Autor Thema: Rhylthar schreibt...  (Gelesen 49185 mal)

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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #250 am: 19.01.2020 | 12:45 »
Na toll, da sich meine Gruppe gerade in Waterdeep rumtreibt, werden da wohl  mal wieder 6€ Stadtmaut fällig. Irgendwie ist deine Review Kolumne schlechter Einfluss auf solche Opfer des Kapitalismus wie mich.  :(

Übrigens, kannst du zufällig auch was hierzu schreiben: Durnan's Guide to Tavernkeeping? Wenn nicht, ist auch nicht schlimm, werde es wahrscheinlich eh kaufen. PDFs haben ja +5 auf Heimlichkeit.  >;D
« Letzte Änderung: 19.01.2020 | 12:57 von Coltrane »

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #251 am: 19.01.2020 | 12:55 »
Dann schreibe ich besser nichts zu Unseen Waterdeep, das zwar eigentlich für Waterdeep: Dragon Heist gedacht ist, aber auch durchaus so genutzt werden kann. Sonst ist es ja direkt ein 10er.  >;D
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"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #252 am: 19.01.2020 | 12:58 »
Hau raus, kommt nicht drauf an.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #253 am: 19.01.2020 | 13:03 »
Zu "Durnan´s Guide to Tavernkeeping" kann ich (noch) nichts sagen, da ich es mir bisher nicht näher angeschaut habe. Ich habe ja "Remarkable Inns & their drinks" für sowas...

The Unseen bringt halt noch eine weitere Verbrecherorganisation und damit eine 5. Möglichkeit, Dragon Heist zu absolvieren, ins Spiel. Ich finde die Unseen halt recht interessant und man kann halt einige Informationen abseits von Dragon heist herausziehen (inkl. Unterschlupf mit Karte).
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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #254 am: 19.01.2020 | 13:23 »
Ok, bin überzeugt. Ich brauche das. Zwingend.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #255 am: 23.01.2020 | 11:40 »
Night of the Walking Dead



Zombies sind ja eigentlich so gar nicht meins. Ich habe zahlreiche Zombie-Filme gesehen und wenn ich manche auch gut fand, dann weniger wegen sondern trotz der Zombies. Deswegen ist dieses Abenteuer damals auch quasi nur zur Komplettierung meiner Sammlung hier gelandet, ohne die Absicht, mich näher damit zu beschäftigen. Aber ich hatte dann irgendwann mal die Chance, dieses Abenteuer am Tisch zu erleben und es lief sehr gut, so dass ich mich dann später auch mal gründlich eingelesen habe. Kluge Entscheidung, möchte ich behaupten.

Bevor ich mehr schreibe, kurzer Eindruck für alle, die keine Spoiler wollen: Fragt euren SL, ob er nicht Lust hätte, es eventuell zu leiten, wenn ihr Zombies "mögt". Werft ein wenig Geld zusammen, das pdf ist für unter 5,00 € auf der DMsGuild zu haben. Der SL muss es dann nur hier und da ein wenig anpassen (auf die passende Edition und an 1 - 2 weiteren Stellen) und schon kann es losgehen. Vorkenntnisse von Ravenloft werden nicht benötigt!

Mein Eindruck (mit Spoilern):
"Night of the Walking Dead" (ab jetzt: NotWD) ist ein AD&D 2nd-Abenteuer für die Stufen 1 - 3, wobei ich, je nach Edition, es wohl am besten für 4 SC der Stufe 2 geeignet halte. Auf höheren Stufen würde ich es nicht spielen wollen (Gründe kommen später). Das pdf ist für momentan $4.99 auf der DMsGuild zu erhalten und umfasst 34 Seiten.

Worum geht es?
Es ist die tragische Geschichte dreier Brüder, zum einen die Zwillinge Marcel und Jean Tarascon und zum anderen ihr jüngerer Bruder Luc. Während Jean sich um die familieneigene Plantage kümmerte, war Marcel davon besessen, eine geheimnisvolle Schrift zu finden, die ein Vorfahre versteckt hatte. Er glaubte, dass sie den Schlüssel des ewigen Lebens enthalten könnte. Eines Tages fand er dann, im Beisein seines Bruders Luc tatsächlich diese Schriftrolle, wurde aber von Zombies angegriffen. Marcel starb, Luc wurde aufgrund des Gesehenen verrückt und fiel in einen katatonischen Zusatnd (sein Gehirn will sich nicht an das Geschehen erinnern), so dass er nur noch aus der Schriftrolle zitiert. Jean fand die beiden, doch er konnte Marcel nicht retten, der aber als Zombielord auferstand, was wiederum Jean als Zwilling so verzweifeln liess, dass er zu einem gefährlichen Psychopathen mutierte und seinen nun versteckten Bruder Marcel regelmäßig mit Körpern versorgt, damit er weitere Zombies erschaffen kann. Luc, gefangen in seinem Wahnsinn, bekommt von all dem nichts wirklich mit.

Klingt furchtbar hochtrabend und klischeehaft? Mag sein, ist aber vieles völlig egal für das Abenteuer. Wichtig sind nur 3 Dinge: 1 Zombielord, 1 psychopathischer Mörder und eine Person, die kryptische Rätsel von sich gibt. Reicht doch vollkommen!  >;D

Spaß beiseite:
Das Abenteuer lässt sich grob in 3 Teile aufgliedern: Der Sumpf, der Ort, der Dungeon.

Der Sumpf ist der Ort, in den sich die SC verirren. Dabei ist es vollkommen egal, ob man dies nun in Ravenloft verankert (macht es vielleicht ein wenig einfacher) oder in jedem x-beliebigen größeren Sumpf in der Spielwelt. Wichtig sind nur 2 Encounter: Einmal mit Luc, der dort in einem schwimmenden Haus sein Dasein fristet und vom Dorfschamanen/Dorfpriester mit Lebensmitteln versorgt wird, und einmal mit Vistani, die erste Hinweise/Rätsel auf das bevorstehende Geschehen liefern (und sie können durch jeden fahrenden Wahrsager ersetzt werden).

Das Dorf Marais d´Tarascon (es liegt in der Ravenloft-Domäne Souragne, die sehr karibisch angehaucht ist, deshalb die französischen Namen), das die SC nach ein paar Tagen im Sumpf alleine oder mit Hilfe erreichen werden, macht gerade schwere Zeiten durch. Leute, die eigentlich kerngesund, sterben urplötzlich, nur um nach wenigen Minuten wieder als Zombie aufzustehen. Die einführende Szene im Dorf passend dazu mag ich persönlich sehr gerne: Eine Beerdigung mit einem Sarg, der von Ketten verschlossen gehalten wird...und plötzlichen Scharren von Fingernägeln und Klopfen aus dem Inneren. Großartig!

Das Abenteuer im Dorf ist in erster Linie investigativer Natur, was hier in diesem Stufenbereich auch wunderbar klappt (deswegen mein Einwand oben zu höheren Stufen). Bewohner müssen befragt werden, Informationen eingeholt, Zusammenhänge herausgefunden werden, usw. Trotzdem bleibt die Zeit nicht stehen, denn Jean Tarascon geht weiter seinem "Hobby" nach (Leute umbringen) und auch Marcel verirrt sich ab und an in die Stadt, um seine Zombiearmee (so sein Plan) weiter zu vergrößern. Es kommt also auch zu sogenannten "time-based events", die ich für stimmig halte, aber bei denen man als SL auch ein wenig aufpassen muss, weil sie ab und an an einer "alten Krankheit" leiden, die ich so auch in anderen Ravenloft schon gesehen habe: Das vorprogrammierte Scheitern der SC, z. B. bei einer Verfolgungsjagd. Hier muss man ein wenig basteln oder es eben offen laufen lassen.

Abgeschlossen wird dieser Teil mit einem Angriff seitens Jean auf die SC bzw. seinen Bruder Luc (er ist den SC ins Dorf gefolgt), der wohl mit seinem Ableben enden wird (oder dem der SC). Allerdings ist damit NotWD noch nicht am Ende, denn der sich schon das ganze Abenteuer (mehrere Tage) anbahnende Sturm bricht los. Und genau jetzt schickt Marcel seine Zombiearmee los, das Dorf anzugreifen. Die SC müssen nun, wenn sie ihn vorher nicht entdeckt haben, den Unterschlupf Marcels finden (ein kleiner Dungeon), um dem Zombielord ein Ende zu setzen und Marais d´Tarascon vor dem Untergang zu bewahren.

Für Ravenloft-Kenner: In diesem Abenteuer passiert eines der 6 Zeichen, die im Endeffekt die "Great Conjunction" einleiten. Also auch als Einstieg in eine längere Kampagne mit dieser Thematik geeignet. Anton Misroi (Darklord) tritt nicht auf.

Mein Fazit:
Night of the Walking Dead ist ein schönes Einstiegsabenteuer, egal, ob für Ravenloft oder eine normale Kampagne. Es hat hier und da kleinere Schwächen, die man mMn leicht ausfeilen kann, und evtl. ist ein wenig Konvertierungsarbeit nötig. Für unter 5,00 € defintiv:  :)
« Letzte Änderung: 23.01.2020 | 12:02 von Rhylthar »
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #256 am: 23.01.2020 | 12:41 »
Hört sich gut an ich glaube das lege ich mir mal zu

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #257 am: 23.01.2020 | 13:05 »
Kannst ja mal schreiben, ob es Dir zugesagt hat. :)
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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #258 am: 23.01.2020 | 16:05 »
Hast du eigentlich mal über ne Karriere im Marketingbereich nachgedacht?
Könnte ich mir super vorstellen, denn ich werde immer wieder gerne Opfer deiner Empfehlungen. Und Klick. 321 Meins.

BTW: was ich mir noch wünschen würde in den Rezensionen, ist eine ungefähre Einschätzung der Spieldauer.
« Letzte Änderung: 23.01.2020 | 16:07 von Coltrane »

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #259 am: 23.01.2020 | 18:10 »
Hast du eigentlich mal über ne Karriere im Marketingbereich nachgedacht?
Könnte ich mir super vorstellen, denn ich werde immer wieder gerne Opfer deiner Empfehlungen. Und Klick. 321 Meins.

BTW: was ich mir noch wünschen würde in den Rezensionen, ist eine ungefähre Einschätzung der Spieldauer.
Hehe, ich bin der einzige bei uns, der den Themenbereich "Marketing" liebt und gerne unterrichtet.  ~;D

Einschätzung der Zeit ist immer ganz schwer. Zu viele Variablen, gerade bei größeren Abenteuern. Hier würde ich aber von maximal 2 Sitzungen à 4 Stunden ausgehen, wenn konzentriert gespielt wird.

Edit:
Ich habe es auch einfach, was das Empfehlen angeht. Ich suche ja bewusst Sachen raus, an denen auch andere Spaß haben könnten. Früher, als ich noch "Auftragsrezensionen" geschrieben habe, war das deutlich was anderes.
« Letzte Änderung: 23.01.2020 | 18:15 von Rhylthar »
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #260 am: 23.01.2020 | 18:19 »
Danke. Und ja, ist mir klar, dass die Zeit schwer abzuschätzen ist, aber mir wäre zum Beispiel mit einer groben Kategorisierung ala kurz, mittel, lang oder sehr lang geholfen. Wobei kurz in einer Sitzung zu packen wäre und sehr lang auch mal 15+ Sizungen dauern könnte, dass eine Sitzung unterschiedlich lang sein kann ist mir bewusst. Wäre halt schön, wenn man mal was von einer bestimmten Länge sucht.
Aber muss auch nicht sein, ich lese deine Rezensionen immer gerne.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #261 am: 23.01.2020 | 18:45 »
Kein Thema, ich versuche es mal mit reinzupacken, wenn ich glaube, es ca. einschätzen zu können. :)
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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #262 am: 23.01.2020 | 19:24 »
Besten Dank.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #263 am: 25.01.2020 | 15:36 »
Monsters of Feyland



Vorweg wieder mal etwas Anekdotisches. Kann man lesen, muss man nicht. ;)

Ich habe eine große Vorliebe für Feen, Feewesen und ähnliches. Es ist ein wenig schwierig, zu sagen, wann dies begann (Mochte ich früher schon Tinkerbell? Oder waren es doch die Elfen im Herrn der Ringe?), ich weiss aber sicher, dass es sich sehr verstärkt hat nach dem Lesen des Tír na nÓg-Quellenbuches für Shadowrun, der Greyhawk-Romanreihe um Escalla und weiteren Publikationen. Mittlerweile habe ich auch nicht wenige Artbooks zu dem Thema hier. Was finde ich so faszinierend? Seelie und Unseelie. Dieses "Ander-/Außerweltliche". Feen sind nicht einfach kleine Humanoide mit Flügeln, niedlich und süß. Ganz im Gegenteil, Menschen (andere Humanoide) sind für viele nichts anderes als (im besten Fall) Diener oder Haustiere, im schlechtesten Fall Sklaven oder Spielzeuge. Robert J. Schwalb hat es mit einem Satz zu den Elfen in "Shadows of the Demon Lord" recht gut auf den Punkt gebracht (frei aus dem Gedächtnis): "Elfen nehmen sich, was ihnen gefällt. Eine schöne Blume, die Augen einer Magd, weil ihnen die Farbe zusagt..."

Nein, Feenwesen sind nicht "nett" und ihre Welt ist nicht "unsere". Und nichts ist dort unbedingt so, wie es den Anschein hat und der Tod kommt schneller, als man denkt.

Mein Eindruck:
Kurze Faktenlage: 112 Seiten pdf, ca. 14,50 € auf DrivethruRPG, Vollfarbe, insgesamt 100 Monster für D&D 5E von Cawood Publishing.

Fangen wir mal mit dem Artwork an. Das Cover lässt ja schon einiges erahnen, ich habe mal noch ein Bild dazugepackt, dass mir gut gefällt:

Aber Rhylthar, warst Du nicht derjenige, der sich die Augen auskratzen wollte bei DCC-Covern und findest das jetzt gut?"- Toll, wie das Gehirn so den subjektiven Geschmack prägen kann, nicht wahr?  ~;D
Im Ernst, ich habe keine Ahnung, warum es mir so auffallend gut gefällt, aber der Stil spricht mich sehr an und passt mMn auch sehr gut zu dem Buch.

Wie gesagt, es sind 100 Monster in diesem Buch enthalten bzw. genauer: 92 "Creatures" und 8 "Beasts". Von den Challenge Ratings ist von den niedrigsten Stufe bis zu den höchsten alles dabei, so dass jeder SL fündig werden kann (dazu später noch eine Anmerkung).
Vorweg wird noch kurz die Hierarchie der beiden Seelie-Höfe aufgezeigt inklusive der Seitenzahlen für die entsprechenden Kreaturen, was ich durchaus praktisch finde.

Wie beschreibt man jetzt ein Monsterbuch? Zuerst vielleicht noch damit, dass eben nicht nur Fey-Wesen enthalten sind (sie machen aber den Großteil aus), sondern auch Riesen, Gobliniode, Untote, Pflanzen, etc. Das Prinzip hinter dem Buch ist ganz einfach: 1 Seite, 1 Monster. Dargestellt mit dem typischen Stat-Block, einem Bild und einigen schönen Anmerkungen, die in meinen Augen sehr hilfreich und sinnvoll sind, gerade auch für das narrative Spiel. Die Auswahl der Monster ist für mich fast perfekt: "Weird", ohne zu übertreiben, mit vielen schönen Fähigkeiten und Hintergründen und in vielerlei Hinsicht so, wie ich das Feywildland vorstellen könnte.

Aber mal "Butter bei die Fische"; exemplarisch 3 Wesen, die mir sehr gut gefallen haben:

a) Doubt Trout
Ja, das ist ein forellenartiges Feenwesen, das auch noch schön leuchtet. Aber nicht nur wegen des Namens stelle ich das hier vor, sondern auch aufgrund seiner Fähigkeiten. Wenn man sich einer Doubt Trout (oder auch einen ganzem Schwarm) nähert, bedeutet das regeltechnisch, dass man Disadvantage auf alle Rettungswürfe hat. Schafft man einen WIS-Save nicht, fängt man auch an, seine Entscheidungen zu hinterfragen, ob das hier alles noch Sinn macht. Klingt gut für einen Teich im Seelie Court, oder?

b) The Hatter
Das ist ein recht umgänglicher Zeitgenosse, der eigentlich gerne mit anderen Feen feiert und auch Neuankömmlinge schnell dazuholt. Nur verärgern sollte man ihn nicht...denn er greift mit Hüten an, die bei einem Treffer auf dem Kopf des Verteidigers landen. Das wird ihn nicht töten, aber sehr effektiv ausser Gefecht setzen (Ohnmacht, Charmed, etc....je nach Hut, er hat 4 verschiedene für jede Jahreszeit).

c) Sandman
Weder das Sandmännchen noch der Comic-Held sind hiermit gemeint...der Sandman ist böse und kann u. a. als Entführer angeheuert werden. Nachts kaum zu sehen, streut er arglosen Opfern Sand in die Augen und wenn sie wieder erwachen, ist er mit seiner Beute wieder verschwunden.

Natürlich sind nicht alle Wesen so "abgefahren", es sind auch "normale" Feenwesen wie Centaurs, Feenbogenschützen u. ä. aufgeführt. Aber viele haben eben diesen "weird touch", den ich persönlich aber auch hier nicht anders haben wollte. Ein Kritikpunkt muss allerdings angebracht werden: Die CR sind teilweise...nicht gut gewählt, insbesondere für die höherstufigen Gegner/Wesen. Wenn weder Queen Titania noch King Oberron "Legendary Actions" haben und auch sonst nicht übermäßig stark daherkommen, ist ein CR von 18+ nicht passend. Klar, aus dem Seitentext wird deutlich, dass man sie wohl nie alleine treffen würde, aber das kann ja "regeltechnisch" nicht die Begründung sein. Also da sollten Spielleiter ein wenig aufpassen, wenn sie solche Gegner wählen und evtl. doch ein wenig selbst Hand anlegen. Das CR bleibt nach wie vor eine "Pi*Daumen"-Sache.

Unterschlagen möchte ich nicht, dass zwischendurch immer wieder mal nette kleine Kästen auf den Seiten noch ein wenig Informationen zum Feyland/Feywild, meistens zur Fauna mit ein paar Früchten/Pilzen, deren Verzehr...nun ja, nicht immer den gewünschten/erwarteten Effekt haben. Fügt sich wunderbar ein.

Mein Fazit:
Monsters of Feyland ist nicht ganz günstig und (regel-)technisch gesehen an manchen Stellen nicht ganz zutreffend (imho). Trotzdem überlege ich, am Crowdfunding für das Nachfolgebuch "Monsters of the City" teilzunehmen und mir auch noch dabei "Monsters of the Underworld" zu leisten. Die Vorschau für beide Bücher sieht sehr vielversprechend aus. Insgesamt hier also leichte Abzüge in der B-Note:  :) :d
« Letzte Änderung: 25.01.2020 | 18:04 von Rhylthar »
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #264 am: 25.01.2020 | 21:12 »
Den Preis finde ich sogar ok, wobei ich den Verzicht auf legendäre Aktionen für hochstufige 5e-Monster schon für einen gravierenden Schnitzer halte. Leider spricht mich das Ding visuell eher wenig an. Aber trotzdem danke für's Besprechen!
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #265 am: 25.01.2020 | 21:47 »
Das Artwork ist...Geschmackssache!

Ich kann ja selbst nicht sagen, warum es mir gefällt. ;)
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #266 am: 19.12.2020 | 10:16 »
Shore of Dreams



Da fragt einen der Eskapodcast eines Nachmittags im Discord nach einem "kurzen" D&D 5E-Abenteuer. Und man macht sich auf die Suche nach dem Link zu "Banquet of the Damned" und kriegt auf der DMsGuild dann dieses Abenteuer vorgeschlagen...und schon hat man mich am Haken.

Warum jetzt genau?

Wenn man mir für $2.95 ein 22-seitiges Abenteuer von u. a. JVC Parry anbietet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es totale Grütze ist, eher gering. Ich habe vom selbigen Autor schon die Kampagne Call from the Deep gekauft, mein teuerstes PDF in all den Jahren. Die Kampagne werde ich (hoffentlich) nächstes Jahr online leiten.

Artwork und Layout sind qualitativ hochwertig und müssen sich nicht hinter den offiziellen Publikationen verstecken, im Gegenteil. Das Cover zeigt eine der Protagonistinnen, einen weiblichen Triton. Falls da weiterer Diskussionsbedarf besteht, ob dies nun ein angemessenes Bild für eine Triton sei, ob es sich doch um eine Genasi handeln könne oder ob es doch ein Star Wars-Crossover mit einer Chiss ist....macht nen eigenen Thread auf. ;)

Mein Eindruck (mit Spoilern):
Das Abenteuer umfasst 22 Seiten, wobei dies nicht ganz richtig ist. Ich weiss nicht genau, was man bekommt, wenn man "nur" das PDF nimmt (jaja, der doofe Rhylthar hat direkt das Bundle genommen), aber ich habe noch Handouts, separate Karten und Formen für Paper-Minis dabei. Gerade die ersten beiden Dinge sind in Zeiten, in denen Online-Runden sehr gefragt sind, natürlich Gold wert. Einmal bei z. B. Owlbear Rodeo hochgeladen und schon gehts los.

Worum geht es in dem Abenteuer?
Nun, es ist ausgelegt auf eine Gruppe von Stufe 5 bis 7 Abenteurern und soll ca. 3 - 6 Stunden Spielzeit bringen. Es kann sowohl als Stand-Alone gespielt werden als auch in die Kampagnen "Princes of Elemental Evil" oder "Tomb of Annihilation" integriert werden.

Die Story ist eigentlich sehr einfach gestrickt:
Auf einer einsamen Insel in der Nähe Lantans liegt ein Gasthaus mit dem Namen des Abenteuers inmitten eines Dorfes. Die Protagonistin/Antagonistin Pisca (die weibliche Triton) hat die Macht im Dorf an sich gerissen und lockt auch immer wieder Abenteurer an. Warum? Nun, sie ist auf der Suche nach einem verschollenen Artefakt, das sich im Inneren eines Tempels befinden soll. Damit die Ausgrabungen möglichst schnell von statten gehen, müssen viele der unterjochten Inselbewohner ran bzw. versklavte Abenteurer. Natürlich soll dieses Schicksal auch die Gruppe ereilen...

Klingt platt, oder?
Für mich gleichen das aber die kleinen Details wieder aus. Z. B. dass die Insel von Auswanderern aus Kara-Tur besiedelt wurde und das Abenteuer einen eher asiatischen Anstrich bekommt. Dass ein Großteil der Insel weiterhin als Sandbox zur Erkundung offen steht. Dass ein weiterer Subplot enthalten ist (Bewohnerin möchte selbst ihren Geliebten befreien, wird aber hintergangen). Dass bei den "time-based"-Ereignissen auf Ergebnisoffenheit wert gelegt wird und an (fast?) alle Möglichkeiten des Ausgangs gedacht wurde. Dass der abschließende Dungeon (Tempel) noch weitergeht, wenn ich das als SL will...und weiterbauen will.

Alles so Kleinigkeiten, inkl. für mich logischem Handeln von NSC (Wachen sind "Exhausted", weil übermüdet, etc.), sinnvollem Aufbau des Dungeons inkl. einem angemessenen Schwierigkeitsgrad...ich wiederhole mich gerne: $2.95.

Mein Fazit:
Sollte man meiner Meinung nach haben. Nicht, weil es das beste Abenteuer seit geschnitten Brot ist, sondern weil es unglaublich günstig ist für das, was es liefert bzw. was man daraus machen kann. Klare Kaufempfehlung.  :d

Nachtrag:
Dass man in der großen Vorschau auf DMsGuild das komplette Abenteuer angucken kann, ist natürlich super, aber schon fast Overkill. ;)
« Letzte Änderung: 19.12.2020 | 11:36 von Rhylthar »
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Offline Gotham Rundschau

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #267 am: 6.01.2021 | 11:28 »
muss natürlich auch Speren abonnieren

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #268 am: 6.01.2021 | 11:31 »
muss natürlich auch Speren abonnieren
Oh, jemand der alten Garde(?). :)
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #269 am: 6.01.2021 | 12:07 »
Oh, jemand der alten Garde(?). :)

aus'm Gate

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #270 am: 6.01.2021 | 12:09 »
aus'm Gate
Das ist klar, nur der Nickname sagt mir nichts. ;)
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #271 am: 6.01.2021 | 12:46 »
Sollte per PM geklärt sein ;-)

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #272 am: 7.02.2021 | 17:14 »
Von Uexkülls Grauen



Bevor ich einige Dinge zu diesem Abenteuer schreiben werde, zwei Dinge vorweg:

1.   Ich habe dieses Exemplar vom Autor umsonst bekommen; dies hat aber keinerlei Einfluss auf meinen Eindruck/meine Bewertung.
2.   Gin Tonic mit Hokkaidokürbis!…einfach merken, ich komme drauf zurück

Mein Eindruck (mit Spoilern):
„Von Uexkülls Grauen“ ist ein 26seitiges Abenteuer von Tobias Deißler („Pyromancer“)(oder, wie ich es eher nennen würde: Szenario) für das Regelwerk FHTAGN der deutschen Lovecraft Gesellschaft e. V., könnte aber meiner Meinung nach auf fast jedes Regelwerk adaptiert werden, da es mit sehr wenigen Regeln auskommt.

Neben dem Szenario (jaaa, ich werde noch erklären, warum ich es so nenne!) werden noch insgesamt 8 liebevoll ausgearbeitete Spielercharaktere mitgeliefert, die man für einen schnellen Einstieg verwenden kann.

Das Artwork besteht meist aus passenden schwarz-weiss Bildern und Karten der Schauplätze. Mein innerer Monk störte sich ein wenig an einer Karte eines Anwesens, aber auch nur, weil sie im Gegensatz der anderen Gebäudepläne mit Farben hantierte. Also vernachlässigbar.

Preislich liegen wir bei 4,90 € für das pdf und 9,90 € für das Softcover bzw. das Softcover/pdf-Bundle. Also vollkommen im Rahmen.

Worum geht es in dem Abenteuer/Szenario?
Ich löse erstmal das „Szenario-Rätsel“. „Szenario“ deshalb, weil es im Gegensatz zu dem, was ich sonst „Abenteuer“ nenne, sehr offen ist und es dem Spielleiter (und den Spielern) überlässt, wohin die Reise eigentlich hingeht. Es werden also nur Eckpunkte gesetzt, der Rest entwickelt sich entweder spontan am Tisch oder der Spielleiter hat sich vorher überlegt, wie was passieren könnte. Anhaltspunkte als Spielhilfe für den Spielleiter bietet „Von Uexkülls Grauen“ da durchaus.

Also: It´s not a bug, it´s a feature. Sollte man nur vorher wissen.

Nun mal zur Handlung. Die Spielercharaktere werden im Winter 1901 auf das Anwesen derer von Uexkülls eingeladen, das sich in Lettland befindet. Ein wenig abgelegen, winterliche Atmosphäre…und der Gastgeber will sein neuestes Experiment vorführen, das sich mit Funkwellen und der damit verbundenen Kontaktaufnahme beschäftigt…

Das klingt doch schon mal nach „Cthulhu“. In der Tat gibt es drei Handlungsstränge, die es dort zu entdecken gilt, wenn der Spielleiter dies möchte.

1.   Ein tragischer Unfall hat einen Angestellten während der Experimente das Leben gekostet. War es ein Unfall? Die aufgebrachte Bevölkerung sieht dies eventuell anders.
2.   Beschworene Geister. Ein Klassiker. Die Kinder haben beim Spielen ein Ritual durchgeführt, die Konsequenzen könnten fürchterlich sein.

Bis hier alles sehr klassisch und dann kommt…

3.   Greys!…ja, ganz genau, kleine graue Wesen aus dem Weltall, die aus fliegenden Untertassen steigen und Experimente an Menschen und Tieren durchführen. Jene Greys, die man vielleicht aus Akte X, Dark Matter oder sonstigen Mystery/Horror-RPG/Serien/Filmen kennt, die mehr in der modernen Zeit spielen. Großartig!

Wie diese drei (oder wenn man möchte, kann man natürlich auch eine Gruppe weglassen) Gruppen miteinander bzw. mit den Spielercharakteren agieren, ist ganz der Gruppe überlassen. Wie schon angedeutet, gibt es Hilfen von Seiten des Autors z. B. in Form einer Timeline, und natürlich helfen die exzellent ausgearbeiteten Örtlichkeiten und Nicht-Spielercharaktere ungemein, hier eine lebendige Geschichte am Tisch zu erspielen. In dieser Hinsicht wird es einem Spielleiter wirklich einfach gemacht, da das vorhandene Material kaum Fragen offen lässt.

Mein Fazit:
"Von Uexkülls Grauen“ ist jener besagte Gin Tonic mit Hokkaidokürbis. Man mische bekannte klassische Elemente, die auf jeden Fall passen werden und gebe dem Ganzen hinterher noch eine ganz eigene Note. Das sind hier für mich die „Greys“, die ich in Cthulhu-Abenteuern für die Ären (1890er/1920er) noch nie gesehen habe.

Für "Von Uexkülls Grauen" sollte man berücksichtigen, dass man als Spielleiter eventuell selber noch einiges an Überlegungen hineinstecken muss, wenn man vor der Spielsitzung gewisse Abläufe mehr planen will. Oder man lässt es auf sich zukommen, nimmt das vorhandene Material und improvisiert.

Was auch immer man tut…mit „Von Uexkülls Grauen“ macht man auf jeden Fall nichts falsch. Wer also ein gut ausgearbeitetes Szenario/offenes Abenteuer sucht, ist hier an der richtigen Stelle.
 :) :d
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.