Autor Thema: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread  (Gelesen 458 mal)

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[AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« am: 16.01.2020 | 21:41 »
Hallo zusammen,

wie angekündigt werde ich hier in den nächsten Tagen und evtl. Wochen nach und nach die Hintergründe des Szenarios posten, wann immer ich ein bisschen Zeit habe.
Also solche Dinge wie:
- wie war das Szenario eigentlich gedacht
- wo bin ich von den offiziellen "Setzungen" abgewichen (und warum)
- wo hatten die Entscheidungen der Spieler einen Einfluss auf den weiteren Verlauf, der vom Szenario so vielleicht nicht vorgesehen war
- wo hätte sich etwas anders entwickeln können, wenn ihr euch anders entschieden hättet
- warum haben sich NSCs so verhalten, wie sich verhalten haben

Wenn ihr an irgendeiner Stelle konkrete Fragen habt oder irgendwo mehr Details wollt, einfach nachfragen.

Ganz wichtig: Jeder, der "Allen eine gute Nacht" noch als Spieler erleben will, sollte einen großen Bogen um diesen Thread machen, denn er wird ein einziger großer Spoiler!

Allen anderen: Viel Spaß!
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #1 am: 18.01.2020 | 11:36 »
Zum Thema KRÄUTERWEIB wolltest Du noch was schreiben.
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #2 am: 18.01.2020 | 16:34 »
Ja ich weiß.
Das steht auch ganz oben auf meiner Liste.

Sobald wir durch sind, fange ich aber erstmal mit dem allgemeinen Hintergrund an und arbeite mich dann entweder chronologisch oder anti-chronologisch durch ;)
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #3 am: 19.01.2020 | 21:12 »
So, da ich gerade ein paar Minuten habe, fang ich einfach schonmal mit den unverfänglichen Sachen an.
Sicherheitshalber in Spoiler-Tags, damit die Versuchung nicht allzu groß ist.

Thema 1: Was ist die Ausgangslage?
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #4 am: 20.01.2020 | 07:21 »
So, weiter geht es...

Heute mit dem Tigel und Fürst Novak
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #5 am: 20.01.2020 | 08:54 »
In der Theorie des Szenarios lebt die Stadt (das Dorf) ja in völliger Angst / Paranoia vor den Entführungen der Kinder UND den Morden.

Die Idee der Besatzer, die Kinder erst zu entführen (entführen zu lassen), um dann
als Retter der Kinder auftreten zu können, ist doch schon deshalb hirnrissig, weil die Kinder, wenn sie heimkehren, doch erzählen können / werden, was passiert ist, wo sie gefangen gehalten wurden und wer das getan hat.

Es sollte doch klar sein, dass die Erleichterung dann sofort umschlagen und eine Welle von Entrüstung und Wut doppelt und dreifach auf die Besatzer zurück fallen wird.

In dieser Hinsicht weist das Szenario eine riesige Logik Lücke auf. So etwas darf einem professionellen Szenario (zumal dem im GRW) nicht passieren.

Da ich als Spieler sehr viel Wert auf (Phantastik) Realismus lege, hauen derartige Schnitzer schon sehr arg negativ rein.

Wenn mein Char die Stimmung der Bevölkerung nicht positiv hätte beeinflussen können, hätte 'ich' dort keinen Auftrag angenommen - Wozu die Mühe? - und wäre weiter gezogen. Game Over.
« Letzte Änderung: 20.01.2020 | 10:19 von Der Läuterer »
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #6 am: 20.01.2020 | 14:28 »
Also erstmal vorneweg:
Ich bin ganz bei dir.
Auch mir ist Realismus beim Spielen sehr wichtig, und je älter ich werde (oder je mehr ich spiele, keine Ahnung wo die Kausalität herkommt), umso wichtiger wird es mir.

Die Prämisse des Abenteuers, wie geschrieben, fand ich beim ersten mal lesen interessant. Imperium nimmt Stadt ein, besetzt sie, und um Aufstände zu vermeiden, lassen sie die Kinder entführen, Stadt lebt fortan in Angst.

In dem Moment, wo ich das Abenteuer das erste mal vorbereitet habe, bekam das aber ganz schnell Risse, denn wie du schon sagst: Das ist nicht wirklich logisch. Und egal was man macht, die Risse werden irgendwie immer nur tiefer.


Nehmen wir an, Nilfgaard nimmt Eschenberg ein. Gut, die Eschenberger sind dann sicherlich nicht gut zu sprechen auf ihre Eroberer. Wie hält man sie also ruhig? Angst ist da sicherlich ein probates Mittel (von mehreren).
Das Problem (aus meiner Sicht, aber vielleicht weiß ich da auch einfach zu viel über Psychologie): Eine zielgerichtete Angst vor den Nilfgaardern würde das Problem lösen. Also beispielsweise wenn es ein paar öffentliche Hinrichtungen gäbe, wenn die Kinder - oder sonstwer - als Geiseln genommen werden würden, irgendwie soetwas.
Das würde in meinen Augen alles Sinn ergeben - wäre aber eben nicht "typisch Witcher".

Also lässt man die Entführungen durch einen Troll geschehen und ein paar Morde noch obendrein.

Das Szenario geht davon aus, dass die Bevölkerung komplett verängstigt ist, das stimmt. Hab ich auch versucht ein bisschen rüberzubringen (bis Andras Gesang die Leute auf andere Gedanken brachte, was als Türöffner wirklich gut funktionierte!).
Mein Problem mit dieser Angst:
1. Sie soll diffus sein, sich also nicht gezielt auf Nilfgaard projezieren. Die Überfälle mit riesigen Löchern in den Wänden lenken auch gut davon ab, aber mal ehrlich, das passiert zufällig just ein paar Tage, nachdem Nilfgaard einmarschiert ist?
Damit könnte ich sogar noch leben, wenn nicht
2. die logische Reaktion der Bevölkerung bei Angst um mein Leben und das meiner Kinder eine ganz einfache wäre: Flucht. Das Dorf wäre nach zwei Wochen blanker Panik längst menschenleer.

Die Eschenberger hält eigentlich nichts mehr in ihrem Dorf. Sie stehen unter fremder Herrschaft, ein Teil ihrer Freunde und Nachbarn wurde kürzlich von eben jenen Herrschern getötet, ihre Kinder verschwinden und es geht ein Mörder um... seit zwei Wochen. Die Besatzer sind unfähig etwas dagegen zu tun... Teufel noch eins, die wären längst über alle Berge.

Erst während unserer Runde ist mir aufgefallen, dass die Autoren wahrscheinlich deshalb den Tigel ins Spiel gebracht haben - quasi als Gegenangstquelle, damit sich die Bevölkerung nicht traut sich zu fliehen. Aber das ist mir ehrlich gestanden zu schwach. Und es wirkt für mich ein bisschen so, als hätten die Autoren diesen ersten Riss erkannt, dann aber durch das einführen einer neuen Figur (die ansonsten wirklich quasi keinen Sinn ergibt) ein Pflaster draufgepackt und gehofft, dass es niemand merkt.

Die Änderungen, die ich vorgenommen habe, schwächen das Problem nur ab, da gebe ich dir Recht. Es gibt immernoch einige Stellen, an denen mehr Glück als Verstand herrschen muss, damit der Plan aufgeht - aber ich halte ihn zumindest für logischer als das, was das GRW vorsieht.

Dass die Kinder hätten erzählen können ist nicht, was man mit ein paar Drogen/Halluzinogenen nicht ausmerzen kann. Daher wäre die Kräuterfrau auch nochmal wichtig geworden, hättet ihr euch dazu entschlossen da mehr zu interagieren.

Aber wie gesagt, ich gebe dir Recht: Die Prämisse des Abenteuer as written ist irgendwie nicht konsequent zuende gedacht worden und mein Versuch es zu retten ist eben genau das: Ein Versuch es zu retten ;)
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #7 am: 20.01.2020 | 17:57 »
Die 'entführten Kinder' dürften im Szenario m.M.n. nicht mit Nilfgaard in Verbindung zu bringen sein, damit das alles etwas Sinn macht.

Eine Höhle, vielleicht nur über einen Schacht zu erreichen.
Die Nekker als Bewacher. Und die Kinder müssen 'Steine klopfen'.
Die Nilfgaarder sind zwar die Drahtzieher, bleiben aber absolut im Hintergrund.

Logischerweise müssten die Bewohner mit Kindern längst auf der Flucht sein.
Kinder zu 'verstecken' macht auch kaum Sinn. Irgendwann fallen sie auf oder werden verraten.
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #8 am: 20.01.2020 | 19:09 »
Bei meiner Vorstellung der Grössen von Ortschaften komme ich im RPG regelmässig ins Schwimmen.

Durchschnittlich hatten Dörfer im Mittelalter kaum mehr als 10 - 12 Höfe (Häuser + Scheune) mit vielleicht 60-80 Einwohnern.

Das waren dann alles Bauern. Spezialisten gab es nicht.
Keine Schenke, kein Wirtshaus, kein Rathaus, keine Kirche, kein Geschäft (keine Kräuterfrau, kein Jäger).
Nur ein Dorfplatz und ein Vorsteher, der Schulze.

Ein Leichenbestatter? Wovon lebte der? Die Bauern haben ihre Toten selbst begraben.

So etwas ist mir im Rollenspiel zu unausgegoren.

Wer schreibt solch einen Mist?
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #9 am: 20.01.2020 | 20:56 »
Wer schreibt solch einen Mist?

Profis ;)

Hab gerade leider nicht viel Zeit, morgen dann wahrscheinlich einen Rückblick auf die Eröffnungszene in der Taverne
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #10 am: 20.01.2020 | 21:10 »
Die 'entführten Kinder' dürften im Szenario m.M.n. nicht mit Nilfgaard in Verbindung zu bringen sein, damit das alles etwas Sinn macht.

Eine Höhle, vielleicht nur über einen Schacht zu erreichen.
Die Nekker als Bewacher. Und die Kinder müssen 'Steine klopfen'.
Die Nilfgaarder sind zwar die Drahtzieher, bleiben aber absolut im Hintergrund.

Ja, so erscheint mir das auch. Wobei die Bewohner dann, wie von Euch schon festgestellt, naheliegenderweise trotzdem hätten fliehen müssen. Damit sie das nicht tun, müsste sie ja irgendjemand wissen lassen, dass bspw. den Kinder sonst Leid zugefügt wird.

Generell erschien es mir die ganze Zeit plausibler, dass Sibilla oder jemand anders aus dem Dorf, die Kindern entführen lässt, damit die Nilfgaarder sie nicht bekommen. Aber auch da hätte dann eine Motivation her gemusst, warum der/diejenige dabei über Leichen geht.
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #11 am: 21.01.2020 | 07:28 »
War es denn nicht so, dass die Entführung von dem Fürsten initiiert wurden, der eben kein Nilfgaarder war? Der also seine eigenen Leute durch Angst vor den Besatzern aus Nilfgaard schützen wollte?

Oder hab ich das völlig falsch im Kopf (und damals dann falsch geleitet)?  :think:



Wer schreibt solch einen Mist?
Gute Frage. Das Regelwerk ist schon nicht besonders gut gemacht, aber das Einstiegsabenteuer (was ja auch für Setting- oder Rollenspielneulinge gedacht ist), schlägt dem Fass echt den Boden aus...
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #12 am: 21.01.2020 | 07:58 »
Novak als Einheimischen zu inszenieren wäre tatsächlich eine Variante, in der das ganze irgendwie noch Sinn macht - wenn auch auf sehr verquere weise.

War mir jetzt auch tatsächlich unsicher und hab nochmal nachgesehen. Beim Charakter selbst steht nichts, aber in der Einleitung steht sehr deutlich "der neue Nilfgaarder Fürst von Eschenberg, Olaf Novak"
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #13 am: 21.01.2020 | 08:00 »
Ah okay, dann hab ich das tatsächlich damals falsch gelesen. Danke für den Hinweis!
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #14 am: 21.01.2020 | 08:19 »
Gern.
Fairerweise: deine Lesart ergibt zumindest etwas mehr Sinn 😁
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #15 am: 21.01.2020 | 08:58 »
Gern.
Fairerweise: deine Lesart ergibt zumindest etwas mehr Sinn 😁

Ja, für mich war das immer ein lokaler, aber von den Nilfgaardern eingesetzter Statthalter. Der dann eben seine eigenen Leute schützen wollte mit dieser Entführungslösung.
Merkwürdig, was man so alles reininterpretieren kann  wtf?
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #16 am: 21.01.2020 | 18:36 »
So, ab jetzt ohne Spoiler Tags weiter ;)

Die Eröffnung im Wirtshaus zum Wolfskopf ist tatsächlich der klassische Einstieg, wie ihn das Abenteuer vorsieht. Ich hab nur ein paar Ergänzungen vorgenommen, um Anspielstationen und damit ggfs. die Möglichkeit zu geben, mehr zum Hintergrund zu erfahren.

Der erste (zugegeben sehr versteckte) Hinweis lag in dem Essen, das euch gegeben wurde. Seitdem Nilfgaard die Stadt übernommen hat, ist das Essen rationiert. Ihr und die Soldaten in der Ecke waren die einzigen, die ordentlich Fleisch auf der Platte hatten - ein Zeichen dafür, dass Bertram es wirklich gut mich euch meinte und euch gewogen machen will.
Ist allerdings nur einer meiner Tischrunden aufgefallen ;)
Die Rationierung und strenge Kontrolle aller Warenwege ist tatsächlich etwas, was euch ja später auch noch aufgefallen ist - einerseits, weil Andras fast nichts von dem, was er eigentlich fürs Frühstück haben wollte, ohne weiteres bekommen hat, und andererseits auch bei der Kräuterfrau. Hierzu, wie gesagt, später noch mehr.

Zweite mögliche Anspielstation waren besagte Soldaten, die zwar eigentlich in der Schenke sind, um die Bevölkerung ein wenig im Auge zu behalten, aber schon genug gebechert hatten, um im Zweifel redselig zu sein. Hier hättet ihr ein bisschen was über den Hintergrund erfahren können, über die Abläufe der Besatzung und die beiden "Bösewichte" im Hintergrund. Auch dass die Nilfgaarder Armee eigentlich ein bunt zusammengewürfelter Haufen ist, wäre hier deutlich geworden, da keiner der beiden gebürtiger Nilfgaarder ist.

Die dritte Anspielstation, die Frau mit Kind, habt ihr genutzt, da brauche ich glaube ich nicht weiter drauf einzugehen.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Bertram

a) die Entscheidung euch anzuheuern nicht allein getroffen hat. Wurde ja auch deutlich, weil er zum Treffen mit Luskar nicht allein erschienen ist. Das ist tatsächlich offiziell so vorgesehen, das Abenteuer schweigt sich aber dazu aus, wer diese anderen Leute sind. Ich ging immer davon aus, dass sie alle zusammengelegt hatten, um euch bezahlen zu können - entsprechend war ein Teil der Gruppe dafür, euch anzuheuern, ein Teil hatte bedenken, weil ihr ja eigentlich alle Anderlinge seid.

b) apropos Bezahlung: Hier hättet ihr tatsächlich noch feilschen und etwas mehr rausschlagen können.
Aber es ehrt euch natürlich, dass ihr die Not der Menschen nicht weiter ausgenutzt habt ;)
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #17 am: 22.01.2020 | 11:19 »
Ja, für mich war das immer ein lokaler, aber von den Nilfgaardern eingesetzter Statthalter. Der dann eben seine eigenen Leute schützen wollte mit dieser Entführungslösung.
Ist es nicht traurig, dass der Autor auf solch eine Lösung nicht selbst kommt?
Mehrere Vorschläge zum Hintergrund und dem Vorgehen wären sicher mehr als willkommen.

Obwohl die Lösung immer noch hinkt.
Mal von den Entführungen angesehen, ist die Brutalität (mit den Totgeschlagenen) der Aktionen schon sehr fragwürdig für jemanden, der 'seine' Leute schützen will.
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #18 am: 22.01.2020 | 12:49 »
Du hast das GRW doch auch, oder Läuterer?
Das Einstiegsabenteuer ist wirklich unter aller Sau, da ist BBB schon äußerst souverän mit umgegangen!
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« Antwort #19 am: 22.01.2020 | 14:04 »
Das Einsteiger Szenario hat so seine Haken und Ösen. Ja, leider.

Aber da sieht mans mal wieder. Es steht und fällt alles mit den Spielern.
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« Antwort #20 am: 22.01.2020 | 22:03 »
Das Einstiegsabenteuer ist wirklich unter aller Sau, da ist BBB schon äußerst souverän mit umgegangen!

Danke für das Kompliment, freut mich sehr.

Aber da sieht mans mal wieder. Es steht und fällt alles mit den Spielern.

uuuuuuuund da wurde es wieder relativiert ;)

Nein, stimmt aber, die Gruppe war einfach insgesamt gut und hat viel Spaß gemacht, und da hat aus meiner Sicht jeder zu beigetragen.
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #21 am: 22.01.2020 | 22:43 »
uuuuuuuund da wurde es wieder relativiert
Das war meinerseits gar nicht als Eigenlob oder Einschränkung gedacht.
Interessant.
Ich sehe den SL immer auch als Spieler. Nur mit mehr Hintergrundwissen.
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« Antwort #22 am: 22.01.2020 | 22:45 »
Das jetzt nur zur Klarstellung.
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« Antwort #23 am: 23.01.2020 | 18:40 »
Das war meinerseits gar nicht als Eigenlob oder Einschränkung gedacht.
Interessant.

Lass dich nicht von mir ärgern, ich hab dich schon verstanden ;)

Und ich finde, dass du auch total recht hast. Jedes Rollenspiel lebt letztendlich von der Partizipation aller Beteiligten. Ich hatte schon so viele Runden, wo ein oder zwei Spieler einfach passiv mitgelaufen sind. Da wird es dann schwieriger.

Und das hat hier wirklich sehr gut geklappt!
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Re: [AegN] Was wäre wenn - der Auflösungs-Thread
« Antwort #24 am: 23.01.2020 | 18:48 »
Was ich mir so zwischenzeitlich in den Sinn kam: hat Sibilla eigentlich überlebt? Oder ist sie gehenkt worden so wie Kaska das vermutet hat?
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