Autor Thema: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden  (Gelesen 1183 mal)

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Offline Der_Namenlose

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Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« am: 23.09.2019 | 15:37 »
Tach!

In der Vergangenheit (letzten Samstag  ~;D ) habe ich öfter mal den einen oder anderen Plot einer gewissen Fernsehserie (Dr. Who "Dünnes Eis") für meine Spielrunde (DSA) "geklaut", um ein Abenteuer (/Aufhänger) draus zu machen.

Ein Mitspieler konnte den Plot als Dr. Who zugehörig ausmachen, was mich erstmal ins Schwitzen brachte ... aber er hatte ein so schlechtes Gedächtnis, dass keine Gefahr (!) drohte  ;D

Ich frage ich mich, wer hier hat noch so alles Fernsehserien/Filme (etc.pp.) für seine Runde "verwurstet"? Was habt ihr "geklaut" und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Mit "namenlosem" Gruss,

 8)
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Offline Ninkasi

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #1 am: 23.09.2019 | 15:46 »
Nun, es gab Zeiten, da habe ich mir praktisch bei allem im TV (Serien/Film) überlegt, wie man es für Rollenspiel nutzen/umsetzen kann. :P


Offline Der_Namenlose

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #2 am: 23.09.2019 | 15:51 »
Tach!

Nun, es gab Zeiten, da habe ich mir praktisch bei allem im TV (Serien/Film) überlegt, wie man es für Rollenspiel nutzen/umsetzen kann. :P

... etwas mehr Inhalt bitte! WAS hast Du WO geklaut und wie sind deine Erfahrungen?  :)
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Offline Ninkasi

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #3 am: 23.09.2019 | 15:58 »
das ist leider alles so verschwommen...lang her , schlechtes Gedächtnis.

Ich erinner mich sogar mal Notizen für ein Dedektivabenteuer zu Das Böse unter der Sonne von Agatha Christie gemacht zu haben.

Ansonsten würde ich behaupten es funktioniert. So abgefahrener der Plot (z.b Dr. Who), so größer der Wiedererkennungseffekt, aber da würde ich mir keinen großen Kopf drum machen. Wenn der Plot der Gruppe begenet, fühlt sich doch alles wieder anders an.

Besonders Dedektivgeschichten oder selsame Plots finde ich lohnenswert zu klauen.
Für viele Dinge gibt´s heute ja sonst Internet und viele Abenteuergeneratoren.

Online Almah

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #4 am: 23.09.2019 | 16:01 »
Zwar habe ich den genialen Plot nicht gestohlen, aber von der Altered Carbon Serie auf Netflix habe ich mir sehr viele Konzepte für meine kurzlebige Cyberpunk-Gruppe geklaut. Cortical Stack, Resleeving, die KI-Gebäude und diverse Jobs (Resleeve Techs, VR-Ärzte, Meths und so)  waren für mich alles eher neue Konzepte. War für meine damalige Stars Without Number Runde, das System habe ich von Sci-Fi zu Cyberpunk konvertiert und lief eigentlich ganz gut :)

Jetzt weiß ich, dass Eclipse Phase existiert und die ganzen transhumanist-Konzepte noch weiter ausprägt. Die 1. Edition war mir zu fuddelig, aber ich hoffe die 2. kommt besser an!

Offline Daniel E.

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #5 am: 23.09.2019 | 16:04 »
Ich habe vor kurzem die Struktur des letzten Abschnitts aus "The Legend of Zelda - Ocarina of Time" für ein one-shot benutzt: die Sitzung beginnt mit dem vermeintlichen Endkampf auf der Spitze des Turm, woraufhin alles einstürzt. Die Spieler müssen sich durch drei Herausforderungen/Räume arbeiten, die zunehmend gefährlicher werden, da alles zusammenbricht, bis sie unten ankommen, wo der eigentliche finale Kampf stattfindet.

Der Aufbau orientiert sich an der "five room dungeon"-Struktur, die ich für one-shots ganz nützlich finde.

Offline 1of3

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #6 am: 23.09.2019 | 16:05 »
Fernsehen eher weniger. Bücher, ja.

- Max Gladstone: Craft Sequence (Danke an Suro für die Empfehlung), die Städte und ihre speziellen Sicherheitsorgane sind super Locations.
- Glenda Noramly: Havenstar - So ausbrechende Strömungslinien machen Eindruck.
- Will Wight: Cradle - Die Pyramide aus Soulsmith und die Örtlichkeit aus Ghost Water sind super Dungeons.
- Will Wight: Traveler's Gate - Weil die Ebenen auch super Dungeons sind. Und die Puppen zu cool, um sie nicht zu benutzen.
- Garth Nix: Old Kingdom - Der Schiffsfriedhof kommt demnächst dran und die Nekromantie wird auch noch zur Anwendung kommen.
- Benedict Jacka: Alex Verus - Die Fähigkeiten von Alex und Luna in einer Superheldenrunde verwendet.
- Wildbow: Worm - Mehr Superkräfte als ich zählen kann, aber auf jeden Fall den Style sie zu machen.

Also meistens nehme ich mir Orte und Chrakterfähigkeiten. Merken tut das nie jemand. Ich konsumier zu merkwürdiges Zeug.

Offline ungeheuer

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #7 am: 23.09.2019 | 16:09 »
Das heißt nicht klauen sondern re-usen...

wir hatten schon einen Shadowrun bei Dr. Sheldon Cooper, wobei der SL hier einfach die Wohnung und die Charakter mit geänderten Namen verwendet hat.

wir hatten ein DSA Abenteur das auf "Pipi Langstrumpf" beruhte (eine Hexe die alleine mit einem Affen und einem Pferd lebte...)

wir hatten im Fallout-Universum eine Begegnung mit Karl v. Brown, mit seinem Beagle.
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Offline KhornedBeef

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #8 am: 23.09.2019 | 17:42 »
Hm, ich habe bloß
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aber das ist ja auch explizit (gelampshaded sozusagen) Darstellung des Vorbilds in der Spielwelt. Kam gut an. James T. Kirk wurde angeschossen.
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Offline Huhn

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #9 am: 23.09.2019 | 19:37 »
Ich hab mal als Experiment einen nWoD-Oneshot geleitet, dessen Handlung auf einer Micky-Maus-Geschichte aus irgendeinem Lustigen Taschenbuch basierte. Einfach um zu schauen, ob ichs kann.

In der Geschichte kommt Micky nach einer Reise zurück nach Entenhausen, in dem merkwürdigerweise alle Leute verschwunden sind, dafür aber alle Lichter eingeschaltet wurden. zuhause erwischt sich Micky dabei, wie er selbst auch wie in Trance die Lichter anschaltet. Dann sieht er plötzlich ein durchscheinendes Phantom, das genau wie Goofy aussieht. Und nach einigem Durcheinander kommt schließlich raus, dass eine Horde übler Magier aus einer Paralleldimension ein Ritual vollführt hat, mit dem alle Phantome aus soner Zwischendimension ihre Plätze mit Entenhausenern tauschten (die nun stattdessen in dieser Zwischendimension stecken). Die Phantome brauchen Licht um stofflich zu werden und das Ritual zu vollenden. Das Goofy-Phantom findet das unfair und hilft Micky dabei, das Entenhausener Kraftwerk lahmzulegen und so das Ritual rückgängig zu machen.

Hat als WoD-Plot erstaunlich gut funktioniert. Diverse Mängel waren eher mir als SL als der Plotidee zuzuschreiben. Ich würde das Ganze heute weniger railroadig aufziehen und irgendwie versuchen, die Spielgruppe mehr einzubinden, statt sie nur über meinen genialen Plot stolpern zu lassen, aber grundsätzlich war das Ganze schon brauchbar. Am Ende haben die SC irgendein Kraftwerk in die Luft gejagt. ;D
« Letzte Änderung: 24.09.2019 | 11:46 von Huhn »
You’re not even close to baseline.

Offline Pyromancer

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #10 am: 23.09.2019 | 19:49 »
Am dreistesten geklaut hab ich mal "The Kundalini Equation", da hab ich den Plot - Nerd schaltet sich durch Tricks Extrem-Kampfkünste frei; wie geht er damit um? - quasi 1:1 ins Rollenspiel transportiert. Das hat gut funktioniert, auch, weil ich den Spielern alle Möglichkeiten offen gehalten habe, die Frage zu beantworten.

Offline Bookworm

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #11 am: 23.09.2019 | 21:26 »
Für unsere "Vampire"-Runde habe ich mal in gewisser Weise das Echtzeit-Konzept von "24" abgeschaut. Die Erzählung sollte definitiv eine Zeitbegrenzung haben, nämlich - wenig überraschend - von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang. Die Spieler wussten nur, dass in dieser Nacht etwas passieren sollte (durch Zufall erfuhren sie von einem Mordkomplott gegen einen wichtigen NSC), aber eben nicht wann oder von wem.

Ich habe die Nacht in 15 Minuten-Segmente unterteilt und entsprechende Kärtchen ausgedruckt, quasi als Uhr. Immer wenn die SCs eine gewisse Aktion unternommen haben, die eine bestimmte Zeit dauerte, habe ich die Uhr weitergedreht. Die Charaktere fahren von A nach B? Dauert 30 Minuten. Also mal eben zwei Kärtchen weitergeblättert. Der Rückruf eines NSCs, von dem man sich wichtige Infos erhofft, ist frühestens in anderthalb Stunden zu erwarten? Kleine Haftnotiz auf das entsprechende Uhrzeit-Kärtchen, dann wird's nicht vergessen.
Ich gebe zu, dass es an einzelnen Stellen hart an der Grenze zum  :o Railroading war, aber insgesamt lief die Sache ganz gut. Ein zweiter Einsatz des Echtzeit-Gimmicks scheiterte leider schlicht am Unwillen der Spieler (eine Spielerfigur sollte erpresst werden, war aber einfach nicht bereit sich erpressen zu lassen - selbst wenn das den Tod von Dutzenden Unschuldiger bedeutete...).

Im Augenblick arbeite ich an einer "Groundhog Day"-Erzählung, aber das erfordert verdammt viel Vorbereitung, weil bei einer Zeitschleife ja bestimmte Ereignisse immer und immer wieder passieren, und da muss wirklich festgelegt sein, was wann wo weshalb mit wem geschieht. Bei einem Sandbox-Setting wie dem heutigen Chicago muss man wirklich wahnsinnig viel beachten.
Wenn's hinhaut, wird's richtig cool. Wenn nicht... dann ist ein Haufen Arbeit für die Katz gewesen.

Und aus literarischen Vorlagen (wenn man so will) habe ich auch schon geklaut. Zum einen habe ich es tatsächlich hinbekommen, das Grimmsche Märchen "Schneewittchen" als "Vampire"-Erzählung umzusetzen, was besser als erwartet funktioniert hat (und die Spieler haben die Vorlage auch erst sehr spät erkannt). Ich suche nach wie vor nach einem anderen geeigneten Märchen, auf dem ich so etwas wie ein Sequel aufbauen könnte.
Zum anderen habe ich mal die Weihnachtsgeschichte verwurstet (und die betreffende Erzählung haben wir auch um Weihnachten herum gespielt  :D ). Auch das hat ziemlich gut geklappt, auch wenn hier natürlich deutlich schneller klar war, woher der Kern der Geschichte kam.
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Offline Roach

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #12 am: 24.09.2019 | 07:28 »
Wirklich geklaut habe ich einmal einen Detective-Conan-Plot  - der allererste Film, den ich nach Aventurien/Methumis verlegte... Als Auftraggeber hatte ich den Adflerorden, der nicht offiziell tätig werden wollte, um nicht den örtlichen Adel und die Stadtwache gegen sich asufzubringen - Kompetenzgerangel eben...

Offline Seraph

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #13 am: 24.09.2019 | 07:47 »
Ich hab mal als Experiment einen nWoD-Oneshot geleitet, dessen Handlung auf einer Micky-Maus-Geschichte aus irgendeinem Lustigen Taschenbuch basierte. Einfach um zu schauen, ob ichs kann.

In der Geschichte kommt Micky nach einer Reise zurück nach Entenhausen, in dem merkwürdigerweise alle Leute verschwunden sind, dafür aber alle Lichter ausgeschaltet wurden. zuhause erwischt sich Micky dabei, wie er selbst auch wie in Trance die Lichter anschaltet. Dann sieht er plötzlich ein durchscheinendes Phantom, das genau wie Goofy aussieht. Und nach einigem Durcheinander kommt schließlich raus, dass eine Horde übler Magier aus einer Paralleldimension ein Ritual vollführt hat, mit dem alle Phantome aus soner Zwischendimension ihre Plätze mit Entenhausenern tauschten (die nun stattdessen in dieser Zwischendimension stecken). Die Phantome brauchen Licht um stofflich zu werden und das Ritual zu vollenden. Das Goofy-Phantom findet das unfair und hilft Micky dabei, das Entenhausener Kraftwerk lahmzulegen und so das Ritual rückgängig zu machen.

Hat als WoD-Plot erstaunlich gut funktioniert. Diverse Mängel waren eher mir als SL als der Plotidee zuzuschreiben. Ich würde das Ganze heute weniger railroadig aufziehen und irgendwie versuchen, die Spielgruppe mehr einzubinden, statt sie nur über meinen genialen Plot stolpern zu lassen, aber grundsätzlich war das Ganze schon brauchbar. Am Ende haben die SC irgendein Kraftwerk in die Luft gejagt. ;D

Ach witzig, an die Geschichte kann ich mich noch sehr gut erinnern! Die war wirklich recht...creepy  ;D
Schön, dass es so gut geklappt hat!


@Topic: Hat eigentlich noch jemand manchmal das Gefühl, dass ein geklauter Plot/Plotelement/Zauber/Figur irgendwie nicht...richtig ist? Auch wenn es keiner der Spieler weiß? Manchmal denke ich, dass das Leiten dann keine richtige Leistung ist und ich mir lieber selbst was hätte ausdenken sollen.
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Offline KhornedBeef

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #14 am: 24.09.2019 | 07:55 »
Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Gedanke ungerechtfertigt ist.
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Offline Bookworm

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #15 am: 24.09.2019 | 08:20 »
Ich bin vollkommen überzeugt, dass der Gedanke ungerechtfertigt ist.
Sehe ich genauso. Letztlich geht es darum, allen Beteiligten einen unterhaltsamen Abend zu bescheren. Und eine Story von einem Medium in ein anderes (oftmals sogar von einem Genre in ein anderes) zu übertragen ist eine Leistung, die man nicht unterschätzen sollte.
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Offline KhornedBeef

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #16 am: 24.09.2019 | 09:11 »
Sehe ich genauso. Letztlich geht es darum, allen Beteiligten einen unterhaltsamen Abend zu bescheren. Und eine Story von einem Medium in ein anderes (oftmals sogar von einem Genre in ein anderes) zu übertragen ist eine Leistung, die man nicht unterschätzen sollte.
Absolut, sehe ich beides auch so. Sonst könnten ja auch manche Bücher nicht als "unverfilmbar" gelten ;)
Nicht zu vergessen, dann müsste man auch ein schlechtes Gewissen bei Kaufabenteuern haben.
Nachdenken solltest du nur, wenn du dadurch weniger Spaß am Tisch hast, z.b. weil du eine Handlung erzwingen willst, um nicht vom Plot abzuweichen, d.h. wenn du die Übertragung nicht wirklich machst.
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Offline Rorschachhamster

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #17 am: 24.09.2019 | 10:17 »
Uh, ich weiß nicht mehr wie der hieß, aber ich habe einen Horrorwestern gesehen und den dann als CoC-Abenteuer geleitet als one shot, also im Westerngenre. Am Ende waren alle tot. Sowohl im Film als auch im Spieleabend (also, die Charaktere, nicht die Spieler  ;D), und das war sehr gut. Aber das ist eher die Ausnahme.
Aufgrund der Sandbox, die ich leite, entwickeln sich da Handlungsstränge von ganz allein, und ich habe jederzeit einige an denen ich ziehen kann.  8)

Online Undwiederda

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #18 am: 24.09.2019 | 10:35 »
von der Band In Nomine den Liedtext von Glocken des Zorns als Plot benutzt

Teile aus dem ersten die Zwerge Buch für eine Pathfinderkampagne verwendet.

Viele Charaktere aus diversen Büchern/Comics verwurstelt. Und eine Agentin der Inquisition hiess aus schon Agent Tanja aus C&c Alarmstufe Rot.
Aus einer Vampirserie habe och die Droge BlackCrystal geklaut ubd war für viele Kampagnen immer nen Randthema

Offline Blizzard

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #19 am: 24.09.2019 | 10:41 »
Ich frage ich mich, wer hier hat noch so alles Fernsehserien/Filme (etc.pp.) für seine Runde "verwurstet"? Was habt ihr "geklaut" und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Ja, schon des öfteren. Entweder ganze Filme (weil ich die Story aus denen so cool fand) oder Teile daraus.  Hauptsächlich für Horror-/Gruselabenteuer- aber auch schon in Fantasy-oder anderen Settings eingesetzt. Das Problem, dass Mitspieler den Film oder das Buch schon kennen hat man natürlich immer. Es ist natürlich wesentlich einfacher (für den SL), wenn die Spieler das nicht schon kennen. Und wenn , dann muss man die betreffenden Spieler eben fragen, ob sie trotzdem mitspielen wollen-oder eben nicht.

Ich hatte es jetzt schon einige Male, dass Spieler den Film oder das Buch schon kannten. Richtig problematisch wurde es aber nur in einem Fall. Da musste ich dann derart improvisieren, dass ich innerhalb von 20 Minuten große Teile des Plots einfach umgeschmissen und noch ein alternatives Ende eingebaut habe. *puh* das war eine SL-Höchstleistung...und letzten Endes haben wir dann auch 2 Abende dran gespielt und nicht nur einen Abend, wie ursprünglich vorgesehen. Aber hat sehr gut funktioniert und die Spieler fanden es cool.
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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #20 am: 24.09.2019 | 10:43 »
Ja, immer gerne irgendwo klauen.  :d

Habe für mein Homebrew-Setting einige Teile aus Robert Jordans Rad der Zeit übernommen oder verändert eingebaut. Ich kann mich nur noch schlecht erinnern, aber da gab es Artefakte (so eine Art Kette), mit denen die Aes Sedai (?) dazu gezwungen werden konnten, für den Kettenhalter zu zaubern. Fand ich ganz interessant (war aber nur einer von vielen Aspekten, die ich gut fand).
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Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
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Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Offline Seraph

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #21 am: 24.09.2019 | 11:01 »
Ihr habt ja wohl recht :)
Manchmal fühlt es sich nur besser an, sich Plots selbst auszudenken, anstatt schon vorhandenes zu nehmen.
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Offline Grey

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #22 am: 24.09.2019 | 11:10 »
Mein Haupt-SL zu Uni-Zeiten hat mit uns mal ganz explizit "Erik der Wikinger" durchgespielt. ;D Dafür hat er ausdrücklich nur Spieler eingeladen, die den Film noch nicht kannten. Hinterher haben wir ihn gemeinsam gesehen und den ganzen Abend gewiehert vor Lachen. :loll: Teilweise hatten wir in der Spielsitzung Monty Python 1:1 reproduziert, teilweise noch an Absurdität übertroffen. ;)

Ansonsten hat sich besagter SL etliche seiner Plotideen aus Brettspielen geholt, bevorzugt aus Strategiespielen. Das ergab einige Sandboxes vom Feinsten. :d
"Wenn du alles weißt, dann weißt du auch, was du mich kannst!" -- aus: Rainer Fuhrmann, Die Untersuchung
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"Vertraue niemandem, der dir auf eine komplexe Frage eine einfache Antwort bietet!" -- meine Frau
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Lust auf ein gutes Buch oder ein nettes Rollenspiel? Schaut mal rein! ;)

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #23 am: 24.09.2019 | 11:20 »
Ihr habt ja wohl recht :)
Manchmal fühlt es sich nur besser an, sich Plots selbst auszudenken, anstatt schon vorhandenes zu nehmen.

Es gibt doch eh nichts Neues unter der Sonne. ~;D Auch der tollste selbsterdachte Plot entsteht halt nicht ex nihilo im Vakuum im Kopf, sondern basiert auf Ideengrundlagen, die vor einem selber schon mindestens Hunderte von anderen Leuten beackert haben -- und umgekehrt muß auch der dreisteste Ideendiebstahl schon noch zumindest ein bißchen angepaßt und neu verkleidet werden, damit er beim Zielpublikum ankommt. Originalität wird also einerseits bei der bloßen Grundidee hoffnungslos überbewertet, während man andererseits bei der Ausgestaltung derselben schlechterdings gar nicht daran vorbeikommt, sie wenigstens in Maßen zu bemühen. ;)

Offline unicum

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Re: Besser gut Geklaut, als schlecht Erfunden
« Antwort #24 am: 24.09.2019 | 11:38 »
Ich frage ich mich, wer hier hat noch so alles Fernsehserien/Filme (etc.pp.) für seine Runde "verwurstet"? Was habt ihr "geklaut" und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ich habe mal das Play By email spiel Legends als vorlage für eine Kampange genommen, da ich zu dem Zeitpunkt dort auch aktiv gespielt habe war es recht leicht da das ein oder andere Abzugreifen, gerade was die Intrigen zwischen den einzelnen Parteien und zwischen den Spielern betrifft,...

http://www.ssvgraz.com/html/legends.html