Autor Thema: [Coriolis] Das Auge des Djarra  (Gelesen 99 mal)

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Online Antariuk

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[Coriolis] Das Auge des Djarra
« am: 16.05.2019 | 09:17 »
Nach diversen Verzögerungen konnte ich endlich beginnen, mit meiner Stammrunde Coriolis zu spielen.

Zuerst war geplant, einfach den Schnellstarter zu nehmen und zu gucken, ob hinterher Lust für mehr bleibt, aber dann habe ich mich doch entschlossen, es ganz klassisch zu machen und alle Spieler haben gemeinsam Charaktere und ein Schiff erstellt. Das kam sehr gut an, vor allem das Pendeln zwischen der Gier nach toller Ausstattung und dem Unbehagen des wachsenden Schuldenbergs. Meine Ansage war, dass wir uns erstmal vorsichtig reintasten in die Welt und die Spielmechaniken, und aktuell nichts in Stein gemeißelt sein muss. Ich habe eine Abenteuerkette im Sinn, die zum Teil aus offiziellem Material, zum Teil aus Eigenbräu besteht.


Die Gruppe (Konzept Freihändler):

Kapitän - Dhakar. Er steuert das Schiff, weiß aber dass er nur offiziell der Kapitän ist - zumindest bisher.
Mechaniker - Hamal. Ein abenteuerlustiger Typ, der keine Gelegenheit verpasst, in seinen Exoanzug zu springen.
Diplomatin - Lila. Die undurchschaubare Frau, die im Hintergrund die Fäden zieht.
Hacker - Hamshalut. Ein Humanit, der an seiner Steuerkonsole zuhause ist
Soldatin - Rouya. Desertiere aus ihrem früheren Leben, über dass der Rest bisher kaum etwas weiß.

Das Schiff ist die Talu, ein leichter, athmosphärentauglicher Bergungsfrachter, dessen Serie aus dem Rumpf eines Blockadebrechers gebaut wurde und deshalb auch wehrhaft im Raumkampf ist. Die eigensinnige KI Enra sorgt zwischendurch für Fehlalarme oder Türen, die nicht ganz aufgehen. Wir spielen bisher erstmal abstrakt, ohne Schiffspläne, ich denke da zeichnet irgendwer aber noch etwas passendes.


Das Startabenteuer beginnt in medias res mit dem (nicht sehr lukrativen) Auftrag, Container aus dem Asteroidengürtel in Algol zu bergen. Der Frachter "Illiet III" wurde dort vor einigen Wochen von einem Asteroiden getroffen und hat dabei einen Teil der Ladung verloren. Die Gruppe sollte jetzt für eine kleine Bergungsfirma zwei Container, die angeblich edlen Kaffee geladen haben, von den insgesamt rund 40 verlorenen Container aufspüren. Das Manövrieren im Asteroidengürtel ist nicht einfach, nach ein paar Blessuren im Rumpf der Talu schafft die Gruppe es aber, zum vermuteten Gebiet vorzustoßen. Ihre Bezahlung bekommen sie zwar auch, wenn sie keinen der Container bergen, aber sie müssen später mit Sensordaten beweisen, dass sie die Strecke zumindest abgeflogen sind.

Unter dem ersten Container, der gegen einen Asteroiden geprallt und dort eingeklemmt war, findet Hamal bei einem Außeneinsatz die Leiche eines Besatzungsmitlieds der "Illiet III", aus deren zerbrochenem Helm schwarze Fäden herausgewachsen waren, bevor alles im All gefror. Die Gruppe beschliesst, diesen vermuteten Träger eines Erregers oder biologischen Kampfstoffs aus den Portalkriegen sofort loszuwerden und birgt vorsichtig den beschädigten Container mit Hilfe von Rouya. In diesem findet sich, neben etlichen Kaffeesäcken (die allesamt nur einen rudimentären Barcode, aber kein Label haben), die zweite Merkwürdigkeit: die Mumie einer Frau, deren Leinenwickel strahlend weiß und nicht alt sind. Hier geht die Gruppe in den Verschwörungstheorien-Modus über und diskutierte eine Weile, was im Namen der Ikonen hier los ist. Es wurde entschieden - vor allem durch Lilas Stimme -, die Mumie, die nach Recherche von Hamshalut einer kleinen aber harmlosen Sekte auf Mira zuzuordnen ist, auch abzustoßen. Sicher ist sicher.

Der zweite Container taumelt dann mit großer Beschädigung und ohne Inhalt ein Stück weiter im Asteroidengürtel durch den leeren Raum. Mit großem Können - oder durch einen Zufallstreffer - war eine Seite mit einem großen Geschütz "aufgeschossen" worden, wie Rouya rekonstruiert, als wenn jemand wenig Sorgen um den Erhalt der Ladung gehabt hätte. Kein Kaffee, keine Mumien, aber ein Klecks des schwarzen Zeugs, das auch schon aus dem toten Besatzungsmitglied gewachsen war. Während Dhakar mit der Mannschaft diskutiert, wohin es jetzt gehen soll, klatscht eine Leiche gegen ein Fenster der Brücke - ein weiteres totes Besatzungsmitglied der "Illiet III", mit einem Sturmgewehr in der Hand und schwarzen Fäden, die aus dem Anzugsinneren herausgequollen und dann gefroren waren. Die Gruppe beschließt, abzuhauen. Sie haben genug Sensordaten, um jetzt ihre Bezahlung zu erhalten. Es bleibt Misstrauen gegenüber den geborgenen Kaffeesäcken... einige sind im Container bereits aufgerissen und enthielten wirklich nur Kaffeebohnen, aber nach der Mumie und den Leichen glauben einige in der Besatzung, dass sich irgendwo in der Ladung vielleicht noch etwas Illegales oder Gefährliches verbirgt.

Der Weg zum Portal von Algol nach Awadhi verläuft ohne Zwischenfälle. Auf das Senden einer Nachricht an die Bergungsfirma verzichtet die Gruppe vorläufig. Mit einer Gruppe anderer Schiffe - Lila wiegelt vorher noch die kleineren Schiffe alle gegen einen Klasse 4 Frachter auf, der hier auch geparkt hat, so dass dieser anteilig mehr von den Sprunggebühren bezahlen muss (was eine Drohung über Funk nach sich zieht) - verschwindet die Talu dann im Schimmer des Portalfelds...
« Letzte Änderung: 16.05.2019 | 15:32 von Antariuk »
"Ein Zauberer mag noch so raffiniert sein, ein Messer im Rücken wird seinen Stil ernsthaft versauen." - Steven Brust

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Re: [Coriolis] Das Auge des Djarra
« Antwort #1 am: 16.05.2019 | 10:53 »
Die Story liest sich ja spannend und interessant. (Und erinnert etwas an den Anfang von The Expanse). Abo!


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Ich spiele lieber AD&D statt Pathfinder und Cyberpunk 2020 statt Shadowrun.