Umfrage

Was mögt ihr?!

Realismus
14 (20%)
Cinematisch
21 (30%)
Keins von beiden, sondern...
4 (5.7%)
Enthaltung
2 (2.9%)
Irgendwie beides (Depends)
29 (41.4%)

Stimmen insgesamt: 52

Autor Thema: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"  (Gelesen 5276 mal)

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Offline 8t88

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Ich habe letzten einige Beinharte Simulationisten getroffen, die alles möglichst realistisch haben wollen...
Was spricht für, was gegen den Jeweiligen spielstil?!

Es geht hier nicht um glaubwürdigkeit des Settnigs, sondern um Spielstile und der gleichen mehr.
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Ein

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #1 am: 22.04.2005 | 12:44 »
Keines von beiden und doch beides zu gleich.

Realismus, wenn Konsistenz gerade der Welt eine Rolle spielt.
Cineastik, wenn die Spannung gerade im Vordergrund steht.

Offline Dash Bannon

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #2 am: 22.04.2005 | 12:51 »
wie immer...
die Mischung machts und es kommt aufs Setting an ;)
bei CoC möchte ich Realismus, da soll ein Auto eben keine Stunts machen ohne Schaden zu nehmen, da soll ein Kampf dreckig sein..
bei Liquid mags ich unrealistisch bis zum geht nicht mehr..Stunts! Action! Style!

Realismus ist dann halt 'berechenbar' man weiss wie was funktioniert und kann sich anpassen...
Cinematik ist cool ;D ;)

Es gibt drei Arten etwas zu tun. Die richtige Art, die falsche Art und die Dash Bannon Art.

Offline max

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #3 am: 22.04.2005 | 12:55 »
wie immer...
die Mischung machts und es kommt aufs Setting an ;)

Dem schliese ich mich auch an! 
StGB § 328 Absatz 2, Nr.3 :
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

Offline Boba Fett

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #4 am: 22.04.2005 | 13:02 »
Ich hätte am liebsten Beides angekreutzt... 8)

Völlig unrealistische Systeme sind mir ein Graus, aber ich denke, all das, was Rollenspiel für mich interessant macht, ist das abenteuerliche, und das heisst cinematisch.
Ich mag auch spektakuläre Action.
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Bitpicker

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #5 am: 22.04.2005 | 13:08 »
Ich will Realismus. Dieser soll aber nicht durch die Regeln entstehen, was nur zu einem undurchschaubaren Wust an Modifkatoren usw. führt, sondern durch Interpretation seitens des SL. Real ist, was der SL sagt.

Robin
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Offline 8t88

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #6 am: 22.04.2005 | 13:12 »
@Bitpicker
Das bedeutet eine Runde Marvel Universe käme für Dich nicht in frage?
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Offline Lord Verminaard

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #7 am: 22.04.2005 | 13:19 »
Okay. Ich sag's jetzt doch. Die Unterscheidung ist so unzureichend. Man muss drei Ebenen trennen:

1) Erwartungen an den Handlungsablauf - Dramaturgie ("cinematisch") vs. Gesetz von Ursache und Wirkung ("realistisch"). Hier bin ich für Dramaturgie.

2) Erwartungen an die moralischen Inhalte - schwarz-weiß ("cinematisch") vs. Grautöne ("realistisch"). Hier hab ich's gerne mal so und mal so, je nach Setting und Mitspielern.

3) Erwartungen an den Stil (auch liebevoll Style genannt ;)) - over the top ("cinematisch") vs. hard and gritty ("realistisch"). Ich denke, diese Ebene ist mit der Umfrage hauptsächlich gemeint. Hier bevorzuge ich meist ein Mittelding, keine total unbesiegbaren Superhelden, aber auch keine Hosenscheißer, die ständig nur am abkacken sind.
I think it's time to set this world on fire
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Teclador

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #8 am: 22.04.2005 | 13:25 »
Man sollte hier auch mal zur Sprache bringen, dass der Versuch "realistisch" zu spielen, oft zu sehr grotesken Situationen führen kann. Weil man um "wirklich realistisch" zu spielen, Fachwissen aus allen möglichen Gebieten besitzen muss.

Das ist bei den meisten Leuten aber nicht der Fall, deshalb sieht man es oft, dass Gruppen in bestimmten Bereichen sehr detailversessen und genau sind, weil z. B. der SL ein Mediziner ist, aber auf anderen Gebieten kommt es auf Grund von Halbwissen zu Situationen die für Leute mit Ahnung haarstreubend sind.

Ich persönlich bin immer wieder überrascht was manche Menschen für Vorstellungen über die Wirkung von modernen Feuerwaffen haben. *kopfschüttel*

Offline Stahlfaust

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #9 am: 22.04.2005 | 13:34 »
Zitat
Das ist bei den meisten Leuten aber nicht der Fall, deshalb sieht man es oft, dass Gruppen in bestimmten Bereichen sehr detailversessen und genau sind, weil z. B. der SL ein Mediziner ist, aber auf anderen Gebieten kommt es auf Grund von Halbwissen zu Situationen die für Leute mit Ahnung haarstreubend sind.
Amen. Ich erinnere mich nur noch an eine DSA 4 Session nach DSA 3 Regeln ( ::)) auf der letzten Dreieich-Con. Die Runde war ein Reinfall, 10 Spieler 2 SLs und die supertollen Hausregeln der beiden SLs. Beide sind (waren?) Sanitäter und haben deswegen supertolle Verletzungsregeln aufgestellt bei denen man an den richtigen Stellen getroffen von 4 oder 5 Schaden außer Gefecht ist (nach DSA 3 wohl bemerkt). Das waren verschwendete 12 Stunden meines Lebens..
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Offline Bitpicker

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #10 am: 22.04.2005 | 13:38 »
@Bitpicker
Das bedeutet eine Runde Marvel Universe käme für Dich nicht in frage?

Weiß ich nicht, ich kenne das System nicht. Wenn ich 'Realismus' sage, meine ich die Realität des Settings. Wenn du also meinst, dass es da Superhelden gibt, damit habe ich kein Problem. Aber eine Superhelden-Kampagne wäre bei mir eher so wie in den Authority Comics, also mit einer sehr reellen Chance zu sterben.

@ Lord: ok, wenn du es so formulierst: Realismus, Realismus, Realismus. ;)

@ Teclador: Realismus ist natürlich das, was die Spieler dafür halten. Letztendlich ist Realismus ein Gefühl. Ein SL ist aber viel eher in der Lage, dieses Gefühl zu evozieren, als ein riesiger Satz Regeln. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Realismus-Regeln die Realität viel zu sehr vereinfachen, selbst wenn sie sehr komplex sind. Wenn ich auf die Stunde genau ausrechnen kann, wie lange eine Wunde braucht, um zu heilen, bin ich bereits weit an der Realität vorbeigesegelt...

Robin

« Letzte Änderung: 22.04.2005 | 13:43 von Bitpicker »
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Offline 8t88

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #11 am: 22.04.2005 | 13:39 »
@Bitpicker
Ok, danke für die erklärung deiner Ansicht, über Realismus! :)

@Vermi
Ok, darüber habe ich jetzt noch nicht so nachgedacht, aber Du hast wohl recht!
« Letzte Änderung: 22.04.2005 | 13:42 von 8t88 »
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Teclador

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #12 am: 22.04.2005 | 13:45 »
@Stahlfaust: Was ich an solchen Leuten halt schlimm finde, ist, dass sie nicht wirklich verstehen wie ihr gut gemeinter Realismus das Spiel zerstört. Ich meine ich könnte jetzt auch bei jeder Hunter the Reckoning Runde so anfangen:

Spieler: "Was er schießt auf mich? Ich springe hinter das Auto in Deckung!"
SL: "Okey du springst hinter das Auto. Er schießt 3 mal in schneller Folge hindurch. Du wirst getroffen und liegst verblutend am Boden"

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Offline Bad Horse

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #13 am: 22.04.2005 | 13:45 »
Man sollte "Realismus" nicht mit Konsistenz oder innerer Logik verwechseln. Weder Magier noch Vampire sind besonders "realistisch". Schaden und Verletzungen müssen nicht realistisch sein, sondern dramaturgisch angemessen. Ich hab mal in einem Magazin eine erweiterte Form des Verletzungssystems bei Ars Magica gesehen - war sehr realistisch, keine Frage. Die Chars hatten eine gute Chance, nach dem Kampf an einer entzündeten Wunde zu krepieren. Toll. Wer will schon, daß sein Char so draufgeht? Das macht keinen Spaß. Also lieber ein lockeres Verletzungssystem - aber nicht zu locker, sonst hat keiner mehr Angst im Kampf.

Innere Konsistenz finde ich sehr wichtig. Es macht keinen Sinn, wenn Chars innerhalb einer halben Stunde eine Sprache lernen können, nur weil sie die XPs dafür ausgegeben haben (und ja, das ist mir schon passiert  :P). Zumindest nicht in einer pseudo-mittelalterlichen Welt, in der es keine Lernmaschinen und auch keine Lernmagie gibt.

Cinematische Action darf schon sein. Nicht gerade in einem Horror-Setting, aber selbst da gibt es Momente, wo es passend sein kann, wenn die Chars wild von Motorrädern springen, um Abhänge hinunterzurollen...  ;)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline Stahlfaust

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #14 am: 22.04.2005 | 13:45 »
Übertriebene Cinematik wie in Feng Shui z.b. kann ich auch nicht leiden, obwohl ein leichter touch cinematik durchaus reizvoll sein kann. Ich mag Systeme die versuchen Ergebnisse zu simulieren die zumindest halbwegs den reelen Gegebenheiten entsprechen. Das man z.b. in Feng Shui solange man unverletzt ist mal eben aus dem 30. Stock springen kann ohne Gefahr zu laufen zu sterben und dann 1-2 Szenen später wieder unverletzt ist wäre ein Beispiel dafür was mir an solchen Systemen nicht gefällt.
« Letzte Änderung: 22.04.2005 | 13:52 von Stahlfaust »
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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #15 am: 22.04.2005 | 13:49 »
Da ich nur Vermis ersten Punkt für das wichtige halte und dort zu cinematisch tendiere, habe ich das andere angekreuzt. Die beiden anderen Punkte sind eher so symptome, aber nicht unbedingt, was den cinematischen Stil ausmachen.

Offline Haukrinn

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #16 am: 22.04.2005 | 14:10 »
Hallo Vermi, ich leih mir mal eben Deine gelungene Einteilung  ;)

1) Erwartungen an den Handlungsablauf - Dramaturgie ("cinematisch") vs. Gesetz von Ursache und Wirkung ("realistisch").

Ich gehöre hier eher zur kausalen Fraktion, stehe also auf der Realismus-Seite. Was nicht heißt, daß ich Dramaturgie verzichte. Ich lege aber viel Wert darauf, daß dramaturgische Szenen auch im Gesamtbild noch konsistent bleiben.

2) Erwartungen an die moralischen Inhalte - schwarz-weiß ("cinematisch") vs. Grautöne ("realistisch").

Hier geht es bei mir ganz klar auf die "graue" Seite. Nichts finde ich so dermaßen langweilig wie "Schwarz-Weiß"-Welten.

3) Erwartungen an den Stil (auch liebevoll Style genannt ;)) - over the top ("cinematisch") vs. hard and gritty ("realistisch"). Ich denke, diese Ebene ist mit der Umfrage hauptsächlich gemeint.

Das kann ich nicht beantworten. Ich spiele gern Charaktere, die sich in den Gesamtkontext einfügen und eine interessante Story oder Persönlichkeit haben, die sie stützt. Das können auch schonmal ziemliche Looser sein. Ich spiele aber auch gern Spezialisten, die in einem Gebiet wirklich sehr gut sind. Alleskönner dagegen finde ich langweilig.
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Offline Alrik

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #17 am: 22.04.2005 | 14:11 »
Ich habe "Irgendwie beides" angekreuzt.

Ich habe jahrelang sehr "realistisch" gespielt und es hat mir eigentlich immer gut gefallen. Die Helden waren eben sterblich und konnten keine Wunderaktionen bringen. Die physikalischen Gesetzmäßigkeiten, denen unsere Welt unterlag, wurde durch den allgemeinen Konsens der Gruppe geprägt. Jeder hatte ungefähr dieselbe Vorstellung davon, was "realistisch" und was "übertrieben" ist. Das hat auch wunderbar funktioniert.
Besonders bei Horror-Settings wie Cthulhu würde ich auch immer auf Realismuns (natürlich nur was die Charaktere und ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten betrifft) setzen.

Allerdings möchte ich auch gerne mal etwas (absolut) cineastisches spielen. Dann darf mein Charakter nicht bei jeder Aktion sofort ernsthafte Gefahr laufen, zu scheitern. Mein Char ist eben in gewisser Weise ein "Held", der eben einiges auf dem Kasten hat. Da braucht man dann nicht jedesmal gleich ein Physikbuch zur Rate ziehen und nachschlagen, ob das nach Formel XY überhaupt machbar ist. Es funktioniert in den meisten Fällen einfach, weil es cool ist.
So etwas macht (aus eigener Erfahrung auf dem letzten Sommertreffen) sehr viel Spaß. Nur leider ist meine Gruppe (anscheinend) nicht bereit, sich von dem Verlangen, alles möglichst realistisch und simulierend darzustellen, zu lösen. Das bedauer ich sehr.

Fazit: Ich mag beides. Am Besten ist natürlich eine gesunde Mischung, die dem Setting als auch dem abgemachten Spielstil entspricht. Dabei kann es vorkommen, dass ich an manchen Tagen voll auf Cineasmus abfahre, während ich an anderen Tagen lieber etwas gemäßigteren Realismus bevorzuge. Und bewerten kann ich deshalb beide Stile nie getrennt von einander.

Danke 8t88 ;)

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Offline Gwynnedd

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #18 am: 22.04.2005 | 14:30 »
cinematischer realismus, ähhh - Larger Than Life aber möglichst nachvollziehbar...
Ich kämpfe um zu töten, nicht weil ich Spaß daran finde!
Hast Du Spaß zu sterben?
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Offline Aeron

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #19 am: 22.04.2005 | 21:17 »
Ich mag beies. es muß cinematisch sein, aber auch realistisch. Sicher kommt dies auch auf die Situationen im Rollenspiel drauf an.

Offline Joerg.D

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #20 am: 22.04.2005 | 21:25 »
Cineasmaik ruelt!

Ich bin ein absoluter Fan dieser Richtung.
Richtig abmoschen, wie im Kino, mal schön die Sau rauslassen ohne Anst vorm sterben oder irgendwelchen Logikfehlern zu haben.

Da gerate ich ins schwärmen. Ich habe sehr lange hard&gritty gespielt und da momentan keine Lust drauf.
Wer schweigt stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

Offline Psycho-Dad

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #21 am: 23.04.2005 | 03:21 »
Ich bin eher für "Realismuss"... Ich liebe es, wenn ich/meine Spieler über Schwierigen Kämpfen (oder bessergesagt: über möglichkeiten zum vermeiden der direkten und aussichtslosen Konfrontation) brüten. Auch wenn die Spieler (bis zu einem gewissen grad) zu Moralischen entscheidungen gezwungen werden, entsteht IMO eine Packende, tiefgreifende Atmosphäre. Jeder Schritt könte der lezte sein... hinter Jeder Ecke könnte ein einfaches, über der erde gezogenes Seil den Tod bringen... diese Anspannung, die Wortwörtlich jede Windung der grauen Zellen in anspruch nimmt, um ja nichts unüberlegtes zu versuchen... das Ist mir wichtig, auch wenn derartige erlebnisse selbst bei Realistischen systemen nicht wirklich häufg vorkommen.

Aber bei Cynematischen systemen... da kommt bei meiner Gruppe selten was anderes als Strohdumme komentare und ewigen wiederholungen auf... Aber wahrscheinlich hab ich nur die falschen Spieler, bzw. diese schon zu sehr auf "realismuss" geprägt  ;D

Nachtrag:
Sicherlich sind die Charas der Spieler Helden... aber wurden sie so geboren ? IMO nicht... sie sind Helden, weil sie etwas außergeöhnliches, sprich: harte Arbeit geleistet haben. Und ein Held zu sein bedeutet für mich (bzw. meine Charas), das weiterhin harte Arbeit vonnöten ist, um das Privileg des "Held sein's" zu genießen. Selbstverständlich fallen die Helden der Geschichte auch nicht nach einem einfachen treffer Tod um (ein NSC-Bauer dagegen Schon...). Aber ein Treffer (z.B. ein Dolchstoß in den Unterleib) ist eben ein Angriff, der doch ziemlich an die Substanz geht. Wenn die Helden erfolgreich sein wollen, müssen sie:

1.) einen direkten Kampf vermeiden (Hirnschmalz ist gefragt)
oder:
2.) unnatürliches Glück haben (darauf verlässt man sich IMO aber nur Selten  ;))
oder:
3.) Einfach besser sein als der Gegner

Die Punkte 1 + 3 erfordern harte Arbeit, die in meiner Gruppe inzwischen auch als solche angesehen wird und entsprechend ernsthaft abläuft (sprich: das Training des Kämpfers oder die Konzentrationsübungen des Magiers werden freiwillig ausgespielt). Punkt 2 ist nicht all zu oft erfolgreich und zieht regelmäßig verstümmelte Helden nach sich  ::)

Natürlich werd ich mich dafor hüten, eine vom Spieler beschriebene Situation mit einer Probe zu unterbinden, wenn er sich beim austüfteln der Aktion wirklich sichtich mühe gegeben hat und/oder es stimmig in die Situation passt. Von daher ist ein kleiner anteil Cynematik auch nicht wirklich von nachteil  :)

...und ebenfalls sehr beliebt sind "sinnfreie" runden, in denen der Realismuss einfach mal über Bord geht und jede blöde Aktion klappt, weil sie mit X % Bonus abläuft... reinrassige Spaßrunden auserhalb einer Kampagne z.B. Ich habs zwar Lieber stimmig, aber wenn ich mich vor lachen am boden Kringel, ist mir diese einstellung dann auch egal  ~;D
« Letzte Änderung: 23.04.2005 | 03:49 von psycho-dad »
Lobet den Imperator und reichet mir ein Magazin,
denn was das eine nicht läutert wird das andere Kurieren!

Cycronos

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #22 am: 23.04.2005 | 11:21 »
Mist, Psycho dad war schneller!
Daher nur: full ACK!!!!!!! Ich sehe es exakt genauso.

Offline 8t88

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #23 am: 23.04.2005 | 11:25 »
Akte X ist auch Cinematik...
Und nun?!
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Cycronos

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #24 am: 23.04.2005 | 11:35 »
Akte X ist auch Cinematik...
Und nun?!

Naja, Cinematisch ist im Prinzip jede Session, die man verfilmen kann, oder jedes Abenteuer, dass der Stoff für ein Drehbuch sein könnte.
Ergo ist nahezu alles cinematisch. Mit der Defi kommen wir nicht weiter. (vieleicht mal nen Thread in der Theorie aufmachen).

Akte X ist primör erstmal televsitisch. (Kam ja im Fernsehen)  ;)
Und ich denke eine treffendere Beschreibung von Akte X ist eher "suspence".

Offline 8t88

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #25 am: 23.04.2005 | 11:40 »
Ok, dann ist das schon richtig so! ;)
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Offline Vale waan Takis

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #26 am: 23.04.2005 | 12:04 »
Nicht nur das wir diese Frage schon viel zu oft hatten  ;)
http://tanelorn.net/index.php/topic,16412.0.html
http://tanelorn.net/index.php/topic,14469.0.html

Nein, nun wird sie uns auch noch unter einer wertenden Überschrift verkauft  ;D

Egal, also werde ich mal wieder meinen Standpunkt kundtun, über den ich mich seit beginn der Cinematik hier im Grofafo mit dem guten Dorin streite.
Nicht nur, dass für mich immer noch nicht einleuchtend erklärt ist wo Cinematik nun wirklich anfängt und realistisch coloriertes Rollenspiel endet (wie 8t88s Einwurf und Cycronos' Antwort mal wieder schön dokumentiert), nein es gibt einfach viel zu viele Schattierung des ganzen so das es dazu wohl nie eine klare Aussage geben wird.

Warum habe ich trotzdem Realistisch angekreuzt? Und nicht irgendeine Kombination?
Nun weil Realistisch hier als einziger wirklicher Gegenpol zum Cinematischen auftaucht. Für michgehe ich bei cinematisch halt immer von (für mich) schlimmsten Fall aus... hüpfende gummiyodas, stockwerke fallende "helden", rumposen bis zum erbrechen und pseudo-coolness zum weglaufen  :-X

Ich spiele sehr gerne sehr unterschiedliche Spielstile und neustens gehört Liquid eindeutig zum meinen favouritisierten Spielsystemen, aber irgendwo ist für mich im Spiel die Grenze wo es für mich als Spieler unerträglich wird und es mir absolut keinen Spass mehr macht. Dies ist in die eine Richtung der Fall wenn eben genanntes Posen etc. im Vordergrund steht und in die andere Richtung wenn Zahlen mehr bedeuten als Fantasie und der knallharte Realismus den Spass ersetzt.

Auch Cthulhu haben wir nie "Realistisch" gespielt, aber halt realistischer als man Star Wars spielen würde.
In Fantasysetting spiele ich verdammt gerne epische Helden, aber die müssen nunmal nicht 50 Pfeile auf einmal abfeuern können, beim Schwertkampf Piruetten und Salti praktizieren und sich unbeschadet in 2 Kilometer tiefe Schluchten stürzen.
Die tun sich weh, die bluten und manchmal sterben sie sogar. Helden halt. Trotzdem wird bei mir nie ein Held an einer Lebensmittelvergiftung oder der Pest krepieren nur weil ich es etwas realistischer mag als der durchschnittliche Hardcore Cinemat (oder wie auch immer man einen cinematisch spielenden spieler nennen will).

In meinen Augen ist dieses ganze Syle und Coolness Gehabe nichts anderes als Powergamen ohne viele Regeln. Während die einen sich an ihrem +50 Langschwert aufgeilen und mit feats minmaxing multiclassing und racecrossing um sich werfen sind die anderen ständig bemüht sich in immer abstrusteren Situationen vor den anderen zu beweisen und noch ein bißchen "cooler" oder "stylischer" zu sein.

Wieso habe ich des Wushu Regelwerk mit starkem Brechreiz möglichst schnell wieder zur Seite gelegt und finde hingegen Liquid geil? Wirklich 100%ig werde ich das wohl nie deutlich machen können. Wushu findet suich einfach selbst zu geil, während Liquid Möglichkeiten für unterschiedliche Nuancen des Spiels offen läßt. Ich denke so kann ich es am besten sagen.
« Letzte Änderung: 23.04.2005 | 12:54 von Vale waan Takis »
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Cycronos

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #27 am: 26.04.2005 | 12:08 »
Nicht nur das wir diese Frage schon viel zu oft hatten  ;)
http://tanelorn.net/index.php/topic,16412.0.html
http://tanelorn.net/index.php/topic,14469.0.html


*Hüstel, Hüstel*

Also die Themen deiser beiden Umfragen sind doch etwas verschieden.
Ob cinematisch nun "in" oder "out" ist, ist doch schon was Anderes, als der bevorzugte Stil.
Die andere der alten Umfragen war eher ein grobes Vorklopfen und hat nicht die Diversität DIESER Umfrage hier.  ::)

Aus diesen Gründen hab ich auch auf einen Verweis bzw. auf eine Zusammenführung verzichtet.  ;) Das wird erst erledigt, wenn die Umfragen ins Archiv wandern.

Offline Vale waan Takis

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #28 am: 26.04.2005 | 13:26 »
Die andere der alten Umfragen war eher ein grobes Vorklopfen und hat nicht die Diversität DIESER Umfrage hier.  ::)

Na gut, wenn du meinst  ;)

Ich hab ja eh wieder meinen Senf dazu gegeben  ;D
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Offline Vanis

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #29 am: 28.04.2005 | 16:45 »
Hab für beides gestimmt. Für mich ist das aber keine Grundsatzfrage, sondern eher eine Setting/System Frage. Ja, ich spiele gern Cthulhu. Würde ich es cinematisch spielen wollen...nein, auf keinen Fall. Ich spiele Herr der Ringe. Würde ich es super realistisch spielen wollen...nein.

In meinen Augen ist es ein wenig zu verbohrt das eine zu vergöttern und das andere zu vertäufeln. Ich lass mich sowohl auf eine cinematische Spielrunde, als auch auf eine relistische Runde ein. Es muss nur passen. Was ich grundsätzlich vielleicht nicht mag, sind Runden, in denen ich manche Gegner von grundauf als Kanonenfutter abschreiben kann. Klar, es gibt auch bei Herr der Ringe die 0815 Orks, die den Helden nicht viel anhaben können und die auch sehr viel schneller fallen als andere Gegner. Aber auch die kriegen bei mir coole Szenen und können den Spielern hart zusetzen. Ich leite da nach dem Prinzip: Jeder Gegner mit einer Waffe in der Hand ist eine patenzielle Gefahr.
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Offline avakar

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #30 am: 28.04.2005 | 17:39 »
beides irgendwie ... und wieder auch nicht.

Die Spielweise sollte m.M. nach ausgewogen, nachvollziehbar und vernünftig in bezug auf das gewählte Settings sein. Eine gesunde Mischung halt.

Christoph

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #31 am: 13.05.2005 | 01:48 »
Nicht nur das wir diese Frage schon viel zu oft hatten  ;)
http://tanelorn.net/index.php/topic,16412.0.html
http://tanelorn.net/index.php/topic,14469.0.html


Auch Cthulhu haben wir nie "Realistisch" gespielt, aber halt realistischer als man Star Wars spielen würde.

Guter Punkt!

Der Trick scheint m.E. darin zu liegen, dass sich beide ergänzen müssen, aber nicht im Weg stehen dürfen;
also: weder vor lauter "realistischer" Wundheilungsregel/Trefferplatzierung/algemeiner Lebensefahrung in Bezug auf juristische    Informatik gar nicht mehr zum Kern  der Geschichte kommen,
       noch durch Saltoschlag und Raketenwerfer jeden Anflug von Atmosphäre ins unglaubwürdige und lächerliche ziehen...
       Das richtige "Mischungsverhältnis" ist in der Tat spielabhänig.

Offline Blizzard

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #32 am: 13.05.2005 | 02:19 »
Also bei mir...hab auch für " irgendwie beides" gestimmt. Und wie so oft kommt es auf das System/Setting an.
Ich spiele 7thSea, ein Spiel das geradezu vor Cineaismus strozt. Das würde ich nie & nimmer realistisch spielen wollen.

7thSea enthält für mich genau die richtige Dosierung von Cineaismus. Feng-Shui z.B. macht mir keinen Spaß, weil ich es unglaubwürdig, übertrieben und damit leicht lächerlich finde.

Als krasses Gegenbeispiel dazu spiele ich Deadlands. Ein System, das bewußt auf Realismus ausgelegt ist.
Aber das wiederum würde ich niemals (so) cineastisch (wie 7thSea) spielen wollen.

Deadlands besitzt für mich das richtige " Maß" an Realität- Ein System, das noch komplexer sprich realistischer ist als Deadlands würde mir vermutlich keinen Spaß mehr machen.

Es kommt also-wie bei nem Cocktail- auf die richtige Dosierung an...
wenn zuviel von einer Sorte drin ist, schmeckt's nicht mehr  ;)
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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #33 am: 13.05.2005 | 17:41 »
Für mich gewinnt eindeutig die Cineastik.
Wobei je nach Rollenspiel ein anderes Filmgenre herhalten kann und zT muß.
Aber gewisse Klischees / Szenen / Muster und dramatische Elemente gehören irgendwie in jedes RPG...

Xantus

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #34 am: 13.05.2005 | 19:39 »
Ich halte es wie Gurps. Das Basissystem ist konsistent und teilweise auch realistisch, alles was an Cinematik dazu muss - das wird integriert.

Solange ich weis wo und warum mit jedweder Logik gebrochen wird bereitet mir dies keine Probleme, schlimm finde ich Systeme die völlig grundlos damit brechen und auf inkonsistenten Regelmechanismen aufbauen.

Realistisch oder nicht ist ansich völlig schnurz, Realismus ist nur eine mögliche Darstellung. Wichtig ist die Konsistenz, d.h. Nachvollziehbarkeit eines Settings und Systems.

Fehlt dies wir das Spiel unspielbar... oder leidet unter starken Spielspaßeinbußen. Was ich verstehe kann ich darstellen, was ich nicht verstehe kann ich nur wiedergeben.

Das Problem ist: Realismus ist automatisch konsistent und viele Spieler und SL machen den Fehler beide Dinge durch den Mixer zu jagen, ohne je zu verstehen, dass 99% der sg. "Realismusfraktion" Wert auf Konsistenz legen - nicht auf Realismus.
« Letzte Änderung: 13.05.2005 | 19:40 von Xantus »

Offline Nomad

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #35 am: 25.05.2005 | 19:07 »
Cinematische Glaubwürdigkeit
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Offline critikus

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #36 am: 26.05.2005 | 09:25 »
Ich bin ein echter Verfechter des cinematischen Spielstils. Wobei es sich nicht nur um action handeln muß.
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Offline Rokal Silberfell

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Re: Knallharte Cinematik vs. Steinernen "Realsimus"
« Antwort #37 am: 7.06.2005 | 09:22 »
Cinematik

Zumindest prinzipiell. Ich hab auch lange recht realistisch gespielt, zumindest von den Aktionen her. Das kommt vielleicht auch ab und an wieder.
Was Spieler können und was nicht kommt eigentlich auch aufs Setting bzw. Genre an. Durch die Luft springen oder ohne Blickkontakt fechten ist ok wenn ich 7te See oder Liquid spiele. Bei Horror is das dagegen kontraproduktiv.
Wunden und deren auswirkungen sind mir aber nur cinematisch wirklich lieb, weil ich nicht von einem Dolchstoß an der falschen stelle sterben will.... Der kann von mir aus richtig Schaden anrichten, aber dann doch eher was anderes passendes Suchen als die Kehle, z.B. die Schulter ---> Dramatische Wunden.
Der von Vermi angesprochene moralische Aspekt tendiert bei mir immer mehr Richtung grau in grau.
Eine gewisse Portion Logik (nicht Realismus) gehört zum Rollenspiel dazu, aber eigentlich spiele ich um eine Geschichte zu erleben, die nicht haarklein durchgeplant ist, davon hab ich im richtigen Leben schon genug.
Und ich versteh den Spielstil Cinematik hauptsächlich auf aktionen der Chars bezogen, da tendierts bei mir derzeit hauptsächlich zu larger than life, mit Ausnahme von Horrorsettings. Aber man kann mMn auch dirty Horror cinematisch spielen, nur halt anders cinematisch.

Sometimes I return to the places in my past
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