Autor Thema: Ein (kopf)steiniger Weg  (Gelesen 448 mal)

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Offline CK

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Ein (kopf)steiniger Weg
« am: 15.03.2021 | 14:12 »
Vor kurzem habe ich mich einige Wochen mit der Umsetzung von Kopfsteinpflasterplatten rumgeschlagen. Das sollte alles unkompliziert und schnell gehen, doch die Suche nach der richtigen Methode hat ironischer Weise alles in die Länge gezogen und am Ende…
Aber lest selbst.

Variante A – Der Gußform-Stempel

Mein erster Plan war ein quadratischer Stempel eines Kopfsteinpflasters, den ich dann einfach dich an dicht in eine Modelliermasse drücke. Fest müsste der sein, am besten gegossen.
Also habe ich mir erstmal aus Hartschaum einen Stempelrohling gebastelt…


…aus dem ich dann eine Silikonform gegossen habe. Da Güsse aus dieser Form aber nur ein Negativ des Stempels ergeben hätten, musste also ein Positiv her. Der Plan war, aus dem Negativ eine weitere Silikonform zu machen, mit der ich mir dann ein solides Stempel-Positiv meines ursprünglichen Hartschaum-Rohlings giessen könnte.


Meine einzige Sorge war, dass ich das Silikon für das Positiv nicht mehr aus der Negativform bekomme. Also habe ich gegoogelt, Mitbastler befragt und am Ende schließlich mit viiiiiel Trennmittel Silikon in die Form gegossen.

Tja…
Heraus kam ein solider, zusammen geschmolzener Silikonklumpen – Negativ und Positiv waren untrennbar miteinander verbunden.
Mission failed.


Variante B – Der Gitter-Stempel

Ich blieb noch bei dem Stempelgedanken, allerdings ohne die Stempelherstellung noch in Erwägung zu ziehen.
Stattdessen habe ich nach einem passenden Stempel Ausschau gehalten – und wurde irgendwann in Form eines Metallgitters fündig.

Dieses wurde dann in zuvor ausgerollte Modelliermasse gepresst und machte tatsächlich, was es sollte.


Doch das Ergebnis gefiel mir nicht – viel zu sauber, zu industriell. Für Steampunk – oder Weltkriegsszenarios würde das gut passen, aber ich wollte kaputte, mittelalterliche Strassen, doch dafür sahen die Gitterabdrücke viel zu gleichmässig aus.


Mission failed again.


Variante C – Doin‘ it OldSchool + Maxigußform

Also gut, dann halt Stein für Stein es mal versuchen und schauen, ob ich damit nicht auch eine Gußform hinbekomme.
Der Heißdrahtschneder wurde angeschmissen, fleissig Flachquadrate zurecht geschnitten und auf eine MDF-Platte geleimt-


Das ging schneller, als es aussieht, war aber einfach nur nervig.


Schließlich wurde alles noch mit Spachtelmasse bestrichen,..


…Sand in die Schlaglöcher gegeben….


…und eine Silikonform gemacht. 1 ganzer Liter war für die 30x30cm Platte nötig – holla die Waldfee!


Dann war ich erstmal zufrieden und habe mir fleissig mit Stewaling Abdrücke gegossen.

Am Ende würde ich 9+ Platten haben, auf die ich dann Häuser mit eigenen Bürgersteigplatten stellen könnte, die so ganz von allein die Strassen entstehen lassen würden – so zumindest der Plan.

Doch als ich alle Plattengüsse fertig hatte und den ersten auf eine MDF-Platte leimte, machte es plötzlich KNACK! – und ich hatte zwei Hälften.
Minimalste Unebenheiten an der Unterseite hatte beim sanften Aufdrücken auf das Holz die gegossene Platte einfach gesprengt.

Also bloß vorsichtig mit der zweiten PlaKNACK!
Noch eine im Arsch.

Platte drei wurde dann sauberst abgeschliffen und vorsicKNACK!

Platte 4 KNACK!

Und KNACK!

Und KNACK! KNACK! KNACK! KNACK!

Ich hätte kotzen können.
Trotz aller Vorsicht und Nachbehandlung waren alle 9 Stewalinplatten im Eimer und auch passgenau aneinander gelegt sah man die Bruchstellen immer noch.

Ein anderes Gußmaterial musste her.
Also wurde gegoogelt und gefragt.

Am Ende hatte ich als praktischste und günstigste Variante ein Resin-Gießharz gefunden – kam aber bei 9 Platten (die je 1 Liter Gußmaterial brauchen) auf knapp 200 €uro.
Nachdem ich schon Massen an Silikon und Stewalin in dem Projekt verheizt hatte, war es das – ich hatte keinen Bock mehr, noch mehr Kohle zu verballern, da hätte ich auch einfach zu einer Mousepad-GamingMat greifen können, auch wenn die optisch natürlich nicht mit plastischen Platten mithalten können.

Mission failed – once again!


Variante D – Doin‘ it just OldSchool

Was soll ich sagen.
Am Ende habe ich mir jede Platte individuell mit Hartschaum beklebt. Extrem nervig, aber inzwischen hatte ich mich einfach festgebissen und wollte ein Ergebnis, also wurde das schonungslos durchgezogen.


Auch hier habe ich wieder alles mit Spachtelmasse verputzt, um die Lücken zwischen den Steinen „echter“ wirken zu lassen.


Für die Bemalung wurde zunächst alles grau grundiert, danach die Bordsteine hellgrau angemalt und einzelne Pflastersteine bunt angemalt.


Anschließend wurde schwarzes (Bordsteine) und braunes (Kopfsteinpflasterbereiche) Wash aufgetragen – würde ich das nicht selber herstellen, wäre das nochmal ordentlich ins Geld gegangen, da ich insgesamt etwa knapp einen halben Liter für alle Platten verbraucht habe.


Abschließend wurde alles in 3 Tönen Ttrockengebürstet und mit ordentlich ModPodge versiegelt.


Und schließlich war ich zufrieden 🙂







Tja, hat alles länger gedauert und war aufwendiger, als ursprünglich gedacht, doch das Ergebnis war es mMn wert.

Deutlich mehr Bilder zu dieser Geschichte gibt es noch hier zu betrachten.

Offline Uthoroc

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Re: Ein (kopf)steiniger Weg
« Antwort #1 am: 15.03.2021 | 14:18 »
Die Bilder funktionieren leider nicht.:(
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Offline CK

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Re: Ein (kopf)steiniger Weg
« Antwort #2 am: 15.03.2021 | 14:22 »
Die Bilder funktionieren leider nicht.:(

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Offline Uthoroc

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Re: Ein (kopf)steiniger Weg
« Antwort #3 am: 15.03.2021 | 14:23 »
Ich kann sie sehen, wenn ich die Bilder in einem separaten Tab aufmache. Mann, was für eine Arbeit, aber hat sich echt gelohnt!
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Offline Samael

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Re: Ein (kopf)steiniger Weg
« Antwort #4 am: 15.03.2021 | 20:43 »
Großartig.
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Offline General Kong

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Re: Ein (kopf)steiniger Weg
« Antwort #5 am: 15.03.2021 | 21:13 »
Unter dem Pflaster liegt der Strand!  :d
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