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Autor Thema: [Ars Magica 5] Original Research  (Gelesen 517 mal)

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Offline Pyromancer

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[Ars Magica 5] Original Research
« am: 19.10.2015 | 18:16 »
Ich blicke bei der "Original Research" aus dem "True Lineages"-Quellenbuch nicht ganz durch.

Angenommen, ich will einen "Minor Breakthrough" erreichen, Beispiel aus dem Buch ist eine neue Reichweite, "Range: Horizon". Dann denke ich mir einen Zauber aus, der diese neue Reichweite hat, und hoffe beim Experimentieren auf einen "breakthrough". Das Regelwerk spricht:
Zitat
You are hoping for a Discovery. If you do not roll a Discovery, your spell or item is still affected by the Extraordinary Results Chart. Most likely you will end up with a slightly odd Hermetic effect.

Aber was bedeutet das jetzt genau, wenn ich keine "Discovery" erwürfle? Wenn das "normale" "Extraordinary Result" ergibt, dass die Spruchentwicklung geklappt hätte, hab ich dann den Spruch entwickelt? Und welche Reichweite hat er? Horizon ja wohl nicht.

Mehr Sinn ergäbe es, ich entwickelte einen "normalen" Spruch mit einer schon erlaubten Reichweite, und wenn ich "Discovery" erwürfelte, dann könnte ich die Reichweite auf "Horizon" festsetzen. Ist das so gemeint?

Offline Chiarina

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Re: [Ars Magica 5] Original Research
« Antwort #1 am: 19.10.2015 | 21:52 »
Ich habe gerade keine Zeit, mir das nochmal genau anzusehen. Ich habe aber für einen meiner Spieler mal eine deutsche Zusammenfassung der Breakthrough-Regeln geschrieben. Wir spielen damit, und ich denke auch, es ist RAW. Hier jedenfalls meine Zusammenfassung:

Für einen Breakthrough sind zwei Schritte nötig:

1.   Seeking the Unknown

Um eine Entdeckung zu machen, musst du beim Erfinden von Zaubersprüchen oder bei der Herstellung von magischen Artefakten experimentieren. Du solltest dazu einen möglichst hohen Risk Modifier verwenden. Mit einer Magic Theory von 1 – 5 kannst du einen Risk Modifier von maximal +1 verwenden, mit einer Magic Theory von 6 – 10 kannst du einen Risk Modifier von maximal +2 verwenden, ab Magic Theory 11 kannst du einen Risk Modifier von +3 verwenden. Dieser Risk Modifier steigert in deinem Fall nicht dein Lab Total, sondern ermöglicht es dir, den Wurf auf der Extraordinary Results Chart zu modifizieren. Der Wert des Risk Modifiers ist das Maximum, um das du dein Würfelergebnis modifizieren kannst. Du kannst diesen Wert ganz nach Belieben von deinem Würfelergebnis subtrahieren oder dazu addieren. Das Resultat, das du brauchst, ist die „Discovery“ (bei 10). Wenn du z. B. einen Risk Modifier von +2 verwendest und eine 9 würfelst, kannst du dein Ergebnis um 1 erhöhen und damit die „Discovery“ erreichen. Falls du keine „Discovery“ erzielst, kannst du ein und denselben Zauber oder ein und dasselbe magische Artefakt auch mehrfach entwickeln um immer wieder erneut für eine „Discovery“ würfeln zu dürfen. Da die Möglichkeit aber auch bei der Entwicklung anderer Zauber bzw. Artefakte besteht, gibt es in aller Regel Sinnvolleres. Wenn der Zauber oder das Artefakt, das du entwickelst, mehr als ein Quartal Zeit beansprucht, darfst du für jedes Quartal auf der Extraordinary Results Chart würfeln. Du musst aber schon im ersten Quartal entscheiden, wie du bei dieser Labortätigkeit den Risk Modifier verwendest. Wenn du ihn im ersten Quartal als +1 Modifikator einsetzt, musst du das bei den weiteren Quartalen, die du an demselben Projekt arbeitest auch so tun. Bei einem Complete Failure oder Desaster musst du das Projekt abbrechen. Sobald du eine „Discovery“ gemacht hast, würfelst du nicht auf der entsprechenden Tabelle. Stattdessen bist du dem Ziel deiner Original Research einen Schritt näher gekommen. Jetzt musst du deine Entdeckung systematisieren und abrufbar machen. Das geschieht im zweiten Schritt.

2.   Stabilizing the Unknown

Hast du eine Discovery erzielt, musst du dasselbe Projekt noch einmal im Labor durchführen. Die Art und Weise, wie du den Risk Modifier eingesetzt hast, muss dabei beibehalten werden. Wenn du Vis eingesetzt hast, musst du das auch diesmal genauso wieder tun. Diesmal brauchst du nicht noch eine „Discovery“, aber es darf nicht zu einem schlechten Ergebnis kommen (Desaster, No Benefit, Complete Failure). Wenn du ein solches schlechtes Ergebnis erzielst, hast du zwar trotzdem deinen Zauberspruch erfunden oder dein magisches Artefakt hergestellt (das ist ja bereits geglückt), du kannst deine Erkenntnis dann aber nicht für dein Forschungsziel nutzen. Andernfalls gewinnst du durch deine Arbeit Punkte, und zwar für jede Magnitude des erfundenen hermetischen Zaubers bzw. des hergestellten magischen Artefakts einen. Außerdem wird gewürfelt: (Magnitude des erfundenen hermetischen Zaubers bzw. des hergestellten magischen Artefakts) – simple die = Anzahl der Warping Points, die du bekommst. Bei mehr als 2 Punkten musst du würfeln, ob du ins Twilight fällst. Wenn du ein paar dieser Punkte erzielt hast, die dich deinem Forschungsziel näherbringen, kannst du dich zwischendurch auch mit etwas anderem beschäftigen.

Zitat von: Pyromancer
Mehr Sinn ergäbe es, ich entwickelte einen "normalen" Spruch mit einer schon erlaubten Reichweite, und wenn ich "Discovery" erwürfelte, dann könnte ich die Reichweite auf "Horizon" festsetzen. Ist das so gemeint?

Wenn du genügend Breakthrough-Points angesammelt hast, genau. Vorher kannst du die neue Range ja noch gar nicht nutzen.
« Letzte Änderung: 19.10.2015 | 22:09 von Chiarina »
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)