Autor Thema: Diskussion: Murphys Höhle  (Gelesen 9628 mal)

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Offline Friedensbringer

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Diskussion: Murphys Höhle
« am: 10.03.2006 | 08:52 »
einer wirds sich doch wohl angeschaut haben, oder? :-[
Zitat von: Ludwig Wittgenstein
Wenn man unter Ewigkeit nicht endlose Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der Ewig, der in der Gegenwart lebt.

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Mc666Beth

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #1 am: 10.03.2006 | 09:16 »
Also mir gefällt vor allem der Hintergrund mit der Einbindung seiner Gesetze.
Ich muss mehrmals grinsen und auch lachen.

Offline 8t88

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #2 am: 10.03.2006 | 14:34 »
Ich finds Ulkig! :D :d
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Offline Ralf

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #3 am: 11.03.2006 | 13:58 »
Fremder Leute Mütter zu spielen, kann glaube ich sehr witzig sein. Für die Idee gibts schon mal ein :d .
Allerdings hätte ich es noch cooler gefunden, wenn die Gesetze auch in den Regeln Auswirkungen gehabt hätten. Ich würde zB nochmal einen Bonuswürfel für jedes Gesetz geben das in einer Beschreibung vorkommt oder so.

Ausserdem muss ich mal deinen Schreibstil loben, sehr flüssig in einem Rutsch zu lesen.
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Offline Friedensbringer

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #4 am: 11.03.2006 | 14:39 »
ich hatte erst überlegt die gesetze auch regeltechnisch zu vergraben, aber dann hätten die völker unterschiedliche gewichtungen bekommen müssen, den manche gesetze sind nunmal "einfacher" einzuhalten als andere, und wenn sich dass dann im system niederschlägt wäre das (vermutlich) schwierig geworden. deswegen hats die überlegung nicht in die endfassung geschafft.

danke für das lob ~;D
Zitat von: Ludwig Wittgenstein
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Jon Snow

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #5 am: 11.03.2006 | 18:02 »
noch nicht gelesen, aber  :d für das lyout. sehr schlicht aber auch sehr schön.

Christoph

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #6 am: 14.03.2006 | 13:49 »
-Habe Tränen gelacht.  :d -Super Arbeit!

Werd's wohl am 1.April mal gegen meine Nazigruppe ausprobieren, auch wenn's garantiert schiefgeht.

Offline Vale waan Takis

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #7 am: 14.03.2006 | 13:49 »
So, Nummer 2 gelesen  ;D

Sehr geil, vor allem die total abgedrehte Geschichte (Schimmelpilzsporen im Zimmer gehabt?  ;):d :d :d
Auch die Regeln mit Attributen, Fertigkeiten von Charaktererschaffung bis Proben etc. alles sehr schön einfach, schnell und gut.

Mein persönlicher großer Minuspunkt (den 80% hier im Forum aber wohl eher als Pluspunkt sehen werde, was daher nicht schlimm ist) ist das wushuresque "ich laber ausführlichst für tolle bonuspunkte"

That's why I hate Wushu! Und daher würde ich wohl auch eher nicht nach dieser Regeln Murphys Höhle spielen wollen  :-\
Aber man kann sie ja auch weglassen, da sonst alles echt sehr genial klingt.
Für den Rollenspiel Fun zwischen 2 Kampagnen auf alle Fälle ein sicherlich schönes Spiel  :d
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Offline Friedensbringer

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #8 am: 14.03.2006 | 18:09 »
@Vale waan Takis
naja, man kanns ohne schwierigkeit einschränken oder ganz weg lassen, wobei ich finde, da das maximum bei 2 zusätzlichen würfeln für "ich laber viel" liegt, is es nicht sooo drastisch.

vereinfachen geht immer ;)

und äh... ja wir hatten schimmel... aber ich weiß nicht ob da ein kausalzusammenhang besteht  :ctlu:

@Christoph
nazigruppe?!? viel glück...
Zitat von: Ludwig Wittgenstein
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Christoph

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #9 am: 14.03.2006 | 18:17 »
 ;) Nein...


Es war mehr auf deinen Text gemünzt: "keine Ahnung was  Nazis sind, aber alles Schlechte sind sie Schuld..."


-deswegen Nazigruppe...

-deswegen auch "geht garantiert schief" (also weil's dann dadurch klappt...)


-Ansonsten( also im Ernst jetzt) würd ich meine Gruppe eher bei den linken als bei den rechten Poppköppen sehen...


(-Tschuldigung für OT, aber nur für alle Fälle...)
« Letzte Änderung: 14.03.2006 | 18:19 von Christoph »

Offline Friedensbringer

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #10 am: 14.03.2006 | 22:13 »
jetz kapier ich... das war ZU sehr in-game (damit hab ich einfach nicht gerechnet  ~;D)
Zitat von: Ludwig Wittgenstein
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Antaras

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #11 am: 14.03.2006 | 22:21 »
Sehr cool. Nachdem ich das gelesen hatte musste ich gestern erstmal unser Labor genauer unter die Lupe nehmen. Nicht das sich da was entwickelt.

 :d

Für mich allein durch die Idee in dieser Miniaturwelt zu spielen ganz oben in mienem persönlcihen Ranking mit dabei.

Online Skyrock

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #12 am: 15.03.2006 | 20:13 »
Im großen und ganzen sieht Murphys Höhle ganz nett aus.
Das Setting ist herrlich absurd und abgedreht.
Das System bringt nicht viel neues, wobei ich den Narrative Reward und seine Erklärung gut finde.

Dann mal zu den in meinen Augen verbesserungswürdigen Punkten:
Etwas sauer stößt mir das Fertigkeitensystem auf: Entweder bietet man schon eine vorgegebene Fertigkeitsliste, oder man setzt gleich komplett auf ein freies Traitsystem. Mischmasch ist da nie gut.
Negativ ist da auch dass die Fertigkeiten teilweise arg variierende Breiten aufweisen (Wissen: Gebote wird wohl nur sehr selten sinnvoll eingesetzt werden können, Nahkampf hingegen sehr wohl).

Psi hätte ich persönlich wahrscheinlich auch weggelassen - das Setting hätte das nicht unbedingt gebraucht, und IMHO gibt es eh schon zuviele Rollenspiele bei denen übernatürliche Elemente vorkommen ohne dass sie einen echten Mehrwert hinzugeben. Diese Bemerkung sei aber ausdrücklich als persönlicher Geschmack gekennzeichnet.

Und da das ein Punkt ist den ich gerne hinterfrage: Warum hat Murphys Höhle ein ausgefeiltes Kampfsystem und läßt den Rest relativ offen? Ich habe vom Lesen her nicht gerade den Eindruck als ob Gefechte und Taktik ein wichtiger Teil des Spiels sein sollten.
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #13 am: 15.03.2006 | 22:18 »
bzgl fertigkeiten:
ich hatte zuerst überlegt, es komplett frei zu halten. aber irgendwie schien mir das ganze zu nackt, ich wollte mit dieser (extrem kurzen) liste nur auf mögliche bereiche hindeuten die wichtig sein dürften. zugegeben, am liebsten hätte ich eine vollständige liste gemacht, aber dazu fehlte schlicht und einfach die zeit.

und das die breiten variieren ist eine absolut relative aussage! ich kann mir ausreichend situationen und runden vorstellen in denen die einsatzmöglichkeiten jedes beliebigen traits beliebig stark variieren.

bzgl psi:
mir fiel schnell auf, dass dem ein oder anderen nach dem 2. charakter tot langweilig werden könnte, weil es keinerlei "tiefen" gibt. mit dem psi wollte ich eine, recht klar begründete, möglichkeit bieten das spiel in vielerlei hinsicht in beliebige tiefe zu steuern.

bzgl kampfsystem:
tja... weil ich zu viele leute kenne die zu gerne kämpfen.
eigentlich spielt kampf in meiner Murphys Höhle kaum bis keine rolle, aber würde ich das spiel in meiner aktuellen runde auftischen und es gäbe keine (detailierten) kampfregeln, so würde niemand auch nur anfangen zu spielen... schade eigentlich.
das problem sehe ich darin, dass es (außerhalb des grofafo) viel zu viele leute gibt, die abgesehen vom kämpfen überhaupt keine regeln benutzen (bzw nur stark eingeschränkt/beschränkt). da ich mehr solche leute kenne als andere, habe ich auch mehr wert darauf gelegt.
einen innersystemlichen grund gibt es absolut nicht. von mir aus könnte man den kampf aus Murphys Höhle auch streichen... aber man schreibt ja nicht nur für sich selbst ;)
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #14 am: 16.03.2006 | 18:04 »
Zu Fertigkeiten und Kampfsystem ist damit IMHO alles gesagt.

Zu Psi:
Inwiefern geben übernatürliche Elemente dem Spiel mehr Tiefe? Mehr Möglichkeiten und Anreiz für permanente Magierspieler würden mir einleuchten, mehr Tiefe aber nicht.

Das Argument dass Spielern nach dem 2. Charakter langweilig werden könnte finde ich seltsam. Mein Eindruck war dass Murphys Höhle mehr was für lustige One-Shots zwischendurch als etwas für lange Kampagnen sein sollte, lasse mich aber gerne korrigieren wenn du dir das anders gedacht hast.
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #15 am: 16.03.2006 | 18:08 »
Zitat
Mehr Möglichkeiten und Anreiz für permanente Magierspieler würden mir einleuchten, mehr Tiefe aber nicht.
nun, das meinte ich. mit tiefe hab ich nur ein sehr ungünstiges wort dafür erwischt. mehr möglichkeiten, mehr vielfältigkeit

Zitat
Das Argument dass Spielern nach dem 2. Charakter langweilig werden könnte finde ich seltsam. Mein Eindruck war dass Murphys Höhle mehr was für lustige One-Shots zwischendurch als etwas für lange Kampagnen sein sollte, lasse mich aber gerne korrigieren wenn du dir das anders gedacht hast.
das siehst du schon recht, aber ich meine, dass jemand nach dem zweiten, dritten mal langweilig werden könnte, und man dann mit psi noch viele neue optionen (zum einen für charaktere, aber auch für witzige storys) hat, die einem noch zusätzlichen spaß an der sache bringen.
die idee war schlicht: mehr möglichkeit, es dauert länger bis das system "verbraucht" ist.

danke für die kritik!
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Offline 1of3

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #16 am: 16.03.2006 | 23:32 »
Nicht schlecht. Trifft nicht so meinen Humor, aber die Umsetzung ist ganz gut gelungen.

Das mit den Müttern erinnert mich dunkel an einen Spieler der meinte sowas bei seinem Malkavianer abziehen zu müssen.

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #17 am: 7.04.2006 | 10:21 »
Das Setting ist wirkich gut, aber beim lesen bekomme ich von der komischen Formatierung Kopfschmerzen (am PC.)

Die Regeln muss ich mir noch mal genau durchlesen, das Kampystem wirkt etwas lieblos, was aber durch die anderen Vorteile übertünscht wird.
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Offline Fredi der Elch

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #18 am: 11.04.2006 | 09:23 »
So, kurzes Feedback auch von mir.

Gut gefallen hat mir die Idee mit den Müttern. So hat jeder Spieler immer viel zu tun und es unterstützt den humorvollen Charakter des Spiels. Man kann das Thema richtig ausreizen und sich damit eine Weile lang beschäftigen. Netter Gedanke. IMO hätte der Ansatz noch weiter vertieft werden können. So wirkt er leider etwas „angetackert“.

Auch nett ist die Sachen mit den Würfeln für Beschreibungen. Ich tendiere zwar immer dazu, das komplett den Mitspielern zu überlassen, aber sogar ein kleines bisschen „Player Empowerment“ hast du mit drin: die Spieler können die Würfelvergabe mit Veto belegen. Der Mechanismus ist insgesamt zwar nicht der originellste, passt sich dafür aber gut in den Spielmechanismus ein.

In der Kritik würde ich mich Skyrock anschließen: Fertigkeiten, Psi und Kampfsystem sind Elemente, die in meinen Augen in der Form überflüssig sind. Sie passen nicht zum wirklichen Kern des Spiels und machen das Spiel „unrund“. So wirkt es eher wie eine Sammlung von Einzelteilen, die alle anderen Zielgruppen gefallen sollen. Schmeiß die unpassenden Teile raus, das Spiel wird besser werden!

Und jetzt mein Hauptkritikpunkt: Wo ist das Spiel?? Du hast da ein nettes Setting (na ja, eigentlich nur eine nette Idee). Und wo ist jetzt mein Spiel? Es fehlt jegliche Anleitung bzw. Hinweise darauf, wie man jetzt spielen sollte. Wie kriege ich den Humor ins Zentrum des Spiels? Was machen die Charaktere? Wie unterstützt man das als Spieler? Diese Fragen lässt das Spiel unbeantwortet und da solltest du IMO deutlich nachbessern, da das „Spiel“ sonst in meinen Augen gar keins ist.

Insgesamt ist Murphys Höhle eine nette Settingidee, eine nette Spielidee (das mit den Müttern) sowie ein Kampfsystem und Psisystem. Die Teile stehen nebeneinander und geben kein Spiel aus einem Guss. Mein Tipp: schmeiß die überflüssigen Teile raus und schreib noch viel dazu, wie man tatsächlich spielen soll. Dann könnte tatsächlich ein Spiel daraus werden.
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Offline Friedensbringer

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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #19 am: 11.04.2006 | 09:55 »
bzgl formatierung:
kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. schade.

bzgl kampf/psi/blub:
ja, ich sehe es ein. ist einfach das "problem" das ich noch zu stark vom "konventionellen rollenspiel" geprägt bin, und deswegen entsprechend eingebaut habe, was ich kenne...

bzgl "wo ist das spiel":
öhm, hö?
sorry, aber diese kritik kann ich wirklich garnicht nachvollziehen. muss man neuerdings jedem spielleiter vormachen wie er ein spiel zu leiten hat? braucht man neuerdings einen 12-punkte-plan-zum-humorvollen-rollenspiel (tm)?

natürlich kann man noch unmengen an zusätzlichen beispielen und vorschlägen einfließen lassen, aber jedem spieler sagen zu müssen, wie er spielen soll ist ehrlich gesagt weder meine absicht gewesen, noch (in meinen augen) sinn der sache!

mal ganz abgesehen davon, dass es sich um ein 72h rollenspiel handelt. wo hätte ich die zeit den hernehmen sollen? aus meiner rippe?!
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #20 am: 11.04.2006 | 10:25 »
Huch, das Format hatte ich gar nicht gemeint. Das finde ich in Ordnung (außerdem ist es mir ziemlich egal, wie gut ein Spiel aussieht). Ich meinte nur Skyrocks inhaltliche Punkte.

Zu „Wo ist das Spiel?“
Was du vorgelegt hast, ist ein Setting mit ein paar lustigen Ideen. Aber du sagst den Spielern nicht, was sie damit machen sollen. Das ist IMO eine weit verbreitete Krankheit bei vielen Rollenspielen. Worauf das in deinem Fall konkret rausläuft ist folgendes: Man kann nach der Settingbeschreibung aufhören zu lesen. Alles, was danach noch kommt, ist überflüssig. Man könnte das Setting genauso gut (oder sogar besser) mit d20 oder GURPS spielen. Das System unterstützt das Setting nicht. Der restliche Text bietet keine sonstigen Anhaltspunkte dafür, wie du dir das Spiel damit vorstellst. Dementsprechend kann ich jedes andere System dafür nehmen und habe dadurch nichts verloren.

Ich mag mich irren und am Ende wird das natürlich die Jury bewerten, aber ich hatte den Eindruck, dass es um einen Wettbewerb für Spiele geht und nicht um einen für Settings. Und in meinen Augen fehlt deinem Werk etwas, um ein vollständiges Spiel zu sein: eine Spielanleitung. Ich meine nämlich, dass die Idee „guck mal, Leben in einem Gulli mit Murphys Gesetz, haha!“ noch nicht wirklich zu lustigem Spiel führt, wenn man den Spielern nicht noch etwas an Hilfestellung an die Hand gibt. So wird es vermutlich bei Slapstick der Form „Ich renne gegen den Pilz, weil Murphy es mir befiehlt“ bleiben. Was mir persönlich zu wenig ist.

Und das mit der Zeit verstehe ich natürlich. Weswegen ich ja auch gesagt habe: Du solltest jetzt daran was ändern, um das Spiel zu verbessern. Falls du überhaupt ein Interesse daran hast, noch etwas daran zu machen. Wenn nicht, frage ich mich, warum ich hier Feedback gebe… ::) ;)
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #21 am: 11.04.2006 | 11:04 »
_jetzt_ hab ich erstmal garkeine lust was daran zu ändern, denn ich will erstmal wissen was die jury -dazu- sagt!

das mit dem format bezog sich übrigens auf Juhanito ^^

spielanleitung... ahja... hab ich noch nie gesehen, hab ich noch nie gebraucht... kann ich irgendwie rein garnix mit anfangen (dieses konzept ist mir unbekannt bzw interner stack overflow)

das das system im grunde beliebig ausgetauscht werden kann ist (fast) klar, und auch wenn du das nicht glauben magst, das geht so gut wie überall! anderes system, anderes feeling, aber gehen tuts immer. das ist imho kein maßstab für gut oder schlecht.

ob es zu slapstick ausartet oder "witzig" wird liegt meines erachtens nach viel zu stark in den händen der spieler als das ich da wirklich nachbessern _könnte_

ich mag die implikation, ein setting + regeln sein kein spiel, irgendwie garnicht leiden. da fühle ich mich persönlich angegriffen (da ich persönlich garnicht wüßte wie es anders gehen sollte, und es im grunde immer "so" machen würde)
Zitat von: Ludwig Wittgenstein
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #22 am: 11.04.2006 | 11:31 »
Hey, kein Grund sich persönlich angegriffen zu fühlen! Das sind nur meine persönlichen Vorschläge dafür, was ich besser machen würde bzw. besser fände und was du aus meiner Sicht ändern solltest. :) Und natürlich solltest du erst einmal das Feedback der Jury abwarten.

Zu Spielanleitung und Setting / System:
Mein Problem ist, dass das System ohne wirkliche Änderung im Feeling ausgetauscht werden kann. Und das halte ich für ungünstig.

Ansonsten beziehe ich mich auf die Aussagen von Vermi über die Bewertungskriterien der Jury (oder zumindest darauf, wie ich sie verstanden habe):

Zum Spielkonzept:
Das Spielkonzept ist das Zusammenwirken von Regeln, Fiktion und Spieler-Input. Worum geht es bei dem Spiel? Wie ist das Setting? Wer sind die Charaktere, und was machen sie? Was machen die Spieler? Welche Rolle spielen die Regeln dabei?
Ich sehe bei dir eben kein Zusammenwirken von Setting und System. Und es wird auch nicht geklärt, wer die Charaktere sind und was sie machen. Und was die Spieler machen, wird schon gar nicht geklärt. Auch die Rolle der Regeln bleibt unklar.

Ähnlich bei der Ausgereiftheit:
Zum anderen wird bewertet, ob dem Leser alle für das Spiel erforderlichen Informationen mitgegeben werden. Achtung, genau lesen: Es geht nicht darum, wie detailliert die Informationen sind, sondern darum, ob die erforderlichen Informationen vorhanden sind. Wer ein toll ausgearbeitetes Setting, jedoch keine vernünftigen Spieltipps hat, wird hier nicht punkten.
Ich sehe dich eben genau in dieser Kategorie „Schönes Setting, keine Spieltipps“. Ich entscheide das natürlich nicht und ich mag mich irren. Ist nur mein persönlicher Eindruck. Aber ich halte es für verbesserungsbedürftig.

Insgesamt wollte ich dir sicher nicht persönlich an den Karren fahren. Ich habe mir die Kriterien der Jury genommen und meinen Eindruck dazu aufgeschrieben, wie ich deinen Beitrag in Bezug auf die Kriterien sehe. Und dann habe ich versucht zu formulieren, wie man IMO die Kriterien besser erfüllen könnte. Was du damit machst, bleibt dir überlassen.
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #23 am: 11.04.2006 | 14:25 »
nun, ich habe zwar keine anleitung (weiß immernoch nicht was das ist) aber vorschläge und tips sind ja durchaus dabei. szenarienvorschläge und kleine erläuterungen... nix großes, natürlich, aber mir würde es zum spielen reichen. mehr brauch und will ich nicht, und damit sehe ich "die erforderlichen informationen" als gegeben.

was das zusammenwirken angeht: das system steht dem setting nicht im wege, viel mehr will es auch nicht leisten...
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Re: Diskussion: Murphys Höhle
« Antwort #24 am: 12.04.2006 | 19:52 »
Dann will ich mich doch noch einmal einklinken, wenn Fredi schon so reichlich Senf verteilt...

Eine Alternative zum Rauswurf von Psi wäre es die Psikräfte so zu gestalten dass sie das Spiel lustiger machen, etwa durch einen extrem hohen Whiff-Faktor (wer schon mal Paranoia gespielt hat weiß was ich meine ;) ) oder dadurch dass die Psikräfte völlig absurd sind (wie das Hervorzaubern von Karnickeln aus Zylindern oder Meisterschaft über Seifenblasen).

Wenn schon über Systemanpassung geredet wird: Eine Verbesserung wäre in meinen Augen noch wenn es einen Narrative Reward für Lustigkeit gibt. Was bei Risus wunderbar funktioniert hat kann bei Murphys Höhle nicht schaden.

Und wo Fredi gerade von besserer Einbindung des Mutteraspekts schreibt... Da muss ich an Nicotine Girls denken, wo man seine Chancen in einem Konflikt verbessern kann indem man in einem Flashback den Rat einer Autoritätsperson annimmt. Ich könnte mir gut vorstellen etwas in der Richtung einzubauen, besonders wenn man den Mutterspieler dazu anhält einen möglichst absurden Rat zu geben bei dessen Befolgung sich der Charakter zum Narr macht.
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