Autor Thema: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken  (Gelesen 6150 mal)

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Offline Rumpel

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[Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« am: 16.09.2013 | 13:31 »
Letzte Woche haben wir unsere Ashen Stars Runde mit einem ersten, kurzen Abenteuer in den vergleichsweise gesetzlosen Weiten es Bleed gestartet. An Bord waren:

Ovid Monroe, Vas Mal und Stratco des umgebauten Frachters Brocken; ein fleischgewordenes Geistwesen, dass sich nun ganz der Erforschung seiner fleischlichen Seite widmet ...

Pavik, ein Tavak, der Buße dafür tun will, dass er im Krieg versehentlich ein Schiff mit Durugh-Zivilisten vernichtet hat - weshalb er den Frachter Brocken, auf dem er zuvor als Pilot Dienst getan hat, von seinem Ersparten gekauft und umgerüstet und anschließend unsere Laser-Crew zusammengebracht hat. Mission: Recht und Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen!

Uee, ein Balla, der sich aus gutem Grund von seinen Artgenossen fernhält, während er nach einem Weg sucht, die Emotionen seines Volkes zu befreien, ohne dabei irreparablen Schaden anzurichten ...

Und als NSC:

Nora Koslowski, eine menschliche Ärztin mit schütterem grauen Haar und einer besonderen Leidenschaft dafür, an exotischen Aliens (wie zum Beispiel ihrem Stratco Ovid Monroe) herumzuoperieren.

Mr. Lyle, ein Oktopus-Uplift, der täglich acht Stunden in seinem Salzwassertank verbringen muss und sich ansonsten mit seinen Fangarmen durch den Maschinenraum hangelt und fünf Werkzeuge gleichzeitig schwingt.


Die erste Mission:
Nach einem langweiligen Frachtflug in einer abgelegenen Bleed-Region gestrandet, erreicht das Raumschiff Brocken ein dringender Notruf vom durch Durugh besiedelten Planeten Enkidu im Curie-System. Der Frachter Antius wurde von Terroristen angegriffen und auf dem unbewohnten, von Partikelstürmen umtosten Planeten Curie-7 zur Notlandung gezwungen. Geladen hatte die Antius Lebensmittel für den benachbarten, Hunger leidenden Kch-Thk Planeten Xr-Krt.
Nach ersten Recherchen ahnt die Crew der Brocken bereits, dass sie mit dieser Mission in ein politisches Hornissennest stechen könnte: Die Kch-Thk und Durugh des Curie-Systems haben bis vor 2 Jahren in einem schwelenden Dauerkonflikt gelegen, bei dem die Durugh immer mehr ins Hintertreffen gerieten. Vor 2 Jahren wurde allerdings durch einen Ashen-Star-Effekt der Curie-Sonne ein Großteil der Technik auf Xr-Krt vernichtet, und jetzt sind die dortigen Kch-Thk auf die Hilfe ihrer ehemaligen Feinde angewiesen ...

So, den Rest überlasse ich meine Spielern! Ein paar weitere Namen der NSC zur Erinnerung:

Die Besatzung der Antius: Kisri (eine Durugh-Wissenschaftlerin), Zr-Bg (der Kch-Thk-Virologe), Gabius (der Sicherheitschef), 3 weitere Durugh, darunter ein Mechaniker.

Die Terroristen (oder "Terroristen"?): Tpzt-Zdhh (der, mit dem ihr direkt zu tun hattet); Zrrs-Krn, die Kommandatin des Mandibel-Schiffes; 3 Entlerner.
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Offline Kriegsklinge

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #1 am: 21.09.2013 | 10:33 »
Erster Auftrag: Ein verschollenes Schiff bergen. Vermutlich abgestürzt auf einem lebensfeindlichen Planeten. Heikle Fracht, nämlich: Lebensmittellieferung. Vor geraumer Zeit Krieg war gewesen, jetzt wird Xr-Krt wird jetzt aber behilfsmittelt von den Durugh, den siegreichen. Hat Rumpel schon erzählt.

Wir also den Planeten erstmal langsam angeflogen und siehe da, anderes Schiff im Orbit. Na wer mag das wohl sein? Kch-Thk sind´s, ganz okay bewaffnet, aber viel zu schwach besetzt für so ein großes Schiff, tasten wir ab. Schlussfolgerung: Da unten sind schon Rieseninsekten am Werk, aber was haben die vor? Funkkontankt, die klickende, summende Mandibelseite ist nervös und will auch nicht, dass wir landen, die hätten da unten was Wissenschaftliches am Laufen. Ja, klar. Entern wollen wir dann doch nicht gleich, also beschließen wir, einfach so zu tun, als wär nichts und zu landen, mit allen Crewmitgliedern, nur der Oktopus bleibt an Bord. Ärztin muss sein, wer weiß, was da unten los ist. Wir denken ja, das sind auch so Terroristen, die ihr Werk vollenden wollen.

Landung verläuft rau, erstes Würfelproben gehen schief, Ergebnis: Schiff mit Außenteam ganz schön kaputt. Unten violett-grüne Nebelschwaden, zum Glück haben wir nebeldichte Raumanzüge. Fremdschiff wird auch gleich geortet, aber ganz falsch gelandet, diese Kch-Thk, wir sind näher dran am abgestürzten/abgeschossenen Schiff. Machen uns auf den Weg. Werden unterwegs von so großen Käferhunden verfolgt, die als Parasiten auf den Kch-Thk-Schiffen leben. Bewegen uns möglichst leise, dass sie uns nicht angreifen. Klappt. Am Wrack Problem, Problem: Erstens ist in der Durugh-Crew ein verdächtiger Xr-Krt dabei, zweitens, noch schlimmer, der Frachtteil ist abgebrochen beim Unglück und liegt jetzt ganz woanders, bewacht von ein, zwei Crewmitgliedern. Nach ein paar Planungsminuten (Schiff war ja bei der Landung angeknackst, wer braucht wie medizinische Hilfe, was darf nicht unbewacht bleiben, so lange sich hier Aliens mit unaussprechlichen Namen rumtreiben ?) ziehen wir weiter Richtung Container. Dort Angriff von Kch-Thk und nach einem dramatischen Schusswechsel und bösen Verletzungen bei uns bisschen Verhandlung. Stellt sich raus, das sind echt Kch-Tkh Rebellen bzw. Terroristen, je nach dem, wen man fragt. Und die ballern humanitäre bzw. insektäre Hilfslieferung ab, weil, die sind ein zweischneidiges Schwert oder auch ein Damoklesgeschenk, weil: sie enthalten ruhig und doof machende Geheimdrogen der Durugh. Man würde uns ziehen lassen, wenn wir einfach nur die Crew retten und Container und Schiff da lassen. Wir stimmen erst mal zu, um dann später weiter zu sehen.

Mit den verletzten Wachen zurück zum Schiff. Unterwegs schon moralische Diskussion. Stellen sich zwei Sachen raus beim Schiff: Erstens, wir werden verfolgt von den anderen Kch-Tkh-Rebellen, die doch nicht einverstanden sind mit dem, was der, mit dem wir gesprochen haben, gesagt hat. Die wollen uns doch alle meucheln. Zweitens, der Kch-Tkh der Hilfslieferungsmannschaft steckt da voll mit drin in der Drogenunterdrückungssache mittles Hilfslieferung. Dummerweise ist er im Herzen wohl doch irgendwie einer von den Guten, weil er meint, seine Artgenossen hätten sich doch eh schon mal kollektiv vom Fresswunsch geheilt, um Teil der zivilisierten Galaxis zu werden, warum denn jetzt nicht noch mal so was Ähnliches in diesem Konflikt? Und unsere Verfolger sind dann leider auch noch Arschlöcher, die zu einer Sekte gehören, die findet, dass die Kch-Tkh wieder alles fressen sollen, was sich bewegt. Viel Diskussion noch mal, es war voll das moralische Dilemma, Star Trek nix dagegen! In typischer Rollenspielmanier fällten wir irgendwann irgendeine Entscheidung, nämlich, mit der Mannschaft abzuhauen, auf die Hilfslieferung zu pfeifen und statt unserer die Käferhunde attackieren zu lassen, die wir mit viel Krachbumm anlockten, Draußen vor dem verbarrikaiderten Schiffswrack wurden unsere Angreifer zerfetzt und als sich der violett-grüne Staub gelegt hatte, rannten wir weg.

Schiff repariert, hoch zum Mothership, Raumkampfregeln nicht gegen das Konkurrenzschiff im Orbit ausprobiert, weil wir so gut verhandelten und einschüchterten, Abenteuer vorbei.

Mir hat das Ganze sehr viel Spaß gemacht -- ein kurzes Szenario, das aber eigentlich alles hatte und sehr schön in die Welt von Ashen Stars einführte. Ganz das Feeling von Farscape oder Firefly für mich. Rumpel hat das gut ausgedacht und geleitet. Die Regel mt dem Ausgeben des Pools und den schnellen tötlichen Kampfregeln haben mir sehr gefallen. Und Punktlandung war es auch noch, schlanke dreieinhakb Stunden. Freu mich sehr aufs nächste Mal am 3.10.

Offline Rumpel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #2 am: 21.09.2013 | 11:09 »
Danke für das schön Diary!
Kleine Ergänzung: Die Hundekäfer, kleine, bösartige Rudeljäger, wurden wohl von den Kch-Thk bei einem gescheiterten Besiedelungsversuch auf Curie-7 eingeschleppt.
Und die Durugh vom Planeten Enkidu waren nicht so sehr direkt siegreich im Krieg gegen die Kch-Thk, sie hatten eher das Glück, dass der Planet der letzteren durch eine Naturkatastrophe ziemlich mitgenommen wurde.

Und was du unterschlagen hast, war noch Ovid Monroes vielversprechendes Anbändeln mit der Durugh-Idealistin Kisri, die möge nicht in Vergessenheit geraten!
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Offline Daniel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #3 am: 22.09.2013 | 22:00 »
Vielen Dank für das tolle Diary! Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Freue mich auch schon auf den nächsten Termin. :)

Offline Rumpel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #4 am: 2.10.2013 | 16:41 »
Morgen geht es weiter - die richtige Gelegenheit, um noch mal hier in den Thread zu schauen, das letzte Abenteuer nachzulesen und vielleicht das eine oder andere zu ergänzen, liebe Crew!
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Offline Kriegsklinge

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #5 am: 5.10.2013 | 11:48 »
Unser zweiter Auftrag führt uns auf einen Dschungelplanten, auf dem Sexualität in jeder Form abgefeiert wird -- von kommerziell bis spirituell. Mark Gravey, ein Angestellter der Entwicklungsabteilung der Waffenproduzenten "Logos Corporation" ist dort im Urlaub verschollen, und seine Chefs machen sich Sorgen.

Wir reisen inkognito als Sextouristen an, werden allerdings dank eigener Blödheit und fremder Schlauheit praktisch von Anfang an überall als LASER erkannt. Wir kriegen gleich erstmal Werbematerial von allen möglichen Puffs, Sexkirchen und Dating-Services in die Hand gedrückt, so viel Zeugs, dass wir von Polizeigewalt drangsalierten Flüchtlingen gar nicht mehr zur Hilfe eilen.

Ovid Monroe, dessen Story Arc sich ja mit der Überwindung der Individualität durch Sex beschäftigt, hat auf diesem Planeten natürlich sein Spotlight -- ihn interessiert besonders die "Kirche des Fleisches", aber auch der Prostitutionsvermittlungsservice "Eros Irgendwas" (Name ohne Gewähr) interessiert ihn.

Im Folgenden sammeln wir durch eine Kombination aus Rumfragen im Hotel und Abtelefonieren der Sexbroschüren schnell Hinweise. Es ergibt sich folgendes Gesamtbild: Unser Vermisster hatte eine Lieblingsprostituierte, die nun ebenfalls verschollen ist. Die wiederum hatte einen fiesen Zuhälter, der aber ebenfalls weg ist. Der Mitbewohner der Lieblingsprostituierten ist Anhänger der Fleischkirche und hat sie sexuell "behandelt", bevor sie verschwand.

Falsche Spuren gibt es auch noch -- ein schmieriger Typ macht nachts Fotos von Marks Hotelzimmer und versucht, ihn zu erpressen; dies stellt sich aber als zufällige Verknüpfung mit einem Plan der Konkurrenzsexstadt New Vegas heraus, Besucher von hier einzuschüchtern und das Biz an diesem Ort zu diskreditieren. Der neidische Arbeitskollege von Mark, der sich im Hotel rumdrückt, hat zwar in seinem Zimmer rumgeschnüffelt, ist aber wirklich nur neidisch und nicht mörderisch.

Die heiße Spur ist dann, dass in Marks Zimmer ziemlich viele Medikamente rumliegen -- und der Mitbewohner der Prostituierten auch nicht mehr so taufrisch aussieht. Ovid, der zwischenzeitlich mit einer Kirchenfunktionärin geschlafen hat, kann ebenfalls eine fremde Lebensform in seiner Blutbahn feststellen. Heißt: Ausgehend von dieser komischen Kirche ist die Lieblingsprostituierte über ihren Mitbewohner mit einer rätselhaften Krankheit angesteckt worden, die nun wohl auch Mark Gravey ereilt hat.

Kaum im Krankenhaus angekommen, finden wir auch schon raus, was für eine Krankheit das ist: Der Mitbewohner verwandelt sich schreiend in eine amphibische Alienkreatur, die offenbar von dem Instinkt getrieben wird, einen Sammelplatz im Dschungel vor der Stadt aufzusuchen. Wir folgen ihm, werden dabei fast von herumstreunenden Smaragdspinnen gefressen und stoßen auf eine Enklave von Alienmolchen, die wohl Abkömmlinge einer längst ausgestorbenen Spezies sind, deren Migrationskomet mit den letzten Sporen im Dschungel niedergegangen ist. Unter ihnen finden wir das, was von Mark, der Prostituierten und dem fiesen Zuhälter noch übrig ist. Wir lösen Großalarm aus und verfolgen nach dezenten Hinweisen des Spielleiters die flüchtenden Alien noch in den Orbit ("Ihr wollt die bestimmt nicht einfach so davonkommen lassen, ohne jetzt endlich mal die Raumkampfregeln auszuprobieren, zu denen wir letztes Mal nicht gekommen sind, oder?"). In einem spannenden Gefecht machen wir ihr Fluchtflugzeug manövrierunfähig.

Ovid wird durch den selbstlosen Einsatz Uees geheilt, der seine künftigen Steigerungspunkte für Virology verballtert. Unser Auftrag gilt durch die geborgene ID Graveys als erfüllt; unsere Reputation steigt erneut um 1. Die Aliens kriegen entweder einen unbewohnten Planeten oder werden sich genetsich manipulieren lassen, um bei ihrem Fortpflanzungszyklus die Rechnung künftig ohne den Wirt machen zu können.

Ovid bleibt nach zwei mal Sex (1x Prostituierte, 1xKirchenobere) ziemlich ratlos zurück. Er ist vermutlich ein Mann und bisher hetero, aber das mystische Verschmelzungserlebnis, das er sich erhofft hatte, blieb aus. Irgendwie hat er sich beim Sex nur noch mehr Vereinzelt und bei sich selbst gefühlt -- ob das jetzt immer so ist? Pavik meint ja, das liegt nur daran, dass keine Liebe im Spiel war und erklärt ihm nebenbei auch noch den Unterschied zwischen Liebe und Freundschaft. Aber ob das den kleinen Grauen so überzeugt? Und die Kirchenfrau meinte auch noch, dass die Vereinzelung der VasMal aus ihrer Kollektivseele in Wahrheit viellicht gar kein Rückschritt war, sondern im Gegenteil die nächste Stufe ihrer Evolution. Ist die Individualität nun doch was Gutes? Ovid ist ein bisschen enttäuscht, beschließt nun vor dem Sex aber erstmal die Liebe zu finden.


Eigentlich alles -- ach was, alles -- hat mir an diesem Abenteuer gefallen. Ich habe ja den Ermittlungsteil hier ganz kurz zusammengefasst, aber obwohl er den Löwenanteil des Spielabends ausgemacht hat, bin sogar ich als alter Detektivabenteuerhasser auf meine Kosten gekommen. Gumshoe schafft es wirklich sehr gut, die Hinweise so breit zu streuen und so viele Wege zum Erfolg zu bieten, dass man bei maximaler Spielerfreiheit trotzdem zum Ziel kommt, wenn man sich einfach auf ein, zwei Ermittlungspfade konzentriert. Die Wendung hin zum farscapeesken Zeug mit dem Alienvirus fand ich ausgezeichnet und wirklich überraschend. Die Kämpfe waren spannend und teilweis auch knapp; der Raumkampf funktioniert prima, vor allem, wenn man Lust hat, das Erwürfelte ein bisschen mit Beschreibung zu unterfüttern. Mein Spotlight als Ovid fand ich erstaunlich ergreifend; das sind ja schon ziemlich große Fragen, die den armen kleinen Kerl da schütteln und ich als Spieler weiß die Antworten ehrlich gesagt auch nicht. Prima geleitet auch von Rumpel mal wieder, der den Planeten sehr schön mit Leben füllte und souverän gepaced hat bzw. unserem krummen Weg durch das Abenteuer geschmeidig gefolgt ist. So kann, so muss es weitergehen!

Angepielt ist der 24. als nächster Termin.
« Letzte Änderung: 5.10.2013 | 11:50 von Kriegsklinge »

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #6 am: 7.10.2013 | 12:22 »
Ich fands auch so richtig großartig! Fand das Abenteuer durchweg spannend. Von meinen liebsten SciFi-Themen war alles ein bisschen dabei (dramatische Charaktere, bizarre Kulturen, überraschende Wendungen, Diplomatie und Ermitteln, Rock'n'Roll). Freue mich sehr aufs nächste Mal! Achso, und ich schau dann beizeiten auch noch mal in meine Notizen und gucke, ob ich was ergänzen kann.

Offline Daniel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #7 am: 26.11.2013 | 12:23 »
Nachdem wir nun jegliche Kontrolle darüber, was mit den Aliens passiert, aus den Händen gegeben haben, hat Uee aus den Informationen, der er über diese Spezies gesammelt hat, um Ovid heilen zu können, zumindest noch etwas Profit in Form von Creds für die Crew schlagen können, indem er diese Informationen an die Firma verscherbelte, die sich fortan um die Aliens kümmerte.

Für die Crew des Brocken hieß es dann aber, sich nach einer neuen Mission umzusehen. Es sollte auch nur zwei Monate dauern, bis jemand unsere geballte Laser-Kompetenz in Anspruch nehmen wollte.

Unser Auftraggeber: Das in den Kernwelten beheimatete Cronstead-Konsortium.
Unser Ziel: Dead Rock 7, eine Asteroiden-Station zum Abbau von Mesionen. Dead Rock 7 war ausgebeutet, und die Besatzung war im Begriff, den nunmehr wertlosen Felsen zu räumen.

Leider kam es bei diesen Arbeiten zu einem Todesfall: Eine der Ingenieurinnen, Gera Lonzo, kam durch eine Explosion zu Tode, und das Konsortium wollte uns als externe Sachverständige heranziehen, um zu prüfen, ob es sich hierbei tatsächlich um einen Unfall handelte. Darüber hinaus schien es dem Konsortium wichtig, dass wir dafür sorgen, dass es nach diesem Unfall nicht zu Chaos kommt und die Operation ohne Zwischenfälle zu Ende geführt wird.

Nachdem wir den Translicht-Korridor verlassen hatten und uns Dead Rock 7 näherten, wurden wir zunächst vom Sicherheitschef, einem grimmigen, untersetzten Kch-Thk aufgefordert, uns an seine Sicherheitsvorgaben zu handeln. Selbstverständlich, Sir!

An der Station angekommen, wurden wir von der Ingenieurin Dawn über die Geschehnisse aufgeklärt und herumgeführt. Die Leiche und die Kiste, welche den versehentlich explodierten Sprengsatz enthielt, waren offenbar ins All hinausgeschleudert worden. Auch schien es, dass das Verhältnis zwischen den Ingenieuren und den Arbeitern, die ihr Quartier direkt auf dem Felsen hatten, nicht das Beste war. Dawn warb aber um Verständnis für die Arbeiter, die wie sie vom nahe gelegenen Planeten Pactyas stammen und aus verarmten Verhältnissen stammen.

Bevor wir mit den Arbeitern oder anderen Beschäftigten sprachen, sahen wir uns aber erst einmal den Tatort an – und fanden ein blutbeflecktes Messer. Auch stellte sich heraus, dass die Explosion nur von einem Sprengsatz stammen konnte, wo doch die anderen in der von der Ingenieurin transportierten Kiste befindlichen Sprengsätze ebenfalls hätten explodieren müssten.

Während Ovid durch Studieren der Unterlagen herausfand, dass entgegen aller Behauptungen nur der eine Sprengsatz vermisst wird, befragten Pavik und Uee die Arbeiter auf dem Felsen. Deren Anführer, Harry Skull, war offenbar auf Pactyas vom jetzigen Sicherheitschef der Station, der auf dem Planeten als Cop arbeitete, eingebuchtet worden. Auch stellte sich heraus, dass Dawn einen Bruder hat unter den Arbeitern.

Eine Begegnung mit einem mysteriösen und verwirrten Arbeiter, der zu einer ehemaligen Dienerrasse der Mohilar gehört später hören Pavik und Uee in den verlasseneren Gängen des Felsens ein Gespräch zwischen Dawn und ihrem Bruder mit. Offenbar gehören sie der politischen Bewegung an, die von der aktuellen Regierung auf Pactyas gestürzt wurde.

Nach einiger Recherche, nicht ganz legaler Benutzung eines Terminals und der Untersuchung der von Nora Koslowski und Mr. Lyle mittlerweile geborgenen Leiche konnten wir herausfinden, dass Gera Lonzo keineswegs durch eine Explosion zu Tode gekommen war – aber auch nicht durch Messerstiche. Alles deutete darauf hin, dass hier ein Fettvampir sein Unwesen trieb.

Wir drangen tiefer in den Felsen ein, um dem Fettvampir auf die Spur zu kommen. Plötzlich sah Uee seinen Onkel vor sich. Aber er war doch tot! Gestorben, weil er seine Emotionen nicht unter Kontrolle hatte. Ihn hier wieder zu sehen überwältigte den Balla. Sein Mor-Sohn-Gerät kullerte auf den Boden und seine Wange eine Träne hinunter. Nun hatte auch er seine Emotionen nicht mehr im Griff. Zwar stellte sich schnell heraus, dass es sich um eine Halluzination handelte, doch versetzte ihn dieser Kontrollverlust so in Scham, dass er auf dem Weg zurück voran ging, nicht in der Lage, seinen Gefährten in die Augen zu schauen.

Als wir zurückkehrten, stellte sich heraus, dass der Personalchef zu Tode gekommen war. Obwohl es keine Zeichen gab, dass jemand in seine Kabine eingedrungen war, zeigte auch er die Merkmale eines Angriffs durch einen Fettvampir. Es wurde immer rätselhafter. Telepathie war uns als tatsächliches Phänomen unbekannt, aber alles deutete darauf, dass die Opfer sich wie fern gesteuert selbst getötet haben.

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Soweit erst einmal. Mir hat die Sitzung viel Spaß gemacht. Es würde mich freuen, wenn noch jemand die fehlenden Namen ergänzen könnte. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die Reihenfolge so stimmt oder ich evtl. was Wichtiges vergessen habe.
« Letzte Änderung: 26.11.2013 | 14:48 von Daniel »

Offline Rumpel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #8 am: 26.11.2013 | 12:51 »
Danke! Ich übernehme mal das Namedropping:

Das Opfer des "Unfalls" hieß Gera Lonzo;
Der nahe Planet heißt Pactyas.
Anführer der Arbeiter ist Harry Skull.
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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #9 am: 26.11.2013 | 14:48 »
Danke, ich habe die Namen mal eingesetzt. :)

Offline Kriegsklinge

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #10 am: 26.11.2013 | 15:36 »
Cool, danke!

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #11 am: 30.11.2013 | 10:55 »
Gestern Abend wurde wieder eine Mission erfolgreich abgeschlossen!
Wenn jemand Diary machen möchte, hier vielleicht ein paar Stichworte:

Lipovore; Die Dokumentation in Gera Lonzos Quartier; Huangs Todeszeitpunkt (nachdem gewisse Theorien der Laser bekannt wurden);Mor-Sohn (das Gerät der Balla, das Emotionen "aufsaugt"); Ovid Monroes Todesvisionen; Die Angst des Wesens vorm Alleinsein und seine Schlussfolgerung, die Menschen zu töten, damit sie ihn nicht alleinlassen können; Uees Anstrengungen, seine Gefühle in eine positive Richtung zu lenken, indem er von einer Person erzählt, die ihm sehr viel bedeutet; Rk-Khz' heimtückischer Anschlag; Floyd Wickhams Bestechungsversuche; Jo Dawns Geldprobleme; Rk-Khz' Selbst"mord"-Versuch; Tucker und Dawn, die zurückbleiben, und die Hoffnung, vielleicht Wissenschaftler für das Projekt Dead Rock 7 zu begeistern.
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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #12 am: 30.11.2013 | 11:59 »
Ist doch schon ein Diary :). Mir hat´s wieder viel Spaß gemacht -- trotz oder wegen unglaublicher Müdigkeit, hatte aber so einen gewissen psychedelischen Effekt.

Offline Daniel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #13 am: 2.12.2013 | 21:18 »
Na, aber ein sehr knappes. Vielleicht komme ich am Wochenende dazu, das noch mal etwas auszuformulieren.

Mir hat's auch richtig viel Spaß gemacht. Freue mich schon jetzt auf die nächste Episode. :)

Offline Kriegsklinge

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #14 am: 13.01.2014 | 06:42 »
Gestern über Ovid gelernt: Er hat Angst vorm Sterben und dem Tod -- und noch mehr Angst vor Gefangenschaft, sodass seine Angst vor dem Sterben manchmal in den Hintergrund tritt :). Lustig, wie das manchmal erspielt wird: Kaum sage ich, dass er den Toten nicht anfassen mag, merke ich, wie gut das zu ihm passt, und kriege prompt ein Gefühl dafür, wie wenig der von diesen Raumpiraten in irgendeine Zelle geworfen werden will. Ist das schon Immersion oder noch Actor Stance  8].

Offline Rumpel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #15 am: 13.01.2014 | 10:30 »
Hier mal wieder als Hilfestellung eine kleine Begriffsliste:

Name der Station, auf der die Mission begann: Kearney
Name er Auftraggeberin: Grenn Moth
Name von Ovids rothaarigem Cybe-Gespielen: Maasen Sartar
Die abzuholende Ware: Mnemo-Tinte
Name des Systems: WEGA
Name des Eismondes: Abzu, kreist um den Gasriesen Wega-3
Name der Außerirdischen Spezies: Tiama
Name der 3 Wasserbewohner, mit denen ihr vor allem zu tun hattet: Tuxas (der Tiama), Fernjäger (die Delfinin), Sinise (Lyles Schwester)
Die genetisch veränderte und stabilisierte Substanz: Wang-Schaum
Name der angreifenden Wasserkreatur: Großer Grüner Uru-Wal
Name der verschwundenen Station: Picard
Namen des vermissten Forschungsteams: Ling Egan (Leiterin), Scott Mila (Stellvertretender Leider), Lana Lem (Astrophysikerin), Antos Rauk (Geologe), Trk-Rz (Techniker)
Name der Cybe, mit der ihr verhandelt habt: Aramid
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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #16 am: 13.01.2014 | 10:35 »
Danke!

Ich muss noch in eigener Sache hinzufügen, dass nicht bei dem letzten, sondern dem vorletzten Abenteuer Tavik auf einen quasi alten Bekannten, den er mal an der Bar irgendeines Hotels auf dem Vergnügungsplaneten getroffen hatte, gestoßen ist, der ihm Informationen zu dem schlimmen Unglück, das vermeintlich Taviks Schuld war und ihn seitdem verfolgt, liefern konnte. Auf dem Zivilistenschiff, das Tavik meinte zerstört zu haben, wurden wahrscheinlich geheime Waffen geschmuggelt und das Schiff hatte den Befehl sich selbst zu zerstören, bevor die Waffen entdeckt wurden. Es könnte also sein, dass Tavik gar nicht ausversehen ein Zivilistenmassaker in seiner Soldatenzeit auf dem Kerbholz hat, sondern das ganze einfach ein "militärischer Unfall" war. ("Upps, mal schnell die Selbstzerstörung aktivieren, da hinten kommt ein Kriegsschiff...")

Tavik ist erleichert und verbittert zugleich und hat den Typen (dessen Name ich natürlich wieder vergessen habe, ich Siebkopf, ich) beauftragt, weitere Informationen ranzuschaffen. Zum Glück hatte der Rest der Crew nichts dagegen, ein wenig von unserem Sold dafür auszugeben. :d

Zusammenfassung kommt im Laufe des Tages!

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #17 am: 13.01.2014 | 12:44 »
Da waren wir also einen Monat nach unserem letzten Auftrag in irgendso einem Sternensystem auf irgendso einer Raumstation namens Kearny am Rande des Bleeds. Unser Würfelergebnis zum Auftrag prophezeite uns, dass wir zwei Monate auf den nächsten Auftrag warten mussten, also dachten wir wir chillen erst mal auf der Raumstation und rollen eine ruhige Brocken. Ovid vergnügt sich gerade mit einem Cybe namens Maasen Sartar, der unglaublich nett ist, und unglaublich cybig-aufregend für Ovid. Plötzlich kommt eine Meldung über die gängigen Nachrichtenkanäle, dass nach unserem Eingreifen in die Lebensmittelmanipulation der Kch-Thk auf Curie-7 die umliegenden Systeme jetzt von Piratenschiffen der Entlerner-Sekte heimgesucht werden. Unsere "mutige" Entscheidung den Lebensmittelskandal aufzudecken wird aufgrund der neuen Bedrohung plötzlich eine "umstrittene", da sedierende Nahrung natürlich keine Piraten hervorbringt... Ambivalente Entscheidungen, sie können einen einholen! Wo ist Captain Picard, wenn man ihn braucht? Wir brauchen jedenfalls so ne Art Gegenpressemeldung und Ovid bloggt schnell was auf unserem Blog und twittert das dann rum, oder wie auch immer das in diesem Jahrtausend heißt, und -plopp- bleibt uns unsere gute Reputation zunächst erhalten. Auch Maasen Sartar lässt sich nicht beirren und heitert Ovid weiterhin auf.

Derweil kommt die Stationschefin Grenn Moth aufgebracht zu Tavik gerannt und bietet unserer Crew einen Auftrag an: Wir sollen für sie Mnemo-Tinte vom Eismond Azur in Wega-System besorgen. Außerdem sei die Kommunikationsboje hinter dem Translichtkorridor kaputt. Der Typ, der eigentlich den Auftrag erledigen sollte, war abgesprungen, und wir sind die einzige Laser-Crew weit und breit. Eigentlich ziemlich langweilig, so ein Frachtjob, aber wir haben ja nichts besseres zu tun und nehmen an. Man fliegt ohnehein 3 Wochen hin, und eigentlich hätten wir als Spieler schon rechnen können... (1 Monat Warten plus 3 Wochen Flugzeit nach dem Translichtkorridor = das sind ja fast schon 2 Monate!) Also düsen wir los, um Mnemo-Tinte im Wega-System zu shoppen.

Die Mnemo-Tinte, erfahren wir in der Zwischenzeit, wird für Viroware gebraucht und dort auf dem Planeten von einer intelligten Spezies namens Tiama "abgebaut" (von Walen per Schwämmchen abgesaugt). Der Mond Azur ist von einer Eisschicht überzogen und darunter gibts nur Ozeane, ein Wasser- und Eismond, wie gesagt. Die Tiama leben auch in besagtem Ozean und das Leben unter Wasser kommuniziert per "Flüssigkeiten", wie z.B. die Mnemo-Tinte. Wir erfahren auch, dass unser Crewmitgliet Mr. Lyle, ein Oktopus-Uplift, von diesem Mond kommt. Mit gemischten Gefühlen blickt er einem Besuch seines Heimatmondes entgegen.

Als wir aus dem Translichtkorridor kommen, finden wir die kaputte Boje, von der Grenn Moth uns erzählt hat. Wir setzen an sie zu reparieren und finden heraus, dass die Boje mutmaßlich sabotiert wurde! (Oh Schreck.) Sie sendet alle 12 Stunden Überwachungsdaten in Richtung Wega-System. Sehr merkwürdig. Wir verschleiern unser Durchkommen und reparieren die Boje derart, dass nur wir etwas senden können. Das sollte uns nicht direkt auffliegen lassen und uns entscheidende Vorteile einbringen. Man weiß ja nie, was einem im Raum so begegnet! Außerdem wissen wir nicht, was uns nach unserer 3-wöchigen Reise im Wega-System erwartet. Wir tuckern also los.

Bei Azur angekommen reagiert erst niemand auf unseren Funkspruch. Erst nach einer Stunde erhalten wir eine Antwort von den Tiama. Finden wir seltsam, aber kann man nichts machen. Sie berichten uns, dass die menschliche Forschungsstation, die auf der Oberfläche war, plötzlich verschwunden ist, und dass sie riesige Probleme auf dem Planeten haben. Sie erbeten unsere Hilfe (Auftrag, ick hör dir trappsen). Näheres wird uns auf der Oberfläche erzählt werden. Wir lassen uns nicht lange bitten und setzen mit unserem Shuttle an zur Luke zu fliegen. Was uns wohl auf dem Eismond erwartet? Ein bisschen mulmig ist uns ja schon...

(Teil 2 folgt! Meine Finger tun weh.)  ;)
« Letzte Änderung: 13.01.2014 | 12:46 von sv »

Offline sv

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #18 am: 13.01.2014 | 22:29 »
Durch eine riesige Luke im Eis steigen wir also hinab in die Ozeanwelt von Azur. Dort erwartet uns eine Delegation aus Tiama, Delfin-Uplifts und Oktopus-Uplifts, den intelligenten Spezies des Planeten. Der uns vorgestellte Oktopus-Uplift ist Mr. Lyles Schwester, was die Familienzusammenführung sehr einfach gestaltet. Die Delegation erklärt uns, dass die menschliche Forschungsstation an der Oberfläche spurlos verschwunden sei und seit dem Verschwinden der Menschen eine Ökokatastrophe drohe. Die Forscher/innen haben nämlich in einer Quarantäneblase unter Wasser mit einer Mutation des sog. Wang-Schaums experimentiert und die Quarantäneblase sei zeitlich mit ihrem Verschwinden geplatzt. Nun breite der Wang-Schaum sich unkontrolliert im Wasser aus und gefährde das gesamte Leben des Planeten, da er eine besonders widerspenstige Form sei und unter anderem mit der Mnemo-Tinte interagiere. Die Tiama, Delfine und Oktopi vermuten, dass die Menschen daran Schuld seien. - Da ist er also, unser Auftrag! Forschungsstation aufspüren und Wang-Schaum untersuchen, klingt machbar.

Zuerst machen wir uns zurück aufs Schiff und scannen den Planeten vom Orbit aus. In der Nähe des Äquators können wir leider aufgrund der radioaktiven Strahlung des Gasriesen im System nicht scannen, im scannbaren Bereich fanden wir nichts Auffälliges. Also setzen wir mit dem Shuttle auf der eisigen Oberfläche auf und untersuchen den Verbleib der Station. Am ursprünglichen Ort war nichts zu sehen - außer, dass dort vor einiger Zeit ein Schiff aufgesetzt hatte und wir eine verfolgbare Spur von Abgaspartikeln in Richtung Äquator vorfinden. Aber auch etwas anderes ist seltsam: In der Nähe der Station ist ein großes metallisches Objekt, in der Flechtenvegetation der Oberfläche! Dieses entpuppt sich als Gleiter "Picard" der Forschungsstation, "bemannt" von einem toten Kch-Thk, der anscheinend beim Aufprall gestorben ist, und Spuren menschlicher DNA. Auch Notvorräte des Schiffs waren rätselhafterweise verschwunden. Der letzte Funkspruch im Puffer sagt, dass das Schiff von der Station bei einem Fluchtversuch abgeschossen wurde. Seltsam ist das...

Danach steigen wir in ein Amphibienschiff der Tiama, lassen uns grob die Steuerungsmechanismen erklären und düsen los durchs Wasser um die Quarantäneblase zu untersuchen. Sofort als wir dort ankommen wird klar: sie wurde aufgebrannt - Sabotage! Wir nehmen reichlich Schaumproben und tuckern zurück. Auf dem Weg taucht ein Exemplar einer seltenen Spezies auf, ein großer grüner Uru-Wal. Aber was ist das? Er greift uns an! Wir haben einen wilden Unterwasserkampf, Amphibienschiff gegen Uru-Wal, was wie ein Schiffskampf abläuft. Wir verwirren ihn mit unseren wilden Manövern und Ablenkungen und fliehen. Das ist höchst seltsam, normalerweise greifen die Viecher nie jemanden an! Irgendwas läuft hier schief.

Unsere Untersuchungen des Schaums ergeben (Virologie 3 Punkte!), dass der Schaum in seiner ursprünglichen Form aus Einzellern besteht, deren Populationen schnell wieder zerfallen, dieser hier aber sehr viel widerstandsfähiger ist und langsamer zerfällt. Dies macht ihn "programmierbar", das heißt, dass er sogar anfängt mit den anderen Flüssigkeiten des Ozeans zu interagieren, wie z.B. der Mnemo-Tinte. Die Dreamsight von Ovid verrät uns außerdem, dass der Schaum als Kollektiv ein Bewusstsein entwickelt hat, welches sich intelligent verhält und von einem Forscherdrang erfüllt ist, allerdings sich nicht dessen bewusst ist, dass er das fragile Ökosystem des Ozeans gefährdet. Jedenfalls stift der Schaum einiges an Verwirrung und die Sorge der Tiama ist berechtigt.

Wir machen uns mit dem Shuttle auf den Weg um die Abgasspur der Forschungsstation zu verfolgen und fliegen gen Äquator. Wir orten einen großen Metallklotz: gefunden! Leider gibt es noch einen zweiten Metallklotz, nämlich ein uns unbekanntes Schiff, etwa in der Größe unseres Schiffes. Weil wir uns anpirschen wollen, beschließen wir das Shuttle außerhalb deren Sichtweite zu parken und 2 Stunden zu Fuß durch die Eiswüste zu marschieren. (War so was nicht mal in Star Trek?) Das ist zwar beschwerlich, aber wir kommen an der Station an und schmuggeln uns rein. Leider passen wir drinnen nicht so gut auf und eine Holosnail schlägt Alarm. Mist. Zwei Cybes spüren uns auf und wir beschließen uns zu ergeben. Sie nehmen uns die Waffen ab und führen uns zu dem Rest ihrer Crew. Dort erwarten uns noch mehr Leute, die nicht Mitglieder der Forschungscrew sind, und wir verhandeln mit einer Cybe namens Aramid. Sie meint, dass alles in bester Ordnung wäre und es keine Probleme gäbe. Ein überaus gestresst wirkendes Mitglied der Forscher bestätigt das. Ja klar, dafür brauchen wir nicht mal unseren Bullshitdetektor... Wir geben vor, dass "dann ja alles in Ordnung sei" und "wir dann ja gehen können", aber sie braucht leider auch keinen Bullshitdetektor und will uns festsetzen. Ovid schmeißt sich heldenhaft vor, schnappt sich einen Disrupter und feuert in eine Plasmakonsole. Das austretende Plasma verschafft uns einen Vorteil und nach einem Handgemenge, welches Tavik mit einem der Cybes hat, schaffen wir es irgendwie aus der gottverdammten Station raus. Wir beschließen uns zu trennen und laufen in verschiedene Richtungen los. Die feindliche Crew macht Zielübungen mit uns, und Tavik schafft es auf dem Zahnfleisch zum Shuttle, während Ovid und Uee sich in Eisgängen zu verstecken versuchen... Cliffhanger!

Die nächste Session ist zum Glück schon diese Woche, dann brauchen wir alle nicht so gespannt zu sein! ;-)

Offline Kriegsklinge

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #19 am: 14.01.2014 | 07:21 »
Cool, danke! Das war echt megaspannend und dieser Eisplanet mit dem Tintenökosystem und den Uplifts ist auch klasse. Sehr gutes Abenteuer!

Offline Daniel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #20 am: 14.01.2014 | 07:53 »
Kann mich dem nur anschließen! Vielen Dank für den ausführlichen und unterhaltsamen Bericht! Der Eismond mit den Uplifts ist echt ein ganz wunderbares Setting, und ich freue mich schon total auf die nächste Sitzung. :)

Offline Rumpel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #21 am: 14.01.2014 | 09:45 »
Danke auch von mir für den superausführlichen Bericht! Da muss ich für's nächste Mal keinen einzigen Blick in meine Notizen werfen, wenn ich das alles so gut zusammengefasst geliefert bekomme.
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Offline sindar

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #22 am: 14.01.2014 | 12:43 »
Liest sich klasse! :D
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Offline Rumpel

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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #23 am: 25.03.2014 | 11:35 »
Ich reiche jetzt als SL endlich mal den zweiten Teil dieses schon lange zu Ende gespielten Abenteuers nach - zum Teil leider etwas skizzenhaft, weil ich mich auch nicht mehr ganz genau erinnere:

Nach dem vorangegangenen Treffen sind mehrere Charaktere in ernster Bedrängnis. Ovid, Pavik und Uee sind in alle Himmelsrichtungen geflohen. Während die Balla und der Vas Mal sich in Eistunnel flüchten mussten, die eine hier wachsende Algenart während ihres Lebenszykuls' hinterlässt, schafft der ungeheuer zähe Tavak es unter Feuer zum Shuttle. Mit dem hebt er ab und legt ein schlaues Manöver in den elektromagnetischen Wolken über dem Äquator hin, um seine ebenfalls mit Shuttle ausgestatteten und besser bewaffneten Verfolger abzuhängen. Respekt!
Dann fliegt er erst einmal aus den Stürmen raus und funkt Bordmechaniker Mr. Lyle an, den Uplift-Oktopus (der bei diesem Treffen erstmals als SC unserer neuen Mitspielerin fungierte!) Er berichtet Lyle, dass Ovid und Uee verschollen und wahrscheinlich in Lebensgefahr sind. Lyle beschließt, erneut mit einer Tiama und seiner auf Azur lebenden Oktopus-Schwester ein Tauchboot zu besteigen und Ovid und Uee von unten zu suchen und zu retten - denn von unten durch die dicke Eisschicht zu scannen ist leichter als von oben durch die elektromagnetischen Stürme, und die Algentunnel reichen an einigen Stellen bis ins Meer hinab.

Derweil wird Ovid ungeduldig - die Einsamkeit im Eis setzt ihm zu, er beschließt, wieder an die Oberfläche zu gehen und dort auf Rettung zu hoffen. Dummerweise kreist oben noch das Suchshuttle von Aramids Söldnern und ortet ihn auch gleich (der Versteckversuch ist missglückt). Ovid wird gefangengenommen, und diesmal werden sie ihn nicht so leicht laufenlassen.

Pavik kreist derzeit in den elektromagnetischen Wolken. Bei einem Späh-Sinkflug kann er beobachten, wie die Söldner einen großen, durchsichtigen Plastahl-Behälter mit irgendeiner organischen Suppe darin von der Forschungsstation in ihr Raumschiff verfrachten - oder es zumindest vorhaben. Dabei lassen sie die Stationswissenschaftler die Arbeit machen und bewachen sie mit der Waffe in der Hand. Pavik beschließt, ihnen hier und jetzt einen Strich durch die Rechnung zu machen. Nachdem er sich vergewissert hat, dass alle Wissenschaftler noch in sicherer Entfernung von dem Söldnerschiff sind, nimmt er mit seinem Shuttle Kollisionskurs auf dieses. Die Söldner sind zu überrascht, um rechtzeitig die Bordwaffen hochzufahren und ihn abzuschießen, Pavik rettet sich mit dem Schleudersitz. Ein gewaltiger Feuerball steigt zum blitzdurchzuckten Himmel empor.

Derweil ist es Lyle gelungen, Kontakt zu Uee aufzunehmen und ihn zu einem Tunnel zu lotsen, der ins Meer hinab führt. Uee wagt die gefährliche Rutschpartie, landet im eiskalten Wasser und wird schnellestens von Lyle und seinen Helfern an Bord des Unterseebots geholt. Dann kehren Uee und Lyle zur Brocken zurück und fliegen mit dem Raumschiff zum Ort des Geschehens.

Der mit dem Fallschirm gelandete Pavik wird von Aramid betäubt, die die Explosion überlebt hat und nun wirklich stinksauer ist. Nicht nur ist ihr Raumschiff zerstört, offenbar ist bei der Sache auch jemand getötet worden, an dem ihr viel liegt ...

Mit Pavik, Ovid und den Wissenschaftlern als Geiseln haben die Söldner eine gute Verhandlungsbasis gegenüber Uee und Lyle, die nun eintreffen und versuchen, die Lage zu retten. Aramid bleibt dummerweise knallhart in den Verhandlungen.
Inzwischen ist klar: Die Söldner sind hergekommen, um die Forschungsarbeit der Chefbiologin Linda Egan zu stehlen, die enorme Fortschritte in biologischer Datenspeicherung und Viroware verspricht - vorausgesetzt, man hat keine Skrupel, das auf dem Schaum entstehende Infoleben zu löschen. Als Linda kapiert hat, dass die Söldner "ihren" Wang-Schaum stehlen, löschen und kommerziell verwerten wollten, hat sie ihn in den Ozeanen Abzus freigesetzt, um ihn vor dem Zugriff Aramids zu retten, und ist mit dem Gleiter der Station geflohen, wurde aber abgeschossen. Offenbar konnte sie von dem Gleiter fliehen und sich in die Eistunnel retten.
Angestiftet hat die Söldner Scott Mila, der stellvertretende Forschungsleiter, der sich seit langem frustriert und übergangen fühlt. Eigentlich wollte er ihnen Lindas Entdeckung aber nur verkaufen, die Ausmaße, die das Ganze jetzt angenommen hat, schockieren ihn auch. Er ist aber fest entschlossen, sich irgendwie durchzulavieren, und den Söldnern hörig.
Alle ihnen noch fehlenden Einzelheiten dieser Hintergrundgeschichte erfahren Ovid und Pavik von den übrigen Wissenschaftlern, mit denen sie an Bord der Forschungsstation festgesetzt sind.

Während Uee und Lyle mit Armaid verhandeln, ergreift einer der Söldner die Initiative, ein pummeliger grünhaariger Wissenschaftler, der nicht ganz so skruppellos ist wie der Rest der Bande und dem die Sache auch vorbeigeht. Er steckt Pavik einen elektronischen Schlüssel für ihre Handschellen zu, damit er sich und die anderen befreit und mit ihnen flieht. Das gelingt auch, wobei noch ein kleines Gefecht mit dreien der Söldner dazwischenkommt. Auf der Flucht wird im Maschinenraum noch eine kleine Explosion ausgelöst, die das Antigravfeld der Station beschädigt und sie kippen lässt. Ovid und Pavik laufen zusammen mit den Wissenschaftlern ungeschützt auf die 50 Grad unter Null kalte Oberfläche hinaus - wo sie sofort von der Brocken eingesammelt werden. Aramid und ihre Söldnerkumpane, die nichts mehr in der Hand haben, verschwinden von der Station - wie genau sie in dem Chaos entkommen sind und wo sie Zuflucht gefunden haben, nachdem ihr Raumschiff zerstört wurde, bleibt unklar.

Am Ende finden die Laser dann auch die von ihrem Schutzanzug in Stase veresetzte, noch lebende Linda Egan in den Eistunneln. Nun besteht die Frage, wie mit dem Wang-Schaum zu verfahren ist. Linda Egan könnte einen Antivirus entwickeln, der ihn abtötet - was sie unter dem Druck der Laser wohl auch tun würde. Die finden aber eigentlich auch, dass man dieses neue Infoleben nicht einfach töten sollte, und sprechen sich stattdessen für die Entwicklung eines Stoffs ein, der vorerst nur dessen Wachstum hemmt. Die Tiama sind damit natürlich höchst unzufrieden und verweigern die versprochene Bezahlung. Letztlich gehen die Laser aber auch aus diesem Abenteuer mit einer Rufsteigerung heraus, nur eben ohne Bigcreds - und für ein neues Shuttle müssen sie auch ordentlich was auf den Kopf hauen ...
« Letzte Änderung: 25.03.2014 | 11:57 von Rumspielstilziel »
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Re: [Ashen Stars] Raumschiff Brocken
« Antwort #24 am: 1.04.2014 | 09:22 »
So, und nun, bevor es morgen weitergeht, noch die Sitzung vom vergangenen Monat:

Nach der aufreibenden Mission auf Abzu heißt es erst einmal Wunden lecken - vor allem muss ein neues Shuttle her. Kaum ist das gekauft und alle haben ein wenig verschnauft, erhält Pavik eine private Nachricht: Der Durugh Jezhebel, der für den Waffenhersteller Logos arbeitet (und den die SC aus "Die Freudenbringer" kennen), hat endlich Informationen über einen Überlebenden des Durugh-Zivilistenschiffes gefunden, für dessen Zerstörung im Krieg Pavik möglicherweise verantwortlich war. Es handelt sich um den Wissenschaftler Pomix, der inzwischen an Bord des Raumschiffs Windmere lebt und arbeitet. Die Windmere steht unter dem Kommando des freischaffenden Balla-Diplomaten Ushir Windmere, der sich das mächtige Combine-Schiff aus seinem gewaltigen Vermögen gekauft hat, um damit durch den Bleed zu reisen und auf eigene Faust Frieden zu stiften. Begleitet wird er dabei von einer Crew, die sich aus Angehörigen der Combine-Hauptvölker zusammensetzt.
Dummerweise wurde die Windmere aber schon seit drei Wochen nicht mehr gesehen.
Da die Laser gerade sonst nichts zu tun haben, erklären sie sich bereit, mit und für Pavik die Suche nach der Windmere aufzunehmen - denn vielleicht hat der Durugh Pomix, der sich an Bord befinden muss, entscheidende Informationen, die zu Paviks Entlastung und Gewissensberuhigung beitragen.
Auf der Spur der Windmere begibt man sich erst einmal zum Kch-Tkh Brutplaneten Thrax, wo die Laser Ushir Windmeres ehemaligen Mitarbeiter Prt-Krb aufsuchen. Prt-Krb hat Ushirs Crew schon vor über einem Jahr verlassen, weil er meint, dass der Balla sich zunehmend verrannt hat und Kch-Tkh-feindliche Positionen vertritt. Er ist ihm aber immer noch als gutem Kollegen und altem Freund verbunden. Die SC haben den Eindruck, dass der Kch-Tkh-Virologe ihnen etwas verschweigt, mehr lässt sich aber erst einmal nicht aus ihm herausholen.
Weitere Recherchen ergeben, dass die Windmere zuletzt im Curie-System war, um dort zu vermitteln - der Konflikt zwischen dem dortigen Kch-Tkh-Planeten Xr-Krt und dem Durugh-Planeten Enkidu hat sich verschärft, nachdem die Laser in ihrer ersten Mission den Versuch der Durugh haben auffliegen lassen, die benachbarten Kch-Tkh mit aggressionshemmenden Drogen ruhigzustellen ... Nun zerfällt die Gesellschaft auf Xr-Krt, Entlerner-Piraten der Kch-Tkh treiben ihr Unwesen, und Transportschiffe sind eingetroffen, um die Bevölkerung Xr-Krts auf anderen Planeten in Sicherheit zu bringen. Und das alles vor dem Hintergrund eines möglichen neuen Kleinkriegs zwischen Enkidu und Xr-Krt.
Da hat Ushir - der sich in einem Interview übrigens eher auf Seiten der Durugh von Enkidu gestellt und sich für deren Drogenplan und damit gegen unsere Laser ausgesprochen hat - eingegriffen, und durchaus mit Erfolg: Durch seine Vermittlungsbemühungen hat er erreicht, dass nur Hilfsschiffe und Polizeischiffe mit minimaler offensiver Kapazität sich im Curie-System aufhalten dürfen. Alle Kriegsschiffe haben sich um den nächstgelegenen Translicht-Korridor versammelt, wo sie alle Bedrohungen für das System abfangen können. Xr-Krt ist eine demilitarisierte Zone.

Nach so viel Backstory klopft dann schließlich doch noch die Action an: Ein Notruf vom nahen Balla-Planeten Cabochon - ein riesiges Objekt nähert sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit durch den Normalraum und wird mit über 99%iger Wahrscheinlichkeit den Planeten treffen und in seine atomaren Bestandteile zerstäuben. Das Objekt abzuschießen, kommt nicht in Frage, da die dabei freigesetzte Strahlung den Planeten sterilisieren würde. Alle Schiffe im Sektor werden aufgefordert, sich umgehend nach Cabochon zu begeben und bei der Evakuierung zu helfen.
Ein paar Scans des nahenden Objekts geben Gewissheit, dass es sich um ein Raumschiff handelt - dessen Masse genau der der Windmere entspricht. Na so ein Zufall! Die Crew der Brocken überlegt, ob man nun bei der Evakuierung helfen soll oder einen waghalsigen Rettungsplan vorschlagen. Wenn die Windmere im Normalraum auf annähernd Lichtgeschwindigkeit kommt, muss es ja wohl einen Trick geben, wie man das nachmachen kann, und dann kann man auch auf Parallelkurs gehen, das Schiff entern und von seinem zerstörerischen Kurs abbringen. Tatsächlich knobeln Pavik und Lyle aus, wie das ginge, und stellen fest, dass die schwerfällige Brocken sogar besonders gut geeignet ist, so ein Manöver auf die schnelle einzufädeln: Bei moderneren und wendigeren Schiffen sind nämlich viel zu viele Antriebsvorgänge, in die man dafür eingreifen muss, automatisiert und gesichert und müssten umgangen werden, während man auf der Brocken ja noch jeden Hebel von Hand umlegt und Dilithiumkristalle in den Ofen schaufelt. Es lebe die Old-School!

Ovid versucht, per Zukunftsvision einen Hinweis darauf einzuholen, ob man das Wagnis eingehen soll - er sieht eine Balla-Frau und fürchtet, dass sie Unheil verkündet. Insgesamt ist er skeptisch und spricht sich erstmal für Evakuierungshilfe und gegen die Heldennummer aus.

Derweil begibt Uee sich nach Cabochon, um eine alte Bekannte aufzusuchen, zu der er wohl eine starke emotionale Bindung hat. Bei der natürlich wunderschönen Balla-Frau handelt es sich um keine geringere als Ayesa Windmere, die Tochter von Ushir Windmere. Die Beziehung zwischen ihr und Uee ist deshalb in die Brüche gegangen, weil Ayesa sehr konservativ und für die extreme emotionale Zurückhaltung der Balla ist - deshalb lebt sie auch auf Cabochon, der Zuflucht alter, meditierender Balla, wo sie den konservierten Leichnam der legendären Balla Zavira bewacht und betreut. Über ihren Vater weiß sie zu berichten, dass er sehr besorgt über die wachsende Ausbreitung und Dominanz der Kch-Tkh im Combine ist und dass er emotional in den letzten Jahren immer instabiler wurde. Kurz vor seinem Besuch auf Xr-Krt war er auf Cabochon und hat Ayesa aufgefordert, ihn auf seinem Schiff zu begleiten, weil sie dort sicherer wäre - denn, so orakelte Windmere, schwere und konfliktreiche Zeiten könnten anbrechen.
Uee überredet Ayesa zu helfen und bringt sie an Bord - und just erweist sie sich als die Frau aus Ovids Visionen. Trotz seiner Bedenken entscheidet man sich jetzt doch für die waghalsige Rettungsmission und berechnet einen Abfangkurs.
Das Aufholmanöver zur Windmere gelingt mit rappelnden Triebwerken, und sobald man auf gleicher Geschwindigkeit ist, kann auch Funkkontakt aufgenommen werden. Ushir Windmere erscheint auf dem Bildschirm und erklärt recht wirr, dass er Buße für sein schreckliches Verbrechen üben muss, indem er seinen Heimatplaneten Cabochon zerstört - nur so könne sich der Krieg verhindern lassen. Dann unterbricht er die Verbindung. Ayesa versichert den Lasern, dass das nicht ihr Vater war; seine Sprechweise stimmt nicht, seine Wortwahl, und er hat sie auch erst mit einiger Verzögerung erkannt.
Die Laser finden an der riesigen Windmere eine offene Beiboot-Luke, in die sie hineinmanövrieren können. An diesem Punkt kam dann erst mal der Abspann - morgen Abend geht es weiter, an Bord der Windmere!
« Letzte Änderung: 1.04.2014 | 13:08 von Rumspielstilziel »
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