Autor Thema: [Empfehlt mir] Scifi mit wirklich fremdartigen Alien-Mentalitäten  (Gelesen 390 mal)

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Online tartex

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Hallo.

Ich suche so die Crème de la crème, was die gesamte Literaturgeschichte an wirklich fremdartigen Alien-Mentalitäten und -Gedankengängen geschaffen hat. Am liebsten natürlich eine Innenperspektive, denn eine Black Box könnte man oft wohl einfach mit einem Zufallsgenerator simulieren, oder?

Lieber als Romane wären mir sogar noch Kurzgeschichten, Anthologiebeiträge oder ähnliches.

Wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema sind auch willkommen.

Danke!
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Offline KhornedBeef

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The Mote in God's Eye, sagt Elizier Yudkowsky. Der hatte auch noch einen weiteren Tipp in einem seiner Overcoming Bias - Artikel. Ich gucke mal nachher
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Offline unicum

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"Der Splitter im Auge Gottes" (Edit: das ist auch "The Mote in God's Eye" wie KhornedBeef schrieb) darin treffen die Menschen auf eine fremdartige Rasse die "Splitts" diese sind Asymetrisch haben also einen starken rechten Arm und zwei feine Linke, dadurch auch eine Asymetrische Kopfform. Ihre Lebensweise ist in Kasten aufgeprägt welche nicht überwundern werden können. Es gibt also innerhalb der Rasse etwa "techniker" - diese sind aber eben nur das und nichts anderes. Auch gibt es Soldaten,... Mischformen gibt es auch - etwa ein Soldaten/Techniker - diese sind aber Steril.

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Splitter_im_Auge_Gottes

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Der Biss der Schlange,...

https://www.amazon.de/Biss-Schlange-Carolyn-J-Cherryh-ebook/dp/B0187AFCY8

"Die Region der Hydra ist ein absolut unzugänglicher Sektor der Galaxis in der Nähe der Erde. Er wird von den Majat, einer insektoiden Spezies, bewohnt, die unberechenbar und aggressiv ist. Deswegen wurde die Region der „Wasserschlange“ für menschliche Siedler gesperrt und die Grenze gut bewacht."

Tatsächlich handelt der Roman über das Zusammenleben der Majat. Die Königinnen dieser sind recht unsterblich und haben deswegen ein Problem mit den menschen welche keine unsterbliche Führungsrige hat welche sich an geschlossene Verträge hält.

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« Letzte Änderung: 30.09.2019 | 12:31 von unicum »

Offline Pyromancer (weg)

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"Blindsight"/"Blindflug" von Peter Watts.

Offline Alexandro

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"Sprecher für die Toten" von Orson Scott Card (die Fortsetzung zu Enders Game/Das große Spiel). Ist zwar größtenteils aus der Perspektive der Menschen geschrieben, aber ein Großteil der Handlung dreht sich darum, sich in die Denkweise der einheimischen Aliens einzufühlen.
“I really believe what we experienced the night before can be turned into a game for creating stories” -- Gary Gygax, 1972 (talking about a game of "Blackmoor", run by Dave Arneson)

Offline Kurna

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Fred Hoyle, Die schwarze Wolke (The Black Cloud)

In diesem 1957 erschienenen Roman gerät die Erde zeitweilig in den Bereich einer enormen Wolke aus interstellarem Gas, die sich zum Erstaunen der Wissenschaftler als hoch intelligente Lebensform herausstellt.

Ist eher aus Sicht der Menschen, aber geht doch auch etwas auf die Sicht der Wolke ein.
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Offline JohnnyPeace

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Was wissenschaftliche Abhandlungen angeht kenne ich da einen Sammelband der gut zum Thema passt: Der maximal Fremde.
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Offline 1of3

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The Mote in God's Eye, sagt Elizier Yudkowsky. Der hatte auch noch einen weiteren Tipp in einem seiner Overcoming Bias - Artikel. Ich gucke mal nachher
Vom gleichen Autor ist Three Worlds Collide. Wobei da sich die Menschen alien sind. Gibt's auch im Methods of Rationality Podcast als Hörspiel.

Dort ebenfalls zu hören Words of Love, Soft and Tender.

Offline Jinx

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Die Trisolaris Trilogie.
Humanoide Aliens auf einem Planeten mit drei Sonnen deren Zivilisation immer wieder neu entsteht und vergeht mit dem Laufe der drei Sonnen.
Wenn eine Zivilisation vergeht trocknen die Aliens aus, um später wieder auferstehen zu können.
Bevor Sie bei sich selbst eine schwere Depression oder Antriebsschwäche diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht komplett von Arschlöchern umgeben sind.

Offline aikar

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Die Saga der Sieben Sonnen von Kevin J. Anderson
Die großen Alienvölker sind amorphe quecksilberartige Wesen in Gasriesen, Wasser- und Feuerwesen mit Schwarmbewusstsein, intelligente Bäume mit geteiltem Quantengedächtnis und Stock-Insekten mit einer Kultur des evolutionsfördernden Dauerkriegs.

Und aus der Rollenspielecke Eclipse Phase. Da ist die (bisher einzige bekannte) Alien-Spezies eine amöbenartige Schwarmrasse, die über Pheromone kommuniziert statt über Schall.

Offline JollyOrc

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Wave without a Shore - Politik-Thriller über die Frage, wie sich Gesellschaft definiert und was man wahrnimmt. Die Aliens sind hier gar nicht mal Handlungsträger, formen aber alles um sie herum.

Die Zones of Thought Bücher von Vernor Vinge haben auch sehr abgefahren andere Gedankenwelten. Die Tines sind Hundeähnliche, die erst als Rudel intelligent werden. Die Idee, dass sich eine Persönlichkeit verändert, wenn da neue Teilnehmer ins Rudel kommen, ist ziemlich cool.
Fürs Protokoll: Ich bitte hiermit ausdrücklich darum, mich in der Zukunft auf schlechte oder gar aggressive Rhetorik meinerseits hinzuweisen. Sollte ich das dann wider Erwarten als persönlichen Angriff werten, bitte auf diesen Beitrag hier verweisen und mir meine eigenen Worte um die Ohren hauen! :)

Offline Tante Petunia

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Spannend! Abo! :d
Slüschwampf

Online Trichter

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Fußfall/Footfall von Larry Niven und Jerry Pournelle (die auch oben genanntes "Der Splitter im Auge Gottes" geschrieben haben):
https://en.wikipedia.org/wiki/Footfall

Elefantenartige Aliens greifen die Erde an. Das Buch beinhaltet auch schöne Ausführungen darüber wie sich Kultur und Organisation in einer Gesellschaft ausprägen, deren Mitglieder von Herdentieren abstammen.

Offline ErzdrakonMomo

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Die Käferkriege von Robert Asprin
Nicht total fremdartig aber die Rasse des Protagonisten (humanoide Echsen) besitzt ein interessantes Kastensystem und eine für Menschen untypische Mentalität. Die Gegner mit denen sie im Krieg liegt sind dann tatsächlich unmenschliche Insektenrassen, die nochmal ein ungleich fremdartigeres Schwarmbewusstsein besitzen.

Das Buch ist angenehm kurz und liest sich flüssig. Mein Exemplar ist fast 25 Jahre alt und so zerfleddert, dass ich es mir beizeiten mal neu besorgen müsste. Kommt davon wenn man es alle zwei Jahre aus dem Regal nimmt um es nochmal zu lesen.