Conan ist kein Held. Der ist mitunter ein brutaler Verbrecher.
Und man muss sich bewusst machen, dass Howards Schreibe wirklich sehr sehr altbacken ist. Damit muss man zurechtkommen.
Conan ist der Mann, der wir alle sein wollen!

Doch, Conan ist ein Held, aber eben in einer barbarischen Welt. Da unterscheidet er sich vielleicht von den strahlenden Helden. Wie sich ein brutaler Verbrecher oder ein strahlender Held darstellt, kann auch relativ sein. Luke Skywalker sehen wir z.B. als strahlenden Helden, aber er hat über eine Million Leben auf dem Gewissen. Des einen Volkshelden, ist des anderen Schwerverbrecher.
Ich persönlich fand Howards Stil bei Conan recht kraftvoll. Aber es gibt in der Tat sehr gelungene und weniger gelungene Erzählungen. Der Turm des Elefanten, Der Gott in der Schale und Die Königin der schwarzen Küste gehören sicherlich zu den besten. Aber da gibt es noch mehr. Etwa wo Conan nur mit Lendenschurz und Dolch aus einem Dungeon entkommen muss, war es Im Zeichen des Phönix, oder die rote Zitadelle? Vielleicht werfe ich da auch was durcheinander. Oder wo Conan sich einen Rambo-artigen Guerillakampf mit den Pikten im Dschungel liefert. Ich finde, wer die Conan-Erzählungen liest, macht nichts falsch. Da kann man sehr sehr viel schlechter treffen.