Autor Thema: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen  (Gelesen 638 mal)

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Offline Settembrini

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ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« am: 24.05.2021 | 19:38 »
Vlt, für Euch interessant:

https://pesa-nexus.de/2021/05/24/episode-21-schmiede-des-zorns/

Wir sprechen über Spielertypisierungen vom Anbeginn des Hobbies bis zur Forge. Neben den einzelnen Traditionslinien Folklore, Robin’s Laws of Good Game Mastering, RuneQuest-Spezitum und Post-WoD-Forge bis hin zur Storygaming-Diaspora. Auch die berühmt-berüchtigten „Swine-Wars“-Forenkriege streifen wir und problematisieren das Bedürfnis für Kategorisierung an sich. Mit kirilow, hasran und Settembrini.
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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #1 am: 24.05.2021 | 23:35 »
Ziemlich coole Folge.
In der Ludologie wird dieser Konflikt zwischen dem was man von der Spielwelt erwartet und dem was die Regelnmechanismen dann erzeugen ludonarrative Dissonanz bezeichnet. Ich denke der Begriff ist da sehr intuitiv.
Ron's Definition von Story kenne ich aus dem Buch "How to write a damn good novel" von James N. Frey aus den 80-er. Nur dass die "moralische" Frage als These formuliert wird. Ich denke Ron hatte sicherlich das Buch gelesen.
Ungefähr um die Zeit der Forge gab es in der Ludologie einen ideologischen Streit Ludology vs. Narrativology von dem ich noch folgendes Zitat kenne:
If I throw a ball at you, I don't expect you to drop it and wait until it starts telling stories.
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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #2 am: 25.05.2021 | 09:18 »
ludonarrative Dissonanz
Danke für den Begriff!
1w6 – Ein-Würfel-System — konkret und direkt, einfach saubere Regeln.
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Offline Settembrini

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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #3 am: 25.05.2021 | 16:02 »
Ziemlich coole Folge.
In der Ludologie wird dieser Konflikt zwischen dem was man von der Spielwelt erwartet und dem was die Regelnmechanismen dann erzeugen ludonarrative Dissonanz bezeichnet. Ich denke der Begriff ist da sehr intuitiv.
Ron's Definition von Story kenne ich aus dem Buch "How to write a damn good novel" von James N. Frey aus den 80-er. Nur dass die "moralische" Frage als These formuliert wird. Ich denke Ron hatte sicherlich das Buch gelesen.
Ungefähr um die Zeit der Forge gab es in der Ludologie einen ideologischen Streit Ludology vs. Narrativology von dem ich noch folgendes Zitat kenne:
If I throw a ball at you, I don't expect you to drop it and wait until it starts telling stories.

I already snuck Premise past you: it's that "problematic issue" I mentioned. I've taken the term from The Art of Dramatic Writing by Lajos Egri.

Sagt Ron.

Das mag sein, daß man, wenn man "dramatic writing" betreiben will, das eine gute Hilfe sein mag, sich so eine "Premise" zu überlegen. Ne gutes gedankliches Modell von dem was Story ist und was Story im RPG sein kann ist es nicht. Es ist halt Ron-Style-Thematisches Rollenspiel. Das kann ja auch ein Wert an sich sein.

ADD: Auf das nahezu absolute Fehlen der Rezeption und Andockung der Forge an Ludologie im Speziellen ODER Geisteswissenschaften ODER Psychologie gehen wir einigermaßen aus Absicht nicht ein. Wenn wir mal darüber reden, dann am Besten aus sich selbst heraus und ohne dauernde Forge-Rückblicke.
« Letzte Änderung: 25.05.2021 | 16:06 von Settembrini »
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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #4 am: 25.05.2021 | 16:49 »
ADD: Auf das nahezu absolute Fehlen der Rezeption und Andockung der Forge an Ludologie im Speziellen ODER Geisteswissenschaften ODER Psychologie gehen wir einigermaßen aus Absicht nicht ein. Wenn wir mal darüber reden, dann am Besten aus sich selbst heraus und ohne dauernde Forge-Rückblicke.
Kann ich verstehen. Habt Ihr ja auch schon so meines Wissens erwähnt. Ich wollte auch weniger zeigen, dass Ron irgendein Experte in dem Thema wäre oder davon inspiriert wurde. Ich fand nur die Parallelität der beiden Konflikte interessant. Natürlich sehe ich da nur eine Korellation und keine Kausalität.

EDIT: Zur Verdeutlichung: Ich persönlich halte überhaupt nichts von GNS. Für mich schwurbelt Ron viel zu sehr mit luftigen Ansätzen herum, die er selber im Detail nicht so wirklich versteht.
« Letzte Änderung: 25.05.2021 | 16:51 von 6 »
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Offline tartex

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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #5 am: 25.05.2021 | 18:08 »
EDIT: Zur Verdeutlichung: Ich persönlich halte überhaupt nichts von GNS. Für mich schwurbelt Ron viel zu sehr mit luftigen Ansätzen herum, die er selber im Detail nicht so wirklich versteht.

Irgendwo muss die Dialektik ja beginnen. Da schnalzt man dann hoffentlich eine bessere Antithese hin und schwurblt sich dann in die geilsten Elfenbeintürme.
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Offline Maarzan

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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #6 am: 25.05.2021 | 18:12 »


EDIT: Zur Verdeutlichung: Ich persönlich halte überhaupt nichts von GNS. Für mich schwurbelt Ron viel zu sehr mit luftigen Ansätzen herum, die er selber im Detail nicht so wirklich versteht.

Vor allem war es ja auch noch schlecht weil wegen bestehender Vorgängerdefinitionen und damit unter akuter (und anhaltender) Missverständnisgefahr von GDS übernommen.
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Offline Bilwiss

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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #7 am: 25.05.2021 | 19:00 »
Zitat
In der Ludologie wird dieser Konflikt zwischen dem was man von der Spielwelt erwartet und dem was die Regelnmechanismen dann erzeugen ludonarrative Dissonanz bezeichnet. Ich denke der Begriff ist da sehr intuitiv.

Ernsthaft? Ich finde das ist ein schreckliches Kunstwort. Allein deswegen schon weil nur wenige mit dem Fremdwort Ludo etwas anfangen können.

Online ArneBab

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Re: ZBR-Folge zu Spielertypisierungen
« Antwort #8 am: 25.05.2021 | 21:30 »
Allein deswegen schon weil nur wenige mit dem Fremdwort Ludo etwas anfangen können.
Es kommt halt darauf an, für wen du schreibst.
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