Autor Thema: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen  (Gelesen 1349 mal)

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Cú Chulainn

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[Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« am: 14.02.2012 | 23:59 »
Heidiho!

Ich bin der Calcifer und ich bin eine Artwork-Hure.

:D

Ne, mal im Ernst. Diese ganzen unglaublich "feschen" Illustrationen und Artworks bei all den Publikationen von Pathfinder machen ja schon wirklich Laune und die Beginner Box hab' ich jetzt auch (der eigentliche Grund, warum ich mich damit beschäftige). Jetzt fällt bei der Lektüre aber natürlich auf, dass es mit Battlemaps, Pappaufstellern und den ganzen Stats ziemlich an das Spielgefühl von D&D erinnert (wer hätte es gedacht, ich weiß ;) ich baue nur mein Argument auf, lasst mich!).

Diese Art zu spielen und das Spielgefühl liegen mir einfach nicht mehr (sehr starker Fokus auf taktische und lange / sehr genaue Kämpfe, klassische Nischenverteilung in einem Gruppen-Squad .. sowas eben) und waren mit der Grund, warum ich nach sicher vier oder fünf Jahren D&D Lust auf was Anderes hatte.

Also die Frage: Macht es Sinn, System und Spielwelt auch "freier" zu bespielen, oder sind die Spielmechaniken da einfach zu hinderlich? Funktionieren die Kämpfe ohne Battlemaps etc. überhaupt reibungslos, oder wirds sonst zu kompliziert? Wo liegen Grenzen und Möglichkeiten des Spiels?

Einfach damit ich weiß, ob ich hier einfach nur ne schöne Box fürs Sammlerherz habe, oder auch wirklich mal was damit anfangen kann :D
« Letzte Änderung: 14.12.2012 | 22:03 von 6 »

isyahadin

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #1 am: 15.02.2012 | 00:04 »
Golarion kannst Du problemlos frei bespielen, egal mit welchen System, reiner Settingband ohne Regelwerkverzahnung.
Wir haben in unserer Pathfindertestrunde damals mit maps gespielt, einfach weils einfacher war zu sehen wer wo wie wen flanked usw. Hab aber schon von vielen Leuten gehört, dass man DnD 3.75 aka. Pathfinder, auch problemlos ohne map spielen kann. Allerdings werden dann viele taktische Elemente "weicher", weil man eben abschätzen muss (ich will jetzt nicht SL-Handwedelei sagen) wer wo steht usw.

Offline Tudor the Traveller

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #2 am: 15.02.2012 | 07:44 »
Wie isyahadin schon schreibt, dürfte es kein Problem sein, Golarion mit einem anderen geeigneten System zu bespielen. Geeignet heißt, dass es eben High-Fantasy abbilden können muss, vor allem, was Magie angeht.

Bezüglich Battlemaps etc.: Ich habe in meiner D&D Zeit allgemein und speziell in den letzten Jahren, wo wir PF spielen, eher weniger bis keine Maps benutzt, sondern nur schnelle Bleistift-Skizzen. Das funzt soweit ganz ok. Sicher gibt es da Unklarheiten, aber besonders das Felderzählen hat einfach genervt und auch extrem gebremst.

Etwas schwieriger ist das Thema Kampfhäufigkeit. Wir präferieren weniger Kämpfe als empfohlen wird, aber dafür knackige Kämpfe. Darauf ist das System aber nur so lala ausgelegt. Es findet eben kein allmählicher Ressourcenverbrauch statt, sodass die SC quasi bei jedem Kampf aus den Vollen schöpfen können. Da muss man sich als SL schon viele Gedanken zu den Gegnern machen. Gegner mit "angemessenem" CR sind dann nämlich oft gar keine wirkliche Herausforderung, während Gegner mit höherem CR schonmal schnell arg fies werden können. Aber es funzt trotzdem zufriedenstellend.  ;)
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Offline Waldgeist

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #3 am: 15.02.2012 | 08:56 »
Ich kann mich (aus Erfahrung) nur anschließen: Golarion lässt sich sehr gut mit anderen Systemen bespielen.

Trotzdem komme ich nicht umhin, mir auch die Regeln zuzulegen, weil ich erstens die Bücher schön gemacht finde und zweitens damit meines Erachtens schon ein etwas anderes Flair als noch bei D&D 3.5 vermittelt wird. Diese Eindrücke verarbeite ich dann auch gerne in anderen Systemen. Abgesehen davon finde ich die Regeln auch etwas flüssiger.

Offline Samael

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #4 am: 15.02.2012 | 09:07 »
Pathfinder ist genauso kleinteilig und taktik-fokussiert wie die 3E es immer schon war.

Wenn du D&D Regelsysteme nicht mehr magst, dann lass lieber die Finger davon. Die Regeln haben irgendwie die Eigenschaft sich hin und wieder in den Vordergrund zu drängen....

Golarion lässt sich sicher auch mit anderen Regelwerken bespielen, aber ehrlich: Sooo super-duper genial und originell ist die Welt nun nicht. Halt typisches D&D kitchen-sink Setting, gut gemacht zwar, aber nicht großartig anders als die Realms oder Greyhawk.

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Offline Deep_Flow

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #5 am: 15.02.2012 | 10:06 »
Heidiho!

Ich bin der Calcifer und ich bin eine Artwork-Hure.

:D

Ne, mal im Ernst. Diese ganzen unglaublich "feschen" Illustrationen und Artworks bei all den Publikationen von Pathfinder machen ja schon wirklich Laune und die Beginner Box hab' ich jetzt auch (der eigentliche Grund, warum ich mich damit beschäftige). Jetzt fällt bei der Lektüre aber natürlich auf, dass es mit Battlemaps, Pappaufstellern und den ganzen Stats ziemlich an das Spielgefühl von D&D erinnert (wer hätte es gedacht, ich weiß ;) ich baue nur mein Argument auf, lasst mich!).

Diese Art zu spielen und das Spielgefühl liegen mir einfach nicht mehr (sehr starker Fokus auf taktische und lange / sehr genaue Kämpfe, klassische Nischenverteilung in einem Gruppen-Squad .. sowas eben) und waren mit der Grund, warum ich nach sicher vier oder fünf Jahren D&D Lust auf was Anderes hatte.

Also die Frage: Macht es Sinn, System und Spielwelt auch "freier" zu bespielen, oder sind die Spielmechaniken da einfach zu hinderlich? Funktionieren die Kämpfe ohne Battlemaps etc. überhaupt reibungslos, oder wirds sonst zu kompliziert? Wo liegen Grenzen und Möglichkeiten des Spiels?

Einfach damit ich weiß, ob ich hier einfach nur ne schöne Box fürs Sammlerherz habe, oder auch wirklich mal was damit anfangen kann :D

Geht mir ähnlich...

Wir spielen bei meinem Pathfinder-SL mit der Lorefinder-Erweiterung, die Pathfinder um die Gumshoe-Regeln für investigatives Rollenspiel erweitert. Das verlagert den Fokus auf investigative Aspekte, insbesondere die Intepretation von Hinweisen. Da kommen dann auch Erzählspieler auf ihre Kosten.

Wenn dann der SL noch die schönen Forgotten Realms Bücher (3rd Edition) im Schrank stehen hat...

Den nutzen der Box sehe ich (neben Aufstellern und Flipmat) eher als Schnellreferenz für z.B. Monster, Skillchecks oder Ähnliches.


Offline rayen

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #6 am: 15.02.2012 | 11:24 »
Geht mir ähnlich...

Wir spielen bei meinem Pathfinder-SL mit der Lorefinder-Erweiterung, die Pathfinder um die Gumshoe-Regeln für investigatives Rollenspiel erweitert. Das verlagert den Fokus auf investigative Aspekte, insbesondere die Intepretation von Hinweisen. Da kommen dann auch Erzählspieler auf ihre Kosten.

Wie ist diese Erweiterung, und wie weit sind die Pathfinder Regeln damit verflochten?

Was Paizo wirklich sehr gut schafft ist, mit Artworks Stimmung zu machen, und zum Kauf zu motivieren.
Gerade die Weltkarte von Golarion in A0 macht schon Lust darauf in der Welt zu spielen, auch wenn sie vielleicht nicht viel neues bietet.
Die Welt und die Abenteuerpfade machen mir Lust sie zu besitzen, auch wenn mich das System nicht so interessiert. Aber ich denke mit ein wenig Einsatz kann man alles in jedes System Konvertieren.

Offline kalgani

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Re: [Pathfinder] Möglichkeiten und Grenzen
« Antwort #7 am: 15.02.2012 | 14:06 »
Lorefinder würde mich auch im vergleich mal interessieren, vor allem wo genau im spiel denn wirklich unterschiede entstehen.