Autor Thema: Frage zu (Gegen-)Angriffen bei mehreren Nahkampf-Gegnern  (Gelesen 440 mal)

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Offline CK

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Ich hab mal eine Frage zum neuen WHFRP (V4). Zunächst der Hinweis, dass ich die Regeln nicht seitenweise studiere, sondern mich als alter V1-Fan da hin und wieder nur nostalgisch durchblättere, ohne das System letztendlich beherrschen/spielen zu wollen.
Allerdings bin ich über eine Sache gestolpert, wo ich auf Anhieb keine weiteren Infos zu finden konnte und daher mal wissen wollte, wer mehr weiss bzw. das schon in der Praxis ausprobiert hat:

Es geht um den Nahkampf, vielmehr um die Opposing Tests.
Die Frage: Wenn man von mehreren Gegnern angegriffen wird - wieviel solcher Tests darf man würfeln?

Klar bekommen Gegner in der Überzahl Advantage und von 1 Mio. Leute kann man auch nicht umringt werden, irgendwann ist halt Schluss - aber gibt es keine weiteren Beschränkungen? Sprich - wenn ein Goblin von 4+ SC angegriffen wird, kann er gegen jeden Nahkampangriff einen Gegenprobe würfeln?
Oder gibt es irgendwo in den Regeln dafür ein Limit oder einen kumulativen Malus?
Oder ist das einfach so, wie es ist, und funktioniert in der Praxis tadellos?
« Letzte Änderung: 18.06.2019 | 17:03 von CK »

Offline YY

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Re: Frage zu (Gegen-)Angriffen bei mehreren Nahkampf-Gegnern
« Antwort #1 am: 18.06.2019 | 17:48 »
Die Frage: Wenn man von mehreren Gegnern angegriffen wird - wieviel solcher Tests darf man würfeln?

Alle ;D ;)
Man würfelt also gegen jeden Angriff.

Oder ist das einfach so, wie es ist, und funktioniert in der Praxis tadellos?

Es ist, wie es ist und funktioniert tadellos.

Aber hier noch mal zur Verdeutlichung, wie es ist:
Die Dinger heißen zwar opposed test, sind aber im Nahkampfkontext nicht symmetrisch (S. 158).
D.h. man würfelt zwar immer dagegen, verteidigt sich aber nur und kann höchstens advantage rausholen; einen (Gegen-)Treffer landet der Verteidiger nur bei einem kritischen Erfolg (und kann trotzdem noch selbst über den regulären Ergebnisvergleich getroffen werden).

Man hat also lediglich beliebig viele Paradeversuche mit einer kleinen Chance auf einen Gegentreffer; es ist nicht so wie z.B. bei Shadowrun 3, dass es egal ist, wer den Schlagabtausch angefangen hat und der Gewinner regulär Schaden macht.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer

Offline CK

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Re: Frage zu (Gegen-)Angriffen bei mehreren Nahkampf-Gegnern
« Antwort #2 am: 18.06.2019 | 17:55 »
Alles klar. Letzte Frage noch - die "parierend" gewonnenen Advantages gelten dann wiederum gegen alle Gegner oder jeweils nur gegen den jeweiligen? Sprich: Ich gewinne jedesmal die "Abwehr", sammle so 4+Advantages, kann dann aber nur einen nutzen oder alle bei meinem eigenen, nächsten, einzelnen Angriff?

Offline YY

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Re: Frage zu (Gegen-)Angriffen bei mehreren Nahkampf-Gegnern
« Antwort #3 am: 18.06.2019 | 18:28 »
Advantage ist nicht der Quelle zugeordnet, sprich man kann es immer voll nutzen, bis es aus einem der üblichen Gründe weg ist (primär: wenn man einen opposed test verliert, eine Condition oder HP-Verlust erleidet).

Advantage geht auch nur möglicherweise verloren, es wird aber nicht ausgegeben, d.h. solange man die vergleichenden Würfe gewinnt und nichts einstecken muss, hat man weiter Oberwasser.
Das ist bei mehreren schwachen Kämpfern gegen einen starken Gegner insofern wichtig, weil die zusehen sollten, zuerst alle in den Nahkampf zu bringen und dann ggf. mit einem oder zwei zu grappeln, anstatt einfach so anzugreifen, wie man gerade anrückt - sonst hat man den Gegner schnell mit Advantage "aufgepumpt" und muss dann ganz schön ackern, das wieder weg zu kriegen. Da helfen oft nur noch Sonderfertigkeiten oder Fernwaffen und wenn das alles nicht verfügbar ist, ist man möglicherweise gar nicht so schlecht bedient, wenn man das gegnerische Advantage runterkochen lässt (man verliert 1 Advantage, wenn man die Runde in Unterzahl beendet und noch 1, wenn man kein neues gesammelt hat).
Zieht aber den Kampf in die Länge und der starke Gegner greift einmal mehr mit viel Advantage an...das muss man auch erst mal aushalten.

Es kann also durchaus passieren, dass ein paar Mooks gegen einen erfahrenen Kämpfer mit einigen Sonderfertigkeiten feststellen müssen, dass sie sich zu viel vorgenommen haben und kaum noch aus der Nummer raus kommen - panisch fliehen ginge natürlich, aber das ist extrem undankbar geregelt. So undankbar, dass es mMn ein ganz heißer Hausregelkandidat ist.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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