Autor Thema: [D&D vs. AC] Rote Hand auf nacktem Stahl - of doom!  (Gelesen 1123 mal)

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Offline RaaPhaell

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Nun habe ich mich auch entschieden, hier mal ein Tagebuch zu führen. Als Zusammenfassung für mich; zur Erbauung aller, die es interessiert; und für meine Spieler, denen ich das Thema nach der Kampagne präsentieren kann.  >;D

Ein paar Worte zu wer/wie/was, bevor ich die erste Session als neuen Beitrag verfasse:
- 1 SL (ich), 3 Spieler (nennen wir sie mal A, B und T); alle 3 haben wenig bis keine P&P-Erfahrung (ein paar Mal Mondagor bei mir), dafür viel Videospielkram
- Für mich ist es nicht die erste Kampagne (unter anderem gab es zu meinen DSA-Zeiten die Phileassonsaga und die 7G), aber ich war mit vorherigen oft nicht zufrieden und habe nun lange keine mehr geleitet; viele sind auch mit der Zeit versandet
- Dieses Thema hier hat mich auf die Kampagne "Red Hand of Doom" für D&D aufmerksam gemacht. Nun habe und leite ich aber kein D&D und wollte mich auch nicht irgendwo neu einlesen. Versuche, die Kampagne für mein geliebtes Mondagor zu konvertieren, würden schnell in den Wind geschossen. Ansonsten hatte ich an halbwegs passenden Fantasysachen nur Arcane Codex rumfahren, dass ich nun auch ewig nicht mehr in Händen hatte. Nun kann, darf und soll es herhalten, weil ich es einfach schon kenne, nicht übermäßig kompliziert ist und man ganz nett leveln und coole Items abgreifen kann, was meinen 3 Jungs glaube ich gut gefällt.  :)
Kurz: eine Kombination, mit der ich so selbst wohl nie gerechnet hätte.

Folgende Charaktere kamen dabei heraus:
A: Waldelf mit Luft-/Blitzmagie; Vorteile: Arkane Macht, Furchtlos; Nachteile: Spuk, Halluzination, kann nicht lügen
B: Mensch mit Blattschusstechnik; Vorteile: Leichter Schlaf, die Stimme (verhandeln), Geschärfte Sinne [oder so ähnlich]; Nachteile: Neugier, Pflichtgefühl, Schwarzer Humor, Phobie (Insekten), Zwangsvorstellung (fiese Viescher in trüben Gewässern)
T: Mensch mit Stahlfausttechnik; Vorteile: Lehen, Adel (Ritter), Reichtum; Nachteile: Lüstern, Pflichtgefühl, Amnesie, schwer von Begriff

Nach den eher einfach gestrickten Charakteren, die wir bei Mondagor hatten, wollen wir hier ein bisschen mehr auf Hintergrund und emtionales Involviertsein gehen. Ein paar schöne Punkte zum Anpacken sind durchaus in den Figuren drin. Ich werde auch im Bericht dann und wann darauf eingehen.

So viel für den Moment; ich hoffe, ich komme bald dazu, die erste bereits absolvierte Session hier zu präsentieren.
Mendacious streets...

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Offline RaaPhaell

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Re: [D&D vs. AC] Rote Hand auf nacktem Stahl - of doom!
« Antwort #1 am: 15.10.2012 | 17:53 »
Weiterführende SL-Infos und Kleinigkeiten für Kenner der Kampagne in kursiver Schrift

24.09.12 - Session 1
Tag 1
A, B und T sind aus verschiedenen Gründen auf dem Weg nach Drellin's Ferry, ein Städtchen am Rand des Elsirtals. A folgt der Vision seiner Stammesältesten [ich hielt es für eine gute Idee, die frisch erschaffenen SC gleich alle im Elsirtal heimisch zu machen; A ist dementsprechend ein Waldelf aus der Siedlung der Tiri Kittor im Hexenwald von einer alles zerquetschenden roten Hand mit dem Hinweis, es würde in Drellin's Ferry beginnen; t hat viele Nachrichten von plündernden Orkbanden gehört und sorgt sich um sein Lehen [hier habe ich kurzerhand Dauth ersetzt] und möchte sich mit den Machthabern in der Stadt weitere Informationen holen. B [aus Talar] hat eine Botschaft von Lord Jarmaath von Brindol im Gepäck für Hauptfrau Soranna in Drellin's Ferry.
Es kommt, wie es nun mal so kommt, wenn eine Gruppe SC sich treffen soll: B wird von einer Handvoll Orks aufgelauert; "zufällig" in genau jenem Moment bricht A aus dem Wald und hört die Kampfgeräusche, kurz darauf reitet auch T heran [ja, sehr klischeehaft - die Spieler sind Anfänger, daher hatte ich da keine Hemmungen, auch wenn ich es als typisch erklärt habe; insgesamt macht es mir als bisher D&D-unerfahrener SL irgendwie auch ziemlichen Spaß, solche Dinge mal "wie es im Abenteuer steht" zu machen, Zufallsbegegnungen auszuwürfeln etc. Alles Dinge, die ich so sonst nie gemacht habe.  A erledigt genau einen Ork als Magier im Nahkampf; dieser krallt sich noch mit blutüberströmter Hand in dessen Robe fest, bevor er nach einem tiefen Blick in die Augen As das Leben aushaucht. In diesem Moment wird A bewusst, dass er soeben zum ersten Mal überhaupt ein denkendes Wesen getötet hat [was ihn später noch sehr beschäftigen wird - ich nehme dieses Ereignis als Trigger für seine Nachteile "Spuk" und "Halluzination" und weiß gar nicht so richtig, was jetzt los ist. Nach kurzem Kampf leckt man die kaum vorhandenen Wunden, erkennt das gemeinsame Reiseziel und macht sich auf den Weg.

In Drellin's Ferry angekommen übergibt B die Botschaft an Soranna und auf Ts Drängen kommt auch gleich ins Gespräch mit Norro Wiston, dem Stadtsprecher. T spielt sehr schön seinen Nachteil "lüstern" aus und gräbt die Hauptfrau an; Wiston ist peinlich berührt, Soranna zieht empört ab. Die Gruppe wird gebeten, sich in der Gegend um Burg Vraath etwas umzusehen und herauzubekommen, was es mit den Orks auf sich hat.
Man treibt sich ein bisschen weiter in der Stadt herum: B beim zwergischen Schmied, A bei dem waldelfischen Druiden, der ihm ansieht, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt und die innere Unruhe spürt.
Ein letzter Nachteil wird angerissen, als T an den Fluss und die namensgebende Fähre des Orts kommt. Hier hat man ihn vor 2 Jahren aus dem Fluss gezogen, bewusstlos und schwer verwundet, ohne Erinnerung daran, wie es dazu kam [Amnesie - soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden]. Übernachtung in einem Gasthaus. A schläft schlecht, das Bild des Sterbenden geht ihm kaum aus dem Kopf.

Tag 2
Man entscheidet sich, direkt die alte Nordstraße entlangzugehen und gegen die schmaleren Pfade des Hexenwalds [was evtl. dazu führen konnte, dass sie den Waldläufer nicht treffen - von dem sie bisher auch nichts wissen; Soranna war dann doch zu angepampt, um diese höfliche Information noch weiterzugeben. Da Ärger erwartet wird beschwört A noch ein Energiewesen. Dann geht es los. Schon nach wenigen Stunden stößt man mehr oder weniger auf der Straße auf einen kleinen Trupp Orks [im Nachhinein doofe Entscheidung - es sind noch so viele Orks zu bekämpfen im Lauf der Kampagne, da hätte man auch was anderes und/oder eine Nicht-Kampfbegegnung machen können]. Der Kampf ist diesmal etwas heftiger, weil T alleine nach vorne prescht. Letztendlich siegt man, T hat durchaus etwas abbekommen, und ist nun kurz vor Burg Vraath.

Fazit
Ein eher kurzer, aber gelungener Auftakt. Das gemeinsam veranschlagte Ziel, das Ganze auch emotional etwas aufzuladen, klappt noch nicht bei allen so richtig (B), kommt aber noch, und ist durch die Hintergründe auch schon angerissen. Nun gespanntes Warten darauf, wie sich unsere ungleichen Drei bei der Burg anstellen werden.
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Offline Cainlaigh

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Re: [D&D vs. AC] Rote Hand auf nacktem Stahl - of doom!
« Antwort #2 am: 16.10.2012 | 12:03 »
Irgendwie fände ich es schöner die Namen der Charaktere zu lesen anstatt A, B und T. Ansonsten liest sich ganz nett.
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