Autor Thema: Darf ich alles Spielen unabhängig davon ob ich es verkörpern kann?  (Gelesen 1904 mal)

Ordhan, First Orko (+ 1 Versteckte) und 9 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Luxferre

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Ja klar  :d  aber so ist es auch gut!
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Offline Haukrinn

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Okay, und inwiefern unterscheidet sich das davon, dass man in einem anderen Spielstil bitte keinen Sozialcharakter spielen soll, wenn man nicht sozial ist? Wo zieht ihr da die Grenze?

Für mich stellt es sich exakt gleich da. Das uneingeschränkte "Ja" von Ghoul kann jedenfalls nicht gelten. Da ist also auch ein dickes "Aber" dabei.

Das OSR-Beispiel hinkt, weil das keine Frage des Charakters sondern des Spielstils ist. Dein Spiely wäre dann für jede Rolle im OSR falsch. Und beim Sozialcharakter ist das IMHO was anderes. Wenn da eh gewürfelt wird, ist's egal, weil der Bereich verregelt wird. Wenn's ausgespielt wird, dann ist das Gruppenkontrakt. Und damit wie ich oben schon schrieb nicht Teil der Eingangsfrage.

Es läuft eigentlich immer darauf hinaus, dass die Frage ist, ob ich mit dem was ich darstelle das Spiel spiele, was am Tisch gespielt wird. Und das ist für mich in aller Regel keine Frage der Verkörperung.
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Offline unicum

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Das finde ich eben sehr interessant.
Generell kommt mir der Tenor vor, dass bei defizitiären Darstellungsfähigkeiten mehr Nachsicht geübt wird, als auf Taktischer / Regelseitiger Ebene.
Eventuell weil letzteres gerne mal zum Tod auch des eigenen Charakters führen kann?  :think:

Danke, es war aber auch sehr konstruiert von mir denn tatsächlich ist es mir so noch nie passiert und ich mach den Kram ja schon eine Weile,... Also Spieler mit taktischer inkompetenz hab ich schon welche, aber die haben nie versucht den Generalfeldmarschall zu spielen.

Vieleicht noch soviel dazu:
Habe ich schonmal Spielern ein Charakterkonzept verboten weil ich dachte das sie es nicht verkörpern können?


Aus anderen Gründen,...? hm vieleicht indirekt schon wenn ich eben wie oben sage das wir auf Mittelerde spielen und nicht in einem Mittelerde/SW crossover. Es ist aber auch nur selten mal jemand auf mich zugekommen (also ich glaub zweimal seit ~1982 oder so) und wollte etwas so abstruses spielen das ich nein gesagt habe. (Meistens aber wegen Munchkinerism)

Als ich auf dem lezten Con etwas exotisches (im rahmen der möglichkeiten der Spielwelt) gespielt habe, fragte ich auch vorher die ganze Runde wie es ausschaut und es war kein problem. Ob ich das richtig "verkörpert" habe? Keine Ahnung, aber wir haben uns alle für den nächsten Con verabredet es weiterzuspielen.

Es gibt Dinge bezüglich "verkörpern" die mich etwas nerfen: unnötig aufgeblasene Stereotypen

Offline Kurna

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Wenn ich gar nicht in der Lage bin etwas zu ver"körpern" (  ~;D  ), dann sollte man das aus reflektiertem Selbstbewusstsein auch sein lassen.
[...]
(Hervorhebungen von mir)
Warum sollte man das lassen, nur weil du es nicht kannst?  ~;D

Ansonsten bin ich auch eher in der Fraktion alles geht. Die einzige Vorgabe, die wir haben, ist, dass die Gruppe als solche funktionieren können soll. D.h., wenn ich DSA leite, möchte ich nicht unbedingt einen Praiospriester und einen Schwarzmagier zusammen in der Gruppe haben. Aber einzeln würden beide gehen. Da muss die Gruppe dann halt einen Kompromiss finden.

Ist aber auch alles kein Problem mehr, weil ich schon lange nicht mehr mit Hinz und Kunzine spiele, sondern in festen Gruppen, die sich seit Jahrzehnten kennen.
"Only the good die young. The bad prefer it that way." (Goblin proverb)