Autor Thema: [Mythras] Superhelden-Setting in Arbeit / "Agonie & Ekstase"  (Gelesen 662 mal)

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Offline Prinz Slasar

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In diesem Thread wurde bereits über das Superhelden-Abenteuer Agonie & Ekstase berichtet und erwogen, wie es mit einem Superhelden-Setting für MYTHRAS aussähe.

Vor Kurzem hat Brian Pivik, der Editor von MYTHRAS, im TDM-Forum verlauten lassen, dass tatsächlich ein solches Superhelden-Buch in Arbeit sei.
Spezifischer gibt er an, dass es auf der Basis von Agonie & Ekstase entwickelt wird. Dass es verschiedene Powerlevels an Superhelden geben wird. Und dass es zwar MYTHRAS-basiert ist aber für sich alleine steht. Sozusagen als eigenständiges, modernes W100-Superheldensetting.

Die Arbeit findet derzeit noch hinter den Kulissen statt. Genaueres werden wir in den nächsten Monaten erfahren.
« Letzte Änderung: 15.09.2019 | 11:01 von Prinz Slasar »

Offline Prinz Slasar

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Autor Michael Larrimore geht in diesem Thread genauer auf die Thematik ein.

Zum einen beschreibt er die Herangehensweise an Agonie & Ekstase und welche Designenetscheidungen für ein MYTHRAS-Superheldenspiel getroffen wurden.

Er stellt zwei weitere Kräfte bereit: Close Combat Attack und Emotion Control.

Er zeigt, mit welchen Kräften aus Agonie & Ekstase bekannte Superhelden ausgestattet wären: Batman, Luke Cage, Daredevil, Ironfist, Jessica Jones, Wolverine

Das alles gibt schon einen ganz guten Einblick, in welche Richtung dieses MYTHRAS-Supplement steuern wird.

Erfahrung und Entwicklung für Superhelden [Agonie & Ekstase]

Wir haben jetzt auch Informationen zur Superhelden-Entwicklung:
 
- eine zusätzliche Verstärkung kostet 5 Erfahrungspunkte oder 3 Erfahrungspunkte mit Grenze.
- eine zusätzliche Hauptkraft kostet 15 Erfahrungspunkte oder 12 Erfahrungspunkte mit Grenze.

Damit könnt ihr eure Agonie & Ekstase-Superhelden weitersteigern.


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- eine zusätzliche Verstärkung kostet 5 Erfahrungspunkte oder 3 Erfahrungspunkte mit Grenze.
- eine zusätzliche Hauptkraft kostet 15 Erfahrungspunkte oder 12 Erfahrungspunkte mit Grenze.

Frage ganz am Rande: Ist "Limitation" im deutschen Agonie&Ekstase wirklich mit "Grenze" übersetzt? Wenn ja, dann würde ich vorschlagen, dass für die potenzielle Übersetzung der zukünftigen "Vollversion" des Settings in "Beschränkung" oder "Einschränkung" zu ändern.
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Frage ganz am Rande: Ist "Limitation" im deutschen Agonie&Ekstase wirklich mit "Grenze" übersetzt? Wenn ja, dann würde ich vorschlagen, dass für die potenzielle Übersetzung der zukünftigen "Vollversion" des Settings in "Beschränkung" oder "Einschränkung" zu ändern.

Ja, der deutsche Regelausdruck für "Limitation" ist "Grenze", zumindest im Abenteuerheft.

Persönlich finde ich ihn als Regelbegriff ganz griffig, da er sich in seiner Schärfe und vielleicht auch Sperrigkeit gut abhebt. "Beschränkung" oder "Einschränkung" sind sicherlich übersetzungstreuer, aber haben etwas Beliebiges im Kontext von MYTHRAS-Jargon. Der Begriff der Grenze ist für Agonie&Ekstase und Superhelden demnach alleinstehend und gut zu merken.

Im Zusammenhang mit Superhelden "spricht" der Begriff der Grenze auch ein wenig mehr, finde ich persönlich. Entweder eine Superhelden-Kraft kennt Grenzen oder sie ist tatsächlich grenzenlos.

Das sind jedoch meine persönlichen Anmerkungen aus MYTHRAS-Sicht. Ich bin kein Fachmann für Übersetzungen.

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Persönlich finde ich ihn als Regelbegriff ganz griffig, da er sich in seiner Schärfe und vielleicht auch Sperrigkeit gut abhebt. "Beschränkung" oder "Einschränkung" sind sicherlich übersetzungstreuer, aber haben etwas Beliebiges im Kontext von MYTHRAS-Jargon.

Na ja, da ich von Beruf Übersetzer bin, bin ich da etwas pingelig. Es geht mir dabei gar nicht um wörtliche Treue zum Original (die ist oft trügerisch), sondern um deutsche Semantik: "Grenze" weist in dem Zusammenhang Probleme auf. Wenn ich das Wort auf Wissen oder Fähigkeiten anwende, dann bezeichnet es normalerweise die absoluten Ausmaße derselben. Die Stärke eines Superhelden hat Grenzen, insofern er vielleicht ein Auto, aber kein Flugzeug heben kann.
Beschränkungen sind dagegen spezifischer. Seine Stärke unterliegt Beschränkungen, insofern er sie nicht im Wasser einsetzen kann - und genau so etwas ist mit den "Limitations" ja gemeint.

Abgesehen davon finde ich, dass "Grenze" als isolierter Begriff erst einmal eher an physische Ausmaße denken lässt, während "Beschränkung" eher mit Wissen und Fähigkeiten in Verbindung gebracht wird.

Das sind natürlich auch nur subjektive Fragen des Sprachgefühls ("objektive" Urteile gibt es in Fragen der Semantik eh nicht); ich vermute aber trotzdem stark, dass die Mehrheit der Lesenden beim Wort "Grenze" erst einmal an eine Landesgrenze denkt und erst an zweiter Stelle an die Grenzen/Beschränkungen von Fähigkeiten.
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Natürlich möchte ich weder Dir als beruflichem Übersetzer noch den hauptamtlichen MYTHRAS-Übersetzern in etwas hineinreden, aber nur kurz zum Kontext meiner Einschätzung:

Meine Perspektive auf solche Regelbegriffe ist keine semantisch-sprachliche, sondern eher eine formal-logische [gewissermaßen syntaktisch].

MYTHRAS als Regelsystem ist ein riesiger, ständig anwachsender Baukasten an Werkzeugen für W100-Spiele. Er besteht aus den verschiedenen Regelkonstrukten und Subsystemen aus denen man sich immer neue und andere eigene Regelsysteme/-varianten basteln kann. Die ganzen Supplements gehen genauso vor, und der Autor Michael Larrimore konstruierte seinen Regelbau aus den Komponenten des Grundregelwerkes und Luther Arkwright .

Jetzt wurde für Agonie&Ekstase ein spezifisches, neuartiges Regelkonstrukt in MYTHRAS eingeführt: Limitations/Grenzen. Diese Grenzen-Regel ist einzigartig im MYTHRAS-Regelkosmos und kann jetzt beliebig für andere Bereiche genutzt werden, z.B. könnte man ein anderes Magiesystem, das es bei MYTHRAS gibt, jetzt mit Grenzen ausstatten. Sagt man "Grenzen", dann referiert man als Regelbastler automatisch auf das Regelkonstrukt der Grenze aus A&E.
Das heißt, aus systemischer Sicht der MYTHRAS-Regeln bietet sich ein klarer, eindeutiger Regelbegriff an, vor allem da die Grenze nicht nur einfach nur ein Ausdruck ist, sondern ein ganzes Regelkonstrukt, was dahinter steht; also ein Regel-Baustein an sich selbst.

Der Ausdruck Grenze kollidiert dann möglicherweise nicht mit etwaigen sonstigen "Einschränkungen" oder "Beschränkungen", die es bei dem zugefügten Subsystem vielleicht schon gibt.
Interessanterweise heißen spezifische Grenzen in A&E z.B. Begrenzte Kraft, Eingeschränkte Kontrolle, Physische Einschränkung.

Ich finde übrigens den Regelbegriff der Grenze nicht weniger eindeutig als den Regelbegriff des Würfelschritts, der in MYTHRAS klar definiert ist aber für Außenstehende möglicherweise nichtssagend.

Aber ich überlasse an der Stelle lieber den Profis das Feld. Als MYTHRAS-Systemiker würde ich mich über den Beibehalt von Grenze freuen, weil es den Überblick über die Regelbausteine erleichtert.



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Das ist natürlich ein guter Einwand, den ich auch gelten lassen würde. Regelbegriffe müssen halt klar voneinander abgegrenzt sein.
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Und für Diejenigen, die das Abenteuer nicht kennen und daher auch nicht den Regelgedanken dahinter, kurz ein Einblick:

MYTHRAS-Superhelden definieren sich durch drei Komponenten: Kräfte, Verstärkungen und Grenzen.

Die Kräfte sind die "Hauptkraft", die zentrale Superhelden-Power, die dem Charakter immer und unter allen Umständen zur Verfügung steht. Sie ist nicht wirklich begrenzt, hat keine Kosten und ist sozusagen immer "an" oder kann jederzeit aktiviert werden. Superhelden können mehrere Kräfte haben.

Zu jeder Kraft kann der Superheld noch Verstärkungen, spezifische Zusatz-"Stunts" kaufen, also kleinere Kräfte, die in einem thematischen Zusammenhang mit der Hauptkraft stehen und diese "verstärken". Diese kosten ihn allerdings Kraftpunkte [das Superhelden-Äquivalent zu Magiepunkten].

Superhelden können noch Grenzen haben, die ihn selbst begrenzen und das, was er kann. Entweder ist er verwundbar gegenüber einer Substanz, oder benötigt eine bestimmte Substanz, oder seine Hauptkraft kostet Kraftpunkte oder die Verstärkungen werden kostenintensiver, oder er benötigt für seine Kräfte eine externe Gerätschaft, oder er hat ein körperliches/geistiges Defizit etc. pp.

Diese drei Komponenten sind zusätzlich noch so etwas wie "Währungen" auf dem Superheldenkonto. Eine Kraft ist soundsoviel Verstärkungen wert und eine Grenze ist soundsoviele Verstärkungen und Kräfte wert.

Der Spieler des Charakters kann seinen Superhelden nun mit diesen drei Komponenten basteln und entwickeln. Je mehr er seinen Superheld begrenzt, desto mehr Kräfte und Verstärkungen stehen ihm wiederum zur Verfügung. Er kann auch im Spiel plötzlich erzählerisch eine Schwäche entwickeln [d.h. Grenze], die ihn dafür auf anderem Wege powert. Oder geht völlig entgrenzt durch die Welt, hat keine Grenzen und nur Kräfte und Verstärkungen, allerdings weniger als ein begrenzter Superheld.
« Letzte Änderung: 15.09.2019 | 15:17 von Prinz Slasar »

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habe das Abenteuer und finde es ganz Gut. Hoffe die Fertige Welt enthält dann auch genügend Fluff.
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Ich finde es übrigens interessant, dass Design Mechanism sich anscheinend von der "wir haben ein Grundregelwerk, alles andere sind Supplements dafür"-Politik verabschiedet. Dass man bei "Lyonesse" eine Ausnahme macht, ist ja durchaus naheliegend, weil es ein Lizenzprodukt ist, das hoffentlich Interesse über den Kreis der Mythras-Fangemeinde hinaus erregt.
Wenn jetzt auch ein Superhelden-Stand-Alone kommt, könnte das mehrere Gründe haben. Zum einen vielleicht relativ viele neue Regeln und zugleich wahrscheinlich relativ geringe Schnittmenge mit den klassischen Regelmodulen aus dem Grundregelwerk (die meisten Magiearten dürften in einem Superheldensetting erst einmal nichts zu suchen haben, bei den Kampfregeln und bei der Erschaffung kann ich mir auch deutlich andere Schwerpunkte vorstellen, und auch bei den Grundfertigkeiten). Zum anderen aber sicher auch der Gedanke, dass man darüber vielleicht doch sehr viel mehr neue Spieler gewinnen könnte, die sich das Mythras Grundregelwerk nicht kaufen würden.

Ich finde das vernünftig und eigentlich auch angenehm - wenn ein Setting auchregelseitig stark genug vom Grundbuch abweicht, dann finde ich es bequemer, wenn die dafür wichtigen Grundregeln einfach gleich mitgeliefert werden, anstatt dass ich sie mir aus zwei Büchern zusammenstückeln muss. Und darüber hinaus kann man ja zusätzlich auf dem umgekehrten Weg Erfolg haben und Leute über eigenständige Mythras-Rollenspiele auch zum Grundregelwerk und von dort zu den Supplements bringen. "Du willst Magie in deiner Superheldenkampagne? Die vollständig kompatiblen Sorcery-Regeln findest du im Grundregelwerk!"

Ich bin mal gespannt, ob sich das so fortsetzt. Lyonesse will ich eh auf jeden Fall haben; Superhelden sind nicht so mein Ding, aber vielleicht kommt ja in fernerer Zukunft noch das eine oder andere eigenständige Mythras-Spiel von TDM.

(In dem Kontext auch interessant ist, dass TDM ja mit "Casting the Runes" auch ein Grundregelwerk nach dem Gumshoe-System angekündigt hat.)
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Re: [Mythras] Superhelden-Setting in Arbeit / "Agonie & Ekstase"
« Antwort #10 am: 15.09.2019 | 23:01 »
Ich finde es übrigens interessant, dass Design Mechanism sich anscheinend von der "wir haben ein Grundregelwerk, alles andere sind Supplements dafür"-Politik verabschiedet.

Das stimmt, dass dieser Ansatz in den Anfangstagen von MYTHRAS richtungsgebend war, sich aber gleichzeitig immer weiter verwässerte.

Aktuell ist es so, dass Spieler auf verschiedenen Wegen von einem zum anderen MYTHRAS-Supplement kommen können.
2012 benötigte man zuerst das Grundregelwerk, MYTHRAS - Das Fantasy Rollenspiel, um von dort aus mit einem der Supplements zu erweitern, beispielsweise Luther Arkwright.
Heutzutage kann man auch über Mythras Imperativ einsteigen, das witzigerweise tatsächlich einen eigenen MYTHRAS-Regelsatz darstellt und von dort ausgehend dann möglicherweise mit dem Grundregelwerk erweitern.
Oder man benötigt nichteinmal Mythras Imperativ, weil man über die M-SPACE-Reihe zu MYTHRAS kommt. M-SPACE hat Mythras Imperativ bereits inkludiert und bietet auch die restlichen Erweiterungen on board. Zusätzlich kann man aus der M-SPACE-Produktpalette zur Vollversion umsteigen, das heißt dem Grundregelwerk; muss man aber auch nicht und könnte ausschließlich nur die M-SPACE-Bücher nutzen.

Dazu kommt, dass The Design Mechanism den Zugang zu Regelsets auch auf verschiedenen Wegen bieten. Viele Regeln, die im ersten Schritt über Supplements eingeführt wurden sind nun im Mythras Companion/Mythras - Das Begleitbuch enthalten und ergänzen in einem allgemeinen Regelbuch die Grundregeln respektive Mythras Imperative. Besonders interessant ist das bei den Regeln für die verschiedenen Machtniveaus von Spielercharakteren [ordinary, heroic, paragon], die noch vor wenigen Monaten exklusiv mit Worlds United in einem Supplement daherkamen, und nun schon herausgelöst davon in einer allgemeinen Regelergänzung auftauchen.

Ein Bekannter von mir, der ein großer Fan von Nach den Vampirkriegen ist, beschwert sich, dass es bisher kein MYTHRAS für moderne Welten gäbe. Man müsse verschiedene Regelwerke verwenden, wie z.B. Mythras - Das Fantasy Rollenspiel, das die ganzen Magiesystemen enthält, die für moderne Settings kaum oder keine Rolle spielen.
Da muss ich ihm insofern zustimmen, dass es zwar die diversen Regeln für moderne Charaktere gibt, jedoch verteilt über verschiedene Supplements. Möglicherweise werden wir im weiteren Verlauf des Produktzyklus' soetwas wie ein MYTHRAS Modern erleben; wer weiß.

The Design Mechanism sind auch fast 8 Jahre seit Bestehen von MYTHRAS/RuneQuest6 noch am Experimentieren und Ausprobieren. Z.B. wurde mit Breaking the Habit/Mit Gewohnheiten brechen ein Regelmodul geschaffen, das einen bestimmten Bereich der Kampfregeln von MYTHRAS erklärt und schult. Und Dan True ist gerade in der Spieltest-Phase für das zweite Regelmodul in dieser Form.

Also, ja, die alte Maxime, "ein Grundregelwerk und die ganzen Supplements", ist obsolet geworden, und MYTHRAS ist sehr bunt, vielfältig und mit diversen Einstiegswegen entwickelt, aber gleichzeitig ist die MYTHRAS-Linie noch nicht so weit, dass man quasi ein weiteres Alternativ-Grundregelwerk [wie eines für moderne Settings] zur Verfügung stellt, um auf das Fantasy-Grundregelwerk nicht mehr angewiesen zu sein.

Die Gründe sind sicher vielfältig, aber der wichtigste dürfte sein, dass MYTHRAS im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen, bereits bei Erscheinen des Grundregelwerks 2012 seine finale, bestmögliche Gestalt erlangt hatte. Jahrelange, im Prinzip sogar jahrzehntelange Entwicklung im Vorfeld, die dann zu diesem Spiel führten. MYTHRAS kann also selbst 2019, fast 8 Jahre seit dem Erscheinen, weiterhin lässig auf seine Grundregeln referieren und ist nicht gezwungen, das Spiel in immer aktualisierten, verbesserten Formen neu herauszubringen. Es gibt hier und da kleine Verbesserungen und Updates, aber diese spielen sich im Hintergrund ab. MYTHRAS hat in seinem fast 10jährigen Bestehen keinen einzigen system overhaul erlebt und wird es wohl auch nicht; daür ist dieses Spiel zu krass durchdacht und designt.


« Letzte Änderung: 15.09.2019 | 23:29 von Prinz Slasar »

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Re: [Mythras] Superhelden-Setting in Arbeit / "Agonie & Ekstase"
« Antwort #11 am: 16.09.2019 | 09:59 »
Also ich fand C.O.P. die von der Polizei der Abenteuer Stadt verwendete App die Zivilisten aus Gefahren Gebieten weg lenkt und gleichzeitig Bürger-wehren und Superhelden auf Bewaffnet Verbrecher ,Schwere Unfälle, und Superschurken hin lenkt (und damit dem SL ein bequemes  Werkzeug für kleine Nebenquest gibt ) ziemlich Gut.  Wenn ich je zum Spielen Komme wird mein SC denke ich versuchen dieses System auch in andern Städten zu verbreiten in dem er seinen ,,Ruhm,, als Superheld dafür einsetzt. Mit dem Ziel das es Landesweit getestet wird.
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Re: [Mythras] Superhelden-Setting in Arbeit / "Agonie & Ekstase"
« Antwort #12 am: 18.09.2019 | 12:44 »
Die Seitenzahl des Projektes ist wohl noch nicht bekannt ? 
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Re: [Mythras] Superhelden-Setting in Arbeit / "Agonie & Ekstase"
« Antwort #13 am: 18.09.2019 | 13:09 »
Die Seitenzahl des Projektes ist wohl noch nicht bekannt ?

Falls Du mit "Projekt" das Superhelden-Supplement meinst: Nein, die Seitenzahl des Buches ist noch nicht bekannt.
Das ist auch nicht verwunderlich, weil bisher garnicht klar ist, wie das Verhältnis von fluff zu crunch ist.
Kenner der MYTHRAS-Supplements wissen, dass die jeweiligen Bücher alle unterschiedlich umfangreich sind. Im Gegensatz zu Supplements einiger anderer Rollenspielverlage sind MYTHRAS-Quellenbücher nicht auf ein Seitenzahlmaß geeicht. Das hat den Vorteil, dass kleinere Supplements nicht mit nutzlosen Seitenfüllern aufgebläht werden und andererseits große Supplements auch gerne mehrere hundert Seiten haben dürfen, wenn es der Themengegenstand erfordert; sie werden nicht über Gebühr gekürzt.

Da viele Regeln, die in einem kontemporären Superheldensetting wichtig wären, bereits in diversen anderen Supplements vorkommen respektive die wichtigsten daraus in Mythras Companion/ Mythras - Das Begleitbuch sowie Nach den Vampirkriegen stehen, verschlankt sich hier der Umfang ein wenig.
Als Besitzer von Agonie & Ekstase bist Du zusätzlich über den Umfang der genuinen Superhelden-Regeln informiert, denn genau die werden im Settingband dann für den Regelteil aufgegriffen und sicher etwas erweitert. Das Grundkonzept und damit auch das Gros der Superhelden-Regeln finden sich in dem Zusammenspiel der drei Komponenten: Kräfte, Verstärkungen, Grenzen. Das war's schon. Das Supplement wird sicherlich eine breite Palette dieser Dinge bieten, um diverse Superhelden basteln zu können.

Das Supplement Elevation vom selben Autor hat übrigens 167 Seiten; allerdings im M-SPACE-typischen Quadratformat.

« Letzte Änderung: 18.09.2019 | 13:12 von Prinz Slasar »

Offline Prinz Slasar

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Nach dem aktuellen Mythras Podcast mit den beiden Autoren des Superhelden-Buches wissen wir etwas mehr:

- Arbeitstitel des Supplements ist "Destined", und die Regeln werden gerade in Spielgruppen getestet

- Es wird drei Machtstufen geben, die von den Machtstufen in Nach den Vampirkriegen inspiriert sind:
Street: wie Daredevil, The Punisher
Epic: die normale Machtstufe; wie Avengers, X-Men
Paragon: wie Spiderman, Green Lantern, Iron Man

Die Machtstufen können innerhalb derselben Gruppe gemischt werden. Was es nicht gibt ist die Machtstufe Godlike [wie Superman], das heißt alle Superhelden sollen sich sterblich anfühlen.
Die generelle Ausrichtung der Superhelden soll sein, dass sie "die Guten" sind, also Superschurken haben eine geringere Priorität auf Seiten der Spielercharaktere.

Spieler haben die Möglichkeit, neue Superhelden zu erschaffen oder mit dem Supplement bekannte Superhelden aus den Medien nachzubauen.

- Es wird etwa 40 verschiedene Kräfte geben mit den ganzen zusätzlichen Verstärkungen und Grenzen

Man orientiert sich unter Anderem an Marvel Super Heroes von TSR. So wird es beispielsweise eine Random Powers Table geben können, um seinen Superhelden zufällig zu erstellen.

- Die Regeln sind absolut MYTHRAS und man baut nur ein wenig darauf auf
Die Kräfte/Powers sind in die MYTHRAS-Kampfregeln mit ihren Zusatzeffekten eingebettet.

Besonders die Regeln für Bewegung/Movement und Gruppen/Teamwork wurden erweitert und für Superhelden umgeschrieben.

Die Regeln für Kulte & Bruderschaften wurden für Superhelden umgeschrieben: Statt Kulte und Bruderschaften wird es Organisationen geben [wie der "Daily Planet" bei Superman] und sogenannte Superhero-Teams, also Zusammenschlüsse aus Superhelden, die ein eigenes Headquarter besitzen und gemeinsam vorgehen.

- Es wird ein ganzes Kapitel zum Thema geben "Wie spiele ich einen Superhelden?", "Wie sieht die Welt die Superhelden?", "Wie halte ich meine Identität geheim?"
Das heißt, der gesamte Aspekt der Ermittlungstätigkeiten, den wir aus dem Superhelden-Genre kennen, wird auch in "Destined" eine zentrale Rolle spielen.

- Das Setting aus Agonie&Ekstase, Gemini City, wird aufgegriffen und modifiziert ausgebaut.  Auch die Charaktere aus dem Abenteuer tauchen wieder auf, sodass Spieler von A&E wunderbar zum Superhelden-Supplement wechseln können ohne wieder von Vorne anfangen zu müssen.
Einige Geheimnisse aus A&E werden im Supplement aufgegriffen und ausgestaltet.

Wahrscheinlich wird es so sein, dass Gemini City bei Kampagnenstart eine Stadt ohne Superhelden ist, und die Spielercharaktere sind die außergewöhnliche Besonderheit, die sich diese Stadt zu ihrer eigenen machen können; um die normalen Menschen gegen das Böse zu beschützen.




Offline Supersöldner

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Bis auf die Vernachlässigung der Schurken als spiel Möglichkeit hört sich das doch sehr  Gut an .
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