Autor Thema: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen  (Gelesen 1370 mal)

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ALIEN

The Lost Worlds

Akt I

Neuen Horizonten entgegen

2180 gab es erste Gerüchte das die vereinten Nationen aufgrund der aufkeimenden Spannungen zwischen den Staaten den Vorschlag machen würden die „Große Mutter“ Mission zu starten. Ein gewagter Versuch die Kolonien des äußeren Wirbels zu erreichen und herauszufinden was mit ihnen passiert war. In den 2050 führte das ungebremste Wachstum der Megakonzerne die Menschheit weg von der Erde und zu den Kolonien in den Sternen. Die britische Weyland Corporation drang am weitesten vor und Gründete Kolonien im äußeren Wirbel und unterstellte sie dem Three Worlds Empire. 18 Kolonien wurden gegründet welche von Millionen von hoffnungsvollen Pionieren besiedelt wurden welche aus allen Teilen der Welt kamen, nicht nur aus dem 3WE. Doch vor 75 Jahre kam es zur Katastrophe. Gewaltige Sonnenauswürfe, Gammaausbrüche und Strahlungswellen verwüsteten den Raum zwischen dem äußeren Rand und den Kolonien in den äußeren Wirbeln. Interstellare Reisen waren in dem Bereich nicht länger möglich und es kam zur Isolation der Kolonien, die Kommunikation brach abrupt ab. Die Kolonien wurden abgeschrieben und gerieten in Vergessenheit, die größte Katastrophe der Kolonialisierung ging in die Geschichtsbücher ein. Den Wohlstand und die wirtschaftliche Macht der Kolonien im äußeren Wirbel wiederzuentdecken war ein geeignetes Projekt um die Staaten zusammenzuführen. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das ist der Kerngedanke der Mission.

2183

Still gleitet euer Magellan-SEV die USCSS Solovetsky Island an dem Hauptschiff der Mission vorbei. Gänsehaut überzieht euren Körper, Auswahlgespräche, Tests und wieder Auswahlgespräche, all das habt ihr hinter euch gelassen und das womit keiner gerechnet hat ist eingetreten ihr zwei, Brüder, wurdet ausgewählt das Kommando über die USCSS Solovetzky Island zu übernehmen. Ein eigenes Schiff auf der „Großen Muttermission“, neue alte Welten entdecken, herausfinden was den Kolonien im äußeren Wirbel zugestoßen war und die Chance auf einen Neuanfang. Allein der Zeitrahmen der Mission war gigantisch. Euer Vertrag lief auf 8 Jahre, 3 Jahre Hinflug, 2 Jahre Forschung und Rekolonialisierung und 3 Jahre Rückflug, außer ihr würdet euch dazu verpflichten in den Kolonien des äußeren Wirbels zu bleiben. Dann endete euer Vertrag mit der Übernahme eines Amtes in den Kolonien. Tausende von W-Y Dolllar reicher, schon nach dem Hinflug.

Das Kolonieschiff, die UNCSS Iyanla war ein Koloss 2550m Lang, 450m Breit und 300m tief. Vier extern getragene Atmosphärenwandler Anlagen, vier Dockingstationen für Magellan-SEV´s, Abwurfschiffe und Unterstützungs- und Bodenfahrzeuge. Neben der Besatzung der Ilaynia und den SEV´s gab es noch 10.000 Kolonisten im Kryoschlaf und 12.000 Embryonen in Kryokonservierung als Startpersonal für die neuen alten Kolonien. Dazu Vorräte für Jahre, Samen und Nutztiere.

Die Missionsparameter lauteten wir folgt:

1.   Kontakt mit den Kolonien der Äußeren Welten herstellen und bei Bedarf sofortige humanitäre Hilfe leisten.
2.   Erkundung des Sektors und Gründung neuer Kolonien unter UN-Verwaltung.
3.   Beschaffung aller Aufzeichnungen der gefundenen Kolonien die in den lokalen Long Data Discs (aka Blackbox) gespeichert sind.
4.   Aushandlung der Bedingungen, unter denen die überlebenden Kolonien in die UNISC-Verwaltung zurückkehren sollen.
5.   Evaluierung des technologischen, industriellen und finanziellen Potenzials.
6.   Einhaltung aller Protokolle und Vorschriften der Interstellaren Handelskommission und Zusammenarbeit im Sinne des Allgemeinwohls.

Die Besatzungen der SEV´s blieben auf ihren Schiffen, das Andockmanöver bildete den letzten offiziellen Anlass. Ein letzter Bericht an den Captain der Iaynla, ein letztes gemeinsames Essen in der Messe, ein letzter Schluck aus der Whiskeyflasche dann hieß es für drei Jahre in den Kryoschlaf zu wechseln. Nach und nach wurden die Systeme der Solovetsky Island heruntergefahren, wie auch ihre menschliche Fracht ging das Raumschiff in den Standby-Modus über. Die Glaskuppeln der Kammern fingen an sich summen zu schließen. Von außen stand euer Working Joe James an euren Kapseln. Emotionslos, kalt, kein Zwinkern, kein Anzeichen von Anteilnahme, Freude oder Bedauern die Gummihaut dieser Kerle ließ einfach keinen Einblick zu. Was hatte sich Seegson bloß dabei gedacht stumpf dreinschauende Kaufhauspuppen für angenehmer als die WeYu Modelle zu halten. Es fing an schwarz um euch rum zu werden, die Krykapsel tat das was sie tun sollte. Fuhr eure Körperfunktionen auf eine Minimum herunter damit die Sprünge für Körper und Psyche erträglich wurden. Ob ihr wohl träumen würde. Das letzte was ihr hört ist ein „Schlafen sie gut!“ von dem Working Joe.

Ein Hohn von einer Maschine die nicht wusste was Schlaf überhaupt war und zu was er diente. Aber sie würden über euch wachen in den nächsten Monaten und Jahren.
« Letzte Änderung: 12.03.2026 | 21:27 von Outsider »
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #1 am: 12.03.2026 | 21:34 »
2186

157 Wochen und 5 Tage später. Ein Surren, blendend grelles Licht. Ein Körper der sich eher tot als lebendig anfühlte. Der Geruch nach altem muffigen Körper, irgendwie chemisch, Kopfschmerzen und Eingeweide die einfach nur alles rauschmeißen wollen was der Magen so hergab. Im Mund der Geschmack nach toter Katze. Drei verdammte Jahre eingefroren, drei Jahre zwischen dem jetzigen Zustand und dem letzten Essen in der Messe. Drei Jahre in denen sich alles weiterdreht nur für euch nicht, in diesen winzigen, weißen Särgen wie aus einem Märchen. Stechendes Kribbeln in den Zehen und Fingern als langsam das Gefühl zurückkam und da war nur Kälte, beißende, schneidende Kälte die bis tief in den Körper reichte.

Durch den Schleier aus Trägheit, Schlaf und Übelkeit dringt eine Lautsprecheransage von MU/TH/ER an euer Ohr.

"Willkommen zurück. Wir schreiben das Jahr 2186, es ist der 4. September. Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt an Bord der USCSS Solovetsky Island. Sie werden in 80 Minuten zu einem ersten Briefing an Bord der USCSS Iyanla erwartet."

Die Durchsage wiederholte sich noch einmal dann verstummte die Schiffs-KI und um euch herum nahmen die Geräusche der aufwachenden Besatzungsmitglieder zu. Das Stöhnen und Würgen, das Zähneklappern und der Ruf nach Kaffee oder einer heißen Duschen. Nur Davis und Brown waren bereits dabei zu testen wer mehr Liegestützen hinbekommen wurde. Die zwei Soldaten der Coldstream Guards hatten keine Zeit sich ihrer Leiden hinzugeben. Ihre Vorgesetzte Hamidan Amir saß mit vor der Brust verschränkten Armen auf ihrer Kryokapsel und schüttelt nur den Kopf. Ihr konntet hören wie sie die zwei anfrötzelte „Wenn einer von euch beiden sich was zerrt oder reißt bezahlt er die Autodoc-Behandlung selbst!“

Wie aus einem Munde kam ein „Jawohl Ma´m“ vom Boden. Was Amir zu nur noch mehr Kopfschütteln anregte.
« Letzte Änderung: 12.03.2026 | 21:36 von Outsider »
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Offline darkeye

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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #2 am: 16.03.2026 | 18:55 »
John

John liegt noch im Tank, wären er die Soldaten hört. Er hat seine Aufwach-Routine durchlaufen, ein Autogenes Training, das die Übelkeit und die Desorientierung vertreibt, gleichzeitig die Fokussierung auf seine Aufgabe stärkt.

Er erhebt sich, nimmt seine Umgebung war, 10 Minuten wach, schon ist ein Chaos ausgebrochen. Egal, nicht sein Problem. Arthur wird sich darum kümmern, da ist er sich sicher.

Er geht Duschen, dann zieht er sich denn Overal an. Datenpad, Stifte, Block. Alles am Ort, gesichert. Das kleine Messgerät, Baterie ausreichend geladen.

Zügig geht er in die Kantine, bereitet sich das Frühstück zu, Müslie, 2BE, Kaffe, 200ml, Orangen-Konzentrat, 200ml mit Multi-Dose-Vitaminetabletten, 2 Stück. 2 Scheiben Synth-Schwarzbrot mit Industriekäse, Magerstufe II. Ein gesunder Start.

Unter der kühlen und stoischen Oberfläche regt sich doch Aufregung, nur durch die jahrelange Routine unterdrückt. Wo bleibt Arthur?
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Offline pharyon

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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #3 am: 17.03.2026 | 21:32 »
Arthur

"Willkommen zurück." Arthur atmet tief ein, hält die Luft 2 Sekunden lang, atmet dann wieder tief aus. Geschafft. Lebend am Ziel angekommen. Am ersten Ziel. Obwohl der Schwindel und die Übelkeit auch ihm Aufmerksamkeit abverlangen, kommt Arthur Nicholas Douglas nicht umhin, still zu schmunzeln und dann breit zu lächeln. Mit geschlossenen Augen versucht er die anderen Sinne zu schärfen. Gefühl. Die Kälte und der unangenehme Druck, den langes Liegen - bei allen technischen Vorkehrungen - bei ihm erzeugt. Geschmack. Eine Mischung aus Magensäure, etwas Galle und altem Speichel. Hiervon wendet sich Art zügig ab. Geruch. Muffige Körper, chemische Reinigung, ölige Sauberkeit. Hätte schlimmer sein können. Gehör. Crewmitglieder, die ihre Lebendigkeit auf unterschiedliche, ihnen eigene Art, äußern. Jemand macht Liegestützen. Oder sind das Kniebeugen? Bestimmt unsere Sicherheits-Guards. Art schmunzelt wieder. Jemand verlässt ohne große Worte und gradlinig den Raum. John ist auch wach. Und wieder aktiv. Für einen Moment lässt Arthur die Eindrücke noch auf sich wirken, hört aufmerksam der wiederholten Durchsage der Schiffs-KI zu. Dann öffnet er langsam die Augen, lässt die Helligkeit langsam zunehmen. Dann erhebt er sich langsam, kontrolliert.

"Guten Morgen. Statusbericht - sind alle soweit fit? Geht es Ihnen gut?" Interessiert beobachtet er die anderen Crewmitglieder und schaut, ob irgendjemand Probleme hat.
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #4 am: 19.03.2026 | 10:09 »
Eine Mischung aus erhobenen Daumen, gemurmelten „Alles klar Sir“ und ein paar übliche Beschwerden darüber, dass es das ganze Geld nicht wert ist für über drei Jahre tiefgekühlt zu werden sagen Arthur das alle wohlauf sind. Wer sich darüber beschwert um mehrere Tausend WY$ reicher zu sein, dem muss es gut gehen. Er hat nicht das Dossier von jedem hier im Raum im Kopf, aber die Erinnerungen kommen wieder. Seine Crew hat den Sprung wohlbehalten überstanden und würde sich in wenigen Minuten, nach einer Dusche, in der Messe einfinden um etwas zu essen.

Solange man noch an dem Mutterschiff angedockt war, gab es nicht viel zu tun. Erste Checks und Protokolle waren abzuarbeiten, prüfen ob das Schiff die Zeit genauso gut überstanden hatte wie die Crew. Aber das war ein Job für den Rest von euch.

Du und John wurdet bei dem ersten Briefing auf der Iaynla erwartet.
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Offline pharyon

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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #5 am: 19.03.2026 | 13:35 »
Arthur

Arthur lächelt sichtbar aber nicht zu breit. "Alles klar. Sie wissen, was zu tun ist." Hamidan Amir nickt er zu. "Guten Morgen, Mrs. Amir, Wenn John und ich an Bord der USCSS Iyanla gehen, halten Sie hier alles schön einsatzfähig, ja?"
 
Dann macht er sich auf dem Weg, sich anzuziehen, in die Kantine zu gehen um sich ein kurzes, effektives Frühstück zu gönnen - die gleichen Zutaten wie John, nur nicht so exakt portioniert, und einen Apfel. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Ganz routiniert greift er auf dem Weg nach seinem Pad und studiert die ersten Anzeigen, die ihm die KI liefert. Beim ersten Kaffee seit Jahren studiert er die Anzeigen und Instruktionen. In der Kantine findet er seinen jüngeren Bruder konzentriert beim Frühstück und überprüfen seiner Ausrüstung.

"Alles klar bei dir? Du bist schon bereit, oder nicht?"
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #6 am: 22.03.2026 | 14:44 »
John

zwei, drei, schlucken. Das Kauen ist wichtig, viele vergessen das. Sie schlucken den Nahrungsbrei einfach runter, aber dann bildet sich nicht genug Speichel. Also zwei, drei, schlucken...

Arturs Stimme dringt zu John durch.

"Guten Morgen, Sir.", John schmunzelt leicht seinem älteren Bruder zu. "Du solltest nicht so viel von dem Käse nehmen, das verschlechtert die Protein-Biosynthese eher, weißt du nicht? Ich hab dir das soch vor dem Abflug erklärt. Ab einer Dosis von 2,74 mikro hemmt die Phosphokinase die..." John bricht ab, als er wieder in das Gesicht seines Bruders blickt. "Entschuldige, ich bin wohl doch noch nicht ganz wach. Hast du Koffeintabletten?" Er blickt sich suchend um, durchsucht seinen Overall. "Mist, sind noch im Spind, ich muss meine Tabletten noch holen bevor wir rübergehen."

Er trinkt den letzten Schluck Kaffee, dann den letzten Schlucl Saftkonzentrat.

...erst Kaffee, dann Saft...das ist wichtig für die Koffeinaufnahme...
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #7 am: 23.03.2026 | 12:36 »
Amir wollte erst zu einem militärischen Gruß ansetzen, ließ es dann aber und tippte sich nur an die Stirn „Aye Aye Mr. Douglas…“ irgendwie hate sie sich eine Ansprache mit Vornahmen noch nicht angewöhnt „…wir machen ihnen die Solovetsky Island flott!“

Mit Koffeintabletten ausgestattet und dem Bruder an der Seite begebt ihr euch auf die Iyanla. Die Schiffe waren über eine feste Andockschleuse miteinander verbunden, so dass es ein leichtes war hinüber auf das über zwei Kilometer lange Kolonieschiff zu wechseln. Die USCSS Iyanla war riesige, selbst im Vergleich zu einer Fregatte oder einem Raffineriemodul, die Gänge und Räume jedoch welche hinter dem Schott lagen unterschieden sich kaum von denen auf eurem Schiff. Alles war ein ticken freundlicher als auf den Arbeitstieren der Flotte. Es gab Verkleidungen und nicht nur nackte Rohre hinter Gitterplatten, aber im Grunde genommen hatte die Crew hier den gleichen geringen Komfort welche die Raumfahrt der letzten 100 Jahre auszeichnete. Funktionell, einfach und leicht zu warten.

Ihr kommt an dem Schott vorbei, das tiefer in die Iyanla führte. Hinter der Tür mit den Biohazard Symbol und lauter Warntafeln lagen die Kryoschlafkammern. 10.000 Kolonisten, direkt hinter dieser Tür. In langen Frachträumen. Ganze Familien die dazu aufgebrochen waren sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Ein wenig spürt ihr den Druck des Erfolges auf euren Schultern. Wer hinter dieser Tür eingefroren war erwartete aufzuwachen und das Paradies zu erblicken oder zumindest ein Paradies an Möglichkeiten wo es sonst nur Sackgasen gab. Weiter hinten, im letzten Abschnitt der Iyanla warteten 12.000 eingefrorene Embryonen darauf ihr Leben in den neuen Kolonien zu beginnen. Die große Mutter Mission war eine Arche des Lebens für einen Abschnitt des Raums der seit über 70 Jahren kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hatte.

Langsam füllten sich die Gänge und schlussendlich kamt ihr in dem großen Briefingraum an. Ein zweckentfremdeter Hanger. Was auch immer sonst hier auf Kolonieschiffen untergebracht war, es waren keine Menschen. Jetzt jedoch standen Reihen von weißen Klappstühlen hier, ausgerichtet auf eine improvisierte Bühne. Ein Murmeln und Raunen erfüllte den Hangar, etwas das euch schon fast zu aufdringlich vorkam. Die Anwesenheit so viele Menschen in einem Raum ist einfach ungewöhnlich wenn man zwischen den Sternen reiste. Die Crews der Schiffe sind hier, die der SEV´s genauso wie der Bergungsschiffe, alle die jetzt schon Wach sein müssen sind versammelt.

Oben auf dem Pult steht General Nurlan Ozlinski, durch und durch Berufssoldat der UPP ist er der ausgewählte Leiter der Großen Muttermission.



Er hat sich hochgedient heißt es. Keine Politkarriere, kein Elternhaus das ihn den Einstieg erleichterte. Er war Fußsoldat und hat alle Ränge durchlaufen, bis er die Sterne eines Generals bekam. Er gilt als Streng.

Er ist gerade mit dem ranghöchsten WeYu Vertreter in ein Gespräch vertieft. Direktor Kamal Vartouhi, WeYu hat das Kolonieschiff bezahlt und die SEV´s, seine Firma hat die KI´s an Bord der Schiffe auf die neusten Modelle geupgradet und dafür gesorgt, dass sie in einem Netzwerk mit dem der USCSS Iyanla arbeiten.



Sicherlich nicht aus reiner Nächstenliebe, wurden die meisten Kolonien hier draußen doch von WeYu gegründet und erst später unter den Schutz des 3WE gestellt. Einer seiner feuchten Träume wäre es wohl, dass jahrhunderte alte Investitionen sich endlich auszahlen und die Kolonien unter den Mantel der 3WE zurückkehren.

Immer an seiner Seite der Synthet Gaius, die Neuauflage des 2103 Models der Walter-Serie. Platin Edition, welcher die Tagesgeschäfte führt und den Direktor entlasten soll.



Im Gegensatz zu diesem mehr als menschenähnlichen Modell wirken die Syntehten auf eurem Schiff wie bessere Toaster oder Werkzeuge.
« Letzte Änderung: 23.03.2026 | 15:22 von Outsider »
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #8 am: 24.03.2026 | 16:22 »
John

John scannt die Umgebung, versucht sich einzuprägen wer mit wem spricht - nur die Fakten. Für die Zwischenmenschlichen Schwingungen ist Arthur zuständig. John würde lieber mit Gaius reden - da weiß er woran er ist.
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #9 am: 26.03.2026 | 13:51 »
Arthur

Arthur schaut sich kurz im Briefingraum um und versucht, die Gesichter und Namen zuzuordnen. Als ihm dies nach kurzer Zeit gelingt, lächelt er. Einige der anderen Crews grüßend und sich auch bei Gelegenheit kurz in Smalltalk verwickeln lassend nähert er sich dem General und Direktor.

"Guten Tag, General Ozlinski, guten Tag, Direktor Vartouhi, es freut mich, dass bis hier hin allem Anschein nach keine nennenswerten Zwischenfälle aufgetreten sind. Wie geht es Ihnen?" Wie heißt es so schön? Schütteln wir mal den Baum - mal schauen, was herunterfällt. Aufmerksam und mit einem Lächeln wartet er auf die Reaktion und Antworten seiner Vorgesetzten.
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #10 am: 26.03.2026 | 14:24 »
Der General und der Weyland-Yutani Direktor verstummen als sie unvermittelt angesprochen werden. Vermutlich hatten sie damit gerechnet, dass sie oben auf der Bühne ein wenig Privatsphäre haben würden. Fragend blicken die beiden sich an als Gaius einspringt. Mit ruhiger Stimme, als würde er aus einem Buch referieren sagt der Synthet:

„Arthur Nicholas Douglas, Captain der Solovetsky Island, eines der vier SEV´s das die Hauptarbeit dieser Expedition leisten werden! Das einzige Geschwisterpaar das zusammen für die Mission ausgewählt wurde. Sein Bruder John Ernest Douglas ist der wissenschaftliche Leiter der Solovetsky Island.“

„Ah, danke Gaius!“ sagt der Direktor und nickt seinem Assistenten zu.

„Schön auch sie wohlbehalten zu sehen!“ fährt er dann an Arthur gewandt fort. Es wird aber klar, dass die Unterbrechung des Gesprächs mit dem General ihm überhaupt nicht passt und er sich erst mal sammeln muss. „Ich hoffe sie hatten eine angenehme Aufwachphase, sie brennen sicherlich wie all die anderen hier im Raum…“ er macht eine ausholende Geste in die Richtung der Leute bei denen er Arthur jetzt bedeutend lieber sehen würde „…drauf zu erfahren was es in den letzten Jahren so neues Gab und wie der aktuelle Status der Mission ist!?“

Der General schüttelt kurz die Hand von Arthur, eine Geste die nicht abgelehnt erden kann. Sein Händedruck ist fest, er blickt Arthur direkt in die Augen.

„Ich bewundere ihren Mut und ihre Willenskraft sich für dies Mission gemeldet zu haben. Möge ihr Entdeckergeist uns von großem Nutzen sein!“
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #11 am: 26.03.2026 | 14:41 »
John

John steht hinter seinem Bruder, seine Augen huschen über die vier Gesprächspartner während er versucht, die Gesprächsfetzen vor Arthurs Unterbrechung des Gesprächs zwischen dem General und dem Direktor einzuordnen.
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #12 am: 26.03.2026 | 14:50 »
Was John sagen kann, es ging um etwas aus den letzten drei Jahren. Den Jahren die ihr im Kryoschlaf verpasst habt. Vielleicht wird es ja gleich im Briefing erwähnt. Mehr konnte er nicht aufschnappen.
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #13 am: 30.03.2026 | 21:19 »
Arthur

"Vielen Dank, Sir." Arthur weist auf seinen Bruder und sich. "Wir freuen uns, dass wir diese Möglichkeit erhalten haben. Wir sind sehr daran interessiert, dass unser Beitrag ein erfolgreicher ist." Nicht zu vergessen, was wir alles entdecken und herausfinden können.

Mit Blick zum Direktor. "Wir wollen Sie auch nicht weiter behelligen. In der Tat freuen wir uns auf die Neuigkeiten und Details. Danke für Ihre freundliche Aufmerksamkeit. Direktor, General." Arthur verneigt sich angemessen , nickt auch Gaius freundlich, aber knapp zu. Dann verlässt er die beiden Höchstgestellten und schaut sich nach den anderen Captains um, die die Schwesternschiffe der Solovetsky Island befehligen würden. Der Anstandsauftritt war kein kompletter Reinfall. Zum Glück. Arthur muss kurz schmunzeln, nimmt dann wieder eine professionelle, freundliche Haltung ein und hält Ausschau nach den anderen Captains. Insbesondere ein bekanntes Geischt sucht er in der Menge.

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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #14 am: 3.04.2026 | 12:42 »
Gerade als Arthur anfängt zu suchen kommt Bewegung in die Menge und alle nehmen ihre Plätze ein und der We-Yu Direktor verlässt mit Gaius die Bühne um sich zu seinem Stuhl zu begeben. Das Licht wird gedimmt, so dass nur die Bühne hell ausgestrahlt ist auf der am Pult die Gestallt des UPP Generals Ozlinski steht. Stoisch überblickt er die Menge und es wird ruhig. Das Stühlerücken und das Gemurmel hört auf, allein durch seine Anwesenheit und den Blick mit dem er die Reihen abfährt.

Stille.

Dann ertönt die dunkle sonore Stimme des Generals.

„Sehr geehrte Pioniere,

der erste Schritt zur Wiederbesiedelung der Kolonien des äußeren Wirbels ist getan. Über 30 Parsec und mehr als drei Jahre haben wir hinter uns gebracht um hierher zu kommen. In die Zone die durch Solare Auswürfe und Gammaausbrüche abgeschnitten war. Kein Flug war möglich, keine Kommunikation für über 75 Jahre. Ein Menschenleben, mehrere Generationenlang waren die Kolonien hier von allem Abgeschnitten, ihren Verwandten auf den Kernwelten und Kolonien des Grenzraums. Es gab keine Versorgung, keinen Austausch von Material nichts. Und ich muss sehr zu meinem Bedauern…“ der General macht eine kurze Pause „…ich muss sehr zu meinem Bedauern feststellen das auf unsere Ankunft hier keinerlei Aktivität erfolgt ist. Uns haben keine Funksprüche erreicht noch wurden unsere Beantwortet. Wir dürfen also das Beste hoffen, müssen aber das Schlimmste befürchten. Einst beherbergten die Kolonien Millionen von Kolonisten. Arbeiter, Forscher, Menschen mit Hoffnungen, beten wir das diese Leben nicht alle verloschen sind und wir Nachfahren oder vielleicht sogar überlebende der Katastrophe finden werden!“

Ein Aufraunen geht durch den Raum dann fährt der General fort.

„Ich möchte die Gelegenheit nutzen ihnen allen die Führungen der jeweiligen Vertretungen kurz vorzustellen und bitte die Damen und Herren kurz aufzustehen, wenn ich sie Anspreche. Zu allererst haben wir die Führung der United Amerikas Valentina Berezi.



Berezi ist in ihren Fünfzigern, hat leicht welliges Haar und trägt eine Brille. Ihr Gesicht drückt strenge aus, sie hat diesen Posten nicht geschenkt bekommen und vielleicht ist es auch die anhaltende Feindschaft mit der UPP welche sie kalt wirken lässt als der General sie als erste aufruft. Sie nickt kurz und setzt sich dann wieder.

Für das Three Worlds Empire Mitglied der großen Muttermission ist Colonel David Buston.



Der Colonel ist Soldat, wie der General. Kein Zivilist und das ist seinen Bewegungen anzumerken. Das Haar kurz, der Oberlippenbart gestutzt der Blick fokussiert. Er ist ein Mann der es gewohnt ist in der Tradition des Militärs der 3WE aufgewachsen zu sein und das man seinen Befehlen folge leistet. Arthur hat jedoch nur Augen für eine Person die eine Reihe hinter dem Colonel sitzt und zur 3WE Delegation gehört. Mit der hochrangigen Verwaltungsangestelten Lynna Young-Hee hatte Arthur sich vor dem Abflug ein paar Mal getroffen. Sie waren sich bei den Vorstellungsgesprächen aufgefallen und irgendwie war man sich sympathisch. Auch wenn nicht mehr drin war als ein paar gemeinsame Essen oder Spaziergänge wusste Arthur jedoch das Lynna glühende Anhängerin des NAPRO war und lieber heute als morgen einen Austritt aus dem 3WE sehen würde.

« Letzte Änderung: 3.04.2026 | 13:40 von Outsider »
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #15 am: 3.04.2026 | 13:16 »
Dann muss Arthur den Blick wieder abwenden als der General den Gouverneur des United Nations Interstellar Settlements Corps, Kholwa Abantu vorstellt und ihr für eine kurze Rede auf die Bühne bittet.



Abantu verbeugt sich kurz. Anders als die anderen Mitglieder trägt er keinen Missionsoverall sondern einen schlichte Anzug der seiner Stellung als höchste Vertreter und Initiator der großen Muttermission gerecht wird. Abantu räuspert sich. Er muss die Rede auswendig gelernt haben oder ist gut im Improvisieren, er nutzt kein Skript.

„Wir sind gesegnet, wir alle, die wir heute hier sind!“ seine Arme machen eine Ausholende Geste, seine Stimmt ist sanft mit leichtem Dialekt welcher seine indische Herkunft verrät.

„Wir die wir hier sind um zu sehen was die Menschheit erreichen kann, wenn wir unsere Ressourcen bündeln und kooperieren, anstatt uns die Köpfe einzuschlagen und zu streiten.“ Seine Worte hallen kurz in dem Saal nach.

„Die Mission „Große Mutter“ hat die große Partnerschaft ins Leben gerufen, die Partnerschaft aller Supermächte und Megakonzerne, die zum Wohle der Menschheit zusammenarbeiten. Gemeinsam werden wir die verlorenen Kolonien wiederfinden, ihre Kolonisten zurück in den Schoß der Menschheit führen und die Isolation beenden welche unsere Brüder und Schwestern zu erdulden hatten. Die Mission „Große Mutter“ ist ein Leuchtfeuer der Zusammenarbeit und der Freundschaft, ein Beispiel für eine besser Zukunft, die nicht Arm gegen Arm sondern Arm in Arm steht! Vielen Dank.“

Ein kurzer Beifall ertönt aus der Menge und der General übernimmt wieder das Pult.

„Mein Gruß von hier geht auch an die ICC und ihren Direktor Jim Busby, der zwar seine eifrigen Inspektoren mit auf die Mission geschickt hat, aber selbst nicht anwesend ist. Bitte beachten sie das alles was wir hier finden, bergen und bewegen zu allererst unter dem Protokoll der ICC geschieht.“

Ein kurzes Raunen aus der Menge gleicht dem Aufstöhnen eines Weltraum Truckers der sich gerade durch die teure, langwierige aber notwendige Bürokratie der ICC wühlen muss um seine Fracht zu deklarieren. Aber Sicherheit, die Sicherheit aller geht vor auch wenn niemand es wirklich mag dass die ICC über allem steht und zumindest theoretisch allem gegenüber weisungsbefugt ist wenn es um ihren Teil der Mission geht.

„Zu allerletzt stelle ich ihnen die Frau vor welche es meiner Ansicht nach verdient hätte zuerst genannt zu werden, denn wenn da draußen etwas schief geht sind ihre Leute es die hinauseilen um ihnen zu helfen. Von Throop Search And Rescue, vertreten mit drei Schiffen der Corvus-Klasse, Thar Alecto Throop.



Throop ist in der Tat eine Legende, da hat der General nicht übertrieben. Die Frau muss über 80 Jahre alt sein, sieht aber kaum älter als fünfzig aus. Streng mit einem vernarbten Gesicht trägt sie den signalorangen Overall ihres Unternehmens. Es halten sich Gerüchte das Throop es gesehen hat. Das Monster dort draußen zwischen den Sternen. Eine Lebensform welche ihr beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Die Medizin wirkt wunder, nur wenige können sich Zellkuren und Erneuerungen leisten, aber bei all dem Geld, bei all der Kunst die Narben in ihrem Gesicht hat Thar sich nicht entfernen lassen. Man munkelt die sind Erinnerungen an ihre Begegnung mit dem Monster, auch wenn es vielleicht nur Seemannsgarn ist das hinter vorgehaltener Hand nach zu viel Alkohol verbreitet wird. 

Throop wendet sich einmal kurz in jede Richtung und setzt sind dann wieder, kein großes Aufsehen, keine Allüren.

„Nun, komme ich zu den aktuellen Neuigkeiten welche uns über die Langstreckenkommunikation während des Fluges hier her erreicht haben.“

Ein Schatten huscht über das Gesicht des Generals und irgendwie werde ihr den Eindruck nicht los, dass es keine guten Neuigkeiten sind. Drei Jahre ist eine lange Zeit. 
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #16 am: 3.04.2026 | 13:39 »
Bevor der General sich äußern kann steht Khalwa Abantu erneut auf. „Bitte Herr General, überlassen sie mir die Ehre unsere Missionsmitglieder auf den neusten Stand zu bringen.“

Ohne ein Wort zu sagen blickt  Ozolinski den Gouverneur kalt an, vielleicht eine Sekunde zu lange, räumt dann aber das Podest.

Erneut tritt der UNISC Vertreter vor die Versammlung und alle Augen sind auf ihn gerichtet.

„Da wir gerade von zuhause sprechen…“ und was der Gouverneur jetzt verkündet spottet seiner Rede die er vor wenigen Augenblicken gehalten hat „…es gibt schlechte Nachrichten. Die vereinigen Americas und die UPP befinden sich im Krieg.“

Ein Aufstöhnen geht durch die Menge. Einige wollen schon aufstehen, aber eine Geste des Gouverneurs sich zu setzen hält sie noch davon ab. Irgendein zynischer Zwischenruf von Berezi vergeht ungehört, aber ein Blick rüber zum General zeigt das er sehr wohl verstanden hat.

"Die Kämpfe sind im Grenzraum ausgebrochen und es hat eine Invasion der UPP auf Kruger 60 stattgefunden, was eine Verletzung der DMZ darstellt und zu weiteren Kampfhandlungen geführt hat. Außerdem…“ Khalwa leckt sich nervös über die Lippen „…die Koloniewelt New Albion hat sich aus dem Three World Empire gelöst und ihre Unabhängigkeit erklärt!“

Diesmal hält es Colonel David Buston nicht auf seinem Platz.

„Was für einen Unsinn reden sie da, die Nachricht muss eine Falschmeldung sein. Das 3WE würde eine Unabhängigkeit…“ weiter kommt er jedoch nicht da ihm der Gouverneur ins Wort fällt.

„Bitte beruhigen sie sich, soweit wir wissen und sie wissen alle wie lange Nachrichten hier raus brauchen, hat es noch keine Feindseligkeiten zwischen den 3WE und dem New Albion Vertretungen gegeben, es wird aber befürchtet, dass das 3WE einen Militäreinsatz zur Absetzung der Regierung auf New Albion erwägt. Aber…“ jetzt hebt Kholwa Abantu seine Stimme „…die politischen Dummheiten unserer Regierungen ändern nichts und ich wieder hole mich da sehr deutlich, ändern nichts an der Situation hier!“

„Wir alle, die wir uns hier versammelt haben sind eine Expedition der Vereinten Nationen und haben eine Mission um Wohle der Menschheit zu erfüllen, also lasst eure kleinkarierten politischen Rivalitäten zurück in den Mittleren Himmeln!“

„Wie der General es schon angesprochen hat, wir haben keine Signale empfangen die etwas über das Schicksal der Menschen hier draußen aussagen. Wir werden es erst wissen wenn wir es erkunden. Aber als Vorsichtsmaßnahme werden wir zwei unserer SEV bei der USCSS Iyanla belassen und nur die Typhoon und die Solovetsky Island zur Erkundung der alten Welten rausschicken!“

Nur zwei. Die Erkenntnis sickert langsam in eure Gehirne. Ihr und die Typhoon. Alleine da draußen während an Bord der Iyanla ein brüchiger Frieden gewahrt werden muss und niemand weis was sich da draußen zwischen den Sternen befindet.

„Viel Glück euch allen und seid bitte vorsichtig da draußen. Throop Rettung ist der UN unterstellt, aber ich würde mir wünschen das ich sie nicht aussenden muss!“

Kurz herrscht Stille in dem Saal, dann bricht der Tumult aus. Aller reden durcheinander und es werden Anschuldigungen vorgetragen. Der Gouverneur hat alle Hände voll damit zu tun zwischen den Parteien zu schlichten, zu beschwichtigen, sie auf das Ziel der Mission einzuschwören. Allen voran die Vertreterin der UA zeigt mit dem Finger auf den General: „Wir können euch UPP-Bastarden niemals vertrauen!“ Der General äußerlich gelassen richtet sich zu seiner vollen Größe auf, Militär gegen Politik bis sich Colonel Davis und Lynna einmischen und zu schlichten versuchen bis die zwei sich über das NAPRO in die Haare kriegen. Es ist ein Irrenhaus.

Ein Irrenhaus aus dem völlig unvermittelt Gaius an eurer Seite auftaucht. Sein Gesicht drückt diplomatisches Mitgefühl aus.

„Eine schöne Vorstellung, finden sich nicht? Wenn sie mich fragen würde ich es bevorzugen solche Missionen ausschließlich von Androiden ausführen zu lassen. Aber gut lasen wir das für den Moment.“

Er hält euch eine Datendiskette hin.

„Ihre Aufgabe. Ich sehe wenig Sinn darin ihre Abreise noch weiter zu verzögern. Wenn sie mir folgen wollen ich briefe sie auf dem Weg raus!“
« Letzte Änderung: 3.04.2026 | 13:50 von Outsider »
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #17 am: 7.04.2026 | 07:59 »
John

John mustert den Androiden "Ihre Aussage entbehrt nicht einer gewissen Logik. Androiden fehlt allerdings echte Empathie, um mit unbekannten Lebensformen zu interagieren."

Er nimmt die Datendisk und liest sie in seinem Datenpad ein.

"Interessant", er reicht das Pad an Arthur weiter.
« Letzte Änderung: 9.04.2026 | 13:12 von darkeye »
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #18 am: 9.04.2026 | 11:18 »
Arthur

Arthur nimmt die das Pad an und schaut sich die Daten genauer an. An Gaius gerichtet, ohne die Augen vom Pad zu nehmen, merkt er kurz an. "Vermutlich wäre eine Mischung aus Menschen und Androiden keine schlechte Idee - unter gewissen Rahmenbedingungen. Leider ist der Faktor Mensch auch immer mit gewissen Risiken behaftet. Umgekehrt gilt das leider auch für jedwede Technologie mit Einflusspotential. Vermutlich ist es aber tatsächlich das Beste, wenn wir uns bald auf den Weg machen. Allerdings würde ich gerne noch ein paar Momente nutzen und mich mit ein paar Personen austauschen, bevor wir aufbrechen."

Arthur überlegt kurz, wie er seinem Bruder verständlich machen kann, dass er dabei nicht unbedingt begleitet werden muss. Oder will.

"John, die Spezifikationen sehen soweit interessant aus. Damit können wir arbeiten, oder nicht? Ich würde wie gesagt noch ein paar Kontakte pflegen. Möchtest du dabei bleiben... oder vielleicht lieber die Crew schon informieren und Vorbereitungen treffen?" Hoffentlich versteht er den Wink mit dem Zaunpfahl...
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #19 am: 9.04.2026 | 13:15 »
John

John nimmt das Pad zurück, sein Gang stockt kurz, als er Arthurs Anweisung verarbeitet.

"Ich werde schon mal den Computer füttern und ein Dosier erstellen, Captain!" Er grüßt spöttisch und geht Richtung Schiff.

Geheimnisse, das beginnt ja früh...
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #20 am: 11.04.2026 | 10:23 »
Gaius blickt John mit perfekt simulierter Überraschung an. „Warum nehmen sie an, dass unbekannt Lebensformen für so etwas wie Empathie empfänglich sind?“

Der Synthet scheint auf diese Frage keine echte Antwort zu erwarten, denn er fängt mit dem Missionsbriefing an.

„Gorhams Kolonie KOI-2650.01. Bergbaukolonie, gegründet 2067 von J. V. Gorham. Laut Aufzeichnung Terraformiert, wir wissen aber nicht wie es jetzt da aussieht. Bevölkerung im Jahr 2100, 1.002.235 Kolonisten. Abgebaut wurden Pentlandit, Eisenerz und einige Spurenelemente. Die tiefste Borstelle ist mit einer Tiefe von 23km angegeben. Die Kolonie führte nicht-einheimisches Leben ein welches bei den Bergbauarbeiten helfen sollte.

KOI-2650.01 umkreist einen roten Riesenstern. Erdübliche Schwerkraft, die Tageslänge beträgt 36 Stunden. Das Klima ist trocken mit starken Winden und häufigen Sandstürmen. Die Temperaturen erreichen am Tag maximal 10°C und sinken in der Nacht auf den Gefrierpunkt ab. Durch die geringe Achsneigung sind Tag- und Nachtlänge mit je 18 Stunden fast identisch.“

Gaius macht eine Pause, prüft pedantisch das Datenlock um auch nichts zu vergessen.

„Das ist alles was ich für sie haben. Wie sie wissen ist unsere Mission eine Erkundungsmission und eine humanitäre Mission. Wir wollen sehen was es da draußen gibt und ob jemand sofort Hilfe benötigt. Wenn sie niemanden mehr finden, prüfen sie ob sich der Planet zur Wiederbesiedelung eignet und vergessen sie nicht die Black Box der Kolonie. Die Log Disk muss geborgen werden, damit wir den Verlauf der letzten 75 Jahre rekonstruieren können.“

„Nach Abschluss der Mission erwarte ich einen detaillierten, schriftlichen Bericht von ihnen. Wissenschaftliche Forschungsmöglichkeiten, untersuchenswertes Leben und natürlich über alle weiteren Möglichkeiten für wissenschaftliche, kommerzielle oder finanzielle Nutzung!“
« Letzte Änderung: 11.04.2026 | 10:30 von Outsider »
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #21 am: 11.04.2026 | 10:49 »
John

John amt die "Überraschung" von Gaius nach Mindfreak...

"Weil Lebesformen in der Regel zu instinkiven und unkalkulierbarem Verhalten neigen, Empathie kann hier beeinflussen. Mit entsprechender. Ausbildung, kan ein Empatisches LEbewesen daher positive Signale verstärken - aber die Emotion muss "echt" sein, Lebewesen bemerkan das. Außerdem hat Prof Dr. Snyder in New Albion 2135 eine entsprechende Versuchsreihe mit Syntheten und Menschen an unterschiedlichen Lebensformen vorgenommen und hier signifikante Ergebnisse zugunsten der Menschen aufgezeigt."

John fängt sich wieder...Eins, Zwei, Drei...er ist nur eine Maschiene...

"Haben sie Strukturdaten der Kolonie? Eine Karte? Daten zur Energieversorgung? Lebenserhaltung, Wasser und Versorgung? Müllbeseitigung?"

Ich hoffe Art lässt mich nicht zu lange mit diesem synthetischen Spatzenhirn alleine...
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #22 am: 11.04.2026 | 11:20 »
Gaius macht ein betroffenes Gesicht.

„Es tut mir leider wenn sie glabuen, dass ein Synthet nicht zu einer Empathischen Reaktion fähig ist. Meine Programmierung erlaubt mir die volle Bandbreite der menschlichen Emotionen und Empfindungen…“ dann bricht Gaius ab.

„Wir haben leider keine genaueren Aufzeichnungen zu den äußeren Kolonien. Die Energieversorgung wurde sicherlich durch Reaktoreinheiten welche auch die Terraformingtürme betrieben haben sichergestellt. Alternativ sind Windenergieanlagen denkbar. Es liegt nur veraltetes Kartenmaterial aus den ersten Tagen der Kolonisierung vor. Es wäre gut wenn sie im Rahmen ihrer Expedition entsprechende Kartierungen vornehmen könnten, so dass unsere Datenbanken aktuell sind.“
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #23 am: 11.04.2026 | 12:49 »
John

"Selbstverständlich, werden wir eine eigene Karte anfertigen. Aber schon aus den Unterschieden zwischen einer "offiziellen" Karte und der Realität läßt sich vieles ablesen. Daher meine Frage."

John maschiert weiter Richtung Schiff.

"Es ist übrigens ein entscheidender Unterschied zwischen der Darstellung einer Emotion und dem Empfinden derselben. Sowohl negativ wie Hass oder positiv wie Mitgefühl."

John öffnet die Luftschleude zur Solovetsky Island. "Auf Wiedersehen, Gaius. Ich mache mich jetzt an die Arbeit"

Er verschwindet durch die Luftschleuse, ein ruhiges Terminal ansteuernd - Konzentration, Vorbereitung...schaun wir mal, was in den Datenbanken zu Gorhams Kolonie noch zu finden ist, oder zu Gorham und seiner Expedition...

John beginnt auf die Konsole einzuhacken...
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Re: [Alien] TLW - Akt I – Neuen Horizonten entgegen
« Antwort #24 am: 11.04.2026 | 13:44 »
John USCSS Solovetsky Island

Gaius runzelt die Stirn, ob er wohl wirklich den Sinn hinter Johns Worten verstanden hat oder ob er nur darauf programmiert ist so zu reagieren? John war sich über die Natur der Syntheten nicht ganz im klaren. Technisch waren sie Maschinen und wenn man es nicht wusste konnten sie unter Menschen leben ohne erkannt zu werden. Aber bei Gaius wusste er es und das änderte alles. Wie die Experimente auf New Albion gezeigt hatten.

Die Luftschleuse schloss sich hinter John und er blickte in eine Handvoll fragender Gesichter. Die Crew der Solovetsky Island wollte wissen was es neues gab, doch er hatte keine Zeit für derlei Dinge. Die Crew, seine Crew wird warten müssen bis sein Bruder sich ihrer annahm und die Neuigkeiten über Krieg und Abspaltung zum besten gab, oder auch nicht.

So folgten die fragenden Blicke dem Wissenschaftler und er konnte sie in seinem Rücken spüren, aber er hatte eine Recherche vor sich.

Gorham, Jason Valentin ehemaliger Angestellter der Weyland Corporation bevor sie mit Yutani fusionierte. Pionier und Entdecker welcher für das 3WE die Kolonien des äußeren Arms besiedeln wollte. Er wurde bekannt dafür, dass er nicht terrestrische Lebensformen für den Bergbau einsetzte. Eine Lebensform die auf dem Planeten LV-797 Tartarus heimisch war und sich dafür eignete abgerichtet und im Bergbau eingesetzt zu werden. Gorham war in der Hinsicht der erste welcher solche Versuche unternahm. Die große Katastrophe verhinderte das er davon berichten konnte. Im Jahr 2161 kolonisierten die UA Tartarus und versuchten ebenfalls die Harvester für Bergbauaktivitäten einzusetzen. Nur ein Jahr später wurde die Kolonie von den Harvestern zerstört. Seit dem gibt es keine feste UA Präsenz mehr auf Tartarus.

Bei den Harvestern handelt es sich um eine Wurmartige, unterirdisch lebende Kreatur von 8-9 Metern länge und einem durchschnittlichen Gewicht von 3,5 Tonnen. Regenwürmer auf Steroide. 

Gorham galt seit der großen Katastrophe als vermisst und wurde im Jahr 2160 für tot erklärt. Ob er die Kolonie gegründet hat oder ob sie nur seinen Namen trägt ist ungewiss. Eines der überlieferten Zitate von J. V. Gorham ziert einen Gedenkstein zu Ehren der vermissten Kolonisten:

„Der Weltraum ist ein dunkler Raum – streckst du deine Hand aus, bekommst du sie vielleicht nie wieder zurück. Natürlich könntest du auch Gott berühren. So oder so ist es ein Glücksspiel. Es nicht zu versuchen bedeutet jedoch, zu verkümmern und zu sterben – nur diejenigen, die mutig und töricht genug sind, das Risiko einzugehen, werden ihr Leben verändern.“
« Letzte Änderung: 11.04.2026 | 13:46 von Outsider »
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