Autor Thema: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern  (Gelesen 11058 mal)

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #25 am: 21.01.2011 | 22:23 »
Mit Presence braucht man drei Erfolge, damit der Gegner wegläuft.

Ich will jetzt auch gar nicht bestreiten, dass Intimidation mit Presence besser funktioniert als ohne. Vermutlich. Es gibt ja keine Regeln, die sagen, wie Intimidation ohne Presence funktioniert. Es gibt auch keinen Regelpassus, der sagt, dass bei Presence auf Situationsmodifikatoren verzichtet wird. Man kann das vermuten, weil es anders keinen Sinn macht. Aber ein Regelwerk, bei dem alle raten müssen, was denn wie gemeint ist, hat nun mal Designfehler - vermutlich auch deswegen, weil nicht alle immer das gleiche als sinnvoll erachten. :P

Zurück zum Thema: Es ist natürlich in allen Systemen so, dass es von SL, Gruppe und Kampagne abhängt, ob ein Charakterkonzept funktioniert - ob die Hintergründe beachtet werden, ob es Nischenschutz gibt, etc.
Wenn jemand die Kampfsau der Gruppe spielt (und sei es, weil er der einzige ist, der überhaupt kämpfen kann), dann kann ich verstehen, dass derjenige irritiert ist, wenn dann plötzlich ein neuer Spieler mit der Überkampfsau auftaucht.

Aber mir ist unklar, warum er das Problem nicht mit dem neuen Spieler und der Gruppe diskutiert, anstatt beim SL rumzuheulen, bis der den anderen Char verbietet.

Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #26 am: 21.01.2011 | 22:34 »
Spielt ihr so, dass die ST euch sagt, was ihr würfeln sollt oder sagt ihr an, was ihr machen wollt und was der dazugehörige Würfelpool ist?
Letzteres, das heißt entweder SL, bei normalen Sachen, oder GRW, normalerweise beim Kampf.

Zitat
Aber selbst falls es fehlen sollte, dann gehört es meiner Ansicht nach nicht ins Kapitel Charaktererschaffung, sondern in die Abhandlung über Storytelling. Und, wenn ich mich nicht total täusche, findet es sich auch in späteren WoD Veröffentlichungen an dieser Stelle.
Also ich finde das es in die Charakter Erschaffung bzw. das Regelkorsett gehört da beides idealerweise so designed ist das es zu keinen größeren Probleme mit zu schlechten unerwartet inkompetenten Charakteren kommt.
Zumal man sich als Spieler auf die Beschreibungen / Informationen bei der Charakter Erschaffung verlassen können sollte.
Und nicht erst im Bereich zu dem Storytelling herum stöbern.
Zumal ich mir nicht vorstellen kann wie eine solche Fluff Erklärung zum Thema 'gutes/nettes Spiel' die schlichten System Problematiken ausgleichen kann.

Status ist wertlos wenn ich nur in der Vampirgesellschaft Spiele [..]
Nur als kleiner Nitpick ^^;
Der Status ist in der Vampirgesellschaft nicht nutzlos sondern bezieht sich bei V:tM nur auf die Vampirgesellschaft, wenn man menschlichen Status will, wäre das Ruhm beziehungsweise Einfluss. ^^;

Zitat
Hintergründe in der WoD haben zwar immer einen Regeleffekt, aber die meisten sind eben darauf angelegt, das man in eine Situation kommt wo man sie auch anwenden kann. In meine Augen hängt sind Hintergründe von der Funktionalität noch hinter Fähigkeiten und sind noch mehr vom Meister abhängig.
Ich sehe es teilweise nicht so.
Wenn ich einen Guhl / Diener habe, kann ich auf den zurückgreifen. Einmal abgesegnet kann der SL den auch nur noch höchstens umbringen. Da hat der Guhl / Diener sogar konkrete Werte die er einsetzen kann.
Ich kann Verbündete oder Kontakte besuchen, bei der Herde den Minusfaktor für die Jagd verlangen und so was.

Bei dem Attribut Erscheinungsbild hingegen.
Sieht der Charakter halt sehr gut aus, aber es gibt fast nichts worauf er damit würfeln kann.
Will er einen NSC beeindrucken läuft es idR. über Charisma.
Fängt er an herum zu posieren heißt es "aber über den Geschmack meines Char entscheide ich" bzw. "Der NSC findet dich halt vielleicht hübsch, würfel mal normal Charisma + Etikette ob er dich auch sympathisch hält". Wobei das dann schon einer der wirklich verdammt wenigen Fälle wäre wo man Charisma würfelt weil es sonst zu etwa 90% auf Manipulation geht.

Ich kann mich innerhalb der letzten zehn Jahre an vielleicht ganze 5 Fälle - sehr, sehr hoch geschätzt - erinnern in denen auf die Fähigkeit Ausdruck gewürfelt wurde (in unterschiedlichen Gruppen).

Insofern stört mich die fehlende Vergleichbarkeit bzw. der unterschiedliche Nutzen nicht nur bei den Hintergründen.

Auch wenn die Hintergründe imho ein problematischer Aspekt sind.
Schließlich wird nirgends im GRW erwähnt das die Hintergründe massiv vom Goodwill des SL / der Runde abhängen, da kriegt man eher die Aussage das verschiedene Clans so gut sind weil die Mitglieder Hintergründe horten bzw. das horten dieser typisch für sie ist und teil der Kern-Kompetenz.


Mit Presence braucht man drei Erfolge, damit der Gegner wegläuft.
Und man riskiert einen Maskerade Bruch. ^^
Zumindest wenn mehr als eine Person anwesend ist, weil die beim weg fauchen die Fänge und das Tier sehen.
Weshalb Einschüchtern vorzuziehen ist.

Der "Hab dich mit einen Erfolg" Effekt gibt es aber bei Präsenz 1 (Jeder Erfolg, eine weitere beeinflusste Person).
Ebenso bei Präsenz 3, da entscheidet die Erfolgs Anzahl nur noch das wie lange.
Wo man bei Beherrschung oder anderen Kombis massiv Erfolge ansammeln muss.
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Nin

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #27 am: 21.01.2011 | 22:51 »
Zitat
Zitat von: Nin am Heute um 21:24
Spielt ihr so, dass die ST euch sagt, was ihr würfeln sollt oder sagt ihr an, was ihr machen wollt und was der dazugehörige Würfelpool ist?
Letzteres, das heißt entweder SL, bei normalen Sachen, oder GRW, normalerweise beim Kampf.

Du schreibst "letzteres" und dann weiter, dass ihr nur bei Kämpfen den Pool selber (nach dem GRW) bestimmt? Das passt für mich nicht zusammen. Aber es erklärt warum wir unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Ich, als ST (oder wie du es nennst: SL) bin es gewohnt, daß die SpielerInnen sagen wie sie die Handlung vorantreiben wollen (sprich: sie bestimmen die Aktion, sie sagen die Kombination aus Attribut + Fertigkeit +? an und sie beschreiben auch den Ausgang bei einem erfolgreichen Wurf).
Als ST beschreibe ich ggf. die Widrigkeiten und Erschwernisse oder informiere bei Regelfragen (z.B. wie kann ich was kombinieren).

Aber egal, ich halte mich ab jetzt raus, um das Thema nicht weiter seines Zwecks zu entfremden.  ;)
« Letzte Änderung: 21.01.2011 | 22:55 von Nin »

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #28 am: 21.01.2011 | 22:58 »
Du schreibst "letzteres" und dann weiter, dass ihr nur bei Kämpfen den Pool selber (nach dem GRW) bestimmt?
Ah, hab mich vertan, sorry :-[
Also die Aktionen sagen wir auch an, aber die SL/ST halt was gegen welche Schwierigkeit gewürfelt wird, ggf. auch Modifikatorn (gegen 6 statt 7 weil du vorhin sagtest das du Auspex an hast) der Spieler ob WK dazu kommt oder er sich was anderes ausdenkt und der SL nachdem Wurf das Resultat. ^^;


Ergänzung: Ich beziehe mich bei allen Aussagen auf die oWoD VtM sofern nicht explizit anders erwähnt.
Die nWoD Bücher habe ich immer noch nicht gelsen.
(Und ich mag VtM dennoch der hier genannten Aspekte die ich weniger gut bis eher sehr schlecht finde.
« Letzte Änderung: 21.01.2011 | 23:12 von Teylen »
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Offline Gorbag

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #29 am: 21.01.2011 | 23:41 »
Zitat von: Teylen
Nur als kleiner Nitpick ^^;
Der Status ist in der Vampirgesellschaft nicht nutzlos sondern bezieht sich bei V:tM nur auf die Vampirgesellschaft, wenn man menschlichen Status will, wäre das Ruhm beziehungsweise Einfluss. ^^;
Heut ist nicht mein Tag. Da fehlt ein NICHT. Wie peinlich.

Zitat von: Teylen
Ich sehe es teilweise nicht so.
Wenn ich einen Guhl / Diener habe, kann ich auf den zurückgreifen. Einmal abgesegnet kann der SL den auch nur noch höchstens umbringen. Da hat der Guhl / Diener sogar konkrete Werte die er einsetzen kann.
Ich kann Verbündete oder Kontakte besuchen, bei der Herde den Minusfaktor für die Jagd verlangen und so was.

Bei dem Attribut Erscheinungsbild hingegen.
Sieht der Charakter halt sehr gut aus, aber es gibt fast nichts worauf er damit würfeln kann.
Will er einen NSC beeindrucken läuft es idR. über Charisma.
Fängt er an herum zu posieren heißt es "aber über den Geschmack meines Char entscheide ich" bzw. "Der NSC findet dich halt vielleicht hübsch, würfel mal normal Charisma + Etikette ob er dich auch sympathisch hält". Wobei das dann schon einer der wirklich verdammt wenigen Fälle wäre wo man Charisma würfelt weil es sonst zu etwa 90% auf Manipulation geht.

Ich kann mich innerhalb der letzten zehn Jahre an vielleicht ganze 5 Fälle - sehr, sehr hoch geschätzt - erinnern in denen auf die Fähigkeit Ausdruck gewürfelt wurde (in unterschiedlichen Gruppen).

Insofern stört mich die fehlende Vergleichbarkeit bzw. der unterschiedliche Nutzen nicht nur bei den Hintergründen.

Auch wenn die Hintergründe imho ein problematischer Aspekt sind.
Schließlich wird nirgends im GRW erwähnt das die Hintergründe massiv vom Goodwill des SL / der Runde abhängen, da kriegt man eher die Aussage das verschiedene Clans so gut sind weil die Mitglieder Hintergründe horten bzw. das horten dieser typisch für sie ist und teil der Kern-Kompetenz.

Erscheinungsbild ist Gott sei dank ja in der nWoD raus geflogen (dafür gibts Fassung). Ich denke da hat WW schon eingesehen das Sie sich damit nen Bock geschossen haben. Intelligenz ist übrigens auch in massiv mehr Skills vertreten wenn ich mich da richtig erinnere. Man hat den Fehler also wenigstens erkannt.

Ich denke aber das ein lausiger Spielleiter sowohl Hintergründe als auch Fertigkeiten und Attribute ruinieren kann. Aus meiner persönlichen Erfahrung zerlegts häufiger mal nen Hintergrund weil er ignoriert wird bzw. klein gehalten wird, du hast da vielleicht anderes erlebt (es sei dir gegönnt ;)).

Sicherlich gibt es objetiv betrachtete "Leistungsgefälle" bei den Hintergründen/Attributen/Talenten die man kaufen kann. Nur ich denke das es wenig bringen würde da jetzt eine Hausregel zu definieren die diesen Markel beseitigt. Ich glaube als Spielleiter reicht es schon sich der Schlaglöcher bewusst zu sein und dann kann man sie auch umfahren.

Offline Rabenmund

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #30 am: 1.03.2011 | 11:12 »
Ich würde sagen, es ist sehr stark gruppenabhängig. In der V:DA-Gruppe in der ich momentan mitspiele habe ich eher die Erfahrung gemacht, das Geistesschärfe sehr wenig bring - da wir oft detektivische Plots haben, in denen die Knowledge-Skills SEHR mächtig sind - und Intelligenz rockt wie nichts.

Die Ressourcen werden zwar eher nebensächlich abgehandelt, aber der Unterschied ist doch deutlich: Mein Char mit Resourcen 1 kann sich mit Müh und Not das Nötigste leisten, und ist oft genug auf den Goodwill der anderen angewiesen; der Char mit Resourcen 5 hat (finanziell) keine Probleme mal eine Gruppe von 10 Söldnern anzuheuern.

Status? Nun, wir merken oft genug deutlich, wie niedrig unserer in der vampirischen Gesellschaft ist... mit 120 Jahren Lebenszeit sind wir eben noch die "unerfahrenen Frischlinge".

Dafür sind Kontakte und Netzwerk bei unseren "Spionen" eine sehr gute Wissensquelle und Frühwarnsystem.


Sicher, ich stimme dir zu das viele Anwendungen von Fertigkeiten bzw. Kombinationen im Regelwerk nur angedeutet werden.... aber verdammt noch mal, wozu hat man einen eigenen Kopf? Dann macht man sich - wenn die Situation eintrifft das Fertigkeit X mit Attribut Y gewürfelt wird - eben einmal gemeinsam Gedanken, schreibt es sich auf und damit hat es sich.

Ich kann dieses sklavische Festhalten und Klammern an Regelwerke nicht verstehen, genauso wenig die Panikattacken wenn mal "was nicht im GRW steht". Ist nicht böse gemeint, aber das kann ich nicht nachvollziehen, ich glaube da bin ich ein flexibleres Spielen und Leiten gewohnt.
Ich bin schriftlich meist ein kurzer und knapper Schreiber. Sollten Beiträge dadurch schroff oder unfreundlich wirken, weisst mich kurz darauf hin.
 
Am Besten stellt man sich meine Aussagen mit einer lebendigen Mimik vor, dann bekommt man ein Bild davon ;)

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #31 am: 4.03.2011 | 15:46 »
Ich kann dieses sklavische Festhalten und Klammern an Regelwerke nicht verstehen, genauso wenig die Panikattacken wenn mal "was nicht im GRW steht". Ist nicht böse gemeint, aber das kann ich nicht nachvollziehen, ich glaube da bin ich ein flexibleres Spielen und Leiten gewohnt.

Und ich besser geschriebene Regelwerke. ;)

Offline Rabenmund

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #32 am: 5.03.2011 | 16:08 »
Keine Frage, mit einem gut beschriebenen Regelwerk spart man sich einiges an Arbeit. Gefällt mir auch besser... in "der guten alten Zeit" als ich mit AD&D anfing warst du damit leider nicht sehr verwöhnt... daher bin ich es einfach gewohnt, Regelprobleme im oder vor dem Spiel auszumerzen ;)
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Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #33 am: 21.08.2012 | 21:19 »
V:tM nur
Ich kann mich innerhalb der letzten zehn Jahre an vielleicht ganze 5 Fälle - sehr, sehr hoch geschätzt - erinnern in denen auf die Fähigkeit Ausdruck gewürfelt wurde (in unterschiedlichen Gruppen).

Storytelling-system besagt für mich, dass ich auf viele Würfelwürfe gerne verzichte

die Werte sind für mich anhaltspunkte wie gut jemand was kann und wie gut ich dann Erfolge zu lasse, hat jemand 6,7 oder 8 würfel zu verfügung hat er einfach erfolg mit seiner " tätigkeit",

zum Powergaming, dies kann gerade hier perfekt als SL unterbinden, viele SL kommen das P für panik in den augen, wenn jemand eine gen. 5 der 6 nimmt

sagen wir ein relativer anfangschar dann, ist er ein gefundenes fressen, für alle ahnen die 300 bis 1000 jahre alt sind und gen. 6 haben und wenn der spieler dann mitbekommt, dass die ahnen sein blut wollen, bekommt er panik


  
« Letzte Änderung: 21.08.2012 | 22:13 von GIGiovanni »

Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #34 am: 27.08.2012 | 12:26 »
Zitat
Und selbst wenn man Intelligenz auf 3 setzt, hat man alle Feiertage einmal einen Wuerfel mehr, wohingegen Geistesschaerfe in jedem Kampf fuer die Ini kommt und Wahrnehmung fuer Disziplinen und zum schauen nuetzlich ist.
Wobei es da aber auch auf die Disziplinen ankommt, als Blutmagier brauchst du z.B. Intelligenz für Rituale und ohne Auspex ist Wahrnehmung auch nicht so stark.

Generation ist mMn unter Hintergrund schlecht eingeordnet worden, ist einfach viel mächtiger als andere Hintergründe und trägt, im Gegensatz zu anderen, nur wenig dazu bei den Char in das Settig einzubinden.
« Letzte Änderung: 27.08.2012 | 13:27 von Ein Dämon auf Abwegen »
Merke: Neue Regeln zu erfinden ist nicht schwer, unnötige Regeln zu erkennen und über Bord zu werfen erfordert bedeutend mehr Mut und Sachverstand.

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #35 am: 27.08.2012 | 12:51 »
Generation ist mMn unter Hintergrund schlecht eingeordnet worden, ist einfach viel mächtiger als andere Hintergründe und im Gegensatz zu anderen nur wenig dabei den Char in das Settig einzubinden.

Zweifellos. Deshalb dürfte das bei VtR auch gestorben sein.

zum Powergaming, dies kann gerade hier perfekt als SL unterbinden

Aber warum sollte sich jemand den Schuh anziehen wollen? Klar, mit großartigen Spielern wie ich sie dankenswerter Weise habe, kann ich ganz viel machen. Aber warum sollte ich darauf verzichten, nützliches Instrumentarium zu nutzen? Powergaming ist ja auch nichts schlechtes. Gute Rollenspiele werden besser, wenn man sie powergamt. (Das ist überhaupt das Kriterium für ein gutes Rollenspielprodukt.)


@Nin: Ich finde es schön, dass du so eine wohl funktionierende Spielweise auch bei diesem Spiel pflegst. Bist du darauf von allein gekommen? Denn das Regelwerk legt in keiner Weise nahe so zu verfahren.

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #36 am: 27.08.2012 | 12:56 »
Zitat
zum Powergaming, dies kann gerade hier perfekt als SL unterbinden
Aber warum sollte sich jemand den Schuh anziehen wollen?
Zumal es schwierig ist abzuschaetzen wo ein normales Spiel vorliegt und wo das Powergaming dann ueberhaupt anfaengt.
Nun und der Mismut kann nicht nur beim SL entstehen sondern auch unter den Spielern, wenn so ein wenig der Neid ausbricht oder man ob fehlenden Balancing und ungenauen Beschreibungen - jenachdem beiden - anfaengt die Haende ueber den Kopf zusammen zu schlagen.
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Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #37 am: 27.08.2012 | 20:38 »

Aber warum sollte sich jemand den Schuh anziehen wollen? Klar, mit großartigen Spielern wie ich sie dankenswerter Weise habe, kann ich ganz viel machen. Aber warum sollte ich darauf verzichten, nützliches Instrumentarium zu nutzen? Powergaming ist ja auch nichts schlechtes. Gute Rollenspiele werden besser, wenn man sie powergamt. (Das ist überhaupt das Kriterium für ein gutes Rollenspielprodukt.)
mit guten spieler ist alles kein problem egal ob low oder high power,  leider mit schlechten sieht dies anders aus

nach meiner feststellung ist liefert mir ein spieler eien richtigen char ab, also neben den charakterblättern, zeichnung, geschichte, etc. kann man den Char immer zulassen, auch wenn mehr power hat als der rest der spieler 




Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #38 am: 27.08.2012 | 21:04 »

Zumal es schwierig ist abzuschaetzen wo ein normales Spiel vorliegt und wo das Powergaming dann ueberhaupt anfaengt.

gute frage


Nun und der Mismut kann nicht nur beim SL entstehen sondern auch unter den Spielern, wenn so ein wenig der Neid ausbricht oder man ob fehlenden Balancing und ungenauen Beschreibungen - jenachdem beiden - anfaengt die Haende ueber den Kopf zusammen zu schlagen.

die fehlende Balance, gibt es bei guten spieler selten, oder sie nutzen sie nicht aus

ich hatte mal eine runde, wo alles spieler mit anfangschar gestartet sind- also alle gleich-  nach über drei jahre spielens waren die unterschiede aber gewaltig,

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #39 am: 27.08.2012 | 21:17 »
nach meiner feststellung ist liefert mir ein spieler eien richtigen char ab, also neben den charakterblättern, zeichnung, geschichte, etc. kann man den Char immer zulassen, auch wenn mehr power hat als der rest der spieler 

Mir gruselt. Das ist wirklich ganz, ganz weit von dem entfernt, was ich für gutes Rollenspiel erachte. Ich empfinde mehr als eine halbe Seite in Stichpunkten als Vorgeschichte als Zumutung.

Und wenn ein Spieler aus einem Punktkontigent das beste rausholt, dann hat er alles richtig gemacht. Es ist sein Charakter. Ich habe als Spielleiter kein Recht, da irgendwie einzugreifen. Wenn dann das Spiel nicht funktioniert, bin nicht ich Schuld, dann ist auch nicht mein Mitspieler Schuld, sondern das Spiel und der Autor.

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #40 am: 27.08.2012 | 21:55 »
Mir gruselt. Das ist wirklich ganz, ganz weit von dem entfernt, was ich für gutes Rollenspiel erachte. Ich empfinde mehr als eine halbe Seite in Stichpunkten als Vorgeschichte als Zumutung.

ich hoffe als spieler bist du nicht so

ein spieler der sich, wie ich solche mühe macht, hat einen durchdachten charakter und keinen einfach zusammengesetzten, des weiteren rede ich nicht von anfängerchars; meine hauptchars von z.B. Midgard stammen aus dem jahre 1986 und die von Vampire von 1995 und 1996




Und wenn ein Spieler aus einem Punktkontigent das beste rausholt, dann hat er alles richtig gemacht. Es ist sein Charakter. Ich habe als Spielleiter kein Recht, da irgendwie einzugreifen. Wenn dann das Spiel nicht funktioniert, bin nicht ich Schuld, dann ist auch nicht mein Mitspieler Schuld, sondern das Spiel und der Autor.

was noch lange nichts über gutes rollenspiel aussagt, sondern nur das der spieler lesen kann und nicht vollkommen verblödet ist,

eine maximierung für meine char, wie ich sie gerne hätte, ist grundvoraussetzung

doch es ist die schuld der SL und der spieler, da einen gruppe "funktionieren" sollte
ich hatte einen freund der spielte super gut Malks, leider sind die chars zu durchgeknallt, dass der rest der spieler nach ein paar sitzungen nur noch genervt ist 






Offline Terrorbeagle

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #41 am: 27.08.2012 | 21:56 »
Mir gruselt. Das ist wirklich ganz, ganz weit von dem entfernt, was ich für gutes Rollenspiel erachte. Ich empfinde mehr als eine halbe Seite in Stichpunkten als Vorgeschichte als Zumutung.

Was ein Spieler für sich selbst als zusätzliche materialen anfertigt, ist die Sache des Spielers. Für den Spielleiter ist es aber in der Tat wesentlich sinnvoller, davon eine knappe Zusammenfassung zu haben, denn wenn man von ca. 5 Leuten mit jeweils sechs bis sieben Seiten an material  zugeworfen wird, dann setzt irgendwann ein Effekt des weißen Rauschens ein. Ich kann das Kriterium der Materialfülle schon verstehen, nicht unbedingt, weil dadurch jede Menge nutzbares Material anfällt, aber weil es sconh ein Stück weit zeigt, dass der Spieler bereit ist, sich in die Angelegenheit reinzuknien.

Und wenn ein Spieler aus einem Punktkontigent das beste rausholt, dann hat er alles richtig gemacht. Es ist sein Charakter. Ich habe als Spielleiter kein Recht, da irgendwie einzugreifen. Wenn dann das Spiel nicht funktioniert, bin nicht ich Schuld, dann ist auch nicht mein Mitspieler Schuld, sondern das Spiel und der Autor.

na ja, da ziehst du dich aber auch etwas aus der Verantwortung. Ich bin nicht sicher, wie legitim das ist. Der Autor kennt dich und deine Pappenheimer nicht, er weiß vermutlich nicht mal, dass es dich gibt. Warum soll ich auf jemenden, der mich nicht kennt, ion Fragen, wie ich und meine Truppe Spaß haben, hören? Das macht es schon einigermaßen schwierig von dieser Seite allgemeingültige Vorgaben zu beziehen. Und das Spiel selbst macht auch erst mal gar nix von alleine. Die Frage ist doch, wie man es praktisch umsetzt, und nicht wie gut oder schlecht es theoretisch sein mag.
Würde ich tatsächlich jedes Mal, wenn ich sinnbildlich Lehrgeld bezahlen würde, tatsächlich Geld verteilen, wäre ich arm.

Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #42 am: 27.08.2012 | 22:10 »
Was ein Spieler für sich selbst als zusätzliche materialen anfertigt, ist die Sache des Spielers. Für den Spielleiter ist es aber in der Tat wesentlich sinnvoller, davon eine knappe Zusammenfassung zu haben, denn wenn man von ca. 5 Leuten mit jeweils sechs bis sieben Seiten an material  zugeworfen wird, dann setzt irgendwann ein Effekt des weißen Rauschens ein. Ich kann das Kriterium der Materialfülle schon verstehen, nicht unbedingt, weil dadurch jede Menge nutzbares Material anfällt, aber weil es sconh ein Stück weit zeigt, dass der Spieler bereit ist, sich in die Angelegenheit reinzuknien.





bei einem  con kan, ich dies ja noch verstehen, da liefere ich im zweifel ein mündliche zusammenfassung

in einer spielrunde nicht, wer an "regelwerken" mehrere hundert oder eher tausende seiten liest kann doch wohl auch noch 30 weitere lesen

zudem kann dann einfacher splots perfekt für die spieler entwickeln


« Letzte Änderung: 28.08.2012 | 21:17 von GIGiovanni »

Offline blut_und_glas

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #43 am: 27.08.2012 | 22:13 »
Ich empfinde mehr als eine halbe Seite in Stichpunkten als Vorgeschichte als Zumutung.

Meiner Meinung nach ist auch das schon grenzwertig.

Gerade übrigens hier - Storyteller liefert so viele sehr "sprechende" Werte, dass der Charakterbogen selbst eigentlich schon (mehr?) als genug Stichpunkte hergibt.

(Was ich mir wiederum sofort gefallen lassen würde, dass wäre wenn jeder wirklich mit einer Zeichnung ankäme.)

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #44 am: 27.08.2012 | 22:21 »
na ja, da ziehst du dich aber auch etwas aus der Verantwortung. Ich bin nicht sicher, wie legitim das ist. Der Autor kennt dich und deine Pappenheimer nicht, er weiß vermutlich nicht mal, dass es dich gibt. Warum soll ich auf jemenden, der mich nicht kennt, ion Fragen, wie ich und meine Truppe Spaß haben, hören? Das macht es schon einigermaßen schwierig von dieser Seite allgemeingültige Vorgaben zu beziehen. Und das Spiel selbst macht auch erst mal gar nix von alleine. Die Frage ist doch, wie man es praktisch umsetzt, und nicht wie gut oder schlecht es theoretisch sein mag.

Ich gehe eigentlich davon aus, dass das Spiel mir eine starke Vision vermittelt, was man damit spielen soll. Wenn mir diese Vision nicht zusagt, fasse ich das Spiel nicht an. Wenn ich dies tue, gehe ich davon aus, dass die Regeln dabei helfen das Spiel gemäß dieser Vision zu gestalten. Klappt das nicht, läuft was falsch.

Natürlich kann ich, wenn ich dann das Spiel trotzdem noch spielen möchte, selbst designen, also mit der Gruppe Hausregeln erarbeiten. Das hat dann aber auch wieder nichts mit einer Handlung des Spielleiters zu tun, denn diese Rolle nimmt ein Teilnehmer erst unmittelbar bei Spielbeginn ein. (Der Spielleiter ist eine Regel und kann sich nicht selber regeln.)

Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #45 am: 27.08.2012 | 22:27 »


Gerade übrigens hier - Storyteller liefert so viele sehr "sprechende" Werte, dass der Charakterbogen selbst eigentlich schon (mehr?) als genug Stichpunkte hergibt.


was liefern Dir denn die werte?

ich wage stark zu bezweifeln, dass wenn ich  Dir  die werte meiner chars gebe, dass Du dann mein verhalten dieser annäherd vorhersagen kannst   

Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #46 am: 27.08.2012 | 22:30 »
Ich gehe eigentlich davon aus, dass das Spiel mir eine starke Vision vermittelt, was man damit spielen soll. Wenn mir diese Vision nicht zusagt, fasse ich das Spiel nicht an. Wenn ich dies tue, gehe ich davon aus, dass die Regeln dabei helfen das Spiel gemäß dieser Vision zu gestalten. Klappt das nicht, läuft was falsch.

Natürlich kann ich, wenn ich dann das Spiel trotzdem noch spielen möchte, selbst designen, also mit der Gruppe Hausregeln erarbeiten. Das hat dann aber auch wieder nichts mit einer Handlung des Spielleiters zu tun, denn diese Rolle nimmt ein Teilnehmer erst unmittelbar bei Spielbeginn ein. (Der Spielleiter ist eine Regel und kann sich nicht selber regeln.)

es gibt charakterkombinationen, die gerade bei vampire möglich sind, die eigentlich kein "zusammenspiel" möglich machen,  da überhaupt keine gemeinsamkeit besteht

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #47 am: 27.08.2012 | 22:32 »
Du meinst jetzt, glaub ich, das Konzept des Charakters, also Wesenszüge, Einbindung in die Spielwelt etc. Ich rede die ganze Zeit von Regeln.

Offline GIGiovanni

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #48 am: 27.08.2012 | 22:58 »
ja natürlich

ein einzelner char nach den regeln gebaut funktioniert wohl fast immer

aber zwei dann im zusammenspiel


Offline Terrorbeagle

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Re: Backgrounds im Spiel und Stutenbissigkeit von Spielern
« Antwort #49 am: 27.08.2012 | 23:13 »

bei einem  con kan, ich dies ja noch verstehen, da liefere ich im zweifel ein mündliche zusammenfassung

in einer spielrunde nicht, wer an "regelwerken" mehrere hundert oder eher tausende seiten liest kann doch wohl auch noch 30 weitere lesen

zudem kann dann einfacher slops perfekt für die spieler entwickeln
Die Frage ist ja nicht, ob man bereit ist, das zu lesen, sondern wie viele sinnvolle plott-Aufhänger man daraus ziehen kann und in wie weit die Sachen, die der Spielleiter da aufgreift auch die sind, die man selbst da in den Fordergund gestellt hätte. Durch eine entsprechende Auswahl kann man das ja auch selber etwas lenken und Prioritäten setzen.
Ausserdem ist es nicht jedem vergönnt, Charakterbeschreibungen interessant zu gestalten (was das Lesen aaaanstrengend machen kann) und bei vielen Sachen gilt das gleiche wie beim Regelwerk oder Hintergrund: Papier ist geduldig, es kommt nicht drauf an, was hier und dort geschrieben wird, sondern wie der jeweilige Spieler das dann auch umsetzt. Der Spielleiter kann ja deinen Charakter nicht für dich spielen, genausowenig wie es die Charakterbeschreibung kann.


Ich gehe eigentlich davon aus, dass das Spiel mir eine starke Vision vermittelt, was man damit spielen soll. Wenn mir diese Vision nicht zusagt, fasse ich das Spiel nicht an. Wenn ich dies tue, gehe ich davon aus, dass die Regeln dabei helfen das Spiel gemäß dieser Vision zu gestalten. Klappt das nicht, läuft was falsch.
Bei etwas umfassenderen Settings ist das meines Erachtens etwas praxisfern, da man da ja immer eine Vorauswahl und eine damit verbundene Schwerpunktsetzung vornimmt. Wenn man da nicht einen sehr eng gesteckten Rahmen hat, sind da eigene Entscheidungen und Vorgabenununumgänglich. Mein persönlicher Ansatz geht da eh weit von ab, wenn ich nicht selber weiß, was oder wie ich spielen oder spielleitern will, kann ich es auch gleich lassen, egal, was das Büchlein sagt. So lange der Autor nicht mit spielt, ist seine Ansicht für die Spielrunde auch nicht wichtiger als von jeder anderen dritten Person. Er gehört nicht zum inneren Kreis, er ist auch nicht betroffen, ergo sind seine Ansichten scheissegal.

Natürlich kann ich, wenn ich dann das Spiel trotzdem noch spielen möchte, selbst designen, also mit der Gruppe Hausregeln erarbeiten. Das hat dann aber auch wieder nichts mit einer Handlung des Spielleiters zu tun, denn diese Rolle nimmt ein Teilnehmer erst unmittelbar bei Spielbeginn ein.
Auch hier würde ich wiederrum sagen, dass du ein Stück weit die eigene Verantwortung abgibst, diesmal an die komplette Gruppe. Deren Meinung sollte zwar unendlich viel wichtiger sein als die von irgendwelchen weit entfernten Dritten, aber als Spielleiter nimmt man,  gerade was die Settingausgestaltung angeht, nun mal eine Sonderstellung ein. Klar, gegen den Willen oder Geschmack der Spieler anzugehen ist sowohl sisysphonisch als auch herablassend, aber da man letztendlich derjenige ist, der einen Großteil des Spiels stemmt, ist es auch nicht sonderlich zielführend, den eigenen Ansinnen zu wenig Gewicht zu verleihen.

(Der Spielleiter ist eine Regel und kann sich nicht selber regeln.)
Der Spielleiter ist zu allvorderst eine Person und hat wie alle Personen Ansichten, Wünsche, Ziele und Abneigungen. Und wie alle Personen kann man sich auch als Spielleiter durchaus selbst hinterfragen und sowohl besser oder schlechter unter Kontrolle haben.

Du meinst jetzt, glaub ich, das Konzept des Charakters, also Wesenszüge, Einbindung in die Spielwelt etc. Ich rede die ganze Zeit von Regeln.
Das geht aber gerade bei Vampire mit Pfaden, nature/demeanor, Clansschwächen etc. eh recht fliessend ineinander über.
Würde ich tatsächlich jedes Mal, wenn ich sinnbildlich Lehrgeld bezahlen würde, tatsächlich Geld verteilen, wäre ich arm.