Autor Thema: Zero zu Heroen und dann Exalten  (Gelesen 1975 mal)

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Offline Lichtschwerttänzer

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Zero zu Heroen und dann Exalten
« am: 19.03.2016 | 19:47 »
Meine Idee ist folgende:

Normale Menschen die zu Helden wurden, dann zu dann zu Solar Exalted.

Erfahrungen?
Gurk zum anderen Gurk :" Was soll denn das für`ne Schlacht sein?
Wir sind 5000 und die sind zu acht!"
Anderer Gurk : " Du hast Recht: Wir sind verloren! Rennt um euer Leben!"

Online Infernal Teddy

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #1 am: 25.03.2016 | 06:12 »
Also ich habe damit noch keine Erfahrungen gemacht, aber mein Cousin Hastings einer solchen Kampagne mitgespieltden kann ich mal fragen. Reizen würde mich das aber - ich spiele eh zu wenig, erst recht zu wenig Exalted
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alexandro

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #2 am: 25.03.2016 | 06:32 »
Wir haben mal so etwas gespielt. Es war so etwas wie "Game of Thrones" in einem japanisch angehauchten Setting (Vasallenstaat von Lookshy), bei der wir der Haushalt (Kinder und wichtige Hausmitglieder) des Daimyo waren.

Als dann irgendwann unsere Exaltation kam, mussten wir diese dann entsprechend geheim halten (nicht nur zu unserem eigenen Schutz, sondern auch weil unsere Nachbarn dann einen hervorragenden Invasionsgrund gehabt hätten - wir hätten vielleicht fliehen können, aber wir konnten nur schwerlich unsere gesamten Untertanen mitnehmen).

Offline Viral

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #3 am: 28.03.2016 | 10:18 »
ich hab sowas mal geleitet. Ist insbesondere für Exalted-Neulinge interessant, da damit die Einführung in das relativ komplexe Setting gut gelingt. Ich habe so 5 oder 6 Spielsitzungen im Sterblichenmodus geleitet, dann sind sie exaltiert und haben nach und nach ihre Kräfte entdeckt, das waren nochmal so 8 Sitzungen. Im Prinzip haben wir die Charaktererschaffung ausgespielt.

Die Spieler fanden es gut ... allerdings kommt das auch auf die Spieler an, ob sie sich für so ein Konzept begeistern können.
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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #4 am: 1.04.2016 | 02:46 »
Ich hab das mal in einer cyberpunkifizierten Version von Exalted gemacht. 20, 30 Sessions lang heroic mortals gespielt, mit so bissle Shadowrunflair, schließlich Spezialkräfte von einem Drachenblütigen Haus geworden und dann kam irgendwann das dicke Ende, man hat die Aufmerksamkeit der unbesiegten Sonne erregt und bams war man Solar. Das war teils dann nicht ganz unkompliziert, aber wir sind dann auch auf einen höheren Niveau eingestiegen bei den Solar und haben dann ne Weile lang kräftig übertrieben. Wir hatten also durchaus sowas wie Angriffe mit denen man mal einen Berg ein zwei Kilometer kürzer machen konnte und so Scherze. Armeen kommandieren, die Schöpfung gegen ihre Feinde verteidigen, zweifelhafte politische Deals, Massenvernichtung via Zauberrei - hatten wir alles mal dabei.
Hab die Kampagne in guter Erinnerung. War aber ein größere Projekt, so +/- ein Jahr bei wöchentlichem spielen.
Und wir haben das wohlgemerkt nicht mit den Originalregeln gemacht, ich glaub die würden das auch nicht anständig können.
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Offline Waldviech

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #5 am: 10.04.2018 | 17:18 »
Japp, das ist jetzt Threatnekromantie übelster Sorte - aber ich tus trotzdem:

In Anlehnung an das eigentliche Threatthema - hat hier eigentlich auch jemand Erfahrungen mit einer reinen Mortals-Kampagne OHNE spätere Exaltierung?
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Offline Jiba

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #6 am: 10.04.2018 | 19:22 »
Nein, nur mit der Situation im ursprünglichen OP.

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Offline Scimi

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #7 am: 10.04.2018 | 20:57 »
Geplant, aber nie umgesetzt hatte ich mal eine Kampagne, wo die Spieler an sich die Rollen von Exalts übernehmen und dann ziemlich schnell in die Lage kommen, Armeen und Nationen zu lenken, zuerst einzelne Dörfer, Stämme, Kleinstaaten, am Ende dann potentiell ein eigenes Reich. Da hätte dann der Fokus auf langfristigem Strategiespiel über Jahre hinweg, unterbrochen von epischen Konfliktaustragungen in Schlüsselmomenten gelegen.

Gleichzeitig sollten die Spieler dann aber auch die Rollen von Sterblichen übernehmen, die von Anfang an unter den Exalts dienen und die ganze Sache aus der Froschperspektive miterleben. Diese Charaktere sollten nie exaltieren können, aber prinzipiell Zugang zu allen Esoteriken, Martial Arts, Buffs und Artefakten haben, die für Sterbliche drin waren. Prinzipiell sollten Sterbliche ersetzbar sein, aber es war durchaus die Möglichkeit vorgesehen, einen Charakter durch alle Gefahren zu bringen und mit der Zeit immer mächtiger zu werden und eigene Ziele zu verfolgen.

Die Idee dahinter war, dass die Spieler nicht den Blick dafür verlieren sollten, was die Entscheidungen ihrer Exalts für die Leute unter sich bedeuten. Dass Pläne, bei denen ganze Armeen verheizt würden, vielleicht nicht ausgeführt würden, weil das vielleicht den sicheren Tod für einen in langem Spiel liebgewonnenen Mortal-Charakter bedeutet hätte.

In der Praxis wurde das aber verworfen, der Zeitaufwand dafür wäre monströs geworden. Auch ist da ein bisschen die Frage, was an einem Charakter reizvoll ist, der effektiv vom meisten, was das Setting und das Spiel zu bieten haben, ausgeschlossen ist. Das erinnert mich etwas daran, wie man als Kind die Kirmes besucht hat, zu klein für die meisten Buden und Fahrgeschäfte war, und dann vom Feuerwehrwagen auf dem Kinderkarussell aus neidvoll die Leute beäugt hat, die Spaß auf der Wilden Maus hatten. Das ist so ein Ding, wo mir als SL direkt zig tolle Ideen und Stories einfallen würden, die man mit dem Setting und dem Powerniveau machen könnte, wo ich mich als Spieler aber kleingehalten und ausgeschlossen fühlen würde.

Mal davon abgesehen sind die Regeln für Sterbliche in der Ausführung ziemlich grausam. Gerade im Kampf mit ein bisschen Rüstung trifft man nix, dafür ist aber fast jeder Treffer sofort irre tödlich und brauch im besten Fall Wochen und Monate zum Heilen. Das ist vielleicht nicht unrealistisch, aber auch nur bedingt lustig, wenn potentiell nach jeder Auseinandersetzung einzelne Leute oder gleich die ganze Gruppe für ein halbes Jahr im Krankenhaus liegen, bevor das Abenteuer weitergeht

Offline Chruschtschow

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #8 am: 10.04.2018 | 21:08 »
@Waldviech:
Wäre das nicht Vanilla-D&D.   ;)
Tolles Setting, würde ich aber mit Fate spielen. Und jeder Thread ist ein potentieller Fate-Thread. :d

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Offline Viral

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #9 am: 10.04.2018 | 21:14 »
https://en.wikipedia.org/wiki/Oriental_Adventures

das könnte das sein, was du wirklich willst.
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Offline Waldviech

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #10 am: 10.04.2018 | 22:58 »
Zitat
Und ich habe auch nie verstanden, warum man sowas bei Exalted wollen sollte

Diese Frage ist zugegebenermaßen völlig legitim. Mich würde halt tatsächlich nur interessieren, ob das hier mal jemand durchgezogen hat.

Zitat
Wäre das nicht Vanilla-D&D.   ;)
Hmmm...ja, ich weiß nicht wirklich. Irgendwie glaube ich ja, Exalted mit rein sterblichen Charakteren zu spielen, wäre eher so'n bisschen wie Cthulhu in einem Fantasysetting und mit hübscher aussehenden Großen Alten...und da frag ich mich tatsächlich, ob das nicht vielleicht doch mal interessant sein könnte.
Zitat
https://en.wikipedia.org/wiki/Oriental_Adventures

das könnte das sein, was du wirklich willst
Tatsächlich eher bedingt. Für ein tatsächliches "Asia-RPG" würd ich glaube ich eher Tian-Xia nehmen.

@Scimi
Die Kampagne klingt wirkich intetessant - und aufwändig. Möglicherweise könnte das aber als eingestreutes Oneshot-Kapitel funktionieren. Also nichts Fortlaufendes, aber eine Art "Blick nach unten".
« Letzte Änderung: 10.04.2018 | 23:21 von Waldviech »
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Offline Scimi

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #11 am: 11.04.2018 | 01:05 »
Der ständige Wechsel zwischen Herrschern und Volk sollte eine andere Dynamik haben als eine einmalige Sonderfolge mit Charakteren, in die man nichts investiert hat. Aber wie gesagt, das wäre ungemein zeitintensiv und stammt noch aus Schulzeiten, wo man unter der Woche jeden zweiten Tag 9 Stunden und das Wochenende durchgespielt hat. Mit dem aktuellen Budget von einer Sitzung pro Monat, wenn alles klappt ist das völlig illusorisch. Naja, irgendwann sitzen wir alle im Altenheim und haben wieder Zeit für dies Art von Kampagnen…  ;D

Hmmm...ja, ich weiß nicht wirklich. Irgendwie glaube ich ja, Exalted mit rein sterblichen Charakteren zu spielen, wäre eher so'n bisschen wie Cthulhu in einem Fantasysetting und mit hübscher aussehenden Großen Alten...und da frag ich mich tatsächlich, ob das nicht vielleicht doch mal interessant sein könnte.

Chthulhu spielt allerdings in einer "normalen" Welt, in der die SCs aus der breiten Masse herausragen, indem sie sich für geheime Wahrheiten interessieren und Erfahrungen überstehen, bei denen die meisten einfach durchdrehen würden. Darum sind sie interessant und erleben abenteuerliche Dinge.

Die "Wahrheit" ist dagegen in der Exalted-Welt bekannt und selbst relativ egale Jobs wie Händler, wichtige Beamte und Kriminalermittler sind, wenn nicht gleich mit Geistern oder Exalts, dann doch zumindest mit God-blooded oder anderen "gebufften" Menschen besetzt. Zumindest auf der Weltbühne der Creation sehe ich da wenig Betätigungsfelder für gewöhnliche Charaktere.

Natürlich ist andererseits die Creation gewaltig riesengroß und da ist jede Menge Platz, die Fischer von Kleinweiler oder die Straßenkinder von Nexus zu spielen. Ich denke aber, sich auf solche Details zu konzentrieren, ist dann interessant, wenn man die große Welt schon totgespielt hat und sich alle intim mit den Details des Settings auskennen. Das sind dann die Runden, wo man als Stormtrooper in Mos Eisley auf Streife geht, in Mittelerde das Wirtshaus in Bree bespielt oder bei DSA eine Goblin-Rattenfängerbande in Festum oder ein Rudel Bannstrahler. Das macht man ja normalerweise nicht als Einführung in Setting und System oder als Hauptkampagne, wenn die Leute noch total viel von der Welt sehen wollen. Ich weiß halt nicht, ob es sooo viele Runden gibt, die das Spiel schon so weit "durch" haben…

Offline Waldviech

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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #12 am: 11.04.2018 | 09:29 »
Zitat
Die "Wahrheit" ist dagegen in der Exalted-Welt bekannt und selbst relativ egale Jobs wie Händler, wichtige Beamte und Kriminalermittler sind, wenn nicht gleich mit Geistern oder Exalts, dann doch zumindest mit God-blooded oder anderen "gebufften" Menschen besetzt.
Ist denn das tatsächlich flächendeckend so oder nur in den besonderen Hotspots der Welt?

Ansonsten fasst es das, glaube ich, ganz gut zusammen. Das Cthulhubeispiel habe ich übrigens hauptsächlich aus der (nicht unüblichen) Überlegungen heraus gewählt, dass das Setting von Exalted aus normalsterblicher Perspektive wohl am ehesten ein "düster-phantastisches Horrorsetting" sein müsste.
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Re: Zero zu Heroen und dann Exalten
« Antwort #13 am: 11.04.2018 | 17:14 »
Offizielle Zahlen gibt es zur Creation ja sowieso kaum. Aber ich hatte immer den Eindruck, dass Leute mit einem Spritzer X-Blut und ein, zwei Charms in jedem Dorf vorkommen können. Ahnengeister, Elementare, Feen und Spirits gibt es ja praktisch überall. Ich denke eher, dass die Qualität dieser Charaktere zunimmt, je wichtiger ein Ort ist bzw. die Wichtigkeit eines Ortes automatisch zunimmt, wenn da z.B. ein mächtiger Exalt erscheint.

Das Hauptproblem des Settings würde ich damit beschreiben, dass es kaputt ist. Eigentlich ist die Creation ein Schiff in einem Meer aus Chaos, eine gewaltige Essence-Maschine, in der jedes Wesen seinen Platz und seine Funktion hat, um die fortwährende Existenz der Schöpfung zu garantieren. Aber Teile funktionieren nicht mehr, ohne dass es jemanden gäbe, der sie reparieren könnte, die Götter nehmen ihre Aufgabe nicht mehr wahr und zerstörerische Kräfte sabotieren das Ganze an allen Ecken und Enden.

Mortals haben nicht den Stress, dass Cthulhu in ihrer Nachbarschaft wohnt, sondern damit, dass Cthulhu seinen fucking Job nicht macht und niemand in der Lage ist, ihm in den Hintern zu treten.