Macht bedeutet (nach Max Weber) seinen Willen durchsetzen zu können, gleichwie sich dieser begründet. Die, gegen die diese Macht ausgeübt wird, akzeptieren dies nicht und wollen nicht gehorchen, tun es aber, weil sie müssen.
Macht ist nur begrenzt durch die Fähigkeit, diese auszuüben.
Herrschaft dagegen setzt voraus, dass die Berherrschten die Herrschaft akzeptieren und als legitim ansehen. Sie "wollen" gehorchen (auch wenn sie maulen).
Herrschaft ist begrenzt auf definierte Bereiche. In allen Bereichen außerhalb hat der die Herrschaft Ausüben nichts zu befehlen.
Jemand, der Macht in diesem Sinne ausüben will, will sich also gegen alle Widerstände und ohne nach Rechtmäßigkeit zu fragen über andere erheben.
Warum?
Rache an den Menschen oder eine bestimmte Gruppe.
Bereicherung.
Größenwahn
Angst (mache ich es nicht, bin ich bei den Kujonierten, denn dann macht es ein anderer)
Liebe (Schutz einer Person oder Grupoe vor einer bedrohlich empfundenen Umwelt)
Bei Halbgötten/Superhelden vielleicht Langeweile oder der Wunsch nach Herausforderung (Ich mache es, weil das Herumschubsen von Leuten Spaß macht - zumindest ein bisschen - ist den hier KEINER, der bereit ist und fähig es mit mir aufzunehmen?)
Sadismus (Leute quälen oder verängstigen macht Spaß)
Herrschen dagegen ist - bei aller Befehlsfülle- anstrengend: Man muss irgendwelche Regeln beachten, ist auch als legitimer Alleinherrscher einer Religion, dem Gesetz, einer Ideologie, dem Rat der 2000 usw rechenschaftspflichtig.
Und Herrschaft kann, wenn sie illegitim wird, beendet werden (die Leute gehorchen eben nicht mehr). Dazu muss der Herrscher gegen die Begründung der Herrschaft verstoßen - willentlich oder durch Inkompetenz.
Die Macht endet sofort, wenn die Kraft zu ihrer Aufrechterhaltung nicht mehr reicht, wenn der Tyrann Schwäche zeigt. Denn gehorchen will ihm ja eh eigentlich niemand.
Meine Banane plus Kleinobst zum Thema.