Autor Thema: Setting für D&D 2024: Forgotten Realms vs. Lorakis  (Gelesen 275 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Holycleric5

  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.209
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Holycleric5
Besonders die beiden Review-Videos der Kanals "Rollenspielwelten" zu den Büchern Heroes of Faerun und Adventures in Faerun hatten meine Neugier auf das Setting der Forgotten Realms geweckt, auch Erinnerungen an PC-Spiele wie Icewind Dale, Neverwinter Nights 1 und 2 oder Pool of Radiance: Ruins of Myth Drannor wurden (wieder) wach.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Jahren das Splittermond-Setting Lorakis liebgewonnen. Dieses Setting punktet für mich u.a. dadurch, dass nicht jede einzelne Stadt einer Region beschrieben wird, sondern man oft mit Schlaglichtern arbeitet und (je nach Bandgröße) ein bis drei der größten Städte der Region ausführlicher vorstellt. Ein weiterer Pluspunkt ist die stets große Auswahl an regionalen Namen.

Auf der anderen Seite gibt es oft sehr genaue Vorstellungen davon, welche Waffen in welchen Kulturen bei welcher Schicht typisch sind, beim gemeinen Volk (was die meisten der D&D2024-Hintergründe einschließt) hat man besonders in Dragorea oft Kurzschwert und Speer, dazu eine Lederrüstung.
Schön für ein sehr balanciertes System wie Splittermond, suboptimal für Systeme, in denen es "bessere" Waffen gibt (und wo im Kampf eher ein hoher Schaden statt ein hoher Angriffswert hilft) wie D&D.

Gibt es in den neuen Forgotten Realms-Büchern Namenslisten? Oder muss man sich mit anderen Namenslisten (z.B. aus Splittermond) behelfen?

Bisher liebäugele ich mit dem Ansatz, in den Forgotten Realms zu spielen und ggf. Lorakische Namen zu verwende.

Freue mich über Eure Gedanken zum Thema.

Viele Grüße

Holycleric5
Spielt (als Spieler): Splittermond, Daggerheart
Bereitet vor (als Spielleiter): D&D 2024
Bereitet vor (als Spieler): D&D 2024

Offline Luxferre

  • Mythos
  • ********
  • Έωσφόρος
  • Beiträge: 9.222
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Luxferre
Re: Setting für D&D 2024: Forgotten Realms vs. Lorakis
« Antwort #1 am: Heute um 11:58 »
Mach, wie es für dich und deine Gruppe am besten passt.
Aber ...
Wenn du zB die Forgotten Realms ankündigst und dann kommen da Elemente aus Lorakis und ggfs noch anderen Settings drin vor, dann empfehle ich Dir, deine FR als Deine pFR (personal Forgotten Realms) anzukündigen. Nicht, dass Du Erwartungshaltungen schürst und diese dann uU enttäuscht werden.
Mit dem Bruch vom Kanon vorgefertigter Settings geht ja jede/r anders um. Da ist eine Klärung vorab schon sehr sinnvoll.

Ich persönlich würde die FR größtenteils by-the-book leiten und Anpassungen in Kleinigkeiten vornehmen, wo es für die Gruppe sinnvoll scheint. Dafür würde ich mich persönlich (!) nicht bei großen deutschen Settings bedienen.
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
-

"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Offline flaschengeist

  • Famous Hero
  • ******
  • Systembastler
  • Beiträge: 2.469
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: flaschengeist
    • Duo Decem
Re: Setting für D&D 2024: Forgotten Realms vs. Lorakis
« Antwort #2 am: Heute um 12:47 »

Auf der anderen Seite gibt es oft sehr genaue Vorstellungen davon, welche Waffen in welchen Kulturen bei welcher Schicht typisch sind, beim gemeinen Volk (was die meisten der D&D2024-Hintergründe einschließt) hat man besonders in Dragorea oft Kurzschwert und Speer, dazu eine Lederrüstung.
Schön für ein sehr balanciertes System wie Splittermond, suboptimal für Systeme, in denen es "bessere" Waffen gibt (und wo im Kampf eher ein hoher Schaden statt ein hoher Angriffswert hilft) wie D&D.

Ich habe wirklich viel Spielpraxis in D&D 5 (2014 und 2024) und würde die auf der Basis gerne die Sorge nehmen, dass es fürs balancing bedeutsam ist, ob deine Waffe W6, W8 oder W10 Grundschaden macht. Der hohe Schaden, den Charaktere höherer Level machen, ergibt sich aus Fähigkeiten und Zaubern. Der Einfluss des Grundschadens - und insbesondere die Durchschnittsdifferenz von 1-2 Punkten zwischen o.g. Würfeln - wird da schnell vernachlässigbar
Anders sieht es in der Tat bei Rüstungen aus: Es gibt Klassen bzw. builds, die brauchen eine mittlere oder schwere Rüstung um effektiv zu funktionieren. Wenn da nur Lederrüstungen (also leichte Rüstungen nach D&D) verfügbar sind, ist das problematisch.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download