Nur mal so eine kleine Überlegung aus Langeweile heraus: Ich bin ja bekanntermaßen schon ein Freund des (ursprünglich ja mal als Ulk entstandenen) Brighthammer-Spiegeluniversums. Dieses dann allerdings mit den üblichen 40K-Rollenspielregelwerken zu verwenden, gestaltet sich hier und da ja etwas schwierig, da das Brighthammer-Universum im Detail ja eigentlich SEHR anders funktionieren müsste als Original-40K. Was wäre also, wenn man so eine "Halfbrighthammer 40K" basteln würde?
Der Divergenzpunkt zum Original-40K wäre, wie bei Brighthammer auch, schon in M31 - allerdings weniger drastisch als in Brighthammer. Der Kontakt mit dem Interrex läuft ein klein wenig anders als im Originalsetting und endet nicht in der Vernichtung des Interex, sondern in seiner Übernahme. Dabei übernimmt das Imperium nicht nur das Territorium des Interex, sondern auch ein Teil von dessen Ideologie gegenüber Xenos. Die Kinebrach überleben und sind nun nicht mehr Klientelrasse des Interex, sondern des Imperiums. Das System "Klientelrasse" macht Schule und so fallen einige Kriege gegen Xenosvölker glimpflicher oder sogar ganz aus, da die besagten Völker nicht ausgelöscht, sondern inkorporiert werden.
Fast Forward zu M41:
Ein oberflächlicher, erster Blick auf die Galaxis würde erstmal fast keinen Unterschied zwischen Halfbrighthammer 40K und dem normalen 40K ergeben, da die "galaktische Großwetterlage" sehr ähnlich ist. Das Chaos marodiert fröhlich durch ganze Sektoren, während von außen die Tyranniden einfallen.
Zoomt man etwas stärker rein, ergibt sich allerdings, dass die Lage für die Menschheit und ein paar andere Rassen ein Mü weniger düster ist!
Dinge die gleich sind:
Das Imperium ist noch immer ein von Chaoskulten bedrohtes, neo-feudales Gebilde unter der Herrschaft des Kadaver-Imperators im Goldenen Thron. Die Grundstruktur ist nahezu identisch mit der im normalen 40K. Noch immer ist das Imperium ein bürokratischer Molloch. noch immer ist die Gesellschaft nicht die toleranteste und noch immer sägten sich Spacemarines mit Kettenschwertern ihren Weg durch Tyranniden-Horden. Noch immer sehen die Arbites aus wie Judge Dredd und noch immer gibt es die Inquisition.
Dinge die anders sind:
Xenos zu sein ist aus Sicht der Menschheit kein Verbrechen mehr, das automatisch mit dem Tod bestraft wird. Das Imperium hat unter der Klassifizierung "Xenos Socii" (Xenos-Bundesgenossen), nach dem Vorbild der Kinebrach, zahlreiche Klientelrassen inkorporiert. Wie die dann im Detail behandelt werden, variiert natürlich von Rasse zu Rasse. Einige haben quasi-menschlichen Status. Andere sind unterdrückte, arme Säue. Der Exterminatus ist selten, denn generell evaluiert der Ordo Xenos bei Erstkontakten, ob und wie eine Xenosrasse potentiell mit der Menschheit koexistieren kann. In den meisten Fällen ergibt sich, dass Xenosrassen in der Lage sind, das Licht des Imperators empfangen zu können - und dann folgen auch, genau wie bei außer-imperialen Menschenvölkern, die Missionare.
Nett ist genau genommen auch dieses Vorgehen nicht, aber im Kleinen hat es gewaltige Auswirkungen. Zahlreiche, Ressourcen verschlingende Kleinkriege, die im originalen 40K für Elend gesorgt haben, sind in Halfbrighthammer schlicht ausgefallen. Ebenso tut sich das Imperium im Falle des Kampfes gegen wirkliche Bedrohungen wie das Chaos, die Tyranniden, die Yu´Vath, die Dark Eldar usw WEIT weniger schwer, Allianzen mit anderen Völkern zu schließen - da es ohnehin schon diplomatische Beziehungen gibt. Die Beziehungen zu ein paar der Eldar-Weltenschiffen sind schon traditionell recht gut. Ebenso zu den Votann und den Tau, mit denen man sich zwar dann und wann gebeult hat - aber öfter auf der selben Seite des Schützengrabens als auf unterschiedlichen.
Lässt sich da was draus machen?