Autor Thema: Systeme für zwei Spieler  (Gelesen 852 mal)

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Offline Hellcat

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Systeme für zwei Spieler
« am: 11.02.2020 | 13:49 »
Ich habe unlängst eine Bekannte ins Rollenspiel eingeführt und sie war ziemlich begeistert davon. Jetzt hatte sie mich noch mal angesprochen, dass sie gerne in ihrem Urlaub mit ihrem Freund rollenspielen würde und ob das überhaupt mit zwei Leuten gehen würde. Spontan war meine Antwort, dass die klassische Aufteilung Spielleiter/Spieler bei zwei Leuten nicht so ganz einfach ist.
Ich würde aber gerne noch mal auf das Schwarmwissen zurückgreifen: Hat das schon mal jemande gemacht und würde über seine Erfahrungen berichten? Gibt es Systeme die sich dafür besonders gut eigenen bzw. sowas sogar unterstützen? Wie sieht es sonst mit spielleiterlosen Systemen aus, sind zwei Spieler da eine adäquate Anzahl (da kenne ich persönlich bisher nur Fiasko, das funktioniert zu zweit eher weniger) bzw. falls ja, welche Systeme sind da zu empfehlen?

Offline Coltrane

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #1 am: 11.02.2020 | 13:55 »
Ich habe mal mit meiner Freundin ein One on One mit Private Eye gespielt. Das ging erstaunlicherweise ganz gut und hat uns beiden Spaß gemacht. Aber es gibt spezielle Settings und Systeme dafür, die habe ich aber noch nicht getestet. Vielleicht hilft dir da dieser Linkweiter.

Offline Tsuyoshi Hamato

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #2 am: 11.02.2020 | 13:56 »
Habe ich schon oft gemacht mit DSA oder aber regelleichten/reinen Erzählrollenspielen als SL mit 1-2 Spielern. Es funktioniert, aber als SL ist man ständig gefordert da man mehr Gesprächspartner / Interaktion liefert damit es spannend bleibt. Mit mehr Spielern ist automatisch mehr Dynamik da.

Nach meine Erfahrung müssen die Beteiligten schon überdurchschnittlich motiviert zum Rollenspielen sein damit es mit 2-3 Leuten insgesamt noch Spaß macht. Eine Alternative wäre das gemeinsame Lesen eines Spielebuchs / Solo-Abenteuers. Dann kann man gemeinsam Entscheidungen für den Protagonisten treffen und der zu zweit etwas anstrengendere/forderndere Part des Spielleiters fällt weg.
« Letzte Änderung: 11.02.2020 | 14:01 von Tsuyoshi Hamato »

Offline First Orko

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #3 am: 11.02.2020 | 14:00 »
Nur kurz:  Ich habe das seinerzeit mit TurboFate gemacht was ganz gut funktionierte.
Kommt halt hauptsächlich darauf an, ob du

a) eigene Abenteuer spielst oder fertige Module
b) lieber ein detailierteres System suchst oder auch narrative System in Frage kommen

Zu (a): Fertige Module gehen oft von Gruppen aus, sowohl was Gegnerstärke und -Anzahl angeht als auch Lösungsansätze. Da gibt es dann halt die Szene für Sozialcharaktere, die Pflichtkämpfe usw. Da die meisten Systeme einen gewissen Fokus bei der Charaktererstellung forcieren, ist ein einzelner SC eben auf seine Stärken angewiesen - oder auf NSC-Unterstützung (kann man in gut machen oder in schlecht).
Mit eigenem Abenteuer kannst du komplett auf den SC eingehen und entsprechende Aufhänger designen, offen mit Lösungsansätzen umgehen usw.

Zu (b): Je detailierter, desto Nischenschutz. Selbes Problem wie oben.

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Offline Coltrane

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #4 am: 11.02.2020 | 14:07 »
Ach ja, ganz vergessen: Star Crossed. Auf Deutsch bei System Matters erschienen.

Offline Sequenzer

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #5 am: 11.02.2020 | 14:09 »
Klar kannst auch mit nur einen Spieler aber wozu manche immer besondere "Systeme" dazu brauchen ist mir immer noch rätselhaft...
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Online Toht

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #6 am: 11.02.2020 | 14:18 »
Gibt schon einen ähnlichen Thread dazu mit vielen Vorschlägen.

https://www.tanelorn.net/index.php/topic,112735.msg134802500.html#msg134802500

Offline First Orko

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #7 am: 11.02.2020 | 14:22 »
Achso nochwas: Habe erst kürzlich (über Eck) von einem Pärchen erfahren, die zu zweit mit Dungeon World spielen und das funktionier wohl super!
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Offline CK

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #8 am: 11.02.2020 | 14:30 »
Ich mache scohn immer recht häufig "Soloabenteuer" mit einzelnen Spielern, wenn die SC im Alleingang was erledigen müssen ohne die Hauptgruppe - das geht imho mit jedem "normalen" System im Grunde.

Offline Hellcat

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #9 am: 11.02.2020 | 14:41 »
Das "Problem" ist hier in erster Linie, dass keiner von den beiden so richtig Erfahrung mit Rollenspiel hat. Meine Bekannte hat am Wochenende das erste Mal gespielt, ihr Mann noch nie. Von daher würde ich ihr jetzt nicht dazu raten, gleich mit D&D, DSA oder Ähnlichem einzusteigen. Bei entsprechend Vorerfahrung würde die Empfehlung wohl auch anders aussehen.

Offline Sequenzer

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #10 am: 11.02.2020 | 14:50 »
Umso besser bloß nicht mit DnDerviate oder DSA verderben ;)
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Offline Weltengeist

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #11 am: 11.02.2020 | 15:09 »
Klar kannst auch mit nur einen Spieler aber wozu manche immer besondere "Systeme" dazu brauchen ist mir immer noch rätselhaft...

Weil du mit nur einem Spieler ziemlich wenig Risikoausgleich hast, wenn mal was schiefgeht. Bei einer größeren Gruppe gleichen sich gute und schlechte Würfe normalerweise aus - bei einem einzelnen Spieler (und dem dazu "passenden" System) ist der SC sofort weg vom Fenster. Je stärker dein System beim Würfeln "streut" und je mehr es auf die verschiedenen Kompetenzen innerhalb der Gruppe angewiesen ist (ja, D&D, dich schaue ich an), desto problematischer ist das. Daher gibt es durchaus Systeme, die für Einzelspieler besser geeignet sind als andere.
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Spielleitermotto: Ein Kaufabenteuer ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

Spielt derzeit: Die Türme von London (Savage Worlds)
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Offline First Orko

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #12 am: 11.02.2020 | 15:27 »
Genau das. Als Spieler sollte man die Möglichkeit haben, den Charakter breiter aufzustellen ohne dass er in seinen Kompetenzen zu sehr eingeschränkt ist und nix richtig kann - dann wird das sonst schnell frustrierend. Beispiele für Systeme, wo das grundsätzlich geht, sind:
* Savage Worlds
* Fate
* ...

Alternativ gibt es (meist etwas obskurere) System wie Geh nicht in den Winterwald, Stars Crossed, Breaking the Ice, Don't rest your head, Dread uvm bei denen der sog. "Nischenschutz" (jeder Charakter in der Gruppe hat ein oder mehr Bereiche, in dem er gut ist und kann in entsprechenden Szenen dann glänzen während er woanders eher unterstüzt) eben keine Rolle spielt oder die von vornherein auf kleine Gruppen/zwei Spieler ausgerichtet sind.

Dungeon World (und evt auch andere PbtA-Systeme) haben dagegen den Vorteil der generischen Moves, mit denen jeder Charakter zumindest grundsätzlich abenteuerrelevante Dinge wie  Kämpfen, Nachforschen usw. kann - und Fehlschläge sind (durch XP und SL-Spielzüge) eben tendenziell eine Bereicherung des Spiels.

Rollenspiel 1on1 ist anders, kann aber mindestens genau so viel Spass machen! Was meiner Erfahrung nach sehr gut geht sind Gruselszenarien und eben klassiche Heldenreisen. Durch Einsatz von NSCs kann man die Archetypen der Heldenreise ziemlich gut in den Vordergrund bringen weil eben keine anderen Gruppenmitglieder für Interaktion da sind.
« Letzte Änderung: 11.02.2020 | 15:32 von First Orko »
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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #13 am: 11.02.2020 | 15:42 »
da legt man eben den Fokus nicht sonderlich auf Risikospiel? Da macht man eben einfach mehr Charakterspiel bietet sich bei 1-2 Spielern sowieso an so kannst generell mehr Geschichte bringen. Wenn man unbedingt Dungeon Crawlen will füllt man eben mit NPCs auf  die man zum Teil seinen Spielern aufdrückt. Dann hast auch deine Sterblichkeit. Aber da die sowieso nur mal reinschnuppern wollen ist das System sowieso ziemlich egal. Im normalfall benutzt man es sowieso eher selten ist ja nur das man einen Rahmen hat.

Klar man kann auch die obsukreren Sachen wie Orko beschrieben hat nehmen. Aber die sind dann doch eher Exoten allein schon bei "Geh nicht in den Winterwald" aus der ganz anderen Perspektive.
Meiner Erfahrung nach ist sowieso das Setting Ausschlag gebend das muß die Leute anfixen. System selber ist den Anfänger sowieso bums egal weil wer keine Ahnung hat brauch keine Auswahl, solang man System X nimmt was einen liegt kann man es entsprechend runterfahren an Regeln und das taugt dann auch. Wenn sie dabei bleiben kann man die Komplexität entsprechend anheben. 
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Offline First Orko

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #14 am: 11.02.2020 | 15:48 »
Ja gut, dann kannst aber ehrlicherweise direkt Freiform spielen ;) Wenn hier aber explizit nach gefragt wird, wie man das "klassisch" realisieren kann, dann kann man schonmal die Regeln thematisieren. Man könnte die Frage natürlich auch umformulieren: "Bei welchem System muss ich am wenigsten Regeln ignorieren, damit es funzt?"
Splittermond und DSA sind es nicht  ;D

1 Für "Geschichten erzählen" brauch ich keine Würfel.
2 Will ich welche nutzen, sollte ich sie aber nicht ignorieren müssen, damit es sich gut anfühlt.
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Offline daaavid

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #15 am: 11.02.2020 | 17:10 »
Anbieten würden sich Szenarien, bei denen die Protagonisten eher Einzelgänger sind. Spontan würden mir da der Witcher oder die WoD einfallen.

Offline unicum

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #16 am: 11.02.2020 | 17:31 »
Ich hab mit "klassischen" Systemen öfters schon 1:1 gespielt.

Klappt mal besser und mal schlechter, wobei ich es eher als herrausfordernd an beide Seiten sehe. Ob es ein guter einstieg ist? Ich hab etwas zweifel,...

Mein alternativ-Vorschlag wäre ein Soloabenteuer "gemeinsam" durchzuspielen,...

Offline Gunthar

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #17 am: 11.02.2020 | 21:40 »
Bei D&D 5 sind ein paar Klassen für das 1:1 Spiel besser geeignet als andere. Druide oder Kleriker dürften eher gehen als zB: ein Champion.

Wenn DSA 5 nicht so komplex/kompliziert wäre, wäre es auch ein Kandidat für 1:1.

Offline Talwyn

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #18 am: 12.02.2020 | 12:52 »
Für mich hat seinerzeit Burning Wheel hervorragend im 1on1 funktioniert - tatsächlich besser als mit einer größeren Gruppe. Burning Wheel ist ja zu 95% durch die SC und deren Motivationen und Ziele getrieben, für die Geschichte am Spieltisch ist es von daher ausgesprochen vorteilhaft, wenn die SL sich vollständig auf einen Charakter konzentrieren kann.
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Offline Shihan

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #19 am: 12.02.2020 | 13:00 »
Hier würde ich Ironsworn in den Ring werfen. Solo funktioniert das ganz gut und im 1on1 bestimmt auch.
Ist sogar als ein typisches Szenario im Regelwerk vorgesehen.

Außerdem ist es kostenlos und somit einen Test wert  ;)

Offline Rattazustra

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #20 am: 12.02.2020 | 13:23 »
Benutze die gleichen Regeln, die du benutzen würdest mit mehreren Mitspielern. Das war es auch schon. Wenn irgendwelche Regeln für dich in einer Gruppe funktionieren, dann funktionieren die auch 1 on 1. Funktionieren sie in der Gruppe nicht, dann ist das auch 1 on 1 nicht anders. Spezielle Systeme dazu sind unnötig.

Ich habe bis dato hunderte 1 on 1 Runden gespielt und davon bestimmt 80% ohne irgendwelche Regeln, den Rest mit mehr oder weniger minimalistischen Regeln. Ganz früher habe ich die V1 KULT Regeln für sowas benutzt, weil die sehr simpel sind. Heute bieten sich da auch FATE oder PbtA an. Aber eigentkich funktioniert tatsächlich alles, was für Beteiligten auch in anderer Konstellation angenehm ist.

Offline Luxferre

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #21 am: 14.02.2020 | 06:53 »
Gerade bei einem 1:1 finde ich auch komplexere Systeme mal richtig spielbar. Talwyn hat schon das wundervolle Burning Wheel eingeworfen. Ich möchte sekundieren mit HârnMaster oder auch RoleMaster, jeweils einmal mit Alles und Scharf ;)

Für mich hat auch Midgard 4/5 ganz ausgezeichnet funktioniert. Geleitet habe ich auch eine Zeitlang GEMINI in einer 1:1 Abenteuerserie, da hatten weder der Spieler noch ich irgendwelche Erfahrungen mit und haben uns gemeinsam durch das sehr ansprechende, grob an d20 orientierte, System gekämpft.

Wenn es um erzählerisches Rollenspiel geht und die Regeln dazu bewusst gering gehalten werden sollen, dann würde ich zu einem pbta Spiel raten. Playbook raus und ab-die-Post.
ina killatēšu bašma kabis šumšu

---

Fallen ist wie Fliegen ... mit dem Unterschied, dass man ein verbindliches Ziel hat.

‘Consider the seed of your generation:
You were not born to live like animals
But to pursue virtue and possess knowledge.’

Offline Evil Batwolf

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #22 am: 14.02.2020 | 08:35 »
Vorweg: 1 on 1 ist ne Kunst für sich, bei der Spieler(in) und Spielleitung sehr intensiv im Spiel sind. Es gibt keine Pausen. Dafür kannst Du viel mehr Zeug in eine Session packen. Und es ist deutlich einfacher bei der Terminabsprache  ;). Wenn man das mag, ist es genial.

Ich verwende als DnD-Fan das wunderbare "Scarlet Heroes" von Kevin Crawford (Sine Nomine) => Regeln passen auf 2 DIN A 4-Seiten, das Design ist stimmig und man kann all die legendären D&D-Module zocken, ohne groß konvertieren zu müssen.

https://www.drivethrurpg.com/product/127180/Scarlet-Heroes

Offline Holycleric5

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #23 am: 14.02.2020 | 09:26 »
Ich habe unlängst eine Bekannte ins Rollenspiel eingeführt und sie war ziemlich begeistert davon. Jetzt hatte sie mich noch mal angesprochen, dass sie gerne in ihrem Urlaub mit ihrem Freund rollenspielen würde und ob das überhaupt mit zwei Leuten gehen würde. Spontan war meine Antwort, dass die klassische Aufteilung Spielleiter/Spieler bei zwei Leuten nicht so ganz einfach ist.
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Ich habe schon mehrere Male 1:1 Pen & Paper gespielt. Alle Runden hatten die Gemeinsamkeit, dass ich als SL ebenfalls einen vollwertigen Charakter zur Unterstützung mitgeführt habe:

D&D 3.5 (Spieler: Waldläufer, SL: Kleriker). Es ging um die Befreiung eines Priesters aus einer Ruine, die von Goblins eingenommen wurde.

Splittermond (Spielerin: Klingentänzerin, SL: Zwergenpriester) wir spielten den Anfang des Abenteuers "Unter Fels begraben", danach stieß ein weiterer Spieler hinzu.

Rolemaster (Spielerin: Dieb mit Ausbildungspaket Assassine, SL: Hexenmeisterin) Wir haben in einem eigenen Setting Stadtabenteuer gespielt. Hauptsächlich haben wir Aufträge für die örtliche Diebesgilde ausgeführt.

Rolemaster und Splittermond lassen sich meiner Meinung nach ein wenig besser mit zwei Leuten spielen, da man  im Gegensatz zu D&D weniger stark auf eine bestimmte Rolle festgelegt ist, sondern sich hier und da auch ein paar klassenfremde Fertigkeiten holen kann, ohne sofort den Charakter komplett zu verskillen.

Bei Rolemaster kann jedoch (sofern man nicht mit Schicksalspunkten spielt) jeder Angriff potentiell tödlich sein.
Spielt (als Spieler): Elyrion (Tanelorn)
Leitet (als SL): Splittermond

Bereitet vor (als SL): Rolemaster
Bereitet vor (als Spieler): Rolemaster
153) Wenn man Würfel zu lang schüttelt, dann wird ihnen schlecht und sie würfeln Mist.

Power Gamer 71 %, Tactician 50 %, Storyteller 46%
Method Actor 42 %, Butt-Kicker 42 %, Specialist 38 %
Casual Gamer 33%

Offline Weltengeist

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Re: Systeme für zwei Spieler
« Antwort #24 am: 14.02.2020 | 17:57 »
Bei Rolemaster kann jedoch (sofern man nicht mit Schicksalspunkten spielt) jeder Angriff potentiell tödlich sein.

Das hat allerdings mit dem 1:1-Spielstil nichts zu tun - das gilt auch bei ganz normalem Rolemaster ;).
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

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