Autor Thema: 10 Jahre DSA - Was nun?  (Gelesen 5176 mal)

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Teclador

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10 Jahre DSA - Was nun?
« am: 6.05.2005 | 16:55 »
Hallo liebe Freunde und Feinde Aventuriens.  ;)

Wie der Titel dieses Threads vielleicht schon verrät befinde ich mich nach knapp 10 Jahren aktiven DSA-Spiels an einem Scheidepunkte.
Ich bin dabei zu überlegen, ob ich noch weiterhin DSA spielen soll, oder nicht. Und ebenfalls wichtig: Wie will ich es denn nun spielen?
Aber vielleicht erzähle ich euch ersteinmal kurz meine DSA/RPG-Geschichte. Vielleicht veringert sich dann das Risiko mißverstanden zu werden. Ich hoffe ich langweile euch nicht.

Also: *räusper*


Am 24.03.1996 hat meine Rollenspielkarriere mit DSA angefangen. Ich weiß das Datum deshalb so genau, weil ich damals zu meinem zehnten Geburtstag die DSA3 Basis Box geschenkt bekam. Mit einigen Freunden habe ich dann meine glücklichen ersten Rollenspielerjahre verlebt. In dieser Sturm und Drang Zeit, hätten es einige unserer Charaktere ohne Probleme in die PG-Galerie geschafft, keine Frage. Auch unser Mitgestaltungsdrang was den Kontinent Aventurien betraf war recht drastisch. Ich glaube es reicht wenn ich hier nur kurz unser selbst erfundenes Franchise-Unternehmen erwähne, dass, in über den gesamten Kontinent verteilten sog. "Venom-Shops", magische Gegenstände verkaufte. *TräneausdemAugenwinkelwisch* Ach ja das war eine Zeit. Wir hatten defintiv unseren Spass, obwohl wir einzelne Gruppen nie länger als 2-3 Monate gespielt haben.

Aber so wie sich auch jede Lebensphase irgendwann zwangsläufig ihrem Ende nähert, so tat es auch diese Anfangsphase meines DSA/RPG-Lebens. Nach 3-4 Jahren friedlichem spielen ging ich als nächstes durch die harte Schule des fiesen SLs! (Ja ob ihrs glaubt oder nicht: Sohn des Äthers war mal noch schlimmer als heute  >;D SCNR). In dieser Phase habe ich mich sehr weit von DSA entfernt und unzählige ADND Charaktere der ersten und zweiten Stufe wurden von Drows zerhackt, von Abolethen gefressen, von Schatten ausgezehrt oder einfach von Orks die 5zu1 in der Überzahl waren im Wald getötet. Mögen sie in Frieden ruhen. Aber DSA? Nun ja das haben wir zwar nebenbei auch gespielt, aber auch hier wurde jetzt der neu erworbene Spielstil praktiziert und deshalb ist dies eine Zeit in meiner DSA-Karriere, an die ich mich ungern zurück erinnere. Aber alles hat Ende nur die Wurst.....naja lassen wirs.

Im Anschluss an diesen "Härte"-Overflow kam mein erstes und einziges Jahr ohne aktive RPG-Tätigkeit. Bücher wurden gewälzt und Ideen geschmiedet, aber es kam nichts zustande! Lag vielleicht am Alter. Ich müsste damals so 16 darum gewesen sein, vielleicht war das aber auch nur Zufall. Jedenfalls war das die Zeit, in der ich mich zum erstenmal einfach zurückgelehnt habe und fast schon auf theoretischer Eben überlegte: "Was wollen die Leute eigentlich, wenn sie Rollenspiele zocken?". Mit neuen Gedankengängen und Ideen im Gepäckt kehrte ich mit teilweise neuen Spielern an den Spieltisch zurück. Auch DSA wurde wieder aus der Versenkung geholt. Das Spiel war anders, irgendwie frisch. Aber immer noch gab es öfters mal Reibereien oder missmutige Spieler. Ein veränderts Spiel weg von Kinder-Fantasien, weg von Dungeons, aber irgendwie immer noch "auf dem Weg".

Und dann noch die Moderne! Da kam vieles zusammen! Ein Blick in mein Grofafo-Profil sagt mir, dass ich mich am 30.06.2002 hier angemeldet habe. Ungefähr ein Jahr davor, kam ein Kumpel von mir auf die Idee, mit mir und einigen anderen eine Vampire-Live Domäne zu gründen ( Ja! Ich darf mich offiziel "Domänen-Gründer" schimpfen! welch zweifelhafte Ehre  ::) ). Nun gut: Die Domäne ist dann noch vor meinem Grofafo-Start in wilde Streiteren gestürzt worden von denen sie sich nie wieder richtig erholte und wegen denen sie nach IIRC zweieinhalb Jahren zum erliegen kam. Aber das hat mich nicht interessiert. Zu diesem Zeitpunkt kam ich ins Grofafo und außerdem gab es ja schon: DSA4!. Die Bindungen zur Domäne waren bestenfalls lose.  Aber die Streiterein dort, gekoppelt mit den vielen neuen Ideen/Menschen/Systemen die ich durch das Grofafo kennengelernt habe, waren ein wichtiger Schritt in meiner RPG Karriere.



Okey! um es mit den Worten meines Profs zu sagen: "Are you still with me?"
Gut den nun zum eigentlichen Problem:

Und wo bin ich nun? Die Zusammenarbeit, Harmonie und ein öffentlich festgelegter Konsens zwischen den Spielern sind für mich die obersten Prioritäten, wenn ich mich mit Leuten an einen Tisch setze um zu zocken. Nur wenn alle an einem Strang ziehen ist es möglich gemeinsam ein interessante Geschichte zu erzählen, eine passende Atmosphäre aufzubauen, coole Szenen zu entwerfen und sie auch mit Leben zu füllen. Die Regeln sollen dazu in den Hintergrund treten und hier und da einfach und schnell über Erfolg oder Mißerfolg entscheiden, ohne den Spielfluss zu bremsen.

Tja und was macht DSA4? Haufenweise Sonderregeln die man sich merken muss, 1001 Sonderfälle und Modifikatoren  :o
Naja ihr wisst ja auf was es hinausläuft.
Kurz und gut: Die Rasse/Kultur/Professions Idee ist nett, aber das ganze System ist ein blöder Klotz am Bein für mich. Trotzdem mag ich die Welt Dere. Ich liebe diese Hintergrunddetails, die sonst so viele als Einschränkungen wahrnehmen. Wenn ich einen dekadenten Adeligen spiele, dann will ich mir meine Suite im "Seelander" in Gareth gönnen und mich vom vermutlichen bessten Koch Aventuriens verwöhnen lassen, etc. etc. Ich habe die Welt eben lieb gewohnen. Und die neuen Regionalbände lassen mein Herz höher schlagen.

Aber ich scheue noch davor zurück einfach das Regelsystem zu kippen. Irgendwie wäre das ganze nicht mehr DSA...es würde sich anders an fühlen. Hm, vielleicht schwer nachzuvollziehen. Aber ich hadere eben mit einem neuen System.


Und jetzt will ich eure Worte mal hören:
Hattet ihr auch solche Ermüdungserscheinungen?
Spielt ihr DSA vielleicht mit alternativem Regelsystem?  Wenn ja, warum gerade mit diesem?
Oder habt ihr vielleicht aus garnicht mal unähnlichen Gründen aufgehört DSA zu spielen?
Habt ihr Ideen wie man einfache Regelsystem "aventurisieren" könnte?

Ich werde selbst später noch mehr zu diesem Thema äußern.

Gruß
Teclador



Eulenspiegel

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #1 am: 6.05.2005 | 17:17 »
Also ich habe auch mit DSA angefangen.
Allerdings finde ich die DSA4 - Regeln wesentlich besser als die DSA3 - Regeln.
Falls sie dir aber nicht gefallen, dann spiele doch einfach DSA3 weiter.
(Oder spiele DSA4 nur mit der Basisbox. - Der Rest sind sowieso nur Optional-Regeln.)

Ich selber spiele auch nicht nur DSA sondern auch noch ein paar andere RPGs nebenher WoD, Cthulhu.

Wenn du partout nicht die DSA -Regeln mehr benutzen möchtest (DSA3 oder 4), dann bleiben dir eigentlich nur 3 Möglichkeiten:
1) Regellos spielen
2) mit fremden Regeln spielen. (Das geht leichter, als es am Anfang den Anschein hat.)
3) Neues Setting ausprobieren. (Da kommt zwar nicht die Nostalgie zu tragen, macht aber trotzdem Spaß.)

Offline Samael

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #2 am: 6.05.2005 | 17:21 »
Ich habe nicht ganz 10 Jahre durchgehalten mit DSA, wohl aber 6-7. Angefangen 1992, Schluss war 1999. Die 4. Edition hat mich dann nochmal bewogen DSA eine neue Chance zu geben... 4-5x gespielt und das Zeug wieder verkauft.

Ich denke der große Vorteil von DSA ist wirklich die sehr detailliert ausgestaltete Welt und viele Kaufabenteuer. Natürlich muss man als SL aufpassen, dass einem ersteres nicht zur Last wird beim Entwurf der Spielabende. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir zur Last wird, früher oder später. Ausserdem hat Aventurien, so liebevoll es auch gewachsen sein mag, mE ein paar dicke Designfehler. Sowohl als glaubhafte, stimmungsvolle Fantasywelt an sich, als auch (und besonders) als Hintergrundswelt für ein Rollenspiel.

Deswegen habe ich meine DSA4 Sachen wieder verkauft, weil ich merkte, dass Aventurien sich nicht geändert hat. Dass die neuen Regeln einen Schritt nach vone und einen zurück gegangen sind hat natürlich auch nicht geholfen. 
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Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #3 am: 6.05.2005 | 17:25 »
Ja, das kenne ich nur zu gut. Auch ich habe mit DSA angefangen und eine ähnliche "Karriere" durchgemacht wie du, auch wenn meine noch nicht so lang ist.

Mich stört das Regelsystem von DSA4 auch irgendwie. Als es noch neu war, war ich fasziniert von den vielen Regeln, Professionen, Manövern etc. pp. Aber mit der Zeit (vor allem im letzten halben Jahr) wurde ich dieses Regelmonstrum von DSA4 zunehmend leid.

Höhepunkt war das riesen Turnier in Gareth im ersten Teil von "Jahr des Feuers". Ein riesen Turnier! An und für sich eine super Sache, auf die ich mich im Vorfeld auch gefreut habe. Doch als dann jede einzelne Disziplin ausgespielt wurde, jeder Kampf eines Charakters, stand ich mit meinem Geoden doch echt im Abseits.
Die Kämpfe wurden zu Wüfelorgien, Manöver wurden gegenseitig um die Ohren geschlagen und das ganze dauerte extrem lang. Irgendwann hatte ich echt keinen Bock mehr.

Ich denke, dass mit DSA4 zwar ein Weg hin zu einem ausgefeilterem, realistischen Regelsystem eingeschlagen wurde, bei dem aber für viele Spieler der Spaß in den Hintergrund gestellt wurde. DSA4 ist zu einem Paradies für Charakter-Bastler und -Schrauber geworden. Die Erschaffung meines Magiers der 10ten Stufe dauerte gute Sechs Stunden. Man muss tausend Sachen beachten, hier ein Merkmal, da eine vergünstigung usw.

Und dennoch mag ich Aventurien eigentlich ebenso, wie du es beschrieben hast. Man hat es wirklich "liebgewonnen". Doch wird es bei mir durch das Regelsystem so unattraktiv, dass ich im Moment einfach keinen Bock mehr darauf hab.

Meinen Mitspieler sehen das (so sehe ich das) ganz anders. Sie mögen DSA und auch das Regelwerk. Daher steh ich im Moment noch alleine da. Ich denke, dass meine veränderte Sichtweise nicht zuletzt auch auf das Grofafo zurückzuführen ist. Und die anderen sind kaum bis gar nicht im GFF aktiv...

Daher würde es sich auch als schwierig erweisen, ein anderes System einzuführen. Mit DSA verbindet man eigentlich immer das Attacke-Parade-Prinzip. Wenn man dieses nun durch etwas anderes ersetzen würde, dann wird man in der DSA Gemeinde sicherlich nicht auf Begeisterung stoßen, wohl eher auf Unverständnis.

Du spielst doch auch viel in der WoD. Warum versuchst du nicht einfach mal, die WoD Regeln zu aventurisieren. AD&D halte ich für keine wesentliche Verbesserung. Liquid würde sich doch auch anbieten. Da gab´s hier auch schon einen Thread dazu.

Also ich habe auch mit DSA angefangen.
Allerdings finde ich die DSA4 - Regeln wesentlich besser als die DSA3 - Regeln.
Falls sie dir aber nicht gefallen, dann spiele doch einfach DSA3 weiter.
(Oder spiele DSA4 nur mit der Basisbox. - Der Rest sind sowieso nur Optional-Regeln.)
Wieviel Regeln stehen in der DSA4 Basisbox eigentlich drin? Soweit ich mich erinnern kann ist da ja nur die Charaktererschaffung für einige Professionen und die Grundregeln enthalten. Ohne den ganzen Wust an Magieregeln und ohne "Mit Blitzenden Klingen" ist das ja nur noch eine "light-Version" von DSA4. Quasi DSA3 mit Advanced Charaktergenerierung und verminderten LeP.
« Letzte Änderung: 6.05.2005 | 17:31 von Alrik »
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Xantus

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #4 am: 6.05.2005 | 17:31 »
Wenn dir das Regelsystem stinkt, dann mach es einfach für deine Gruppe neu. Das löst viele Probleme. Regelsystem ist immer einfach, schwierig wird es wenn einem die Spielwelt aufgrund der (meistens) vorkommenden Inkonsistenzen stink.

Insb. scheiße bei DSA4 ist die fehlende Unterteilung in "Kinomanöver" und realistische Kampfstiele, da gibts bei Gurps aber eine Menge nützlicher Sachen. Ich dachte als ich eines der DSA4 Regelbücher in der Hand hatte "Rolemaster is back!".

Eine sehr gute Alternative zu DSA ist 100-300 n.Chr. auf Römerseite, je nach Zeit geht es der Republik gut - bis hin zu Armut und Bürgerkriegen. Griechenland ist zwar unter römischert Fuchtel, aber immerhin noch "intakt" und nicht geschliffen worden.

Wenn Götter sein sollen, dann würde ich die Götter einfach übernehmen und "Godpower" anhand der Gläubigenzahl messen, oder für den Mensch sind sie real - allerdings nicht für das Spielsystem; dort sind Götter nur ein +1 auf irgendeinen Skill durch Motivation (Glauben).

Zudem hast du eine konsistente und vielseitige Spielwelt, da der antike Schiffsverkehr praktisch regelmäßig alles anfuhr was im Mittelmeerraum zu erreichen war (allerdings nur im Sommer).

Wenn Magie ebenfalls sein muss, dann würde ich Götterwunder und Magie einfliessen lassen - aber spätestens hier wird es kritisch, denn je nach Ausprägung wird Magie das gesamte Weltsystem umkippen und teilweise drastische Auswirkungen haben, d.h. die Welt müsstest du stark umgestallten.
« Letzte Änderung: 6.05.2005 | 17:38 von Xantus »

Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #5 am: 6.05.2005 | 17:34 »
Wenn dir das Regelsystem stinkt, dann mach es einfach für deine Gruppe neu. Das löst viele Probleme. Regelsystem ist immer einfach, schwierig wird es wenn einem die Spielwelt aufgrund der (meistens) vorkommenden Inkonsistenzen stink.

Wenn man das DSA4 System ändern will, kann man gleich auf ein anderes zurückgreifen oder ein anderes benutzen. Wenn ich erstmal anfangen würde, dann könnte man nachher nicht mehr erkennen, dass es ursprünglich von dem DSA4 Regelwerk abstammt. Da kann ich mir die Mühe sparen und gleich etwas anderes zur Hand nehmen...
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Xantus

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #6 am: 6.05.2005 | 17:35 »

Wenn man das DSA4 System ändern will, kann man gleich auf ein anderes zurückgreifen oder ein anderes benutzen. Wenn ich erstmal anfangen würde, dann könnte man nachher nicht mehr erkennen, dass es ursprünglich von dem DSA4 Regelwerk abstammt. Da kann ich mir die Mühe sparen und gleich etwas anderes zur Hand nehmen...

Dann mach das doch, wenns das einzige Problem was man mit DSA hat ist - ein Grund sich zu freuen, es gibt für die Regelsysteme schließlich viele Alternativen.

Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #7 am: 6.05.2005 | 17:40 »
Ein anderes Regelsystem zu finden, ist auch weniger das Problem. Da wüsste ich genug. Aber die Mitspieler dazu zu bewegen, das andere System zu nutzen... DAS ist das Problem.

Und selbst wenn sie dieselbe Sichtweise bezüglich DSA4 hätten, würde mein SL wohl nicht wechseln. Immerhin hat er weit über 100 Euro für die Basisbox, Schwerter und Helden, die Zauberbox und die Götter&Dämonen Box ausgegeben. Da kann ich ihn auch verstehen, dass er sie nicht wegschmeißen will... ;)
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Offline dr.fendo

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #8 am: 6.05.2005 | 17:42 »
Ich würde evtl zur Konvertierung Fudge vorschlagen .Das ging bei uns recht fix. Eigentlich mag ich zwar Guprs lieber, aber so entgehst du ein rießiges regelgeschwülst am effektivsten
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Xantus

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #9 am: 6.05.2005 | 17:46 »
*Shrugs* nicht, dass dies misverstanden wird: Es war keine Empfehlung nach Gurps Regeln zu spielen... die sind nicht minder schrecklich. Bei Gurps gehts schneller, dafür muss man Massen von Modifikatoren zusammenrechnen.

Es ging mehr um Kampfstile und deren Auswirkungen, die werden in Gurps gut beschrieben und zusammen gefasst - das würde ich mehr als "Universallitteratur" dazu empfehlen.

Wenn natürlich deine ganze Runde die Regeln toll findet, dann wird kein Wechsel stattfinden... für die Runde ist es ja gut. Wenn nur danach gespielt wird: Hat ja Geld gekostet, tjaa... da bleibt nur der unschöne Weg dem SL zu verklickern: "Du haben teuer Geld für schlecht Regeln bezahlt".

Meine Meinung ist dazu: alles was bis W8 an Streuung geht ist gut, alles was bis W10 geht ist okay, was drüber geht ist Mist.

Ich drücke dir aber die Daumen, dass eine Lösung gefunden wird. Wenn der Schwerpunkt allerdings ist, dass deine Mitspieler gerne SCs mit 100.000 kleinen Modifikationen drin bauen - dann fällt mir keine Lösung ein, wir hatte zwar einmal ein System was dies bot - allerdings (das ist auch mein Tip für Spiele wie DSA), habe ich vorher viel Zeit damit verbracht die Modifikatoren am Ende in AT/PA einfliessen zu lassen, sodaß nur 1x vor dem Spiel (bei Heldenerstellung und Änderung) gerechnet wird und danach nicht mehr.

Die PA im Rüstungswert zu verrechnen und dies gleichzeitig als MW zu verwenden ist ebenfalls möglich, dies halbiert effektiv die outtime Zeit für Kämpfe (da nurnoch AT gewürfelt wird) - allerdings wirst du das jedem erst erklären müssen, weil sonst jeder meggert "Ich will aber parieren können".
« Letzte Änderung: 6.05.2005 | 17:55 von Xantus »

Offline Aeron

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #10 am: 6.05.2005 | 18:06 »
Ach ja DSA  ::) , ich habe auch damit angefangen, aber wesentlich später (mit 14 glaube ich), und habe da auch so einige Phasen durch. Es begann mit der fanatischen Faszination und hat sich zu einer besonnenen Abgeklärtheit entwickelt  8).
Das beste an DSA ist, dass man sich durch die Detailfülle in Aventurien immer auf eine gewisse Art wohl fühlt, wie zu Hause.

Wenn man zu zweifeln anfängt, dann kann ich nur raten, erstmal andere Rollenspiele zuspielen. Sozusagen eine Auszeit nehmen. Wenn man eine Weile (Wochen, Monate, Jahre...) Abstand hatte, kommt sicher irgendwann wieder das Gefühl/ die Faszination für DSA hoch und dann kann man auch über das komplexe Regelwerk drüber weg sehen.
Ich denke, wenn man DSA4 als das Baukastensystem nutzt, was es ist, dann kann man die Regeln auch sehr reduzieren, da viele Kampfregeln zum Beispiel Expertenregeln sind und damit wegfallen könnten. Oder man nimmt einfach nur die Basisregeln und je nachdem, wie die Gruppe einverstanden ist, läßt man etwas von den erweiterten Regeln mit hineinfließen.

Was ich aber nicht machen würde, wäre DSA einfach so aufzugeben bzw. "wegzuschmeißen". Schließlich hat es viele von uns Rollenspielmäßig "entjungfert". ;)
« Letzte Änderung: 6.05.2005 | 18:10 von Aeron »

Teclador

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #11 am: 6.05.2005 | 20:02 »
Erstmal: Danke für das viele Feedback!

Es scheint ja hier noch anderen so zu gehen. Besonders Alrik. Ich habe nämlich auch an dem Punkt verzweifelt, als ich für das Turnier in Gareth planen wollte und mal auf die Charakterzettel meiner Spieler geschaut habe. *Ohmygod*  :q


Aber ich würde hier gerne nochmal was klar stellen:


1.Ich suche kein neues System und ich brauche auch keine Auszeit. Ich spiele seit mehreren Jahren verschiedenste andere Systeme und mein DSA-Konsum ist seit nem Dreivierteljahr ausgefallen.

2..Ich zeige keine Ermüdungeserscheinungen oder Ähnliches. Mein Spielstil lässt sich einfach nicht mehr mit dem DSA-Regelwerk in Einklang bringen.

3.DSA3 wäre für mich ein Rückschritt in die Steinzeit. Nein das wäre wirklich nichts.


Aber die besste Entscheidung wird wohl wirklich sein. Liquid oder das NWoD System zu verwenden.
Zumindest fallen mir sonst keine Befriedigenden Alternativen ein.
Noch reizvoller wäre es das Inspectres System abzuwandeln und zu verwenden. Da hat man gleich en bisschen Player Empowerment drin.

Man müsste nur ein bisschen was vom Flair rüber retten. Vielleicht durch Talentnamen, oder das AT/PA System.
Hm aber das wäre definitiv eine Möglichkeit.

 

Offline Roland

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #12 am: 6.05.2005 | 20:45 »
Wie wärs mit Heroquest? Das hat zumindest Caynreth schon erfolgreich auf DSA umgesetzt. Siehe auch hier.
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Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #13 am: 6.05.2005 | 20:54 »
Noch reizvoller wäre es das Inspectres System abzuwandeln und zu verwenden. Da hat man gleich en bisschen Player Empowerment drin.
WOW! Das ist doch mal ein krasser Schritt. Hört sich auf jeden Fall nach einer sehr spannenden Sache an. Wenn du den Gedanken weiter verfolgst, dann würde ich gerne mal hier im Grofafo was davon lesen. :d

Liquid finde ich für DSA Spieler auch reizvoll insofern, als dass man ja immerhin noch einen Haufen Fertigkeiten hat und nicht gleich den krassen Schritt macht (wie z.B. bei Inspectres, Wushu o.ä.), dass man alles auf ein paar Werte beschränkt. Das wäre für meine Mitspieler auch eine noch annähernd denkbare Alternative.
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Offline Alrik aus Beilunk

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #14 am: 6.05.2005 | 21:02 »
2..Ich zeige keine Ermüdungeserscheinungen oder Ähnliches. Mein Spielstil lässt sich einfach nicht mehr mit dem DSA-Regelwerk in Einklang bringen.
Hast Du denn schon versucht es an deinen Spielstil anzupassen ?
IMHO kann man z.B. einen Großteil der Regeln eindampfen indem man die FanPro PG Bremsen (die unzähligen Bedingungen die man z.B. beim Manövereinsatz beachten muß) rausnimmt.
Quote: Ambrose Bierce  
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wjassula

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #15 am: 9.05.2005 | 10:14 »
Mir gings ähnlich...

Ich würde vroschlagen, erstmal ein bisschen DSA-Pause zu machen, und andere Spiele auszuprobieren. Vielleicht auch mit einer anderen Gruppe. Mal was ganz anderes! Science-Fiction! Horror! Laufende Delfine mit Maschinengewehren! Systeme mit ganz vielen Würfeln! Ohne Würfel! Mit Karten! Mit Abzählreimen!

Und dann mit den gesammelten Erfahrungen noch mal ein kritischer Blick auf DSA und überlegen: Was will ich davon retten? Was gefällt mir noch?

Hat auch den Vorteil, dass man nebenbei schon eine Menge Spass hat.

Teclador

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #16 am: 9.05.2005 | 13:35 »
@Wjassula: Ja dein Vorschlag ist sehr gut. Ungefähr so habe ich es auch gemacht. WIe ich oben schon mal gesagt habe: DSA fiel bei mir eine ganze Weile flach und ich habe jede Menge anderes Zeug (sowohl was Setting als auch was System angeht) gespielt. Jetzt bin ich gerade dabei einen kritischen Blick auf DSA zu werfen, wie du es treffend formuliert hast.

NiceGuyEddie

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #17 am: 9.05.2005 | 14:06 »
Bei dir scheint ja das Problem im Grunde im System zu bestehen(wars bei mir auch hauptsächlich). Dann schmeiß es halt weg. Ist halt auch nur irgendein System, warum solltest du ausgerechnet das benutzen?

Wir haben jetzt für das Jahr des Feuers eine WuShu-Variante verwendet(mit weniger stressigem Dauer-Beschreiben, aber immer noch mit coolen Duellen und laxen Regeln) und siehe da: Das Turnier von Gareth war ein Riesenspaß! Kaum Würfeln, kaum Vorbereiten, sondern emotionale, packende Duelle mit den fiesesten Todfeinden, die man sich als Held nur wünschen kann. Ehrlich - ein Versuch ist es wert.

Offline Michael

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #18 am: 9.05.2005 | 14:45 »
Also ich spiele jetzt auch schon im neunten Jahr DSA, habe nie Pausen drin gehabt eigentlich immer gespielt und auch die gleichen Phasen durchgemacht wie Tec. Im Gegensatz zu Tec habe ich mich aber mit Händen und Füßen am Anfang gegen die vierte Edition gewehrt. Zu viele Regeln zu viele Diesdasalles und so blieb es auch eine Weile. Inzwischen spiele ich DSA4 sehr gerne (2x die Woche, wie auch vorher DSA3) und ich denke es kommt immer auf den SL und die Spieler an. Man kann sich lange an den Regeln aufhalten muss dies aber nicht.
Jetzt ist es aber nicht so, dass ich nur DSA gespielt habe, ich habe einige Systeme schon getestet aber wie oben schon gesagt, es ist wie nach Hause zurückkehren.
Ansonsten würde ich mal auch Liquid schauen ob das ginge, ich selber habe das System nur kurz von Mythos erklärt gekriegt es sollte aber machbar sein.
Zitat von: Ahasverus am Heute um 09:42
Im Grunde spielen wir die meiste Zeit also eine Art Wargame und erzählen uns dazwischen Stundenlang Geschichten wie es zum nächsten Kampf kommt. *leichte ironie*

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Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #19 am: 9.05.2005 | 16:55 »
Dann schmeiß es halt weg. Ist halt auch nur irgendein System, warum solltest du ausgerechnet das benutzen?

Ich glaube, dass Tecci noch hadert, weil er eine gewisse Verbindung zum traditionellen DSA Regelwerk entwickelt hat. Das ganze Attacke - Parade Zeugs und die vielen Talente, Astralpunkte etc haben halt einen Wohlfühl-Effekt. Das geht mir auch so. Ich kann mir bei DSA auch nur schwer vorstellen, ohne diese ganzen (Kult-)Mechanismen zu spielen. Ich glaube ihn hindert noch etwas Nostalgie daran, "einfach so" auf ein anderes System zu wechseln.
Hat Tecci auch schon anklingen lassen:

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Offline Jens

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #20 am: 9.05.2005 | 18:41 »
10 Jahre DSA *nachrechne*... naja bei mir sinds erst 7 Jahre DSA und damit 7 Jahre Rollenspiel... Klassisches Einsteigersystem eben :). damals, DSA3 fand ich toll, hab alle Regeln verschlungen... Jetzt DSA4 habe ich ja am Anfang gar nicht abgekonnt, dann hab ich mich aber mal mit dem System angefreundet (schließlich hat mir wer das Regelwerk geschenkt) und gesehen das es zwar viele Verbesserungen gab aber es mir einfach zu viele Regeln waren. DSA3 mit QVAT (für schnelle Kämpfe) war bisher wunderbar.
Aber wer als Kämpfercharakter natürlich seine Spezialattacken haben will, der spielt dann auch lieber DSA4.

Das System müsste einfach entschlackt werden. Es ist nicht so das man die Optionlaregeln nicht weglassen könnte - dann geht aber auch ein großer Teil Aventuriens weg (und die erste Einschränkung "keine Geweihten" würde ne komplette Box streichen aber allein schon "ja Magier dürfen" heißt dann wieder Studium mit einer Box und mindestens einem Band wenn man mal "richtig" Artefakte machen können will) und das System hat ohnehin den Nachteil: "Klar kannst du mit der Basisbox nen Thorwaler spielen. Aber wenn du *richtig* spielen willst, dann solltest du die Heldenschwerter und den Nordlandband auch haben nicht zu vergessen das Arsenal und unsere Seefahrtsspielhilfe". Und da sind dann wieder so viele tolle Dinge drin die Dinge regeln, die man toll findet aber an die man vorher nie gedacht hätte. Leider wissen ziemlich alle DSA-Spieler von den ganzen Boxen und das da viele tolle Dinge drin sind und grade bei DSA kann man nicht als Meister leicht eine Gruppe finden, die sich nicht auskennnt und mit der man dann "einfaches" oder "vereinfachtes" DSA spielen kann.

Okay, nach dem ganzen Gesabbel mal nen konkreter Vorschlag: wunderbare "Alternative" zu dem System ist Das Dreckige Aventurien oder für die Version 4: Blut und Eisen. Vereinfacht, wunderbar gemacht und wenig würfel, dafür Mythos und immer noch Aventurien.

Download: http://elgor.rpghost.de/zip/blutundeisen.zip (gezipptes DOC, 50 KB gepackt)

NiceGuyEddie

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #21 am: 9.05.2005 | 20:21 »
Zitat
Okay, nach dem ganzen Gesabbel mal nen konkreter Vorschlag: wunderbare "Alternative" zu dem System ist Das Dreckige Aventurien oder für die Version 4: Blut und Eisen. Vereinfacht, wunderbar gemacht und wenig würfel, dafür Mythos und immer noch Aventurien.

Download: http://elgor.rpghost.de/zip/blutundeisen.zip (gezipptes DOC, 50 KB gepackt)

Ahh! Ich erinnere mich! Das dreckige Aventurien!  :D
Darauf bin ich früher total abgefahren, wir haben sogar die Regeln importiert. Aber irgendwie war das auch nichts - nur mehr komplizierte Sachen, zumal da wir damals schon nach vierter Edition gespielt haben. Da ist denke ich eine Vereinfachung der richtige Schritt gewesen.
Zitat
Ich glaube, dass Tecci noch hadert, weil er eine gewisse Verbindung zum traditionellen DSA Regelwerk entwickelt hat. Das ganze Attacke - Parade Zeugs und die vielen Talente, Astralpunkte etc haben halt einen Wohlfühl-Effekt. Das geht mir auch so. Ich kann mir bei DSA auch nur schwer vorstellen, ohne diese ganzen (Kult-)Mechanismen zu spielen. Ich glaube ihn hindert noch etwas Nostalgie daran, "einfach so" auf ein anderes System zu wechseln.

Hmm...na dann würde ich folgendermaßen vorgehen: Schnapp dir LIQUID, führe Attacke/Parade ein(aber nicht vergessen dann die Tödlichkeit anzupassen!), nenne die Trefferpunkte Lebenspunkte, übernimm die Eigenschaften aus DSA und passe die Talentliste an wie du das willst und bastel irgendwie das Magiesystem zu Recht, was ich bisher allerdings auch nicht sonderlich gut geschafft habe. Aber mit dem LIQUID-Mechanismus hat man ja eine einfache Grundregel, die man theoretisch auch der DSA3-Magie zu Grunde legen kann, damit das kompatibel bleibt. Irgendwie so halt.  :)
Soo unterschiedlich sind diese ganzen Systeme doch gar nicht. Ob ich LIQUID oder DSA3 auf Aventurien spiele unterscheidet sich zumindest für mich im Spielgefühl kaum.

Vor allem würde ich mir aber keinen so großen Kopf um die Regeln machen. Hey, Aventurien bleibt Aventurien, egal was du jetzt für Regeln benutzt. Aus den alten Regeln auszubrechen kann ja auch eine Chance sein den alten DSA-Spielstil mal unvoreingenommen zu betrachten und die Erfahrungen, die du mit anderen Systemen gemacht hast, nach Avneturien zu übertragen. Bei mir lief das  super! Und ob du jetzt zu Eigenschaften Eigenschaften oder Attribute sagst, ist doch keine Frage um Leben oder Tod.  ;)

Teclador

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #22 am: 10.05.2005 | 10:30 »
Hm ja was gibts zu sagen:

Das dreckige Aventurien ist zwar wirklich ne Alternative...aber nicht für mich. Allein das Wort "gritty" lässt mir schon einen Schauer über den Rücken laufen. Nein, echte Helden sind unsterblich. Will heißen: Absolut nicht mein Spielstil.


Jaja die Sache mit dem Flair...Alrik, hat mich da schon ganz gut durchschaut!  :D

Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto eher komme ich zu dem Schluss, dass die einzige Alternative zu einem komplett neuen Regelwerk, der vollkommene Aventurienverzicht ist. Und damit wäre DSA für mich komplett gegessen. Das will ich ja auch nicht. So werde ich nun bei der nächstbessten Gelegenheit mal damit anfangen, das System meiner Wahl (nämlich Inspectres) auf Aventurien umzumünzen. Das ganze wird dann zwar sehr weit vom klassischen DSA-Spielstil entfernt sein, aber schließlich geht es mir ja um neue Impulse. Aber momentan steckt die Idee noch in den Kinderschuhen.

Ich habe gestern seit einiger Zeit mal wieder einen Blick in mein Inspectres Regelwerk geworfen und denke, dass die meisten Mechanismen, durchaus übersetzbar sind ("Spotlight" wird "Tavernen-Geschichte" etc.). Aber bevor ich wild drauflos arbeite muss ich ersteinmal genau wissen wo ich mit diesem neuen Regelwerk hin will. Will heißen: Mir muss erstmal klar werden welche Spielziele und welches Spielgefühl durch solch ein System, denn unterstützt werden sollen.

Offline 8t88

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #23 am: 10.05.2005 | 10:35 »
Cool!
Bitte gib mir bescheid, wenn du was dazu veröffentlichst! :D

Ich suche auch mal wieder ein wenig DSA-Feeling (ist "wie nach Hause kommen") mit nem Akzeptablen System! ;)

Jemand mal versucht ein klassisches DSA Abenteuer mit Liquid oder Wushu zu Leiten?!
Also aus dem Abenteuer Buch?!
Live and let rock!

Klick den Spoiler Button!!
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Teclador

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #24 am: 10.05.2005 | 10:43 »
@8t88: Wir haben mal ein offizielles Myranor Abenteuer mit Liquid gespielt. Hat an und für sich sehr gut geklappt. Es war ein cooler Oneshot mit richtig dickem cineastischen Einschlag. Aber nun ja..es war halt Myranor, von daher erwartet man da schon ein bisschen mehr abgedrehte Exotik.

Und ja ich werde hier im DSA Channel mal einen Thread aufmachen, wenn ich dazu gekommen bin mir erste Konzepte für "Das schwarze Gespenst" ;D zu überlegen.

Eryolath

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #25 am: 11.07.2005 | 16:23 »
Hi,

ich habe es ca. 3 Jahre ausgehalten (glaube ich) von ca. 1984 an (jawohl - ein Zwerg der ersten Stunde ;-) ). Dann habe ich gesehen, dass es auch anders gehen kann - es war mir einfach zu eng und zu klein - und bin auf englisch umgestiegen (sehr zur Freude meiner Englisch Lehrerin :-) )

Mag sein, dass DSA inzwischen ein gutes System sein kann ... mir sitzt die erste Ausgabe zu tief in den Knochen und ich habe wohl in die 2. Edition mal kurz reingesehen, aber micht nicht mehr ernsthaft damit beschäftigt und auch nix mehr davon gekauft.

schon alleine ' ... ich schleudere dem Drachen einen Fulminiktus Donnerkeil ...' :-( seit diesen tief sitzenden Erlebnissen tue ich mich mit deutschsprachigen Regelwerken immer etwas schwer. (Wie hießen noch 'Skillwires' aus Shadowrun auf deutsch? ... *schüttel*)


Liebe Grüße,
Eryolath

Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #26 am: 11.07.2005 | 16:49 »
@Eryolath
Auf Englisch bedeuten die meisten Zaubersprüche aber eben genau dasselbe, nur hört es sich für die meisten eben cooler an. Ist ja bei vielen Popsongs genauso. Nur wäre das kein Grund für mich auf andere (englischsprachige) Regelwerke umzusteigen. Das hat andere Gründe...
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Offline Jens

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #27 am: 11.07.2005 | 17:13 »
Mir war Englisch damals immer zu kompliziert deswegen hab ich nie D&D gespielt ;)

Aber Englisch kann schon cooler klingen als Deutsch. Allerdings ist mir dieses Syndrom nur im Shadowrun aufgefallen. Keiner sagte was als die Konzern wache "Who is there?" rief und dann beim Schießen "There is somebody there! I need help!" rief. Die Spieler waren seltsamerweise der Meinung das soll so sein obwohl wirs bis dahin auch auf Deutsch gespielt haben aber okay, das war auch das Abenteuer was mehr in Richtung MGS ging ;)

Eryolath

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #28 am: 11.07.2005 | 18:38 »
Natürlich habt Ihr Recht, dass z.B. Zaubersprüche (oder Liedtexte) aus dem Englischen wörtlich übersetzt genauso dumm klingen wie die deutschen Bezeichnungen.

Nur ist es oft schon ein Unterschied, ob ich eine flüssig oder zumindest cool klingende Bezeichnung neu erfinde, oder sie wörtlich übersetze - unabhängig von der Ausgangssprache. Und gerade in den frühen Tagen des Rollenspiels in Deutschland gab es halt kaum 'Fachübersetzer' für RPGs  ;D und bestimmt oft auch wenig Budget oder zumindest Ruhm und Ehre für eine gute Übersetzung. Angeblich wurde die 'Torch' in der ersten deutschsprachigen D&D oder AD&D Auflage (ich weiss nicht mehr genau) ja auch Taschenlampe übersetzt  ::)

Der Rest ist natürlich Gewohnheit. Bei Midgard hat mich Deutsch z.B. nie gestört, aber da fallen mir auch keine so 'mutigen' Vokabeln draus ein.

Außerdem waren die englischen Ausgaben früher verfügbar und meist billiger - und das ist ein echtes k.o.-Kriterium für Schüler mit 20 DM Taschengeld im Monat  ;)

Und dann bin ich halt auch nie bei einem System auf deutsche Ausgaben umgestiegen, wenn ich schon in Englisch angefangen hatte.

... und wie gesagt, der Rest ist Gewohnheit und somit vollkommen subjektiv.


Liebe Grüße,
Eryolath

Offline Jens

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #29 am: 11.07.2005 | 18:59 »
Joaaa ich kenn da noch die berühmte "Spring Attack" (neiiin, sie haben nicht Frühlingsattacke draus gemacht ;D ) aus dem D&D ein, jaja schon schön son tänzelnder Angriff...

Offline Alrik

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #30 am: 26.07.2005 | 17:14 »
@Tecci
Schon irgendwelche Fortschritte gemacht?
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Teclador

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Re: 10 Jahre DSA - Was nun?
« Antwort #31 am: 27.07.2005 | 22:34 »
wird gezockt?