Autor Thema: Barbaricum  (Gelesen 6655 mal)

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Offline Ioelet

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Barbaricum
« am: 8.03.2014 | 15:35 »
Ein neues Zeitalter steht bevor.

Barbaricum (dessen Titel noch mit großem Fragezeichen belegt ist) ist ein Alternate-History-Setting, das im Zeitalter der Spätantike/Frühmittelalter angesiedelt ist. Die politische Situation Europas entspricht der Völkerwanderung. Der Untergang des Römischen Reiches ist in vollem Gange.

Allerdings sind Technologie und Gesellschaft ihrer Zeit voraus:
Rom ist eine sterbende Metropole, deren Maschinen durch die Dampfkraft der Aquädukt-gespeisten Kraftwerke betrieben werden. Doch der technologische Fortschritt, der das alte Reich zur Weltmacht werden ließ, frisst nun seine eigene Triebkraft.
Die "Barbaren" haben ihr "Barbaricum" verlassen und den Limes mit der Macht des Schwarzpulvers überwunden - selbst auf der Flucht vor den dampfbetriebenen Panzerhorden, die aus dem Osten nach Europa drängen.

Stämme vereinen sich oder vernichten sich gegenseitig, während Welle für Welle an Flüchtenden und Kriegern nach Westen drängt und gegen Rom vorrückt. Reiche entstehen und zerfallen. Fürsten erobern den Thron mit Gewalt und Intrigen, nur um selbst wieder gestürzt zu werden.

Doch mit dem Fortschritt und den Maschinen, kam auch eine neue Macht unter die Völker der Barbaren:
Die Macht des geschriebenen Wortes - der Buchdruck, der den Geist alter Philosophen und das Wissen der Stammesfürsten für alle greifbar und fassbar macht.

Der Geist einer frühen Aufklärung prallt auf ein Europa, dessen Machtverhältnisse gerade in einem Wahn aus Dampf, Rauch und Blut neu geordnet werden, dem unzählige Menschen zum Opfer fallen. Die Helden dieser Zeit sind jene, die den Wahn überschauen, die Stammeskonflikte überwinden und sich dem gemeinsamen Kampf für eine bessere Zukunft verschreiben. Sie können das finstere Mittelalter verhindern und Europa in ein neues Zeitalter führen.
« Letzte Änderung: 22.03.2014 | 15:51 von Ioelet »

Offline Waldviech

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #1 am: 8.03.2014 | 15:40 »
Klingt wirklich cool! Wie wird es denn mit dem Christentum aussehen? Die Spätantike ist ja bereits ziemlich stark christlich geprägt...
Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden !

Komm in´s  RIESLAND !

Offline rollsomedice

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #2 am: 8.03.2014 | 15:42 »
Kann mir vorstellen das druiden eine tragende Rolle spielen könnten

Offline La Cipolla

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #3 am: 8.03.2014 | 15:48 »
Klingt etwas wirr. @_o (Vielleicht schnall ich's bei den nächsten Texten besser.)

Offline Ioelet

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #4 am: 10.03.2014 | 14:12 »
Klingt wirklich cool! Wie wird es denn mit dem Christentum aussehen? Die Spätantike ist ja bereits ziemlich stark christlich geprägt...
Kann mir vorstellen das druiden eine tragende Rolle spielen könnten
Der wesentliche Fokus des Settings soll auf der politischen Lage, sowie ihrer Auswirkungen auf die Bevölkerung liegen.
Hier kommt dann die moderne rebellische Philosophie der Aufklärung hinzu.

Die wesentliche Idee war dabei den "Punk" in Steampunk etwas stärker zu betonen, d.h. die SCs werden primär Charaktere sein, die die bestehenden alten Wertesysteme in Frage stellen und eigene neue politische und gesellschaftliche Ideen haben.

Beispiele für Charaktere wären hier:
  • ein reuiger Mechaniker, der jahrelang Kriegsmaschinen für einen fränkischen Fürsten baute; der Fürst kämpfte angeblich im Namen der Freiheit gegen Rom, hat vor kurzem aber ebenfalls angeblich im Namen der Freiheit die Seiten gewechselt - der Mechaniker ist es satt ein Spielball machtgeiler Fürsten zu sein
  • ein gotischer Musketier, der einen Zug gotischer Flüchtlinge begleitet, die eine neue Heimat suchen
  • ein römischer Freimaurer, der als sozialkritischer Schriftsteller seit Jahren in seinen Flugblättern die soziale Ungerechtigkeit der Sklaverei kritisiert
  • ein germanischer Fürstensohn, der als Kind zu einem Sklaven Roms wurde und die römischen Maschinen in Gang halten musste, bis er einen Aufstand unter den Sklaven anzettelte und floh
  • ein "Barbaren"-Fürst, der die Ideen der Aufklärung teilt und nun versucht gegen den Widerstand seiner römischen Herren, seiner Konkurrenten um den Thron und der religiösen Führer die Ideen unter das Volk zu bringen

Diese Liste kann nun natürlich auch Anhänger und Führer von Religionen beinhalten - ebenso wie die Liste der Feinde.
Das Christentum kann hier ebenso als politisches Machtinstrument der Unterdrückung verstanden werden, wie auch als menschenfreundliche Ideologie der "Rebellen".
Und das selbe gilt natürlich auch für heidnische Priester, also auch Druiden.

Drudien in der Form von Magiern oder Wunder-Wirkern wird es hingegen nicht geben. Da die Kernidee des Settings ja gerade eine zeitliche Vorverlegung der Aufklärung ist ("alle Menschen sind gleich", Kampf gegen Unvernunft und Aberglauben, etc.) wären von Göttern auserwählte Magier ziemlich unpassend.
Wie ich mir hingegen durchaus Druiden vorstellen könnte, wäre in der Form von Alchemisten/Chemiker, die mit Schwarzpulver und anderen "mysteriösen" Stoffen experimentieren - und ihre Fähigkeiten dem Volk ggü. vielleicht sogar als magisch/göttlich bezeichnen.

Klingt etwas wirr. @_o (Vielleicht schnall ich's bei den nächsten Texten besser.)
Ich hoffe auch. Wenn ich die Stimmungstexte weglasse reduziert es sich im Wesentlichen auf:
Völkerwanderungszeit + Dampfmaschinen + Schusswaffen + Philosophie des Humanismus, Rationalismus und der Aufklärung
« Letzte Änderung: 26.03.2014 | 17:15 von Ioelet »

Offline Nocturama

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #5 am: 10.03.2014 | 14:25 »
Klingt spannend  :d Was mir als Anregung noch einfallen würde: Statt klassischem "Abenteuergruppenspiel" mehr Anführer eines Stammes/einer Organisation spielen, die man dann als eigenen Charakter modelliert.
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Offline Ioelet

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #6 am: 18.03.2014 | 21:17 »
Klingt spannend  :d Was mir als Anregung noch einfallen würde: Statt klassischem "Abenteuergruppenspiel" mehr Anführer eines Stammes/einer Organisation spielen, die man dann als eigenen Charakter modelliert.
So grob in die Richtung gedacht hatte ich schon, aber danke, dass du das erwähnst - ich hatte es schon fast wieder vergessen.

Vorstellbare Charakterkonzepte enthalten ja auch wichtige Stammespersonen bzw. SCs können sich auch zu eben solchen hocharbeiten. Eine Charakterisierung des Stammes ist somit wichtig und ich hatte bereits angedacht einige Hilfestellungen bei der Erstellung des eigenen Stammes zu geben. Gibt es eigentlich in einem der FATE-Produkte bereits Regeln für größere Schlachten, d.h. jenseits dessen was man sonst über Mobs abwickeln würde?

Offline Nocturama

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #7 am: 18.03.2014 | 22:46 »
Jep, schau mal hier. Vielleicht gibt es unter den Downloads auch noch mehr Nützliches.
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Offline Ioelet

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #8 am: 19.03.2014 | 15:05 »
Vielen Dank für den Link.


Als kleiner Zwischenbericht vom kreativen Planungsprozess:

Der genaue zeitlich-historische Rahmen soll um etwa 430-450 n.Chr. liegen, d.h.:
  • Rom wurde bereits einmal von den Goten eingenommen und geplündert; das römische Reich ist geteilt in Westrom und Ostrom
  • die Hunnen haben ganz Osteuropa überannt und bewegen sich gerade durch Germanien; d.h. die politische Situation dort entspricht jener des Nibelungenliedes
  • Sie haben andere Völker, wie die Vandalen vor sich hergetrieben; das Vandalenreich wird von den Römern politisch anerkannt
  • Die Entstehung des Frankenreiches unter den Merowingern steht unmittelbar bevor
  • Die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern steht bevor, an der verschiedenste Völker auf beiden Seiten beteiligt waren - insbesondere aber Römer+Gallier+Westgoten+Germanenstämme gegen Hunnen+Ostgoten+Germanenstämme

Kurz:
die Situation ist außenpolitisch höchst brisant - und dazu kommen dann noch fiktive innenpolitische Umbrüche, die es den SCs ermöglichen werden z.B. vom einfachen gotischen Musketier im Kampf gegen Rom zum Feldherren aufzusteigen (SC 1), der gemeinsam mit dem Römer Aetius ein Heer aufstellt, das das Dampfpanzerheer der Hunnen zurückschlägt.
...mit Hilfe der Sprengkapseln, die der römische Mechanicus gerade entwickelt hat. (SC 2)
...nachdem der humanistische gallische Gelehrte, einst Druide in seinem Stamm, die diplomatischen Grundlagen gelegt hat. (SC 3)

(Ich hoffe ich schaffe es so langsam ein Gefühl dafür zu erzeugen, wie sich das Spiel am Ende anfühlen soll.)

Hinsichtlich des Namens werde ich ziemlich sicher noch etwas ändern. "Barbaricum" klingt doch ein bisschen zu sehr nach mit Tierfellen behängten Primitiven - möglicherweise bediene ich mich bei der Namensgebung in irgendeiner Form beim Nibelungenlied.
« Letzte Änderung: 19.03.2014 | 22:52 von Ioelet »

Offline Blechpirat

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Re: [Arbeitstitel] Barbaricum
« Antwort #9 am: 19.03.2014 | 15:42 »
Hinsichtlich des Namens werde ich ziemlich sicher noch etwas ändern. "Barbaricum" klingt doch ein bisschen zu sehr nach mit Tierfellen behängten Primitiven - möglicherweise bediene ich mich bei der Namensgebung in irgendeiner Form beim Nibelungenlied.
Germanicum drängt sich geradezu auf.

Offline Ioelet

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Re: Barbaricum
« Antwort #10 am: 22.03.2014 | 15:56 »
Um meine Motivation und Inspiration anzustacheln habe ich mir ein Cover (s. Anhang) gebastelt und mag den Titel jetzt doch irgendwie ganz gern. Hat etwas rebellisches, wenn ein Setting über gebildete Germanen mit der respektlosen Fremdbezeichnung durch die Römer verziert ist. Und "rebellisch" passt bei dem Thema ja ganz gut.

Offline Blechpirat

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Re: Barbaricum
« Antwort #11 am: 22.03.2014 | 17:04 »
Geil.

Offline Quill

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Re: Barbaricum
« Antwort #12 am: 23.03.2014 | 14:43 »
Sieht echt gut aus! :)

Die Idee find ich auch klasse (ich hatte ja eine gar nicht soooo andere erste Idee, die ich dann aber anders weitergesponnen habe), ich glaube, da kann man echt gute Sachen mit spielen.
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Offline Ioelet

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Re: Barbaricum
« Antwort #13 am: 26.03.2014 | 12:27 »
    Sieht echt gut aus! :)

    Die Idee find ich auch klasse (ich hatte ja eine gar nicht soooo andere erste Idee, die ich dann aber anders weitergesponnen habe), ich glaube, da kann man echt gute Sachen mit spielen.
    Geil.
    Danke für das nette Feedback.


    So, dann mal ein weiterer Zwischenbericht:

    Nachdem ich mich bisher hauptsächlich mit verschiedenen Details des Settings und vor allem Recherschen beschäftigt hatte, habe ich in den letzten Tagen ein wenig mehr den Blick auf das Gesamtkonzept gerichtet. Der geplante Umfang des Settings beträgt 25-30 Seiten, also etwa 15.000 Wörter. Als Inhalt ist geplant:
    • Setting-Einführung
    • Regeln
    • Stämme
    • Technologie und Wissenschaft
    • Plotinspirationen
    • (N)SCs
    Der Abschnitt "Regeln" bezieht sich hierbei auf eine Erklärung der Setting-spezifischen Skills, sowie der Umsetzung sozialer Konflikte. Ich plane neben mentalem und körperlichem Stress auch soziale Stressboxen, die insbesondere bei Things (politische Versammlungen) der Germanen relevant werden dürften. Außerdem soll er Ratschläge zur Abwicklung von Schlachten beinhalten.
    Der Abschnitt "(N)SCs" soll Beispielcharaktere sowie einige interessante NSCs beinhalten.


    Derzeit konzentriere ich mich besonders auf den Punkt "Stämme", der jeweils ganzseitig die wichtigsten Stämme vorstellen soll - quasi eine Art "Rasse/Klasse/Clan" in dem Setting. Dabei werden voraussichtlich vorgestellt:

    • Römer: genauer gesagt West-römer; ein Volk das seinem Ende entgegenblickt und zwar offiziell dem Kaiser untersteht, praktisch aber eher einer Militärdiktatur unter Flavius Aetius ist; freimaurerische Geheimbünde verbreiten im politischen Untergrund seit einiger Zeit revolutionäre humanistische und rationalistische Ideen und erzeugen somit neben der äußeren auch eine innere politische Instabilität
       
    • Vandalen: einziges Germanenreich, das von den Römern politisch anderkannt wurde; der König Geiserich ist mächtiger Alleinherrscher (während die meisten Germanenstämme zu einem gewissen Maß dezentral sind und der Adel die Politik des Königs über die quasi-demokratischen Things beeinflussen kann); radikale Arianer (Christen), die radikal gegen Andersgläubige (Heiden, römische Katholiken) und Sünder (Prostituierte, Homosexuelle, etc.) vorgehen; angespanntes politisches Verhältnis zu allen anderen Stämmen; durch den politischen Austausch mit Rom und die politisch-religiös extreme Herrschaft Geiserichs ist die politische Opposition im Vandalenreich ein Nährboden für revolutionäre Gedanken
       
    • West-Goten: mächtiger Stamm, dessen Führung sich kulturell stark am Vorbild Roms orientiert; Christen, aber Arianer (also keine Katholiken wie die Römer); gelten als sittenstreng aber zugleich feierlustig - gewissermaßen die zivilisierten Vorzeige-Germanen; politisch angepanntes Verhältnis zu den Vandalen; relativ offen für die die neuen Philosophien, so lange sie nicht politisiert werden und sich nicht zu deutlich gegen die Religion richten
       
    • Franken: heidnischer Kriegerstamm, der im ständigen Wechsel den Römern als Söldner dient und selbst Raubzüge im römischen Gallien unternimmt; sehr abergläubisch und stur ggü. neuen Ideen, insofern schwieriges Feld für die neue Philosophie; jedoch durchaus pragmatisch, wenn sie einen Nutzen im Ideologie-Wechsel sehen - die (sehr) wenigen, die von ihrem Aberglauben abgebracht werden, werden meist umso radikalere Rationalisten
       
    • Alamannen: sehr heterogener Großstamm, d.h. viele kleinere Stämme mit kulturellen Unterschieden kamen hier zusammen und sind immer noch voneinander zu Unterscheiden; vereint durch ihren gemeinsamen Feind Rom; noch relativ ursprünglich-germanisch, d.h. u.a. heidnisch, naturverbunden, politisch stark auf Sippen konzentriert, die über ihre Things demokratischer sind als die anderen Stämme; keine großen Heere sondern eher Guerilla-Kämpfer, die vom Hunnenheer nahezu völlig ignoriert wurden; ziemliches Desinteresse an den neuen Philosophien
       
    • Burgunden: ein Stamm im ständigen Wandel; seit wenigen Jahrzehnten erst katholische Christen (damit der Christengott sie vor den Hunnen schützt); von hunnischen Söldnern der Römer kürzlich aus ihrer Heimat vertrieben (und damit verbunden auch die Überlegung zum Arianismus zu wechseln); heimatlos, haltlos, tragisch - entsprechen etwa den Nibelungen zum Ende des Nibelungenliedes ("Siegfried hinterrücks ermordet"; als eher kleiner Stamm flexibel und offen für Neues, somit idealer Ausgangspunkt für eine Kampagne mit Fokus auf die ideologischen Aspekte Barbaricums
       
    • Kelten: Kelten existieren zu dieser Zeit im gallisch-germanischen Raum nur noch als Galloromanen bzw. als politisch unbedeutende Kleingruppen in germanischen Stämmen; die eigentliche keltische Kultur mit Druiden etc. ist zeimlich unbedeutend und lediglich in einigen Bräuchen noch erhalten; ansich sind die Kelten der Zeit aber kulturell kaum von den dominierenden Mächten ihrer Gebiete zu unterscheiden; d.h. die Gallier sind wie Römer (nur ärmer) und die Kelten Germaniens sind wie Germanen (nur unbedeutender); aufgrund dieser politisch-kulturell untergeordneten Rolle sind unter ihnen allerdings besonders viele empfänglich für Ideen wie "Gleichheit" oder "Freiheit"
       
    • Hunnen: die (zumindest auf den ersten Blick) "Bösen" im Setting; eine fremdartige machtgierige Militärmacht, die über den Kontinent rast; vereinzelte Gruppen haben sich vom Stamm ausgesondert und arbeiten als Söldner für verschieden Stämme; andere schließen sich vielleicht als Abtrünnige sogar anderen Stämmen an; der wohl wichtigste Stamm in kriegerischen Kampagnen, sei es als Gegner oder als SC-Gruppe (dann eben vor allem Abtrünnige oder Söldner)

    Außerdem beschäftigt sich ein Abschnitt "Sonstige" mit einem kurzen Überblick über Ost-Goten (unterdrückt von den Hunnen), Sueben (sehr heterogener Großstamm), Alanen (quasi eine Art "Hunnen - nur in nicht-böse"), Sachsen, Ost-Rom,...
    sowie der Anmerkung, dass Europa der Völkerwanderung unzählige weitere kleine Stämme kennt - und somit natürlich auch immer irgendwo ein Platz für eine Eigenkreation ist.



    zu den Arianern als Nachtrag:
    Die arianische Kirche war bis zum 5. Jahrhundert auch in Rom sehr bedeutend gewesen, verlor seitdem aber massiv an Bedeutung und ist zum Zeitpunkt des Settings in Rom völlig durch die katholische Kirche verdrängt.[/list][/list]
    « Letzte Änderung: 27.03.2014 | 18:23 von Ioelet »

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #14 am: 5.04.2014 | 15:19 »
    Eine neue kurze Statusmeldung:
    Ich komme beim Schreiben ganz gut voran. Die Einführung ist beinahe fertig, Regeln und Stämme liegen ebenfalls bereits in Stichpunkten vor.

    Ich wollte mal Fragen ob es irgendwelche Gendanken und Feedback zu den Stämmen gibt.
    Bei der Auswahl der Stämme habe ich wert darauf gelegt, dass sich diese klar genug voneinander unterscheiden lassen, so dass ich eine Palette verschiedener Klischees zur Inspiration liefere. Ist mir das gelungen?

    Gab es einen "Hey, das sind die coolen - DIE will ich spielen"-Effekt?

    Wenn ja: Welcher Stamm bzw. welches Volk ist euer Favorit?

    Offline achlys

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #15 am: 5.04.2014 | 21:24 »
    Hi!

    Also mir persönlich fehlen als Kölner natürlich die Ubier, welche sich mit den Römern anfreundeten und regen Handel in der Metropole CCAA führten. Da wäre für mich interessant, was ein solcher Stamm in Deinem Setting machen würde.  Evtl. exisiteren noch die (keltischen) Eburonen?

    Dann fänd ich noch die Sachsen wichtig, als Konterpart zu den Franken, die von diesen ja im 8. Jhd unter Karl christianisiert wurden. (Vorsicht: alle Angaben wurden fahrlässig Grob vereinfacht!)

    Ansonsten finde ich als alter Altgermanist die Burgunder und Alemannen cool. Nibelungenlied rocks!  :headbang:
    In Deinem Setting würde ich eben den Konfilkt dieser beiden Stämme spielen wollen.

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #16 am: 5.04.2014 | 22:42 »
    Hi!

    Also mir persönlich fehlen als Kölner natürlich die Ubier, welche sich mit den Römern anfreundeten und regen Handel in der Metropole CCAA führten. Da wäre für mich interessant, was ein solcher Stamm in Deinem Setting machen würde.  Evtl. exisiteren noch die (keltischen) Eburonen?

    Dann fänd ich noch die Sachsen wichtig, als Konterpart zu den Franken, die von diesen ja im 8. Jhd unter Karl christianisiert wurden. (Vorsicht: alle Angaben wurden fahrlässig Grob vereinfacht!)

    Ansonsten finde ich als alter Altgermanist die Burgunder und Alemannen cool. Nibelungenlied rocks!  :headbang:
    In Deinem Setting würde ich eben den Konfilkt dieser beiden Stämme spielen wollen.
    Du erwähnst eine ganz interessante Sache:

    Ich habe hier den etwas schwierigen Spagat vor mir, dass die wenigen Leute, die sich tatsächlich schon im Vorfeld mit der Völkerwanderung beschäftigt haben, natürlich wissen, dass es unzählige mehr interessante Stämme gab als die paar, die ich dann genauer vorstelle.
    Umgekehrt finden viele Leute wiederum zu dieser wahnsinnig interessanten Zeit keinen Zugang, weil es für sie einfach nur ein völlig wirres Durcheinander aus unzähligen Stämmen ist.
    Ich werde versuchen im Setting deutlich zu machen, dass unter einem Begriff wie "Franken" natürlich nicht nur DIE klischeehaft beschriebenen Franken zu verstehen sind, sondern jeder SL oder Spieler meine Vereinfachungen natürlich gerne auch wieder erweitern darf.

    Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.

    Somit gibt es deine Ubier natürlich. Sie sind ja wahrscheinlich in den Franken aufgegangen, aber es spricht nichts dagegen einen ubischen Fürsten zu spielen, der Rom erobert und damit den Grundstein für ein kölsches Imperium schafft, das eines Tages so reich sein wird, dass sogar Podolski gehalten werden kann. ;)

    Als Bayer vermisse ich natürlich auch meine Boiern und Bajuwaren - aber ich fürchte, dass würde alles zu sehr ins Detail gehen.
    « Letzte Änderung: 5.04.2014 | 22:44 von Ioelet »

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #17 am: 6.04.2014 | 09:32 »
    Und, dass ich mit den Sachsen einen historisch wichtigen Stamm weggelassen habe, damit hast du natürlich auch recht.

    Zur Zeit des Settings waren diese allerdings gerade erst damit beschäftigt sich auf den britischen Inseln breit zu machen. Diese habe ich bisher räumlich aus dem Setting ausgeblendet. Die Idee bei Barbaricum war es ja, dass die Spieler auch SCs aus verschiedenen Stämmen spielen, die durch die grenzübergreifende Ideologie verbunden sind und in der komplizierten politischen Situation ihren Platz finden - und sich währenddessen mit Römern, Hunnen und den anderen Germanen auseinander setzen.

    ...in Britannien hingegen, ist die Situation dann doch etwas klarer:
    Sachsen gehen nach Britannien um Römern gegen Pikten zu helfen, beschließen dann da zu bleiben und besiegen die Römer.

    Das ergibt EINEN interessanten Plot, aber ansonsten haben die Sachsen für mein Setting mMn wenig zu bieten, was eine ausführliche Beschreibung rechtfertigt. Ich werde sie aber auf jeden Fall unter "sonstige" ebenso wie auch die anderen übergangenen Nordgermanen noch einmal erwähnen und im Plotinspirations-Kapitel auf die Situation in Britannien kurz eingehen.

    Bis zu Karl dem Großen haben wir ja doch noch ein paar Jahrhunderte - im Moment des Settings sind die Franken ja sogar selbst noch Heiden.

    Zitat
    Ansonsten finde ich als alter Altgermanist die Burgunder und Alemannen cool. Nibelungenlied rocks!  :headbang:
    In Deinem Setting würde ich eben den Konfilkt dieser beiden Stämme spielen wollen.
    Die Burgunden haben bisher ja ein bisschen die Rolle eines "Jokers". Über sie lassen sich erstaunlich wenige solide Informationen finden, sondern hauptsächlich Spekulationen. Das einzig WIRKLICH präzise ist die Vertreibung aus der Heimat nach einer Niederlage gegen hunnische Söldner im Auftrag Roms und die spätere neue Ansiedlung etwas südlicher. Genau in dem kurzen Zeitraum dazwischen spielt Barbaricum, d.h. was aus den Burgunden wird, ist bei mir relativ offen.

    Aber ja: Konfliktpotenzial mit den Alemannen besteht auf jeden Fall genug.

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #18 am: 10.05.2014 | 15:05 »
    So, dann mal auch von mir wieder ein Lebenszeichen:
    Ich lege gerade ein Barbaricum-Wochenende ein und tippe mir die Finger etwas wund. Inzwischen bin ich bei knapp 10 Seiten angekommen, d.h. ich habe grob 40% hinter mir.

    Bin mal gespannt, wie viele Settings beim Zieleinlauf dabei sein werden - wenn man nach der Aktivität hier im Forum geht, haben die meisten schon schlapp gemacht, aber andererseits weiß ich ja von mir selbst, dass das nichts bedeuten muss...

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #19 am: 12.05.2014 | 13:18 »
    Im Anhang dieses Posts findet ihr mal einen ersten textlichen Testhappen um ein wenig auf den Geschmack zu kommen.
    Es handelt sich dabei um die Stammesbeschreibung der Alamannen.

    Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

    (wie ihr an der Seitenzahl unten sehen könnt, wird das Endergebnis bei mir durchaus umfangreich)


    ...dass ich sie "Alamannen" und nicht "Alemannen", "Alemanen" oder "Alamanen" nenne ist übrigens eine reine Geschmacksfrage. Gerade das ebenfalls sehr weit verbreitete "Alemannen" klingt mir doch etwas zu plump nach "alle Mannen". Und das langgezogene "Alle mahnen" gefällt mir klanglich irgendwie auch nicht. ;)

    Btw:
    Wenn jemand zufällig eine ähnlich stylische Fraktur-Schriftart kennt, die komplett kostenlos nutzbar ist, sagt mir bescheid. Die aktuell genutzte fällt unter "solange nicht kommerziell". Und es ist hier zwar nicht kommerziell, aber offiziell genug, dass mir ne Alternative eigentlich ganz recht wäre.
    « Letzte Änderung: 12.05.2014 | 13:25 von Ioelet »

    Offline La Cipolla

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #20 am: 13.05.2014 | 00:35 »
    Sehr angetan bin ich erstmal von deiner Schreibe. =) Könnte ich problemlos viel von in einem Rutsch lesen, das ist schon mal sehr cool, gerade für Rollenspieltexte.

    Inhaltlich zeichnest du ein sehr klares Bild; man weiß jetzt definitiv, wie die Alamannen so funktionieren, zumindest oberflächlich. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, sind diese seichten Details, die römischen Tücher etc. Allerdings kommt mir die einzelne Seite fast schon ein bisschen ausschweifend vor, dafür dass sie relativ wenige Informationen hat. Vielleicht liegt es daran, dass das Volk größtenteils auf Klischees aufbaut, dass so viel gesagt wird, was man eigentlich weiß/erwartet. Ist also eventuell auch eine Frage dessen, was man von so einem Text möchte (wenn ich Sachen wie "Gastfreundschaft" in Rollenspielbeschreibungen lese, muss ich persönlich (!) immer einmal die Augen verdrehen ^^''). Sonst vielleicht noch mal drüber gucken, ob man einzelne Absätze/Sätze streichen bzw. zusammenfassen kann? Mir persönlich fällt gerade der dritte Absatz, noch vor den Teilüberschriften, als etwas gewichtig/tiefgehend ins Auge, auch inhaltlich.

    - Was mir fehlt: Du redest von "Haus und Hof" ... wie sieht das so aus?
    - Das bei der Philosophie klingt fast schon ein bisschen fragwürdig. Oder meinst du damit so richtig hardcore-akademische Philosophie?
    - Alchemie wirkt gerade etwas out of place bei den "Barbaren", aber ich denke, das liegt am fehlenden Gesamtbild.

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #21 am: 13.05.2014 | 09:35 »
    Sehr angetan bin ich erstmal von deiner Schreibe. =) Könnte ich problemlos viel von in einem Rutsch lesen, das ist schon mal sehr cool, gerade für Rollenspieltexte.

    Inhaltlich zeichnest du ein sehr klares Bild; man weiß jetzt definitiv, wie die Alamannen so funktionieren, zumindest oberflächlich. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, sind diese seichten Details, die römischen Tücher etc. Allerdings kommt mir die einzelne Seite fast schon ein bisschen ausschweifend vor, dafür dass sie relativ wenige Informationen hat. Vielleicht liegt es daran, dass das Volk größtenteils auf Klischees aufbaut, dass so viel gesagt wird, was man eigentlich weiß/erwartet. Ist also eventuell auch eine Frage dessen, was man von so einem Text möchte (wenn ich Sachen wie "Gastfreundschaft" in Rollenspielbeschreibungen lese, muss ich persönlich (!) immer einmal die Augen verdrehen ^^''). Sonst vielleicht noch mal drüber gucken, ob man einzelne Absätze/Sätze streichen bzw. zusammenfassen kann? Mir persönlich fällt gerade der dritte Absatz, noch vor den Teilüberschriften, als etwas gewichtig/tiefgehend ins Auge, auch inhaltlich.
    Danke schonmal.

    Bei dem Text schwanke ich tatsächlich ein bisschen zwischen zu großer und zu kleiner Detaildichte. Das ganze soll schließlich am Ende ja auch immer genau eine Seite mit etwa der selben Optik füllen. ;)
    (also mit "selber Optik" meine ich, dass nicht eine Seite zur Hälfte aus Leerzeilen besteht)

    Ja, "Gastfreundschaft" ist wohl etwas abgenutzt. Die Alamannen werden aber auch wohl so ziemlich die einzigen bleiben, bei denen das steht. Insgesamt muss man dann im Kontext betrachten, dass diese Stammes-Beschreibungen erst in der zweiten Hälfte des Buches stehen. Vorher kennen die Leser schon die historische Rahmensituation, sowie das ganze alternate-history-steampunk-philosophie-Setting-Zeug. Außerdem gibt es für die 5 Germanenstämme auch noch eine gemeinsame Germanen-Seite, die mal ein paar allgemeine Dinge erklärt wie z.B. "was bedeutet überhaupt 'übliche germanische Tracht' ".

    Insofern:
    Zitat
    - Was mir fehlt: Du redest von "Haus und Hof" ... wie sieht das so aus?
    Gut, dass du das hervorhebst. Das kommt noch auf die Liste der allgemeinen Germanen-Sachen.
    Zitat
    - Das bei der Philosophie klingt fast schon ein bisschen fragwürdig. Oder meinst du damit so richtig hardcore-akademische Philosophie?
    Kernthema des Settings ist ja:
    Humanistisch-aufgeklärte "Barbaren", die andere Barbaren bei politischen Debatten im Thing und beim Kampf mit Musketen und gegen Steampunk-Römer und Steampunk-Hunnen für ihre Vision einer besseren und gerechteren Welt anführen.
    (der Witz des Settings ist u.a. der dicke Kontrast zwischen dem falschen Vorurteil "die dohven Barbaren haben bei der Völkerwanderung die Kultur kaputtgemacht" und einem übersteigerten "hochgebildete Germanen gestalten eine bessere Welt und besiegen das veraltete Rom, das ein menschenfeindliches Relikt der Vergangenheit* ist".)

    Mit "Philosphie" meine ich die im Setting vorher schon mehrfach beschriebene neue philosophische alternate-history-Strömung, die von ihren Ideen her den vor allem aus der römischen Opposition und Freimaurerbewegung kommenden Konzepten des Humanismus, Rationalismus und Aufklärung entspricht.
    Diese Philosophie hat bei den Alamannen kaum eine Chance. Wenn bei denen plötzlich ein Germane mit einer Toga durch den Wald läuft und Dinge ruft wie "Römer sind genauso wertvolle Menschen wie ihr!", "Befreit euch aus eurer selbstverschuldeten Unmündigkeit!" oder gar  "Wotan ist tot!", dann wird er die alamannische Gastfreundschaft wohl weniger gut kennen lernen als ihren Jähzorn.

    Zitat
    - Alchemie wirkt gerade etwas out of place bei den "Barbaren", aber ich denke, das liegt am fehlenden Gesamtbild.
    Ich hoffe es ;).
    Zu Philosophie und Dampfwaffen kommt im Setting ja auch noch eine gewisse kulturelle Offenheit. Während real zu dieser Zeit auch schon viele christliche Missionare durch Europa gezogen waren, sind es in Barbaricum meist Philosophen und Wissenschaftler. Die Alamannen haben als naturverbundenster aller Stämme an Alchemie ein andere Herangehensweise, die nicht in Büchern verbreitet wird. Einzelne alamannische Alchemisten, die lesen können reichen bereits aus um sich schriftlich festgehaltenes alchemistisches Wissen anderer Kulturen anzueignen PLUS es mit dem eigenen Monopol-Wissen zu kombinieren.
    Daraus entwickelt sich dann eine relativ eigene Richtung der Alchemie, die zwar nur wenige Vertreter hat, aber eben sehr gut ist.

    Sie verbinden eben Dinge wie "Alkohol im Reagenzglas brennen" mit z.B. ihrem Wissen über Kräuter und sind gerade im Bereich Medikamente und Gifte relativ führend... ist ja auch wichtig, wenn man ständig im Krieg ist.




    *"Rom ist ein menschenfeindliches Relikt der Vergangenheit." ist übrigens ein Zitat aus dem Philosophie-Abschnitt der Franken.
    « Letzte Änderung: 13.05.2014 | 09:38 von Ioelet »

    Offline La Cipolla

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #22 am: 13.05.2014 | 09:50 »
    Das mit der Philosophie macht Sinn so! Dürfte im Buch dann auch deutlich werden, da habe ich wenige Bedenken.

    Kurzer Einwurf zur allgemeinen Germanen-Beschreibung: Ich würde da wirklich sehr kritisch gucken, dass sich die allgemeine Beschreibung und die Beschreibung der Stämme gut ergänzen, ohne sich zu wiederholen. Sowas ist immer etwas nervig, und gerade bei so eher kleinen Settings kann man da glaub ich gut an Text (bzw. "Gelaber") sparen. Damit will ich übrigens nicht sagen, dass ich bei Barbaricum eine kritische Gefahr in diese Richtung sehe, aber es war meine erste Assoziation, weil der Alamannen-Text doch schon ziemlich freistehend wirkt.

    Zitat
    Ja, "Gastfreundschaft" ist wohl etwas abgenutzt. Die Alamannen werden aber auch wohl so ziemlich die einzigen bleiben, bei denen das steht.

    Das ist tatsächlich ein wichtiger Kommentar. :'D Dann geht's total klar, denk ich. ^^


    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #23 am: 13.05.2014 | 10:05 »
    Kurzer Einwurf zur allgemeinen Germanen-Beschreibung: Ich würde da wirklich sehr kritisch gucken, dass sich die allgemeine Beschreibung und die Beschreibung der Stämme gut ergänzen, ohne sich zu wiederholen. Sowas ist immer etwas nervig, und gerade bei so eher kleinen Settings kann man da glaub ich gut an Text (bzw. "Gelaber") sparen. Damit will ich übrigens nicht sagen, dass ich bei Barbaricum eine kritische Gefahr in diese Richtung sehe, aber es war meine erste Assoziation, weil der Alamannen-Text doch schon ziemlich freistehend wirkt.
    Ja, das mit dem Gelaber ist manchmal etwas schwierig. Man muss da ja auch ein gutes Zwischending finden, je nachdem obs zum "in einem Rutsch lesen" oder Nachschlagen geschrieben sein soll. Denn während Wiederholungen beim Lesen schnell langweilig oder nervig werden, sollte man eine Stammes-Beschreibung ja auch trotzdem verstehen können, wenn man die mal einfach so für sich zum Lesen bekommt (z.B. als Spieler, der das vom SL vorgelegt bekommt).

    Ich hoffe mal ich bekomme den Spagat hin.

    Zitat
    Das ist tatsächlich ein wichtiger Kommentar. :'D Dann geht's total klar, denk ich. ^^
    Ich kenn das Problem mit den Floskeln, die betonen, dass doch jeder Stamm/Rasse/Clan/etc. immer der netteste, freundlichste und interessanteste von allen ist.
    DSA treibt das so nett auf die Spitze, indem im Mittelreich ständig die absolute Gleichberechtigung ausgerufen wird, die Thorwaler aber darüber hinaus ungewöhnlich absolut gleichberechtigt sind und darüber hinaus die Amazonen Staunen hervorrufen, weil da Frauen sind, die Männersachen machen.  :o

    ...also keine Angst: Wenn du Katholik oder Heide bist, werden dir die radikal-arianischen Vandalen zur Begrüßung eine Muskete unter die Nase halten und die herzliche Gastfreundschaft der Alamannen endet auch, wenn sie dir beim ersten Missverständnis eine herzliche Abreibung verpassen.

    Offline Ioelet

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    Re: Barbaricum
    « Antwort #24 am: 18.05.2014 | 15:44 »
    Ich befinde mich inzwischen in der heißen Endphase des Projektes. 13.000 Wörter sind bereits geschrieben und ich vermute, dass ich noch etwa 4.000 vor mir habe...