Autor Thema: Sucker Punch  (Gelesen 7118 mal)

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Re: Sucker Punch
« Antwort #26 am: 4.04.2011 | 16:04 »
Watchmen ist eine Superhelden-Soap. Dass sie hat bessere Schauspieler und teurere Effekte hat kann darüber nicht hinwegtäuschen.
Watchmen ist [der Versuch] eine[r] kritische sowie reflektierende Betrachtung des Superhelden Genre.
Sowohl in Hinsicht auf die Entwicklung der Erzaehlweise in Comic Form als auch durch den Bruch mit den Figur Stereotypen um 1986/87.

Es als Soap oder Abenteuer Geschichte zu sehen waere eine recht oberflaechliche Betrachtung.
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alexandro

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Re: Sucker Punch
« Antwort #27 am: 4.04.2011 | 16:14 »
Nur dass die Stereotypen die da gebrochen werden sollten zum Zeitpunkt des Erscheinens des Comics bereits in konventionellen Comics gebrochen waren. Mehrmals. Sogar in dem Mainstream-Publikationen.

Watchmen reflektiert also nicht, sondern schwimmt auf einer Welle der Populärkultur.

Offline Thot

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Re: Sucker Punch
« Antwort #28 am: 4.04.2011 | 16:15 »
Und deswegen ist Sucker Punch schlecht?  ;D

Online Teylen

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Re: Sucker Punch
« Antwort #29 am: 4.04.2011 | 16:20 »
Nur dass die Stereotypen die da gebrochen werden sollten zum Zeitpunkt des Erscheinens des Comics bereits in konventionellen Comics gebrochen waren. Mehrmals. Sogar in dem Mainstream-Publikationen.
Ich habe 1986 noch keine Comics gelesen, aber mir erscheint die Aussage etwas sehr gewagt.
Und es ist ja nicht nur so das der Comic rein mit den Bruch von Stereotypen [als einziges Stilmittel] arbeitet.

Und deswegen ist Sucker Punch schlecht?  ;D
Mal schauen ^^ [wenn ich in's Kino komm]
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Offline Jed Clayton

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Re: Sucker Punch
« Antwort #30 am: 4.04.2011 | 17:12 »

Ich lass mich überraschen, Ersteindrücke: Doppeldecker, Drache, Battlemech, Gun Bunnies und Railgun-Samurai :d

Nun ja, das dachte ich ja zunächst auch. Aber genau diese Dinge sind eben nur Kostümierung, äußerliche Zierde und viel fauler Zauber. Da die Welt mit den Gun Bunnies und Monstern etc. pp. niemals wirklich "real" ist, noch nicht mal als Parallel- oder Alternativwelt (wie Oz, Narnia), hat sie auf die Story auch keinen wirklichen Einfluss. Es ist alles nur Verschleierung oder Sinnbild für andere Dinge, die bei Weitem nicht so spektakulär sind.

Das hat mich bei dem Film am meisten gestört.
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Offline Jed Clayton

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Re: Sucker Punch
« Antwort #31 am: 4.04.2011 | 17:21 »
Das Wort "Graphic Novel" [damit man nicht mehr "Comic" sagen muss, was so nach Unterhaltung klingt] haben nicht die Deutschen erfunden.

Graphic Novels sind aber mittlerweile eine ganz bestimmte Unterform von Comics, kein alternatives Wort. GNs sind in der Regel abgeschlossen und geben sich auch die Aura des Anspruchsvollen und Künstlerischen. Verlage promoten manche Comicbände als "Graphic Novels", um eine erwachsene Klientel anzusprechen, die ansonsten keine typischen Comics lesen würde.

@Thot:
Schöner Einwand, aber ich spreche nicht von Germanistikseminaren oder darüber, wie die Nachwelt unsere Zeit einmal beurteilen wird oder könnte. Ich spreche nur davon, wie die Dinge de facto HEUTE sind. Die Trennung zwischen Kunst und Unterhaltung ist real und hat damit auch einen realen Einfluss auf den Markt.

Jerry Cotton, Maddrax und Geisterjäger John Sinclair schafften es auch nicht zu Reich-Ranicki ins Literarische Quartett.
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Re: Sucker Punch
« Antwort #32 am: 4.04.2011 | 18:00 »
Graphic Novels sind aber mittlerweile eine ganz bestimmte Unterform von Comics, kein alternatives Wort. GNs sind in der Regel abgeschlossen und geben sich auch die Aura des Anspruchsvollen und Künstlerischen. Verlage promoten manche Comicbände als "Graphic Novels", um eine erwachsene Klientel anzusprechen, die ansonsten keine typischen Comics lesen würde.
Jain, bzw. Ja. Graphic Novel wurde urspruenglich eingefuehrt um Comics mit anspruchsvolleren Themen sprachlich ein besseres Etikette zu geben bzw. sie aufzuwerten und wird mittlerweile als Etikett zur Aufwertung genutzt.
Pride and Prejudice and Zombies erschien direkt unter dem Etikette Graphic Novel, anstelle von Comic.
Die Einzelbaende zum Marvel Civil War erschienen iirc zunaechst als normale Comic Hefte, und spaeter in der TB Fassung, also mehrere gesammelt in einem robusteren Einband, mit dem Etikette der Graphic Novel [Ebenso zB die Marvel Zombie Reihe].

Ich muesste nach schauen, denke aber das es sich die Belgier einfach sparen Graphic Novel (oder Comic) auf die Comics drauf zu schreiben [Man findet sie dann normal unter Stripboeken, Stripverhaalen oder halt Comics]. Naja und auch allgemein die Werke nicht so nach Qualitaet / Anspruch sortieren.
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Offline Jiba

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Re: Sucker Punch
« Antwort #33 am: 5.04.2011 | 08:18 »
Ja, der Jed hat da schon recht...

"Pride and Prejudice and Zombies" (den ich btw. als Graphic Novel eher daneben fand) erschien ja deshalb unter dem Label Graphic Novel, um ein erwachsenes Publikum anzusprechen. Selbiges gilt für den "Cash"-Comic, "Persepolis" und die großartigen Manga von Jiro Taniguchi.
Und die Frankobelgier müssen gar nicht Graphic Novel draufschreiben, weil die Akzeptanz von Comics als Literatur in diesen Ländern schon seit den Anfängen vorhanden war.

Dass es aber eine große Trennung zwischen Entertainment und Kunst gibt, würde ich immer noch bestreiten. Es gibt sicherlich Formate, die da Augenwischerei betreiben (z.B. DSDS, was ja effektiv damit arbeitet, dem Publikum die künstlerischen Talente der Kandidaten vorzugaukeln), aber es gibt viel, was mir spontan einfiele, was dieser Trennung nicht unterliegt. Ich nehme nochmal Charlotte Roches "Feuchtgebiete"... ein absoluter Bestseller, weswegen ich davon ausgehe, dass die Lektüre wohl sehr unterhaltsam gewesen ist (Entertainment), zugleich von den Kritikern hochgelobt und verrissen und allgemein kontrovers diskutiert (Kunst). Und das ist nur ein Beispiel: Filme von Tim Burton ziehen auch die Maßen ins Kino und sind mal eher "nur" unterhaltsam ("Alice im Wunderland"), mal mehr künstlerisch anspruchsvoll ("Big Fish"). Dasselbe gilt für Leute wie Quentin Tarantino oder die Coen-Brüder gleich doppelt. Bei Serien ist es genauso - "Lost" z.B. ist schon auch künstlerisch anspruchvoll, und wahrscheinlich sogar "Glee" auch. Und von den Leuten, die begonnen haben, Computer- und Videospiele auf ihren narrativen Anspruch hin zu untersuchen, will ich gar nicht erst anfangen - es sei nur gesagt, dass auch "Little Big Planet" zweifellos digitale Kunst ist.

Entertainment und Kunst haben somit einen Haufen Berührungspunkte. Ich würde sogar sagen, sie kommen ohneeinander inzwischen nicht mehr aus. Denn Kunst ohne Unterhaltungswert wird nicht mehr wahrgenommen, Entertainment ohne Kunst nicht ernstgenommen. Ich finde, dass die Trennung, die hier gemacht wird, gar nicht so ohne weiteres aufrecht zu erhalten ist. Dazu müsste man btw. auch erst einmal "Kunst" und "Entertainment" genau definieren. Dinge wie "Bildungsanspruch" oder sowas, fallen aus beidem irgendwie raus. Unsere Postmoderne Welt zeichnet sich gerade durch die Verschachtelung und Vermischung unterschiedlicher Codes und Zeichensysteme aus... damit auch unterschiedlicher Genres und unterschiedlicher Klientels und unterschiedlicher Ansprüche.

Ich fand "Sucker Punch" so gut, eben weil diese Welt im Kopf von Babydoll nicht real ist, weil sie für alles, was draußen passiert keine direkte (aber schon eine indirekte) Relevanz hat. Das ist nicht so platt, denn das Genre, wo sich Nichtskönner in eine Parallelwelt verirren, wo sie die Überactionhelden sind bedienen "Narnia" und "Harry Potter" schon zureichend. "Sucker Punch" ist eben kein Film wo die sexy Lolitas den bösen Jungs auf die Fresse geben, sondern einer, wo die sexy Lolitas von den bösen Jungs auf die Fresse kriegen! Und Babydolls Welt ist eben die Kompensation dieser Hilflosigkeit, aber eben nicht als Flucht in eine schöne heile Märchenwelt, wie bei vielen anderen Filmen, sondern eben in eine ebenso konfliktgeladene, in der sie und die Mädels die Konflikte aber besiegen können. Das, was "Sucker Punch" zu einem Top-Film fehlt ist meiner Meinung nach nicht die Tatsache, dass die Parallelwelt nicht echt ist (eines der großen Probleme von Burtons "Alice im Wunderland", so als Vergleich, war das Ende: der Film wäre besser gewesen, wenn sie aus dem Wunderland kommt und den nervösen Trottel trotzdem heiratet), sondern, dass ich zu wenig über die Figuren (inklusive Babydoll) erfahre und ihre Rollen in der Parallelwelt nur Platzhalter bleiben. Wenn das da gewesen wäre, hätte "Sucker Punch" möglicherweise in einer Liga mit Terry Gilliams "Tideland" und Tarsem Singhs "The Fall" gespielt (noch so zwei Filme, wo die Parallelwelt als psychologischer Ausdruck der Figuren nicht "real" ist).

Was man mit Sicherheit sagen kann, ist, dass "Sucker Punch" ein Autorenfilm ist und das es Snyder dabei wohl um Hommage und die eigene Filmästhetik gegangen ist, als er ihn schrieb. Das heißt für mich, dass der Film wohl zumindest einen ästhetischen Diskurs aufmacht. Und damit auch gut und gerne als Kunst bezeichnet werden kann, mit allen positiven und negativen Nebenbedeutungen, die man diesem Wort so geben mag.
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alexandro

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Re: Sucker Punch
« Antwort #34 am: 5.04.2011 | 10:14 »
Und deswegen ist Sucker Punch schlecht?  ;D

Nein.
Deswegen ist [EDIT: Watchmen] keine Kunst.
« Letzte Änderung: 12.04.2011 | 17:50 von alexandro »

Offline Thot

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Re: Sucker Punch
« Antwort #35 am: 5.04.2011 | 11:02 »
Hm, das ergibt nur Sinn, wenn Deine Definition von Kunst für mich nutzlos eingeschränkt ist.

Offline Bluerps

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Re: Sucker Punch
« Antwort #36 am: 5.04.2011 | 11:34 »
Ihr fangt jetzt hier aber keine Diskussion an, was Kunst ist, oder? Ich glaub, dafür ist ein neuer Thread, evtl. in einem anderen Board geeigneter.


Bluerps
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Re: Sucker Punch
« Antwort #37 am: 5.04.2011 | 12:09 »
Sucker Punch ist ein schlechter Film. Voll Pathos, der nicht zieht, voller Coolheit, die nicht mitreißt, voller "Kunstschnitte", die nicht zünden und voller Motivationsgeschwafel, das so platt und hohl daherkommt, dass man am liebsten kotzen möchte.

Wer Stephen Lynch liebt, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen...Das Brechen der verschiedenen Ebenen, wie die Filmmusik der einen Szene zur ImFilmmusik der nächsten wird etc. wird eifrig genutzt, wirkt aber willkürlich und unbeholfen.

Also, wer die Storys von Stephen Lynchfilmen mag, unglaublich auf (noch nicht einmal) leicht bekleidete Mädels mit Schmollmündern und "harten Sprüchen" steht, bei der "Coolness" aus inglorious Basterds dahinschmilzt und sich alle verfügbaren Motivationscds kauft und dadurch glücklich wird hat mit Suckerpunch seinen Film gefunden...

Ich wüsste nicht, was ich schlechter machen könnte... naja, ein paar Actionszenen sind schon ganz gut, verhindern sie doch ein spontanes Abbrechen des "Filmgenusses" und verlängern so die verlorene Zeit.
« Letzte Änderung: 5.04.2011 | 12:11 von Destruktive_Kritik »

Offline Chaosdada

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Re: Sucker Punch
« Antwort #38 am: 5.04.2011 | 12:34 »
Was für einen Stephen Lynch meinst du? Was soll der gedreht haben? Oder denkst du an David Lynch?

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Re: Sucker Punch
« Antwort #39 am: 5.04.2011 | 12:38 »
Was für einen Stephen Lynch meinst du? Was soll der gedreht haben?
Vielleicht Twin Misery
Der erstaunliche Fall eines Autors der gerettet wird und dann von einem Fan in eine obsessiven Kleingemeinde aufgenommen wird in der es [vielleicht] einen Todesfall gibt.
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Re: Sucker Punch
« Antwort #40 am: 5.04.2011 | 12:38 »
Ja, ich meinte David Lynch. Sorry.
Ich denke da an so grandiose Streifen wie Mulholland Drive...  ::) naja ich mag den halt nicht.

Das andere war der Komiker. (Habe heute schon Heinz Erhadt mit nem Politiker verwechselt...)


Offline Boni

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Re: Sucker Punch
« Antwort #41 am: 5.04.2011 | 23:06 »
Was für ein geiler Film. Allerbestes Männerkino, wobei die Story nichtmal so dünn war, wie ich erwartet hatte. Ich wurde allerbestens unterhalten.
Jiba, Boni, DSA - what could possibly go wrong?

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Boni? - Neulich - Boni spielt...

Offline Pyromancer

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Re: Sucker Punch
« Antwort #42 am: 5.04.2011 | 23:44 »
Ich komme gerade aus dem Kino und fand den Film "so naja". Die Action war nicht sehr mitreißend, die Rahmenhandlungen ein bisschen zu sehr mit dem Holzhammer,
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an sonsten war's ganz nett.
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Offline Red White Dragon

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Re: Sucker Punch
« Antwort #43 am: 6.04.2011 | 10:24 »
Dem Film fehlt eine gewisse Kleinigkeit, um wirklcih gut zu sein. Visuelle Spektakel gibt es momentan eh ausreichend. Es wurde nur ein Character halbwegs vorgestellt, bei den anderen habe ich mich gefragt, ob sie nicht Aspekte der Persönlichkeit von Baby Doll darstellen. Dem war leider nicht so. Die tauchten vorher gar nicht auf, wurden nie gesehen, waren auf einmal da und das wars dann. Bei den Traumsequenzen frage ich mich, welchen Bezug zu Baby Dolls Charcter sie haben.
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Offline Thot

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Re: Sucker Punch
« Antwort #44 am: 6.04.2011 | 11:00 »
Dem Film fehlt eine gewisse Kleinigkeit, um wirklcih gut zu sein. Visuelle Spektakel gibt es momentan eh ausreichend. Es wurde nur ein Character halbwegs vorgestellt, bei den anderen habe ich mich gefragt, ob sie nicht Aspekte der Persönlichkeit von Baby Doll darstellen. Dem war leider nicht so. Die tauchten vorher gar nicht auf, wurden nie gesehen, waren auf einmal da und das wars dann. Bei den Traumsequenzen frage ich mich, welchen Bezug zu Baby Dolls Charcter sie haben.

Du meinst, zu Sweet Peas Charakter. ;) Und ich denke, dass Blondie, Amber und Rocket eben durchaus Aspekte von deren Persönlichkeit bzw. seelische Traumata repräsentieren. Rocket beispielsweise, also Sweet Peas Schwester, war offenbar gar nicht in der Anstalt, sondern ist wahrscheinlich in "echt" sehr viel früher gestorben... aber Sweet Pea musste deren Tod erst akzeptieren.

Zitat
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Offline Pyromancer

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Re: Sucker Punch
« Antwort #45 am: 6.04.2011 | 11:15 »
Ok, ich tat dem Film wohl unrecht, es hat nicht der letzte Zuschauer kapiert, um was es eigentlich geht. ;)
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Offline Blechpirat

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Re: Sucker Punch
« Antwort #46 am: 12.04.2011 | 17:24 »
Das ganze ist Sweet Peas Geschichte. Das sagt Baby Doll am Ende ja auch explizit. Mir drängte sich diese Sichtweise ab dem Übergang vom Irrenhaus zum Bordell, wo aus Baby Doll unvermittelt Sweet Pea wird, auf. Die anderen Mädchen sind nicht real, sondern Aspekte von Sweet Peas Persönlichkeit. Und die ganze oberste Ebene, die wir im Film zu Gesicht bekommen (Vorgeschichte, Irrenhaus, Flucht in den Sonnenuntergang) ist auch nicht real, sondern genauso Phantasie/Einbildung wie die Bordell-Ebene und die Action-Ebenen. Spätestens beim Busfahrer sollte das klar sein. Na ja, oder auch nicht. So im Rückblick erscheint das alles ein bisschen hanebüchen, während des Filmes ergab das Sinn. ;)

Oh! Der Auslegung zugänglich? Das ist eine (der bekannteren) Kunstdefinitionen...

Offline Destroy all Monsters

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Re: Sucker Punch
« Antwort #47 am: 13.04.2011 | 00:10 »
Ich werde nie wieder "white rabbit" hören können, ohne an Nazizombies in Gasmasken zu denken.

« Letzte Änderung: 13.04.2011 | 00:20 von Tümpelritter »
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Offline Madner Kami

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Re: Sucker Punch
« Antwort #48 am: 13.04.2011 | 01:06 »
Ok, ich tat dem Film wohl unrecht, es hat nicht der letzte Zuschauer kapiert, um was es eigentlich geht. ;)
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Ich denke an der Stelle übersiehst du einen subtilen Plottwist (der wahrscheinlich mal wieder durch beschissene Studiobeschneidung nicht wirklich deutlich wird):
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Fazit: Grandioser Film. Technik, Kamera, Musik, einfach hammerartig.
« Letzte Änderung: 13.04.2011 | 01:14 von Madner Kami »
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Offline Jed Clayton

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Re: Sucker Punch
« Antwort #49 am: 13.04.2011 | 01:24 »
Ich werde nie wieder "white rabbit" hören können, ohne an Nazizombies in Gasmasken zu denken.


Ich denke, das kann ich schon ... in einer Weile. Hoffe ich doch mal. Solange ich mir Sucker Punch nicht mehrmals reinziehe oder jedes Jahr wieder sehen, müsste das gehen.

Bezeichnenderweise waren ja alle Songs in den Actionsequenzen aus den 60ern und Früh-70ern zusammengeklaut. Offenbar ist das die Musikära, aus der sich auch nach über 40 Jahren immer wieder Regisseure bedienen: "White Rabbit" ist im Original von Jefferson Airplane und "Search and Destroy" ist von den Stooges. Den Rest habe ich schon wieder vergessen. Aber das waren auch alles alte Songs mit neuem Kontext.
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