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Autor Thema: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 2180 mal)

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Offline Thallion

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13th Age Grundregelwerk

Klappentext:
Die Welt kann sich nicht selber retten

Prophezeiungen treffen nicht ein, Dämonen überfluten alles, lebende Dungeons brechen zur Oberfläche durch und die Wächter des Drachenreiches wanken. Die Ikonen, die die Welt formen, bereiten sich auf den Krieg vor. Also, ihr Helden, wie stellt ihr euch die Zukunft vor? Geht ihr auf’s Ganze, um eure eigene epische Geschichte zu schreiben? Oder schnappt ihr euch die besten Schätze und verbergt euch in den Schatten? 13th Age ist ein d20-Spiel voller Schlachten, Schätze, gemeinsam erzählter Geschichten und heroischer Abenteuer.

Für die Spieler: - Das „einzigartige Merkmal“ deines Charakters stellt sicher, dass du absolut einzigartig bist. - Allianzen und Feindschaften mit den Ikonen wie dem Erzmagier, dem Leichenkönig oder dem Prinzen der Schatten weisen deinem Charakter – sogar schon auf der ersten Stufe – seinen Platz in der Geschichte der Welt zu. - Gestraffte und flexible Kampfregeln erlauben schnelle, flüssige Schlachten. - Die Charakterhintergründe gestatten es dir, die Geschichte zu den Fähigkeiten deines Charakters zu erfinden.

Als Spielleiter: - Entwirf blitzschnell Monster und Abenteuer. - Überrasche sowohl dich selbst als auch deine Spieler mit Abenteueraufhängern aus den Hintergründen und einzigartigen Merkmalen der Charaktere - Optimiere jedes d20-System mit Mechanismen wie dem Eskalationswürfel oder schrittweisem Stufenaufstieg.

13th Age: Schmiedet Helden! Drückt der Welt euren Stempel auf! Werdet zu Legenden!

Offline The_Nathan_Grey

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 29.03.2016 | 11:26 »
Ich liebe das System und auch das Artwork und Layout finde ich super, das einzige was mich ein wenig stört sind die Rechtschreibfehler (die selbst mir aufgefallen sind) und manche Texte finde ich ein wenig unglücklich übersetzt.
Im Falle des Trolls klingt es, für mich, sogar fast nach einem miesen Übersetzungsprogramm.
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Offline The_Nathan_Grey

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 31.03.2016 | 14:45 »
Was mir heute nochmal aufgefallen ist, dass bei den Tiers (als Adventurertier usw) im Deutschen, mal Rang und mal Stufe gemacht wurde. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber trotzdem nervig wenn man mit mehreren Übersetzern arbeitet und denen entweder keiner Übersetzungsrichtlinien an die Hand gibt oder niemand nochmal drüber guckt bei solchen Dingen.
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Offline Uthoroc

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 31.03.2016 | 15:49 »
Hast du bei den Trollen mal das Original gelesen? Das klingt genauso verschwurbelt und überzogen wie der deutsche Text und macht ungefähr genauso viel Sinn. Das ist nämlich als Witz gemeint. Ob der gut ist, sei dahin gestellt. ;)

Trolls live rich lives of symbolic meaning, as each individual relives the life of a legendary ancestor. They use ancient rituals in a forgotten tongue to mark their biographical and mythic milestones. Either that or they
just wander around and eat things.


Wenn ich mir das ansehe, ist das eigentlich total treffend übersetzt.

Das Tier manchmal mit Stufe, manchmal mit Rang übersetzt ist, wäre natürlich falsch. Hast du Beispiele?
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Offline The_Nathan_Grey

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #4 am: 4.04.2016 | 07:03 »
Bei den allgemeinen Fähigkeiten steht Abenteuer-Stufe und bei den Fähigkeiten die sich auf Zauber (Kräfte, Manöver usw) beziehen steht dann Fähigkeit und im Fließtext wird dann von Rang geredet. Finde ich persönlich nicht so schlimm für Neulinge ist es verwirrend (dies habe ich bei meiner Runde gemerkt).
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Offline Rumpel

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #5 am: 4.04.2016 | 08:00 »
Hast du bei den Trollen mal das Original gelesen? Das klingt genauso verschwurbelt und überzogen wie der deutsche Text und macht ungefähr genauso viel Sinn. Das ist nämlich als Witz gemeint. Ob der gut ist, sei dahin gestellt. ;)

Trolls live rich lives of symbolic meaning, as each individual relives the life of a legendary ancestor. They use ancient rituals in a forgotten tongue to mark their biographical and mythic milestones. Either that or they
just wander around and eat things.


Wenn ich mir das ansehe, ist das eigentlich total treffend übersetzt.


Ich sehe am Originaltext nichts auszusetzen. In der Übersetzung ist halt "rich" falsch übersetzt (das heißt in dem Kontext eher "erfüllt" oder "vielfältig" und ist im Englischen allgemein ein Wort, das einfach für alles mögliche verwendet wird ...), und der "Meilenstein" ist auf Deutsch auch keine so gute Wahl - Wendepunkt und Wegmarke wären Alternativen gewesen, ich würde hier aber einfach zu "großen Ereignissen" tendieren.

Ich würde es etwa so machen:
"Trolle führen ein vielfältiges, von symbolischen Bedeutungen aufgeladenes Leben, da jeder einzelne von ihnen die Geschichte eines legendären Vorfahren nachlebt. Mit uralten Ritualen in einer vergessenen Sprache feiern sie bedeutende Ereignisse ihres Lebens und ihrer Mythologie. Vielleicht laufen sie aber auch nur rum und fressen."

Da noch irgendwie ein-, zweimal das Wort Leben rauskürzen, dann ist es halbwegs rund, finde ich ...
« Letzte Änderung: 4.04.2016 | 08:06 von Rumpel »
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Offline The_Nathan_Grey

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #6 am: 4.04.2016 | 08:03 »
Was Rumpel sagt.
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Offline Ginster

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #7 am: 4.04.2016 | 08:22 »
Ich bin auch ganz bei Rumpel, aber vielleicht könnte man die Übersetzung im Thread zur deutschen Version diskutieren? Ich bin auch kein Freund der Übersetzung, würde dies aber hier in der Systembetrachtung nicht in die Wertung einfließen lassen wollen. Es steht zwar hier nur die deutsche Version zur Bewertung, aber hauptsächlich auch das System und Pelgrane kann nun wirklich nichts für die Übersetzung.

Offline Ginster

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #8 am: 4.04.2016 | 08:40 »
13th Age ist mein Lieblings D&D geworden und im Moment auch das einzige, was ich aus dem Bereich noch spiele. Warum? Es ist intuitiv, innovativ, storyfokussiert und vergleichsweise regelleicht.

Was mich begeistert:

-   Schlanke Grundregeln
-   Unterschiedliche Klassenmechaniken
-   Escalation Die sorgt für interessante neue Mechaniken
-   Backgrounds sorgen dafür, dass man den Charakter spielt, den man will und dass er ständig weiter definiert wird
-   Die Icon Rolls bringen Factions in das Spiel ein und zwingen SL und Spieler auch permanent dazu, diese aufzugreifen. Neue Hooks und Komplikationen entstehen wie von selbst.
-   Monster-Statblocks sind schlank und enthalten alles nötige in wenigen Stichpunkten


Was mir nicht so gefällt:

-   Teilweise durchtriebenes Artwork, für meinen Geschmack auch viel zu bunt
-   Das Standardsetting könnte etwas besser sein (für mich auch gerne etwas „ernster“, da es schon sehr flummihaft wirkt)
-   Vieles ist nicht ausreichend erklärt und für d20-Neulinge fehlen zu viele Informationen. Es ist somit nicht so einsteigerfreundlich, wie es sein könnte, da es d20-Vorwissen verlangt.


Aus genannten Gründen gebe ich 4/5 Punkten (auch, wenn es mir ganz subjektiv 5/5 wert wäre). Müsste ich die deutsche Übersetzung berücksichtigen, würde die Bewertung nochmal auf 3/5 fallen, das möchte ich dem Spiel aber nicht antun.
« Letzte Änderung: 4.04.2016 | 08:54 von Ginster »

Offline Kriegsklinge

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #9 am: 6.04.2016 | 12:46 »
Also: wenn man D&D4 mochte, aber gerne insgesamt weniger von allem gehabt hätte, nur vom olle Rollenspiel mehr, und vor allem, wenn man als SL gerne so von der Leber weg leiten können will, ohne Computerunterstützung, dann führt an diesem Spiel kein Weg vorbei, Punkt. Alles Gute an der 4E ist gerettet, alles Blöde ist weg.
Über die Welt kann man geteilter Meinung sein -- es ist halt wie bei DSA1 (und man ahnt schon, dass ich das gut finde ...). 10+ Seiten Skizzen mit extrem eigenwilligen und großen Ideen, wie man Standard-D&D-Fantasy aufpeppen kann. Manchen Leuten ist das zu wenig oder zu sehr angerissen.
Die Präsentation ist mir persönlich zu quietschig, zu bunt und hier und da auch zu unübersichtlich. Außerdem wird vorausgesetzt, dass man D&D eigentlich schon kennt. Totale Neulinge werden sich etwas am Kopf kratzen, aber wenn man andere Rollenspiele kennt, geht es auch schnell.
Nicht unerwähnt lassen sollte man die sehr aktive und produktive Community. Über die Mailingliste kriegt man zB in regelmäßigen Abständen irgendwelche Abenteuer und Kampagnen einfach mal so geschenkt, die man mindestens gut ausschlachten kann.
Bin geneigt, 4 von 5 daily powers zu geben, aber da ich 13th Age einfach als meinen persönlichen Erlöser und Retter in Sachen D&D4 angenommen habe, gibt es halt doch 5 von 5 skill challenges.

Offline Thallion

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #10 am: 14.04.2016 | 09:11 »
http://www.teilzeithelden.de/2015/08/07/rezension-die-regelwuetige-dreizehn-hack-slay-mit-13th-age/

Zitat
Fazit

Um es ganz fair zu sagen: 13th Age ist teils eine sehr mechanische d20-Variante, und daher liegt es mir persönlich eher nicht. Das ist aber Geschmackssache. Wenn man sich von den zu verwaltenden Details nicht abschrecken lässt, findet man hier eine solide Regel-Engine. Da das Spiel auf einen Bodenplan verzichtet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich wieder darauf zurückgreife, dann doch nicht so gering.

Gerade durch die stringente Mechanik kann 13th Age bei den Monstern viele kleine Besonderheiten erzeugen. Ob es nun der Escalation Die ist, gerade oder ungerade Würfe, Hit oder Miss, ein Wurf oberhalb einer Schwelle, variantenreiche Powers – alles das kommt auch bei Monstern zum Einsatz, und wer beim Rollenspiel Wert auf mechanisch detailreiche Kämpfe legt, wird hier definitiv bedient! Gerade die beigefügten Monster machen Lust auf mehr, und das 13th Age Bestiary gibt es ja auch noch.

Mit Ressourcen haushalten, Wurfglück und Monsterplätten waren schon immer Kernanteile von D&D. Variantenreiche Builds wurden ab D&D3 wichtig. All das deckt 13th Age sehr gut ab, und es versucht Stärken von D&D3 und D&D4 mit eigenen Ideen zu verbinden, und das gelingt auch. Mir persönlich liegt D&D5 besser, aber das gab es zu jener Zeit noch nicht, und ist auch nicht für jeden ideal. Und auch einer der größten Unterschiede besteht zu D&D5: Alles skaliert irgendwie in 13th Age – der Modifikator, die Schadenswürfel, die Heilwürfel, der Sprucheffekt … Es dürfte somit eine der d20-Varianten sein, in der ein neuer Level den größten Unterschied macht.

Konzeptuell macht das System eine etwas wirre Gratwanderung. Einerseits gibt es eine Menge zu verwaltender Mechaniken, andererseits nimmt man es im Zweifel nicht so genau. Der Ratschlag an den SL für die Bestimmung der Modifikatoren bei Würfen? „Don’t Sweat Modifiers“ – zerbrich dir nicht den Kopf darüber. Dieser Stilbruch – mal elegant und einfach, mal schwergängig und mechanisch – zieht sich durch das ganze Spiel.

Meine abschließende Meinung ist daher: 13th Age ist ein gutes System, aber irgendwie unrund. Es traut sich letzten Endes überhaupt nicht, leichtgewichtig zu sein. Spieler müssen Einiges verwalten, aber ein exaktes, hartes Regelschwergewicht ist es auch nicht. Eine gute Zusammenfassung der eigenen Charakterfähigkeiten ist Gold wert, und dann läuft es auch am Spieltisch gut.

Offline Thallion

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #11 am: 19.04.2016 | 14:36 »
https://wuerfelheld.wordpress.com/2016/01/16/rezension-13th-age-grundregelwerk/

Zitat
Mein Fazit:
 Die Texte lesen sich alle sehr flüssig sind gut zu verstehen, vor allem wenn es illustrierende Beispiele gibt. Die Macher verstehen ihr Handwerk, wissen quasi genau, worauf sie hinaus wollen und reden meistens nicht um den heißen Brei herum. Alles in allem liefern sie genau das ab, was man von einem kompakten System für fortgeschrittene Spieler erwartet – prägnante Regeln, viele Anregungen aber auch genügend Freiraum zur eigenen Ausgestaltung der Spielmechanismen seiner neuen Welt.

Die Aufteilung des Buchs ist ebenfalls gut durchdacht – man findet beim Blättern immer sehr schnell was man gerade sucht und muss nicht lange hilflos herumsuchen. Und die vielen Illustrationen sorgen zudem für den passenden Flair, machen die Welt und die Archetypen oder Monster mehr als vorstellbar.

Man muss sicherlich kein Experte sein, um sich diese alles zu Eigen zu machen, ein wenig Erfahrung im Rollenspiel aber gehört schon dazu. Das merkt man an den Erklärungen, da die Autoren immer wieder bestimmte Kenntnisse erwarten und nichts weiter dazu erklären oder gelegentlich auch Vergleiche ziehen.

Alles in allem ist „13th Age“ ist dass, was der Klappentext verspricht – ein kompaktes Grundregelwerk für alle Fans epischer „Pen & Paper“-Fantasy-Rollenspiele, die nach Jahren in einem strikten Regelsystem gefangen, endlich einmal eine andere Vorgehensweise genießen wollen. In einer Mischung aus vertrauten Spielmechanismen, garniert mit der Vorgehensweise, die für die klassischen Erzählspiele so typisch waren, bieten die Macher mit diesem Buch alles, was man dazu braucht, um sich neu zu orientieren und auf eine Welt zu stürzen, in der nicht mehr länger nur das Würfelglück regiert, sondern auch die ureigenen Merkmale, Charakterzüge oder Beziehungen der Spieler-Charaktere

Meine Wertung:
4,5 von 5 Krieger

Offline Lasercleric

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #12 am: 19.04.2016 | 15:25 »
Zitat
Was würde mir 13th age bringen, wenn ich eh schon mit D&D samt Klonen reich gesegnet bin?

Ich kann sagen, was es mir persönlich bringt: es ist das "D&D" das am besten meinem Spielstil entspricht.

Das System unterstützt einen narrativen Ansatz, was die meisten Regelmechanismen angeht - das empfinde ich als sehr stimmungsvoll. So gibt es z.B. kein fest definiertes Skill-Set, sondern diese werden über Charakter-Backgrounds als Boni eingebracht. Um es auf ein Setting zu übertragen dass Dir bekannt ist: der Charakter hätte nicht einfach Profession: Mercenary, sondern wäre ein "Field Cook & Mercenary Sergeant, 2nd Company of the Flaming Fists of Baldur's Gate". Den Bonus bekommt er auf Attributschecks, die sich narrativ unter diesen Hut bringen lassen. Über diese Backgrounds werden Charaktere eng im Hintergrundsetting verankert.

Es ist nicht so kleinteilig wie die dritte Edition. Es ist nicht so boardgamey wie die vierte Edition. Gleichwohl nimmt es die Elemente die mir aus der vierten gefallen (Powers für alle!) und setzt sie für einen Theatre-of-the-mind-Spielstil um.

Das Spiel enthält überdies viele Elemente, die dem improvisierenden Low-Prep-DM helfen. Wenn ich nicht weiß wie eine Skill-Challenge aussehen könnte, schaue ich einfach auf die backgrounds der Charaktere und eine Reizwortgeschichte strickt sich von selbst. Oder aber ich schaue auf das One Unique Thing (ein Schlagsatz, der den jeweiligen Charakter für die Kampagne einzigartig macht) oder auf die Icon-Roll Ergebnisse.

Icons sind für die Kampagne oder das Abenteuer vorgegebene Interessengruppen. In den Forgotten Realms z.B. könnte das sehr konkret sein wie Elminster oder die Harfner oder ganz abstrakt wie Die Mächte der Finsternis. Zu Beginn einer Kampagne legt ein Spieler seine Beziehung zu bis zu drei Interessengruppen fest. Diese kann positiv, negativ oder kompliziert sein. Der Spieler würfelt zu Beginn jeder Sitzung mit einem w6 auf seine Icons. Bei einer 6 manifestiert sich die Beziehung in einer positiven Weise, bei einer 5 positiv, aber zu einem Preis. Die Umsetzung ist dem spontanen Einfall des Spielleiters überlassen, oder er hat sich für ein Ergebnis eben etwas zurecht gelegt. So handhabe ich es z.B. so, dass ich für die dritte 6 auf ein Icon ein besonderes Kampagnenevent geplant habe.

Was den Fluff betrifft: er ist für mich eine nicht endende Inspirationsquelle. Allerdings bin ich ein großer Freund von Fluff, der die eigene Fantasie anregt und nichts wirklich groß vordefiniert, sonst eher Vorschläge für die eigene Kampagnenwelt gibt.

Ich bin überzeugt, dass, wenn man das System selbst nicht spielen wollen würde, man viele Elemente ohne jeden Aufwand in andere D&D Systeme portieren könnte.

Offline kalgani

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #13 am: 29.04.2016 | 19:57 »
Bester Index ever  :d

Leider setzt das Buch zu sehr voraus das man D20 als System schon kennt.
Daher "nur" 4/5.

Offline McMolle

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #14 am: 1.05.2016 | 03:21 »
4 Punkte von mir!

Das einzige, was mir am Grundregelwerk nicht gefällt, sind die Illustrationen. Ich kann mich mit dem Stil einfach nicht anfreunden.

Ansonsten ein sehr schönes, schlankes System mit vielen guten Ideen und interessanten Klassen. Ganz klar  :d
NOBODY expects the scottish inquisition!

Tremble and fear, McMolle is here!

Offline Thallion

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #15 am: 7.05.2016 | 11:53 »
Orkenspalter TV
Late Nerd Show 96: 13th Age, Freaks' Squeele, Diebe von Karthago

https://www.youtube.com/watch?v=6-4CLfcTLEA

Offline Thallion

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Re: 13th Age Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #16 am: 29.11.2016 | 09:03 »
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,86772.0.html

Zitat
13th Age kann viel Spaß machen. Aber nicht mir.

Ich empfehle 13th Age allen, die D&D und Pathfinder mögen, aber einen persönlicheren und individuelleren Charakter wollen. Allen, die generische Fantasy suchen und keinen Battlemaps brauchen. Allen, die den spielerisch-regelintensiven Ansatz eines D20-Systems mal mit etwas erzählerischen Handwedeln mischen und das in den Regeln wiederfinden möchten.

Ich rate allen ab, die sich ein D20-light erhofft haben. Allen, die grundlegende Probleme mit OGL-Systemen haben. Allen, die einheitliche und geradlinige Regeln möchten. Allen, die ein originelles Setting und keine Sandbox suchen.