Autor Thema: Dark and Deep [Cthulhu]  (Gelesen 98 mal)

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Offline Yozora

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Dark and Deep [Cthulhu]
« am: 23.09.2022 | 09:22 »
Achtung: Dieses Szenario ist eigentlich ein One-Shot, wir haben es aber als Teil einer Kampagne benutzt, bei der die SC übernatürliche Vorfälle für eine Organisation ermitteln. Die Szenarien für diese Kampagne sind ebenfalls allesamt One-Shots ohne inhaltlichen Zusammenhang, daher werde ich sie wie normale One-Shots einzeln posten. Für diejenigen, die die gesamte Geschichte verfolgen möchten, werde ich aber den jeweils vorangegangenen Teil verlinken und diesen Hinweis hinzufügen.

Teil 2: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,123713.0.html
Teil 1: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,123704.0.html

Originalbericht: http://inyo.home.blog/2022/02/06/dark-and-deep-teil-1-cthulhu-sia-kampagne-teil-3/


Die SIA

SIA steht für Sandings Investigative Agency, benannt nach ihrem Gründer, Danforth Sandings. Der reiche Investor hat eine riesige Faszination für das Unerklärliche und sucht daher regelmäßig nach Personen mit ähnlichen Interessen, die für ihn die Feldarbeit übernehmen. Getarnt als gewöhnliche Privatermittlungsfirma befasst sich die SIA hauptsächlich mit unnatürlichen Phänomenen, mysteriösen Vermisstenfällen oder esoterischen Morden. Regelmäßig durchsuchen Sandings und andere Unterstützer die Medien auf der Suche nach interessanten Artikeln und Ereignissen, welche in ihr Spezialgebiet fallen könnten. Wird etwas gefunden, entsendet die SIA Ermittler, um der Sache auf die Spur zu gehen.


Charaktere


Samantha „Maine“: Eine junge Sportstudentin, deren Großvater in seltsame Ereignisse um Innsmouth und die Erweckung Nyarlathoteps verstrickt war. Sie will wissen, ob er verrückt war oder in seinen Geschichten doch ein Funken Wahrheit steckt.

Clark „Vermont“: Extrem unattraktiver Bibliothekar an einer Universität. Betreibt Bitcoin-Handel und ist im Darknet auf etliche, merkwürdige Vorfälle gestoßen, die man sich nicht mit normaler Logik erklären kann. Darüber will er mehr wissen.

Kyle „Miami“: Gutaussehender Business-Student. Mehr oder weniger erfolgreich auf Youtube mit seinem „Haunted House“ Geisterjäger-Kanal. Hat angeblich schon ein paar paranormale Erfahrungen gemacht, aber noch nie etwas Greifbares gesehen.



Die Geschichte

Das Video


An einem Freitag, den 13. im April sitzen drei Mitglieder der SIA in einem Mietwagen auf dem Weg nach Rustig Cove, einer Kleinstadt in Georgia. Sie sind die einzigen, die sich freiwillig zu dieser Mission bereiterklärt haben und sie sind sich des Risikos bewusst. Sie haben Taser, Messer und eine Pistole dabei, für den Fall, dass es hart auf hart kommt. Der Grund für diese Maßnahmen: Ein Video, welches die SIA vor wenigen Tagen erhalten hat.

Es zeigt einen dunklen Strand, eine junge, leicht bekleidete Frau rennt panisch vor etwas weg. Dann wird sie von etwas angegriffen, man sieht es zunächst kaum und die Attacke geht so schnell, dass man nur die Folgen sieht. Die Frau liegt am Boden, klaffende Wunden am Rücken und ein Auge baumelt am Sehnerv aus seiner Höhle heraus. Kurz sieht man nur diese Schreckensszene, dann wird ihr lebloser Körper weggezerrt und die Kamera zeigt den Angreifer in voller Pracht: Ein ekelhaftes Wesen, welches amphibischer Natur zu sein scheint, fischartig, aber doch humanoid. Es zieht den Kadaver ins Meer. Die Kamera bleibt kurz auf den Wellen, dann schwenkt sie auf einen Leuchtturm in der Nähe und anschließend hinauf in den Sternhimmel. Dann endet der Film mit dem Namen des Produktionsstudios: Abyssal End Productions.

Die Aufregung ist groß. Niemand weiß so recht, ob das Video echt sein könnte, Vermont zumindest findet keine Spuren von Schnitten oder anderen Edits. Die Frage, um was für eine Kreatur es sich handeln könnte, ist dagegen schnell eine Antwort gefunden: Die Beschreibung eines Deep Ones passt am ehesten auf das Wesen. Maine horcht auf: Ihr Großvater hat in seinem Tagebuch davon geschrieben, er hat zu seiner Zeit Vorgänge in Innsmouth untersucht, wo sich diese Wesen eingenistet haben sollen. Dieses Video könnte den Beweis erbringen, dass er nicht verrückt war! Die letzte große Frage, die sich stellt: Warum ignoriert der Deep One den Kameramann bzw. lässt sich so bereitwillig filmen? Wurde es mit einem Zauber manipuliert? Oder handelt es aufgrund einer eigenen Agenda?

Rustig Cove

Die Stadt für sich wirkt heruntergekommen und fast schon langweilig. Früher soll sie mal von der Fischerei gelebt haben, jetzt scheint es hier nicht einmal mehr eine Sehenswürdigkeit zu geben, die Touristen anziehen könnte. Dafür treibt eine Bikergang ihr Unwesen, die Bastard Sons. Die sieht man auch schon am Eingang der Stadt herumfahren. Auf dem Weg zu einem Hotel entdecken die Ermittler außerdem eine unheimlich hässliche, alte Frau mit Glubschaugen, die sie intensiv beobachtet.

Im Hotel selbst plant die Gruppe weiter. Vermont durchforstet Internet und Dark Web und findet dort weitere Hinweise auf das Video. Es scheint immer wieder in Ausschnitten in verschiedenen Foren gepostet und kurz darauf wieder gelöscht zu werden. Die Nachricht „More coming soon“ ist an einige noch existierende Ausschnitte angehängt. Das Ganze wirkt fast wie eine Werbekampagne und erinnert an Blairwitch Project.

Außerdem drückt die Besitzerin des Hotels ihren Gästen Flyer in die Hand: Seit etwa 4 Wochen wird eine Frau namens Samantha Holloway vermisst, welche der Frau im Video sehr ähnlich sieht. Aber nach einem Monat sind die Chancen, sie noch zu finden, ziemlich gering.

Die Gruppe geht ein wenig am Strand spazieren, wo es jedoch keine Auffälligkeiten gibt. Der Leuchtturm, den man am Ende des Videos sieht, ist abgesperrt, nachdem dort vor einigen Jahren ein Teenager bei einer Mutprobe ums Leben gekommen ist. Vielleicht sollte man sich diesen Ort einmal bei Nacht anschauen. Bevor man jedoch zur Polizei gehen will, um sich über den Stand der Ermittlungen zu informieren, gehen die Ermittler in einem nahen Café essen. Von einem Stammkunden und der Bedienung erfahren sie, dass Samantha hier gearbeitet hat, auch am Tag ihres Verschwindens. Neugierig fragt Miami auch nach der hässlichen Frau, woraufhin die Bedienung ein wenig eingeschüchtert reagiert, dann aber meint, man solle sich besser von der fernhalten, sie sei verrückt. Ihr Name sei Glenda und ihr übles Temperament stadtbekannt. Kurz darauf hört man jedoch, wie sie leise mit eben jener Glenda telefoniert und sagt: „Die Fremden interessieren sich für dich.“

Polizei und Sport

Als nächstes begibt sich die Gruppe zur Polizei und trifft Officer Wieringer, der hauptsächlich mit dem Fall Samantha vertraut ist. Von ihm erfährt man, dass sie vor 28 Tagen nach der Arbeit verschwand. Um 22 Uhr endete ihre Schicht, sie wirkte wie immer. Aus Geldnöten heraus lebte Samantha noch bei ihrer Mutter, welche sie auch informiert hatte, dass sie nach Hause käme. Die beiden hatten ein sehr enges Verhältnis. Außerdem hatte Samantha einen Freund namens Doug, welcher in einem lokalen Angelshop arbeitet.

Die Gruppe dankt für die Informationen. Da sie sich derzeit noch als Touristen ausgeben, fragt Maine nach Möglichkeiten zum Trainieren und wird auf eine heruntergekommene Sporthalle verwiesen. Man geht dorthin und versucht, beim Betreiber noch ein wenig mehr über Glenda herauszufinden. Widerwillig zeigt dieser ihnen ein Amulett mit einem seltsamen Symbol. Vermont und Miami erkennen es sofort als das Zeichen des Ordens von Dagon und Miami fragt flapsig, ob „die Jungs hier nen Club haben“. Daraufhin werden sie rausgeworfen.

Es scheint, man könnte es hier tatsächlich mit Tiefen Wesen zu tun haben, wenn es stimmt, dass der Orden sich hier niedergelassen hat. Die Situation könnte also bedrohlicher sein als gedacht.

Die Lage spitzt sich zu


Als die Ermittler zum Hotel zurückkehren, müssen sie feststellen, dass ihre Reifen zerstochen wurden. In einem nahen Gebüsch entdeckt Vermont jemanden und sprintet hinterher, ist jedoch nicht schnell genug. Miami dagegen hält die Person – einen der Biker – beinahe ein, stolpert dann jedoch und die Zielperson braust davon. Möglicherweise war der Mann jedoch Zeuge, also folgt man ihm zum Strand, wo man ihn jedoch aus den Augen verliert. Dafür findet man ein paar andere Biker, die leider keine verlässliche Auskunft geben.

Stattdessen entdeckt man ein paar Spinner, die als Freddie Krüger und Jason verkleidet herumlaufen und Leute erschrecken oder so tun, als wollten sie diese erstechen. Man ignoriert sie und Miami beschließt, Glenda zu konfrontieren, welche sich gerade ebenfalls am Strand befindet. Als er ihr nahekommt, wird er von einem üblen Gestank beinahe überwältigt. Ihre Haut ist pustelig und wirkt feucht, ihr Körper unter ihrer Kleidung scheint unförmig, und es hat den Eindruck, sie sei deutlich stärker und klüger, als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Er bekommt kaum Informationen aus ihr heraus und als er fragt, ob er ihr ein Video zeigen darf, warnt sie nur: „Das Meer sieht alles.“ Sie warnt ihn, dass die Gruppe schnell verschwinden und sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen sollte.

Als die Gruppe wieder unter sich ist, rufen sie sofort Sekretär Berkley an und teilen ihm ihre Vermutungen mit. Er soll keine weiteren Investigatoren auf diese Mission schicken und sie sind bereit, jederzeit abzubrechen und zu fliehen. Solange es aber noch keinen Grund gibt, werden sie noch weiterermitteln, doch man ist in höchster Alarmbereitschaft.

Bevor die Ermittler abreisen, wollen sie jedoch noch einmal mit der Mutter und dem Freund der Vermissten sprechen. Dazu checken sie aus dem Hotel aus – wo sie nun bemerken, dass die Dame am Empfang ein Amulett unter der Kleidung verborgen trägt. Dann holen sie ihr Auto ab, das seltsamerweise von zwei Bikern repariert wird, welche sich sehr merkwürdig verhalten. Der Besitzer der Werkstatt wirkt nervös, behauptet jedoch, die beiden würden wirklich hier arbeiten.

Nachdem man wieder im Auto sitzt, ruft man jedoch die Polizei, damit diese die Biker daran hindern, den armen Mann im Hinterzimmer zu verprügeln oder dergleichen. Dann fährt man zu Samanthas Mutter, die äußerst erfreut ist, dass sich jemand ohne Bezahlung um den Fall kümmern will. Kurz nach Samanthas Verschwinden seien schon mal zwei Ermittler vorbeigekommen, doch die wollten 400 Dollar, was sie sich nicht leisten konnte. generell ist die Familie arm und Sam hatte früher Drogenprobleme, was schließlich die Familie stark belastet hat. In ihrem Zimmer findet die Gruppe eine handschriftliche Liste mit Ausgaben und Einnahmen, darauf auch eine Einzahlung von 400 Dollar von A.E.P. – Abyssal End Productions?

Als nächstes fährt man zum Freund der Verschwundenen. Doch auf dem Weg dorthin zieht sich langsam der Himmel zu, ein Sturm scheint sich anzubahnen. Und dann kommen ihnen ein paar Biker entgegen, von denen einer eine schwere Eisenkette schwingt. Sie wirken angriffslustig und Miami wird am Steuer etwas nervös. Dann entdeckt er auch noch die gelben Augen eines Tiefen Wesens, die ihn intensiv anstarren. Mit einem Schrei kommt er von der Straße ab.

Fortsetzung folgt...

Fazit

Nachdem in den ersten Ermittlungen bisher keine übernatürlichen Phänomene aufgetreten sind, scheint es nun, dass man es dieses Mal mit einer echten Bedrohung zu tun hat: Zaubermächtige, Tiefe Wesen, deren Kult von Dagon womöglich weiter verbreitet ist, als man annehmen mag. Auch wenn es im Bericht nicht ganz herauskommen mag, haben unsere Charaktere ziemlich Paranoia geschoben und wollten wirklich abbrechen, ohne viel mehr herausgefunden zu haben. So viele Mysterien sind noch offen, aber nachdem die Gruppe sich bei den Ermittlungen etwas ungeschickt angestellt und sehr schnell die Aufmerksamkeit eines möglichen Hybridwesens auf sich gezogen hat, scheint Rückzug noch die beste Option zu sein.

Das Szenario findet sich wie die beiden zuvor in „Occams Razor“.
Besucht mich doch mal auf meinem Rollenspiel-Blog https://inyo.home.blog/

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Re: Dark and Deep [Cthulhu]
« Antwort #1 am: 24.09.2022 | 07:30 »
Teil 2 Originalbericht: http://inyo.home.blog/2022/02/20/dark-and-deep-teil-2-cthulhu-sia-kampagne-teil-4/


Charaktere

Samantha „Maine“: Eine junge Sportstudentin, deren Großvater in seltsame Ereignisse um Innsmouth und die Erweckung Nyarlathoteps verstrickt war. Sie will wissen, ob er verrückt war oder in seinen Geschichten doch ein Funken Wahrheit steckt.

Kyle „Miami“: Gutaussehender Business-Student. Mehr oder weniger erfolgreich auf Youtube mit seinem „Haunted House“ Geisterjäger-Kanal. Hat angeblich schon ein paar paranormale Erfahrungen gemacht, aber noch nie etwas Greifbares gesehen.

Randall „Cleveland“: Ein Polizist, der eine morbide Vorliebe für okkulte Fälle hat: Ritualmorde, kultische Entführung, Serienmörder, … Er ist zudem ziemlich altmodisch, Internet und solche Sachen sind nichts für ihn.


Ein neuer Ermittler

Völlig erschrocken von den beiden potentiellen Gefahren, versucht Miami noch, auszuweichen, reißt dabei jedoch das Steuer herum und fährt gegen eine niedrige Steinmauer. Die Biker fahren höhnend an ihnen vorbei und das Tiefe Wesen scheint sich zurückgezogen zu haben. Das hier war eine Drohung, keine Frage. Der Aufprall hat die drei Ermittler ordentlich durchgeschüttelt und Vermont scheint eine Gehirnerschütterung zu haben.

Einer der Anwohner ruft schnell einen Krankenwagen und während man auf diesen wartet, erhält Maine einen Anruf von einem anderen SIA Mitglied. Der Mann stellt sich als Cleveland vor und erklärt, er sei gerade gelandet und auf dem Weg in die Stadt. Maine ist ein wenig schockiert, hatten sie doch kürzlich noch darum gebeten, dass niemand anders hergeschickt wird. Leider war im Flugzeug kein Empfang, sodass Cleveland das Memo nicht bekommen hat. Nun gut, man trifft sich vor dem Krankenhaus, in dem Vermont nun erst einmal behandelt wird. Die anderen beiden sind mit leichten Kratzern und dem Schrecken davongekommen. Bei der Polizei geben sie an, die Biker hätten sie von der Straße abgedrängt, eine Geschichte, die ihnen nur zu gerne geglaubt wird.

Dann treffen sich Maine und Miami mit Cleveland in dessen Wagen und berichten ihm vom aktuellen Stand der Ermittlungen. Der Polizist ist erst einmal skeptisch gegenüber der Aussage, man habe es hier mit einem Tiefen Wesen zu tun und da die beiden auch keine Beweise dafür haben, tut er es erstmal ab. Glenda wird schon nur eine hässliche, alte Frau sein, nicht mehr. Das Video über den Mord am Strand dagegen findet er äußerst faszinierend, was die anderen beiden ziemlich verstört.

Doug West

Als nächstes fährt man zu Doug West, dem Freund der verschwundenen Samantha. Er ist zunächst ebenso erstaunt wie Samanthas Mutter, dass gleich drei Ermittler kostenlose Nachforschungen anstellen. Viel Neues kann er jedoch nicht berichten, außer, dass seine Freundin früher heftige Drogenprobleme hatte und sie sich in einer Entzugsklinik kennengelernt haben, wo er als Hausmeister gearbeitet hat. Ihr Hauptdealer war ein gewisser Walt oder eben einer seiner Mittelsmänner, die man häufig am Strand finden kann.

Dann berichtet er auch noch von dem Filmdreh, der vor drei Monaten stattgefunden hat. Die Gruppe wird hellhörig. Anscheinend haben ein paar stadtbekannte Filmnerds Samantha spontan eine Rolle in ihrem Kurzfilm angeboten. 200 Dollar oder sogar 400, wenn sie ihre Brüste zeigt. Da die junge Frau damit kein Problem hatte, sind es dann die 400 geworden. Doug war sogar beim Dreh dabei. Er lobt die Requisiten und die hervorragenden Effekte wie beispielsweise das heraushängende Auge. Für die Ermittler bricht in diesem Gespräch fast eine Welt zusammen: Das Video ist also wirklich nur ein Fake und Samantha war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Warum ist sie aber dann verschwunden? Ist sie möglicherweise doch rückfällig geworden?

Ab zum Kino

Die Ermittler fahren ins Einkaufszentrum, wo sich ein Computerladen befindet, in dem Lucas und Logan arbeiten – die Brüder, die zusammen mit Freundin Jenny Abyssal End Productions bilden. Leider ist derzeit niemand von ihnen da, da sie heute ihre „Freitag der 13.“ Nacht feiern. Man fährt also zum Kino, wo heute ein großes Special läuft und hofft, die beiden dort anzutreffen.

Es dauert noch eine Weile, bis der Film beginnen würde. Während sie noch im Foyer warten, schaut Glenda von draußen herein und tippt sich auf den Arm, als würde sie auf eine Uhr zeigen. Dann schlendert sie weiter. Kurz darauf tritt ein Mann, der als Jason verkleidet ist, herein. Er spricht nicht und baut sich bedrohend nacheinander vor den Ermittlern auf. Als Maine ihn berührt, um ihm die Maske abzuziehen, wird sein leerer Blick wieder klar und er kann sich nicht an die letzten Minuten erinnern. Maine und Miami sind sich sicher, dass Glenda ihn mit einem Zauber belegt hat, um ihnen Angst zu machen und sie zu verjagen. Cleveland glaubt eher an Drogen und Alkohol.

Da sie doch noch etwas Zeit haben, gehen sie noch einmal an den Strand und treffen dort einen heruntergekommenen, alkoholisierten Drogendealer, von dem sie Walts Adresse erfahren.

Walt


Cleveland lässt erst einmal Maine und Miami vorgehen, als sie beim Haus des Drogendealers ankommen. Ihnen öffnet jedoch jemand anders, ein muskelbepackter Kerl, der zunächst nachfragt, was die beiden von Walt wollen. Sie erklären, sie würden ihn gerne zu Samantha befragen. Er geht kurz wieder rein, spricht mit jemandem und erklärt dann, dass Walt nicht zuhause sei.

Danach zeigt Cleveland, wie man es richtig macht: Er ruft an und tut so, als wäre er süchtig und bräuchte dringend Stoff. So bekommt er einen Termin. Die beiden Jungspunde lädt er solange beim Kino ab, wo sich mittlerweile einige Biker versammelt haben. Von Lucas und Logan ist jedoch nichts zu sehen. So sitzen sie die Filme ab und ärgern sich über die johlenden und mit Popcorn werfenden Rowdies.

Cleveland kommt zur vereinbarten Zeit wieder bei Walt an und wird eingelassen. Der Dealer sitzt vor dem Fernseher und zockt GTA. Er wirkt abwesend, doch der Ermittler lockt ihn schnell aus der Reserve: Er behauptet, der Dealer am Strand würde herumerzählen, dass Walt mit Samantha abhängen würde. Dann hakt er nach, wo die Frau ist. Walt will zunächst nicht damit herausrücken, bis Cleve ihm entlocken kann, dass sie rückfällig geworden sei. Vor 5 Wochen war sie da. In diesem Moment rastet Cleveland aus: „Ich bin hergekommen, weil ich dachte, dass hier ein Serienmörder Frauen abschlachtet und jetzt erzählst du mir, das Mädel ist an ner Überdosis krepiert? Okay, wo hast du ihre Leiche versteckt?“ Walts Bodyguard ist erstaunt und hakt ebenfalls nach, ob das stimmt. Zunächst versucht der Dealer, die Schuld von sich zu weisen, doch der Druck der beiden Männer macht ihm zu schaffen und schließlich gesteht er, ja, sie habe sich zu sehr abgeschossen und sei unglücklich gestürzt. Er habe die Leiche im Hafen nahe des Leuchtturms versenkt.

Das Nachspiel


Kurz darauf geht ein anonymer Anruf bei der Polizei ein: Ein Taucher habe in der Nähe des Leuchtturms etwas gefunden, was wie eine menschliche Leiche aussehe. Gleich am nächsten Morgen ist der gesamte Strand abgesperrt und Schaulustige tummeln sich dort. Es gibt haufenweise Gerüchte und niemand weiß, was wirklich los ist.

Während Cleveland darauf wartet, dass die Leiche geborgen wird, machen sich Maine und Miami auf den Weg zum Computerladen, um mehr über Abyssal End Productions herauszufinden. Tatsächlich sind die beiden Brüder dort und freuen sich riesig darüber, dass „Fans“ sie ausfindig gemacht haben. Jenny ist ebenfalls da und präsentiert stolz ein paar der Requisiten, die sie für den nächsten Film nutzen wollen, unter anderem einen gewaltigen Alien-Phallus mit jeder Menge Glibber dran. Die beiden Jungs sind anscheinend große Lovecraft-Fans und finden dessen Monster sehr interessant. An Dinge wie den Orden von Dagon glauben sie jedoch nicht.

Die beiden Ermittler wissen nicht recht, wie sie die drei davon abbringen sollen, weitere Filme in dieser Richtung zu drehen. Immerhin werden sie so den Zorn des Orden auf sich ziehen und die werden sie wohl kaum am Leben lassen. Man einigt sich darauf, sie regelmäßig im Netz zu terrorisieren und ihnen Angst einzujagen. Doch ob das helfen wird… Die Jungs sind leider übermäßig enthusiastisch, beim älteren grenzt es schon an Arroganz.

Am Strand wird das Wetter zunehmend schlechter und Cleveland beobachtet einige Individuen, welche synchron irgendetwas vor sich hinmurmeln. Er stört einen von ihnen und versucht, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, woraufhin sich Glenda um ihn kümmert. Sie tritt immer näher auf ihn zu und droht ihm, doch der Polizist lässt sich nicht einschüchtern, auch wenn er kurz davor ist, sich durch ihren Gestank zu übergeben. Kurz spürt er eine Kälte in sich aufsteigen, als sie versucht, ihn zu verzaubern, doch er kann dem widerstehen, was sie erstaunt. „Du bist wohl ein ganz harter Hund“, zischt sie. Er versichert ihr, dass er nur sehen will, dass die richtige Leiche geborgen wird, dann werden die Ermittler den Orden in Ruhe lassen. Glenda ist äußerst verstimmt, doch hier in der Öffentlichkeit kann sie wenig ausrichten, wie es scheint. Schließlich zieht sie sich zurück und man findet Samanthas Leiche. Die Polizei erhält noch einen weiteren Anruf, der Walt mit ihrem Tod in Verbindung bringt, dann verschwinden die drei SIA Mitglieder schleunigst. Vielleicht wird irgendwann ein anderer Ermittler in der Stadt abgestellt, um den Orden im Auge zu behalten. Und wer weiß, ob Logan, Lucas und Jenny die nächste Zeit überstehen werden, falls sie noch weitere Filme drehen…


Fazit

Nach all den Ermittlungen und Fehltritten im ersten Part kam die Lösung hier doch recht überraschend. Natürlich war Drogenmissbrauch schon vorher eine Möglichkeit, gerade nach dem, was Samanthas Mutter über ihre Vergangenheit erzählt hat, doch zu jenem Zeitpunkt hielten unsere Ermittler das Video ja auch noch für echt. Das war eine ziemliche Enttäuschung für die SC, festzustellen, dass es lediglich ein guter Fake war.

Insgesamt hat das Szenario aber Spaß gemacht, weil es die Paranoia der Charaktere massiv geschürt hat. An jeder Ecke haben sie ein Kultmitglied vermutet und wir haben einige dumme Verschwörungstheorien gesponnen, denen wir aber nicht weiter nachgehen konnten. Die SC waren sehr froh, lebend aus der Stadt zu entkommen.

Das Szenario stammt übrigens erneut aus dem Stygian Fox Band Occam’s Razor.
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