Autor Thema: [Trinity Continuum] [Szenario-Brainstorming] Der Alembik des Dr. Faustus  (Gelesen 1350 mal)

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Offline Waldviech

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Ich grübele gerade ein bisschen über den noch sehr groben Grundzügen eines Szenarios für Trinity-Continuum (dessen Grundkonzept von "Gegenwarts-Pulp" zwischen A-Team und Uncharted ich echt reizvoll finde!). Und da ich außer den groben Grundgedanken noch nicht viel habe, wollte ich doch mal schauen, ob beim Brainstorming mit den Tanelornis nicht was cooles bei rauskommt.

Die erste Gedanke ist, dass sich das Ganze irgendwo stilistisch irgendwo an Disneys National-Treasure-Reihe anlehnt, allerdings in Deutschland angesiedelt ist:

Bekanntermaßen hatte Goethes Faust ja eine reale Vorlage - nämlich den mysteriösen Johann Georg Faust.  Um dessen Hinterlassenschaften soll sich das Abenteuer drehen. Die bekannte Vita des Continuum-Faustus deckt sich weitgehend mit der unseres historischen Faustus. Allerdings enthält Trinity ja immer eine Prise (oder einen ganzen Schlag) Phantastik - daher wundert es nicht, dass viele Indizien daraufhin weisen, dass der Continuum-Faust tatsächlich über spezielle Kräfte verfügt haben muss. So lesen sich zum Beispiel die Texte des Trithemius oder des thübinger Professors Joachim Camerarius um einiges phantastischer als in der realen Welt.
Auch im Trinity-Continuum starb Dr. Faustus im Jahre 1541 in Staufen - grässlich entstellt nach einer seltsamen Explosion in seinen Räumlichkeiten des "Hotels zum Löwen". Natürlich glaubte man allenthalben, dass der seltsame Doktor einen Pakt mit dem Teufel gehabt habe und von diesem geholt worden sei. Anders als beim realen Faust kam im Trinity-Continuum allerdings auch das Gerücht auf, der seltsame riesige Alembik, an dem Dr. Faustus gearbeitet habe, sei wundersamerweise wie unversehrt geblieben. Nach dem Unglück sei er dann von Faustens Famulus Christoph Wagner und seinem Diener Kaspar Huber (dem "echten" historischen Vorbild für das Kasperle!) versteckt worden, damit nicht die Kirche oder andere Unbefugte Hand an ihn legen könnten.
Dem Alembik des Dr. Faustus werden allerlei Teufelskräfte nachgesagt, allerdings ist aus den diversen Berichten und Legenden über das Artefakt nicht klar entnehmbar, was der Alembik denn nun tatsächlich konkret kann. Im Laufe der Jahrhunderte haben natürlich Unzählige versucht, den Alembik ausfindig zu machen. Die Kirche unternahm gleich mehrere Anläufe, den Alembik zu finden und zu vernichten. Der englische Adelige Philip Wharton, 1. Duke of Wharton, Gründer des infamen Hellfire Clubs soll geradezu besessen davon gewesen sein, den Alembik in die Finger zu kriegen. Und in den 30er Jahren war es natürlich der unvermeidliche Heinrich Himmler, der Keller im halben deutschen Reich umgraben lies, um den Alembik für das NS-Regime zu sichern.

Nun, in der Gegenwart, ist das Rennen um den Alembik wieder einmal eröffnet, nachdem in einem hamburger Auktionshaus das vermeintlich echte Tagebuch des Christoph Wagner aufgetaucht ist. Die Aeon-Society scheint ebenso am Alembik interessiert zu sein wie die Pharaos Lightkeeper und die Transcendent Alliance.

Was Faustus und der Alembik wirklich waren (auch wenn die SC das in der Continuum-Epoche sehr wahrscheinlich nie völlig rausfinden werden):
Um es gleich direkt zu sagen: Dr. Faust hatte wirklich "Zauberkräfte" und einen Pakt mit unmenschlichen Kräften! Der gute Doktor war nämlich das Ergebnis eines frühen Manipulationsversuches der Menschheit durch die Doyen. Der abtrünnige Außerirdische "Mephistopheles" machte den abgehalfterten Renaissance-Gelehrten Dr. Faustus zu einem Proxy. Der Alembik war nichts anderes, als der Versuch von Faustus und Mephistopheles, mit den Mitteln der frühen Neuzeit eine Art Prometheus-Kammer zu konstruieren. Christoph Wagner war die erste (und einzige überlebende) Versuchsperson. Er wurde im Alembik zum Psion, bezahlte seine neuen Kräfte aber mit einer fiesen Krebserkrankung, die ihn nur wenige Jahre nach seinem Meister qualvoll sterben lies.
Mephistopheles "Teufel" zu nennen, schien wohl nicht ganz unbegründet zu sein. Der Außerirdische muss einige wirklich boshafte Pläne gehabt haben, so dass er sich mit Faustus überwarf. Faustus stellte sich gegen Mephistopheles und begab sich, um wie er glaubte, seine "magischen" Kräfte zu steigern, in den Alembik, damit er dem "Teufel" im Zweikampf ebenbürtig sein könne. Das brachte ihn dann ziemlich spektakulär um. Christoph Wagner und Kaspar Huber nutzten kurz nach Faustens Tod einige vorbereitete Gerätschaften, um den Doyen abzuwehren und versteckten den Alembik.

Nun mal schauen, was man von hier aus aus dem Kram machen könnte. Es sind ja noch einige Fragen offen:

- welche Art von PSI passt eigentlich am Besten zum historischen Faustus?
- Ist der Alembik noch funktionsfähig und könnte man seinen größten Makel, nämlich diejenigen die ihn betreten mit zahlreichen, tödlichen Tumoren zu schlagen, auswetzen?
- Ist Mephistopheles immer noch oder schon wieder aktiv - und wenn ja, in welcher Form?
- Wer ist noch am Alembik interessiert, wo steckt das Teil jetzt und was für Hindernisse könnte man den SC die danach suchen in den Weg legen?
- Und natürlich: Taugt die Idee überhaupt was?
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