Nachdem ich jetzt hier gelesen habe, ist mir bewusst geworden, was ich persönlich mit diesem "hanebüchen" eigentlich meine.
Mein Beispiel von
Grabmal der Vernichtung verursacht bei mir den Facepalm ja nicht durch die Frage "Warum sollten die SCs das überhaupt machen?" oder durch einen besonders unlogischen oder abstrusen Schauplatz. Eigentlich ist der Dschungel vopn Omu mit seinen drölf Nebenquesten ein geradezu fantastisches Sandboxsetting, in welchem man ohne die Hauptquest und den damit verbundenen dramatischen Zeitdruck unglaublich tolle Abenteuer erleben könnte.
Warum die SCs das machen, ist ganz klar. Sie haben eine Auftraggeberin, die eine schöne Belohnung in Aussicht stellt und da gibt es ein mysteriöses Problem, dem man nachgehen kann. So weit, so normal und nachvollziehbar.
Aber die Spielwelt der Vergessenen Reiche, ihre gesamte soziale Ökonomie mit Göttern, Chosen Ones, mächtigen Fraktionen in Verbindung mit der
planetenweiten Bedrohung von Alles und Jedem lässt die Vorstellung, dass sich darum
nur eine Gruppe von Jungspunden ohne Ressourcen kümmert, so völlig absurd erscheinen.
Unlogische Rätsel? Kriegt man im Hobby doch im Dutzend billiger.
Fragwürdige Motivationen für SCs? Kann man als w100 Tabelle haben.
Seltsames und irrationales Verhalten von NSCs? Been there, done that. In RL.
Das sind eigentlich nur schöne (oder gruslige) Anekdoten. Aber bei GdV haben die Macher im RL Vergleich eine weltumspannende Phalanx von Atombomben in den Orbit platziert und eine Gruppe Handwerksgesellen kümmert sich alleine um das Problem.
Und DAS finde ich "hanebüchen".

Aber viele der hier erwähnten Abenteuer sind trotzdem schöne Beispiele für "You had ONE job, Mr. Designer!"
