Autor Thema: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?  (Gelesen 19717 mal)

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Offline Tantalos

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #25 am: 3.03.2008 | 23:07 »
Ich hab Thalamus argument auch nicht verstanden
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Offline Heinzelgaenger

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #26 am: 3.03.2008 | 23:10 »
Der Scale Mail Bustenhalt +2 gab der Barbarin aus  "Unsung Heroes" (AD&D Dragonlance, die Dame war die auf dem Cover) AC 6 glaub' ich.
Das ist gerade noch so OKer Sexismus. Schlimmer sind die epidemisch um sich greifenden Plattenpanzer-Stöckelschuhe.

Charles Ward III

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #27 am: 3.03.2008 | 23:16 »
Plattenstöckelschuhe  wtf?
Gibt es die in Exalted oder bei WoW?

Aber zurück zum Thema, wehe es gibt keinen Kettenbikini mehr in der 4e, dann bin ich schwer enttäuscht.

Offline Tantalos

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #28 am: 3.03.2008 | 23:23 »
Den gibts in 3E doch auch ned, oder?
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Offline Thalamus Grondak

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #29 am: 3.03.2008 | 23:25 »
Was spricht gegen den guten alten Kettenbikini?
Garnichts, ich setze das als Vorraussetzung für ein gutes RPG, DAS sie einen trägt.
Den gibts in 3E doch auch ned, oder?
Deswegen war die 3E ja auch Mist.
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Offline Selganor [n/a]

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #30 am: 4.03.2008 | 00:28 »
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline JS

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #31 am: 4.03.2008 | 00:47 »
wow, für 3e gibt es einfach alles, was das herz begehrt.
:)
Wer gern sagt, was er denkt, sollte vorher etwas gedacht haben.
Der zivilisierte, aufgeklärte Mensch im frühen 21. Jh.: https://youtu.be/Fp9J3lUbtXQ?t=166
"Mit voller Konfiguration in klarer, deutscher Benutzerführung - vom Zero-touch-Deployment bis zum WYSIWYG-Designer für Captive Portals."

Offline Tantalos

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Offline Selganor [n/a]

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #33 am: 4.03.2008 | 10:21 »
Nicht von WotC produziert, aber offizielles OGL/d20-Produkt (da der Verlag sich an die offiziellen Vorgaben der Lizenz haelt)
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline Tantalos

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #34 am: 4.03.2008 | 10:23 »
Zählt für mich trotzdem nicht  >;D
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Offline Thalamus Grondak

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #35 am: 4.03.2008 | 10:43 »
Nicht von WotC produziert, aber offizielles OGL/d20-Produkt (da der Verlag sich an die offiziellen Vorgaben der Lizenz haelt)
Ne, zählt für mich auch nicht, es ging ja um D&D und nicht um D20.
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Offline Don Kamillo

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #36 am: 4.03.2008 | 12:24 »
Es gibt tatsächlich bei den neueren Dragonlance-Sachen ein Bild mit ner Ritterin, die Kettenschuhe mit Absatz anhat... und das sieht soooo scheisse aus...

Was den Topic-Titel angeht: JA!
Awesomeness ist eine Krankheit, bei mir chronisch!
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Der Don zockt gerade: nWoD Crossover, D&D5e Homebrew mit Monsterrassen, D&D5e Wildemount, D&D5e Moonshaes, D&D 5e Hoard of the Dragon Queen & Conan 2D20

Offline Heinzelgaenger

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #37 am: 5.03.2008 | 21:18 »
Zurück zum Thema, ja D&D ist ein MMORPG geworden.

Zu viele Dinge sind zu "spielig" geworden. Ernsthaft ausrollenspielen darf man viele Situationen anscheinend nicht mehr bzw es ist nicht vorgesehen.
Und nein, meine eigenen Spielgruppen haben sich in den seltensten Fällen durch Grabesstimmen und mit einer ausufernden Menge an Gestik ausgezeichnet. Ein kleiner Dialog hier, ein paar Erklärungen einige kurze Gruppendialoge mit NSCs. Atmosphäre und Würfel, die richige Mischung eben.
Komplette Abenteuer ohne Kampf sind beim D&D4 warscheinlich so sinvoll wie bei Warhammer Quest.

>Das man frisch und fröhlich mit vollen Hitpoints in einen neuen Kampf zieht, schlicht eigenartig. Mir ist klar, was dafür spricht, aber als Spieldesigner derart auf die K* zu hauen und das Drumherum (also das eigentliche RPG!) quasi wegzurationalisieren...
>Kräfte, wie das Teleportieren der Elfen, absurde Idee.
>eigentlich auch die beiden neuen Klassen: Der Warlord, seine Fähigkeiten erstrecken sich aufs MMORPGmässige "buffen". Und der Warlock ist ein First Person Shooter Charakter, wie zB aus Hexen oder Heretic. Ballern, ballern, ballern. Rollenspielerischer Coup de Grace.

Um ein paar positive Dinge zu sagen:
Vieles wird natürlich besser. Dümmliche Kritik, wie bespielsweise die an der neuen Magic Missile ist pure Einfallspinselei. Einige Entscheidungen, die etwas tiefer gehen, wie beispielsweise LV1 Charakteren mehr Macht zu verleihen begrüsse ich ebenso. Das lineare Levelsystem war einfach zu abstrakt. LV1er konnten kaum Brotbacken und Rüstungen anschnallen.
Ich denke auch, das die Spruchlisten wesentlich besser auf den Punkt kommen werden und alter Ballast radiakal entfernt wird. Das D&D Credo von Anno Dazumal war schliesslich, "alles was es in Märchen und Waisen an magischen Trallala gab, muss in unser Buch!". Weg damit.

Jedoch:
D&D wird nicht mehr das eine Rollenspiel sein, was es für viele war.
Viele die schon etwas länger zocken, schauten aber genau so auf dieses Traditionsprodukt- ob sie es wollten oder nicht. Der dritten Edition habe ich damals förmlich entgegenfrolockt, war doch D&D arg mit miesen Regeln zugeschüttet. Aber es bot allen eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner, auch wenn das jetzt zu  kritisch klingt.
Warum andere RPGs zocken wenn diese nur eine Art Hausregelement (auch wenns besser war) von AD&D darstellten? Ausserdem hatte TSR die besten Künstler engagiert und damals ein solides Romanlineup, das mehr als alles andere half, die Welten tatsächlich entstehen zu lassen.

Vielleicht liegt es daran, das die Spielweise der Amis sich schon immer von unserer unterschied und jetzt in seiner besten, ursprünglichen Form aufwarten kann, mir stösst "die Vierte" jedenfalls sauer auf.

Hätte man die Designer ein halbes Jahr auf eine schneeverwehte Insel vor Grönland in eine Blockhüttensiedlung gesperrt, DA wäre mal was rausgekommen. Der Internetzstuss hat den Jungs einfach den Kopf verdreht.

Online 1of3

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #38 am: 5.03.2008 | 21:54 »
Zitat
>Kräfte, wie das Teleportieren der Elfen, absurde Idee.
>eigentlich auch die beiden neuen Klassen: Der Warlord, seine Fähigkeiten erstrecken sich aufs MMORPGmässige "buffen". Und der Warlock ist ein First Person Shooter Charakter, wie zB aus Hexen oder Heretic. Ballern, ballern, ballern. Rollenspielerischer Coup de Grace.

Eladrin bitte, Eladrin. Aber da bin ich geneigt dir zuzustimmen. Den Teleport find ich... mähh. Aber gut, ich will sowieso Eberron leiten und bis mir da Eladrin eingebaut würden, müsste ich sowieso bis 2009 warten.

Der Warlock ist dagegen eigentlich das, was er in 3.5 auch war. Eigentlich ist er jetzt viel tiefsinniger. Und nichts gegen den Warlord. Eine Anführer-Klasse war, was D&D immer gefehlt hat. Das und Yetis.

Offline Selganor [n/a]

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #39 am: 5.03.2008 | 22:37 »
Der Warlock ist dagegen eigentlich das, was er in 3.5 auch war. Eigentlich ist er jetzt viel tiefsinniger.
Zugegeben, ein Sorcerer kann den Anschein erwecken er koennte "staendig" zaubern, aber erst mit dem Warlock kam eine magische Klasse rein, die staendig irgendwelche (im Vergleich zu dem was andere Klassen an Faehigkeiten auf der Stufe haben) magischen Angriffseffekte hatte.
Psionisch gab es da schon was, aber magisch erst mit dem Warlock und den Reserve Feats.
Zitat
Das und Yetis.
Yetis gab's doch schon... Sogar inzwischen offiziell (3.0 Oriental Adventures, 3.5 Frostburn)
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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #40 am: 5.03.2008 | 23:00 »
Zitat
Yetis gab's doch schon... Sogar inzwischen offiziell (3.0 Oriental Adventures, 3.5 Frostburn)

Naja. Zu spät. Ich kann diese Stat Blocks schon nicht mehr lesen. Viel zu kompliziert.

Offline Urias

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #41 am: 5.03.2008 | 23:36 »
Und nichts gegen den Warlord. Eine Anführer-Klasse war, was D&D immer gefehlt hat.

Gabs da nicht den Marshall oder so aus dem Miniature Handbook?
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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #42 am: 5.03.2008 | 23:38 »
Da nehm ich doch lieber nen Barden.

Offline Meisterdieb

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #43 am: 6.03.2008 | 00:08 »
P&P mit MMORPG zu vergleichen ist ein wenig sinnfrei; solange man online nicht mehr Optionen, mehr Freiheiten etc hat (oder solange es noch keine Holo-Decks gibt), solange hat P&P die Oberhand.
Deswegen meine Antwort: JA!

(Mal abgesehen davon, dass D&D 4E weder Massively Multiplayer noch online ist, und dass praktisch kein MMORPG den RPG-Teil wirklich verdient...)


Ich werd mir 4E sicher mal anschauen, aber da (A)D&D für mich bisher sowieso immer nur 2te Wahl war bei meinen Runden, seh ich dem ganzen Treiben sehr gelassen entgegen.

Offline Rev. Bilk

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #44 am: 11.03.2008 | 15:50 »
Zitat
Das war doch bisher auch so. AC vorne, Spellslinger dhinter, dazwischen der Heiler.
Jetzt weiß ein Spieler, wenn er einen Rouge spielt, der ein Striker ist, dass er ned der Typ ist, der vorne steht.
Zitat
un, Du konntest vorher Deinen Rogue als Einbrecher, Betrueger, ... spielen. Bei Spielen wie WoW ist er bloss eine andere Form des Kaempfers, auch wenn der Fluff was anderes behauptet.

So, getz mal mein Senf...Ich schmeiss mich mal dazwischen, da ich denke, dass genau dass, was aus den beiden Zitaten spricht, die Quintessenz ist die über Erfolg und Niedergang von D&D 4e entscheiden wird.

Bevor ich nun viel schreibe, zwei Prämissen:
1. Ich kenne nur die Forumschnipsel zu 4e, die Infos von EnWorld und der Wizards Seite
2. Ich werde mir im Juni die Regelwerke holen, sie studieren und dann entscheiden ob ich sie sofort wieder verticke oder ob ich D&D 4e eine Chance gebe.

Bisher jedoch ist 4e ein MMORPG-Abklatsch, bei dem mir schlecht wird. Und das liegt an Spielern, die wie J:Jack sich scheinbar sehr schnell auf festes Schubladendenken einlassen.

@Jack: sorry, das soll kein Flame gegen Dich werden, also bitte nicht persönlich angesprochen fühlen. Ich greife hier nur mal sehr provokativ Deinen Kommentar auf, ok?  ;)

Wie ich zu meiner Meinung komme? Hmm, schöne Sch***e, ich muss mich outen: ich bin seit Veröffentlichung bekennender WoW-Spieler. Das heisst, ich prügel mich seit über 3 Jahren durch dieses Spiel. Von daher habe ich mich auch mehr oder weniger intensiv damit auseinander gesetzt.
Was mich immer gestört hat, ist die Tatsache, dass einzelnen Klassen von vorn herein bestimmte Rollen zugewiesen werden. Beispiel: Paladin (ja, ich bekenne: Paladin for life). In WoW gibt es drei Talentbäume für den Paladin: Tank, Heiler oder Nahkämpfer. Nun wurde ein Talentbaum vom Hersteller und der Community immer recht bevorzugt gehandelt, nämlich der Heiler. Mit den Jahren hat sich dieses Bild gefestigt, so dass bei Gruppeninstanzen, in Raids oder im PvP von den Spielern eigentlich nur Heiler akzeptiert werden, danach Tanks mehr oder weniger toleriert. Vom Nahkämpfer ganz zu schweigen.

Jetzt wieder die Kurve zu 4e: mit der neuen Edition wird den Klassen mehr oder weniger explizit ein Platz zugewiesen. Dort werden die Klassen mit Sicherheit durch Skills und Feats in ihren Fähigkeiten unterstützt, dass heisst, sie werden auch bevorzugt in ihrem "Slot" bleiben und dort auch akzeptiert werden. So weit, so gut.

Ich fürchte nur, dass genau das eine "neue" Generation von Rollenspielern heranzieht, die nicht über den Tellerrand hinausschauen wird. Stellen wir mal ein paar Fragen zu Charakteren, die nicht in Ihren Slot hinein passen:

- Was ist mit dem Krieger, der sich auf Fernkampf spezialisiert hat? Wie soll er tanken? Mit dem Bogen im Nahkampf?
- Was ist mit dem Schurken, der sich als Betrüger und Casanovaverschnitt durch die Lande schlägt? Soll er jetzt im Kampf den Gegnern die Waffen gegen Pappmaché-Fälschungen austauschen?
- Was ist mit dem Magier, der als Pazifist keine Evocationsprüche nutzt? Wird er unnütz, weil er im Kampf nur noch Bezauberungen oder Verzauberungen castet? Und wer macht Massenschaden?

Anders gefragt: werden Spieler, die gern solche "Oddballs" spielen, überflüssig? Bedenkt bitte, dass die Herausforderungen / Monster auch den neuen Fähigkeiten angepasst werden und eventuell zum Teil den Einsatz spezieller Fähigkeiten erfordern werden, um sie zu überwinden - und damit meine ich nicht, dass man eine Waffe mit +X haben muss, sondern eine bestimmte Fähigkeit, eine Kombination aus diesen. Nehmen wir die Beispielgruppe oben: kein Tank, kein Priester, kein Schaden..zumindest nicht spezialisiert. Gegner: eine Horde Ghule, etwa gleichwertige Gegner, damit es spannend bleibt. Was geschieht? Wen greifen die Ghule an? Wird die SC-Gruppe aufgerieben? Mit einer Standardgruppe kein Stress - Krieger tankt, Schurke macht einzelne Ghule nach und nach nieder und Magier weicht sie durch Flächenschaden auf.

Jetzt zu unserer Oddball-Gruppe: Krieger spottet. Ghul widersteht, da er zu dumm ist, die Herausforderung zu sehen. Denn: er hat hypothetisch +2 auf Rettungswurf, da dumm wie Bohnenstroh. Magier castet Tanzende Lichter. Ghul 2 denkt sich "Toll, Disko. Den Typen mag ich". Schurke wedelt mit seinem parfümierten Taschentuch, weil ihm die Ghule stinken und haut Ghul 3 mit seinem Spazierstock auf die Finger. Dummerweise ist der nur überhaupt nicht beeindruckt...Ihr ahnt, worauf ich hinaus will? (Achtung: Beispiel ist ohne explizite Regelkenntnis erstellt, es ist nur aus meinen bisherigen 4e-Wissen extrapoliert!)

Klar, man kann natürlich sagen, ein guter GM biegt sowas hin. Oder man klärt das per Hausregeln. Oder nimmt direkt ganz andere Herausforderungen. Aha, was ist aber mit RPGA Runden, gar einer Living Campaign, wo von allen gleiches Regelhandling erwartet wird? Hier wird sehr schnell das klassische Powergaming überhand nehmen. Ja, das hatten wir schon mit 3.x. Aber im Moment zeichnet sich ab, dass Powergaming = Schubladen-RPG wird, denn kein Spieler will "dauernd eins auffe Fresse" seines Chars. Und solange mir 4.e nichts anderes vermittelt habe ich Magenschmerzen und kann nur sagen: 4e = MMORPG-Klon.

Uff, das wars. Lang, wirr und hoffentlich doch verständlich. Bei Fragen: fragen.
« Letzte Änderung: 11.03.2008 | 16:53 von Brevlik »
Intelligenz und intelligentes Handeln müssen sehr weh tun. Warum sollten sich ansonsten so viele Menschen zwanghaft dumm anstellen, wenn sie damit nicht die Schmerzen vermeiden wollten?

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #45 am: 11.03.2008 | 17:01 »
Zitat
Jetzt wieder die Kurve zu 4e: mit der neuen Edition wird den Klassen mehr oder weniger explizit ein Platz zugewiesen. Dort werden die Klassen mit Sicherheit durch Skills und Feats in ihren Fähigkeiten unterstützt, dass heisst, sie werden auch bevorzugt in ihrem "Slot" bleiben und dort auch akzeptiert werden. So weit, so gut.

Dann solltest du die Infos noch mal lesen. Feats haben mit den Kampf-Rollen eher wenig zu tun. Und Skills braucht man wohl offenbar als Voraussetzungen für gewisse Rogue Utilities, aber ansonsten können dir die auch gestohlen bleiben.

Wenn ich meinem Krieger also Skill Training: Arcane als Feat geben will, ist das überhaupt kein Problem. Und da ich Dexterity als Krieger nicht notwendiger Weise brauche bzw. passender Weise durch Intelligenz ersetzen kann, habe ich sogar mehr Möglichkeiten als vorher.

Woraus folgt:

Zitat
- Was ist mit dem Schurken, der sich als Betrüger und Casanovaverschnitt durch die Lande schlägt? Soll er jetzt im Kampf den Gegnern die Waffen gegen Pappmaché-Fälschungen austauschen?
- Was ist mit dem Magier, der als Pazifist keine Evocationsprüche nutzt? Wird er unnütz, weil er im Kampf nur noch Bezauberungen oder Verzauberungen castet? Und wer macht Massenschaden?

Das geht beides gar nicht. Der Rogue muss Rogue Attacks wählen und kann damit kämpfen. Der Wizard muss Evocations lernen. Ob er sie dann benutzen will oder nicht, ist ihm überlassen, aber er kann sie.   Was den Krieger angeht, kann ich das nicht sagen. Dazu müsste man mal Kriegerfähigkeiten sehen.


Offline Tantalos

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #46 am: 11.03.2008 | 17:29 »
Zitat
@Jack: sorry, das soll kein Flame gegen Dich werden, also bitte nicht persönlich angesprochen fühlen. Ich greife hier nur mal sehr provokativ Deinen Kommentar auf, ok?

Ach quatsch. :P

Zitat
- Was ist mit dem Schurken, der sich als Betrüger und Casanovaverschnitt durch die Lande schlägt? Soll er jetzt im Kampf den Gegnern die Waffen gegen Pappmaché-Fälschungen austauschen?
- Was ist mit dem Magier, der als Pazifist keine Evocationsprüche nutzt? Wird er unnütz, weil er im Kampf nur noch Bezauberungen oder Verzauberungen castet? Und wer macht Massenschaden?

Was haben die denn bei D&D 3 im Kampf gemacht? Das ist die viel dringendere Frage.

Zitat
Bisher jedoch ist 4e ein MMORPG-Abklatsch, bei dem mir schlecht wird. Und das liegt an Spielern, die wie J:Jack sich scheinbar sehr schnell auf festes Schubladendenken einlassen.
Ich weiß gar nicht warum. Der Kampf wird spannender, jeder kann Einfluss nehmen und jeder kann was ausrichten. Das ist doch schonmal spitze. Wenn DnD bei MMORPGS was abgeguckt hat, dann seh ich nichts was daran schlecht wäre. Ganz im Gegenteil.
Was darüberhinausgeht, weiß ich auch nicht. ich glaube nicht, dass man jetzt bei DnD ca. 100 Fluffvögel töten muss, um 3 Fluffvogelfedsern zu bekommen und damit seine Quest abzuschließen. Und er Spieler sieht auch keine Sprechblasen über wichtigen NPCs. Und bei den Rollen muss man einfach mal warten, wie die Klassen werden. Ende. Warum Dir da schlecht wird weiß ich ehrlich gesagt nicht.
« Letzte Änderung: 11.03.2008 | 17:41 von J:Jack »
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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #47 am: 11.03.2008 | 17:32 »
Zitat
Und er Spieler siht auch keine Sprechblasen über wichtigen NPCs.

Jo. Das geht als Standard bis dato nur bei Magus: Die Erleuchtung.

Offline Tantalos

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #48 am: 11.03.2008 | 17:43 »
Zitat
Gegner: eine Horde Ghule, etwa gleichwertige Gegner, damit es spannend bleibt. Was geschieht? Wen greifen die Ghule an? Wird die SC-Gruppe aufgerieben? Mit einer Standardgruppe kein Stress - Krieger tankt, Schurke macht einzelne Ghule nach und nach nieder und Magier weicht sie durch Flächenschaden auf.

im übrigen noch etwas. Wen greifen denn die Ghule in 3.5 an? SL-Entscheid. Wird die Gruppe aufgerieben? Wenn keiner kämpfen will, werden se wohl fliehen. Das kann man nämlich auch. Oder sie loclen die Ghule in eine Falle. Odfer sonstiges. Wie eben bei 3.5 auch.
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Offline bolverk

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Re: D&D 4E besseres P&P MMORPG, oder was?
« Antwort #49 am: 11.03.2008 | 17:48 »
Ich weiß gar nicht warum. Der Kampf wird spannender, jeder kann Einfluss nehmen und jeder kann was ausrichten. Das ist doch schonmal spitze.
Blödsinn ;D. Wer steht nicht lieber daneben und wartet ab, bis der Kampf vorbei ist, während der Krieger alleine Spaß hat?
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