Autor Thema: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed  (Gelesen 1019 mal)

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Offline rillenmanni

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[DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« am: 22.12.2019 | 18:40 »
Halloho! :)

(Vorab: Wer sich irgendwie vorstellen könnte, das Abenteuer bei mir noch zu spielen (Bürger: Hotzenplotz, Remmecke, korknadel, Kriegsklinge, Silent Pat, ...), weil das ja zB auf einem Con auch passieren könnte, sollte die Finger lassen vom Link weiter unten und den Blick abwenden von möglichen Antworten hier im Faden.)


Sagt einmal, kennt ihr das auch? Ihr schreibt was in einem Forum, nein, ihr stellt eine Frage, weil ihr was nicht wisst bzew besser wissen wollt, und dann kommt keine Antwort? :)

So mir geschehen im DSA4-Forum. Auf meine Aussage hin, dass ich gern etwas am Original ändern wolle, nur wie, das sei mir nicht klar, sprach zunächst eine Seele, man solle gar nichts ändern. Das half mir freilich nicht weiter, denn ich *wollte* ja etwas ändern. Dann dauerte es eine ganze Weile, und dann erhielt ich noch eine Antwort. Immerhin!

Heute vormittag habe ich wieder eine Frage gestellt. Noch sollte man vielleicht keine kalten Füße kriegen, aber ich möchte es nicht darauf ankommen lassen. Also frage ich euch mal. Heute geht es um die Messung der verstreichenden Intime-Zeit. :)

dsaforum.de | Seuche an Bord Unleashed

Wenn ihr was habt und ob DSA1 nicht in negative Stimmung geratet, dann bin ich mal gespannt! :)
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Offline Bad_Data

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Re: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« Antwort #1 am: 22.12.2019 | 21:12 »
Vielleicht bin ich etwas doof, so in der Vorweihnachtszeit. Aber ich sehe da irgendwie keine Frage.

Aber antworten tue ich trotzdem gern, erst recht, weil ich das Abenteuer überhaupt nicht kenne  ;D

Ich fang mal hier an:
Zitat
25m geht man natürlich in zwei bis drei zehn Sekunden, selbst bei voller Straße, wenn man einfach nur von A nach B will und B bekannt ist.

Leute die das schaffen sind echt schnell. 25m in zwei Sekunden entspricht einer Geschwindigkeit von 45km/h. Damit macht man Usain Bolt echte Konkurrenz. Aber selbst wenn man 25m in zehn Sekunden zugrunde legt, geht man wirklich schnell.

Zitat
Ich hatte mir überlegt, dass ich zur Durchquerung eines Quadrats 2 Minuten ansetze.

Erscheint mir als Grundlage ganz gut, da könnte aber genau so gut drei Minuten oder fünf Minuten stehen.

Ich würde vielleicht noch ein paar Modifikatoren einbauen. Wollen die Charaktere vielleicht möglichst unauffällig sein? Dann geht die Zeit hoch. Oder vielleicht sehr schnell? Unter Umständen kann man das noch mit einer Probe verknüpfen, bspw. um niemanden über den Haufen zu rennen, vorausschauend genug zu sein, besonders heimlich vorzugehen und so weiter. Es kann auch äußere Faktoren geben, wie die Belebtheit der Straße, das Wetter oder die Tageszeit. Abhängig davon, wie die Charaktere vorgehen, können diese dann unterschiedlich Auswirkungen haben. Im Nebel ist es beispielsweise leichter heimlich zu sein, als schnell. Viele Menschen sorgen dafür, dass man nicht gut voran kommt (allerdings gut in der Menge untertauchen kann), während man bei leeren Straßen sehr schnell sein kann, aber kaum verborgen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dir diese Antwort weiterhilft, ich hoffe einfach mal das Beste  :)
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Offline rillenmanni

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Re: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« Antwort #2 am: 23.12.2019 | 03:35 »
Danke, Bad_Data! :)

Ich muss mich für meine unklare Ausdrucksweise entschuldigen: Mit "zwei bis drei zehn Sekunden" meinte ich zwanzig bis dreißig Sekunden. Manchmal geht der Jokus mit mir durch.

Ja, das ist freilich genau die Frage: Sind zwei Minuten pro ca. 25m sich erkundigenden Gehens bzw. eine Minute zielgerichteten Gehens angemessen? Oder könnten es besser sogar 3 oder gar 5 Minuten sein, wenn man zum Zielpunkt B nur vage Vorstellungen hat?

Gemäß meiner Ansetzung von 1 Minute pro 25m bei zielgerichtetem Gehen (= B gut bekannt) und einer errechneten Dauer von ca. 25 Minuten kann man sich ableiten, dass es sich bei der Entfernung zwischen AA 17 und N 19 um etwa 625m handeln muss. Also um 50 Minuten (x2), 75 Minuten (x3) oder gar 125 Minuten (x5). Da halte ich den Faktor 5 dann tatsächlich für klar zu hoch, so aus simulatorischer Sicht.

Mir ist gerade eingefallen, dass die DSA1-Regeln ja auch etwas zur "taktischen Bewegung" sagen. Angenommen, man hat keinen Zwerg dabei, dann bewegen sich die Helden gemäß der GST1 fort. Für gemütliches Gehen ("Schlendern") wird 0,5 m/s veranschlagt, in der GST1-Tabelle aufgerundet zu 1 m/s für "Marschgeschwindigkeit".. Bei RS 1 könnte man sogar 2 m/s veranschlagen. Ich gehe aber mal von 1 m/s aus. Das macht also 60 m/min, also über zwei "Havena-Quadrate" pro Minute bzw 1 Quadrat pro 25 s bzw pro 50 s beim Schlendern. Streng nach Tabelle wäre man also schneller in Havena unterwegs, als ich das im ersten Anlauf veranschlagt habe (60 s bzw 120 s pro Quadrat). Jedoch kann man natürlich das eine oder andere verlangsamende Moment berücksichtigen (wie zB Anhalten, um sich zu orientieren oder um jemanden zu fragen). Aber ob man hierbei die Dauer mehr als verdoppeln kann? Bei einer Verdopplung (plus Aufrundung, um besser rechnen zu können) käme man dann wieder auf 60 s (schnell, zielgerichtet) bzw 120 s pro Quadrat, also zu meiner Anfangsannahme.

Es ist spät, weshalb Zahlen und Einheiten in meinem Kopf einen munteren Ringelrei veranstalten. Falls ich jetzt also irgendwo sinngemäß etwas geschrieben haben sollte wie "Die Helden können im Monat 120 Quadrate pro Sekunde weit springen", dann bitte ich um fürsorgliche Korrektur und liebevolle Behandlung meiner zarten Seele. :)
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Re: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« Antwort #3 am: 28.01.2020 | 11:24 »
(Ähnliches habe ich gerade im dasforum.de geschrieben. (Also, ggf nicht wundern!)

Letztes Wochenende habe ich also in 13-14 Stunden brutto (inkl. Generierung von drei Charakteren) mein Seuche an Bord Unleashed gespielt. Es war eine Beta-Version, und ich hatte gehörigen Bammel: Würde es viel zu leicht sein? Viel zu schwierig? Was bedeutet ein Ausbruch an einer Stelle der Stadt de facto? Etc. etc.
Aber: Es hat uns großen Spaß bereitet, war zu 99% ungelenkt geleitet, hatte dennoch einige interessante Wendungen, und die Stadt stand zweimal knapp vor Ausbreitung der Seuche. Ich hatte einiges an Hirnschmalz investiert, um die "Geschichte" der 10 zu Suchenden interessanter und vor allem lückenloser zu gestalten. Ich hatte eine systematische Zeiterfassung. Es gab Zufallsfundtabellen (ein Fund beeinflusste dann auch die Handlung) und - mein Schmankerl - eine Abenteuereinstiegszufallstabelle. Und wisst ihr was: Bürger Dirk Remmecke, o Urgestein, der eine Woche bei TSR mitgearbeitet und gemeinsam mit Margaret Weis die Pleiaden geschauet hatte, hat diese Tabelle im Nachklapp geadelt durch Fundamentallob! (Da stand ich nun um 2:30 morgens und musste wie ein Kind grinsen.) Und am Schluss gab es wie immer in meiner Reloaded-Reihe um halb zwei morgens ein knackiges Rätsel zu lösen. :) Diesmal ist keiner gestorben, weder am Rätsel, noch auf andere Weise. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das Abenteuer schon "gefährlich" genug war oder nicht.
Ich habe gutes Feedback bekommen, um die Spieler noch etwas besser informiert zu halten, damit sie selbst bei einem Scheitern nicht denken, sie hätten der Aufgabe ohnmächtig gegenübergestanden.

Natürlich alles DSA1-konform, sowohl Regeln als auch Hintergrund! Mit heiterem Blick und dennoch ohne "ironische Linksabweichung"TM, wie das DSA1 leider sonst so oft passiert.

Beizeiten mehr dazu! Bürger Dirk Remmecke meinte, falls ich einen Spielbericht brächte, dann würde er ein Foto der Runde posten. Also muss ich wohl. ... (Aber mit einem anderen Konzept als bei Hexennacht, denn sonst werde ich wieder nicht fertig.)
« Letzte Änderung: 28.01.2020 | 12:35 von rillenmanni »
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Re: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« Antwort #4 am: 29.01.2020 | 08:36 »
Sehr cool!

Ironische Linksabweichung - tell me more  :headbang:
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Re: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« Antwort #5 am: 29.01.2020 | 12:38 »
Hey! :) (Jeder hat so sein Baby dieses Frühjahr!  ;))

Ja, ich bin immer noch ganz glücklich, dass die Kiste funktioniert hat.

Und jetzt nicht erschrecken: Der Begriff kommt aus dem PESA-Katalog! :) Es geht um die Frage, ob ein Spiel "Abenteuerrollenspiel" sei oder nicht. Linksabweichung meint "Au wei! Stimmungsspiel!", Rechtsabweichung meint "Oh Schreck, maßgeschneiderte Encounter!". Und Ironie droht insbesondere DSA1, weil die Leute heute gern darüber lachen, was für ein Schrott das doch war, wenn man also DSA1 spielt, um es ein stückweit auch auslachen bzw. sich dadurch davon abgrenzen zu können. Die DSA1-Orkenspalter-Runden sind Anschauungsmaterial dazu, die haben mir nie gefallen. Ich bin nun bekanntlich ein ARS-Fan und DSA1-Fan und daher daran interessiert, beides zu würdigen und den Spielern so viel Spaß wie möglich am Tisch zu bescheren, und sei es mit zusätzlich zwei Prisen Humor.
« Letzte Änderung: 29.01.2020 | 12:40 von rillenmanni »
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Re: [DSA1] - Seuche and Bord ... unleashed
« Antwort #6 am: 29.01.2020 | 21:34 »
Danke  :d ich bin da gar nicht erschrocken. PESA ist solange in Ordnung, wie man mir damit nicht klugschwätzer-besserspielerisch aufn Sack geht. It‘s so easy  >;D ist wie mit Religion und Schwänzen oder diesen Veganertrompetern  8]
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