Autor Thema: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2  (Gelesen 583 mal)

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Offline D. M_Athair

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Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« am: Gestern um 17:18 »
Nachdem Weltengeist mir freundlicherweise meinen langen Beitrag durch das Schließen des Themas gekillt hat:
Hier nochmal ein neuer Ansatz.

Das Gerücht "WotC bauen ein einem neuen D&D" stammt nicht originär vom RPGPundit.

Man mag von dem Klickbait-Kanal Dungeons & Discourses halten, was man will, aber hier hat er (letzen Monat!!) das Bekannte durchaus recht gut zusammengefasst: https://www.youtube.com/watch?v=zaggzGNiFVI

=> Nach den prominenten Abgängen von Perkins & Crawford letztes Jahr, sind nun Treffen von WotC mit Hickman, Weis, L. Gygax und Manganiello aufgefallen.

Dazu kommt: In der Alt-Fan-Bubble von D&D 2014 ist man von WotC teilweise genervt, teilweise hat man sich umorientiert und es scheint auch ziemlich viel System Fatigue (wie zu 3.5 Zeiten) da zu sein. Jedoch gehört im WotC- und GW-Fandom ... unter Altfans permanentes und wehleidiges Jammer + eine ständig brodelnde Gerüchteküche ja durchaus zum guten Ton.

Allerdings: D&D 2024 ist "nur" ein Remix. Probleme, die das Spiel systemseitig wirklich hat (ein Mangel an hilfreichen GM-Tools), sind auch auch nicht wirklich behoben. Es kann also durchaus sein, dass die Verkäufe nicht so laufen, wie sie sollen oder, dass WotC gute/innovative Produktideen ausgehen. Ansonsten würde ich auch den Rechtsruck in den US nicht unterschätzen und die (emotionale) Anbindung der "Gute-Alte-Zeit-Nostalgiker" an D&D. (Denkbar, wass WotC da mittelfristig nen sanften Roll Back (i.S.v. Vielfalt wird ein bißchen nach hinten gerückt, aber ne kategoriale Abkehr findet nicht statt) wie bei MtG machen werden.

Das kann man sich auch mal anschauen (trotz der anti-diversity vibes):
https://www.youtube.com/watch?v=2oZFTsluyuk


Meine Einschätzung:
Ich kann mir gut vorstellen, dass WotC an ner Edition 6 werkelt.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie vor 2028 kommen wird.

3.0 gab es 3 Jahre.
3.5 gab es 5 Jahre.
4E gab es 6 Jahre.
Games Workshop erneuert für seine Hauptsysteme (40K, AoS) die Regeln alle 3 Jahre.

Nur weil D&D jetzt 10 Jahre ohne neue Edition war, heißt das nicht, dass 5.5 auch so lange aktuell bleiben wird.
« Letzte Änderung: Gestern um 17:51 von D. M_Athair »
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Offline sma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #1 am: Gestern um 18:01 »
Ich kann mir gut vorstellen, dass WotC an ner Edition 6 werkelt.

Aus finanzieller Sicht sehe ich keine Notwendigkeit.

In 2025 hat D&D etwa $400 Mio Umsatz (+-$100 Mio) gebracht.

Das verteilt sich ca. 60%/25%/15% auf D&D Beyond (DDB), Lizenzen und Verlagsgeschäft.

Es heißt, DDB habe 20 Mio MAUs. Solange da kein signifikanter Teil der Nutzer die Abos kündigt oder aufhört einzukaufen, muss WotC gar nicht tun. Zudem hier Umsatz fast gleich Gewinn ist, denn die Plattform selbst können sie für 1-2% Umsatz locker betreiben.

Natürlich sind die fetten Lizenzjahre durch Baldurs Gate vorbei, aber wenn eine HBO-Serie die Verkäufe da nochmal anfeuert, kann hier die Kasse über die Lizenz an HBO selbst noch mal klingeln. Und dann gibt es ja einen steten Strom von Merch, und dann so Lizenzen wie Pinball-Automaten. Und ich hatte gelesen, dass 3rd Parties, die über DDB verkaufen wollen und mehr als $750.000 Umsatz machen, ebenfalls eine Lizenz von WotC erwerben müssen.

Das Verlagsgeschäft, dass von einer einer neue Edition profitieren könnte, spielt für WotC eine untergeordnete Rolle. Wer aufgrund marginaler Regelunterschiede ein alternatives D&D spielen möchte, kann immer noch aufgefangen werden, indem DDB das dann auch unterstützt.

Es könnte eher anders herum ein Problem spielen, ob sich die Macher einer Alternative es leisten können, DDB zu benutzen, weil ihnen das vielleicht ihre jeweilige Community übel nehmen könnte, weil diese sich gerade durch das Nicht-unterstützen von WotC definieren.

Für's Verhältnis: Roll20/Demiplane/DriveTruRPG schätzt man auf ca. $25 Mio Umsatz, das ist etwa 10% von dem Umsatz von DDB. Die Google-KI rät außerdem, dass Foundry bei ca. $5 Mio Umsatz liegt (ca. 250.000 Lizenzen über 3 Jahre). Selbst wenn wir das noch mal verdoppeln, weil die ja auch Premimummodule verkaufen, sind das gegenüber DBB kleine Fische.

Der gesamte "Longtail" des Rollenspiels ist damit vermutlich eine Größenordung kleiner als die Anzahl der aktiven D&D 5E Spielenden.

Daher sehe ich keinen Bedarf seitens WotC nach einer neuen Edition.

Offline Infernal Teddy

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #2 am: Gestern um 18:17 »
If the screaming goblin said the sky is blue I'd look out th window to check.

Wie lange macht der Kanal ranty videos darüber das D&D am ende ist? Und davor zu Warhammer? Wenn du den Kanal ernst nimmst hätte ich eine Brücke in London die ich dir verkaufen würde...
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Offline Swanosaurus

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #3 am: Gestern um 18:19 »
Wie lange macht der Kanal ranty videos darüber das D&D am ende ist?.

Sie müssen nur lange genug durchhalten, dann haben sie irgendwann Recht!
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #4 am: Gestern um 18:41 »
Generell: Sollen die Leute ruhig in ihrem Kaffeesatz lesen, wenn es sie glücklich macht. Da gibt's weiß der Nagpa schlimmere Verschwörungstheorien. 8] An eine real nächste D&D-Edition glaube ich aber frühestens dann, wenn sie auch tatsächlich offiziell angekündigt wird (wobei sich ja selbst das noch potentiell als Vaporware herausstellen könnte) -- vorher mache ich mir definitiv keine ernstgemeinten Gedanken.

Offline D. M_Athair

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #5 am: Gestern um 19:07 »
Wenn du den Kanal ernst nimmst [...]
Muss ich nicht, um festzustellen, dass die Meetings der Kern der Spekulationen sind, die gerade (gut seit ca. 2 Monaten) an mehreren Orten stattfinden.  :-*


Aus finanzieller Sicht sehe ich keine Notwendigkeit.
Die sehe ich grundsätzlich auch nicht.
Am Ende hängt das aber an den Erwartungen von Hasbro/der Shareholder.

Wie auch immer: Vielen Dank für die hilfreichen Zahlen.
« Letzte Änderung: Gestern um 19:13 von D. M_Athair »
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Offline Selganor [n/a]

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #6 am: Gestern um 19:20 »
Also wenn ich von Treffen mit Hickman/Weiss und Manganiello höre dann ist mein erster Gedanke nicht "neue Edition" (gab es ja seit 2014 nicht mehr ;) ) sondern Dragonlance Serie könnte doch noch was werden.

Die wurde zwar vor 2 Jahren "totgesagt", aber wir wissen ja was man davon zu halten hat.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #7 am: Gestern um 20:16 »
Es kann also durchaus sein, dass die Verkäufe nicht so laufen, wie sie sollen oder, dass WotC gute/innovative Produktideen ausgehen.

Die letzte große Idee von WotC war das zumindest als Leuchtturmprojekt gescheiterte Sigil und der damit verbundene Gedanke der Rundum-Monetarisierung.

Von letzterem und dem allgemeinen Fokus auf den digitalen Part wird man sich auch in der 6. Eiditon nicht lösen.
Ob man wie verschiedentlich angeklungen beim konkreten Spielinhalt wieder auf die gute alte Zeit schielen sollte, ist fraglich. Ausgerechnet in dieser Ecke gibt es nämlich reichlich handwerklich und inhaltlich sehr gut aufgestellte Konkurrenz. Klar hat WotC im Zweifelsfall mehr Ressourcen zum Draufwerfen, aber die bessere OSR sein zu wollen als die OSR selbst ist für das große/"richtige" D&D mMn nicht der sinnvollste Weg.


Ich kann mir gut vorstellen, dass WotC an ner Edition 6 werkelt.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie vor 2028 kommen wird.

Wie drüben bei unicum angeklungen: an der nächsten Edition wird spätestens einen Tag nach Release der aktuellen Edition zumindest konzeptionell gewerkelt.
Denn wenn man wartet, bis es mal so richtig deutlich nicht mehr läuft, ist es viel zu spät, um mit einer neuen Edition anzufangen.

Ja, vielleicht wirft man dann mal auf der Hälfte einen Entwurf komplett weg. Aber irgendwas in petto haben muss man immer - und am Besten mehr als das 5e-Gelaber in Richtung "es wird nihiiiiiee eine neue Edition geben." :P
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline Inquisitor_Majoris

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #8 am: Gestern um 21:05 »
Habe auch ein paar Videos zu den Gerüchten gesehen. Also mir persönlich gefällt das moderne und bunte Artwork der 2024er und gewisse Entscheidungen (Orks, Halb-Orks, Male-Succubus, usw.) auch überhaupt überhaupt nicht, aber nicht weil ich mich als Rechter Fanatiker sehe, sondern weil ich mir unter Fantasy eben was anderes vorstelle. Wie auch immer, vom Crunch her bin ich mit der 2024er Version ganz zufrieden. Was den Fluff anbelangt, so bin ich heilfroh dass Mythmakers mit Ed Greenwood an Realmsbound arbeitet, was viel mehr meinem gewünschten Fantasystil entspricht und zudem auf dem aktuellem Regelwerk aufbaut. Wenn hier, wie geplant jedes Jahr 4 Bücher erscheinen, bin ich für die nächsten 20 Jahre locker versorgt, zudem habe ich auch noch einige Großkampagnen herumliegen (Strahd, Avernus, Rime, ...), ich wüsste nicht einen Grund was mich zu einer neuen Edition bewegen sollte.

Selbst wenn die 2024er Edition wirklich nicht erfolgreich sein sollte, so frage ich mich warum es denn eine 6. Edition sein soll? Es gibt ja auch das Gerücht, dass 2027 die 3. Edition von AD&D zum 50-Jahr Jubiläum erscheinen soll. Das würde eher dazu passen, dass man Greenwood, Gygax und Hickmann in das Projekt involviert um die bekanntesten Welten damit zu verknüpfen (Realms, Dragonlance, Greyhawk), aber fluffmäßig wird da nicht viel passieren - wie gesagt die Realms werden ja schon mit Realmsbound bedient.

Es wird sicherlich viel mehr in Richtung Digitalisierung gehen. Digitale Bücher + DLC's und alles verknüpft mit D&D Beyond. Ich nutze selbst Beyond, mag es eigentlich sehr gerne, da des simpel ist und meine Bedürfnisse am physischen Spieltisch völlig abdeckt und viiiieeeeel billiger ist, als physische Minis zu kaufen. Wahrscheinlich werden sie sich an der 3rd Edition (bzw. 3.5) orientieren was den Bücherausstoß betrifft. Grundregelwerk in physischer Form aber alles weitere (complete warrior, complete divine, usw.) als digitale Packages vertreiben, das kann man beliebig weiterführen, sowohl regeltechnisch, als auch flufftechnisch. Geht ja auch bei den Monstern. Ein sehr dünnes Monster Manual als physisches Buch und alles weitere als Monster Package 1-20 zu je $ 4,99 um die Tokens gleich in D&D Beyond zu haben. Problem ist nur, wer soll das alles bezahlen? Alte Spieler? Eher schwierig mit dem neuen Artworkstil. Neue junge Spieler? Werden es sich nicht wirklich leisten können. Vor allem da durch Digitalisierung theoretisch neben dem DM auch die Spieler gut gemolken werden können, aber ganz ehrlich - die meisten Spieler die niemals leiten, werden sich maximal ein Spielerhandbuch kaufen und nicht zig digitale Zusatzpackages.

Offline Infernal Teddy

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #9 am: Gestern um 21:09 »
D&D 5.5 ist mittlerweile meine Lieblingsedition geworden. Gefällt mir alles an Artwork? Nö. Muss es auch nicht. Mir geht's ja um das Spiel.
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Offline Haukrinn

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #10 am: Gestern um 21:38 »
Ich halte das für arg abwegig. Kaufmännisch würde das keinen Sinn machen. D&D 2024 ist so ziemlich das massentauglichste, was jemals an Tabletop RPG auf die Beine gestellt worden ist, warum sollte man da etwas dran ändern? Das wird wohl erst nötig werden wenn die Leute der Sache komplett überdrüssig werden. Momentan sehe ich das nicht.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #11 am: Gestern um 22:05 »
Wie drüben bei unicum angeklungen: an der nächsten Edition wird spätestens einen Tag nach Release der aktuellen Edition zumindest konzeptionell gewerkelt.
Denn wenn man wartet, bis es mal so richtig deutlich nicht mehr läuft, ist es viel zu spät, um mit einer neuen Edition anzufangen.

Ja, vielleicht wirft man dann mal auf der Hälfte einen Entwurf komplett weg. Aber irgendwas in petto haben muss man immer - und am Besten mehr als das 5e-Gelaber in Richtung "es wird nihiiiiiee eine neue Edition geben." :P

Daß da vielleicht zwei Leute (oder was immer beim aktuellen WotC-Personalstand so Sinn ergibt) im Hintergrund schon mal in Teilzeit darüber nachgrübeln mögen, was man in ein paar Jahren "als Nächstes" auf den Markt schmeißen könnte, wenn die aktuelle Edition ihr Mindesthaltbarkeitsdatum allmählich doch mal zu überschreiten beginnt...okay, kann ich mir als sinnvolle Beschäftigung allemal vorstellen.

Aber zwischen diesem Punkt und "Okay, Leute, jetzt kurbeln wir den Release der nächsten Edition definitiv doch mal an!" dürften denn doch noch eine ganze Reihe von bereits halbwegs geplanten Produkten für diese liegen, die vorher noch zu Profit verarbeitet werden wollen. ;)

Offline Prisma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #12 am: Gestern um 22:11 »
D&D 2024 ist so ziemlich das massentauglichste, was jemals an Tabletop RPG auf die Beine gestellt worden ist,
Ist es das? Dann wäre es doch ein absoluter Verkaufsschlager. Die Verkäufe sollen aber bestenfalls nur mittelmäßig sein, wenn man im Internet herum liest.
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Offline Selganor [n/a]

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #13 am: Gestern um 22:18 »
Meinst du die Quellen die nur die Verkäufe in "normalen" Buchhandlungen zählen? (was die Leute die behaupten D24 würde sich schlechter verkaufen als jede vorherige Edition gerne "vergessen" zu erwähnen)

Alle Rollenspielläden mit denen ich geredet habe meinten schon, dass sich bisher keine andere D&D Version (ist ja immer noch 5. Edition ;) ) besser verkauft hätte als diese.

Und nachdem WotC eingesehen hat, dass Leute auch noch Bücher mögen und sie die alternate Cover (afaiknur) in Rollenspielläden verfügbar machen gehen Leute auch wegen D&D lieber in Rollenspielläden als z.B. zu Amazon o.ä.
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #14 am: Gestern um 23:04 »
Wenn das ein Verkaufsschlager ist, dann warum jetzt eine 6. Edition und nicht weiter die Cash Cow melken? Wenn es doch keiner ist, macht es schon Sinn an eine 6. Edition zu denken. Jetzt bin ich nicht in allen Rollenspielläden des Landes unterwegs, aber ich habe bisher noch nicht gesehen dass die Dinger wie heiße Semmeln weggehen. (Bei Shadowrun 6 anfangs hingegen schon, da sah ich damals ganze Gruppen im Laden und jeder einzelne hat sich ein GRW gekauft. In meinem Umfeld hat sich bisher nur einer ein D&D 2024 PHB geholt, aus Neugier, weil es sein "erstes offizielles" D&D Buch war. Spielen tun wir aber dennoch Shadowdark.)
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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #15 am: Gestern um 23:31 »
Wie gut sich die aktuellen D&D-Machwerke nun genau verkaufen (und vor allem auch, wie sich das dann geo- oder demographisch verteilt), darüber wissen am ehesten noch die hauptberuflichen Erbsenzähler bei WizBro Bescheid -- und die werden vermutlich oft genug schon nicht mal mehr ihre Chefs direkt mit allen Einzelheiten behelligen (die diese wiederum oft genug nur am Rand interessieren dürften), sondern ihnen die Fakten "nur" so brauchbar wie möglich zusammengefaßt und illustriert vorlegen.

Die weitaus meisten von uns dagegen, egal, ob nun im Tanelorn oder auf YouTube, können über die 99+ Prozent des Geschäfts, die außerhalb unserer ganz persönlichen kleinen Erlebnisblasen ja nebenbei auch noch stattfinden, doch höchstens einigermaßen blind spekulieren.

Offline Inquisitor_Majoris

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #16 am: Gestern um 23:40 »

Offline sma

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Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Antwort #17 am: Heute um 00:25 »
WotC operiert in einem Umfeld, wo Bücherverkäufe keine große Rolle spielen. Wo das Geld verdient wird, schrieb ich ja schon.

Ein Rollenspielbuch, das im Laden $60 kostet, bringt ihnen vielleicht $24 Umsatz und vielleicht $8 Gewinn.

Ein verkauftes Baldur's Gate 3 bringt ihnen $6 Umsatz und Gewinn ($90 Mio bei 15 Mio verkaufter Spiele). Wenn die neue Serie nochmal 5 Mio Spiele verkaufen hilft, wofür sie nichts machen müssen, außer ein paar Meetings, müssten sie mehr Bücher als jemals zuvor verkaufen, um das zu toppen. Dazu kommt, dass allein das Recht, die Serie zu produzieren $10-20 Mio einbringen.

Dank DDB haben sie wie kein anderer Verlag Daten, was bei Spielern beliebt ist und was nicht und können nachsteuern – ohne dafür extra eine neue Regeledition herausbringen zu müssen. Diese wäre nur notwendig, damit Leute darüber reden, aber nicht, um Spieler auf der Plattform zu halten.

Zum Vergleich der Größenordnungen als Antwort darauf, warum es keine Rolle spielt, ob Pegasus zu einem Zeitpunkt mal 10.000 Shadowrun-Bücher zum Selbstkostenpreis in den Markt gedrückt hat: System Matters freut sich, wenn sie mit einem Spiel der kleinen Reihe 50 Exemplare (als die gesamte Auflage) verkaufen. Jeder deutsche Verlag freut sich, wenn er 500 Exemplare umsetzt und jubelt, wenn er 5000 Exemplare erreicht. Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein Rollenspiel aus Deutschland gibt, dass 50.000 erreicht (aber zumindest die Größenordnung wird DSA 5 schaffen, Shadowrun ebenfalls, vielleicht auch noch Cthulhu), aber das wäre auch für internationale Verlage ein großer Erfolg. Und dann gibt es vielleicht 1W6 Verlage, die 500.000 Exemplare umsetzen können, wobei mir eigentlich nur Paizo und vielleicht Monte Cook einfallen. Und dann ist da noch WotC, die nochmal eine Größenordnung drüber liegen. Tja, und dann sind da nur noch Computerspiele, die 50.000.000 oder mehr schaffen.