Autor Thema: Krankheiten  (Gelesen 2479 mal)

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Offline McCoy

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Krankheiten
« am: 27.06.2011 | 16:24 »
Ich hab da mal eine Frage die mir zwischendurch immer mal wieder durchschießt. Nutzt eigentlich irgendjemand die ganzen Krankheiten die DSA dem armen Durchschnittshelden so an den Kopf wirft? Speziell so nette Sachen wie Wundfieber müsste der normale Trupp doch eigentlich jede Woche haben.
Ich muss gestehen, das wir da nie mit gespielt haben. Das macht natürlich die ganzen Resistenzen und Immunitäten hinfällig. Speziell die Zwerge sind hier die gearschten gelackmeierten, weil die ja alle gegen Krankheiten resistent sind und es eigentlich gar nich sein müssten(?).

Wie handhabt ihr das? Lohnt es sich einen Heilkundigen dabei zu haben oder können eure Helden ohne Socken durch den Regen laufen ohne etwas zu befürchten?
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Offline Elwin

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Re: Krankheiten
« Antwort #1 am: 27.06.2011 | 16:46 »
Mit dieser Frage habe ich mich auch schon seit längerem beschäftigt. Damals in meinen Vor-Internet-Zeiten waren Krankheiten ein legitimes Mittel des Spielleiters, den Helden das Leben schwer zu machen. Dafür gab es aber auch AP fürs Überwinden der Krankheit, was den Ärger ein bisschen linderte.
Irgendwann aber - ich kann den Punkt nicht bestimmen - veränderte sich die Praxis. Ich weiß gar nicht, ob es mit der 4. Edition zusammenhing, ob der Spielleiter keine Lust mehr hatte, die Helden mit Krankheiten zu piesacken oder ob die Spieler keinen Bock mehr auf "Verarsche" hatten.
Jedenfalls habe ich im Rückblick auf meine 4.-Edition-Spielrunden nie irgendeinen infizierten Helden erlebt. Gift kam bisweilen vor, aber das kann man ja auch gut heilen (Antidot oder Klarum Purum).

Vielleicht war es auch das: das Fehlen einer guten Heilung. Magisch ist de facto nichts zu machen, Elixiere gibt es auch nicht, die bei den Krankheiten genannten Heilmittel sind oft nur nur Linderungen. Karmal geht durchaus was, aber im Grunde auch nur für Peraine-Geweihte. Vielleicht hat man als SL deswegen den Helden keine Krankheiten aufgehalst, weil sie so schlecht zu kurieren waren - und weil man mit einer Krankheit einen Helden mehr oder weniger aus dem Spiel nimmt und den Spieler dadurch gleich mit.
Vielleicht waren es auch die Regeln, obwohl man durchaus ja gute Chancen hatte, die Krankheit nur abgeschwächt zu erleiden, auch die Ansteckungswahrscheinlichkeiten sind nun nicht wirklich hoch in der Regel.
Vielleicht war es die Scheu vor dem buchhalterischen Aufwand, etwaige hygienische Fehltritte der Helden zu protokollieren und mit Krankheiten zu ahnden.
Vielleicht waren es auch die Diskussionen mit den Spielern  à la: *würfel würfel* "Deine Wunde entzündet sich" - "Ach ja, ich hab sie aber verbunden" - "Hast Du nicht erwähnt" - "Ich bin Krieger, ich verbinde IMMER meine Wunden. Ach ja, und damit Du es weißt: ich atme ein... ich atme aus.... ich atme ein..."

Ich überlege also seit längerer Zeit, wie man Krankheiten wieder ins Spiel holen kann. Mit Giften hat es geklappt, das wird ja auch offiziell immer häufiger verwendet. Warum also nicht mit Krankheiten?
Das Hauptproblem dabei ist mMn wirklich das Aus-dem-Spiel-Nehmen eines Helden, der krank darniederliegt und sich erholen muss. Es ist natürlich dieselbe Art von Problem, die man hat, wenn ein Held vergiftet und bewusstlos ist oder wenn er Opfer eines Versteinerungszaubers wird.
Aber mal ehrlich: kann man das nicht auch ab und zu mal machen? Es kann ja nicht sein, dass die Spieler ein naturgegebenes Recht auf Beteiligung besitzen, denn dann dürfte man ja auch keine Helden umbringen (dann kann der Spieler ja auch nicht mehr weiter mitspielen, bis er sich einen neuen Helden gemacht hat). Ehrlich gesagt, die Gefahr einer solchen Bewusstlosigkeit/Verzauberung oder eben Krankheit sollte es mMn durchaus geben und dann wäre es Aufgabe der Heldengruppe, mit einer solchen Situation fertig zu werden, d.h. ihrem Kameraden den schnellstmöglichen Wiedereinstieg zu ermöglichen.
Und damit wäre ich beim glaube ich entscheidenden Punkt: die Heilmöglichkeiten. Gäbe es einen Heilzauber für Krankheiten, so wie es ihn für Gifte gibt, hätte ich glaube ich keinerlei Skrupel, häufiger Krankheiten einzusetzen. Dann wäre es nämlich schlicht Aufgabe der Spieler, sich gegen diese Gefahr zu wappnen. Aber es gibt halt irgendeine uralte Setzung, dass Krankheiten nicht mit solch leichten Mitteln zu bekämpfen sein sollen (was ja auch passende Elixiere ausschließt). Vielleicht ist diese Setzung nicht mehr aktuell, sondern schwebt nur noch als düsterer Mythos über den heutigen Autoren? Schön wär's ja!...

Schöne Grüße
Chris
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Offline Zwart

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Re: Krankheiten
« Antwort #2 am: 27.06.2011 | 17:00 »
Zitat
Aber mal ehrlich: kann man das nicht auch ab und zu mal machen?
Ich bin ebenfalls der Meinung dass man das durchaus machen kann, auch ohne die Möglichkeit der Heilung. Die sind schon bei Wunden und Giften so gut, das sie eigentlich keine Gefahr darstellen.

Es ist eine exzellente Motivation wenn man passende Heilkräuter suchen und sich um einen Kranken kümmern muss. Und bisher hat sich noch nie ein Spieler darüber beschwert das er aus dem Spiel genommen wird. Denn das geschieht ja nicht. Der Spieler sitzt weiterhin am Spieltisch und kann seinen Charakter einbringen. Sei es das er seine Qualen bzw. Wewehchen ausspielt oder ausspielt wie sein Held die Zähne zusammen beißt und sich dem Troll auch mit Dumpfschädel entgegen stellt um seine Freunde zu beschützen.

Man kann Krankheiten auch genauso einsetzen wie Kämpfe, Gifte oder Fallen. Sie taugen also als Werkzeug um den Charakteren Ressourcen für eine wichtigere Begegnung abzuziehen.

Dazu kommt der Vorteil das auch durch Krankheit das Setting lebendig und unabhängig von den Charakteren wirkt. Das ist ebenfalls etwas das mir sehr wichtig ist.

Alles in allem, sind Krankheiten für mich also ein sehr wichtiges und relativ oft eingesetztes Mittel. Sonst hätten sie z.B. auch nicht ihren Weg in die SW-Konvertierung gefunden.

Offline Auribiel

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Re: Krankheiten
« Antwort #3 am: 27.06.2011 | 17:09 »
Bei uns werden Krankheiten vor allem adazu benutzt, die Abwesenheit eines Spielers zu erklären - SC xyz hat Dumpfschädel und liegt eine Woche darnieder, deswegen müssen wir jetzt alleine losziehen, die Informationen sammeln. Nicht unbedingt die eleganteste Lösung, ich weiß. :(

Wobei ich mich an eine sehr interessante Szene mit einem erkrankten Leibwächter erinnern kann, der sich todesmutig mit Belmart (hoffe das war es) abfüllen ließ, um erst noch die Aufgabe zu bestehen, bevor er zusammenbricht.

Da finde ich Belmart wirklich eine schöne Lösung, gerne auch um etwas Geschwindigkeit ins Spiel zu bekommen: Du hälst noch x Tage durch, musst danach aber mit einem richtig bösen Zusammenbruch rechnen - aber hoffentlich hat man bis dahin den nächsten Perainetempel gefunden.

Würde mich jedenfalls auch freuen, wenn man Krankheiten besser ins Spiel einbauen könnte. Ein gewisser Magier Giavan arbeitet ja schon daran, den Reversalis dauerhaft mit dem Fluch der Pestilenz zu verbinden, um sich dann teuer entlohnen zu lassen (wir unterschlagen besser, dass er dazu wohl auch in Elburum geforscht hat *hüstelhuströchelverend*)
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Offline YY

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Re: Krankheiten
« Antwort #4 am: 27.06.2011 | 18:28 »
Wir haben seinerzeit mit Krankheiten gespielt - und die DSA-Spieler in meinem Bekanntenkreis machen das auch immer noch so.

Da gab es oft Situationen, wo die Krankheit das Gefährlichste an der ganzen Geschichte war und ein Heilkundiger Gold wert.

Hat mir zumindest damals auch Spaß gemacht; heute würde ich das wohl lieber etwas sparsamer eingesetzt sehen.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline Scimi

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Re: Krankheiten
« Antwort #5 am: 27.06.2011 | 19:16 »
Alchimisten, Heilmagier, Perainegeweihte, Heilkundige, Hexen, Schamanen und Kräuterkundige haben viele gute Möglichkeiten, gegen Krankheiten vorzugehen. Damit diese Charaktere mit ihren Fähigkeiten glänzen können, ist es ganz schön, dass es detaillierte Regeln gibt, die diesen Hintergrund bedienen.

Im allgemeinen macht es für mich keinen Sinn, diese ganzen Spezialregeln, die DSA anbietet, zu sehr zu betonen, wenn kein Charakter etwas davon hat oder ein interessanter Plot dahintersteckt. Aber wenn ich einen Jäger in der Gruppe habe, biete ich die Regeln zu Jagdbeute und Trophäen an, wenn ein Waffenschmied dabei ist, kann man auch eher einmal Rüstung und Waffen beschädigen lassen, bei einem Alchimisten machen die Regeln zu Analyse und Herstellung von Tränken und Salben Sinn, ein guter Kräuterkundiger kann die ganzen Regeln zu Pflanzensuche und -ernte nutzen, ein Baumeister die zum Errichten von Häusern und Befestigungen. Wenn ein Held sich auf Tierzucht und Abrichten verlegt hat, könnte ich mich vielleicht sogar überreden lassen, die Erschaffungsregeln für Pferde und Hunde anzuwenden.

Offline Chaosdada

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Re: Krankheiten
« Antwort #6 am: 27.06.2011 | 19:23 »
Wir haben meist mit Krankheiten - vor allem Wundfieber - gespielt, aber nie große Probleme damit gehabt, da eigentlich alle Gruppen immer einen Heiler dabei hatten. Die "Spieler ist nicht da -> Char ist krank"-Version kam auch schon vor.

Offline McCoy

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Re: Krankheiten
« Antwort #7 am: 28.06.2011 | 09:23 »
Hm, es scheint als ob die Krankheiten nicht so wirklich genutzt werden. Was auf der einen Seite Schade ist, da hier die ganzen Heilkundigen (ob profan, magisch oder karmal) auch mal glänzen könnten.
Da ich die aber selbst so gut wie nie verwendet habe, kann ich da aber kaum meckern. Es ist aber auch nicht ganz einfach das richtige Maß zu finden wo eine gut plazierte Krankheit spannend sein kann oder nur noch nervt. Kommt sicher auch auf die Spieler mit an (wie immer  ~;D)
Und -jetzt kommt der erhobene Zeigefinger - ich habe auch noch keinen brauchbaren Hinweis in den Büchern gefunden wie man ein Abenteuer oder eine Situation mit etwas Krankheit oder Seuchengefahr würzen könnte. Es ist schön und gut das es so viele Möglichkeiten gibt, aber wie man sie richtig anwendet fehlt imho.
Ich kann als SL schließlich nicht auf die SPieler zeigen und sagen" Du hast Dumpfschädel, Du Blaue Keuche und Du leidest an Wundfieber (Ok, ich KANN schon aber dann springen mir die Spieler vermutlich an den Hals und das zu Recht)
Möglichkeiten zur sinnvollen Verwendung wären schön.
Klar kann ich sagen, meine Truppe ist immer topfit und gesund (so wie es immer gelaufen ist), aber wenn die Möglichkeiten doch gegeben sind, dann juckt es mich doch immer ein wenig in den Fingern...
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Offline Zwart

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Re: Krankheiten
« Antwort #8 am: 28.06.2011 | 09:30 »
Zur "richtigen" Anwendung findet man doch in der GA Hinweise.
Nehmen doch mal den Dumpfschädel. Der ist ansteckend und man kann ihn sich holen wenn man ohne wetterfeste Kleidung unterwegs ist. Es finden sich sogar Wahrscheinlichkeiten für eine Ansteckung. Es muss also nur noch bei einer passenden Gelegenheit gewürfelt werden.

Der Charakter ist aus irgendeinem Grund nur im Nachtgewand im Regen unterwegs? Dann wird gewürfelt ob er Dumpfschädel bekommt. Fertig. Hat er Dumpfschädel besteht die Gefahr das es zur Blauen Keuche wird. Und schon hat man Krankheiten im Spiel.

Was braucht es denn da noch für weitere Tipps? :)
« Letzte Änderung: 28.06.2011 | 09:32 von Zwart »

Offline McCoy

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Re: Krankheiten
« Antwort #9 am: 28.06.2011 | 09:38 »
GA? Hilf mir mal, ich steh grad auf dem Schlauch.
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Offline gunware

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Re: Krankheiten
« Antwort #10 am: 28.06.2011 | 09:49 »
Ich schätze, damit ist Geographia Aventurica gemeint.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Eulenspiegel

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Re: Krankheiten
« Antwort #11 am: 2.07.2011 | 04:31 »
Wir spielen ohne Krankheiten. Und warum?

Ich wurde im RL noch nie vergiftet. Daher ist es spannend, wenn ich im RPG mal vergiftet werde.
Ich wurde im RL noch nie versteinert. Daher ist es spannend, wenn ich im RPG mal versteinert werde.
Ich hatte im RL noch nie eine ernsthafte Schwertwunde. Daher ist es spannend, wenn ich im RPG mal eine ernsthafte Schwertwunde bekomme.
Ich bin im RL noch nie gestorben. Daher ist es auch interessant, wenn ich im RPG mal sterbe.

Aber ich hatte im RL schon zig Krankheiten und lag krank im Bett. Daher ist es zumindest für mich langweilig, das im RPG zu erleben. RPG ist für mich ein Mittel, um Sachen zu erleben, die ich im realen Leben nicht erlebe.
« Letzte Änderung: 2.07.2011 | 04:33 von Eulenspiegel »

Offline pharyon

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Re: Krankheiten
« Antwort #12 am: 4.07.2011 | 22:16 »
Zum Thema Krankheiten hab ich mir überlegt, dass vor allem die Spieler (in meinem Umfeld) angepisst wären, wenn die Krankheit den SC früh (!) stark behindert (Dumpfschädel kann schnell doof werden).

Für interessante Krankheiten könnte es ja schon genügen, wenn sie wertemäßig nicht zu sehr in den SC eingreifen, sondern ihm quasi zeitweilig nachteile geben. Oder: Man nimmt Krankheiten, die innerhalb einer gewissen Zeit ein schlimmes Ende nehmen, wo bis dahin aber noch eine geraume Ruhephase und Heilmöglichkeiten bestehen. Oder: Man kombiniert a und b.

Bsp. 1: Garether Grippe:
Der SC muss 1W6+1 Tage wiederholt eine um 3W6 erschwerte Selbstbeherrschungsprobe machen, um in Situationen nicht durch Gehuste und Geniese nachteilig aufzufallen (bei Nicht-Bestehen in sozialen Situationen unangenehm und mit Abzügen belegt, in heimlichen Situationen sogar gefährlich). Ruhe und Bettruhe verkürzen die Heilungsdauer um je 1 Tag (Minimum 1).

Bsp. 2: Selemer Schnupfen:
Innerhalb der ersten 14 Tage muss sich der SC ein bis zweimal am Tag übergeben und erleidet dadurch eine allgemeine Schwächung. Desweiteren verstopft seinen Nase immer wieder und der Rotz, den er nach außen bringt hat eine blau-violette Färbung. Wenn bis zum Ablauf der Dauer kein Heilmittel verwendet wurde, liegt der SC einen Tag fiebrig im Bett und muss für jede Stunde eine um 7 erschwerte KO-Probe ablegen. Bei Bestehen: 1W3 SP. Bei Nichtbestehen: 1W20 SP.
Heilmittel: Ein Sud aus Minze, Belmart und der Schuppe eines magiefähigen Drachen oder karmales Wirken. Zwerge können am Selemer Schnupfen nicht erkranken.

Sowas zum Beispiel kann ggf. leichter ins Spiel gebracht werden, wobei man in Bsp. 2 schon einen Schwerpunkt auf die Heilungssuche legt.

Gruß, p^^
"Natürlich werden sie ihn foltern - es sind PRAIOS-Geweihte!" (vielen Dank, Kristin ^^)

"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Danke, Bob Miller und Koloth, Sohn des Rodoth)

Offline Herr der Nacht

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Re: Krankheiten
« Antwort #13 am: 5.07.2011 | 13:49 »
Ich habe Krankheiten dort eingesetzt, wo ich sie sinnvoll fand. Sind die SCs das erste mal im aventurischen Dschungel, und das über Tage: Bingo, Krankheitscheck.

Dann lohnen sich auch die hohe Konstitution und so Vorteile wie Krankheitsresistent. So kann ein Spieler dessen SCs sowas besitzt auftrumpfen und den anderen mal die lange Nase zeigen. Die anderen ärgern sich vielleicht ein wenig, aber das gehört dazu. Außerdem hat ja jeder noch eine Chance, gut zu würfeln, wenns nicht klappt, Pech gehabt =)

Schwierig fand ich bei den Krankheiten eigentlich nur, selber herauszufinden, wie schwerwiegend denn tatsächlich die Auswirkungen sind. Bei vielen Sachen wird für alles mögliche gewürfelt, dadurch kann es zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Eine Krankheit die dann effektiv nur 1-2 Tage andauert, aber als unheimlich schwerwiegend vom Gruppenmedicus beschrieben wurde, kann dann schon zu Lachern führen  ;D

Wobei, lässt sich sicherlich auch mit Peraines Segen erklären. Göttliches Eingreifen und so  :)

Regelmässiger Wundfieber-Check, würde ich nur bei einem seeehr dreckigen Aventurien einführen, in dem die SCs auf dem Level von abgehalvterten Söldnern und Straßengaunern sind. Bei der typischen Fantasy-DSA-Gruppe mit Magier, Elf und Rondrageweihtem, kommt sowas eher unpassend und nervig.

Krankheiten sind ein Element von Aventurien was sich durchaus lohnt, einzusetzen, aber es sollte im Verhältnis zur SC-Mächtigkeit stehen. Gestandene Recken die schon alle Dschungel, Meere und Gipfel Aventuriens bereist haben, sollten nicht mehr von simplen Krankheiten gepeinigt werden (es sei denn, sie werden bewusst magisch herbeigeführt  ;D)

Offline Hotzenplot

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Re: Krankheiten
« Antwort #14 am: 6.07.2011 | 09:52 »
Ich sehe das so wie der HdN.

Krankheiten gezielt in bestimmten Settingabschnitten oder bestimmten Abenteuern einzusetzen, kann Sinn machen. Sie immer zu berücksichtigen, mit Sicherheit nicht.
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Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
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Offline Xyxyx

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Re: Krankheiten
« Antwort #15 am: 18.07.2011 | 16:12 »
Ich benutze selten Krankheiten, sondern wie bereits gesagt dort wo es vom Setting Sinn ergibt. Sei es in Dschungel etc. oder wenn es um Abenteuer in einem Seuchengebiet geht. Aber das ständige Kontrollieren ob sich jetzt jemand Wundfieber zuzieht o.ä. ist mir zu viel Bürokratie. Wenn ich Medici, Perianegeweihte o.ää in der Gruppe hätte sähe es vielleicht anders aus. Wir haben per Gruppenkonsens entschieden, dass die Helden an Wundfieber erkranken können, allerdings wird dies nicht bei jeder schlecht bis mittelmäßig verarteten Wunde gescheckt, sondern nur wenn ein erhöhtes Risiko besteht. Bsp. um so Kämpfe gegen Untote, best. Dämonen oder eben den Aufenethalt in gewissen Settings gefährlicher/interessanter zu machen. Also ein sehr selektiver Umgang mit dem Thema Krankheiten.
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- Rezension von Marc Völker

Offline Tommek

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Re: Krankheiten
« Antwort #16 am: 19.07.2011 | 12:07 »
Ständiges prüfen auf Kleidung und dreckige Wunden bringt ja auch eine Evolution im Spielerverhalten.

Prüft man auf Dumpfschädel, werden die Spieler nach dem dritten mal entsprechende Vorkehrungen treffen, die irgendwann so ausgefeilt sind, dass es schon fast keinen Sinn mehr macht sich die Mühe zu machen nachzuschauen.
Prüft man auf Wundfieber passiert das selbe in grün, die erste Zeit wird vermehrt Wert darauf gelegt die Wunden fachmännisch zu reinigen, zu verbinden, Wundpuder, Salben, Tränke und Kräuter zu verwenden.

Das mag einige Zeit interessante neue Spielfacetten bringen, schleift sich dann aber doch irgendwann ab und wird sicher wieder einschlafen. Und wenn es der Spielleiter nicht irgendwann sein lässt werden die Spieler nur noch genervt ihre Aktionen beschreiben.

Man sollte als Spielleiter mMn vorher mitteilen solche Dinge diesesmal abzuprüfen, dann kann sich jeder darauf einstellen und es macht den Spielern auch sicher eine Zeitlang Spaß die beste "Wundbrandvorsorge" auszutüfteln.
Ich spiele und entwickle:

Offline Auribiel

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Re: Krankheiten
« Antwort #17 am: 19.07.2011 | 12:28 »
Prüft man auf Wundfieber passiert das selbe in grün, die erste Zeit wird vermehrt Wert darauf gelegt die Wunden fachmännisch zu reinigen, zu verbinden, Wundpuder, Salben, Tränke und Kräuter zu verwenden.

Ich gehe gerade bei Wundfieber ohnehin davon aus, dass sich die Truppe hinreichend darum kümmert ihre Wunden zu versorgen. Jedenfalls reicht es mir, wenn sich die Truppe bei jedem Neu-Ausrüsten mit "Erste-Hilfe-Päckchen" (Wundsalbe + Leinenstoff zum Verbinden usw.) versorgt und ein halbwegs Heilkundiger in der Runde ist.
Ich führe ja auch nicht Buch drüber, ob die Helden einen geregelte Verdauungstätigkeit haben... *hüstel* ;)

Eine Ausnahme wäre ev. der erste Aufenthalt in stark "baktierenbelastetem" Gebiet, also erste Reise/erster Kampf im Sumpfgebiet, Angriff mit bewusst verdreckter Waffe oder eben wirklich eine Situation, in der die Helden sicher NICHT die Möglichkeit haben, sich rechtzeitig um eine Verletzung zu kümmern.
Ich würde so etwas wohl dosiert einsetzen (jaja, böses Railroading und so  ::) ) und ansonsten davon ausgehen, dass die Helden über einen gewissen Grund-GMV verfügen, sich rechtzeitig drum zu kümmern.



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