Autor Thema: [Designtagebuch] Scripted Reality  (Gelesen 2704 mal)

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[Designtagebuch] Scripted Reality
« am: 3.04.2012 | 17:41 »
Da geisterte gerade noch eine zweite Idee durch mein Hirn...

Songs:
Ein Automat (Coppelius)
Wir alle sind fremdgesteuert, durch einen kleinen Knopf im Ohr.

Du bist ein Fall für meine Träume (Die Flippers)
Das trieft nur so vor Schmalz und Haartönung... Genau wie die gescriptete Welt.

Scheinwelt (Culcha Candela)
Der Titel sagt schon alles.

Es ist das Jahr 2036. Seit rund 30 Jahren läuft kaum noch etwas wirklich echtes im Fernsehen. Jede Dokumentation wird durch Regisseure und Autoren noch verbessert, verdramatisiert, aufgemotzt, bis das Wort “Dokumentation” vollständig durch “Doku-Soap” ersetzt wird.

Die Leute wollen einfach kein echtes Leben mehr, sie wollen Spannung, Leidenschaft, Dramatik. Genauso, wie sie es in “Bauer sucht Frau” und “Mitten im Leben” schon 10.000 Mal gesehen haben.

Und damit auch das echte Leben viel spannender und unterhaltsamer wird, sollte der Trend der Scripted Reality auch auf das echte Leben übertragen werden. Im Jahr 2024 wurde RTL auch als Partei aktiv und wurde nach einer beispiellosen Marketing-Kampagne mit Unterstützung eines gealterten Dieter Bohlen mit überragender Mehrheit in den Bundestag gewählt.
Nach und nach wurden die Städte in kleinere, überschaubarere Distrikte unterteilt, über die jeweils ein Producer in Zusammenarbeit mit einem Team fähiger Autoren wacht. Überall werden Kameras installiert und mobile Kamera-Teams überwachen jeden Winkel Deutschlands.

Seit 2031 wird jedem Bürger bei Geburt ein winziger Funklautsprecher implantiert, über den der Producer oder sein Stellvertreter der Continuity-Guide Anweisungen aus dem Off geben können. So wachen sie darüber, dass das Leben der Menschen immer spannend und ereignisreich bleibt. Und wer sich nicht an die Anweisungen hält, der wird erst mit einem schlimmen Unfall verwarnt und im Ernstfall ganz aus dem Script gestrichen.
Doch den meisten Menschen gefällt ihr kontrolliertes, durchchoreografiertes und vor allem schmalztriefendes Leben.

Aber es regt sich Widerstand gegen die Sender-/Polit-Bosse. Es gibt noch Menschen, die fremdgesteuerte Liebschaften und inszenierte persönliche Dramen nicht länger hinnehmen wollen. Sie wollen ein eigenes Leben. Ganz ohne Kontrolle, fernab von allen Kameras.
« Letzte Änderung: 3.04.2012 | 17:47 von Uebelator »
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #1 am: 3.04.2012 | 17:58 »
Evtl könnte der Spielleiter die Rolle des Producers übernehmen, der - wenn möglich - die Regie-Anweisungen an die Charaktere gibt. das wär dann mal ein Spiel, das aktiv zur Rebellion gegen den Spielleiter aufruft. ;)

Find den Gedanken ganz witzig, dass die ganze Welt so ein schmalziges, kaum auszuhaltendes "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Abbild ist. Und wenn man nicht mitspielt, kann jeder Passant oder jeder deiner Freunde plötzlich zu einer Bedrohung werden - wenn es denn ins Script passt. Gruselig...
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Offline tartex

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #2 am: 3.04.2012 | 20:16 »
Im wirklichen Leben nennt sich das übrigens Gamification...
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Offline sir_paul

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #3 am: 4.04.2012 | 13:45 »
Diese Idee gefällt mir außerordentlich gut. Die Idee Producer zu spielen hat auch was, die Frage ist da nur wie man mit mehreren Spielern umgeht? Hat jeder seinen eigenen Bezirk, dann gibt es da nicht viele Berührungspunkte. Oder macht man PvP, mit gegenseitigen Sabotageakten damit die eigene Show besser läuft?

Offline Teylen

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #4 am: 4.04.2012 | 14:38 »
Ich denke das es etwa so aussehen sollte wie bei Schillerstrasse? Nur eben ohne seperate Buehne.
Wobei es da fast ein ganzes quasi Volk / Gesellschaftsschicht geben muesste das die Darsteller kontrolliert und die Regie Anweisungen vergibt?
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schwarzkaeppchen

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #5 am: 4.04.2012 | 14:40 »
Spielbar dann mit Primetime Adventures? ^^

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #6 am: 4.04.2012 | 14:52 »
Schonmal vielen Dank für die Anregungen...

@sir_paul: Ich glaube nicht, dass jeder Spieler seinen eigenen Distrik hat, sondern das alle im gleichen Distrikt leben. Ob es PvP gibt, liegt ein bissl in der Hand der Spieler. Wenn man sich dafür entscheidet, Widerstand zu leisten, muss man sich halt überlegen, wie man den organisieren kann. Und als Producer hat man dann natürlich eine Menge Möglichkeiten, den Spielern allerlei fiese Gegenwehr zu liefern. Natürlich kann man auch einfach mit dem Strom schwimmen und sich voll in die goldene Seifenopernwelt stürzen.

@Teylen: Ja, über die ganze Gesellschaftsschicht hab ich auch schon nachgedacht... Vielleicht gibts da so eine Art Schichtwechsel, so dass bis auf wenige Ausnahmen jeder überwacht wird... Nur eben nicht komplett rund um die Uhr, denn das könnte zum einen wirklich kein Volk der Welt leisten und zum anderen gibts ja auch Zeiten, in denen eh nicht viel passiert und Überwachung nicht nötig ist... Schlafenszeiten z.B....

@schwarzkäppchen: Hehe, ja, warum nicht? ;)
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #7 am: 4.04.2012 | 21:41 »
Zitat
@Teylen: Ja, über die ganze Gesellschaftsschicht hab ich auch schon nachgedacht... Vielleicht gibts da so eine Art Schichtwechsel, so dass bis auf wenige Ausnahmen jeder überwacht wird... Nur eben nicht komplett rund um die Uhr, denn das könnte zum einen wirklich kein Volk der Welt leisten und zum anderen gibts ja auch Zeiten, in denen eh nicht viel passiert und Überwachung nicht nötig ist... Schlafenszeiten z.B....
Oder ein gigantischer Skript-Computer gibt die Daten durch und nur die Oberschicht darf sich diesem System entziehen, zuschauen und lachen. Oh, und der Scriptcomputer wird durch die Anschläge einer gegen das System operierenden Terrorgruppe wahnsinnig, wodurch die Welt zusehends ins Chaos stürzt.  :gasmaskerly:
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #8 am: 5.04.2012 | 10:42 »
Oder ein gigantischer Skript-Computer gibt die Daten durch und nur die Oberschicht darf sich diesem System entziehen, zuschauen und lachen. Oh, und der Scriptcomputer wird durch die Anschläge einer gegen das System operierenden Terrorgruppe wahnsinnig, wodurch die Welt zusehends ins Chaos stürzt.  :gasmaskerly:

Ja, das wär auf jeden Fall auch einen Gedanken wert. :)
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #9 am: 5.04.2012 | 11:04 »
Ich finde auf jeden Fall den Grundgedanken sehr schön. Vor allem den Moment, wenn die Teilnehmer der SR (erinnert die Abkürzung an etwas? ;)) feststellen, dass das wirkliche Drama erst durch den Konflikt mit der dramatischen Handlung der SR entsteht. Wenn die Teilnehmer sich z.B. verlieben, was aber nicht im Script vorgesehen ist, und einen Weg finden müssen, sich dennoch sehen zu können (Die Idee hat einen Bart, erscheint aber in neuem Gewand), bis schließlich der Ausweg aus dem System den letzten Weg zum Glück darstellt, wenn man sich nicht im stumpsinnigen Abarbeiten vorgefertigter Handlungsstränge zombifizieren möchte.

Man könnte das Setting sicher gut als Anti-RR-Erziehungscamp betreiben. ;D
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #10 am: 5.04.2012 | 11:31 »
... Wenn die Teilnehmer sich z.B. verlieben, was aber nicht im Script vorgesehen ist, und einen Weg finden müssen, sich dennoch sehen zu können.

Ja, die Idee ist sogar, soclhe Situationen explizit zu forcieren. Die Producer (sowohl in der Spielwelt als auch in Person des Spielleiters) müssen halt echt bösartige, sadistische Arschgeigen sein. Und wenn sich ein normaler Bürger tatsächlich in jemanden verliebt, den das Script nicht vorsieht, bietet das doch aus Producer-Sicht tausende Möglichkeiten für neue, spannende Dramen. Da muss die Geliebte einen anderen heiraten, oder wird beruflich nach Togo versetzt... Oder wird nach einem schweren Unfall fies entstellt... Das ganze Soap-Repertoire halt... und dann auch noch mit echten Emotionen! ;)

Wenn ich so drüber nachdenke, macht der Producer in der Spielwelt in etwa das, was der Spielleiter in einer durchschnittlichen Rollenspielrunde versucht... :)
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #11 am: 5.04.2012 | 11:34 »
Mir gefällt die Idee auch gut, aber ich tu mich momentan etwas schwer damit, die Welt und das Setting konkreter und vor allem spielrelevant auszugestalten, weil es eben unserer Welt so ähnlich sieht bzw. ein überzeichnetes Bild derselben ist... Vermutlich isses hier schlau, sich erstmal über die Konfliktparteien und die Big Player Gedanken zu machen, oder?
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schwarzkaeppchen

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #12 am: 5.04.2012 | 11:36 »
MMh, oder Beispielkonflikte und Charaktere? Wie funktioniert das Leben im Stadtviertel X?

Was ich wirklich mag ist dieses "Gruppe gegen SL" Ding mit der Aussicht den*die SL am Schluss in der Gestalt des Producers sogar im Spiel anzugreifen.

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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #13 am: 5.04.2012 | 11:41 »
Zitat
Wenn ich so drüber nachdenke, macht der Producer in der Spielwelt in etwa das, was der Spielleiter in einer durchschnittlichen Rollenspielrunde versucht...
Und das ist mMn einer der schönsten Punkte an dem Setting. Man hat den Producer und Spielleiter in einem Menschen verkörpert - auf der Meta- und auf der Spielebene. Ebenso die Spieler, die ein Rollenspiel und die SR durchexerzieren. Diesen Ansatz könnte man vielleicht auf die Spitze treiben... :)

Zitat
Mir gefällt die Idee auch gut, aber ich tu mich momentan etwas schwer damit, die Welt und das Setting konkreter und vor allem spielrelevant auszugestalten, weil es eben unserer Welt so ähnlich sieht bzw. ein überzeichnetes Bild derselben ist... Vermutlich isses hier schlau, sich erstmal über die Konfliktparteien und die Big Player Gedanken zu machen, oder?
Wäre vermutlich sinnvoll. :) Du könntest dich dann auch noch entscheiden, ob du das Setting beschränkst und dafür etwas genauer ausarbeitest (ein Stadt z.B.) oder ob du lieber einen Baukasten liefern willst, mit dem man seine eigene Verwaltung und Widerstandsgruppe erstellt.
« Letzte Änderung: 5.04.2012 | 11:43 von Sphärenwanderer »
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Re: [Designtagebuch] Scripted Reality
« Antwort #14 am: 5.04.2012 | 16:30 »
So... ein paar weitere Gedanken....

Wie funktioniert das System?
Jeder Bürger bekommt bei der Geburt eine winzige Empfangs- und Sendeeinheit implantiert, die Bilder (über den Sehnerv) und Töne (über die Ohren) überträgt und akustische Signale (z.B. Sprache oder Musik) empfangen kann. So ist es jedem Bürger möglich, Regieanweisungen von seinem Producer zu erhalten.
Dieser sitzt mit einem Team von Continuity-Guides in der Sendezentrale des jeweiligen Bezirks und überwacht quasi durch die Augen der Bürger, was diese so tun. Um das Leben der Bürger möglichst spannend und dramatisch zu halten, geben der Producer und sein Team akustische Anweisungen. Darüberhinaus gibt es für jeden Distrikt einen eigenen Fernsehkanal, auf dem man teils live, teils im Zusammenschnitt an den Leben der Anderen teilhaben kann. Und als besonderen Bonus erhalten die Bürger mit den höchsten Einschaltquoten jeden Monat einen hochwertigen Preis und eine Einladung zu den halbjährlichen Gala-Veranstaltungen von RTL, auf denen unter den Gewinnern der beliebteste Bürger gekürt wird.

Ausgenommen von der Kontrolle durch die Producer sind nur die Producer selbst, die gesamte Führungsriege von RTL sowie deren Geschäftspartner und Freunde.

Darüberhinaus bleiben die Producer immer anonym und ihre Gesichter werden bei eventuellen Übertragungen stets durch spezielle Verzerrer-Felder unkenntlich gemacht. Nur so können sie wirkliche Neutralität wahren und Bestechungsversuchen oder dem Zorn aufgebrachter Bürger nach unpopulären Story-Entscheidungen entgehen.

Um das Firmengeheimnis zu wahren und Wirtschaftsspionage zu vermeiden, können Firmen während wichtiger Meetings oder entscheidender Verhandlungen Werbepausen kaufen, in denen die ständige Übertragung der Bild und Tondaten ausgesetzt wird. Normale Bürger können sich diesen Luxus selbstverständlich nicht leisten.

Die Producer haben jedoch nicht die freie Entscheidung darüber, welche Anweisungen sie an die Bürger weitergeben. Sie erhalten jeden Tag bei Arbeitsantritt ein Skript, das vom RTL-eigenen Supercomputer D-RAM(a) erstellt wurde und ein Maximum an guter Fernsehunterhaltung garantiert. Diese Skripts enthalten selbstverständlich nur Stichpunkte und es obligt den Producern daraus gutes Drama zu entwickeln - dafür braucht es eben ein Gespür für Situationen und Timing, die ein Computer nicht hat.

to be continued...
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