Autor Thema: DSA '43  (Gelesen 7006 mal)

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Offline blut_und_glas

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DSA '43
« am: 21.04.2015 | 09:51 »
DSA43 ist natürlich nur der durchnummerierte Titel einer DSA-Podcastfolge, aber beim Lesen hat sich bei mir spontan die Assoziation von DSA und dem irdischen 1943 eingestellt.

Diese Kombination lässt mich nun erst einmal nicht los, allerdings fühle ich mich gleichzeitig noch ein wenig hilflos, was damit tatsächlich anzufangen sein könnte.
Irgendein Stück des bekannten Aventuriens mit verfremdeten Weltkriegsanleihen ausstaffieren? Aventurische Helden in den zweiten Weltkrieg entrücken? Umgekehrt? Eine alternative aventurische Zeitlinie, die gezielt Parallelen aufbaut? Vielleicht sogar eine entsprechende aventurische Zukunft? Ein DSA-Abenteuer in ein neues Gewand kleiden und seinen Schauplatz verlagern? ...?

Meinungen? Ideen?

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Offline Tyloniakles

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Re: DSA '43
« Antwort #1 am: 21.04.2015 | 10:35 »
Aventurien dieselpunken?

Offline La Cipolla

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Re: DSA '43
« Antwort #2 am: 21.04.2015 | 10:36 »
Zitat
Vielleicht sogar eine entsprechende aventurische Zukunft?

Nice! :D
Das passt auch richtig gut zu DSA mit Deutschtümelei und so, viel besser als zu anderen Fantasy-Rollenspielen, die sich an entsprechenden Elementen versuchen.

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: DSA '43
« Antwort #3 am: 21.04.2015 | 10:37 »
Mein Hirn fährt gerade Reichs-Achterbahn  ^-^

...wegen solchen Spinnereien liebe ich dieses Forum. Heil Hal!
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Offline ManuFS [away]

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Re: DSA '43
« Antwort #4 am: 21.04.2015 | 11:36 »
Und die Orks kommen ins KZ? Gefährliches Thema...
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Offline blut_und_glas

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Re: DSA '43
« Antwort #5 am: 21.04.2015 | 15:03 »
Aventurien dieselpunken?

Das passt auch richtig gut zu DSA mit Deutschtümelei und so, viel besser als zu anderen Fantasy-Rollenspielen, die sich an entsprechenden Elementen versuchen.

Eigentlich hätte ich vorher wissen müssen, dass die Zeitlinie/Zukunft das ist, was anschlägt.
Und ja, natürlich Diesel, aber vielleicht ein bisschen weniger "Punk", sondern eher ganz aventurisch-bodenständig.

Und die Orks kommen ins KZ? Gefährliches Thema...

Eher: Sommer 1943 brechen die Orks in der Schlacht im Kurkumer Bogen der Wehrmacht das Rückgrat.

Denn: Wenn das Holocaust-Thema mitaufgegriffen werden soll, dann halte ich es aus meiner Perspektive für ganz essentiell hier eben keine Rassentrennung  ::) zu verwenden, sondern eine ebenso willkürliche, substanzlose Unterscheidung zu machen. Am einfachsten würde dafür sicherlich die recht direkte Parallele funktionieren, eine Religionsgemeinschaft zum Opfer von Verfolgung und Massenmord zu machen (vielleicht sogar tatsächlich eine Strömung innerhalb des Zwölfgötterglaubens oder aber eine ihm zumindest nahe-stehende Religion), aber selbst hier macht das direkte göttliche Wirken schon einen viel greifbareren Unterschied aus, so dass potentiell ein Teil der Unfassbarkeit der Verbrechen auf der Strecke bleibt.

Aber: Auch in politischen Gefilden wäre ich mir unsicher, ob die Trennung entlang von Rassen erfolgen sollte, auch wenn sich das der Einfachheit halber natürlich anböte.

Ansonsten: Spannenderweise ließe sich inneraventurisch ganz problemlos nach dem Alten und dem Neuen nun vom Dritten Reich sprechen. :o

Heil Hal!

Das wäre dann aber wieder die andere Variante ohne Dieselaventurien. ;)

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Offline Waldviech

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Re: DSA '43
« Antwort #6 am: 21.04.2015 | 15:41 »
Böte sich für Verfolgungsanleihen eine Hexen- und Magiebegabtenverfolgung an? Das "Dritte Reich" könnte dann inneraventurisch möglicherweise eine Art "Renaissance" des Priesterkaisertums sein.
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Re: DSA '43
« Antwort #7 am: 21.04.2015 | 15:55 »
Ich sehe eine Aufspaltung des Mittelreichs unter den Alliierten Bornland, Orkland, Maraskan, Arinien und Kalifat nach Kriegsende auf Aventurien zukommen. Und ein geteiltes Gareth - "Niemand hat die Absicht, einen permanenten Fortifex zu errichten!"

Und mal ohne Spass:

Das "Dritte Reich" könnte dann inneraventurisch möglicherweise eine Art "Renaissance" des Priesterkaisertums sein.


Die Idee hat was... man könnte auch die Anhänger des selbsternannten Priesterkaisers als Abspalter der Zwölfgötterkirche verstehen, aus der dann eine Verfolgung der Zwölfgöttlichen Kirche entspringt.
Zum Ende hin wird es natürlich immer fanatischer und auch der Glaube der Angroschim, Elfen und Maraskaner wird verboten und verfolgt...
Das hat Potential. Was den Holocaust angeht, da kann man bestimmt was mit Nekromantie im großen Stil machen, evt. auch mit Beherrschungszauberei. Überhaupt: "Böse" Magie! Djinn-Divisionen zum Aufspüren von Abtrünnigen... Abzapfen der Astralkraft von anderen...
« Letzte Änderung: 21.04.2015 | 16:04 von Orko »
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Re: DSA '43
« Antwort #8 am: 21.04.2015 | 16:05 »
Und das (demokratisierte) Myranische Reich versorgt das eingeschlossene West-Gareth via Rosinenbomber?
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Offline First Orko

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Re: DSA '43
« Antwort #9 am: 21.04.2015 | 16:14 »
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Offline blut_und_glas

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Re: DSA '43
« Antwort #10 am: 21.04.2015 | 17:07 »
Ich bleibe hier jetzt erst einmal bei der oben eingeschlagenen Richtung einer "engen Dieselparallele", also einer Version, die einerseits versucht für möglichst viele irdische Elemente direkte aventurische Entsprechungen zu konstruieren, und die dabei andererseits in einer technisierten aventurischen Zukunft spielt:

Böte sich für Verfolgungsanleihen eine Hexen- und Magiebegabtenverfolgung an?

Das wäre zwar einfach, schlägt aber für mich ert einmal auch wieder zu sehr in die selbe Kerbe wie die Orks: Es wird ein in Aventurien ganz realer, greifbarer Unterschied zur Basis der Verfolgung gemacht, kein völlig irrationaler Hass. Wobei die Hexen wenigstens ein wenig dezenter wären als die Orks. Wenn, dann müssten es aber aus meiner Sicht wirklich die Hexen (oder meinethalben auch eine andere Magierichtung), nicht jedoch alle Magiebegabten treffen, um zumindest einen Teil der Willkür zu übertragen.

Das "Dritte Reich" könnte dann inneraventurisch möglicherweise eine Art "Renaissance" des Priesterkaisertums sein.

Ich weiß nicht recht. Ohne Dieselaventurien kann ich mir das eher vorstellen. Aber eigentlich sollte ein aventurischer Faschismus/Nationalsozialismus auch ein neuartige Ideologie darstellen, keine schlichte Rückbesinnung auf Altes.

Und das (demokratisierte) Myranische Reich versorgt das eingeschlossene West-Gareth via Rosinenbomber?

Vielleicht? Soweit ist es '43 aber ja offensichtlich noch nicht. Als Zeitpunkt für das Spiel ist das Jahr, indem sich das Blatt für das Dritte Reich endgültig wendet, gar nicht so schlecht gewählt, finde ich.

In jedem Fall:

Ohne eine vollständige (detaillierte) Zeitlinie entwerfen zu wollen, gibt es einige Stationen, die durchlaufen sein wollen, um in diesem Jahr anzukommen, das deutlich wiedererkennbar das irdische Jahr 1943 spiegelt.
Wir brauchen eine technologische Entwicklung ebenso wie eine industrielle Revolution.
Wir benötigen Nationalstaaten und Demokratie, Sozialismus und Faschismus.
Wir benötigen wenigstens einen vorhergehenden großen Krieg.
Wir brauchen den als demütigend empfundenen Frieden, die schwache Republik, die große Krise.
Wir brauchen zumindest zwei "West"allierte und "ostische Horden", ein zweites faschistisches Regime und diverse weitere Staaten.

Wenn wir die existierenden Anlehnungen beibehalten wollen, dann sind uns bei der Platzierung dieser Elemente auch recht stark die Hände gebunden, wobei ein paar der Belegungen zumindest aus meiner Sicht noch relativ leicht zu schieben sind.

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Offline First Orko

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Re: DSA '43
« Antwort #11 am: 21.04.2015 | 17:24 »
Wir brauchen eine technologische Entwicklung ebenso wie eine industrielle Revolution.
Wir benötigen Nationalstaaten und Demokratie, Sozialismus und Faschismus.
Wir benötigen wenigstens einen vorhergehenden großen Krieg.
Wir brauchen den als demütigend empfundenen Frieden, die schwache Republik, die große Krise.
Wir brauchen zumindest zwei "West"allierte und "ostische Horden", ein zweites faschistisches Regime und diverse weitere Staaten.

Mein aventurisches Wissen ist äußert lückenhaft, daher mag ich mich täuschen - aber passen davon nicht viele Elemente auf die Schwarzen Lande?
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Offline Aedin Madasohn

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Re: DSA '43
« Antwort #12 am: 21.04.2015 | 17:31 »
 :Ironie:

warum das 3. Reich nicht ins Horasreich verlegen? den Adler hätten sie ja schon...
Und eingezwängt hinter Goldfelsen und Eternen ließe sich ja auch "Volk ohne Raum" skandieren.

und im Herbst `41 blieben ihre Panzer im verschlammten Pandlaril hängen, so dass sie mit erstem Frost zwar auf Sichtweite des Flakfeuers der Bärenburg herankamen, dann aber doch nicht Trallop einnehmen konnten...
Und ´42 dann die Niederlage von Zorgan, als man auf dem Weg zum novadischen Öl zu weit nach Norden abbog.

Und so kommt es jetzt ´43 am Wehrheimer Bogen zur großen Panzerschlacht

Darf dann Al Anfa den zweiten Part des Stahlpaktes stellen?
Die Achse Bosparan-Al Anfa... 


Offline Xyxyx

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Re: DSA '43
« Antwort #13 am: 21.04.2015 | 18:00 »

In jedem Fall:

Ohne eine vollständige (detaillierte) Zeitlinie entwerfen zu wollen, gibt es einige Stationen, die durchlaufen sein wollen, um in diesem Jahr anzukommen, das deutlich wiedererkennbar das irdische Jahr 1943 spiegelt.
Wir brauchen eine technologische Entwicklung ebenso wie eine industrielle Revolution.
Wir benötigen Nationalstaaten und Demokratie, Sozialismus und Faschismus.
Wir benötigen wenigstens einen vorhergehenden großen Krieg.
Wir brauchen den als demütigend empfundenen Frieden, die schwache Republik, die große Krise.
Wir brauchen zumindest zwei "West"allierte und "ostische Horden", ein zweites faschistisches Regime und diverse weitere Staaten.



Eine technologische Entwicklung hast du partiell im Horasreich, die ist aber wieder rückläufig. Sonst ist das eher dämonisch mit Yol-Ghurmak. Aber man könnte noch eine Schiene mit Mago-Tech-Kram aus Myranor fahren. Das Endurium-Bergwerk in Maraskan geht sogar in Richtung Uran-Abbau. Im Ewigen Eis hattest du mit Theriak-Abbau so etwas wie Raubbau an der Natur.

Experimente mit Demokratie (mit Anklängen zu Sozialismus oder Anarchie) gab es im Horasreich mit der Nandus-Republik Sibur. Das Mittelreich und v.a. das Horasreich stellen sich schon recht nationalstaatlich auf.

Großer Krieg? Reicht die Dritte Dämonenschlacht und die vorherigen und folgenden Kämpfe gegen die Heptarchien? Inklusive diverser Flüchtlinge, Kriegsversehrter und einer Kirgesmüdigkeit, die etwa im Massaker von Mühlingen Ausbruch findet.

Schwachen Zentralstaat hast du mit dem Mittelreich in den letzten Jahren. Da sinnst man auch auf die erneute Eroberung der verlorenen Gebiete. Krisen und Elend gab es da auch recht viel.

Die Thorwaler spielen ohnehin gerne Weltpolizei, das Horasreich ist ein passender "Westalliierter", Horden im Osten hast du mit den Schattenlanden genug.


Zu der erwähnten Thematik des Holocausts: Es gibt relativ offensichtliche Anklänge auf ein jiddisches Volk bei den Norbarden und die Grolme sind quasi das Klischeebild des Antisemitismus. Von Gedankenkontrolle, dunklen Riten und wirtschaftlicher Macht bis zur Diaspora und früheren Pogromen. Genau deswegen würde ich darauf verzichten diese zu thematisieren.
"Um in dem Abenteuer [=Schlacht in den Wolken] von Anton Weste etwas Negatives zu finden, muss man schon recht genau hinsehen"
- Rezension von Marc Völker

Offline blut_und_glas

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Re: DSA '43
« Antwort #14 am: 21.04.2015 | 18:58 »
Für das geforderte Dieselaventurien erscheint mir das alles zu kurzfristig. Ich würde auf Anhieb zumindest 300 Jahre (eventuell mehr) in die Zukunft gehen. Das erlaubt auch deutliche Umsortierungen der Staatengebilde, um sich die politische Landkarte passend(er) zurechtzurücken, und ebenso natürlich die Umstellung auf "Diesel".

Ansonsten:

Eventuell würde ich den Weltkrieg in zweifacher Hinsicht "komprimieren". Einmal, derisch, indem nur Aventurien betrachtet wird, nicht aber die übrigen Kontinente, zum anderen, irdisch, indem nur der europäische Kriegsschauplatz (vielleicht zuzüglich Nordafrika, wenn wir die Wüste schon vor der Haustür haben) übertragen wird.

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Re: DSA '43
« Antwort #15 am: 22.04.2015 | 21:41 »
Will das wirklich jemand spielen oder ist das jetzt gewöhnliche Rumspinnerei gelangweilter Rollenspieler?
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Offline blut_und_glas

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Re: DSA '43
« Antwort #16 am: 22.04.2015 | 21:56 »
Kommt darauf an, ob/was am Ende dabei herauskommt.

Im Moment renne ich einfach ein bisschen in die mir in den ersten Beiträgen gewiesene Richtung (wobei mich das Aufklauben irgendeines klassischen DSA-Abenteuers, um es statt in Aventurien, 1943 anzusiedeln, schon auch noch beschäftigt... irgendwie drängt sich bei mir dabei ständig der Wolf von Winhall in den Vordergrund).

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Re: DSA '43
« Antwort #17 am: 24.04.2015 | 12:15 »
Denn: Wenn das Holocaust-Thema mitaufgegriffen werden soll, dann halte ich es aus meiner Perspektive für ganz essentiell hier eben keine Rassentrennung  ::) zu verwenden, sondern eine ebenso willkürliche, substanzlose Unterscheidung zu machen. Am einfachsten würde dafür sicherlich die recht direkte Parallele funktionieren, eine Religionsgemeinschaft zum Opfer von Verfolgung und Massenmord zu machen (vielleicht sogar tatsächlich eine Strömung innerhalb des Zwölfgötterglaubens oder aber eine ihm zumindest nahe-stehende Religion), aber selbst hier macht das direkte göttliche Wirken schon einen viel greifbareren Unterschied aus, so dass potentiell ein Teil der Unfassbarkeit der Verbrechen auf der Strecke bleibt.

Es könnte all diejenigen treffen, die das falsche Seelentier haben.
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Re: DSA '43
« Antwort #18 am: 26.04.2015 | 09:58 »
Finde ich sehr schwierig. Das Seelentier repräsentiert ja Charaktereigenschaften. Es wäre also auch wieder eine "gerechtfertigte", eine "rationale" Diskriminierung.

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Re: DSA '43
« Antwort #19 am: 26.04.2015 | 10:37 »
Wenn mans übertragen wöllt müsst man halt eine Gruppe nehmen die allgemein unbeliebt ist, was es bei DSA aber nicht gibt, ausser vielleicht die Hexen oder die Novadis, aber die einen hocken sehr vereinzelt im Wald und die anderen haben Armeen.

Wenn mans abstruser will dann kannm an vielleicht den Hass der Spielerschaft hernehmen, das wäre dann ähnlich irrational und zusammengewürfelt aus Ingame Sicht. Das wäre dann eine Verfolgung von Schelmen, Praioten und Assassinen.

Offline Graf Hardimund

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Re: DSA '43
« Antwort #20 am: 26.04.2015 | 11:58 »
Finde ich sehr schwierig. Das Seelentier repräsentiert ja Charaktereigenschaften. Es wäre also auch wieder eine "gerechtfertigte", eine "rationale" Diskriminierung.

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"Die Bergziegen sind unser Unglück", fände ich irrational genug. (Später mehr)

(Edit:) Folgendes Szenario: In Aventurien '43 hat sich der Zwölfgötterkult zu 99 % durchgesetzt.Dennoch fühlt sich die Reichskirche von den Agenten der falschen Götter bedroht: Verdächtig und damit von Ämtern in Kirche, Heer, Verwaltung ausgeschlossen und in weiteren Lebensbereichen eingeschränkt ist, wessen Seelentier sich keinem der Zwölf oder wenigstens einem der "guten" Halbgötter zuordnen lässt. Menschen (Elfen, Zwerge etc), deren Seelentier einem anderen Gott oder einem "bösen" Halbgott wie Levthan zugeordnet wird, wird ermordet.

Damit hättest du ein in sich geschlossenes Wahngebilde mit einer erstmal einleuchtenden Grundlage (Menschen haben Seelentiere), einer falschen Zuschreibung (laut CC haben Seelentiere nicht notwendigerweise mit den Göttern zu tun) und daraus abgeleiteten entsetzliche Konsequenzen.

Kompliziert, aber auch interessant wird es dadurch, dass sich das Seelentier anders als die "Rasse" im Lauf der Zeit ändern kann.
« Letzte Änderung: 26.04.2015 | 13:22 von Graf Hardimund »
Graf Hardimund spielt Rabenblut - Graf Hardimund leitet (Wilde) Dunkle Zeiten

Offline blut_und_glas

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Re: DSA '43
« Antwort #21 am: 26.04.2015 | 17:48 »
Dieser Entwurf wiederum sagt mir jetzt auf Anhieb wirklich zu! :)

Vielen Dank für das großartige Konzept. :)

Schön auch, dass damit die "Rassengrenze" eben quasi nebenbei umschifft wird. Das lädt immer mehr dazu ein, diesen Faktor tatsächlich auszublenden, und ihn für die (noch zu konstruiereden) "Nationalstaaten" dieser finsteren aventurischen Zukunft vielleicht sogar komplett zu ignorieren, oder zumindest nicht in den Vordergrund zu stellen.

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Offline Lichtschwerttänzer

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Re: DSA '43
« Antwort #22 am: 26.04.2015 | 18:03 »
"Die Bergziegen sind unser Unglück", fände ich irrational genug. (Später mehr)

(Edit:) Folgendes Szenario: In Aventurien '43 hat sich der Zwölfgötterkult zu 99 % durchgesetzt.Dennoch fühlt sich die Reichskirche von den Agenten der falschen Götter bedroht: Verdächtig und damit von Ämtern in Kirche, Heer, Verwaltung ausgeschlossen und in weiteren Lebensbereichen eingeschränkt ist, wessen Seelentier sich keinem der Zwölf oder wenigstens einem der "guten" Halbgötter zuordnen lässt.
Interessanterweise kann man Seelentiere nur durch Magie(IIRC , und das war nicht die der Magier) feststellen und auch Geweihte haben öfter Fremdtiere.
Das des Grossinquisitors war, bzw. ist ein Hirsch
Gurk zum anderen Gurk :" Was soll denn das für`ne Schlacht sein?
Wir sind 5000 und die sind zu acht!"
Anderer Gurk : " Du hast Recht: Wir sind verloren! Rennt um euer Leben!"

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Re: DSA '43
« Antwort #23 am: 26.04.2015 | 18:52 »
Solange Hirsche als "gute" Seelentiere gelten, ist doch alles paletti.
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Re: DSA '43
« Antwort #24 am: 26.04.2015 | 23:24 »
Der Hirsch wäre da eher neutral, mit  gutem Willen könnte man ihn als Firun nahestehend deuten. Aber in der Elite des Reiches hätte der nichts verloren.

Ich meine auch, dass es keine karmalen Möglichkeiten gibt, das Seelentier zu detektieren. Das könnte sich natürlich bis '43 geändert haben. Oder der heute seltene Hexenzauber wäre inzwischen unter Magiern verbreitert. Oder es wird hauptsächlich mit indirekten, unsicheren und zu Willkür einladenden Nachweisen gearbeitet. Vielleicht, wenn es wirklich ein  modernes Aventurien auf dem Stand der 40er sein soll, mit psychologischen Persönlichkeitstests? Seltene und teure Magie würde dann nur in einem eventuellen zweiten Schritt bei Zweifelsfällen oder besonders wichtigen Persönlichkeiten/Ämtern angewendet. Die Praioskirche ist wahrscheinlich mit magischen Tests und evtl. auch gewissen  anderen Auswüchsen unglücklich, wurde aber einstweilen mit einem attraktiven Konkordat ruhiggestellt.

Der Scheiß fängt an, mir Spaß zu machen ...
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