Autor Thema: Der Status Quo  (Gelesen 2282 mal)

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Offline Azzu

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Der Status Quo
« am: 25.04.2005 | 19:37 »
Wenn ich mir die politische Situation ansehe, die in den Quellenbüchern beschrieben ist, habe ich den Eindruck, dass es nur eine kleine Veränderung bräuchte, damit sich alle wieder an die Kehle gehen. Und Veränderungen stehen zuhauf in Aussicht - ein paar Beispiele:

- Erbfolgekrieg. Alexius zeugt keinen Erben, nimmt sich noch nicht einmal eine Gattin, dabei müsste imperiale Macht doch ultimativ sexy machen! Es ist schon fraglich, ob Alexius überhaupt eine Erbfolge für den Phönixthron durchsetzen könnte. Aber wenn sich herausstellt, dass er keine Kinder zeugen kann, oder ihm etwas zustößt, bevor er Nachkommen hat, gehen die Imperatorkriege auf jeden Fall wieder los - seinen Bruder würde niemand akzeptieren.

- Kreuzzüge. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Alexius einen äußeren Feind gut gebrauchen kann und grünes Licht für einen Kreuzzug gibt. Kurgen oder Vuldrok? Ja nachdem, wie der Krieg verläuft, würden Haus Hawkwood oder Haus Hazat spürbar an Macht gewinnen oder verlieren. Nur: Würde das eine Barbarenvolk stillhalten, während das Militär des Imperiums an einer anderen Front versammelt ist?

- Symbioten. Dass die Symbioten ihre Angriffsbemühungen gedrosselt haben, war eine politisch umstrittene Entscheidung in ihren Reihen. Durchaus möglich, dass nochmals den Durchbruch versuchen. Haus al-Malik wäre am schwersten betroffen. Ob Haus Decados das nutzen würde, um alte Rechnungen zu begleichen, trotz der Gefahr durch die Alieninvasion?

- Reformation. Radikale Reformer gibt es zur Genüge, und die Zeiten ändern sich... mit dem Aufstieg von Alexius Hawkwood verbreitet sich liberales Gedankengut und Aufbruchstimmung. Ein Bruch durch die Kirche hätte gravierende politische Konsequenzen zur Folge.

- Rebellion! Aliens, Psioniker, Aberrationen... ausgerechnet die gefährlichsten Zeitgenossen sehen sich Verfolgung und Unterdrückung ausgesetzt. Sobald die Menschheit der Bekannten Welten Schwäche zeigt, wird es Aufstände der Anderen geben.

- Die Wahlszepter. Einige davon sind verloren gegangen. Würden sie wiederentdeckt, hätte der Finder mit seiner erhöhten Anzahl Stimmen einiges zu gewinnen, wenn der Imperator gestürzt und ein neuer Regent gewählt würde.

Und so weiter, und so fort. Was glaubt ihr? Würde das Imperium derlei Ereignisse überstehen, insbesondere wenn zwei oder mehr davon zeitlich zusammentreffen?

Denize Noy

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Re: Der Status Quo
« Antwort #1 am: 26.04.2005 | 20:05 »
Langsam wirst du mir unheimlich, Freundchen. Ich hab heut in der Arbeit auch drüber nachgedacht, was passiert, wenn Alexius das Zeitliche segnet und ob er überhaupt Erben hat. Hiermit hat sich diese Frage erübrigt.
Eine Reformation scheint mir recht wahrscheinlich. Ich denke, dass es ein geschickter Schachzug war, die Eskatonier aufzunehmen, um sowas zu verhindern. Aber dafür werden andere kommen...

Offline Azzu

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Re: Der Status Quo
« Antwort #2 am: 26.04.2005 | 23:39 »
Langsam wirst du mir unheimlich, Freundchen. Ich hab heut in der Arbeit auch drüber nachgedacht, was passiert, wenn Alexius das Zeitliche segnet und ob er überhaupt Erben hat. Hiermit hat sich diese Frage erübrigt.

Immerhin gibt es schon ein paar Damen, an denen Alexius Interesse gezeigt hat. Als Favoritinnen gelten Schwester Theafana al-Malik vom Kriegstempel und Comtessa Salandra Decados...

Zitat
Eine Reformation scheint mir recht wahrscheinlich. Ich denke, dass es ein geschickter Schachzug war, die Eskatonier aufzunehmen, um sowas zu verhindern. Aber dafür werden andere kommen...

Die Eskatonier und ihre Lehren sind IMHO zu abgehoben, um große Teile der Bevölkerung anzusprechen. Die Incarnaten und Präceptoren gelten als Häretiker und predigen dabei wesentlich Eingängigeres, als der Orden des Eskaton.

Noch ein paar Gedanken:

Ob eine Fraktion einen neuen Krieg vom Zaun brechen würde, hängt sicher auch davon ab, wie die Imperatorkriege für sie gelaufen sind.

Haus Decados hat Malignatius erobert, eine Comtessa in aussichtsreicher Position im Rennen um die Position der Kaiserin platziert. Hier ist Konsolidierung angesagt... oder doch nicht?

Haus Li Halan könnte man auch zu den Kriegsgewinnlern zählen, auch wenn viele unter ihnen das anders sehen. Die Eishölle Malignatius verloren, den Hightech-Planeten Rampart erobert. Außerdem hat das Haus keine möglichen Verbündeten gegen Alexius (mit den Hazat kämen die Decados, das steht außer Frage!), außer der Kirche, die nur schwer zu einem Putsch zu bewegen sein dürfte.

Haus Hawkwood ist so ein Spezialfall... den Krieg gewonnen, nichts davon gehabt...

Die Gilden sollten eigentlich von Alexius liberalem Fortschrittsdenken profitieren... aber das Vorgehen gegen die Sklaverei hat die größte Söldnergilde des Imperiums gegen ihn aufgebracht. Wer den Staatsstreich will, bekommt vielleicht Sonderpreise für Soldaten und Kriegsgerät...

Beim Rest... außer Spesen nix gewesen, würde ich sagen. Die al-Malik haben immerhin die Hoffnung, dass eine der ihren zur Gattin des Imperators auserwählt wird (selbst, wenn sie dem Kriegstempel angehört). Die Hazat haben sich nur eine blutige Nase geholt und müssen dringend expandieren, um sich im Haifischbecken zu behaupten. Entweder sie bekommen ihren Kreuzzug gegen das Kalifat, oder sie werden früher oder später Ärger machen.


« Letzte Änderung: 27.04.2005 | 07:22 von Azzurayelos »

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Re: Der Status Quo
« Antwort #3 am: 27.04.2005 | 16:23 »

Dazu können noch Ereignisse kommen die bestimmte Fraktionen so schwächen das ihre Feinde in Versuchung kommen könnten.

Die Inquisition könnte mitbekommen was bei den Brother Battle so läuft. Manchen sind die Geldgeschäft doch wohl etwas zu wichtig geworden mal abgesehen das die Reeves nicht alzu glücklich darüber sein sollten. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer Art Bürgerkrieg kommen, allein die Auswirkungen auf Stigmata will man sich nicht ausmalen.

Interessant finde ich in Anspielung an aktuelle Ereignisse den Gedanken an eine neue Patriarchenwahl, der jetzige ist wohl auch schon etwas älter. Auch wenn sich dazu in den Büchern natürlich keine Hinweise finden. Es steht glaub ich nur irgentwo das es Gerüchte über die Benutzung von Lebenselexier gibt

Wenn tatsächlich mehrere Lost Worls wiederentdeckt werden, wer bekommt die Herrschaft? Automatisch Alexius wenn die Ques. Knights die Entdecker waren, oder das Haus an deren Machtbereich sie grenzen?
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Offline Azzu

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Re: Der Status Quo
« Antwort #4 am: 28.04.2005 | 08:11 »
Die Inquisition könnte mitbekommen was bei den Brother Battle so läuft. Manchen sind die Geldgeschäft doch wohl etwas zu wichtig geworden mal abgesehen das die Reeves nicht alzu glücklich darüber sein sollten.

Der Kriegstempel wird sich jedenfalls nicht so einfach über Nacht zerschlagen lassen, wie der historische Templerorden. Ganz zu schweigen davon, dass die Kirche sich das gar nicht leisten kann. Ein Vorgehen gegen Ketzer innerhalb des Ordens würde wahrscheinlich nicht offen stattfinden - die Inquisition müsste quasi verdeckte Ermittler in den Kriegstempel einschleusen (gar nicht so einfach, wenn der Orden nur in Ausnahmefällen Mitglieder aufnimmt, die dem Kindesalter entwachsen sind). Am Ende dann vielleicht doch eine lange geplante Nacht der langen Messer...

Wäre eine schöne Kampagne - Beispiel: Eine Einheit geflohener Hazat Dervishes, die vor die Wahl gestellt wird, zu Büßern zu werden, oder sich im Auftrag der Inquisition um Aufnahme in den Kriegstempel zu bewerben (disziplinierte, spirituelle Kampfokkultisten nimmt der Orden mit Kusshand). Viel Action im Rahmen der Tätigkeit für den Tempel, aber auch viel Detektivarbeit und Intrigenspiel, um den Ketzern auf die Spur zu kommen.

Begeistert von so einem Konflikt innerhalb des Kriegstempels bzw. zwischen Kriegstempel und Inquisition wäre übrigens Haus Decados, das Ansprüche auf De Moley zu haben glaubt. Sobald der Orden in Verruf gerät und nicht mehr auf Unterstützung anderer Fraktionen zählen kann, marschiert die Mantis...

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Re: Der Status Quo
« Antwort #5 am: 28.04.2005 | 09:42 »
Begeistert von so einem Konflikt innerhalb des Kriegstempels bzw. zwischen Kriegstempel und Inquisition wäre übrigens Haus Decados, das Ansprüche auf De Moley zu haben glaubt. Sobald der Orden in Verruf gerät und nicht mehr auf Unterstützung anderer Fraktionen zählen kann, marschiert die Mantis...

Kommt dann natuerlich darauf an, wieviel Macht/Realität man dem Pancreator in seinem Spiel einräumt, aber dann ein nettes Wunder auf deMoley (oder gar inszeniert? z.B. mit Eskatoniker Hilfe?), das die Lage wieder ändert...
Haus Decados hat eigentlich schon mehr als genug Planeten, und gerade deMoley hat ähnlichen Status wie Yathrib. Zumal, was will Haus Decados mit diesem öden Planeten?
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Re: Der Status Quo
« Antwort #6 am: 28.04.2005 | 12:54 »
Hmm, nachdem ich jetzt ein bisschen hin und her ueberlegt habe, denke ich fast, dass es am wahrscheinlichsten ist, dass es einen Kreuzzug gegen die Barabaren gibt. Von Alexius wäre es erstmal ein netter Schachzug, auch um davon abzulenken, dass sein Erbe nicht gesichert ist (noch nicht). Ich denke aber nicht, dass das eine Barbarenvolk still hält, die wuerden erhe versuchen die Gunst der Stunde zu nutzen und auch angreifen, dann hat man einen sehr netten Mehrfrontenkrieg, der wahrscheinlich Hawkwood und Hazat viel kostet. Selbst wenn es nur Zeit ist sich woanders politisch zu engagieren.

Eine Reformation oder so etwas in der Richtung halte ich fuer nicht soo gefährlich. Die Kirche wird das sicherlich zu verhindern wissen.
Ich halte die "Gefahr" durch die Unterdrueckung der Aliens fuer realistischer. Oder die Ausbreitung von gewissem Gedankengut... .
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Re: Der Status Quo
« Antwort #7 am: 28.04.2005 | 12:55 »
Ich hatte auch nie gemeint das die BB sich so einfach zerschlagen lassen. Ich habe ja geschrieben kommt es im schlimmsten Fall zu einem Krieg von verschiedenen Fraktionen innerhalb des Tempels, unterstützt von außerhalb.

Vor allem kommt es natürlich drauf an was für Beweise vorgelegt werden und vor allem von wem. Wenn der Patriarch persönlich Anklage erhebt und von dem Orden die Auslieferung einzelnder Brüder forder,t dem Rest des Ordens aber sein Vertrauen ausspricht könnte alles noch relativ glimpflich ausgehen, vor allem weil das ganze wohl möglichst unter dem Ausschuß der Öffentlichkeit stattfinden würde.
 
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Offline Azzu

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Re: Der Status Quo
« Antwort #8 am: 15.05.2005 | 10:59 »
Auch eine Frage, die zum Thema passt: Wie schnell schaukeln sich eigentlich Kleinkriege zwischen zwei Adligen zu ausgewachsenen globalen oder sogar interstellaren Konflikten hoch? Dass Lord A sich mit Hilfe eines Blitzangriffs und einigen Söldnern einen Teil der Ländereien von Lady B unter den Nagel reißt, oder umgekehrt, kommt gar nicht so selten vor.

Es gibt aber viele denkbare Fälle, in denen sich so ein kleiner Konflikt auf andere Adlige auswirkt. Vielleicht verwaltet Lady B ihr Lehen samt den wichtigen Diamantminen für Herzog C, dem plötzlich ein großer Teil der Steuereinnahmen wegbricht. Um dessen Zorn entgegenzutreten, wendet Lord A sich an einige Cousins, die ihm noch Gefallen schulden. Beim ersten bewaffneten Konflikt stirbt Lord D und Lord E und Lady F schwören Blutrache... und so weiter.

Habt ihr so kleine Eroberungsfeldzüge schon einmal in eure Kampagnen eingebaut? Wenn ja, welche Auswirkungen haben sie gehabt? Wurden sie vom Hochadel überhaupt wahrgenommen?

Ruwen Decados

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Re: Der Status Quo
« Antwort #9 am: 14.07.2005 | 19:43 »
Ich habe sowas noch nicht mit eingebaut, hört sich aber klasse an.

Die Idee mit den Brother Battle und den Derwischen ist superklasse. Das wäre glaube ich eine Kampgane, die ich gerne spielen würde. Gute Idee!  :d

Offline Meisterdieb

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Re: Der Status Quo
« Antwort #10 am: 20.01.2006 | 04:01 »
Zu Alexius:
Da er und Hawkwood den Krieg gewonnen haben, denke ich, ist sein Thron so sicher wie er in solchen Zeit nur sein kann. Aber ich glaube auch, dass ohne einen Faktor von "außen" (Barbareninvasion oder massive Aufstände von Aliens oder Ketzern) , seine Stellung sicher bleiben. Und solange keines der anderen Häuser mächtig genug wird , würde auch ein Erbe von ihm  Kaiser werden (da können die anderen- die Verlierer bei der Damenwahl- auch noch so grummeln); Denn egal, ob er seine Gattin von den al-Malik oder den Decados wählt, er hätte dann neben der imperialen Macht und (wahrscheinlich) der Orthodoxie auch noch 2 Häuser hinter sich (das seiner Frau und Hawkwood, die ihn sicher unterstützen werden, auch wenn sie sich selbst fast als Verlierer der Imperatorkriege sehen.


Zu den Kleinkriegen:
Ich schätze mal, dass es auch eine Rolle spielt, wie wichtig oder einflussreich die beteiligten sind. Wenn sie zu mächtig sind, wird aus dem Kleinkrieg sehr schnell ein großer, und dann kann man sehr schenll zum Verlierer werden; z.B. wenn andere dann über den geschwächten Sieger herfallen.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das ein Grund sein ist, warum sich die höherrängigeren/mächtigeren "Verbündeten" aus so einem Konflikt heraushalten; man will vermeiden, dass er eskaliert.
Auf der anderen Seite kann es besser sein, massiv einzugreifen und den Konflikt rasch zu lösen, bevor andere Parteien oder sogar der Kaiser sich entschließen einzugreifen.
Denn bei den langen Verbindungswegen kann man bei schnellem Durchgreifen die Neuankömmlinge vor vollendete Tatsachen stellen.