Autor Thema: WHFB und 40k Smalltalk  (Gelesen 2495 mal)

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Online Samael

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WHFB und 40k Smalltalk
« am: 27.01.2016 | 21:56 »
Ich war grade mal auf der GW Seite. Puh, ich bin alt geworden.

Ich fand früher ja fast alles geil was GW so gemacht hat (was den Style und den Fluff angeht), aber jetzt gibt's "Stormcast Eternals" und "Imperial Knights". Und keine Metallminis mehr!!! Keine Einzige!

Ist das erfolgreich? Spielt das wer? Geben Leute wirklich 100+ € für einen Plasikbausatz einer einzigen Miniatur aus?
Gabs nicht einen Riesenaufschrei, als das Metall abgeschafft wurde? Ich hatte das lange nicht verfolgt.

Ich sage jedenfalls voraus, dass Sammlerpreise für die Metallminis (jedenfalls die, die nicht in gewaltigen Mengen hergestellt wurden) binnen 10 Jahren schwindelerregend sein werden.

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Offline KhornedBeef

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #1 am: 28.01.2016 | 08:30 »
Naja, ich schätze mal die Metallminis sind technologisch obsolet bzw. zu teuer. Und so nen Imperialen Ritter, willst du den wirklich in Zinn hinstellen? da platzt doch der Lack von der Spielplatte wenn der mal kippelt ;)
Was die neuen Modelle angeht, und die Eskalation der Supereinheiten bei 40k, da kann man sich tatsächlich streiten. Wobei die Ritter ja zumindest schon länger im Hintergrund sind und nicht nachträglich reingepopelt.
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Offline McCoy

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #2 am: 28.01.2016 | 08:38 »
Ich muss sagen ich bastel lieber an Plastik als an einer Metallmini. Da hab ich mich früher immer fast bei umgebracht :-\

Was ich in den letzten Jahren bei GW aber überhaupt nicht mag ist der Gigantismus. Immer größere Modelle mit immer abartigeren Sonderregeln und totale Bevorzugung einiger Fraktionen. Und WHFB ist tot und begraben. Die Stormcast und Konsorten sind vom neuen Spiel Age of Sigmar, das mit WHFB eigentlich nicht mehr viel gemein hat.
Wie gut das angenommen wurde kann ich nicht sagen, da es mich nicht interessiert.
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Chiungalla

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #3 am: 28.01.2016 | 08:40 »
Plastik ermöglicht halt Modelle die vom Detailgrad mit Metall so vermutlich niemals möglich gewesen wäre. Oder nur unglaublich teuer. Wenn das ganze gut gegossen ist lässt es sich leichter zusammenbauen und viel besser reparieren wenn mal etwas abbricht (was nicht einmal häufiger vorkommt als bei Metall). Und wenn man einen ganzen Koffer mit 100+ Figuren zum Spielort schleppen muss freut man sich auch wenn nicht alle Figuren aus Metall sind.

Offline Rev. Bilk

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #4 am: 28.01.2016 | 09:20 »
Des Weiteren ermöglicht Plastik einfaches Kit-Bashing, also das Zusammenstellen einer individuellen Miniatur aus verschiedenen Sets ohne groß zu sägen, feilen etc...Metall ist daher für mich so gut wie uninteressant geworden.

Allerdings gebe ich Dir recht, die Age of Sigmar-Ministuren sind mehr als "over the top".
Intelligenz und intelligentes Handeln müssen sehr weh tun. Warum sollten sich ansonsten so viele Menschen zwanghaft dumm anstellen, wenn sie damit nicht die Schmerzen vermeiden wollten?

Online Samael

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #5 am: 28.01.2016 | 12:00 »
Plastik ermöglicht halt Modelle die vom Detailgrad mit Metall so vermutlich niemals möglich gewesen wäre. Oder nur unglaublich teuer. Wenn das ganze gut gegossen ist lässt es sich leichter zusammenbauen und viel besser reparieren wenn mal etwas abbricht (was nicht einmal häufiger vorkommt als bei Metall).

Fakt ist, dass sich flächige, große Teile nicht gut in Metall machen, wegen Verzug und Verbiegen. Daher waren Fahrzeuge schon immer aus Plastik. Was Details angeht finde ich, dass die aktuellen Kits (ich habe hier für Kleinteile eine 5er Box SM liegen) immer noch nicht ganz an Metall heranreichen. Dieses Kunstharz mag das können, aber hier scheinen mir die Preise sogar höher zu sein. Außerdem waren einige Figuren (Seuchenmarines), die ich versehentlich ersteigert habe (Foto war stark überbelichtet und ich habs für Zinn gehalten...) voller Blasen und Gussfehler. Bin ich also auch weniger begeistert von.

Außerdem mag ich das wertige, schwere Gefühl einer Metallmini...
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Offline KhornedBeef

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #6 am: 28.01.2016 | 12:12 »
Fakt ist, dass sich flächige, große Teile nicht gut in Metall machen, wegen Verzug und Verbiegen. Daher waren Fahrzeuge schon immer aus Plastik. Was Details angeht finde ich, dass die aktuellen Kits (ich habe hier für Kleinteile eine 5er Box SM liegen) immer noch nicht ganz an Metall heranreichen. Dieses Kunstharz mag das können, aber hier scheinen mir die Preise sogar höher zu sein. Außerdem waren einige Figuren (Seuchenmarines), die ich versehentlich ersteigert habe (Foto war stark überbelichtet und ich habs für Zinn gehalten...) voller Blasen und Gussfehler. Bin ich also auch weniger begeistert von.

Außerdem mag ich das wertige, schwere Gefühl einer Metallmini...
Ah, der berühmte Feinkäse :) angeblich haben sie das ja jetzt besser im Griff.
Wobei ich sagen muss, selbst die Plastikbausätze aus den Starterboxen haben krasse Fortschritte gemacht gegenüber alten Minis. Da fehlt mir nicht viel zum Metall.
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Chiungalla

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #7 am: 28.01.2016 | 12:47 »
@ Samael:
Gussfehler und ähnliches habe ich auch oft genug mit Metallfiguren erlebt. Gerade auch bei GW.

Ich sehe die besten Plastikfiguren durchaus auf einer Stufe (wenn nicht höher) wie die Metallfiguren.
Das die schlechten Plastikfiguren schlechter sind als die besten Metallfiguren steht aber natürlich außer Frage.

Online Samael

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #8 am: 28.01.2016 | 12:56 »
Nenn mal ein Beispiel für eine Plastikmini die im Detailgrad und in der Konturschärfe deiner Ansicht nach die besten Metallminis übertrifft.
« Letzte Änderung: 28.01.2016 | 13:02 von Samael »
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Offline D. Athair

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #9 am: 29.01.2016 | 03:11 »
Was ich in den letzten Jahren bei GW aber überhaupt nicht mag ist der Gigantismus. Immer größere Modelle mit immer abartigeren Sonderregeln [...]
Nicht nur das. Das ganze Figurendesign ist für mich das Schlechteste, was GW je gemacht hat. +10 höllodaimonische Hörner, +3 Paar Cele-Braten-Flügel, +25 phyreosylvanische Abrisshämmer ... all das an Figuren im 3,5 cm Maßstab.

Naja, die Zeit der schön modellierten (Mortheim, WFB6, HdR) oder wenigstens witzigen Modelle (Mitt-90er) ist wohl für immer vorbei.
Wobei die neuen Plastik-Regiments-Boxen aus WFB7 (v.a. Imperium) auch nochmal richtig großartig waren.

Doch bei aller Liebe: Da kann die Technik noch so gut sein. Wenn das Figurendesign nicht stimmt, ist es Murks.
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Offline Rev. Bilk

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #10 am: 29.01.2016 | 07:37 »
Ach komm, die für WFB8 erschienenen Zwergenminis sind zum Teil auch recht geil, gerade die Eisenbrecher, der Slayer und der Runenschmied sind nochmal echte Schmankerl. Was allerdings die meisten AoS Modelle betrifft: das kann nur beschissenes Dope verursacht haben...da muss man die interessanten Minis echt mit der Lupe suchen.
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Chiungalla

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #11 am: 29.01.2016 | 07:43 »
Nenn mal ein Beispiel für eine Plastikmini die im Detailgrad und in der Konturschärfe deiner Ansicht nach die besten Metallminis übertrifft.

Es tut mir wirklich Leid. Nachdem ich behauptet habe, dass es so tolle Plastik-Figuren gibt, sollte ich jetzt auch Beispiele bringen können. Aber ich realisiere gerade, dass meine Tabletop-Zeiten schon so weit zurück liegen, dass zwar der allgemeine Eindruck der tollen Plastikfiguren überlebt hat, aber keine konkreten Erinnerungen.

Vielleicht kann mir an dieser Stelle jemand anderes mir hier aushelfen?

Offline Rev. Bilk

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #12 am: 29.01.2016 | 08:13 »
So viel zum Thema Grundschüler...offenbar will GW jetzt auch in den "normalen" Spielwarenmarkt eindringen (frisch von der Spielwarenmesse Nürnberg):
http://natfka.blogspot.de/2016/01/nurnberg-toy-fair-in-germany-40k.html
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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #13 am: 30.01.2016 | 16:53 »
Ich hab mir mal die neueren Kunststoffkits näher angesehen - das ist wirklich auf Metallniveau. Von "besser" im Sinne von detaillierter oder definierter würde ich aber nicht sprechen. Ich mags trotzdem zinnschwer in der Hand...
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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #14 am: 1.03.2016 | 22:15 »
Also, ich habe noch mal etwas recherchiert und mir ist etwas interessantes klargeworden. Der Grund warum Metall (und Resin) oft "detaillierter" aussehen als Plastik liegt nicht daran, dass feinere Strukturen oder bessere Details möglich werden. Es liegt an den Gußformen! Die sind bei Plastik nämlich aus Metall und bei Zinn und Resin aus Gummi. Damit sind bei letzteren Zwangsentformungen und bis zu einem gewissen Grad Hinterschnitte möglich. Das geht bei Plastik gar nicht, wodurch natürlich viele Posen und auch bestimmte Arten von Details nicht möglich sind. Dies lässt sich durch viele zu montierende Einzelteile großteils kompensieren (GW geht ja auch in diese Richtung), aber eben nicht völlig.



Nur gibt es bei GW keine solchen Produkte. Es ist da halt alles für Grundschüler gemacht.

Die Aussage ist kappes, schaut man sich mal so die neueren Releases an. Ich finde die ja grauenhaft unpraktisch, aber für grobmotorische Grundschüler sind die sicher nicht....

Beispiele:
https://www.games-workshop.com/de-DE/Stormcast-Eternals-Celestant-Prime
https://www.games-workshop.com/de-DE/Sylvaneth-Treelord-Durthu
https://www.games-workshop.com/de-DE/Blutqual-Schrein-der-Dunkelelfen
« Letzte Änderung: 1.03.2016 | 22:21 von Samael »
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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #15 am: 4.03.2016 | 08:50 »
Nenn mal ein Beispiel für eine Plastikmini die im Detailgrad und in der Konturschärfe deiner Ansicht nach die besten Metallminis übertrifft.
Da würde ich mal Krom Dragongaze nennen. Die neuen Space Wolves  Charaktere wahrscheinlich auch, die habe ich aber noch nicht in der Hand gehabt. Auch die neuen Schulterpanzer sind besser als die alten aus Metal (später Finecast).
PS: alle Aussagen sind nur meine persönliche Meinung. Ihr habt meine ausdrückliche Erlaubnis, eine andere Meinung zu vertreten.

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Re: WHFB und 40k Smalltalk
« Antwort #16 am: 4.03.2016 | 19:41 »
Das Thema hatten wir ja bereits geklärt. Im Detailgrad/Feinheit gibt es mittlerweile keinerlei Unterschiede mehr zwischen den Materialen. Wohl aber in den Designs, da ist in Metall einfach mehr möglich, s. o.
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