Bei Amateur-Filmprojekten ist immer die heikle Frage, woran man sie misst. So wäre es natürlich unfair, sie mit Nolans Odyssee oder Jacksons Lord of the Ring zu vergleichen.
Positiv für einen Amateurfilm überrascht haben mich bei diesem Film die Ausstattung und die Kostüme, und auch die Kamera, Ton und Schnitt machen ihre Arbeit gut. Da halten Drehbuch und Regie nicht recht mit. Die Schauspieler:innen schlagen sich wacker durch das, was sie zu spielen haben.
Gut finde ich, dass sie ihre Story eher ruhig erzählen, und gut gefällt mir auch, dass sie auf Kampfchoreografien verzichten. Wenn Du nicht alles beherrschst, dann fokussiere Dich auf das, was Du kannst. Eine kluge Entscheidung war sicher auch, die Drehorte zu begrenzen.
Letztlich ist es dem Autoren und dem Regisseur nicht gelungen, dass ich irgendwo mitfiebern konnte. Ich war im Verlauf des Kurzfilms auch nicht gespannt, erheitert oder überrascht.
Wenn das Kreativteam weiter machen möchte, dann kann es, glaube ich, bei dem Potenzial in Production Design, Kamera, Ton, Schnitt und Darsteller:innen überraschend beeindruckende Filme produzieren, wenn insbesondere die Drehbücher und auch die Regiearbeit im Niveau nachziehen.