können und wem nicht.


Wenn ich "maps catacombs" suche, finde ich eine ganze Auswahl an Karten in verschiedenem Stil, vor allem von Paris und Odessa. Wenn das Layout nicht 100% passt, kann man ja immer noch störende Zugänge fluten, verschütten oder vergittern — das gibt Agenten dann auch eventuell nochmal andere Infiltrations- oder Fluchtoptionen.

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #9 am: 30.03.2019 | 17:15 »
Zitat von: Scimi
Das stellt halt dar, dass die Geschichte nur eins aus der Serie der spannenden Abenteuer ist, aus denen das Leben der Agenten besteht und dass die offscreen am laufenden Meter solche Dinge erleben.

Die Agenten retten die Welt am laufenden Meter vor erderschütternden Vampirhorden und Killerviren? Ja, das ist wohl bei James Bond so ähnlich, schon richtig. Mir gefällt das nicht so gut, ich finde es schöner, wenn das Zusatzabenteuer in die Dramaturgie der sonstigen Handlung einbezogen ist. Das ist ja gerade einer der Gründe, warum ich das Startabenteuer so toll finde: es ist die klassische Exposition zur Handlung. Wir spielen übrigens im Mirror Mode (und nicht im Stakes Mode).

"Ronin" mag ich auch sehr (...ich glaube fast, es ist einer der Lieblingsfilme vieler "Night´s Black Agents" Spieler). Der Unterschied bei der Persephone Extraction ist in meinen Augen allerdings, dass hier ja gerade keine Gruppe für einen großen Job zusammengebracht wird. Es werden vielmehr zwei Agenten nach Paris gelockt, damit man ihnen eine Menge Dreck in die Schuhe schieben kann... ach ja, und ein paar andere Agenten kommen eben auch noch vorbei! Das macht die Zusammenführung in meinen Augen ein bisschen knifflig.

Nach deiner Antwort habe ich auch nochmal ein paar Katakomben-Karten gegoogelt. Hier eine etwas reduzierte, die ich aber ganz brauchbar finde. Beim Pfeil wäre der Eingang mit der Metalltür, die den Bereich abschließt. Der große Bereich links wäre der Ritualraum. Hinter dem Eingang teilt sich der Weg, daher kann der Feind von zwei Seiten kommen, was etwas Würze in die Szene bringen kann. Es ist eine Karte für "The Elder Scrolls". Weiß jemand, was die schräg schraffierten Bereiche darstellen?

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Offline Scimi

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #10 am: 30.03.2019 | 23:36 »
Wie gesagt, für deinen Ansatz würde ich "The Mechanism" auch nicht als Einstieg empfehlen. Aber die andere Dramakurve hat ja durchaus ihren Platz im Genre, daher würde ich das Szenario als Kampagneneinstieg nicht generell abqualifizieren.

Was "Ronin" angeht muss es ja nicht der große Job sein, der alle direkt zusammenbringt. Aber wenn die SCs so Leute sind wie diese Spezialisten im Film, dann brauchen sie keinen besseren Grund um irgendwo zu sein als dass ein Auftrag sie dahin geführt hat. Ich stelle mir vor, dass solche Leute innerhalb von drei Stunden in jeder europäischen Stadt mit Flughafen sein könnten, nur um ein ein Auftragsangebot zu besprechen. Solange der Heat noch nicht gestiegen ist, sind Entfernung und Exotik eines Ortes wahrscheinlich reine Details. "Um Mitternacht auf dem Friedhof Melaten in Köln? Ich werde da sein."

Bei der Schraffur würde ich vermuten, dass es irgendeine Form von blockierendem Gelände ist — Tropfsteine, Geröll, tiefhängende Höhlendecke etc., könnte aber auch Wasser oder Lava oder sonstwas sein. Ist ja aber eigentlich egal, nimm einfach, was dir am interessantesten erscheint. In Katakomben könnte es auch irgendwas menschengeschaffenes sein — Gerümpel, Knochenhaufen, Atommüll, Schmuggelwaren, Widerstandsarsenal aus dem Weltkrieg, Champignonbeete, Abwasserpfützen…
Die Karte hat für mich ein bisschen den Mangel, dass das sehr nach natürlicher Höhle statt von Menschen geschaffenen Gängen aussieht. Vielleicht könnte man eine weniger "organisch" aussehende Skizze auf dieser Grundlage basteln?

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #11 am: 31.03.2019 | 00:19 »
Gut, man kann möglicherweise unterschiedlicher Meinung sein. Wenn ich mir aber vorstelle, wie Agenten nach nur vier kurzen Szenen über ganz Europa verteilt bereits versucht haben, Explosionen auf Kreuzfahrtschiffen oder in U-Booten und das Auftauchen dutzender Vampire aus dem Meer zu verhindern und dabei gegen irgendeine fiese Vampir-Sirenen-Göttin vorgegangen sind, dann wirkt der Paris-Auftakt der "Persephone Extraction" hinterher für mich lahmer, als er es verdient hat. Warum soll ich langsam Horror aufbauen, wenn die Agenten schon in der Hölle waren? Das ist für mich ein Unding - Genre hin oder her.

Zu "Ronin": Es gibt in der "Persephone Extraction" keinen Auftrag. Ich mag das... aber es macht die Sache nicht einfacher.

Ja, die Karte sieht natürlich aus, das stimmt schon. Habe ich bisher nicht unbedingt als Problem angesehen. Vielleicht ist es aber doch besser, noch etwas Hand anzulegen, gut möglich. Für mich war´s überhaupt erstmal wichtig, ein Bild vor Augen zu haben, über das ich eine Vorstellung von den taktischen Möglichkeiten in der Szene entwickeln kann.
« Letzte Änderung: 31.03.2019 | 00:59 von Chiarina »
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Offline angband

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #12 am: 1.04.2019 | 17:46 »
Mein Exemplar ist heute angekommen und ich habe gleich mal in die ersten Seiten reingelesen - und bin schon wieder total angefixt! Kann jetzt schon sagen, dass sich die gerade mal 25€ gelohnt haben!

Offline Scimi

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #13 am: 1.04.2019 | 18:17 »
Zu "Ronin": Es gibt in der "Persephone Extraction" keinen Auftrag. Ich mag das... aber es macht die Sache nicht einfacher.

Ich meinte das auch eher in der Richtung, dass es bei Charakteren, die andauernd Aufträge haben, selbst überall Leute kennen und ohne Zögern von Hüh nach Hott fliegen gute Möglichkeiten gibt, sie in eine bestimmte Stadt oder sogar an einen bestimmten Ort zu bekommen — vielleicht haben sie sich dort mit einem möglichen Kunden getroffen, aber aus der Sache ist nichts geworden, vielleicht haben sie sich hier beim besten Spion-Schneider der Welt einen neue kugelsichere Jacke machen lassen, vielleicht sind sie auf einer ganz anderen Mission unterwegs, durch die sie über den Rest der Truppe stolpern.

Genauso kann ich mir vorstellen, dass Spezialisten mitbekommen können, dass gerade vor ihnen eine Operation läuft und dass die anderen SCs "Player" sind — dieser Trope halt, wo man sieht, wie jemand beschattet wird und weiß, dass das gerade die typische MI-6-Handschrift ist. Oder vielleicht haben die Charaktere schon voneinander gehört (ohne sich direkt zu kennen) und beim Zuschauen wird einem klar, dass man gerade dem berüchtigten Diamantenfuchs bei der Arbeit zusieht etc.

Das macht es plausibel, dass die SCs zufällig alle am selben Ort sind und sich füreinander interessieren, wenn sie sich über den Weg laufen. Im Prinzip das Äquivalent dazu, dass man als erfahrener Krieger in eine Fantasy-Kneipe tritt und direkt unter all den Bauern, Händlern und Reisenden den Tisch mit den anderen Spielercharakteren sieht.

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #14 am: 16.04.2019 | 12:34 »
Wir beginnen übermorgen mit "The Persephone Extraction". Gesetzt ist: Hier und Jetzt. Das erste Abenteuer spielt in Paris...

Mal ´ne kleine Frage an die, die das Abenteuer gelesen haben:
Habt ihr ´ne Idee, wie ich den Brand von Notre Dame in die Handlung hineinbekomme?
So als Kulisse geht das auf jeden Fall.
Bekommt man ihn noch ein bisschen stärker in das Geschehen hinein?
Könnte es Brandstiftung gewesen sein?
Wer könnte so etwas gemacht haben?
Die Thiasoi Gesellschaft?
...und warum?
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Offline angband

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #15 am: 16.04.2019 | 14:02 »
Vielleicht als Intro für einen oder mehrere SC? Sie könnten eine verdächtige Person in Notre Dame verfolgen, die über den Dachstuhl versucht die SC abzuhängen.

Oder start in medias res : ein SC ist oben im Dachstuhl und sieht wie eine verdächtige Person dort Brandbeschleuniger verwendet. Es folgen Action Szenen und eine Verfolgungsjagd. Das Ginge sowohl mit als ohne weitere Zusammenhänge zum Szenario.

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #16 am: 16.04.2019 | 14:17 »
Ja, so in der Richtung. In der Asche findet sich dann ein gestohlener Pass von einem der Agenten...

Das wäre dann eine zusätzliche Falle der Dissidenten, neben dem Attentat und dem Bombenanschlag, die das Abenteuer sowieso schon zu bieten hat. Es wäre eventuell auch eine Falle, gegen die die Agenten eine Chance haben (...einfach schneller als die Polizei in der brennenden Kirche nach dem Rechten sehen und dann dort den Ausweis finden). Es wäre allerdings auch ein ziemlicher Klopper! Notre Dame anzünden, um den Agenten etwas anzuhängen! Hüstel! Gibt es einen Grund, warum gerade Notre Dame brennen muss?

Muss nochmal drüber nachdenken, aber im Prinzip finde ich das ziemlich geil.
« Letzte Änderung: 16.04.2019 | 22:32 von Chiarina »
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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #17 am: 17.04.2019 | 02:12 »
Ich glaube, ich habe eine Variante gefunden... ich weiß nur nicht, ob ich das noch vorbereitet bekomme...

1. Schritt: Morgane Le Corres Appartement wird so verlegt, dass sie auf ihrem Weg vom Campus der Universität Pierre und Marie Curie nach Hause über die Ile de la Cité muss und in der Nähe von Notre Dame vorbei kommt. Vorschlag: Sie wohnt in der 4 Rue des Abbesses, da gibt es auch luxuriöse Wohnungen. Die Entfernung ist ähnlich weit, wie die zu dem im Abenteuer angegebenen Appartement.
2. Schritt: Das Attentat der Dissidenten auf Morgane ist in der Nähe von Notre Dame geplant. Vorschlag: Michaelakos Xenov, der Attentäter, wartet am Quai aux Fleurs, direkt hinter der Pont Saint-Louis auf Morgane. Er sitzt in einem kleinen Café namens "Le petit plateau" im Freien am Straßenrand. Wenn er Morgane herannahen sieht, zieht er schnell seine Wollmaske über und schreitet zur Tat. Es gibt hier Parkplätze auf beiden Seiten der Straße, eine Dash-Cam ist also denkbar. Die japanischen Touristen wohnen nicht in einem nahen Hotel, tragen aber eine Paris-Kappe, wie man sie bei unzähligen Souvernirständen erstehen kann. Da sich direkt gegenüber des Tatorts ein solcher Stand befindet, kann man dort nach den Japanern fragen. Sie haben mit Kreditkarte bezahlt, sodass hartnäckige Agenten sich in ihre Kontoverbindungen hineinhacken können. So können sie ihr Hotel herausbekommen. Auf der einen Seite hinter den parkenden Autos befinden sich keine Häuser, sondern die Seine. Das ist bei der folgenden Planung aber egal. Wenn Morgane die Stelle erreicht, ist sie soeben an Notre Dame vorbei gegangen. Der Attentäter attackiert Morgane von vorn, trifft sie aber, wie im Abenteuer vorgesehen, nicht sofort tödlich, daher dreht sie um, rennt in Richtung Notre Dame zurück und flieht in die Kirche. Der Attentäter folgt ihr hartnäckig. Möglicherweise hilft Psithyros Morgane in den Dachstuhl zu gelangen indem er mit vampirischer Stärke eine Hintertür zur Kathedrale aufbricht.
3. Schritt: Im Dachstuhl von Notre Dame kommt es zu einer weiteren Auseinandersetzung. Erst hier greift Psithyros den Attentäter an. Der Attentäter verwendet irgendetwas Feuergefährliches... möglicherweise zündet er mit einem Feuerzeug sein Deo an. Die Sprühflasche explodiert, gibt ihm den Rest und verhilft Morgane zur Flucht. Notre Dame brennt.
4. Schritt: Die Agenten gehen der Stadtkarte mit dem Hinweis auf das Attentat aus dem gefaketen Appartement nach, verfolgen Morganes Spuren und sind vor Ort, als das Feuer ausbricht. Im brennenden Dachstuhl treffen sie auf den nahezu toten Attentäter.

Habe ich irgendetwas übersehen? Bin noch nicht ganz sicher... Ist noch ziemlich viel Arbeit, das zu konvertieren und ich habe nur noch einen Tag Zeit. Cool finde ich´s aber schon.
« Letzte Änderung: 17.04.2019 | 04:23 von Chiarina »
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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #18 am: 24.04.2019 | 22:46 »
Pelgrane Press hat inzwischen übrigens die fehlende Passage in der PDF des Abenteuerbandes ergänzt.
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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #19 am: 28.07.2019 | 14:28 »
Ich habe zu der Kampagne mal wieder eine Frage. Wer also ein Exemplar besitzt, kann ja mal mitdenken. Würde mich freuen.

Auf Seite 12 - 13 werden die Orphic Vampires beschrieben. Als Shade und Spectre besitzen sie unter anderem die Power Mesmerism. Es handelt sich sowohl für Orphic Vampires in Shade- als auch in Spectre-Form um eine kostenpflichtige "Other Power". Für Shades kostet ihr Einsatz mindestens 4 Punkte Aberrance, für Spectres mindestens 2 Punkte (vgl. Beschreibung auf S. 14)

Auf Seite 36 - 37 wird der Orphic Vampire Psithyros als Shade beschrieben. Er besitzt wie zu erwarten Mesmerism als Other Power. Im Text über dem Stat Block wird eine Möglichkeit beschrieben, wie Psithyros Mesmerism gegen die Spielerfiguren einsetzen kann. Die Beschreibung entspricht den Regeln.

Auf Seite 41 wird Psithyros allerdings als Spectre beschrieben. Hier wird seine Fertigkeit Mesmerism plötzlich als Free Power aufgeführt. Im Text über dem Stat Block heißt es: "His initial tactics are to Mesmerize cultists [...] to attack the Agents, as a spectre this costs no Aberrance."

Da liegt ein Fehler vor, oder? Ich kann keinen Grund erkennen, warum in der vorliegenden Situation Mesmerism für Psithyros in Spectre-Form plötzlich eine Free Power sein soll. Habt ihr eine Erklärung?
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Offline Scimi

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #20 am: 28.07.2019 | 23:36 »
Ich müsste mich da tiefer einlesen, um zu schauen, ob es da eine Begründung für gibt.

Aber prinzipiell finde ich es ok, dass ein individueller Gegner eine regeltechnische Abwandlung gegenüber dem Feld-, Wald- und Wiesen-Exemplar erfährt. Gibt es bei D&D z.B. dauernd in der Form "Ixnblixn hat die Werte eines Goblin-Kriegers, aber zusätzlich +20 Trefferpunkte, eine um 2 höhere Rüstungsklasse und beherrscht den Stufe 3-Zauber "Sonstwienoch", den sie nach Belieben einsetzen kann".

Macht das denn thematisch Sinn, dass der bestimmte Charakter in seiner Geisterform die Fähigkeit besser beherrscht als ein egaler orphischer Vampir? Außerdem verstehe ich das so, dass das Hypnotisieren von Kultisten in der bestimmten Szene gratis ist, nicht das Hypnotisieren von jedermann in jeder beliebigen Situation. Vielleicht öffnen die Kultisten freiwillig ihren Geist der "Göttererscheinung" und lassen sich darum leichter das Hirn verquirlen?

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #21 am: 29.07.2019 | 01:28 »
Tja... macht es thematisch Sinn? Sicherlich kann man sich da etwas zurechtargumentieren. So ganz zufriedenstellen tut es mich nicht.

In dem Abenteuer wird eine neue Art von Vampiren eingeführt und lang und breit beschrieben. Und bei der ersten Gelegenheit werden die Regeln für diese Vampire wieder abgeändert? Kommt mir komisch vor.

Es ist eine Szene, in der Blut fließt.
Der Vampir hat diese für die Orphic Vampires typischen menschlichen Symbionten.
Die Symbiontin des Vampirs ist verletzt und blutet ebenfalls.
Das könnten Aspekte sein, die den Vampir stärker machen.
Solche Sachen werden bei "Night´s Black Agents" aber doch normalerweise extra erwähnt, oder irre ich mich?

Die Idee mit den aufnahmebereiten Kultisten ist o.k. Der Nachsatz "...as a spectre this costs no Aberrance" klingt mir allerdings trotzdem zu pauschal. Das stimmt so generell gesagt einfach nicht bzw. passt nicht zum vorher Definierten.

Wenn die Power Punkte kostet und Psithyros wie im Abenteuer angegeben hinterher noch eine Chance haben will, eine Spielerfigur zu hypnotisieren, dann sollte er auf die beschriebene Art und Weise höchstens 2 oder 3 Kultisten übernehmen.
Wenn die Power keine Punkte kostet, kann er beliebig viele übernehmen.

Der Kampf ist sowieso schon ziemlich hart. Ich tendiere dazu, Psithyros Punkte ausgeben zu lassen.
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)

Offline Scimi

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #22 am: 30.07.2019 | 00:44 »
Ja, beim Drüberlesen sieht es tatsächlich so aus, als ob der Vampir das allgemein gratis machen könnte. Keine Ahnung, ob das so gewollt ist oder eine übersehene Korrektur.

Den Vampir auf seine Punkte zu beschränken macht wahrscheinlich Sinn. Andererseits macht er sich vom Acker, wenn zuviel Blut fließt. Man könnte es auch so drehen, dass der Vampir die ganzen armen Kultisten in die SCs wirft, sich aber dann zurückzieht, bevor er körperlich werden muss. Außerdem wird die Kraft durch laute Geräusche gestört, das Eingreifen des Extraction Teams mit Schockgranaten und Automatikfeuer in geschlossenen Gängen könnte die Hypnose stören, nachdem der Vampir zuerst die Kultisten übernommen hat, um seinen Wirt zu schützen.

Kommt halt auch ein bisschen darauf an, wie sich die SCs verhalten, ob es zu Kämpfen zuerst mit den Kultisten und dann mit den Söldnern kommt oder ob sich die Gruppe irgendwie geschickt aus der Situation retten kann, was ja durchaus auch auf dem Menü steht.

Offline angband

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Re: The Persephone Extraction
« Antwort #23 am: 19.03.2020 | 08:59 »
ACHTUNG SPOILER!!!!




Wir sind jetzt 11 Sessions in der Persephone Extraction und haben gerade mit Moskau (Sleeping Giants) angefangen. Die Spieler waren ziemlich schlau und es hat sich so ergeben, dass sie den Plan der Verschwörung sehr gut für sich vorhergesehen haben. Das hat dazu geführt, dass die Szene auf dem Friedhof in einem gewaltigen Blutbad geendet ist (Meine Spieler haben generell die Tendenz SEHR schnell auf Konfrontation zu gehen).  Guttermann und der Vampir wurden ausgeschaltet noch bevor sie Sobotsky's Geist beschwören konnten. Jetzt brauche ich Ideen, wie ich die Spur nach Norilsk legen könnte.

Was mir dazu im Kopf herumspukt:

1. Die Verschwörung aktiviert Kontakte beim FSB oder SVR oder der Regierung und erfährt so den Standort. Die Agenten bekommen das irgendwie mit.
2. Einer der Agenten hat einen Wissenschaftler-Kontakt in Moskau aktiviert. Es ging um die Analyse von "Vampirstaub" (ich hatte mal spontan improvisiert, dass diese Vampire zu einer Art Pergamentstaub zerfallen). Daraus könnte sich folgendes ergeben:
2a. Der Vampirstaub könnte verarbeitet werden zu einer Art Essenz (ähnlich Seward-Serum) mit dessen Hilfe man selbst Geister befragen kann.
2b. der Wissenschaftlerkontakt könnte auf (1) hinleiten.

Möglichkeit (2) finde ich so schon ganz cool. Aber noch besser wäre, wenn ich (1) noch zu etwas spannenderem ausbauen könnte oder sogar noch einen dritten Weg aufzeigen könnte. Alternativ bleibt mir natürlich noch zu improvisieren. Meine Spieler sind ganz schön findig...

Abseits davon wird es jetzt wohl Zeit, die schwereren Blowback-Geschütze aufzufahren.... Mal sehen, eine Source of Stability der Spieler hat es schon erwischt...

Vielleicht schaffe ich es wegen Corona einen ausführlicheren Spielbericht zur Kampagne zu schreiben :)