Das soll kein Ragebait sein. Ich hab halt gerade Kingdom Come Deliverance 2 angefangen, und finde so dieses etwas bodenständige recht nett. Daher auch der Gedanke ob es da was gutes im PNP Bereich gibt.
Wichtig wäre mir
- solides System für Wirtschaft
- das bedeutet auch, dass man mit Magie wahrscheinlich etwas aufpassen muss, weil ich einige Systeme kenne wo Magie quasi ausserordentliche Kampfkraft erlaubt (wer brauch Ritter wenn ein Magier mit Feuerball ein Dutzend Ritter leicht besiegt) oder sogar relativ direkt die Wirtschaft aushebelt (ein Druide mit moderater Erfahrung sollte nicht im Alleingang mit Goodberries das ganze Dorf durchfüttern)
- dementsprechend zwar gerne Fantasyelemente, aber low fantasy, geerdet oder wie man es ausdrücken möchte
- gerne auch eine lebendige, halbwegs detaillierte Welt, auch gerne mit einem Fuß in der Realität, wenn ich für paar Groschen dem Bauern auf dem Feld helfe wüsste ich auch gerne, was der vermutlich so anbaut beispielsweise (und halt was nen üblicher Lohne für ne Aushilfe ist)
- das Machtniveau sollte (vor allem zu Beginn) nicht so extrem hoch sein
- ich denke natürlich zuerst an Pseudomittelalter, fände aber auch nicht unspannend, wenn es sowas für andere Settings gäbe, etwa moderne Tage, Scifi oder Cyberpunk z.B. so a la mal wieder zuviel gesoffen, jetzt reicht die Kohle nicht für die Miete, der Vermieter ist ne miese Mistsau, kann man den noch irgendwie bequatschen oder wo kriegt man ad hoc bissle Kohle ran...
- nett wäre, wenn sich dann ein gehobener Lebensstandard auch irgendwie auswirkt, also es Anreize gibt, z.B. mal was gutes zu essen statt nur Porridge oder sich nen Zimmer zu nehmen statt den Gemeinschaftssaal oder den Heuboden
Dinge, die ich kenne, die in die Richtung gehen: DSA (5) und Forbidden Lands
Verbesserungswürdig sind die aber beide, DSA hat ein paar Quirks in der Wirtschaft wie etwa den Kleiderauftrenner, Forbidden Lands "Basenbau" ist auch quirky beziehungsweise eine unerhört profitable Sache, wer da nen Bauernhof hat mit paar Feldern, nem Gemüsegarten und ner Kuhweide kann quasi Geld scheißen.
Bissle Verwaltung und Buchhaltung und Komplexität darf schon sein, aber gerne auch mit etwas Hilfestellung. Es muss also nicht eine Hartwurst, zwei Pfund Käse und drei Leib Brot sein, Essen für 3 Tage (vielleicht noch in gut/mittel/schlecht) würde auch reichen.
Einfallen würde mir spontan
Chivalry & Sorcery 5.
Hier habe ich einmal meine Eindrücke und Gedanken niedergeschrieben.
u.a gibt es dort:
- System für Wirtschaft: Welcher Beruf verdient wie viele Pennies pro Tag/Monat/Jahr?
-> Ein Farmer verdient z.B. 90 Pennies pro Jahr, ein Fisherman verdient 330 Pennies pro Jahr (1,25 Pennies pro Tag, 27,5 Pennies pro Monat), ein Edelsteinminenbesitzer verdient 13.200 Pennies pro Jahr (1.100 Pennies pro Monat, 50 Pennies pro Tag)
- Magie: Auf der einen Seite gibt es schon Zauber wie "Ice Storm" oder "Greater Teleport", aber ein Äquivalent zu "Goodberries" oder "Create Food and Water" scheint es nicht zu geben.
- Machtniveau: Gefühlt ist auch ein Krieger verletzlich, die Heilung verlorener Body Points (Äquivalent zu HP) ist langsam.
- Gutes Essen soll Auswirkungen haben: Das Körpergewicht eines Charakters gibt vor, wie viele Nutrition Units (NU) er bei verschiedenen Graden von Aktivität er zu sich nehmen muss. Bei einem Gewicht von 84 lbs. hat man einen Minimalwert von 4 NU, einen Durchschnittswert von 7 NU und einen Wert von 9 NU bei Anstrengung.
Essen hat unterschiedliche NU-Werte, Getränke haben keinen Wert für NU, z.B.
Getrockneter Fisch: 6 NU
Lamm, durchschnittlicher Schnitt (average cut): 5 NU
Zwiebeln: 2 NU
Weißbrot: 3 NU
Nachteil ist, dass man sehr genau darüber Buch führen muss, was
genau man isst.
Die Art der Unterbringung hat meines Wissens nach keine spielmechanischen Auswirkungen.
Insgesamt kann man sagen:
Es könnte wegen mancher Aspekte für dich interessant sein, wird aber vermutlich kein Volltreffer sein.