Ritter Ungestüm kenne ich leider nicht, aber Prinz Eisenherz ist mMn fruchtbarer Boden, um eigene Ideen darauf wachsen zu lassen. Den Film „Ritter aus Leidenschaft“ finde ich auch ganz gut, um bequem in Ritter-Stimmung zu kommen.
Was ich nicht unbedingt wieder tun würde, das ist die Lektüre geschichtswissenschaftlicher Monografien zum Thema „Rittertum“, da bleibt nämlich vom fantastischen Artus-Rittertum nicht viel übrig.
Ansonsten kommt es bei der Frage nach Inspirationen ja auch darauf an, ob du einen thematischen Schwerpunkt setzen möchtest, also zB. machtkämpfende Kriegsherren, romantische Turnierritter, religiös vernebelte Gralsquester, etc. Die Perioden, wie sie im dt. GRW auf S.9 beschrieben sind, betonen da ja, neben „Artus“, alle ein etwas anderes Thema. Wobei du natürlich auch recht problemlos jeden thematischen Aspekt in jede Periode packen kannst, die dir gefällt.
Für eine Kampagne in der Epoche der Anarchy fand ich zB „Kampf der Könige“ von Dan Jones inspirierend, das ist eine populärwissenschaftliche Ereignisgeschichte des angevinischen Reiches. Das wäre auch gut für die späte Spielphase brauchbar,,wenn es an den Familienzwist geht.
+1 für Le Morte D‘Arthur, wenn du konkret zur Zeit des Königs Artus spielen möchtest (und nicht vorher, in der Epoche der Anarchie zB). Ich finde Malory allerdings recht unzugänglich, ob ich mir das für eine kurze Kampagne antun würde, weiß ich nicht. Es gibt aber von Chaosium eine schöne Ausgabe mit Kommentaren von Greg Stafford.
edit: das Arthurian Companion von Phyllis Ann Karr, von Chaosium neu aufgelegt. Das ist so eine Art Arthuriana-Lexikon.
noch ein edit: der Film „The last duel“ mit Matt Damon; das Duell der beiden Ritter ist brutal und passt so hervorragend zu den Pendragon Regeln.