Autor Thema: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum  (Gelesen 2742 mal)

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Offline Waldviech

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Ich hatte ja schon angedroht, ne Malmsturmversion von Lüneburg zu schreiben  ;D:

Glain-Wenegh

Der geschäftige Ort Glain-Wenegh ist mit seinen knapp 10.000 Einwohnern die größte Ortschaft im fruchtbaren Paym. Die heutige Siedlung geht auf zwei kleinere Dörfer, Glain und Wenegh, zurück. Beide Dörfer lagen in einem von für Paym überraschend kargen Mooren fast unbewohnbar gemachten Talkessel und lebten vom Torfstechen. Da absolut niemand an einem Stückchen Sumpf interessiert war, blieben Glain und Wenegh von einer Vielzahl der Konflikte, die Paym immer wieder heimsuchen, verschont. Neben den Dörfern gab es im Tal nur noch einen kleinen trisantischen Schrein und einen alten, imperialen Wachturm.Vielleicht wären Glain und Wenegh auch heute noch zwei verschlafene Weiler in einem abgelegenen Tal der Waismark, wenn man nicht vor etwas über 200 Jahren entdeckt hätte, dass sumpfige Wasser der Moore salzhaltig war, da sowohl Glain als auch Wenegh auf einem riesigen Salzstock standen. Sofort witterten die Dörfler satte Profite, denn Salz wird in der Waismark bekanntermaßen mit Gold aufgewogen. In den ersten 50 Jahren nach der Entdeckung der Salzvorkommen legten beide Dörfer einen kometenhaften Aufstieg hin und avancierten von ärmlichen Drecklöchern zu den reichsten Dörfern des Umlandes. Zunächst führten Glain und Wenegh noch einen blutigen Kleinkrieg um das Salz, bis der berühmte Abt Doragh (ein zugereister Lektor, der ein Kloster in der Nähe der beiden Dörfer stiftete) schließlich Frieden zwischen den beiden Gemeinden schloss. Der durch den plötzlichen Reichtum bedingte Bevölkerungszustrom hatte ohnehin dafür gesorgt, dass beide Dörfer so sehr wuchsen, dass die Dorfgrenzen bald direkt nebeneinander lagen. Man gründete einen gemeinsamen Dorfrat und etablierte die Gilde der „Sülfer“. Es entstand das vereinigte Glain-Wenegh. In den letzten 150 Jahren wurden die Moore um Glain-Wenegh trockengelegt und machten einer mit Heidschnucken bewirtschafteten Heidelandschaft Platz. Mittlerweile wird die Sole, aus der das Salz gewonnen wird, mit Eichenholzleitungen aus dem Boden gepumpt und in riesigen Bleipfannen so lange sieden gelassen, bis nur noch die reinen Salzkristalle übrig bleiben. Zu diesem Zweck würde neben den Wohngebieten ein regelrechtes „Industriegebiet“ aufgebaut, in dem Tag und Nacht die Feuer unter den Bleipfannen brennen, um Glain-Wenegh kostbares Salz zu bescheren. Das geniale, hölzerne Pumpensystem mit dem die Sole an die Erdoberfläche gefördert wird, basiert, sehr zum Leidwesen der Kirche, auf alten imperialen Plänen und wird über Wasserräder angetrieben. Da der Fluss ein paar hundert Klafter von den Pumpen entfernt fließt, wird die Energie über ein langes, erbärmlich quietschendes Gestängesystem von den Wasserrädern am Fluss zu den Pumpen geleitet.
Das Salz aus Glain-Wenegh gilt als das reinste und beste der ganzen Waismark und wird von Kaufherren und Adeligen gleichermaßen geschätzt. (Ja, man redet sogar davon, dass selbst der Hierophant im fernen Lyssa Salz aus Glain-Wenegh bevorzugt.)
Glain-Wenegh ist eigentlich ein Lehen des Fürsten von Andinas und von Baron Mycrom von Wenegh regiert – zumindest formell. Baron Mycrom interessiert sich eigentlich nur für Jagen und Essen. Von Salzförderung und Geschäft hat er keine Ahnung und kümmert sich auch nicht darum, so lange seine Dörfler reichhaltige Steuern zahlen. Die eigentliche Macht in Glain-Wenegh liegt in der Hand des Dorfrates, der von den Sülfmeistern (den Anführern der Sülfergilde) dominiert wird. Der Reichtum von Glain-Wenegh hat im Dorfrat für einen gewissen Größenwahn gesorgt – man träumt ganz offen vom Stadtrecht, und davon, den vollen Profit aus dem Salzhandel selbst einzustreichen, statt dem Baron und dem Fürsten von Andinas Abgaben zu zahlen. Dabei wäre der naive und phlegmatische Baron nicht das größte Problem – mit dem kennen sich die Sülfmeister bestens aus. Das Problem ist der Fürst von Andinas, dem die wirtschaftliche Bedeutung von Glain-Wenegh nur zu klar ist. Der Fürst hat ein starkes Interesse daran, dass Glain-Wenegh kein Stadtrecht bekommt und Teil seines Lehens bleibt. Da der Baron seine Interessen offenkundig nur unzureichend durchsetzen kann, plant er, eine Besatzungsmacht nach Glain-Wenegh zu entsenden. Offiziell natürlich, um die wertvollen Salzvorkommen und den Salzhandel zu sichern! Der Dorfrat sucht seinerseits gerade nach Söldnern. Offiziell natürlich, um die wertvollen Salzvorkommen und den Salzhandel zu sichern. Während die Situation zwischen den hohen Herren Glain-Weneghs zu eskalieren droht, ist die Lage der zahlreichen Arbeiter und Tagelöhner in der Stadt eher trostlos. An ihnen geht der Reichtum der Möchtegern-Stadt völlig vorbei. Salz- und Bleidämpfe aus den  Siedepfannen sorgen für zahlreiche gesundheitliche Probleme und die Löhne sind niedrig, da die Sülfmeister, um die Abgaben an Baron und Fürst zu zahlen, an der Bezahlung der Arbeiter sparen damit ihre Pfründe nicht schrumpfen. Langsam macht sich Unmut breit....
 
Mögliche Aspekte von Glain-Wenegh

-Weißes Gold für harte Münzen
-Der Preis des Reichtums
-Rebellion hat viele Gesichter

Edit :) :
- "Salz oder Leben!"
- "Eine gesalzene Rechnung!"
- "Tränen sind das Salz der Armen"
« Letzte Änderung: 24.10.2011 | 13:06 von Waldviech »
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #1 am: 24.10.2011 | 12:52 »
sehr nice!
...und schreit geradezu nach einer Kampagne mit Gruppen- oder Plotaspekten wie "Salz oder Leben!", "Eine gesalzene Rechnung!" oder "Tränen sind das Salz der Armen"  :d
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #2 am: 24.10.2011 | 13:02 »
 ;D

Muss ich doch gleich mal oben reineditieren, die Aspekte. Im Übrigen werde ich das sprachlich sicher nochmal etwas überarbeiten - hatte es grade fix "runtergetackert". Darüber hinaus kommen noch zwei Locations hinzu. Einmal natürlich ein nahegelegener alter Thingplatz aus heidnischen Zeiten (angelehnt an den historischen Thingplatz von Hösseringen), an dem unheimliche Steine stehen und zum Zweiten die riesigen, halb gefluteten "Salzhöhlen" unter Glain-Wenegh.  ;D

Was für Malmsturm-Salz vielleicht auch noch ganz interessant wäre: Wie das mittelalterliche lüneburger Salz wird auch das Salz von Glain-Wenegh in Bleipfannen aus der Sole gesotten. Beim lüneburger Salz hatte das die schöne Nebenwirkung, dass man vom zu reichhaltigen Verzehr ne deftige Bleivergiftung bekam. Es hat eine gewisse Zeit gedauert, bis man die Zusammenhänge zwischen den geheimnisvollen Vergiftungserscheinungen un den Bleipfannen begriffen hatte. Lüneburger Salz wurde daher schon im Spätmittelalter nur noch zum Einsalzen von Fleisch und Fisch benutzt, aber nicht mehr selbst verzehrt. In Glain-Wenegh und dem Rest der Waismark ahnt man hingegen noch nichts vom tötlichen Bleigehalt des kostbaren "Weißen Goldes" aus Paym.... ;D
« Letzte Änderung: 24.10.2011 | 16:50 von Waldviech »
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #3 am: 24.10.2011 | 16:50 »
Na dann mal weiter im Text.... ;D

Der Platz des Schwurthings

Am Rande des Tals von Glain-Wenegh, mitten in einem kleinen Hain auf einem einsamen Hügel befindet sich ein uraltes Monument heidnischen Ursprungs, dass aus mehreren, ineinander gebauten Kreisen flacher Steine besteht. In der Mitte befindet sich ein riesiger, runenbedeckter Menhir. Schon seit Urzeiten treffen sich hier die Ritter und Großbauern des paymer Umlandes, um in regelmäßigen Abständen ihren Landtag, das sogenannte "Schwurthing", abzuhalten. Diese Tradition geht offenkundig auf die heidnischen Ureinwohner der Waismark zurück, wurde aber von den imperialen Kolonisten übernommen und beibehalten. Der Grundgedanke des Schwurthings ist es, dass die Landbesitzer von Paym ihre Konflikte während des Landtages friedlich lösen. Leider funktioniert dies angesichts der politischen Lage in Paym nicht einmal ansatzweise - während des Schwurthings werden in der Regel genauso viele blutige Konflikte vom Zaun gebrochen wie gelöst werden. Da der Ort den Einheimischen als heilig gilt, ist den Rittern und Großbauern, die sich dort versammeln, eine Reihe von Gesetzen und Verhaltensregeln auferlegt. Wer während des Schwurthings Blut vergießt, lügt oder anderen in´s Wort fällt, wird der Legende nach schrecklich verflucht. Ebenso kann ein Schwur, der beim Schwurthing ausgesprochen wird, niemals gebrochen werden ohne das der Schwurbrecher von göttlichem Zorn getroffen wird. Daher kommt es im Steinkreis selbst niemals zu Kämpfen - die Zahl der vergangenen Schwertkämpfe gleich außerhalb des Steinkreises jedoch ist riesig. Zunächst stießen die Versammlungen der Landbesitzer an diesem heidnischen Platz der Kirche sauer auf. Mehrere Episkopen versuchten, die Tradition des Treffens am Steinkreis abzuschaffen, scheiterten aber immer wieder am Widerstand der Ritter von Paym. Da die Ritterschaft Payms ansonsten sehr fromm war, gaben die Kirchenvertreter schließlich auf und weihten den Platz statt dessen den drei trisantischen Göttern. Man vernichtete einige der Runen auf dem zentralen Menhir und ließ ein großes trisantisches Kreuz (oder ein entsprechendes anderes Symbol ;) ) einmeißeln. Seither gilt der Schwurthing gewissermaßen als "Kirche ohne Dach" und die Landtage werden stets von einer Messe eingeleitet.

Mögliche Aspekte des Schwurthings


- Zankplatz
- Ort ohne Lüge
- Heiligtum der Ritterlichen
- Heilig bleibt Heilig, egal welcher Gott

Die Salzkavernen

Es ist seit langem bekannt, dass der Salzstock, auf dem Glain-Wenegh steht, von großen Höhlen und Klüften durchzogen ist. Unterirdische Wasserläufe haben zahlreiche Hohlräume in das Steinsalz gespült und so für ein ausgedehntes Höhlensystem gesorgt. Viele der Höhlen sind komplett geflutet oder bilden große unterirdische Flussläufe und Seen. Einige der Hallen haben riesige Ausmaße und bilden eine aus phantastischen Salzbögen und Kristallen bestehende, glitzernde Wunderwelt. Obwohl die Existenz des Höhlensystems bekannt ist, wagt sich kaum einer hinein. Die Sülfer begnügen sich damit, von oben Eichenholzleitungen in das Salzwasser der Höhlen hinabzulassen, um es abzupumpen und zu verarbeiten. Steter Wasserzulauf sorgt dafür, dass die Solevorräte in den Kavernen praktisch unendlich sind. Ernsthaften Schätzungen zufolge ist das Gestein über und im Salzstock so dick und stabil, dass der Siedlung auf der Oberfläche keine Gefahr droht. Nicht wenige Pessimisten und Gelehrte befürchten allerdings, dass die Salzkavernen durch das ständige Abpumpen der Sülfer bald so weit ausgewaschen und vergrößert sind, dass die Erde über den Höhlen das Gewicht von Glain-Wenegh bald nicht mehr tragen kann und die Siedlung mit Mann und Maus in die Tiefe rauscht. Insbesondere der Bau des neuen, massiven Ziegeldoms, den die Sülfergilde der trisantischen Kirche gestiftet hat, weckt die Befürchtungen, die Kirche sei zu schwer für den Boden und werde nach ihrer Fertigstellung durch den Boden brechen.
Darüber, was sich in den Salzkavernen verbergen mag, kursieren in ganz Paym die absonderlichsten Gerüchte. Die einen vermuten, das die letzte imperiale Legion der Gegend ihre Regimentskasse in den Kavernen versteckt habe, die anderen befürchten, dass heidnische Alchemisten (die ja stets Salze brauchen), dort unten Giftstoffe und weit hässliche Dinge gelagert haben. Phantastischere Geschichten sprechen von einem Volk wundertätiger Wichtel, die mit kleinen Kähnen auf den unterirdischen Seen umherfahren und Salzkristalle in Diamanten verwandeln. Auch die im Umland von Glain-Wenegh als Schauerfigur bekannte "Salzbache", ein schneeweißes, gigantisches Wildschwein, soll in den Salzkavernen leben. Die Wahrheit über die Salzkavernen ahnt jedoch niemand....

Mögliche Aspekte der Salzkavernen:

- Keim des Untergangs
- Salzgrab
- Der finstere See
- Funkel, Karfunkel
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #4 am: 24.10.2011 | 19:12 »
Ich brauch euer Gold nur, um endlich hier weg zu kommen! Also: im Frühjahr hab ich noch in den Kavernen gearbeitet, wurde aber beinah verschüttet - ich kam nur raus, nachdem ich drei Tage lang immer tiefer ins Dunkel kroch. Bevor ich wieder aufstieg fand ich tatsächlich ein riesiges Tor mit diesem seltsamen Zeichen, das ihr da in eurem Buch habt - aber egal, welche Schätze dahinter liegen: ich sah, was *davor* haust!
Nein, kein Wort mehr! So viel Gold habt auch ihr nicht... Die Karte hab ich unter die tote Eiche am Westtor gelegt - holt sie, nachdem ich gegangen bin.


mitgehört in einer Taverne in Glain-Wenegh
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Offline Kriegsklinge

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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #5 am: 24.10.2011 | 19:25 »
Schön :).

Als alter Lüneburger schlage ich außerdem vor zu verwursten:

Den Kalbruch(-see)
Das LKH
Den Stint
Das Kloster
Die schiefe Kirche

Offline Waldviech

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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #6 am: 24.10.2011 | 19:41 »
Klingt sehr gut ! :)

Natürlich wird alles Salz aus Glain-Wenegh zuerst nach Andinas geschafft. Transportiert wird das Salz übrigens auf sogenannten "Ewern", kleinen Flussfrachtern. Die Fahrt geht über den Fluss "Nende", an dem Glain-Wenegh liegt, bis zum kleinen Dorf Lenestas, das etwa 17 Verst südlich von Glain-Wenegh liegt. Von dort werden die Salzfässer auf Wägen über Land transportiert, um schließlich beim Dorf Senst wieder auf Ewer verladen zu werden. Zwar liegen Lenestas und Senst nur 8 Verst voneinander entfernt, aber da das hügelige Gelände für die schweren Fuhrwerke nicht gut geeignet ist, müssen die Salztransporte eine stark gewundene Route von knapp 39 Verst fahren! Die letzten 9 Verst der Strecke  nach Andinas werden auf dem Fluss Ande zurückgelegt, an dessen Ufer Andinas liegt. Um die Transportstrecke zu verkürzen, ist man gerade dabei, einen Kanal zwischen Nende und Ande zu graben - der geplante Kanal führt teils durch unwegsamste Wildnis und die Arbeiter mussen sich mit groben Holzschaufeln durch bewaldetes Hügelland graben. Der Fürst von Andinas hat viel in das Kanalbauprojekt investiert, aber längst nicht alle seine Lehensmänner begrüßen den Kanal. Insbesondere die Freiherren von Lenestas und Senst hintertreiben den Kanalbau heimlich, da sie nach dessen Fertigstellungen die profitablen Salzzölle, die sie mit jeder Ladung aus Glain-Wenegh kassieren, verlieren würden. Schon mehrmals haben Räuber die Kanalbautrupps im Wald angegriffen und es häufen sich Übergriffe von mysteriösen, wilden Tieren. (Was Rückschlüsse auf die Methoden zulässt, zu denen die beiden Freiherren greifen!)

Das wäre sozusagen die Waismark-Variante des Stecknitzkanals  ;D

Zitat
Den Kalbruch(-see)
Das LKH
Den Stint
Das Kloster
Die schiefe Kirche
Gute Idee! Wobei ich vermute, dass das Kloster und das LKH wohl ein und das selbe wäre. Bei der Adaption des schiefen St.Johannisturms bin ich grade am Überlegen, ob dies das Schicksal des geplanten Doms werden könnte. Eigentlich war die ja als überdrehte Version der Kirche am Lambertiplatz gedacht...darüber hinaus muss es natürlich noch einen verfallenen Tempel einer imperialen Mondgöttin geben... :D
(Eine der Gründungsmythen Lüneburgs besagt, das Julius Cäsar auf seinen Feldzügen auch durch das Gebiet des heutigen Lüneburg kam und so beeindruckt vom mächtigen Kalkberg war, das er dort einen Tempel zu Ehren der Mondgöttin Luna errichten lies. War wohl leider nur das Wunschdenken mittelalterlicher Stadtchronisten, denn der sogenannte Kalkberg ist keine 100 Meter hoch und das Julius nie in Norddeutschland war...)
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Offline Waldviech

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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #7 am: 24.10.2011 | 20:04 »
Ein paar Bilderchen zum Thema:


Ein Nachbau des berühmt-berüchtigten Pumpgestänges. Im Original gabs das Teil zwar erst im 18. Jahrhundert, aber IMHO passt es auch prima in die Waismark :)

Nachbau eines typischen Ewers (diese Bootsart gab´s tatsächlich)


Die typischen Siedepfannen - zeigt auch Siedeknechte in klassischer Arbeitskleidung


Gibts auch als Schausieden beim Salzmuseum
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #8 am: 24.10.2011 | 20:36 »
Wie geil!
Daumen hoch!

Offline Waldviech

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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #9 am: 25.10.2011 | 00:06 »
Vielen Dank!  ;D

Was ich mit dem "Mondtempel" mache, weiß ich noch nicht recht. Vielleicht Folgendes:

Der Mondtempel

Knapp einen Verst von Glain-Wenegh entfernt steht mitten im tiefsten Wald eine kleine Ruine, die noch aus imperialer Zeit stammt. Fünf von Efeu umrankte Mamorsäulen bilden einen exakten Kreis um die von Grünspan überzogene Statue einer nackten Jungfrau, die eine kristallene Mondsichel in die Höhe streckt. Die Mamorsäulen sind alle auf verschiedener Höhe abgebrochen. Einstmals trugen sie eine elegante, kleine Zierkuppel aus vergoldetem Holz, die unlängst ein Raub der Jahrhunderte wurde. Jahrhunderte lang wusste niemand etwas von den Säulen und der Statue, bis Holzfäller sie vor einigen Monaten entdeckten. Seither nutzt ein kleiner Zirkel von Jüngern der Alten Götter diesen Ort für ihre heidnischen Rituale. Die Kultisten sind fest davon überzeugt, dass es sich bei der kleinen Ruine um den Tempel einer Mondgöttin aus der Zeit des Imperiums handelt und haben begonnen, ihr Salz und Jagdwild als Opfer darzubringen. Die Statue stellt für die Kultisten offensichtlich den Silbernen Mond dar, wogegen die fünf Säulen die fünf dunklen Monde symbolisieren.
Tatsächlich könnten sie mit ihrem Aberglauben nicht weiter daneben liegen. Würden sie tiefer im Waldboden graben, so fänden sie die verkohlten Überreste eines antiken Herrenhauses, in dem während der Blutigen Jahre Schauderhaftes passierte. Der vermeindliche Tempel ist in Wahrheit nichts anderes als der Überrest einer Gartenpergola, die der imperiale Legat für seine jüngste Tochter errichten lies. Könnte einer der Kultisten Ar´Chain lesen, dann könnte er dies sogar einer kleinen, noch erhaltenen Inschrift am Fuße der Statue entnehmen. Das der "Tempel" nichts weiter als ein Gartenschmuck war, ändert jedoch nichts daran, dass die Kultisten in höchstem Maße gefährlich sind und bereit wären, zu morden um ihren Kultplatz geheim zu halten. Da der erwünschte, "magische" Erfolg der Opfer ausbleibt, planen sie, ihrer "Mondgöttin" beim nächsten Vollmond ein Menschenopfer darzubringen. Keiner der Kultisten kennt sich mit wahrhafter Magie aus, aber dafür können sie alle trefflich mit der Axt umgehen.

Mögliche Aspekte des Mondtempels

- Frisches Blut auf altem Stein
- Knapp daneben ist auch vorbei
- Der Fluch des falschen Götzen
-
« Letzte Änderung: 25.10.2011 | 00:08 von Waldviech »
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #10 am: 25.10.2011 | 18:03 »
Wie bist Du eigentlich auf den Namen "Glain-Wenegh" gekommen?
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #11 am: 25.10.2011 | 19:08 »
"Wenegh" ist schlicht Kauderwelsch und sollte dazu dienen, den Klang des Namens an die Waismark anzupassen. "Glain" hingegen ist der polabische (d.h. westslawische) Name von Lüneburg. :D Es gab in unserer Ecke ja auch einen großen wendischen Bevölkerungsanteil (merkt man auch noch an Ortsnamen wie "Wendisch Evern" oder lüneburger Straßennamen wie "Am wendischen Dorfe")
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #12 am: 25.10.2011 | 22:21 »
Sehr gut hinbekommen. Das klingt sehr pseudo-walisisch also welsch ;)
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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #13 am: 25.10.2011 | 23:09 »
Danke für das Lob :)
(Nun müsste ich das Ganze nur noch als PDF layouten  ;D. Nachdem ich´s sprachlich überarbeitet und inhaltlich nochmal durchgesehen habe...)

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Re: Glain-Wenegh - Lüneburg im Malmsturm-Universum
« Antwort #14 am: 26.10.2011 | 20:22 »
(Nun müsste ich das Ganze nur noch als PDF layouten  ;D. Nachdem ich´s sprachlich überarbeitet und inhaltlich nochmal durchgesehen habe...)

Das klingt super!
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