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Autor Thema: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru  (Gelesen 2061 mal)

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Offline Joerg.D

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[Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« am: 25.08.2010 | 19:22 »
Diary of Seasons zu der Verschwundene Guru

Das ist die Vorbereitung für ein Diary zu der Runde auf dem Treffen, denn  ich glaube ich würde irgendwie kläglich versagen und die Hälfte des Plots vergessen oder coole Szenen auslassen.

Aber ein Versuch werde ich trotzdem mal starten und vorher etwas zum Zustandekommen der Runde posten:

Bei der Runde war ich irgendwie verwundert, dass ich kaum Mitspieler bekam. Das ist mir bis jetzt noch nie passiert. Sind meine Diarys so schlecht gewesen? Haben Oliof, Caralywhynn , Tinka und der Tobias.D etwas schlechtes über die Runde zu schreiben gehabt?

Ja, die Zweifel, wenn man es gewohnt ist, seine Runden schnell voll zu haben.

Dat Möllchen hatte zugesagt, sich dann aber wegen privater Terminkonflikte wieder abgesagt und so stand lange Zeit nur der Horatio auf der Liste meiner Runde. Doch kurz vorm Treffen änderte sich das glücklicherweise und ich bekam noch zwei Zusagen, womit die Runde starten konnte.
Teylen und Orko sagten zu.

Auf dem Treffen lernte ich dann die Fiona kennen, die sich auch für die Runde interessierte und der Kamillo fragte mich, ob ich Platz für die Isa hätte.

Natürlich habe ich Platz für die Isa, sogar sehr gerne!

Nach zwei Runden am Vormittag und Mittag in denen ich zwar nicht schlecht war, aber mich über diverse kleine Patzer meinerseits aufregte kam es also zum Treffen und wir schnackten erst mal ein wenig einen aus, wie die Runde funktionieren soll und was das System so will.

Dann bauten die Spieler ihre Charaktere und die waren so:

Zitat
Orko

Johnathan Black

Beruf:       Privatdetektiv
Hobby1:           Glücksspiel
Hobby2:           Babysitter

Körper:           3
Geist::       2
Ausstrahlung:   2

Verlangen:          Ally soll leben
Instinkt:           Ich treffe immer
Tick:             Großmaul

Gegenstand:   Zigaretten (Bonus auf soziales)

Donts im Spiel:    Folter ausspielen.


Zitat
Teylen

Chelsea Norten

Beruf:       Hollywood Sternchen
Hobby1:           Schießen
Hobby2:           Rennfahren

Körper:           2
Geist::       2
Ausstrahlung:   3

Verlangen:           Muss den Guru finden
Instinkt:            Ich spiele jede Rolle perfekt
Tick:              Naiv

Gegenstand:   Revolver (Bonus auf Schießen)

Donts im Spiel:    Keine (da war ich baff)

Zitat
Horatio

Ambrose Grayson

Beruf:       Industrieller
Hobby1:           Gentelman Boxen
Hobby2:           Tanzen

Körper:           2
Geist::       3
Ausstrahlung:   2

Verlangen:           Spirituelle Erleuchtung (Alträume wegen Giftgasproduktion loswerden)
Instinkt:            Keiner macht mir etwas vor
Tick:              Cholerisch

Gegenstand:   Sein guter Name

Donts im Spiel:    Keine (schon der Zweite!)

Zitat
Tabula rasa

Ms Rebecca Smith

Beruf:       Speak Easy Besitzerin
Hobby1:           Schnaps Brennen
Hobby2:           Benefizveranstaltungen organisieren

Körper:           2
Geist::       2
Ausstrahlung:   3

Verlangen:           Der Guru muss mir mit der Sucht helfen
Instinkt:            Ich gewinne jeden Kampf
Tick:              Alkolikerin

Gegenstand:   Tiara (Bonus auf soziales)

Donts im Spiel:     Nicht relevant

Zitat
Fiona

Jenny Miller

Beruf:       Perfekte Hausfrau
Hobby1:           "Lesezirkel" (Boxen)
Hobby2:           High society Frauenclub

Körper:           2
Geist::       2
Ausstrahlung:   3

Verlangen:           Das Kind (vom Guru und Ihr) finden
Instinkt:            Ich komme immer irgendwie raus
Tick:              Phobie vor Dunkelheit

Gegenstand:   Das perfekte Makeup

Donts im Spiel:    Keine expliziten Sexszenen

Dann reichte ich den Spielern jeweils einen Charakterbogen um ihre Werte für mich einzutragen und mir auf der Rückseite die folgenden Fragen zu beantworten:

Warum wird es Spaß machen den Charakter zu spielen?

Wie heißt er und was für eine Bedeutung hat der Name?

Wer ist deinem Charakter wirklich wichtig?

Was ist die Triebfeder hinter seinen Taten?

Welchen Prinzipien will er folgen?

Mit welchen Emotionen oder Ereignissen soll dein Charakter konfrontiert
werden?

Diese Fragen stammen aus dem Regelwerk und sollten mir helfen, für jeden Spieler etwas passendes zu seinem Charakter im Plot ein zu bauen.

Dann folgte das Übliche, wie sich die Charaktere so verhalten, was sich die Spieler vorstellen und den ganzen Kram um mir als SL zu zeigen, wo ich die Spieler an den Eiern packen kann.

Aber vielleicht beschreiben die Spieler ihre Charaktere netterweise selber mal, bevor ich mit dem Diary fortfahre?
« Letzte Änderung: 26.08.2010 | 08:27 von Joerg.D »
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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #1 am: 26.08.2010 | 17:59 »
Aber vielleicht beschreiben die Spieler ihre Charaktere netterweise selber mal, bevor ich mit dem Diary fortfahre?
Gerne :)

Also was mir zunaechst auffaellt ist das ich bei der Charakter Erschaffung wohl eine Frage vergessen haben, das heisst die Frage "Welchen Prinzipien will er folgen?", da ich beim durchnummeriern inklusive der Frage nach den Don't nur auf sechs Fragen kam.

Zitat
Zudem Charakter selbst als Beschreibung, hm.
Bei Chelsea handelte es sich um eine Schauspielerin bzw. Saengerin die in L.A. versuchte gross auf der Buehne bzw. nun mehr dem aufstrebenden Film Geschaeft zu landen. Das heisst mehr als nur die kleine Nebenrollen und Auftritte in unbedeutenden Filmen zu bekommen. Dabei war sie in eine mittlerweile, allein durch die Zeit bzw. das Alter enger werdende, Sackgasse geraten. Heisst sie schaffte, es ueber die Besetzungscouch, lediglich zu den kleineren Rollen und obwohl es durch die Goenner sie hatte und dem kleinen Verdienst moeglich war das sie als Hobby rennen fuhr, wurde die Chancen auf den Durchbruch nicht groesser.
Der Grund wieso sie zum Film wollte war jener das sie sich hauptsaechlich ueber die Rollen welche sie auf der Buehne darstellte identifizierte, ueber das Feedback seitens des Publikum quasi "Anerkennung" schoepfte bzw. so etwas wie einen Selbstwert aufbaute. Den ausbleibenden Erfolg bewaeltigte sie mit der ihr eigenen Naivitaet, dem Glauben daran das der talentlose Sohn des Produzenten doch noch den Wurf schafft, das der Einsatz auf der Couch tatsaechlich den Erfolg bringt bzw. es Wert ist und es eben schon noch mit der Karriere funktionieren wird. Das das noch gute Aussehen und ein modisches auftreten reichen wird.
Den Guru suchte sie wegen seines Erfolges und weil Chelsea, als sie ihn traff, das Gefuehl auf eine Person bezogen erhielt das sie sonst nur von der Buehne kennt.
Die Verbindung zu den anderen Charakteren war soweit das die Bar halt ihre Stammbar war und sie sich dort mit Regiseuren und Produzenten traf sowie einer dieser der Sohn eines erfolgreichen Produzenten des Paramount Studio war in dem Jenny Millers Mann arbeitete.

Vom Aussehen her hatte sie blonde, gewellte Haare die etwa kinnlang fielen und Platinfarben nachgefaerbt waren. Blaue Augen mit Schlafzimmerblick und kleidete sich der Zeit entsprechend modisch bis hin zu aufreizend.

Technisch gesehen wurde der Tick hinsichtlich der Naivitaet wurde etwas nachtraeglich bei dem Gespraech mit dem Produzenten/Regiseur sowie Rebecca dazu gefuegt.

Was die Fragen betrifft bin ich mir nicht mehr ganz sicher was ich dort konkret hinschrieb. Bei dem Grund diesen Charakter zu spielen gab ich, denke ich, an das ich allgemein die 30er gut finde und mich das Konzept eines quasi halbgescheiterten Hollywood Starlets fasziniert. Zudem glaub ich angegeben zu haben von Chicago inspiriert zu sein. Ich glaube ich habe Roxy da nicht als Inspiration angegeben, was aber schon irgendwo der Fall war.

Dem Namen mass ich keine grosse Bedeutung bei. Chelsea kam mir vermutlich von einem Lied der Fratellis als Vorname in den Sinn, Norton war das was mir zu amerikanischen Nachnamen einfiel, das heisst ich erinnerte mich an "Matron Mama Morton" aus dem Musical und aenderte das M zu einem N. [Was ich nicht niederschrieb da es fuer mich unwichtig war]
Zuder Frage wer dem Charakter wirklich wichtig ist so war es die Rolle, die Buehne und das Publikum. Heisst das Bild das sich andere von ihr machen.
Bei der Triebfeder denke ich sowas erwaehnt zu haben wie das streben nach der Buehne und nach Sicherheit bzw. Selbstbewusstsein oder so.
Bei den Emotionen oder Ereignissen fuehrte ich den drohenden bis vollzogenen Bruch mit der Erwartung des Charakter an erfolgreich zu werden bis hin zur Demontage.
Don'ts hatte ich da keine, uhm, einfach weil ich da fuer mich nun keine sah, und auch sonst so spontan nichts sehe wo ich nun sagen wuerde das ich davor jetzt explizit zurueckschrecke.


Ansonsten, das es etwas dauerte bis ich mich im Thread anmeldete lag daran das ich nicht ganz sicher war wie das System ist und ob es halt so passt und auch weil es mein erstes Treffen war (ich hatte mich nur fuer drei Runden vorher gemeldet). Nun und dann doch weil ich eben die 30'er Jahre, den Stil eben dieser ebenso mag wie Filme im Noire-Stil und ich neugierig war.
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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #2 am: 27.08.2010 | 19:38 »
Nun, hiermit der Versuch eines Diaries zu dem Verlauf der Runde. Ganze ist weitesgehend aus meine Gedächtnis rekonstruiert, also sollte ich etwas vergessen haben oder falsch in Erinnerung bitte ich um Verzeihung und Korrektur.

Mein Feedback zu der Runde befindet sich in dem Treffen Thread und auf die Charaktererschaffung wurde bereits zuvor eingegangen und von mir geschrieben was ich so behielt. Weshalb ich hiermit einmal anfangen.

Prelude

Die Musik setzte ein und es begann damit das das Tarot Deck gemischt und ausgelegt wurde. Zunächst wurden drei Karten gezogen, wenn ich mich recht erinnere waren 'Die Liebenden' darunter sowie zwei weitere Karten bei welchen ich denke das es Figuren waren.
Dazu kam als erste horizontal über den drei Karten 'Der Tod' sowie als horizontal darunter 'Der Herrscher'.

Das ziehen der Karten verstand ich als leichtes Foreshadowing zu dem Abenteuer, die gezogenen Karten, jeweils mit Ausführung seitens Joerg erschienen erstaunlich gut passend und es schuf einen angenehmen Übergang von der Charakter Erschaffung zuvor hin zu dem Spielgeschehen.

Set the Stage

Es war einer dieser Abende an dem sich am Tresen des Speak Easy von Rebecca verschiedene Personen wiederfanden. Da war das Starlet das immer noch versuchte darauf hinzuarbeiten beim Film zu landen, wobei jedoch die aufgetragene Fassade Risse erkennen lassen mochte die nahe legten das das bemühen vergebens war.
Daneben befand sich Mrs. Miller, die scheinbar perfekte Hausfrau die zwar alles zu haben schien, aber trotz ihres reichen Ehemann und selbst nachdem sie endlich das Kind hatte, das sie sich immer wünschte, erstaunlich oft im Speak Easy auftauchte.
Der reiche, gut aussehende Industrielle mit guten Ruf daneben, der ein regelmässiger Gast geworden war und scheinbar versuchte zu vergessen.
Nun und auch der Detektiv Jonathan Black betrat in diesem Moment die Bar mit seinen Trenchcoat.

Er gesellte sich zu der Runde und erkundigte sich bei Rebbecca ob sie wüsste wo Ally sei oder zumindest wie es ihr ginge. Ally war eins der Mädchen die in der Bar arbeitete, sie war bereits vor längerer Zeit erkrankt und es sah nicht besonders gut für sie aus. Die Symptome wurden stärker und da sie nicht mehr zur Arbeit erscheinen konnte, konnte Rebbeca Jonathan nicht wirklich weiterhelfen.

Es hatte gerade ein jeder sein Getränk und der Abend wäre vielleicht in dem gewohnten Smalltalk verlaufen, als die Tür mit ungewohnter Wucht aufging.
Die Karte des Tarot Decks zeigte "Der Teufel".

Eine massige Gestalt schob sich durch die Tür, man erkannte das es sich um Fat Ed handelte, der flankiert von zwei seiner Schläger, in die Bar trat und lautstark, mit keuchender Stimme unterbrochen von einem überaus schlecht klingenden, röchelnden Husten die Bar sondierte. Man wusste das er Teil des Mob war, für Jimmy arbeitete und sein Auftauchen zu meist Ärger mit sich brachte.
Angesicht dessen entschloss sich Black auf Fat Ed zuzugehen, ihn anzusprechen und ob er ihm nun empfahl sich eine andere Kneipe zu suchen oder die Sache ruhig anzugehen, schien Fat Ed allein von der Art der Anrede so erbost zu sein das er seine beiden Schläger anwies Black draußen an ordentliche Manieren zu erinnern.

Fat Ed wandte sich danach, immer noch keuchend und hustend, Mrs. Miller zu und während er mit ihr in einer herab würdigenden Art und Weise sprach, stellte er in den allgemeinen Raum das er diesen Guru suchte. Um diesem zugeben was er verdient. Er wandte sich Rebbecca aufgrund der Tatsache zu das der Guru, vor dessen verschwinden, regelmässiger im Speak Easy Gast gewesen ist.

Unterdessen sah sich Jonathan draußen mit den beiden Gorillas mit einer Übermacht konfrontiert. Einen der Schläger hätte er durchaus noch händeln können, aber zwei des Mobs waren zu viel. Der erste Schlag traf in den Magen und der zweite beföderte ihn unsanft gegen eine Tonne. Wo er sich, da die Schläger nicht mit reden ließen, mit dem Deckel der Tonne zumindest die übelsten Schläge zu puffernd.
Mit blutender Nase und der ein oder anderen angeknackst bis gebrochenen Rippe ließen die beiden letztlich von ihm ab, schließlich hatten sie nichts gegen ihn persönlich.

Im Speak Easy versuchte Ambrose Fat Ed dazu zu bewegen ihm zu sagen was dieser über den Guru wisse und das er sich für Jimmy und dessen Mob besser eine andere Bar suchen sollte. Fat Ed widmete seine Aufmerksamkeit tatsächlich Grayson, und ging tatsächlich auf die Aufforderung hinsichtlich der neuen Bar ein. Jedoch nicht ohne das er sich, nach einem weiteren Hustenanfall in Richtung Ambrose übergab. Als seine beiden Jungs zurück vom aufmischen kamen war Fat Ed bereit zu gehen.

An der Bar kümmerte sich Rebbecca um Ambrose dem sie, nach etwas Widerstand, überzeugte, sich von einem ihrer Mädchen zumindest ein neues Hemd besorgen zu lassen. Auch Black kam letztlich mit blutender Nase zurück an die Bar.

Ein weiterer Gast der recht kurze Zeit nach ihm die Bar betrat war der Sohn eines Produzenten, dessen Vater Jenny von gesellschaftlichen Veranstaltungen ihres Mannes kannte. Der jedoch seinem Vater im Vergleich deutlich im Erfolg zurück stand. Er gesellte sich zu Chelsea um mit ihr über das Vorsprechen für eine neue Rolle zu sprechen. Ein kurzer Interventionsversuch seitens Jenny Miller wurde seitens des Produzent dadurch unterbunden das er sich abfällig über ihr Alter im Verhältnis zu Chelseas äußerte. Recht schnell, und über dies für fast alle bemerkbar, wurde klar wie sich das Vorsprechen für die Rolle gestalten würde. Eine Bemerkung die kaum mehr zweideutig war, die Hand Richtung des Beins.
Zumindest Rebbecca versuchte, wenn auch leise, Chelsea davon zu überzeugen das sie es nicht nötig hatte und das es nichts bringen würde, scheiterte jedoch an der Naivität des Starlets bzw. dem Willen die Rolle auf jedenfall zu bekommen.

Das Gespräch an der Bar drehte sich weiter, allen voran auch um den Guru zu dem man feststellte das jeder der anwesenden ihn suchen und finden wollte und auch das ein und andere Glas Alkohol wurde getrunken.
So sah sich Rebbecca mit der eigenen Sucht konfrontiert, dem halb vollen Glas des eigenen schwarz gebrannten und doch so köstlichen Schnaps und gab der Sucht nach.

Durch Jenny erfuhr man das der Guru zuletzt in die Bowery Gegend wollte, einer gewissen Lilly helfen, und so wurde beschlossen, ungeachtet des Ruf des Viertels, dort hin zu fahren.


Anm.: Naechster Teil wenn ich dazu Zeit komme, und ich hoffe ich habe es dort soweit richtig zusammen bekommen [Ich weiss nicht mehr sicher ob Fat Ed mit Rebbecca oder Jenny fand und ob die Info mit Lilly von Ed oder Jenny kam].
Ansonsten fand ich den Teufel als Tarot Karte recht eindrucksvoll, vergass zumindest bis dahin was ich ueber Tarot wusste und nahm es eher woertlich. Nun und ich vermute der Rest der Gruppe auch, wenn ich es richtig einschaetze.
Mit dem Gespraech mit dem Produzenten und danach mit Rebecca hatte sich fuer mich die Frage des Ticks geklaert.
Von den NSCs fand ich Fat Ed toll dargestellt. Nun und die Szene im Allgemeinen entfaltete die gewuenschte Stimmung vollkommen und das Spiel wirkte "im Fluss".
« Letzte Änderung: 2.09.2010 | 23:11 von Teylen »
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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #3 am: 30.08.2010 | 19:03 »
Weiter geht's,..

Brownies in der Bowery

Noch in der selben Nacht entschlossen sich die Anwesenden der Spur des Guru nachzugehen welche direkten Weges in die Bowery führte. Eine wie soweit allen bekannt war eher herab gekommene Gegend welche durch die immer noch anhaltende Rezession sowie Armut geprägt war.
Angesicht des Rufs des Viertels entschied man sich für Blacks Wagen der sich dort besser in das Bild fügte als das große, teure Auto Ambroses.

Es dauerte nicht allzu lange bis man tatsächlich in die Bowery gelangte. Konnte man bereits während der Fahrt bemerken das das Viertel für die meisten der fahrenden wesentlich mehr von dem mit der Depression einhergehenden Verfall und Armut gezeichnet war als sie es aus ihren Umfeld kannten, kam es nochmal richtig zu Bewusstsein als man vor diesem doch eher schäbigen Club aus dem Wagen stieg, in dem offensichtlich Freier mit ihren Mädchen ein und ausgingen.
Rebbecca, Jenny und Chelsea widerstanden dem Impulse aus der offensichtlich gefährlichen Umgebung in welche sie nicht so recht passten zu flüchten und hielten sich nach kurzer Rücksprache mit Jonathan und Ambrose zunächst im Hintergrund.

Die beiden Männer sahen sich um und Black entdeckten gerade rechtzeitigen einen der Laufburschen, zu jung um von der Polizei festgehalten zu werden aber alt und unauffällig genug für die Jobs des Mobs.
Der Bursche wurde beiseite genommen und Jonathan und Ambrose erkundigten sich ob er Wisse was Jim beziehungsweise Fat Ed von dem Guru wollte und das man gehört hätte das der Guru wegen einer gewissen Lilly hergekommen sei. Tatsächlich erwies sich der Junge, der kurz einen Blick auf Chelsea geworfen hatte, nach einer kleinen finanziellen Ermunterung als recht ungezwungen gesprächig.
Fat Ed, also das es dem nicht gut gehe würde man ja schon von weitem hören und ohne seine beiden Bodyguards könnte der sich kaum noch auf den Beinen halten. Der kann ja kaum fünf Schritte gehen ohne zu kotzen. Eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es den endgültig erwischt und überhaupt ist auch Jimmy unter starken Beschuss, kann sein das es da bald im Mob einen Umsturz gibt.
Wieso der zum Guru will? Wegen Jim wohl weniger, der hat andere Probleme, vermutlich will Fat Ed doch nur den eigenen Hintern retten. Nötig hat er's ja.
Den Guru selbst hat man seit gut 3 Tagen hier nicht mehr gesehen, aber da kam er wohl mit einem riesigen roten Horch angefahren. Zu Lilly? Nein, das heißt doch, da ist was mit ihren Kind.
Und Lilly, die wohne und arbeite hier quasi fast neben an..

Während Chelsea sich entschied das Gespräch mit dem Laufburschen zu verfolgen beobachteten Rebbecca und Jenny aus 'sicherer' Distanz die Gestalten, Leute die in den Club kamen und ihn wieder verließen. Als solches nichts ungewöhnliches als Jennys Blick auf einen Mann fiel der ihr unheimlich vertraut vor kam und dessen überaus junge Begleitung. Der Hut, der Trenchcoat und dieser Anzug, sie war sich recht sicher das es derselbe war wie jener der ihrem Mann gehörte.
Verwirrung machte sich zunächst breit als er in eindeutiger Begleitung aus dem Club trat, sich verabschiedete und in ein Auto stieg. Als Jenny jedoch das Kleid der Prostituierten musterte. Der Schnitt, die Form und die lila Farbe, es war doch eindeutig ihr Kleid! Das Kleid von dem ihr Mann zu ihr meinte das es ihr nicht stünde, das sie es doch weg geben sollte, in die Kleidersammlung. Die Beziehung zwischen Jenny und ihrem Mann war zwar seit längeren unterkühlt aber dies... Wenn sie sich die Frau näher betrachtete konnte sie sogar eine gewisse Ähnlichkeit nicht abstreiten. Nur das sie doch um einiges jünger war als sie, frischer wirkte.
Verzweiflung stieg in ihr auf, das Gefühl der Ohnmacht, die Worte des Produzenten der zuvor mit Chelsea kokettierte und sie mit den Worten "Mutter" als 'zu alt' beschimpfte.
Die Tränen stiegen ihr auf und die Gefühle drohten sie zu übermannen, auch Rebbecca die Jenny näher kannte realisierte was sich dort gerade abspielte.

Als diese kleine Nutte sich jedoch auf den Weg machte seelenruhig davon zu traben überwand Jenny die lähmenden Gefühle und ging, unterstützt von Rebbecca, aggressiv in die offensive.
Zunächst schien es nicht so als würde die Prostituierte es einsehen. Immerhin war es ihr Kunde, ein verdammt guter. Schließlich gab er ihr 20$ den Monat. Und verdammt noch eins, sie sollte sich nicht so anstellen, nicht ihre Schuld wenn sie besser aussah und nicht so alt war. Die Worte wirkten wie weiteres Gift für Jenny, sie packt die Nutte unsanft während ein Messer blitzte und Rebbecca das lilane Kleid zerteilte. Der Körper darunter wirkte dünn, unterernährt und abgemergelt, überhaupt machte sie keine allzu gute Figur mehr und die Fassade zerbrach förmlich.
Ein hinzu geeilter Zuhälter, erhielt einige Dollar Schweigegeld von Ambrose und sah damit über das was geschah hinweg.
Allerdings entschied man sich es dabei zu belassen und ließ sie ihren Weges gehen.

Das nächste Ziel und Ansatz den Guru zu finden hieß nunmehr Lilly.
Chelsea machte sich daran einen Wächter der in der Nähe des Eingang stand in ein Gespräch zu verwickeln. Der an sich physisch überlegene Mann zeigte sich von der Tatsache das er von einem angehenden Starlet angesprochen wurde, gerade in dieser Gegend und angesichts des sozialen Unterschied, völlig perplex und schaffte es nicht die Augen von seiner Gegenüber los zu reißen.
Während Chelsea denn Wachposten beschäftigte und dessen Aufmerksamkeit fokussierte konnten die anderen ohne weitere Probleme an diesem unbemerkt vorbei, hoch in das Treppen zu Lillys Wohnung hin. Nicht ohne das Rebbecca die Chance nutzte dem, sie vollkommen ignorierende, Bodyguard einen Flachmann zu entwenden und einen guten Schluck zu nehmen.

Mochte der Club schon schäbig gewirkt haben und die Gegend nicht die beste sein so zeigten sich bereits an der Treppe zur Wohnung der verfallene Zustand des Gebäudes. Die einstmals aufgetragene Farbe blätterte von den Wänden ab, die Dielen knarrten unter den Schritten und an einer Wand zur Seite hatte sich ein breites Rinnsal an Wasser gebildet das für einen moderigen Geruch sowie Pilzbesatz an der Wand verantwortlich war.
Die Tür zu Lillys Wohnung stand bereits offen als man an kam, und nach einem kleinen Eingangshalle fand man Lilly.

"Brownies?", Lilly zog mit einem breiten, freundlichen Lächeln ein Tablett mit dem Gebäck aus dem Ofen her vor. Soweit man es beurteilen konnte ohne sich auch nur im geringsten zu stören das dort 4 Personen ohne zu klopfen oder sich vorzustellen in ihre Wohnung eingedrungen waren.
In dem Raum, eine Küche mit angeschlossenen Wohnzimmer, fand man erstaunlich viel Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel in absurden Mengen angehäuft, was den Eindruck vermittelten als wäre jemand der den Krieg erlebt hat das erste mal einkaufen gewesen.
An einer Wand befand sich ein überaus großes Gemälde des Gurus und darunter eine Wiege mit einem Kind.

Ohne die Frau näher zu beachten stürzte Jenny in Richtung des Kindes, es sah fast aus wie ihres... konnte es sein? Nein, der Junge war leider mit seinen etwa 4 Jahren zu alt, hatte aber frappierende Ähnlichkeit mit ihrem Kind sowie dem Guru.
Während sich Black eine Zigarre ansteckte und die Wohnung untersuchte probierten Rebbecca und Ambrose sich mit Lilly zu unterhalten.
Das fast entrückt wirkende lächeln, die überbordende, stepfordartige Freundlichkeit Lillys sorgten dabei für Misstrauen. Der erste Gedanke Ambroses war das der Effekt auf eine Mesmerizierung zurück zuführen sei, allerdings wirkten die Pupillen zu normal. In Hinblick auf das merkwürdige betragen sah man davon ab einen der Brownies zu sich zu nehmen.
Lilly erzählt das der Guru da gewesen war, und noch in Begleitung eines großen, weißen Mann. Aber als man nach bohrte hieß es nur wieder: "Brownies?".
Während sie versuchten aus Lilly etwas heraus zu bekommen das sie weiter bringt, fand Black in der Küche lediglich eine Stelle in der Wand in der der Putz abgebröckelt war, in einer Art und Weise die den Eindruck erweckte als habe jemand mit übermenschlicher Stärke dagegen geschlagen, und das das Haus eher ärmlich wirkte.
Unterdessen merkte Ambrose das ihn, was er bei Lilly beobachtete, weniger an hypnotisierte Menschen erinnerte sondern das sie eher den Eindruck eines im Krieg traumatisierten Soldaten machte der die Erinnerungen an den Vorfall gänzlich fort schloss.

"Brownies?" man versuchte es mit der Konfrontations-Methode nachdem man sich denken konnte das es im Zusammenhang mit dem Besuch des Gurus stehen musste. Was der Guru hier gewollt hätte, was mit diesem großen, weißen Mann sei. "Er hat mein Kind nicht bekommen" war das letzte was Lilly hervor brachte bevor sich die Augen so drehten das nur mehr das weiße zu sehen war und ihr Körper unter dem Schock den das ausbrechende Traumata verursachte auf dem Boden zusammenbrach.

Panisch machte sich Rebbecca daran zu versuchen Lilly wieder zu beleben, doch so sehr sie sich mit der Herzmassage Mühe gab, der Körper der jungen Mutter entglitt ihr. Nicht ohne sich jedoch bei einem letzten, mit ungewohnter Energie, auf bäumen und mit dunkler, fremder Stimme eine Drohung aus zustoßen.

Der tote Körper lag leblos am Boden als sich Jennys des Waisenkindes aus der Wiege an nahm. Sie hielt den kleinen Körper in den Armen und schien nicht gewillt zu sein ihn in der Wohnung mit der toten Mutter einem ungewissen Schicksal zu überlassen.
Nur nach unten konnte man mit dem Kleinen im Arm ebenso schlecht.
Die Feuerleiter die man an einem der Fenster vor fand wirkte deutlich in die Jahre gekommen. Als Jenny vorsichtig ihren Fuß darauf setzte begann das rostige Material bereits auf zu kreischen, und das ganze Gebilde erzitterte deutlich. Den Mut zusammen genommen wagte Jenny den Abstieg mit dem Kind und kam wohlbehalten in der Gasse unten an.

Wohingegen sich die Männer sowie Rebbecca dazu entschieden die Leiter keinem weiteren Belastungstest auszusetzen und die Treppe runter nahmen. Unten befand sich Chelsea nach wie vor in dem Gespräch mit dem Wächter, der motiviert durch die Länge des Ablenkungsmanövers ein Teil seiner anfänglichen Scheu überwand und mutiger, letztlich zudringlich wurde so das die Gefahr bestand das Chelsea "das Spiel" entglitt.

Froh das die anderen fertig waren begab sie sich mit ihnen zurück in den Wagen, man fuhr noch Jenny aus der Seitengasse auflesen und beschloss dann sich zurück zum Speak Easy zu begeben um weiter zu sehen.


Anm.:
Sorry fuer die Pause am WE, aber ich finde unter der Woche irgendwie mehr Zeit zum schreiben. ^^;

Ansonsten ich gebe zunaechst zu das ich den Namen des Clubs vergessen habe, etwas mit D, aber mehr bekomme ich nicht zusammen. Nun und Fat Ed erwaehnte eigentlich im ersten Teil noch das der Guru wegen etwas geschaeftlichen in die Bowery sei.

Wegen dem Part, er war ebenso stimmig wie der zuvor, bzw. ging "Der Fluss" weiter und passte die Musik. Spieltechnisch hatte ich da nun nicht ganz sooviel zu tun, aber die Szenen wo ich dran hab haben doch Spass gemacht, und davon ab war es auch klasse soweit zuzuhoeren.

Mein Lieblings NSC war die Brownies?-Frau und die Todesszene mit dem erheben auch faszinierend.
Interessant fand ich auch das in der Szene die System Regeln griffen ohne sich stoerend in den Erzaehlfluss einzumischen. Heisst es waere moeglich gewesen ueber Narrenpunkte der Frau das ueberleben zu sichern, wurde aber nicht. Was aber nun keine OT Diskussion gab sondern durch Gesten bzw. passenden Erzaehlfluss zur Entscheidungsfindung geregelt wurde.
« Letzte Änderung: 2.09.2010 | 23:49 von Teylen »
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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #4 am: 30.08.2010 | 19:40 »
Zitat
Interessant fand ich auch das in der Szene die System Regeln griffen ohne sich stoerend in den Erzaehlfluss einzumischen. Heisst es waere moeglich gewesen ueber Narrenpunkte der Frau das ueberleben zu sichern, wurde aber nicht. Was aber nun keine OT Diskussion gab sondern durch Gesten bzw. passenden Erzaehlfluss zur Entscheidungsfindung geregelt wurde.

Ja, die Regeln sind ja so ausgelegt, dass man einfach Narrenpunkte investieren muss um etwas zu schaffen, was einem wichtig ist. Der SL beschreibt erzählerisch, was passiert und der Spieler antwortet, was er macht und unterstützt sein Vorhaben entweder mit Dramapunkten oder kann eine Karte spielen/ziehen, wenn er nicht genügend Punkte hat um das Ergebnis mit Punkten zu kippen. Wenn man das wie ihr in der Szene ablehnt, (ich habe die Hand aufgehalten, als ich beschrieb, wie die Frau aus dem Leben gleitet und keiner war willens, mir Dramapunkte zu geben) dann wird einfach weiter erzählt, was passiert.

Und ja, alles was in dem Plot vorkommt kann von den Spielern beeinflusst werden. Ihr hättet die Frau retten können und beim entsprechenden ausgeben von Punkten auch mehr Infos bekommen. Das System ist im Gegensatz zu Theatrix ergebnisoffen, es setzt auf die gemeinsame Entwicklung des Plots. Die Spieler können immer eingreifen und den Ablauf ändern, wenn sie Punkte ausgeben, gut genug sind oder einen Konflikt mit den Karten nicht scheuen.
Wer schweigt stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

langebene

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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #5 am: 1.09.2010 | 21:15 »
Ist das nicht schon Freeform?

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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #6 am: 1.09.2010 | 21:27 »
Meiner Meinung nach nicht da die Charaktere Werte haben, Instinkte sowie Ticks und die Spielmechanik über die Narrenpunkte durchaus präsent ist auch wenn sie sich im Hintergrund hält.
Das heißt als Beispiel hat im Kampf im ersten Eintrag durchaus mit dem Verteidigen mittels eines Objekts eine Regelmechanik gegriffen die dafür sorgte das Orkos Charakter noch recht gut aus der Situation mit den beiden Schlägern kam. Alternativ hätte er ebenso Narrenpunkte einsetzten können oder danach fragen das die Tarot Karten gezogen werden.
Die Karten sind in der Bedeutung auch nicht willkürlich bzw. Freeform sondern orientieren sich durchaus an handfesten Regeln.
Insofern ist das System m.M.n. kein Freeform und fester als Amber.

[Die fehlenden Einträge werden noch kommen. Wo anhand der Konflikte ggf. auch deutlicher wird das es kein 'Freeform' ist]
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langebene

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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #7 am: 1.09.2010 | 21:31 »
Vielen Dank für die gute Erklärung, das bringt ein wenig Licht ins Dunkel.

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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #8 am: 2.09.2010 | 19:07 »
Up the Hill

Die Gruppe fuhr zurück zum Speak Easy und stieg aus Blacks Wagen um zu koordinieren was die nächsten Schritte waren. Jenny hielt das Kind in den Armen, und während man gerade zu der Diskussion ansetzen wollte, fuhr auf der Straße, im angezogenem Tempo ein roter Horch, mit der Zahl des Tiers auf dem Nummernschild, an der Gruppe vorbei..

Es dauerte kaum Sekunden bis die Überraschung verwunden und die Fakten zusammen gezählt waren. Es gab kaum viele derartige Wagen und so sprangen als erstes Jonathan und Ambrose zurück in den Wagen um die Verfolgung aufzunehmen.
Durch den Rückspiegel beobachteten sie mehr oder weniger amüsiert wie die Frauen sich daran machten in Graysons größeren Wagen zu steigen, leicht ungläubig das sie überhaupt fahren konnten.
Jenny hatte sich von Ambrose die Schlüssel geholt und plante zunächst selbst zu fahren, ließ sich jedoch von Chelsea dazu überreden mit dem Kind auf dem Beifahrersitz platz zu nehmen. Rebbecca stieg dazu uns Chelsea machte sich ihre Erfahrung aus dem Rennsport zu nutzte.

Der Wagen schoss flüssig nach vorne, an den bereits fahrenden Wagen der Männer vorbei und setzte in einem spektakulären Handbremsen Manöver um eine Kurve dem Horch nach. Zwar hatte der Horch mehr PS und die größere Maschine, doch konnte der Fahrer nur leidlich mit der Leistung der Maschine mit halten. Das Heck des Horch brach unter der Beschleunigung auf der Brücke zu den Hollywood Hills bedrohlich weit aus und Chelsea blieb bei der Verfolgung dicht dran.
Jonathan und Ambrose die dem ganzen langsamer verfolgten hatten derart an Abstand gewonnen das sie bei der Brücke die Lichter der beiden Wagen die Serperntinen hoch jagen sahen.
Selbst in den Serpentinen ließ sich Chelsea nicht abschütteln, auch wenn der Kurven reiche Weg die Hills hinauf wesentlich mehr Konzentration erforderte. In einer Kurve geschah es dann. Der Horch schnellte geradewegs auf die Kurve zu, das quietschen der Reifen erklang und in einer flüssigen Bewegung schoss der Wagen, etwaige Randbefestigungen mitnehmend, über den Abhang der Kurve hinab nach unten.

Der Wagen mit den Frauen stoppte rechtzeitig und unter dem Eindruck des Unfalls stiegen Rebbeca, Jenny und Chelsea bei der Kurve aus um die Lage genauer einzuschätzen.
Der Horch war beim Sturz nach unten an mehren Bäumen vorbei geschrammt und letztlich mit einem frontal zusammen gestoßen und hing zerquetscht das man annehmen musste das es kein Mensch überleben konnte ein gutes Stück über der Erde in dem Baum.
Während der Schock noch saß und die Frauen die Szenerie betrachten schlossen unten Ambrose und Jonathan zu dem Horch auf.

Man hatte wohl den Absturz des Wagens gesehen und so hielten sie dicht neben der Unglücksstelle. Sowohl Jonathan als auch Ambrose stiegen aus während sich Black mit der Waffe im Anschlag zu dem Wrack begab.
In dieses kam unerwartetes Leben. Ein knirschen erklang, Metall fuhr über Metall und wurde abgerissen so das sich das geschlossene und verbeulte Deck des Horchs erhob und wie kurz darauf erkennbar war nach oben gestemmt wurde.
Ohne sichtbare, große Mühen und ohne jedwede Verletzung stemmte eine weiße, männliche und gut 2.3m große Figur das Verdeck weg, stieg aus dem Wagen und baute sich vor Jonathan mit einem breiten gefälligen grinsen auf.

Jonathan, der die Waffe noch im Anschlag hielt und sonst so zielsicher war fand es schwer unter diesen Umständen die Waffe auch nur ruhig zu halten. Der Blick wanderte zwischen der menschlichen, unbekannten, bedrohlichen Kreatur und dem Wagen in dem er noch den Guru vermutete hin und zurück.
In dem Wagen selbst war nur Blut des Fahrers zu erkennen sowie dessen schemenhaft entstellten Umrisse und kein Laut, keine Bewegung die darauf hindeutete das sich dort noch Leben regte.
Während sich oben die Frauen zurück in den Wagen begaben um zum geschehen unten auf zuschließen versuchten unten Ambrose wie Jonathan aus dem weißen Mann heraus zu kriegen wo der Guru sei. [1]
Dieser dachte jedoch nicht daran zu antworten und wandte sich Grayson zu. Mit einem Ton der auf diesen wohl höhnend wirkten musste behauptete er das er ihm durch gut zu gearbeitet habe und überhaupt, sei er ein Kerl ganz nach seinem Geschmack. Schon in der Zeit auf der Universität, die Sache mit der Kleinen, die letztlich von sein Kumpel aus niederen Motiven ermordete. Eine Tat die hauptsächlich dank des eingreifen Ambroses Eltern, ihn zu schützen, nie an die Öffentlichkeit kam.
Doch Ambrose blieb bei den Fragen, und ging nicht drauf ein und auch Black ließ sich von den Worten über Ambrose nicht beeindrucken. Während sich der Wagen nährte.

Chelsea hielt mit dem Wagen in Richtung der Dreier Gruppe zu, als unvermittelt vor ihr auf der Motorhaube und das Gesicht kaum vierzig Zentimeter von dem ihren entfernt der Weisse Mann auftauchte.
Zunächst panisch hätte sie den Wagen fast verrissen während der Mann anfing zu sprechen. Der Blick ging zu ihm, und dann zur Seite wo sowohl Rebbecca, wie auch Jenny als auch der Kleine wie in der Zeit eingefroren erschienen.
Honig süß begann der Weisse auf sie einzureden, das er ihr eine große Rolle besorgen könnte, beim Film auf ewigen Zelluloid, direkt an der Seite von Cary Grant spielend, nie wieder kleine Bühnen, unbedeutende Nebenrollen oder schmierige Produzenten. Erfolg, Ruhm und ein Leben neben den Großen auf Augenhöhe. War zunächst noch misstrauen da, Anzeichen eines zumindest kleine Widerstand, brachen die Worte diesen und nahmen Chelsea soweit ein das nur noch die Frage blieb was getan werden sollte. Der Weisse deutete nur über seine Schulter nach hinten auf den eingefrorenen Black und forderte dessen Tod. Schockiert, aber nicht derart entsetzt das sie es für die Karriere nicht in Kauf nehmen würde, stimmte Chelsea zu.

Die Zeit kam zurück, verlief wieder normal und Chelsea trat das Gaspedal durch, mit dem Wagen direkt auf Jonathan zuhaltend. Als sie realisierten was ihre Fahrerin dort versuchte probierten Rebbecca und Jenny noch auf sie einzureden, das Vorhaben durch die Handbremse und einen Griff in's Lenkrad zu verhindern, kamen aber nicht gegen die Fahrkünste an. Auch der Versuch Jonathan den Weissen Mann anstelle seiner in den Kollisionskurs zu zerren funktionierte nicht.
Die Karte des Tarot Decks zeigte "Die Herrscherin".

Als nur ein kurzes Stück vor dem Ziel der Wagen brutal gestoppt wurde. Eine Wesen das sich den meisten als gülden leuchtende, weibliche Figur zeigte - lediglich Jonathan nahm die rein wirkende Gestalt als Ally wahr - erschien direkt vor der Motorhaube und drückte diese beim unvermeidlichen Aufprall bis zu der Fahrerkabine ein. Das ganze Auto wurde wie in eine starke Presse gezwängt zusammen geschoben. Nur die Fahrerkabine behielt ihre Form so das den Insassen kein Schaden zu kam.
Reflexartig nahm Chelsea den Fuß vom Gas. Der Weisse fing an zu toben und in einer fremden, längst ausgestorbenen und sehr alten Sprache zu fluchen, während sich die Person an jeden wandte. Mit sanfter Stimme verkündete sie "Gott liebt dich", gegenüber Chelsea, gegenüber Rebbecca, gegenüber Jenny und gegenüber Jonathan, nur zu Ambrose gewandt veränderte sich ihre Stimme und die Worte und sie erklärte fest "Dich liebt Gott nicht". Worauf hin sie verschwand. Vollkommen perplex verließ Chelsea den Wagen.

Der Weisse nutzte das verschwinden des Wesen und wandte sich Jonathan zu. Er könnte ihm Ally geben, vollkommen genesen, an seiner Seite und in einer besseren Zukunft. Doch unter dem Eindruck dessen was sich gerade vor seinen Augen abgespielt hatte verneinte Black. Er habe bisher immer gekämpft, gegen den Abschaum, und er würde ihm jetzt nicht nachgeben.

Der Weisse versuchte Jenny die mit dem Jungen noch auf der Rückbank des Wagens saß. Eine eigene Familie, eigene, gesunde, fröhliche Kinder die sie mit ihrem Mann hatte. Eine Beziehung die wieder so lief wie sie sein sollte, liebevoll und in einem wohlhabenden und gut situierten Haus. Doch mit dem Kleinen im Arm dachte Jenny nicht daran sich auf das Angebot des Weissen, bei dem sie spürte das etwas falsch war, einzulassen.

Grayson erschien der Weisse noch auf der Straße. Ambrose habe ihm doch bisher schon so gut zu gearbeitet. Die ganzen Toten im Krieg, so herrlich, und ganz sicher ohne das Gift welches Ambrose in seiner Studienzeit entwickelt hatte sicherlich nicht möglich. Er würde von ihm alles bekommen können, Reichtum, Macht, ein Leben in dem er sich über das was war und das was sein würde keine Sorgen mehr machen müsse.
Grayson hingegen fasste die Worte nicht gut aus, er wich noch während dieser Teufel auf ihn einredete zurück, zurück zu Blacks Wagen, hinein und mit dem Griff zu seiner Pistole. Doch der Weisse störte sich nicht daran. Redete weiter auf ihn ein, säte Versprechen und damit Gift in die Schuldgefühle, selbst als Ambrose die Schusswaffe an die eigene Schläfe führte. Er würde ihm nie nachgeben, eher würde er sterben.
Bösartig grinsend wartete der Weisse auf den Schuss. Doch er blieb aus. Nur die Weigerung blieb bestehen.

Zuletzt wandte er sich Rebbecca zu. Sie habe eine Bar, er könnte ihr die ganze Stadt geben. Den Posten als erste Bürgermeisterin, Bürgermeisterin von Los Angeles. Nicht mehr die Arbeit in einer schäbigen Bar, sondern Anerkennung, Anerkennung für die eigene Leistung, als arbeitende Frau und Macht einen Rausch der jenseits allem lag das sie kannte. Und obwohl er gerade von letzteren eine Kostprobe gab, gab Rebbecca nicht nach.


Schimpfend und fluchend tobte der Weisse Mann vor den Menschen die sich als resistenter erwiesen als er vermutete und lies die Gruppe schließlich auf den Hollywood Hills zurück.
Jonathan bemerkte noch das Ambrose der zuvor noch nah bei ihm Stand unvermittelt in seinem Wagen saß, der Rest schwieg recht verstört von den Ereignissen der bisherigen Nacht in der fremd anmutenden Szenerie des zerstörten Horchs auf der einen Seite, dem zusammen gestauchten Wagen von Ambrose auf der Straße auf der anderen Seite und den bizarren Geschehnis.
Ohne viel miteinander zu reden, ohne wirklich über alles sprechen zu können, begab man sich zu Blacks Wagen und fuhr zurück, mit dem Ziel erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen.


Anm.: Da ich nach der Runde neugierig war, habe ich einmal nachgegoogelt wie den das Auto aussah, dabei fand ich unter anderem dieses Bild eines roten Horch. Toller Wagen. ^^

[1] Ab dieser Stelle bin ich mir nicht mehr ganz so sicher in der genauen Abfolge und dem Gespraechsinhalt. Heisst die Gespraeche kamen vor, und zumindest bei meinem Char bin ich mir was die Abfolge betrifft sicher, aber beim Rest wuerde ich nun nicht unbedingt meine Hand in's Feuer legen.
Hoffe ich habe da nichts aus der letzten Szene zusammen geworfen ^^;

Ansonsten gibt es mehr Anmerkungen beim naechsten Eintrag.
« Letzte Änderung: 3.09.2010 | 00:21 von Teylen »
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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #9 am: 2.09.2010 | 19:19 »
Sehr schön, aber eine kleine Unachtsamkeit. Die Sache mit dem Mädel war nicht Ambrose, es war sein Kumpel und die Eltern haben es vertuscht.
Wer schweigt stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #10 am: 2.09.2010 | 20:24 »
Ah, Danke :)
Habe es entsprechend angepasst, wenn ich das nochmal überdenke war es da so das 'der Weisse' Ambrose dort vor Augen führte das dieser öfters die Verantwortung ab gab [Gift entwickeln und dann versuchen sich nicht schuldig zu fühlen] bzw. durch fremdes eingreifen geschützt wurde [Mord vertuscht nur weil er Zeuge / Mitwisser gewesen war und es vermutlich etwas am eigenen Ruf gekratzt hätte wenn der Kumpfel aufgeflogen wär] ?
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Re: [Dramatik-Treffen] Der verschwundene Guru
« Antwort #11 am: 2.09.2010 | 22:47 »
Ja, er hat ihn an den langen Weg zur Dunkelheit erinnert :-).

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