Autor Thema: DSA5 und Häufigkeit Magie  (Gelesen 2201 mal)

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Offline Nebula

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DSA5 und Häufigkeit Magie
« am: 20.01.2016 | 12:02 »
Hallo :-)

mich interessiert in DSA5 die Häufigkeit von Magie und deren Vertreter

Also wenn ich ne Stadt von 1000 Einwohnern nehme, gibt es in DSA doch sicher nen Wert von magisch Begabten?

Wenn ich eine Abenteurergruppe nehme, wieviele sind von 5 magisch begabt?

ich entdecke immer wieder, daß eine DSA Gruppe sagt: hey nur einen Magier und diese Aussage kommt meist von dem Spieler der als erster gebrüllt hat "ich spiel den Magier"

In D&D ist Magie gewöhnlich. Ist ein Magier in DSA so extrem selten? Oder darf man bei all diesen Reality Spielern keinen Bücherwurm auf Reisen spielen, weil das unrealistisch ist?

Offline Auribiel

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Re: DSA5 und Häufigkeit Magie
« Antwort #1 am: 20.01.2016 | 12:26 »
Hallo :-)

mich interessiert in DSA5 die Häufigkeit von Magie und deren Vertreter

Also wenn ich ne Stadt von 1000 Einwohnern nehme, gibt es in DSA doch sicher nen Wert von magisch Begabten?

Ja, es gibt eine Quote, sollte bei 1:125 (ungefähr) liegen, genaue Zahl habe ich nicht mehr im Kopf.

Zitat
Wenn ich eine Abenteurergruppe nehme, wieviele sind von 5 magisch begabt?

Wären dann prozentual wohl ca. 0,8 % der Gruppe magisch begabt. Also nicht einmal ein Magier je 20 Abenteuerrunden zu 5 Personen wäre statistisch realistisch.

Aber ich halte Abenteuergruppen was das angeht auch nicht für typische Vertreter des Durchschnitts. Wenn ich ausrechne, wie viele ausgebildete Krieger/Priester/Exoten im Mittelreich vorkommen, passt das auch nicht in eine Runde.

Zitat
ich entdecke immer wieder, daß eine DSA Gruppe sagt: hey nur einen Magier und diese Aussage kommt meist von dem Spieler der als erster gebrüllt hat "ich spiel den Magier"

Mein Problem als SL mit mehr Magie in der Runde war früher immer, dass Magier so schlechte Kämpfer abgeben. Und mit zu viel Magie in der Runde sind die Kämpfe dann schnell sehr tödlich - oder man spielt Abenteuer, in denen es keine/kaum Kämpfe gibt. Problem war nur: Kämpfe wollten sie alle (und in Kämpfen glänzen), nur kämpfen konnten sie nicht.  :P

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Offline Nebula

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Re: DSA5 und Häufigkeit Magie
« Antwort #2 am: 20.01.2016 | 12:47 »
=)

ja logisch bricht die "durchschnittliche" Abenteurergruppe den Durchschnitt ^^

Also ist eine 4er Gruppe mit einem Magier DSA "realistisch"?

Magie in DSA ist jetzt ja auch kein Gamebreaker wie in anderen Systemen?

Ok Teleport/Wettermanipulation/Tiergestalt können in einem low magic Setting gut rocken :-)

Offline Aedin Madasohn

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Re: DSA5 und Häufigkeit Magie
« Antwort #3 am: 20.01.2016 | 12:51 »
DSA im Allgemeinen vs Magie sind eh so eine Sache...

es gibt Puristen, wo ein Magier extrem selten ist und so seine Probleme hat, lang genug zu Überleben (weil die Orkbande komischerweise immer bis zum letzten Yurach kämpft :o , da sind vorher die AsP alle), um ein kompetenter Magus zu werden. Da wäre selbst eine 1000 Seelen-Stadt noch zu klein, um einen Magier zu beherbergen (wovon soll er denn da auch leben?)

du kannst das aber auch nach Gruppenkonsens freier gestalten. Dann gilt das Prinzip: gleich-und-gleich gesellt sich gerne als Reiseparty und Aventurien ist insgesamt ein bisschen magiebunter als in den Fluff-Bändern beschrieben. Dann gibt es in der 1000er Stadt einen niedergelassenen Gildenmagier samt Lehrlinge(n), einen magisch angehauchten Apotheker und einen zaubermächtigen Heiler, während es auf dem Land alle Handvoll Dörfer eine Kröten-Hexe/satuarische Hebamme lebt. Jeder tiefere Wald hat seinen Druidenzirkel und Zaubertänzer bevölkern die aranischen Adelshöfe.
Würde alles das Spielgleichgewicht nicht kippen, muss man aber auch anspielen wollen.

Beziehungsgeflecht:
Ein Graumagier würde einer Hexe/Druiden/Schamanen mit wissenschaftlichen Interesse gegenübertreten.
Schelme sind hingegen in jeder Hinsicht schwierig...da lieber eine komplette Gonzotruppe spielen ~;D (Scheibenweltniveau hat auch seinen Reiz)
Schwarzmagiern ist ihr Gegenüber ja recht schnurzpiepe, solange SIE selbst nicht behindert werden
Weißmagier hingegen können sehr intolerant gegenüber...allen anderen sein/werden (und geben sich mit dem Praiosgeweihten die Klinke in die Hand)
Elfen? gut gespielte Elfen sind sehr selten. Das scheitert sehr schnell am Klischeedreschen bzw. übersteigerten Erwartungen.   
diverse ZaubertänzerInnen: nähert sich in großen Schritten dem Zuckerbäcker an. Wären gruppenfähig, aber halt nicht Dungeon-nützlich.

Barbaren-Schamanen: ähmmm...Trollzacker, Ferkina-Räuber, Gjyaskaländer Tierkrieger etc. sind halt Barbaren/Exoten/LokalProtagonisten. Die gut ins Spiel zu bringen ist eh eine Kunst, selbst ohne Magie.

 





Offline Greifenklause

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Re: DSA5 und Häufigkeit Magie
« Antwort #4 am: 20.01.2016 | 13:02 »
@Nebula
Eine Gruppe von 4 Bauern und einem Lohnsklaven oder Händler ist realistisch.
Eine Gruppe, die nur aus Söldnern besteht, ist realistisch.
... oder halt eben nicht.....

Der Schluss von der Bevölkerungsstatistik auf Abenteurergruppen ist einfach nicht zulässig. Sonst wären in der Tat die allermeisten von denen Bauern und nur Bauern. Mag sein, dass Zauberer seltener sind als bei D&D und selbst das bezweifel ich schon ganz stark.
Für die Gruppenzusammenstellung hat das nahezu keine Relevanz.

Hier würde ich vielmehr die Frage stellen "Warum sind Zauberer Zebastian und Bauer Beppo überhaupt Abenteurer geworden?"
Und selbst die Frage stellt sich nach einem "plötzlichen ersten Abenteuer" gar nicht.

Ich habe auch gerne mehr Normos als Exoten in der Runde, aber was soll's?

Viele werden doch dadurch nur zum Abenteuer, dass sie durch Zufall nicht schreiend weggelaufen sind, sondern im richtigen Moment zu Mistgabel oder halt Feuerstrahl gegriffen haben.
Oder weil Bauer Beppo, Zauberer Zebastian und 08/15-Abenteuer Randomian alle gerade an der Bar standen, als die weinende Magd eintrat und "alle anderen sie nur ausgelacht haben".

Ebenso ist es denkbar, dass Ritter Rüdiger oder Hexer Heinrich bewusst das Abenteuer gesucht haben.

Solche "Verrückte" sind aber so oder so recht selten, da funktioniert die Statistik eh nimmer. Und wenn Statistik, dann bitte über alles und mehr Bauern in der Runde.....
-----
Viel wichtiger ist, ob die Charaktere "spielleiterkonform" sind. Manche Spielleiter haben schon Probleme, einen Zauberer zu handlen.... da sollte man Rücksicht drauf nehmen.

Hingegen hat unser Spielleiter nicht mal ein Problem mit 3 Hexen und 2 Magiern!

Und manchmal finden sich ja gerade Leute mit ähnlichen Interessen eher zueinander.
Wichtig ist nur, dass man sich nicht gegenseitig ins Konzept grätscht.
Wenige spielen gerne "Zwillinge"

@ Aedin
Einspruch!
Spätestens mit DSA5 - mit gewissen Einschränkungen auch bei DSA4 - lassen sich abenteuertaugliche Zuckerbäcker spielen.
Ist im Grunde eh nur ein "anständiger Streuner". Gassenwissen, Verhandlungen, ggfs Hitzeresistenz, Vorratshaltung, Verbindungen vor Ort können diverse Abenteuer retten.
Und jeder Bauer lässt sich mit voller Überzeugung als "Jäger light" konzeptionieren.
Ich strick dir aus jedem B-Typen (Bauer, Barde, Bader...) nen abenteuertaugliches Gruppenmitglied ohne gleich nen verkappten - Soldaten draus zu machen. Letzteres wäre in "Wir setzen Kampf eh immer auf 12 auch bei meinem sesselpupenden Magier" auch kein Problem.

Zu viele Leute sind auf einem Auge blind.
« Letzte Änderung: 20.01.2016 | 13:07 von Babo Phet »
Spielt Gnomberserker und Dachgaubenzorros