Dann muss Arthur den Blick wieder abwenden als der General den Gouverneur des United Nations Interstellar Settlements Corps, Kholwa Abantu vorstellt und ihr für eine kurze Rede auf die Bühne bittet.

Abantu verbeugt sich kurz. Anders als die anderen Mitglieder trägt er keinen Missionsoverall sondern einen schlichte Anzug der seiner Stellung als höchste Vertreter und Initiator der großen Muttermission gerecht wird. Abantu räuspert sich. Er muss die Rede auswendig gelernt haben oder ist gut im Improvisieren, er nutzt kein Skript.
„Wir sind gesegnet, wir alle, die wir heute hier sind!“ seine Arme machen eine Ausholende Geste, seine Stimmt ist sanft mit leichtem Dialekt welcher seine indische Herkunft verrät.
„Wir die wir hier sind um zu sehen was die Menschheit erreichen kann, wenn wir unsere Ressourcen bündeln und kooperieren, anstatt uns die Köpfe einzuschlagen und zu streiten.“ Seine Worte hallen kurz in dem Saal nach.
„Die Mission „Große Mutter“ hat die große Partnerschaft ins Leben gerufen, die Partnerschaft aller Supermächte und Megakonzerne, die zum Wohle der Menschheit zusammenarbeiten. Gemeinsam werden wir die verlorenen Kolonien wiederfinden, ihre Kolonisten zurück in den Schoß der Menschheit führen und die Isolation beenden welche unsere Brüder und Schwestern zu erdulden hatten. Die Mission „Große Mutter“ ist ein Leuchtfeuer der Zusammenarbeit und der Freundschaft, ein Beispiel für eine besser Zukunft, die nicht Arm gegen Arm sondern Arm in Arm steht! Vielen Dank.“
Ein kurzer Beifall ertönt aus der Menge und der General übernimmt wieder das Pult.
„Mein Gruß von hier geht auch an die ICC und ihren Direktor Jim Busby, der zwar seine eifrigen Inspektoren mit auf die Mission geschickt hat, aber selbst nicht anwesend ist. Bitte beachten sie das alles was wir hier finden, bergen und bewegen zu allererst unter dem Protokoll der ICC geschieht.“
Ein kurzes Raunen aus der Menge gleicht dem Aufstöhnen eines Weltraum Truckers der sich gerade durch die teure, langwierige aber notwendige Bürokratie der ICC wühlen muss um seine Fracht zu deklarieren. Aber Sicherheit, die Sicherheit aller geht vor auch wenn niemand es wirklich mag dass die ICC über allem steht und zumindest theoretisch allem gegenüber weisungsbefugt ist wenn es um ihren Teil der Mission geht.
„Zu allerletzt stelle ich ihnen die Frau vor welche es meiner Ansicht nach verdient hätte zuerst genannt zu werden, denn wenn da draußen etwas schief geht sind ihre Leute es die hinauseilen um ihnen zu helfen. Von Throop Search And Rescue, vertreten mit drei Schiffen der Corvus-Klasse, Thar Alecto Throop.

Throop ist in der Tat eine Legende, da hat der General nicht übertrieben. Die Frau muss über 80 Jahre alt sein, sieht aber kaum älter als fünfzig aus. Streng mit einem vernarbten Gesicht trägt sie den signalorangen Overall ihres Unternehmens. Es halten sich Gerüchte das Throop es gesehen hat. Das Monster dort draußen zwischen den Sternen. Eine Lebensform welche ihr beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Die Medizin wirkt wunder, nur wenige können sich Zellkuren und Erneuerungen leisten, aber bei all dem Geld, bei all der Kunst die Narben in ihrem Gesicht hat Thar sich nicht entfernen lassen. Man munkelt die sind Erinnerungen an ihre Begegnung mit dem Monster, auch wenn es vielleicht nur Seemannsgarn ist das hinter vorgehaltener Hand nach zu viel Alkohol verbreitet wird.
Throop wendet sich einmal kurz in jede Richtung und setzt sind dann wieder, kein großes Aufsehen, keine Allüren.
„Nun, komme ich zu den aktuellen Neuigkeiten welche uns über die Langstreckenkommunikation während des Fluges hier her erreicht haben.“
Ein Schatten huscht über das Gesicht des Generals und irgendwie werde ihr den Eindruck nicht los, dass es keine guten Neuigkeiten sind. Drei Jahre ist eine lange Zeit.